Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 121. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.
Mittwoch. 27. Mai 1925.
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15.
AmunösenS Schicksal am Nordpol.
Am Ausguck.
Innen- u. außenpolitische Entscheidungen reifen (Eigener Berliner Informationsdienst.)
Am morgigen Mittwoch werden die Fraktionen des Reichstags ihre Beratungen wieder ausnehmen. Im Anschluß daran will der Reichsinnenminister die Abgeordneten nut dem von ihm fertiggestellten Entwurf neuer Versassungs- bestimmungen über die Rechte der Länder-Re- gierungen bekannt machen.. Mit diesem Enr- wurs beginnt die Reihe gesetzgeberischer Anträge, die das Reichsinnenministerium vorberettet, und die nicht nur die Reichs färben, die Auslösung des Staatsgerichtshoses zum Schutze der Republik usw. beiressen, sondern die auch in erster Linie die Herabsetzung der übergroßen Zahl der Reichstagsabgeordneten auf eine der Etatslage des Reiches entsprechende wesentlich geringere Zahl (man spricht von etwa dreihundert Abgeordneten) umsaffen wird. Naturgemäß werden über diesen letzteren Punkt des Schielschen Programms lebhafte Auseinandersetzungen im Reichstag stattfiuden, sodaß diese Abbaufrage der Herren Volksvertreter erst nach der Pfingstipause aktuell werden dürfte.
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Noch ist der Inhalt der beiden Noten, die Ende der Woche nunmehr (nach einer Pariser Havasmeldung) in Berlin übergeben werden sollen, das Geheimnis der alliierten Staats- »/Äzleien a£rr dennoch erkennt man sie immer ui ihrrar Umujtcu a*t ihrer ijelgenschwe. ren Bedeutung. Die Rote über die Abrüstung ist als interalllierte ongekündigt. Schon in ihr sollen die Mindestforderungen ftrjnfreicfcä umschrieben fein, die dann Briands Separatnote auf den deutschen Garantiepakt weiter ausführen wird. Tas Kritische der Situation ist eigentlich erst seit Samstag eingetreten, nachdem Die Reuteragentur die Ablehnung der Do- miniums meldet, Garantien zu übernehmen oder auch nur für die deutsche Westgrenze ihre Unterschrift zu geben. Damit ist Herrn Briand der weitere Weg geebnet, erhöhte Sicherheiten von Deutschland selbst zu fordern. Er stützt sich aus die Beschlüsse von 38 französischen Generalräten, die die Militärgrenze Frankreichs am Rhein forderten.
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Der Reichsinnenminister hat im Kabinett durchgesetzt, daß vor der Stellungnahme des Reiches auf die Roten der Alliierten, also vor neuen Beschlüssen über neue Forderungen zu. v o r die Länderregierungen gehört weroen. Damit ist eine gewisse Garantie gegeben, daß über die Vorschläge, die Deutschland gemacht hat, nicht hinausgegangen wird und daß keine neuen demütigenden Verpflichtungen übernommen werden. Das Ende aller deutschen Verständigungsversuche ist — Enttäuschung. Selbst um Stresemann besteht heute die Meinung, daß Frankreich keine Garantie, keine erfüllbaren Verträge, sondern die Rheingrenze haben will. Die kleinen Staaten um Deutschland herum folgen den großen Brüdern im Westen. Zwischen Polen und der Tschechoslowakei sind in der letzten Woche mehrere Verträge abgeschlossen worden, deren Endzweck der Zusammenschluß .zu einer gemeinsamen Front gegen Deutschland ist. Wenn die bekanntgewordenen Abmachungen sich auch nur aus wirtschaftliche Fra- gen beziehen, so sind doch zweifellos ait* politische und militärische Abmachungen getätigt worden. Von Seiten der Reichsregierung wirr der dadurch entstandenen neuen Situation vom deutschen Standpunkt aus volle Aufmerksamkeit gewidmet, um eventuelle Absichten der Polen und Tschechen abzuweisen. Stretemann will den Auswärtigen Ausschuß sofort nach Eingang der Ententenoten einberufen, die Erholungsreisen der Reicksminister iu Pfingsten sind abgesagt. Große politische Entscheidungen reifen auch in Deutschland heran. Jetzt will man -m Reichstag auch nachträglich die Annahme des deuisch-spanischen Handelsvertrages sicherstellen, obwohl ernste Gewissensbedenken eingetreten sind. Namentlich der deutsche Weinbau sieht seine Interessen durch das Abkommen mit Spanien, das die Einfuhr spanischer Weine nack Deutschland außerordentlich begünstigt, schwer bedroht. Schon seit Monaten gebt der Kamps um die Frage, welches von den beiden Uebeln gewählt werden soll, die Erschwerung des deutschen Exportes nach Spanien oder aber die Schädigung des deutschen Weinbaues. Da aber die deutsche Industrie gegenwärtig unter den Stockungen des Erports nach dem Auslände außerordentlich zu leiden bat, würde ein Boy - kott deutscher Waren in Spanien von dem deutschen Außenhandel außerordentlich bar empfunden werden. Die Reichsregierung tri«1 neuerdings sehr lebhaft für die Annahme des deutsch-spaniscken Vertrages ein. weil sie offen, sichtlich der Meinung ist, daß eine Ablehnung
ungünstige Rückwirkungen auf die schwebenden Wirtschaftsverhandlungen ausüben könnte.
