Meter Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Sonnabend, 8. August 1925
15. Jahrgang
Einzelnummer 10 Pf^ Sonntag« 15 Pf.
200 Mionen für den englischen Bergbau
schlossen hat eine weitere Ausdehnung nicht er
|be8 landwirtschaftlichen BodenS, die Pflege der
Wälder, die Regelung der verwilderten Fluß, fahren. Am Sonnabend Vormittag beginnen laufe und den Eisenbahnbau, geschieht nichts, Warschau Verhandlungen der Arbeitgeber u
in
schäft der Gemeinschaften. Im gegenwärtig, Polen ist er jedoch ein bürokratischer M
ien
Hoffnungen deeNomanows
2S000Bergarbel1er brotlos
Abflauen des Streiks in Volnifch-Schlesien.
Beuthen, 7. August. (Drahtbericht.) Tcr Berg- und Hüttenarbeiterstreik in Oft-Ober-
_______..... ________ „ Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Ostoberschlesischen Bergbaues, von denen man eine Verständigung erhofft.
An go Jahren rückzahlbar.
Wie Belgien feine Schulden tilgen will.
(Durch Fankspmch.)
Washington, 7. August.
Die Verhandlungen für die Zurückzahlung der belgischen Kriegsschulden von 480 Millionen Dollars an die Bereinigten Staaten werden mit der in Rewyork eingetroffenen belgischen Delegation eingeleitet. Es besteht guter Grund zu der Annahme, daß Belgien darum ersuchen werde, feine Schulden in 75 bis 90 Jahren zurückzuzahlen, und daß der Zinsfuß auf 2 bis 2& Prozent festgesetzt werde. Es verlautet, daß Belgien auch ein Moratorium von fünf bis zehn Jahren erhalten werde.
Neue Streiks in Wales.
Rotterdam, 7. August. (Drahtbericht.) Daily Mail meldet den Ausbruch von fünf TeilstreikS in Wales. In Ammam Fort kam es zu Zusammenstößen, die zwei Todesopfer forderten.
Die englische Landwirtschaft fordert Kredite.
London, 7. August. (Drahtbericht.) Der Beschluß der Regierung, der Grubeninduftrie Unterstützung zu gewähren, hat andere Wirt» chaftliche Verbände in England gleichfalls zu Gesuchen um Unterstützung veranlaßt. So hat der Landesausschuß der englischen Landwirte mit 49 gegen 14 Stimmen eine Entschließung gutgeheißen, wodurch die Regierung um Gewährung einer Unterstützung von zwei Millionen Pfund Sterling ersucht wird.
Hoefch bei Brland.
Eine Besprechung über die Sicherheitsfrage.
chan Ismus, der über der Gemeinschaft steht, der das Leben durch Willkür knobelt und sich der Gemeinschaft ausdrücklich entgegenstellt. Ohne Zweifel muß das Problem der nationalen Minderheiten entsprechend der Art ihrer Ansässigkeit gelöst werden. Die eingeseffenen Rationalitäten, wie die L i t a u e r, W e i ß r u s s e n und Ukrainer, haben das Recht, gewisse Selbst- verwaltungSgebiete zu bilden; die übrigen aber, wie die Juden, Russen, Deutschen und anderen, können nur sprachliche Gleichberechtigung und kulturelle Selbswerwattung für sich in Anspruch nehmen/
In diesen Sätzen ist irrtümlich nur der Standpunkt, daß nicht auch die Deutschen innerhalb der gegenwärtigen polnischen Staatsgrenzen in mehr oder weniger ausgedehnten Gebieten .eingesessene" Minderheiten bilden sollen. Die nationalen Minderheiten in Polen, eingesessene wie nicht eingesessene, wären aber im Augenblick schon sehr zufrieden, wenn sie „nur* sprachliche Gleichberechtigung und kulturelle Selbstverwaltung besäßen. Die Hauptsache ist, daß hier eine hervorragende polnische Persönlichkeit selber die Einsicht ausspricht, daß die zellige Behandlung des Minder- heitenpröblems eines TageS das Ende des durch den Versailler Frieden geschaffenen polnischen Staates sein wird. Polen, das seine deutschen und ukrainischen Zwangsangehörigen mit wütender Feindschaft verfolgt und auch seine weißrussische Bevölkerung drangsaliert, sät Wind und wird Sturm ernten. Selbst in Italien, wo man doch in solchen Dingen nicht sentimental ist, spricht die Presse von dem .haßgeborenen Wahnsinn" der jetzigen Deutschenaustreibung, und fügt hinzu, dadurch könne nur noch größerer Haß erzeugt werden! Staaten wie Polen und die Tschechoslowakei sollten sich als .Nachfolger" Oesterreich- Ungarns durch dessen Schicksal, das sie ja selbst herbeiführen halsen, warnen lassen. Sie Werden es schwerlich tun, und darum werden sie einmal die Wahrheit jenes alten Wortes an sich erfahren, daß die Götter dem, den sie verderben Wollen, zuerst die Vernunft nehmen.
