Einzelbild herunterladen
 

KaWer Nmste Nachlichteü

s Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Sonnaberrd, 6. Zrrni 1925.

Nvmmer 129. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Ps.

Die Stander Steuerten Siatbndnen erlcheinen wüchentU» ,«*8H“LTnaÄS'tnuna Der ÄbonnementSvreis velragl tüt den Monat 2.— Mk- bet tretet «unellung in« »aus, in oer Weichättsfteüe abaebolt IXli Hit. Durch dte Pott monatlich LMMk. ausichlienttch ÄuitellunaSsebüdr. Berlaa und Redaktion: Schlachtbotstrahe -8^0 ^ernforedier »51 und »52. ftlir unverUinat einaelantte vetträae rm»n di« Re­daktion eine Betantwottuna oder (»ernähr tn fetnem $vaUe übernehmen. Jiürt ladlun« des Bemasaeldes oder Anivritche toegen etwaiger nK.

yteierttna ist auSaeschloiien. ,tottf*erffonto Frankfurt a. Main Kummer

Einzelnummer 10 Pf, SonnlagS 15Pf. 15.

Änzeigennreiie: Einheimische GeichLktSanzeigen «AVsldnTlnutae^ öÄ’’ 5n«fnaer!Hd!ameniö?e Se““ 76 «“fcCff «ttebW? «bet timend«, »et Offerten

ftrafte 28/3». ®ef*äft§fteHe: Kdln.Etr.5.aeaenub.det Sooktrstr. fferntttr.nai tt.

Billigt England BnanöS Pakt?

chen in den

urüd

treit

Annäherung der französischen an die englische These kann man das Abkommen über den Garantiepakt, der die britische Regierung mora-

können nie wiederkchren!

Eine Schwierigkeit wird die koinmende Freut«

ten, daß eine solche Veröffentlichung notwendig gewesen wäre, um eine Nachprüfung der Be­schuldigungen gegen Deutschland zu ermöglichen.

in Schanghai erfahren habe, wünsche ta; Dem ajt« nesischen Volke meine Gefühle tiefster Sympathie und Sorge auszudrüüen. Der britische Gewerk- schaftstongrcst hat an Premierminister Ba ld- w i n einen Brief gerichtet, in dem die Z" * ziehung der britischen bewaffnetet ~ kräfte, die in die Vorgänge tn Schanghai vcr wickelt sind, mit Nachdruck verlangt wird.

Einer Zeitungsnachricht zufolge wird die französische Antwort auf die englischen Fragen zum Sicherheitsproblem wahrscheinlich heute abend nach London abgehen und angesichts der

daß man in Berlin erkennt, daß England und die anderen alliierten Mächte die französische These billigen. Mit dem Abschluß eines Sicherheitspaktes, durch den einerseits England die Aufrechterhaltung des territorialen Sta­tus quo formell garantiert und andererseits den Bestimmungen der Verträge ihre Geltung belassen wird, sei ein großer Schritt zur Konso- lidicrung des Friedens getan.

densaisou bringen: die Wohnungsnot, zu­mal die Not an möblierten Wohnungen wird erheblich znnehmen. Wir sind in München ja sehr schlecht daran. Mindestens vierzigtausend Personen suchen ein eigenes Heim. Pirandello hätte hier einen schonen Titel für ein neues Stück. Es wurde gleichfalls eine Tragikomödie werden. Deutliche Zahlen, eindxntia, wie Zah­len eben sind, geben ein Bild der Lage: Blickst du in den „(SirunbitüdSmarft" der Zeitungen, ' dann erkennst du an den Preisen der „bezieh­baren" Villen sofort, wieviel du für die Villa und wie viel mehr du für den Vorteil der Be- ziehbarkeit anzulegen hast. SeLszimmer-Häns-

' ‘ eiteren Vororten kosten vierzig b:s 'echziatansenü Mark! Villen in besserer Lage 75—150 000 Mark! Vor dem Kriege zahlte man weit weniger als die Hälfte für die gleichen Häuser. Tas Wohnungsamt aber ist streng, und mancher sitzt so lauge schon auf seiner Dringlichkeitskarte. daß fein Sprößling, dessent­wegen er sie erhalten, eher das Dach der Schule als das eines Vaterhauses über seinen Kopf

Go gut wie fertig.

