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Kasseler Abendzeitung
Donnerstag, 23. Jnlt 1925.
Luthers ZoMompromiß am Ziel
Note und Zölle
Sine FriedenSlaube an Abd ei Krim.
Sm Schulbenfumpf
über London nach
Briand-Caillant'Weg übe, Washington.
lEigener Drahtbericht.)
Paris,
vom L Oktober 1925 an Geltung
zu
Die neuen AfrUafreunde.
Die Zölle sinö beraus
Im ReichSlagSauSfchutz kestsesetzt.
zweiter und gleich darauf auch in dritter Lesung gegen die Stimmen der Lvmmu- nisten angenommen.
iben. Das Gesetz tritt mit Ablauf^dcS 31. Juli
Gestürmte RWöhen.
Frischer Angriffsgeist der Franzosen.
(Eigene Drahtmeldung.)
Zürich, 22. Juli.
leauna der Grenz«. Bei einem spanisch-franzo- stschen Festbankett hielten PrimodeRtvera und der französische Botschafter Ansprachen ^ denen sie das gute Einvernehmen zwischen beiden Ländern in Marokkofragen Hervorhoden.
Nummer 169. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
Die Hantlet iieuefteu Wacbrttbteti eitdjeinen roBÄtntli*
Der übonnemeniseret» beträat für Den Mona, bei
inS HanS in her iÄelchätiSltelle abqeboli Durch die 3?SV.™h",
auefcbliefelirb stuttellunasaebübr. Verlas and Redaktion «»l^ibolltrabe itetnioredier «51 mih »52. ftur unuerlaitfll einflefanbte Sieitrafle rann ote Jte laftfon eine Verantworiuns oder (Seroäbr in feinem ftafle üb«nebmen Ma ,ablnns des Ve,uss«eldes oder Ansprüche weven etwaiger ntd>t cttbnuna8m6Rifltr •.'ieierutio -ft av?oefdila«en t-oftfcberffonto granklur' a. Mai« R'-mmer flsxii
gutes Stück weiter t,---. wenn auch die sofortige oder baldige Etnbc-, rufung einer Konferenz in PartS noch offiziöse Ablehnung findet, so handelt es sich doch nicht so sehr um grundsätzliche als um technische Schwierigkeiten. Die Lust ist ein wenig dünner geworden, und die Höflichkeit der Pariser Ausnahme ist jedenfalls ein StimmungS- erfolg gewesen. Man hat sogar biS zu entern gewissen Grade Verständnis für die Einwande der deutschen Note; vielleicht deshalb, weil eine glückliche Formulierung dieser Einwande gefunden wurde. Praktische Verhandlungen: das ist jetzt die Parole.
Tie deutsch-französische Vereinbarung über den Warenaustausch zwilchen.Deutschland und dem Sa ar gebt et wird debattelos dem Handelspolitischen Ausschuß tnrnt hi» iineite Beratung über die Wanderung
»arten Widerstand bei der Opposition stoßen wird. Sozialdemokraten und Kommun.- den haben zu großen öffenüichen Massenkuno- gebungen am Freitag im Lustgarten aufgerufen, wogegen seinerseits das Zentrumsorgan in scharfer Kritik Stellung nimmt. Dazu kommt, daß die Reichsregierrmg Luther-Lchrele in einem Aufruf als .Die Regierung des Hungers und Massenelends "bezeichnet wird, sodaß man sich leicht vorstellen kann, aus welchen Ton der Protest und auch die Roden im Reichstag gestimmt sein werden.
Die für uns bluteten. Kriegsbeschädigtensürsorge im Reichstag. ErbSbliug der Grnadrente «m SvProzeut. Sritt Eber L^vvosttio». — Leere N^Äskane^ W ber «rbe&iniftet lagt. - Wen« kick die Seite« ändern. - 3« alle« drei Lelnn- gen angenommen.
Berlin, 22. Julr.