Polen ist Geschöpf und Vasall Frankreichs. Sein brutale Minderheitentyrannei Wird ihm nur dadurch möglich, daß es die französische Macht an seiner Seite fühlt. Diese aber Wird nicht ewig dauern, jedenfalls nicht so lange, ; Wie der Kampf der von Polen geknechteten Minderheiten um ihr Recht. Dazu kommt als zweite der Polen bedrohenden Gefahren die ökonomische Krisis. Polen Wäre an sich Wirtschaftlich ausreichend fundiert, wenn es verstände, die in ihm liegenden Kräfte ruhig und stetig zu entwickeln, mit seinen Nachbarn einen gesunden Werteaustausch aus Grund nationaler Handelsverträge zu pflegen und seine Militärausgaben in normalen Grenzen zu halten. Keine von diesen drei Bedingungen wird aber erfüllt. Die Armee, deren abno’-me Größe durch das ftanzösische Verlangen und durch die Beraubung der benachbarten Nationen diktiert , ist, ftißt einen viel zu großen Teil der Staats- • einnahmen. Für die Entwicklung und Nutzung der natürlichen Reichtümer, die Meliorierung
Gemeinsame Note Englands u. Frankreichs.
London, 7. August. (Drahtbericht.) Briand wird nächsten Dienstag die erste Erörterung mit Chamberlain haben. Es verlautet, daß Chamberlain im Zusammenhang mit Briands Besuch eine Sondersitzung des Kabinetts zur Beratung der mit dem Sicherheitspakt zusammenhängenden Fragen für Dienstag anüeraumt habe. Bezüglich des Sicherheitspattes scheint der französische und der englische Standpunkt soweit angenähert zu fein, daß ein gemeinsamer Paktvor- schlag an Deutschland erfolgen kann. Der deutsche Botschafter Sthamer kehrt erst Ende nächster Woche nach London zurück. Man schließt daraus, daß die Erwartungen auf baldige Entscheidungen in der Sicherheitsfrage mindestens verfrüht sind. Der belgische Premierminister Vandervelde wird sich nicht nach London begeden.
NttlNMEk 183. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf.
»neei«e*»retie: (ttiibei»if4e *ef<b4#t»<ut»etaen Heile 20 4hu auswärtige WelchSttr- «tuetoenjietk 20 «fg_ #aoUite*a''*etgea seile 20 Pfa, Kleine Anzeigen O08 Sott 4 Vfa- «ek-amen 6le Seile 75 8tg. Cffettoebübt 10 vfg. (bei Sufenbg. »er Offenen SO Psa.! Rechnungsbeträge find innerhalb", Ta. ,u besohlen. Makaebend Ist der Kurs des -rabltingstwzes. Kür die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufaegebenenAn- zeigen, sowie für Susiiadmedaten und Plätze kann 'N-ku garantiert werden. Kür ^"^'ilL'.'ss^besond. schwierigem Satz 100 Pro».Ausschlag. Druckeres: Schlachtbos- ftrefie 98/80 Geschäftsstelle Köln Sft. 5. aegenüb. der Spohrftr. Fernkvr. 851 u. 955
Ein monarchistischer Aufruf in Rußland. (Eigener Drahtbericht.)
Paris, 7. August.
Die in Frankreich wohnhaften Großfürsten Kyrill und Nikolai hatten eine Unterredung mit dem Zwecke, eine endgültige Regelung der Frage der russischen Thronanwartschaft einzuleiten. Diese Verhandlungen sollen dazu geführt haben, daß Großfürst Kyrill zugunsten feines rninder- ährigen Sohnes Wladimir auf die Thronfolge verzichtet. Im Anfchluß an diese Unterredung ond ein Familienrat der Romanows statt, der aus feiner Mitte heraus einen Regenten be- tellte. Es steht fest, daß als Regent Großfürst Nikolai in Aussicht genommen ist, aus den sich alle Mitglieder des Hauses Romanow geeinigt haben. Dieser Kompromiß steht in engem Zu- ammenhange mit den bevorstehenden Verhandlungen des Monarchistenkongresses. Man vermutet, daß dieser Kongreß einen Aufruf an das russische Volk und die Mächte erlassen wird.