Hamburg, 26. Mai.
Aus Oslo wird berichtet, dap entge, allgemeinen Besorgnissen Fritjof R
legen den
sich dahin geäußert hat, daß nicht der geringste Grund zu Befürchtungen vörv^ in Eine V e
zu Befürchtungen »orv^in Eine B e tv ng von einigen Taget? gav^mchch
spätung von einigen Taget/
zu bedeuten, da viel Unvorhergesehenes eintre
der Rentenmünzenprägung usw. für die Balance des Etats alles
alles irgendwie Er.
nähme der Regierung durch die Konservativen habe die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum
Daweszius. stammen. —
lotter die Siebtel ttnnbnteu ter nnb Reichstag. — Anis e angespannt.
Vorjahre um 150 00üzugenommen. Es gebe nur einen wirksamen Weg, am die Steuern zu vermindern, nämlich die Verminderung der Ausgaben. Statt dessen sei es Chur
gewinnen, aus Gewinnen der Silberprägung, ~ “ - - Mit werden
Luther-Slresemann bei den ©arteten.
Berlin, 26. Mai. (Privottelegramm.) An einer Sitzung des Zentrums bezüglich der deutsch- spanischen Handelsvertrags und der Zolltarifvorlage nahmen Reichskanzler Dr. Luther und Reichsaußenminister Tr. Stresemann teil, die sich über den Handelsvertrag äußerten. Es kam zum Ausdruck, daß die Stellungnahme des Zentrums zum Handelsvertrag von der Entscheidung der Deutschnationalen abhängig gemacht werden wird. Alsdann verhandelte Dr. Luther und Dr. Stresemann mit der deutschnationalen Reichstagsfraktion. Sollte dis Mittwoch keine Einigung zustande kommen, so mnß noch einmal der Weg der Vertagung beschritten werden. Die Rheinische Handelskammer ersuchte die Reichsregierung um ein» Beschleunigung des deutsch-spanischen Handelsvertrags im Interesse der schwer darniederlie- genden rheinisch-westfälischen Wirtschaft.
Äm Leben verzweifel.
Woher die Selbstmorde in der Reichswehr?
Berlin, 25. Mat.
Der Haushaltsausschuß des Reichstages befaßte sich gestern in einer besonderen Sitzung mit den Selbstmorden in der Reichswehr. Tein Berichterstatter, Abg. Studien (Soz.) zufolge sind im Jahre 1923 127 Selbstmorde im Alter
Die Kassen sind leer.
Ernste Lage der Reichsfinanzen.
Der Pessimismus e. Sdtlicbend berechtigt.
175 Millionen Ausfall. — Rücklagen sür den
Noch rein Lebenszeichen
Beruhigung über Amundsens Schicksal. (Eigene Drahtmeldung.)
nommen werden, wie es zu Frankreich gekommen war, also fast autonom. Jem vetsuu-e man £. ganismen einzuführen, die die Bevölkerung vo Elsaß-Lothringen in anderer Form schon a v gelehnt habe. Unter dem deutschen Meginr fei Elsaß-Lothringen gut verwaltet worden. Es seit notwendig, mit der guten Verwaltung fortzufahren ober besser ,u regieren. Man wolle Elsaß-Lo-hring-m Frankreich assimilieren, aber welchem Frankreich, dem von gestern oder dem FwNkrrich der Zukunft. Der Abgeordnete for- ....... „«„U1, „„
oerte bte örtlichen Auffassungen zu respektieren, parlamentarischen Beirat zur Prüfuitg heranzu
chills Politik, die Steuern von den reicher werdenden Einkommensteuerzahlern auf die ärmer werdenden Arbeiter zu übertragen. Lloyd George erklärte, Churchill habe die verzwei- frlte Lage einiger Industrien vergessen. Er ^Churchill) hätte die Ausgaben, insbesonder die- jenigen fü-rRüstungSzweckeherabsetzen können. Lloyd George betonte, es bestehe (einerlei Drohung für die Sicherheit Englands, wodurch die Rüstungsausgaben berechtigt erscheinen könnten. Rach dem großen japanischen Erdbeben sei der Flottenstützpunkt in Sin- gapore eine reine Extravaganz und würde eine Herausforderung des großen freundschaftlichen Japans sein. Jetzt Ausgaben für Singapore zu übernehmen, sei ein Wahnsinn. Churchill wolle der Industrie neue Lasten auflegen, denke aber nicht daran, ihr eine wirksame Erleichterung
Berlin, 26. Mai.