angenommen werden, daß, wenn eS zu einer L' im halle eines dringenden Wirtschaft-
Internationalen Konferenz kommen sollte, diese lid)en Bedürfnisses die EingangszSlle für zoll- Frage auch dabei von der deutschen Regierung p«jchtige Waren zu ändern, oder aufzuheben au geschnitten und zum Gegenstand der Er- nach dem Zolltarif zollfreie Waren Mit örterung machen würde. Wenn ein Sicherheits- ^^ Eingangszoll zu belasten. Das gesamte palt abgeschlossen und zur allgemeinen Bestie- soll mit Ausnahme der Zollsätze für einige düng beitragen würde, so dürften auch die Fra- gijenetjf( zunächst gen der Räumung wie überhaupt die Fragen' -— ---
‘Ä'eÄlw. m« I.«
ssckievsverträae bestehen i»och bedeutendei 1927 außer Kraft. Der dritte Ant ag Gegensätze in der Auffassung und die deutfche stimmt, daß die Zollsätze beiRin3Die stfrtiprima ketit einaebend auseinander, daß Schlachtzwecken nicht unter Mk. 13, , bei «cha | Deutschland unter Umständen der Gefahr aus- sen zu Schlachi^wecken nicht unter:» 13, , bei gesetzt sein könnte, daß ohne ein vorhergehendes Schweinen nicht unter 14,50 für den Doppe objektives Verfahren eine andere Macht nach^zentner^ Le Belieben gegen Deutschland Militarist — _ einschreiten könnte, und daß ein Garant bis zum 3L März 1928
der SchiedSverträge im Streitfälle auf die Eni-t^ folgende Waren des Zolltarifs folgende scheidung selbst in der Hand habe, wer als 1 xrhoben werden: Weizen 3,50, Gerste 3,—, fassungen im Geiste der Völkerbundssatzung Lcntner. Für Fleisch ausschließlich Schweine. --
ausgeglichen werden könnten. speck und frisches Schweinefleisch 21,-y, für
Dem Eintritt Deutschlands in den Volker-! Schweinespeck 24,—, für Schmalst und schmalz- bund hat die deutsche Regierung unter 8£’l artige Fette 6,—, für Butter 22,50, für Mehl। _. autt„ »)Cr «rvtfen. ■ wissen Vorbehalten im allgemeinen zug« stimmt. Getreide mit Ausnahme von Hafer 8,—, für ... ^nfnmtafintiaht<>nft)
-Gerade der Umstand, daß die deutsche Note U°k>r äuS Hafer 10,-, sonstige M-hlerzeugnisse (Eigener Informationsdienst^
sich auf eine nüchterne Darstellung des grundsätz- 20 Reichsmark. Büchsenfleifch 40,—, Büchsen-, Berlin 22, Juli,
lichen deutschen Standpunktes beschrankt, und Reichsmark. Ferner wird für f r i f ch e
2steiche Ernte im Neichetaa.
Berlin, 22. Juki.
Im Aeltestenrat des Reichstages wurde para« festgehalren ,daß am Mittwoch und TonneröMI die außenpolitische Debatte stattfinden solL Daran soll sich noch die dritte Lesung des Pcrlo- nalabbaugesetzes schließen. Sodann wurde tn Aussicht genommen, daß am Freitag mit der zweiten Lesung der Steuergesetze begonnen wird, falls bis dahin die Ausschußberatungen vm Abschluß gelangt sind. Der Aeltestenrat soll sich am Donnerstag von neuem versammeln, um d-rrüber
Kasseler Neueste Nachmhteu
1 1 Hessische Abendzeitung
Vereinbarung zustande gewarnten ist, daß bet S HSÄÄ 'S1 »ölle in verschleierter Form sprechen Weiter werden für Vieh und tierische Produkt Mm- destzülle vorgesehen, doch soll em beinmmtetl Rach den letzten amtlichen Berichten aus Ma- Kentsatz von Gestiersleisch als Kontingent „»o soll es den französischen Streilkrästen nach
ei eingeführt werden. lieber die Hohe o«e- hartem Kampfe gelungen setn, A,sch Aincha und , ,
stz Kontinents ist bisher eine völlige ^nigung Ain NantuS zurückzuaewinne«. Ra einer I« einem Leitartikel führt em Blatt aus, die anscheinend noch nitÄ erzielt worden, doch durfte vasmeldung au§ Casablanca ist der Oberbe- deutsche Rote biete eine Grundlage für weitereI auch diese Frage sehr bald ihre Regelung Mt- sxMhabbr der französischen Maroklotruppen, Ge-lBerhandlungen und gewähre Grund zu der den. Damit würde naturgemäß, $umal 6tc I nEtaI Rnulin, in Casablanca eingetroffen. Rach Hoffnung, daß diese Verhandlungen zu einem
neuen Zollsätze, die im übrigen aus zwei einer Madrider Meldung hat das Direktorium erfreulichen Ergebnis führen. Die deutsche Note
befristet sind, bereits am 1. August tn Straft i brei e^hixsuassen der Reservisten wegen ves werfe zwar viele strittige Punkte auf, aber der
treten sollen, die Verabschiedung der Rif-Krieges unter die Fahnen zurückgerufen. In x D M Bet deutschen Rote sei vollkommen tadel-
läge noch vor den Sommerserien kein Hmver. Barzcloua kam eS darauf ju Kundgebungen. ws. Das Blatt bemerkt, es schade weiter nichts, nis wenigstens soweit die Regierungsparteien * + * wenn man die Möglichkeit der Anpassung
in Frage kommen, mehr tm Wege stehen. Man Die neuen AfrUafreunde. bestehender Verträge zur geeigneten Zeit an
har überhaupt im Reichstag nickt zuletzt uni. i-giriBattelcaramm.'t Dip veränderte Verhältnisse Mittels fried-
der Einwirkung der hochsommerlichen Hitze das Madrid, 22. Jult. l^rivatteiegramm.) Vereinbarung in Aussicht nehme,
K die Tagung möglichst halb äu. been.keftHfleJüt^Je^nnnfl £eg | fJSSge Pakt nicht-ine Der-
ÄfwjISäfS' Ä-.W rtV «* S-«.-I- -»»ch r» »-»Ich-.