Volen am Abgrund.
Die Lebensunfähigkeit des polnischen Staates.
Von
Dr. Paul Rohrbach.
DaS Wort .Polen am Abgrund" ist keine Phrase, sondern in doppelter Beziehung Wirklichkeit. ES ist Wirklichkeit erstens in der Frage der Minderheiten. Der .Surjer Polski" veranstaltete 1925 eine sogenannte Enquete über die nationalen Minderheiten, die darauf hinauslief, daß diese in Polen keine Rechte zu beanspruchen hätten und die Minderheitenfrage keineswegs brennend fei. Daraus sandte der Nestor der polnischen Demokratte, Rechtsanwalt Tadensz Wroblewski, in Wilna, dem Blatte die folgenden Bemerkungen:
„3n einem Staat (Wie Polen) mit einer darart verschiedenartigen Zusammensetzung, Wo die nationalen Minderheiten etwa vierzig Prozent der Bevölkerung bilden, klingt die Frage, ob die Regelung deS Nationalitätenproblems dringend und aktuell ist. beinah« wie eine Ironie. Es kann doch keinem Zweifel unterliegen, daß von einer raschen und günstigen Lösung dieser Frage die Entwicklung, ja sogar die E r i st e n z d e S polnischen Staates abhängt. Leider glaube ich nicht, daß irgendwelche teilweisen Reformen, sei es auf dem Wege der Gesetzge- bung, fei es auf dem der Verwaltung, auf die erwünschte Lösung einen Einfluß haben können. Der Staat muß ein einheitliches Gebilde aller gemeinschaftlichen Verbände fein, eine Gemein-
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 7. August.
Briand empfing gestern Abend den dentfchen Botschafter von Hoefch, mit dem er über die Sicherheitsfrage und die Räumung der Sanftionsstädte eine Unterredung hatte. Hoefch drückte der französifchen Regierung die Genug- tuung aus, die die deutsche Regierung über oeu Beschluß der Botschasterkonferenz hinsichtlich der Räumung der Sanktionsstädte empfunden habe.
Hilfsaktion für die Nichrberaarbeiier.
Berlin, 7. August. (Drahtbericht^) Im Reichsarbeitsministerium trat der Ausschuß für die Umsiedelung und Umschichtung der erwerbS- ü>fen_ Bergarbeiter im Ruhrgebiet zusammen, um über die Unterstützung der Belegschaftsmitglieder der stillgelegten Betriebe zu beraten.
öfientliche Tanzbelustigungen und für Tanzveranstaltungen von Vereinen, die nur oder in der Hauptsache zu diesem Zwecke gegründet sind, für je zehn volle oder angefangene Quadratmeter Veranstaltungfläche einer 200 Quadratmeter übersteigenden Gesamtfläche itr den 200 Quadratmeter übersteigenden Teil bis zu 400 Quadratmeter 0,35 M.. für jede weiteren vollen oder angefangenen 10 Quadratmeter einer Veranstaltungsfläche von mehr als 400 Quadratmeter 0,30 M. Für Weinstuben (Dielen, Bars und ähnliche Lokale)beträgt die Steuer bei Veranstaltungen dieser Art das dreifache der vorstehenden Sätze. Für Vorführung von Bildstreifen und Lichtbildern für Theatervorstellungen, Konzette, Vorträge und alle fon- tigen Veranstaltungen, die nicht unter a) und b) allen (also auch für mit Tanz verbundene Fest- ichkeiten sonstiger Vereine), gilt dir Hälfte der Sätze zu b. Die Steuer Wird für jede Weitere Veranstaltung besonders erhoben, auch wenn in dem Raume an einem Tage mehrere Veran- taltungen ftattfinben. Bei Veranstaltungen, die mehrere Tage dauern. Wird die Steuer für leben angefangenen Tag besonders erholt«. Ist die Berechnung der Steuer nach Abs. 1—3 schwer durchführbar, so kann die Stenerstelle (Magistrat, Stadtsteueramt) den Stenerbettag mit den Unternehmern vereinbaren." Stimmen die Stadtverordneten zu, bann ist die Vergnügungssteuer für lange Zeit mal „perfekt", au/' alle Fälle bedingt sie teures Vergnügen!