Der Sicherheitspakt in London gebilligt?

(Eigener Drahtbericht.)

London» 5. Juni.

Berg des Schicksals.

Berlin nach Ueberreichung d. Entwasfnungsnote. (Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 5. Juni.

Münchener Bilder Die Stadt der Feste und Wohnungsnöte. Am iHieienfotmat. — 3tema«if<6erJ$ini6U«.

Unctitbwinsltdte Preise. - D°S W-b"E- «mt tu Nöten. — (riu lästiger Witwenstrenh.

Der Äölkerbund ist zuständig.

London, 5. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Blatt schreibt: Grotzbritanntcn vertritt die Auffassung, daß Gefahren fiir dm Frieden Europas, die außerhalb des Rahmms des west­lichen Sicherheitspaktes entstehen könnten unter die allgemeinen Bestimmungen der Volker- bundsfabung fallen würden. Diese Ansicht deckt sich mit der in Paris vertretenen. Wenn es zu irgmd einem sonstigen bedauerlichen Vorfälle kommen sollte, so schreibt ein anderes Blatt, der vom Völkerbünde oder der Diplomatie nicht er. ledigt werden könnte, müßte es zu einer be­stimmten feindseligen Haltung seitens einet der Parteien gekommen fein, die die Verletzung der entmilitrasicrtm Zone einschlietzt.

Gin »oft nach Italien« Wunsch.

verhindern. In der Antwort des Pekinger diplomatischen Korps auf die erste chinesische Note heißt es: Erst als sich die demonstrierende Menge weigerte der Aufforderung znm Ausctn- andergehen nachznkommen und die Polizei an­griff, machte diese von der Wasse Gebrauch. T,e Verantwortlichkeit liegt daher bei den Demon- stranden und nicht bei den Behörden.

Blauer Himmel über München: und die Straßen b-untbewimpelt. Grünumwundeu mit gelben Tüchern geschmückt, stehen am Odeons- platze die Maste. München hat sich gut heraus- geputzt. Der Pfiugst-Samstag hat die Ero,,- iiung der „Deuischen Verkehrsausstellung auf der "Schwanthaler Höhe im Ausstellungspark und den umliegenden Ortschaften gebracht . kurz, wir haben Heuer einen Sommer der ye|te, besser gesagt der „Attraktionen" tn München, und wir erwarten die „Fremden", die immer er- wünfchten, in den Jahren der Inflation aller­dings mit einem nassen und einem heiteren Auge betrachteten, Heuer aber mit einer durch den allgemeinen oberbalicriicbcn Talles be,on- ders verstärkten Inbrunst. Tie Verkehrsau«- ftettung darf sich rühmen, Bie großte ihrer Art zu fein. Zwölf riesige Hallen — sechs davon eigens erbaut! — nehmen die Unmaße der Au«- stellungsgegenstände ans, dazu kommen die An­lagen im Freien, zumal die Abteilung „Elscii- babu" die in einer drei Kilometer langen, durch das ganze Ausstelluugsgebiet führenden Littput- bahn einen originellen Reiz erhalten hat. ^aun — der hohe „Verkehrsturm" mit dem Leucht­feuer — die Ausstellung bietet allerhand.

Ausstellungen veranstalten und schone Feste feiern — das kann München und hat es nicht verlernt. Der gute Sinn für das Dekorative erfüllt die Stadt des deutschen Südens, die in den letzten Jahrhunderten,ihrer Geschichte vom wärmeren Geiste romanischen, zumal italie­nischen Künstlertums bnrebbrungen worden ist, ein Einfluß, der sich nicht nur in der an md- europäische Vorbilder sich anlehneiiden Stratzen- bildung zeigt, nein, der, tiefer gehend, bestim­mend aus den Münckener Geschmack gewirkt hat und sich immer noch auswirkt. Daher auch die Freude an den Festen der Straße, an prtmkvol- . len Auszügen und dergleichen. Wir sind beian» ders froh, weil diese Festzeit dazu beitragt, un- ■ serer immer „neutralen" Stadt den alten guten ■ Ruf zurückzugewiunen, daß in ihr ein jeder sich wohlfühlen könne. Tie Zeiten der . politischen Ueberhitznng und der Erperimente , von links und rechts sind vorbei, endgültig vor- . über und — Gott sei Taut! — sie werden, sie

Wann kevrt er wieder?