Einzelnummer 10 Sonntags 15 Pf. 15« Jahrgang
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 22. Juli.
Die großen Ereignisse dieser Tage.
Die bereits gestern nach Wortlaut und Inhalt kurz gestreifte und heute vollinhaltlich veröffentlichte deutsche Antwort betrisst, wie man auf den ersten Blick steht, zwei große Fragenkomplexe: den Einfluß eines Stcherhertspak- t e g auf die Verhältnisse des besetzten Gebietes, das Svstem der Schledsverträae und me Stellung Deutschlands zum Völkerbund. Jnbezug auf den ersten Fragenkomplex konnte eS ausfallen, daß die Räumung der Kölner Zone garnicht berührt und nicht etwa zu einer Vorbedingung für. den Abschluß eineS Sicher- heitspakles gemacht worden ist, aber das ist eben eine Einzelfrage, an die man denken kann, wenn die Note sagt, daß das Zustandekommen rrnes
Sichecheitspaktes eine so bedeutende Neuerung handelspolitischen Ausschuß des R-ichs- darstellen würde, daß sie nicht obne Ruck-lta(~ wurde heute das Zollkompromiß üc» wirkung aus die Verhältnisse in den besetzten ^nnt gegeben, das sich aus sechs Einzelanträgen Geboten und überhaupt auf die Fragen der .„sammensetzt. Das Kompromiß gibt in seinem Besetzung bleiben dürfte. Hiernach darf wohl erften Antrag der Reichsregierung die Ermach- angenommcn werden, daß, wenn es zu einer jjaung, im Falle eines dringenden wirtschast- ' ~ -------------------- K1*,a u ----™ - • EingangszSlle für zoll-
lern, s?t>er aufzuheben
Paris, 22. Juli. (Privattelegramm.) Laut Pressenotiz ist Abd el Krim der angekundigte Brief übergeben worden, in dem er gefragt wird, ob er Verhandlungen annehme.
spanische Regierung ein« Delegation seä Reichsversorgungsge,etzes und "uderer Ve Abd el Krim entsenden. Einem amerikanischen sorgungsgesetze. Nach dem Entwurf Wird die Blatt zufolge erwarte man in französischen auto- Grundrente der
risierten Kreisen den Beginn von Verhand- Kriegsbeschädigten um 50 Prozent erhöht, hmgen und einen günstigen Abschluß. - Ausschuß hat der Vorlage zugestimmt.
Abg. Roß mann (Soz) führt aus: Die No- vclle bringe zwar manche Verbellerungen^ bedeute aber int Ganzen eine täuschung für die Kriegsbeschädigten. T.e Mittel für eine angemessene Entschädigung der Kriegsbeschädigten wären vorhanden, wenn die
—'" ««-tä 99 I Regierungsparteien nicht die Besteuerung der Parts, 22. Juli, ^nslationsgewinne usw. abgelehnt hatten. Abg.
