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Meier Neueste NüchMeu
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
15. Jahrgang
Mittwoch. 1. Juli 1925
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.
Deutschlands Recht auf Ruhr und Köln
MitztrauenSantrag zur Abstimmung.
Die SeneralstSbier bei der Arbeit.
lasten. Aber ai
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Kabinett Baldwin al« Sieger.
London. 30. Juni. (Privattelegramm.) Der von der Arbeiterpartei eingebrachte achte Miß- ttauensanttag gegen die Regierung wurde vom Unerhaus mit 373geaen 143 Stimmen abaelehnt. Das Finanzgesetz wurde gestern im Ob-rnhaus in dritter Lesung angenommen.
und spanischen Großstädte sind im Begriff, sich durch den Bau neuer Wohnviertel wesentlich ;u erweitern. Eine außerordentliche Wohltat stellt
.*“'d)ten die gleichzeitige Räumung K ö l n S mit der des Ruhrgebiets vorzuschlagen. Die deutsche Regierung wird ihrerseits alles aufbieten, um die möglichst sofortige Räumung der Kölner Zone zu erreichen. Sollte von englischer Seite kein Vermittlungsvorschlag erfolgen, so wird die Reichsregierung von ich aus einen entsprechenden Vorschlag an die alliierten Regierungen richten, um zum mindesten die gleichzeitige Räumung der Kölner Zone mit der des Rheingebiets zu erzielen, die bereits am 15. Januar hätte geräumt sein mästen.
Sdurmann als Sprachrohr Amerikas.
Rewyork, 30. Juni. (Funkspruch.) Aus Washington wird gemeldet, daß in Anttslreisen
VarlS lenkt ein?
Auf den Handelsvertrag angewiesen.
(Eigene Drahtmeldung.)
Worte des Glaubens.
Verheißungen der neuen Berliner Botschafter.
lüft an Leben und Eigentum gefordert. Die Note sagt, es sei bekannt, daß die Franzosen nicht in erster Linie gefeuert haben, aber auf das britische Feuer hin hätten sie auch geschaffen.
MMionenHtmdeoWeArbert
Macdonald gegen Baldwin. — Lärmszenen. (Eigene Drahtmeldung.)
London, 30. Juni.
Im Unterhaus erklärte Macdonald zu dem Mißtrauensantrag der Arbeiterpartei: Die Politik der Regierung schädige die Industrie, beschränke die Märkte und vermehre die Arbeitslosigkeit. Macdonald forderte engere Wirtschaftsbeziehungen mit Sowjetrutzland. Demgegenüber erwiderte Baldwin: Die A r b e i t s l o - s e n seien gegenüber dem Vorjahr um 228 000 auf VA Millionen gestiegen. Es seien aber immer noch neunzig Prozent der Bevölkerung beschäftigt. Besonders kritisch sei die Lage im Kohlenbergbau. Die Kaufkraft der Nation als Ganzes sei jedoch nicht beeinträchtigt worden. Wenn jetzt die Sicherheitspaktverhandlungen von Erfolg gekrönt seien, so werde dies einen weiteren Meilenstein auf der langen mühseligen Straße der Befriedung Europas bedeuten. Snowden (Arbeiterpartei) erwiderte: Der Mangel an Vertrauen zur Regierung im Lande gehe aus dem Sinken des Wertes der Staatspapiere hervor. Der A r b e i t s m i n i-
Ghina fordert Sühne.
Für die blutigen Vorfälle in Kanton.
(Eigene Drahtmeldung.)
Kanton, 30. Juni.
In einer chinesischen Note wird von Großbritannien eine Entschuldigung, die B e - st r a f u n g der für die Schießerei im Europäer- viertel verantwortlichen Führer, die Zurückziehung aller Schiffe aus den Gewäffern von Kwantung und eine Entschädigung für den Ver-
Rund ums Mittelmeer
Was ich in der Romanischen See erlebte.
Von
Dr. Arthur Dix.
Lehrreicher und reizvoller noch als eine Pil- gcriahrt nach Ro« ist es, die annsc Romanische Lee zu umrunden und Eindrücke en oct afrikanische», französischen und spanischen Küste zu sammeln, wie ste unfer Mitarbeiter vor einige» Woche» emvsa»»ra bat.