Reue Kündigungen in Gelsenkirchen. (Eigener Drahtbericht.)
Gelsenkirchen, 7. Airgust.
Die Gelsenkirchener Bergwerks A.-G. hat aus der Zechenanlage Zollern 700 Bergarbeitern zum 16. August gekündigt. Die Zahl der erwerbslosen Bergarbeiter des Ruhrgebiets wird durch das Landesarbeitsamt Westfalen zurzeit auf rund 15000 geschätzt. Mitte des Monats sollen weitere Enttaffungen in Höhe von 13000 Mann vorgenommen werden.
Gewitterwolken am Balkan.
Zuspitzung des rumänisch-rnffischen Gegensatzes.
(Durch Funispruch.)
Bukarest, 7. August.
In politischen Kreisen verlautet, daß die wrzlich abgebrochenen Verhandlungen mit Sowjetrußland ans dem Grunde nicht wieder aufgenommen werden, weil die Russen offenbar die bestimmte Absicht haben, die Verhandlungen zu sabotieren. Die gleichzeitig viel beachtete Demonstration der russischen Sowjetflotte an der rumänischen Küste hat allgemein zum Nachdenken veranlaßt. Die rumänische Regierung hat auf Grund all dieser Tatsachen gestern den verschärften Grenzschutz gegen Sowjetrußland angeordnet. Im Laufe der Nacht sind über hundert K0mmpnisten in Rumänien verhaftet Worden.
weil kein Geld dafür da ist. Statt der Han- delsverttäge stürzt man sich in nationalistische Haßorgien und schädigt lieber die eigene Wirtschaft, als daß man sich entschließt, nach dem Gesetz vernünftigen Nehmens und Gebens zu handeln. Es ist überflüssig, den Polen dafür mit der zukünftigen Nemesis zu drohen, denn das Geschäft, sich staatlich und ökonomisch zu ruinieren. Werben sie schon selber besorgen. Mit solch einer Gesinnung des „herrschenden" Volkes gegenüber den Minderheiten in den eigenen Grenzen und den Nachbarn rings umher ist kein Staat lebensfähig!
Hilfe für den Bergbau.
England bewilligt 200 Millionen Mark.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 7. August.
Im Unterhaus brachte Ministerpräsident Baldwin ein« Ergänzung des Voranschlags um zehn Millionen Pfund Sterling für die Unterstützung des Kohlenbergbau und der Industrie ein. Baldwin erörterte die Lage des Bergbaues und die letzten Verhandlungen. Er fugte: Angesichts der langen Dauer und der unerhört schleclsten Lage deS Handels hätte die Regierung nichts Schlimmeres tun können, als zuzulassen, daß das Land in einen Kampf geriet, der nicht nur den ganzen Handel lähmen, fondern auch die Aussicht ans Besserung der Lebenslage der Arbeiter nm Monate, vielleicht auch um Jahre hinamsschieben mutzte. Es sind nicht die Führer der Bergleute, sondern die Bergleute selbst, die in einem solchen Kamps unendlich leiden würden, und diese Leiden würden viel schwerer wiegen als der Verlust der Summe, die in dem vorliegenden Voranschlag gefordert wirb. Wir find zu ver Ueberzengung gelangt» daß eS angebracht ist, alle diese Probleme durch eine Kommission mit ausgedehnten Befugnissen prüfen zu lassen uns während biefer Zeit, nämlich auf etwa neun Monate, der Jndufttie eine zeitweilige Unterstützung zu gewähren. Baldwin schloß: Ich bin überzeugt, daß, wenn die Zeit kommen sollte, wo die Gesamtheit sich selbst zu schützen hat, fie dies tun wird, und die Antwort, die sie erteilen wird, wird die Kräfte der Anarchie und das ganze Land in Erstaunen setzen. (Zornige Rufe bei der Arbeiterpartei.) Ich sage dies lediglich als Warnung, und ich weiß, daß ich nur ausdrücke, was die tiefe, allgemein verständliche Ueberzeugung der überwiegenden Mehrheit eines großen und freien Volkes ist. Die Vorlage betr. Unterstützung des Bergbaus wuroe mit 351 gegen 16 Stimmen angenommen.