Eine Amundsenexpedition heule aufgebrochen. (Durch Funkspruchf

Kopenhagen, 5. Juni.

Nach einem Funkspruch von Bord der Fram wird heute früh die Suche nach der Nordpo 1 - cxpedition an der Packeisgrenze beginnen, da man damit rechnet, daß Amnndsen und seine Begleiter zu Fuß nach Spitzbergen zu- rücktehren werden. Die Hoffnung, daß Amunchen auf dem Landweg zurückkehren wird, mutz e n d- gültig ausgegeben werden, da die vier­zehn Tage Frist, die Amundfen als letzten Ter­min für seine Rückkehr mit dem Flugzeug bezeich­nete verstrichen sind. Entweder wird die Expe­dition im Herbst dieses Jahres zurückkehren oder erst nach Ueberwinterung im nächsten Jahre. In Oslo nimmt nie­mand an, daß die Forscher verunglückt sein können. Man glaubt nur, daß die Flugzeuge beim Landen so beschädigt sind, daß sic für den Weiterflug nicht mehr brauchbar waren.

Rußland« Beileid.

Gegen das Blutvergießen in Schanghai.

(Durch Funkspruch.)

Peking, 5. Juni.

Paris, 5 Juni. (Privattelegramm.) Wie ein Pariser Blatt meint, spricht man jetzt weni­ger von einem Sicherheitspakt zu Funsen als zu Pieren. Das erklärt sich daraus, daß I t a- licn, dessen hauptsächlichste Gefahr an der Grenze Tirol liege, einen anderen Pakt ab- chließen könne, an dem Deutschland, Oesterreich und die Tschechoslowakei teilnehmen wurden.

Aus Peking wird gemeldet: Präsident Luan- schijui hat erklärt, er habe die feste Zuversicht, daß es ihm gelingen werde, einen Kongreß der Bürger China« einzuberufen und daß dieser eine stabile Regierung schaffen werde. Wie Reu­ter meldet, erklärte sich die Pekinger Handels­kammer gegen den Generalstreik, aber für den Bopkott von Gütern und Banknoten der Groß­mächte, sowie für die Zurückziehung der Depots aus ihren Banken. Mehrere amerikanische Mls- sionarschulen nahmen eine Entschtietznng an, in der es heißt, es habe für die Polizei kein Grund zur Eröffnung des Feuers bestanden.

lisch verpflichten wird, als zustandege- kommen bezcichnem Das Wesentliche ist nun,

bekommen hat.

Manchmal aber ist jemand resolut genug, sich gegen alle Schikanen des Bureaukratisnins be­haupten $n tonnen. Lebt da eine mannhafte Wittib, aus Giesing gebürtig und durchaus nicht aufs Hirn gefallen, einsam in ihrem Stübchen und harrt der Tage, da die ihr längst von Gott verheißene Wohnung ihr anbeimfaüen werde. Plötzlich erfährt sie von einem wackeren Mann, der die Absicht habe, mit der ihn liebenden Brant nach Australien atiszuwaitdern. Die­ser Edle, Besitzer einer Vierzimmerwohnung, ist bereit, fein Logis der Witwe abzutreten, falls diese ihm die Kosten der Ueberfahrt zu ersetzen Willens sei. Triumphierend begibt die Dame sich aufs Wohnamt und bittet um Zuweisung der freiwerdenden Wohnung. Der Wohnnngs- beamtc fpitzt die Ohren und Bleistift. Er durch- sinnt seine 1001 Bestimmungen und Verhal­tungsmaßregeln und kommt zur Erkenntnis, daß hier eine Ueberaebung des Wohnungsamtes vorliege. Das allein dürfe Wohnungen zuwei- fen. Wutschnaubend und mit beareislick'erweife hochroten Wangen gebt unsere Wittib heim. Sie denkt eine ganze, einsame Nacht über den Fall nach und andern Tags wandert sie zu dem alt#- wanderungslnstigen Bräutigam (der anberen)’ und fagt: „Grüß Gott. Wann geht Jbr Schiff nach Frankreich... Pardon... nach Australien?"

