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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
9?U1tttttCt 171. Einzelnummer 10 Pft SonntagS 15 Ps.
Sonnabend, 25. Juli 1925.
Einzelnummer 10 Pf^ Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang
Schweres Krisengewölk über England.
Ausbruch eines Irlesensireiks.
London, 24. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Seit gestern abend sind 135 000 Tertilarbeiter im Ausstand. Obwohl der Arbeitsminister eine letzte Konferenz der Delegierten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zustande zu bringen versuchte, t'w der Streik doch zum Ausbruch.
Varifer <5 refemannfarrffaturen.
Paris, 24. Juli. (Privattelegramm.) Ein Blatt legt die Friedensoffensive Strese - m a n n s als eine Offensive für die Revision des Versailler Vertrages aus. Einen Beweis dafür könne man in der Unterstützung des Grafen Westarp erblicken, der vor wenigen Tagen Stre- scmann noch stark bekämpft habe. Deutschland fordere Gebietsrückerstatlungen, noch bevor der status guo im Westen garantiert sei. Das könne kein Vertrauen einflößen. Strescmann täusche sich, wenn er glaube, datz die Atmosphäre der Londoner Konferenz bestehe, in dem Sinne, datz die Alliierten alle Konzessionen zu machen hätten, und daß sie auf irgendeine Garantie des Versailler Verlages verzichten könnten. Es handle sich darum, durch eine geschickte Erpressungspolitik die sogenannten Kette» des Versailler Vertrages abzuschütteln.
Drohende Haltung der Slsevdahner.
London, 25. Juli. (Eigener Drahtbericht.s Die Delegierten der Eisenbahner-Gewerksckmsten brschloffen gestern, den Vorschlag der Gesellschaften. die Löhne um fünf Prozent herabzufetzen, abzulehnen. Es soll ein nationaler Eisen-
Die schwarzeLondoner Krise.
Berhandlungswille auf allen Seiten.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 24. Juli.
Wer ist der Stärkere?
Die Bergarbeiterkrise ein Wendepunkt der Politik. (Eigener Drahtbericht)
London, 24. Juli.
Ein Blatt schreibt in einem Leitartikel zur Lohnkrise in der Kohlcnindustrre: Die Ursache für alle Schwierigkeiten liege darin, datz die bri- tifche Kohleninduftrie k r a n k sei. Die geldlichen Zuwendungen der Gewerkschaften an die Bergarbeiter gebe diesen die Möglichkeit, solange Zeit durchznhalten, bis schließlich die durch den Koh- lenmangel entstandene fortschreitende Paralyse allmählich a»ch andere Industriezweige zum Stillstand bringt. Wenn die Zechenbe- sitzer auf eine Spaltung unter den Bergarbeitern spekulieren, so täuschten sie sich. Das Blatt bemerkt, es erwarte zwar, datz die Zechenbesitzer den Sieg davontrügen, doch würde eine derartig grotze Niederlage der Arbeiterschaft auf industriellem Gebiet zwangsläufig zur Folge haben, datz auf politi schem Gebiet die Arbeiterpartei die Mehrheit gewinnt und zur Macht kommt. Times schlietzt: DaS Land wird von einer Katastrophe bedroht, wie es sie in feiner Geschichte noch nie erlebt und von der eS sich nur in einem Menschenalter erholen werde.
Der Gewerkschastskongretz erklärte, er sei der Ansicht, datz die Regierung die Pflicht habe, eine Konferenz zwischen der Bereinigung der Bergwerksbesitzer und dem Bergarbeiterverband zustande zu bringen. Die Arbeiterschaft hat dem Premierminister mitgeteilt, datz sie zu einer solchen Konferenz bereit sei. Die Ent- schlietzunq der Bergarbeiter, die Als Tag deS Streikbeginns den 31. I u l i f e st s e tz t, erklärt, cs seien Vorkehrungen getroffen, datz die unumgänglich notwendige Zahl von Arbeitern zur Sicherung der Gruben bereitgestellt ist. Die Delegierte« der Transportarbeitergewerkschast in Searborough beschlösse«, ihren Mitgliedern den Plan einer Bildung einer grossen industriellen Allianz zwischen den vier grötzten Gewerkschaften, die fünf Millionen Mitglieder umfassen, zur Annahme zu empfehlen. Die Ortsgruppen sollen hierüber abstimmen.