®lc Aaneter Reuesten Nachrichten erichetnen wöchentlich sechsmal nachmittags, D^^^bonnementsprels beträgt für den Mona, 2.— Mk. bet freier Zustellung mä gou«. in der Geschäftsstelle abaebolt l.-M Mk. Durch die Po« monatlich 2.1 H) Mk ausfchliestlich Zustellungssebühr. Verlag und Redaktion Schlachtdofstratze 28/80. ?Eknsprecher 951 und 952. $vür unverlangt eingefanfite Beiträge kann die Re- daktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem s>alle übernehmen. Rück- talUung des Vezugsgeides oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung fff ausgeschlossen. Postscheckkonto Frankfurt a. Main Nummer 6380
Nummer 150. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
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Die Kampfflut wogt.
Schwere Verluste der Kabylen? Sieg bei Taza.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 30. Juni.
Der Marokkobericht lautet: Unser letzter sehr erheblicher Erfolg ist durch eine Einzelunternehmung bei Bau Halima ergänzt worden. Mehr als dreihundert Tote hat der Feind zurückgelas- cn. Die Dissidenten, die diese Gegend besetzt geialten hatten, scheinen aufgelöst zu sein. Im Osten verstärken sich die feindlichen Kontingente. Nach einem zweiten Telegramm zeigen die Rifleute bei dem Kampfe nördlich von Taza eine außerordentliche Beharrlichkeit. Sie versuchen fortgesetzt Einbrüche und diese sind ihnen zumTeilgelungen. Die franzosentreuen Stämme mußten sich auf die Stellung der französischen Truppen zurückziehen. Man schätze den Effektivbestand der offensiven Riftruvpen auf sechstausend Mann. Ein italienisches Blatt meldet: Abd el Krim ist in Taza einmnrschiert.
Abbruch der Sriedensverhandlungen.
Paris, 30. Juni. (Privattelegranun.) Wie aus Madrid berichtet wird, sind die jüngsten Verhandlungen des Kaufmanns Echeva- rieta mit Abd el Krim ergebnislos verlaufen. Infolgedessen betreibt Spanien wieder die Landung von Truppen in der Alhusemabucht-
Paris, 30 Juni. (Eigener Drahtbericht.) Wie ein Blatt mitteilt, sind im Knegsminl- terium alle Vorbereitungen getroffen, um gemeinsam mit einer belgischen unb einer engli- chen Kommission die Modalitäten über dre Räumung des Ruhrgebietes auszuarbeitcn. — Havas berichte, daß Marschall Petain auf ferner Inspektionsreise in Koblenz eingetrosfen.
Zessionen an die Macht der Verhältnisse Richt- N'artet schnür der amerikanischen Politik ist, findet lich di gerade in der »deutschen Frage" seine stärkste. Belastung.
Es ist sehr bedeutsam, wenn der ne.-- Botschafter im gegenwärtigen A'-g.-rblick fcw > deutsche Initiative, wie sie im Sicherheitsmemo- i randum zum Ausdruck gekommen ist, ausdrück- I lich begrüßt. Die vorsichtige Fassung dieser Stellungnahme kann ihren Wert nicht beeinträchtigen. Die Feststellung, daß der gegenwärtige Friedenszustand k e i n F r i e d e ist, ge- i wrnrtt im Munde deS Vertreters der Vereinigten Staaten eine besondere Bedeutung und fit । geeignet, die Reichsregierung in ihrer Weiterverfolgung des mit Vorsicht und Zielsicherheit eingeschlagenen Weges moralisch zu stärken, ^st es doch gerade der deutsche Vorschlag und der Wert ebendieses Vorschlages, den der amerikanische Botschafter begrüßt. Mit einer gewissen Genugtuung hört man im gegenwärtigen Augenblick gerade aus so bedeuftamen Munde die Anerkennung der zivilisatorischen Bedeutung und der kulturschaffenden Fähigkeiten des deutschen Volkes, nachdem eine maßlose Kriegshetze ein Jahrzehnt lang auch jenseits des großen Wassers unserem Volke alle wertvollen Eigenschaften abgesprochen und es zum Inbegriff der Kulturfeindschaft gestempelt hat.