Die Mattel« Revesieu Nachrichten ertöte tuen wöchentlich letbSnuu aachmutaa» tot den Monat 2.— Mk. bet 'tretet Zustellung «efdtdftöftelle abgebolt LuOtDiL Durch d!-Post monatlich 2.00 Mk. auSlchließlich 8nfteHnnc18aebü6r. Verlag und Redaktion Schlachtdofttrahe 2WJ. KermvreSer S51 und 852. Für unverlangt einaefanbte Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr io feinem Falle übernehmen. Rück- Minna deS VezugSgeldeS ober Aniorüche wegen etwaiger nicht ordnnngSmätziger VteferÄno *ft att8gef*loffen -Postscheckkonto kkrankkurt a. Main Nummer 638"
Rechnungsangelegenheiten, das ist alles bis auf eine Formsache, die
die Vergnügungssteuer, die schon Wiederholt das Stadtparlament beschäftigt hat. Maßgaben, die der Bezirksaus- schuß beschlossen hatte, soll das „UnseretWegen auch so" ausgesprochen Werden. Die Flnanztech- nitu haben eine Umgruppierung in den Steuern vorgenommen, die schmackhaft gemacht Wirb mit folgender Bemerkung in der Magisttats- vorlage: Den vom Bezirksausschuß beschlossenen Maßgaben kann unbedenklich zugestimmt werden, da sie steuerliche oder auch sonstige Rächte ile nicht zur Folge haben Werden. Die Befreiung von .gesellschaftlichen Veranstaltungen mit familiärem Charakter" ganz allgemein also in öffentlichen Wirtschaften (z. Ä. von Hochzeiis- feiern u. a.) entspricht Wohl dem allgemeinen Empfinden." In Betracht kommt nur noch der § 18 betreffend Pauschsteuer, der nach der Größe des benutzten Raumes — ohne Äende- rung der Klassifizierung und her Sätze — nach der Maßgabe 5 Wie folgt zu lauten haben Wirb: „Wenn die steuerlichen Veranstaltungen im Wesentlichen der Gewinnerzielung aus der Verabreichung von Speisen und Getränken, oder Wenn sie der Unterhaltung bei Vereinssestlich- keiten u. dergl. bienen, Wird die Pauschsteuer nach der Größe des benutzten Raumes erhoben. Tie Größe des Raumes wirb festgestellt nach dem Flächeninhalte der für die Vorsühnmg und die Zuschauer bestimmten Räume, oinschl. der Erfrischungsräume, aber ausschließlich der Logen, Galerien und Wandelgänge, der Bühnen- und Kassenränme, der Kleiderablage und Aborte. Findet die Veranstaltung ganz oder teilweise int Freien statt, so sind von den tat Freien gelegenen Flächen aus die für die Vorführung und die Zuschauer bestimmten Flächen einschließlich der dazwischen befindlichen Wege und der angrenzenden Veranden, Zelte und ähnlichen Einrichtungen anzurechnen. (Ob also eir »Ausverlauft" ist ober schwacher Besuch, der Steuer ist's gleich. Die Schriftleitung.)) Dre Steuer beträgt danach: a) bei Veranstaltungen im Freien für je 10 Quadratmeter der im Freien gelegenen Teile der Veranstaltungsfläche, soweit fie gemäß Absatz 1 Satz 3 anzurechnen sind. 0,05 M„ b) bei Narrenabenden, Karnevalssitzungen, Tingeltangel, Varietes, Kabaretts und ähnlichen Veranstaltungen, sowie für
(Steigung lm ©feuerrieg?
Eine für alle Länder annehmbare Basis.
Die gestrigen Besprechungen zwischen Reich« kanzler,Reichsfinanzminister und den Führers
Teures Vergnügen.
Beginn der neuen Saison im Kasseler Rathaus.
Die Ferienwochen sind vorüber. Schön Waren sie, doch wenn auch noch fo lang, zu kurz. Und auch ins Rathaus, das ja sich auf den neuen Kurs bereitet, finden sich am Montag die Stadtverordneten zurück, nachdem der Riimpfmagistrat so Weit als möglich „komplett". Die vorgelegte Tagesordnung steht harmlos aus und es besteht auch die Möglic^eit, daß diese Harmlosigkeit erhalten bleibt. Zwei Fluchtlinienpläne. Gelderbewilligung für die Kirch- ditmolder Friedhosskapelle und den Rettungs-