sVolk am Rhein, Ruhr und an der Saar die iGrüße des ganzen Vaterlandes zu übermitteln (Lebhafter Beifall), und mit besonderer Anteilnahme derer zu gedenken, deren env- gultiHe Besreiungsstunde noch nicht geschlagen hat. (Lebhafter Beifall.) Diesem Teil unseres Volkes wird am besten gedient werden, wenn die Vorstellung von der Notwendigkeit eines wirklichen Friedens in Europa sich auch außerhalb Deutschlands immer mehr verbreitet. Die deutsche Regierung wird zur Herbeiführung des endgültigen Frieoenszusrandes alles tun, was in ihren Kräften steht. (Lebhafter Beifall.)
Kanonendonner im Rif.
Blutig abgeschlagen. — Vormarsch gegen Taza. (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 24. Juli.
Wie HavaS aus Fez berichtet, unternahmen die Riskabylen einen lebhaften Vorstoss au Ain Aicha und Ain Maateufa. Als sie iinter starkes Feuer von französischer Artillerie aller Kaliber genommen wurden, flohen sie hastig nach Norde«. Die allgemeine- Lage bessert sich weiter auf der ganzen Front. — Ans Tanger wird gemeldet: Die Franzosen rücken mit schwerer Artillerie und einem Geschwader von Bombenwerfern gegen Taza vor. In Tanger erhofft alles eine baldige Beruhigung Marokkos. (Siehe auch Depeschen 2. Seite).
Nansen als Nordpolflieger.
lieber den Pol nach Japan und Amerika.
(Privat-Telegramm.)
Moskau, 24. Juli.
Bor einer Versammlung von Sachverständigen und Vertretern der Staatsämter hielt hier der deutsche Flieger Bruns einen Vortrag über die für 1927 unter Leitung Nansens ge- plante wissenschaftliche Polarflugcxpedilion. Er führte u. a. aus, das Lustschift soll 150000 Kubikmeter Inhalt, 245 Meter Länge und 155 Tonnen Hebekraft haben und über Murmanfk und Fran, Joseph-Erde, den Nordpol, Alaska oder Anadyr zurück über unerforschte arktische Gebiete, Rikolauserde, Novaja, Semlja und Mur- mansk fliegen. Die Expedition soll der Prüfung der Möglichkeit eines regelmätzigen tran6atl= tischen Luftverkehrs von Europa nach Japan und Amerika via Sibirien bienen.
Volk und Vaterland.
Dei zweite grotze Tag der Sicherheitsdebatte.
Die bnnhertfte Sitzung — Die Demokraten und das neue Frankreich. — Patriotischer als Slrefemann. — Die Wirtschafttzpartci und der Bölkerdund. — Revenllow gegen «Ireiemnnn.