Dr. Frank, der ehemalige Vizekanzler Oesterreichs, Führer der Großdeutschen Partei, gibt mehr noch durch das was er ist als durch das was er sagt bezw. nicht sagen darf die Gewähr für ein enges Zusammenarbeiten mit der Reichsregierung zum Wohle des gesamten deutschen Volles diesseits und jenseits der Grenzen. Wenn er auf die Bewunderung verweist, die man in Oesterreich der ungebrochenen Lebenskraft Reichdeutschlands zollt, so gibt er damit einem Gefühle Ausdruck, das übermächtig unter den Deufichen Oesterreichs, unter allen Deutschen in abgetrennten Staatsgebieten herrscht. Man glaubt draußen an den Lebenswillen und die Lebenskraft Deutschlands, die sich draußen moralisch und wirtschaftlich nach den schweren Krisenjahren der Nachkriegszeit bewiesen hat. Dieser Glaube, verbunden mit dem lebendigen Bewußtsein gemeinsam durchlebter Vergangenheit, bildet das, was Fr. Frank den .geistigen Inhalt" des Begriffes Nation nennt. Ohne tagespolitifch zu werden, hat Dr. Frank die Tafiache der deutschen Nation über die Grenzen hinweg fefigestellt und zwar in Ausführungen, die trotz ihre Kürze doch in einer Weise, wie es sonst bei diplomatischen Begrü- ßungsformeln nickt üblich ist, den geistig politischen Ideengehalt ausschöpfen, aus welckem die aemeinsame deufiche Zukunft beruht. Dem öesterreichiscken Gesandten in Berlin fällt eine bedeutsame staatsmännische Aufgabe ,u. Nicht mit Worten sondern durch innere Angleichung der beiden Staatswesen auf allen Lebensgebie- ten, durch Beseitigung technisch-formaler Tren- nunqsschranken, wie sie leider ohne zwingenden Grund immer noch hesteben, wird der Weg in eine gemeinsame Zukunft bereitet. -<i-
wcnig Neigung bestehe, die Ansprache des Botschafters S ch u r m a n gelegentlich ver Uebcr- reichung seines Beglaubigungsschreibens zu kommentieren, da man annehmen muß, daß die Welt die Worte des Bot- schastcrs als eine Wiederspiegelung der unbedingte» Haltung der amerikanisckjen Regie- tung auffaffe. Vor seiner Abreise nach Europa hätte Schurman Gelegenheit gehabt, mit dem Präsidenten C o o l i d g e und Staatssekretär Kellogg die europäische Lage eingehend zu besprechen und wäre somit in der Lage, mit größter Genauigkeit und authentischer Sicherheit deren Ansicht über die europäische Lage wiederzugeben.
Gebt auch Köln heraus!
Gleichzeitige Räumung mit der Ruhr? (Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 30. Juni.
Wie wir von maßgebender Seite erfahren, ist vor kurzer Zeit in einer noch unverbindlichen Aussprache zwischen den deutschen Diplomaten und den allierten Besatzungsmächten die Frage der Räumung der nördlichen Rheinlandzone kurz angeschnitten worden. Danach steht zu erwarten, daß die englische Regierung, wie auch Chamberlain im Unterhaus andeutete, ihren Einslutz aufbieten wird, um
Paris, 30. Juni.
Ein Blatt berichtet, daß die heutige Voll- ltzung der deutsch-französischen Handelsver- ragsdelegationen darüber entscheiden werden, ob die deutschen Delegierten bei ihrer letzten Stellungnahme verharren. In diesem Falle sei es schwierig, in den Verhandlungen weiter voranzusckreiten. Ein anderes Blatt fordert Handelsminister Chaumet dringend auf, er möge bedenken, daß man sich vor allem bemühen müsse, die Mentalität des Gegners zu begreifen. Die Deutschen hätten jetzt eine stabilisierte Währung, während Frankreich ein Land mit entwerteter Währung sei. Der deutsche Export nach Frankreich umfasse fast alle in Deutschland fabrizierten Artikel. Wer könne denn einen Sicherheitspakt verlangen, wenn man vor dem Abschluß einen Zollkrieg mit Deutschland beginne?
Gegen Englands Aoch.
Anklagen eines Chinesengenerals.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 30. Juni.