Schuld und Sühne.

Chinas Anklagen. — Antwort der Mächte.

(Durch Funkspruch.)

Peking, 5. Juni.

<r-as chinesische auswärtige Amt hat gestern eine* weitere Rote an die interessierten Machte gerichtet, worin Beschwerde erhoben wird, daß die Polizei von Schanghai wiederum am das Volk geschossen habe, was neue Omer gefordert habe, während die Polizei keme Verluste erlit­ten habe, wodurch die Grundlosigkeit ihresVor- gehens bewiesen werde. Dte Haltung der Be­hörden fei die Ursache des Streiks. .Ter Ge­brauch der Feuerwaffen muffe unverzüglich ein­gestellt werden um weiteres Blutvergießen zu

Mit . der Ueberreichung der alliierten Note über die Entwassnungssrage tritt jetzt die außen­politische Lage in ein entscheidendes Stadium ein. Wie wir hören, gedenkt die Reichsregie­rung nunmehr eine Reihe von diplomati­schen Aktionen zu unternehmen, um die Folgen, die sich aus den neuen alliierten Ent- ' wassnungsbedingungen ergeben, abzuwenden < und zu verhüten, daß die feil den letzten Mona- 1 ten betriebene Außenpolitik mit einem Mißer­folg über die Regierung Luther-Strese- mann endet. Heber den Inhalt der alliierten Rote wird bis zur Veröffentlichung des Doku­mentes von Seiten der deutschen Regierungs­stelle strengstes Stillschweigen gewahrt. Im ersten Augenblick erscheint die Situation aller­dings so, daß die vorhandenen Schwierigkeiten durch sehr ernste Gegensätze zwischen Deutschland und. den Alliierten erheblich ver­schärft werden dürften. Die Forderungen der Alliierten erscheinen derartig schwer» t e- aend, daß man zweifellos mit außerordentlich scharfen Depressionen bei der deutschen öffent­lichen Meinung wird rechnen müssen. Aufgabe der Reichsregierung wird es sein, durch schnelle Entschlüsse dem Standpunkt der beteiligten deut­schen Streife Rechnung zu tragen und die Dis- kusston mit den alliierten Regierungen sofort aufzunehmen. DaS Kabinett Luther wird vor­aussichtlich auf die nachdrücklichsten Rückwir­kungen deS Parlamentes angewiesen fern, da in dieser Frage die E i n m ü t i g k e i t der deut­schen Parteien die denkbar größte Bedeutung für den Verlauf der deutschen diplomatischen Schritte haben wird.

In den parlamentarischen Streifen ist man außerordentlich gefpannt darauf, welche Matz-

mandos nach Berlin berufen. Die Forderun­gen der Entwaffnungsnote an Deutschland sind Gegenstand der Konferenz. Soweit ine Umstel­lung der Schutzpoli zei in Frage kommt, werden die Polizeiverwaltungen der Lander vom Reichsinnenminister in Berlin angehort werden. Die Vorbereitungen lassen daraus schließen, daß eine gründliche Nachprü­fung der alliierten Beschuldigungen in die Wege geleitet wird, die voraussichtlich viele Wo­chen tn Anspruch nehmen dürfte. Die heute vor­liegenden Pariser Pressestimmen bestätigen, daß Frankreich mit der Ueberreichung der Entwasf- nungsnote in Berlin keine wesentliche Entspannung der Beziehungen zu Deutsch­land gebracht hat. Donnerstag «bend hat in Paris Painlevü zu spanischen Pressevertre­tern über die spanische Frage gesprochen und da­bei auch die Lage in Europa gestreift, die der französische Ministerpräsident als unklar und voller Widersprüche bezeichnete. Auch die Pa­riser Abendpresse ist ganz auf den Ton gestellt, haft nur ein wocbenlonßeä Ded(x111e ren wieder zwischen Berlin und Paris begm- nen wird, das die Spannung Ätschen beiden Ländern nicht herabsetzt. In Berlin hat der Vorwärts bereits gegen den Plan Stellung ge- nommen, in Versammlungen Segen we N.chb täumuna Kölns zu protestieren, um den Konftu: nicht unnötig zu verschärfen. Dte. Besprechun­gen des Kanzlers mit den Parteiführern sind für Montag vorgesehen.