Präsident L o e d e, dessen Platz ein Blumen-- ftraitfj schmückt, eröffnet die 100. Sitzung. Wbg. Dr Haas (Dem.) stellt fest, daß unter dem Truck der Verhältnisse sich für die Außenpolitik eine breite Einheitsfront zusammengeschlossen habe, die jetzt von den Sozmldemofta- ten bis zu den Deutschnationalen reiche. Die Taten und die Worte Elemenceaus und Poin- carss haben in Deutschland schwere, bittere und böse Empfindungen ausgelost. Wir wenden uns an das andere, das neue Frankreich und sprechen die Hoffnung aus, daß die deutsch-sran-- zosischen Beziehungen wieder in einem modernen, freiheitlichen, wahrhaft demokratischen Geist ausgestaltet werden. Wir richten an die Regierung und besonders an ihre deulschnationalsn Mitglieder die Frage, warum in dem Memorandum die Frage oct
KriegSschuldlüge in keiner Weise erwähnt ist. Tatsächlich wird ein großes, arbeits- s a m e s, tüchtiges Volk aus Jahrhunderte hinaus unterdrückt und in Sklaverei gehalten. Wir wissen nicht, ob diese Form der Einleitung der an sich berechtigten Aktion notwendig war, eine Einleitung, die uns leicht neue Fesseln anlegen kann. Memorandum spricht den Verzicht auf Elsaß-Lothringen aus- das ist tief schmerzlich für uns Auch ton wollen nicht, daß Elsaß-Lothringen wieder zunr Kampfobjett zwischen Deutschland und Frankreich wird. Wit haben aber das Recht, zu sagen; Das
Elsaß in seiner Kultttr und seiner Bevölkerung ist deutsch! < Lebhafter Beifall.)
Wir werden auch als Oppositionspartei nicht die Position des Außenministers dem Auslande gegenüber schwächen Die innere Herzlichkeit der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich kann nicht eintreten, s o - lange noch ein französischer Soldat auf deutschem Boden steht. (Beifall.) Wir sind grundsätzlich für den Eintritt in den Völkerbund; aber er muß zu einem wahren Völkerbund gemacht werden und darf nicht eine Koalition der Westmächte gegen den Osten fein'. Abg Bredt (Wirtsch. Vergg.); Man spreche immer davon, daß ein Sicherheitspatt gegen den Vertrag von Rapollo verstoße. Es komme daraus an. wie Rußland den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund ausnehmen würde. Er sehe ein langsames Hinrücken der Regierung auf den Völkerbund. Der Auswärtige Ausschuß rafft sich nicht zu einer Stellungnahme in dieser Frage auf. Da müssen wir sagen: Das machen wir nicht mit, nachdem die Regierung entschieden hat, weitere Schritte in dieser Hinsicht zu unter- nehmen. ohne daß es ganz klar entschieden ist, ob der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund unserem Vaterland und dem deutschen Volk nützt ober nicht. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg« Leicht (Bav. Vpt): Bei den weiteren Erörterungen um len Sicherheitspakt müsse unbedingt gefordert werden:
Gleichberechtigung Deutschlands und volle Gegenseitigkeit. (Beifall.)
Der Schuldlüge der Vergangenheit müsse entgegengewirkt werden. &ie Räumung der Ruhr sei nicht zu begrüßen als ein Akt des besonderen Entgegenkommens, sondern als die einfache Wiedergutmachung einer Widerrechtlichkeit. Ohne die Räumung Kölns könne nicht der Fuß nach Genf gesetzt werden. Abg. Gras Revenllow (Völk.): Wie die Dawesgesetze, o laufe audpber Sicherheilspakt daraus hinaus, Deutschland unter die Herrschaft der kapitalistischen Weltmächte einschließlich Amerikas zu bringen. Dieses Spiel werde den West- Mächten erleichtert durch die oberflächliche, l e i cht f e r t i g e D i P l o m a l i e des Außenministers, die auch sein erstes Memorandum vom Februar dieses Jahres kennzeichnet.
Durch Luthers Mund.
Wozu einen Sicherheitspakt?
Berlin, 24. Juli.