Ein Arbeiterblatt erhielt von dem christlichen General Fengjushiang folgende- Zuschrift: Schanghai wird in Wahrheit von dem britischen Generalkonsul beherrscht. Dieses System ist auf Grund von einseitigen Verträgen eingerichtet. Weiter heißt es, unbewaffnete Studenten seien bei einer friedlichen Kundgebung auf britischen Befehl in Schanghai niedergeschossen worden. Ebenso seien in Hongkong und Hankau Studenten und Arbeiter durch britische Maschinengewehre getötet worden. Diese Taten hätten heute das Nationalgefühl,und die Entrüstung der Chinesen hervorgerufen. Solange der fremde Imperialismus das Land unterjocht, ist die Wiederholung von Metzeleien durch die Briten unvermeidlich. Es gibt eine Grenze für uns, ein solches Vorgehen zu dulden.
England baut ab.
Hankau, 30. Juni. * (Funkdienst.) Da die chinesischen Behörden Kundgebungen verhindern wollen, haben die britischen Behörden die F r e i- willigen zurückgezogen und lassen die Verteidigungsanlagen abbauen. Die e n g l a n d- feindliche Agitation dauert indessen fort.
angesichts der zahllosen Tunnel die Elektrifizierung der Eisenbahnen dar. an die man mit einer gewissen Wehmut zurückdenkt, wenn man auf der Rückreise durch Thüringen hinter der langsam keuchenden und schnaufenden, bte Tunnel tief verrußenden Dampflokomotive sitzt
Der erste Anlaufhafen auf unserer „Peer Gyi'f-Reise war Monaco, das sich ganz und gar der Oberhoheit Frankreichs unterstellt hctt und die Paßkontrolle nach dem Dittat französischer Beamter mit der größten Willkür betreibt. Erst auf der Reede von Monaco kamen nicht weniger als sechs französische Beamte an Bord, die sich drei Stunden lang damit beschäftigten, den etwa 300 ^Peer Gvnf-Reisenden ein Visum für achtundvierzig Stunde» auszustellen, das ausgerechnet bis Beausoleil gstlt, d. h. dem un-
Dte Ueberreichung der Beglaubigungsschreiben neu ernannter diplomatischen Vertreter an Staatsoberhäupter pflegt mit Begrüßungs- und Antwortreden begleitet zu werden, die in höflichster Form und in möglichst allgemein gehaltenen Wendungen innhaltlich möglichst wenig besagen. Die geistern beim Reichspräsidenten angesetzten Empfänge des Botschafters der Vereinigten Staaten und des neuen österreichischen Gesandten traten aus dem üblichen Rahmen solcher Höflichkeitsakte in mehrfacher Beziehung heraus. Handelte es sich doch um die Begrüßung der Vertreter zweier Möchte, die beide, auch wen» i» ganz verschiedener Beziehung, in einem besonders gearteten Verhältnis zu dem Deufichland der Nachkriegszeit stehen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben das Veriailler Diktat nicht unterzeichnet und Oesterreich beherbergt in einem als nicht gerade endgültig und vollendet empfundenen Staats- gehäuse das gleich« Volk wi« es in den Grenzen »es Deutschen Reiches lebt. Auch der Zeitpunkt des Empfanges gibt den bei dieser Gelegenheit gewechselten Worten eine besondere Bedeutung. Amerikas Botschafter Schur mann, der wie so viele feiner Landsleute in Deutschland feine geistige Ausbildung genossen hat, gilt als ein Mann, der wirkliches Verständnis für deutsche Wesensart besitzt. Nicht mit Unrecht er= ftosft er von de» »herzliche» Empfindungen", die ihn persönlich beseelen, eine Erleichterung feiner sehr heiklen Aufgabe in der gegenwärtigen kritischen Zeit., Das^" " ' '
ster Steel Maitland behauptete: Ein Heilmittel gegen die Arbeitslosigkeit könne gar “JU . angegebenMs -hWlllfi 6<$tittelaiffe W« die Tätig, xey % Arbeit er »atm «o>fie der mülle. L/'E-st.-neb-- -otKsNM's fett * eatttw 8rf.-v< v M s z.,h f0, lervert^
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beenden. Schließlich brachte der Sprech''dte H