Auch im Auswärtigen Amt beurteilt man die Sage einigermaßen skepNsch, da di? noch be- stehenden Schwierigkeiten m der Stcherhelts- frage einen überaus starken Druck aus bte Lage ausüben. Gewisse Möglichkeiten liegen aller­dings in der Haltung Amerikas, da» zweifellos an dem Ausgang des Entwassnungs- konfliktes stark interessiert sein wird. Vorläufig steht die amerikanische öffentliche Meinung noch sehr stark unter dem Eindruck der Meldungen der alliierten Presse, sodaß bte deuttche Diplo­matie ihre Aufgabe auch darin sehen wird, für die Aufklärung de-v Weitmetnung $u Ben. Soviel aber durfte schon setzt feststehen, die Beschuldigungen über bte. angeblichen deutschen Geheimrüstungen ihren Eindruck inso­fern verfehlt haben, als bie alliierten Regierun­gen davon Abstand genommen haben, die Ver­öffentlichung der Militarkontro l- berichte vorzunehmen. Nach tote vor wird die Reichsregierung an dem Standpunkt ftsthal-

Zopans Gäbelraffeln.

Wenn China nicht Ruhe hält.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 5. Juni.

Ein Blatt will erfahren haben, daß die japa­nische Regierung in Peking angedroht hat, das? die Japaner, wenn die chinesischen Behörden nicht in der Lage seien, die Ordnung in verschie­denen chinesischen Städten aufrecht zu erhalten, bereit seien, beivafnete Land- und See - kreitkräfte in genügender Zahl zu entsen­den, um die Aufständigen zur Ruhe zu bringen. Das Blatt erklärt dazu, diese Aktion wurde weit über die britiscksen Absichten hinansgehen.

*

Keine Intervention der Großmächte.

London, i>. Juni. (Reuter-Telegramm.) Ab­gesehen von der Entsendung von Schissen und der Landung von Marinetruppen hat bisher kei­ne bereinigte Aktion seitens der Mächte stattge- sunden. — Drei britische Kriegsschiffe sind ge- lern in Schanghai eingetroffen. Der britische Generalkonsul in Schanghai hat um Landung von zweitausend Mann ersucht, die auch erfolgen werde. Der japanische Kreuzer „Tatsuta ist mit zweihundert.Marinesoldaten an Bord nach Schanghai abgefahren, wo er heute erwartet wird

Edina diiftsich selbst.

Wirtschaftskrieg gegen die Großmächte.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 5. Juni.

Der Sowjetbotschafter Kar ach an richtete folgende Note an den chinesischen Außenminister: Nachdem ich mit tiefem Schmerz die Erschießung einiger zwanzig Arbeiter und Studenten

Mussolini leidet es nicht.

Versailles vor Italiens Kammer.

(Eigener Drahtberkcht.)

Rom, 5. Juni.

In der Kammer-Debatte über den Versailler Frieden betonte der Kommunist Ribaldr, wie alsch es fei, Deutschland die ausschließliche Schuld am Weltkriege zuzuschreiben. Das An- chlußverbot widerspreche der ganzen italienischen Tradition, die auf dem Srlbstbestimmungsrecht der Völker beruhe. Dieses Anschlutzverbot befrie- bige allein Frankreich, das Deutschland durch al­lerlei Mittel dauernd z» schwächen suche. Dann sprach der ehemalige Ministerpräsident S a l a n- dra, der zuerst Mussolini seine volle Zusinn- mung zu seiner letzten Rede gegen den An- fchlutz von Oesterreich an Deutschland auSsprach. Er hätte nichts dagegen einzuwenden, daß mau über die Lage Oesterreichs diskuttere. Er verlange aber, daß Italien dabei zugezogen werde. Darauf unterbrach ihn Mussolini mit den Worten: Kerne Lösung ohne Italien, keine Lösung gegen Italien.