In die auf der vierten Spalte dieser Seite behandelte große Sicherheitsdebatte im Reichstag griff Reichskanzler Luther mit folg, programmatischen Ausführungen ein: Es stehl schon letzt fest, daß eine große Mehrheit des Reichstages im Endergebnis der sachlichen Stellungnahme sich im Einklang mit der Note der Reichsregierung an -feie französische Regierung befindet. Mit dieser Stellungnahme zeigt der Reichstag, daß die große Mehrheit des deutschen Volkes in dieser Frage hinket der Regierung steht. Für die Außen- Politik legt die Regierung auf die weitgehende Zustimmung des Reichstags zu der einstimmig und unter Gesamtverantwortlichkeit eingenommenen Haltung der Regierung ein besonderes Gewicht. Bei den kommenden Verhandlungen muß sich die Taktik der Sachlage anpassen und kann nicht vorher erläutert werden. Das Ziel wird immer sein, eine dauernde Grundlage für den europäischen Frieden zu schaffen. Deutschland kann einen Sicherheitspakt nur aus der Grundlage voller Gleichberechti- gung und Gegenseitigkeit abschließen. (Lebhafter Beifall.) Auch die großen neuen Rechtsgedanken, die das Grundgerüst des Völkerbundes darstellen, wie das Selbstbestim- mungsrecht der Völker, dürfen nicht etwa durch eine neue Abmachung geschmälert werden. (Beifall.) Auch hinsichtlich des Völkerbundes möchte ich noch einmal aussprechen, daß die Darlegung, die die deutsche Regierung schon tm September-Memorandum betreffend den Völ- kerbundSeintritt gemacht hat und auf die sie jetzt wiederum hinweist, gerade von dem Verlangen der deutschen Regierung getragen ist, eine wirkliche Gleichberechtigung im Völkerbund für Deutschland zu erzielen. Solche Gleichberechtigung kommt auch nicht in einer lediglich formalen, gleichmäßigen Geltung der Paragraphen zum Ausdruck (Sehr wahr), denn so gesehen, kann alles Recht in Wahrheit Unrecht sein (Beifall rechts). Wirkliche Gleichberechtigung ruht vielmehr in der Anerkennung, daß die tatsächlich gegebenen Verhältnisse berücksichtigt werden müssen, um eine wirkliche Gleichberechtigung herzustellen. (Beifall.) Diese wird aber im Anwendungsbereich des Paragraphen 16 der Völkerbundssatzung für Deutschland so abweichend von den für andere Länder geltenden Verhältnissen sein, daß Deutschland auf eine Anerkennung dieses Umstandes und entsprechende Regelung der Verhältnisse ein, wie mir scheint, wesentliches Anrecht hat. Besonders die Abrüstungsfrage wird hier akut.
Es ist ein vollkommen unhaltbarer 'stund, daß während der gleichzeitigen Durchführung der Entwaffnung bis zu einem Grade, der Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes wehrlos genwcht hat (Sehr wahr!), andere Lau- der in der Bewaffnung fortschreiten und so die im Versailler Vertrag proklamierte allgemeine Abrüstung zu einem toten Buchstaben wird. (Sehr wahr!) Gegenüber dieser Sachlage mutz Deutschland dafür sorgen, datz es wenigstens eine rechtliche Gewähr dafür bekommt, daß fein Gebiet nicht Aufmarschgelände unv Operationsland für diejenigen militärischen Auseinandersetzungen werden kann, die aus 6em allgemeinen Rüstungswettbewerb trotz ober gerade infolge des Völkerbundsoerfahrens entstehen könne«. (Sehr gut!) Kein Zweifel -ft darüber aufgetaucht, daß die endgültige Rege lung der jetzt in Erörterung befindlichen allgemeinen Fragen erst möglich ist, wenn alle mit der Entwaftnungsfrage zufammenhängenven Fragen und auch die Räumung der nördlichen Rheinlandzone befriedigend gertgeli sind.