Für eine seiner diesjährigen Mittelmeerreisen hatte der Dampfer „Peer Gpnt" unter anderem einen Anlauf von Tunis mit Ausflug nach den Ruinen von Karthago vorgesehen. Wie wunderbar ist doch das französische „Zartgefühl", daß es dem Deutschen erspare» möchte, aus den Trümmer» von Karthago geschichtliche Vergleiche anzustellen und der einstmaligen Weltmachtsteilung des eigenen Reiches zu gedenken! Selbstverständlich darf man es nur dem ritterliche» Geist der „Grande Nation" zuschreiben, wenn Frankreich aus diesem Zartgefühl heraus dem deutschen Dampfer ohne weiteres das Anlaufen von Tunis verbot . . . So wurde denn anstelle von Tunis, der ftcmzöstschen Kolonie, Algier, der nordafrikanische Bestandteil des französischen Staatswesens, in de» Reiseplan ausgenommen. Es wird in Deutschland meistens über sehen, daß das eige^chL ‘Wf’f‘”‘jen nicht meh.r, b,#.-dü-MüLsfibuZA ff MftemU dem Mutterlande »e£en wirrschaftliZ ,'ntliche Algerien bildet £>nbteil ße-mLxttlich Wichtigen Bev,ereinhakh Ms, riv-^4 ILs verschiedener etamtite ,.-"390000 15.. ,:ä&, von denen annähernd „.v Halste FranzoM sind. Der sruchtbare Norden liefert für die Ausfuhr Werte von einem» halb Milliarden Franks an Wein, Tabak, Scha- fe», Getreide, Südfrüchten, Eisenerzen, Phosphaten, Häuten, Fellen und Kork, die fast ganz von Frankreich ausgenommen werden. Auch von der zwei Milliarden Franks betragenden Einfuhr kommt der größte Teil aus Frankreich.
Das französische Konsulat in Berlin hatte die äußerst gnädige Gewogenheit, den deutschen „Peer Ghnt"-Reisenden ein Paßvisum auszustellen, das für einen Aufenthalt von einem ganzen Tag, gelegentlich sogar zwei Tagen tn Algier berechtigte. Der Besuch mußte sich ko auf die Hauptstadt Algier beschränken, die nut ihren 150000 Europäern unter kaum 210 000 Gesamtbewohnern nicht Fisch, nicht Vogel ist, für eine europäische Stadt zu schmutzig, für eine orientalische viel zu sauber, selbst in dem Araberviertel, in dem das Eingeborenenleben gewissermaßen als Bestandteil der Fremden- mdusttie für die ausländischen Besucher konserviert erscheint. Trotzdem die französische Regierung dem Deutschen so wenig wie möglich Einblick in Algerien gönnt, genügte selbst der kurze Aufenthalt dazu, mit einigem Erstaunen zu beobachten. daß die Berber im Lande ihr Auge scharf auf Angora gerichtet haben und daß Deutsche, die zufällig in einen französischen Studentenball hineingerieten, von diesen nordafrikanischen Studenten mit ausgesuchter Höflichkeit als „von amis" empfangen und gebeten wurden, dem Balle möglichst lange beizuwohnen. Auch das häufige Austauchen des Bildes Mustapha Kemal Paschas möchte zu denken geben. Im übrigen sah man Algerien im sichtbaren Zeichen der Inflations- Periode. Schon auf der Fahrt nach Genua fallen als Kr*egshinterlaffenschaft riesige Fabrikanlagen auf. Mit Neid beobachtet der Deutsche hier in Oberitalien wie tn den anderen romanischen Länder» rund um das Mittelmeer, besonders auch an der Riviera, die überaus eifrige Bautätigkeit. Keine technische Schwierigkeit ist groß genug, an landschaftlich bevorzugten Plätzen der französischen Riviera riesige Hotelneubauten entstehen zu mch die italienischen, französisch:» t Großstädte sind im Begriff, sich
die Räumung der Kölner Zone mit einiger Beschleunigung vornehmen zu können. Die englische öffentliche Meinung geht sogar dahin, daß df^ .Räumung Kölns unbedingt mit der des fcAetS zusammen bis zum 16.
.. « «. utt HCHcuvuru« die Räumung der
. ... .... . . Das Problem der Nickte^-,!nad) ‘
mstchung tn europatt che Ver. , tnipc, wte es >m-''"mobstpmk nebst rinn mutz eft udae- mer noch, wenn auch bereits t. it vielfachen Kon- f o r 6 e rrcr 6nttof(ft»Vn«.»r / N.aiernna wirb Zessionen an die Macht der Verhältnisse Richt- wartet NW»^. -««h
i di mir her amerikanischen Politik ift. findet lich di- uvsickft hat, den anderen Be,atzung-