Gestern nachmittag haben Finanzminister Kiring (Ztr.): Dem einmütigen Willen zur Caillaur und Außenminister Briand nick H(«e sür die Kriegsbeschädigten sei durch dt« Sachverständigen über die interalliierte« Schul- Zxschränklen Mittel der Regierung eme den beraten. England gegenüber bleibt da- Grenze gezogen. So sei es auch bei den sruherea nach nur noch ein strittiger Punkt übrig, und Vorlaaen gewesen, als die Sozi-uLemcckraten zwar, ob Frankreich, wenn Deutschland noch hinter der Regierung standen. Im Gegen- nicht erfüllt, für die Zahlung der Schulden an sah zu dem alten Recht nehme das neue Ver- England voll eintteten mutz. Im September svrgungsrecht keine Rücksicht mehr auf dte soll eine französische Finanzmisston nach den Dicnstgr-ide, sondern aus die soziale Stelle re inigten Staaten entsandt werden, hing des zu Versorgenden. Wenn auch nicht alle i her wahrscheinlich der Abgeordnete F-anttin Bedürfnisse der Kriegsbeschädigten erfüllt wer- Bouillon angehören wird. Auch Cafllaux hrn könnten. |o stehe doch fest, daß ein V iertel ----- ----- I— —- . , , hat die feste Absicht, sich wenigstens für einige aller Einnahmen des Reiches allein für die ch zentner Lebendgewicht herabgesetzt werden sol- xage selbst nach Amerika »u begeben. Ein!Kriegsbeschädigten aufgewandt werde. Reichs- ch len. Der vierte Antrag bestimmt, datz xfait glaubt sagen zu können, die in Washington arbeits-minister Dr. Brauns weist verschre-
' abgehaltenen Vorbesprechungen über die Dauer vene Angriffe deS Abg. Roßmann zurück. Das
, des Frankreich zuzugestehenden Moralo-sneue Gesetz sei keineswegs ein sozialer Ruckte rtumS sowie über die Anzahl der Annuitäten, schritt gegenüber dem alten Recht, sondern ein ■ Buch- durch die französische Zahlungen geleistet wer- wesentlicher Fortschritt. Man muffe ± . I,— -----— -----— ----- I auch die Arbeits- und Berufsfürsorge zugunsten
-- Iber Kriegsbeschädigten berücksichtigen, die sich
durchaus bewährt habe und mit der Deutsch-
S’tltftPI* krnt um land vorbildlich für andere Länder geworden
in Hl «HU fei. (Beifall rechts und im Zentrum.) Abg.
— Keine Mmdestzolle. Pudjuhn (Dntl.) erklärt: Abg. Roßmann hat " ~) im Ausschuß selbst gesagt: So optimistisch bin
•I» »IMml-L SU6fe„|W ,40.-. »»«W-l —«"»«>». L.1KL gS ’ffiwt'S’&SÄ
. t .r J ÄTrtftatl höf ft 0 Tt f 8 s I « < 1- s 1 »ftf ClltCt ßtnWtltfllÖtt ® M .za werden, ob wir Regierung?- oder Oppositions-
alle einzelnen strittt^en Kagen der K o^ « r t o f t - l« bis 1. .AbruarlMK ein er Regierungsparteien mit dem Reichs- ^ei sind, immer für das eintreten, was sich
r e n z überlaßt, scheint die gun st i g e^W t r - mäß.gter Zollsatz von 0Ä Reichsmark erhoben. * ”, „bcntl ba8 ZoMompromitz ab- verwirklichen läßt. Abg. Dr. Heutz
®at!6oroen^in^>öer»mteien
’ Sozialdemokraten und Landwirtschaft. I teien zu den Agrarzöllen festgelegt worden. Die Behördenluft und Juristenunkenntnis
(Privat^«legram»t.) Mindestzölle für Getreide sollen fallen gelassen unterginge Von allen Parteien mit Ausnabm«
Berlin, 22. Juli. «erden. An ihre Stelle treten die autonomen der Sozialdemokraten Kommunisten und Volki-
Die Sozialdnnokraten haben im ^bael6; ^B1Ie in ®Sf,e Don 7 ^^"Nd^0 W'arL^r’ ^Ter^ Reichstag nimmt' 'mit' Bedauern'davon politischen Äusschtch emen Antrag angebracht,! bje Djxheinfuhr werden Mmdestzolle eingeführt,! ^x^„enis, datz mit Rücksicht auf die Finanzlage in dem tue Retchsregternng enucht w.rd, e - BorkriegSzöllen liegen. des Reiches Anträge, die sich auf die Wiederge-
umfassendes Programm fürHebung u«v Währung der durch die 12. Ergänzung am
Intensivierung der landwirtschastltchen Produk * * * ReichSbesoldungsgesetz als abgeaolten bezeichne-
non vorzulegen. D« Slntrog enthmt Rich 50 assen VunflkN einig. ten gesetzlichen gewährleisteten Zulagen an An-
SSÄÄ m «m BäÄS'-V
hen au8 der Vorlage und werden durch auto- Untersuchungsausschuß von Fachmännern zur ersten Augusttage-n zugleich mit entsprechende Gesetzesvorlage etn.
Vereinbarung zustande gekommene s,— ----- 'd^on daß die Reichsamnestie am Verfassungs- Hinterbliebenen in allen Fällen Heilbehand-
tag. also am 11. August zur Verkündung gelangt, lnn g, Krankengeld und Hausgeld zugestehen _____ will, wird in namentlicher Abstimmung mit 220 _ « ... gegen 153 Stimmen abgelehnt Nachdem
SOIlDOn fllllillll Au. von den Völkischen und den Sozialdemokraten ,-4.- «ickerbeitsnote. »och verschiedene Aenderungsanträge begründet
Freundliches Echo der S cheryettsnote. borden waren, wurde die Vorlage unter Abley-
(Etgene Drahtmeldung.) nung aller Aenderungsanträge in der Ausschuß-
London, 22. Juli, faffung in