Für ganz selbstverständlich halte ich, daß die jetzt im Gang befindliche Räumung des Ruht- gebietes nicht etwa nur eine Truppender- j legung darstellt. (Sehr richtig!) Zu der von 1 mehreren Rednern in dieser Richtung geäußec- 1 ten Sorge kann ich Mitteilen, daß bisher ketne Tatsache für die Berechtigung dieser Besstrchruv- gen vorliegt. Gegenüber mehreren Bemerkungen aus dem hohen Hause stelle ich fest, daß nach Auffassung der Reichsregierung hinsichtlich de" Rückwirkung des Sicherheitspaktes fo verfahren werden muß, datz diese Rückwirkungen gesichert ' sind. Wir können keinen Augenblick vergessen, 1 daß bei aller Ausschau in die großen EntN:ct- 1 lungstnöglichkeiten der europäischen Politik und ' aller Verbundenheft des deutschen Schicksals mit dieser Gesamtenrwicklung es für die deutsche Regierung eine naheliegende Pflicht ist, nach allen Kräften unseren Volksgenossen, denen, die für das ganze deutsche Volk die schwere Last der Besatzung getragen haben, zu helfen.(Lebhafter Beifall.* Auch ich benutze die Gelegenheit der großen politischen Aussprache, um dem deutzcyen ,
Paris, 24. Juli.
Eine Schanghaier Meldung besagt: Maa schätzt heute den Schaden, den die Engländer in- folge dcS Streiks und des Boykotts in den letzten sechs Wochen erlitten haben, auf fünfundzwanzig Millionen Dollar, und zwar sind davon hauptsächlich die Schifs- fabrtsgesellschaften und die Baum- Wollspinnereien hetroffen. Der Schaden, den die Japaner erlitten, komme dem der Eng länder gleich und der der Chinese« werde au fünfzig Millionen Dollar geschätzt, fo daß als- in. ganzen für hundert Millionen Dollar Schaden entstanden ist. Die amerikanische Handelskammer in China hat die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der amerikanischen Regierung mit den anderen Mächten und einer strengen Ueberwachung Chinas gefordert, da sonst die Lebcnsintereffen der Mächte gefährdet seien.
bahnlongreß zufammentreten, um endgültige Beschlüsse zu saften.
Letzt grübelt Lbamberlaln.
Briands Kommentare überreicht.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 24. Juli.
,Havas" meldet aus London: Der Botschafter d e F l e u r i a u der gestern eine lange Rote des Quai d'Orsay über die Ansichten des Außenministers Briand über die deutsche Note erhalten hatte, entwickelte daran legen versehenen Kommentare Briands zum Belegen verjehnen Kommentare Briands zum deutschen Menwrandum überhaupt und jede« einzelnen seiner Paragraphen im besonderen. Die etwa einstündige Unterredung des Staatssekretärs und des Botschafters bedeutet den Beginn einer Prüfung, die aller Wahrscheinlichkeit nach lang und verwickelt sei« wird.
Dle Seiten ändern sich.
Grey für die Rückgabe der Kolonie«.
(Eigene Drahtmeldung.)
Rotterdam, 24. Juli.
Aus London wird gemeldet: In der englischen Kolonialgesellschaft trat der frühere Außenminister Grey für die Rückgabe eines Teiles der deutschen Kolonien an Deutschland ein. Grey nannte das Völkerbundsmandat über die deutschen Kolonien eine Strafmaßnahme, die aufgehoben werden müsse, sobald die .Voraussetzung dafür fortgefallen wäre. Niemand werde bestreiten können, daß Deutfchland bestrebt fei, die Schäden des Krieges wieder gutzumachen. Außerdem fehe heute die Welt anders aus als im Jahre 1914 und 1918.
Um hundert Millionen ärmer
Dollarverluste bei den chinesischen Wirren.
(Eigener Drahtbericht.)
Sin halber Sieg.
Billigung statt Vertrauen für die Regierung. Nach der Rede des Reichskanzlers Luther, die wir wegen ihres bedeutsamen Charakters als Wegweiser der Reichßpolitik für die nächsten Monate anstelle des Leitartikels auf der L Spalte des Hauptblattes wiedergeben,
ließ sich Abg. Dr. Rosenberg (Komm.) vxr- nehmen: Wenn man vorher von einem Kon- fltft Stresemann-Schicle sprach, so kann man ietst «ach der Rede des Reichskanzlers ebenso gut von einem Konflikt Slrefemann- Luther reden, denn der Reichskanzler hat die