Der Haushaltsausschuß des Reichstages nahm gestern den Bericht des Abg. E r s i n g (Ztr.) über die gegenwärtige Finanzlage entgegen. der das vom Reichsfinanzministerium dgrgelegte Kassen- und Etatsbild im wesentlichen als zutreffend bezeichnet. Der Ausschuß ist allerdings der Ansicht, daß noch gewisse R e- serven vorhanden sind. Es handelt sich jedoch nur um geringere oder einmalige Beträge, die durch vermehrte Ausgaben binnen kurzem a u f» gezehrt sein werden. Es hat sich herausge- stellt, daß das gesamte Einnahmebild des Reiches nicht wesentlich höher angenommen werden kann, als es von der Regierung geschehen ist; im Gegenteil haben schott die bisherigen Beschlüsse des Unterausschusses einen
Einnahmeausfall für das Reich allein von rund 175 Millionen
zur Folge. Abg. Cremer (D. Vpt.) fordert Nachprüfung der bereits erledigten Etats. Abg. Dtt e t r i ch-Baden (Dem.) bemängelt die Ver- wirtschastung der Ueberschüssc. Abg. H e r g t (Dntl.): Seine Partei sei erfreut, daß ein Finanzminister einmal daran gedacht hat, für daS Dawesgutachten, das auch die Deutschnationalen im richtigen Sinne erfüll-n wollten, Reserven zurüdzustellen. ,2lbcf'V12.i.( ding (Soz.): Wir wenden uns dagegen, daß irgendeine Ueberspannung in Bezug auf die künftigen Zahlungen auS dem Dawesgutachten staltfindet und auch gegen eine Thesaurie- rungspolitik. Die Finanzlage der Länder ist heute günstig; daher könnten die Summen, die den Ländern aus der Einkommen- und Umsatzsteuer überwiesen werden, vom Reichstag vorher diktiert werden. Reichsfinanzminister v. Schlieben: Die für den (Sie* 1094 erzielten Mehreinnahmen haben nicht allein die Wirtfchast belastet; sie sind vielmehr zu einem großen Teil entstanden aus Rentcnmarkkredit-
Des Pudels Kem.
Inhalt des zweiten BriandentwurfS.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 26. Mai.
Ein diplomatischer Berichterstatter schreibt, aus der gestern einbetroffenen Antwort Briands gehe hervor, daß die Franzosen es ablehnten, daß Deutschland als Mitglied des Völkerbundes das Recht haben sollte, wegen einer Revision der Ostgrenzen zu appellieren. Ferner bestehe Frankreich darauf, daß Deutschland dem Bölker- bundsrat gegenüber alS Verpflichtung anerkennen müsse, Truppen im Kriegsfälle freien Durchzug durch deutsches Gebiet zu gewähren. Die britische Auffassung fei, daß das Problem der polnifchen Grenzen und anderer Fragen leichter beseitigt werden könnte, wenn Frankreich das deutsche Angebot eines Sicherheitspaktes im Westen annehmen würde. Großbritannien fei nicht geneigt,»Verpflichtungen für die starre Aufrechterhattutzg der polnischen Grenze für alle Zeiten einzugehen. Bezüglich der Kölner Rote fürchte England das Ziel der britischen Politik zu vereiteln, Sie Abrustungs- und die Räumungsfrage in Uebereinftimmuug mit dem Vertrage zu dem für die Ruhrräumung bestimmten Datum zu regeln.
Früher war es besser.
Elsaß-Lothringen in der Pariser Kammer.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 26. Mai.
zu verschaffen. CH u r ch i 11 betonte daraus, seine Budgetpolitik würde schon jetzt von der Mehrheit des Landes stark unterstützt.
Me sie um uns feilschen.
London — Paris — Versailles.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 26. Mai.
Ein Pariser Blatt schreibt zu den britisch- französischen Meinungsverschiedenheiten über das deutsche Sicherheitsangebot, sie können biS ins Uneri liche andauern. London sei mit dem französischen Standpunkt über Artikel 19 des Bölkerbundstatuts und Artikel 80 des Friedensvertrages nicht einverstanden. Das Blatt ist der Ansicht, daß die Zelte dieser beiden Artikel genügen, und daß es unnütz sei, eine neue Definierung norzunehmen. Was die Schiedsgerichtsbarkeit anbetreffe, so sei sie strikte geregelt durch die Artikel des Völkcr- bundsstatuts und des Internationalen Gerichtshofes im Haa g. Frankreich habe also keine neue Definition vorzuschlagen. Es habe nur zu fordern, daß Deutschland als zukünftiges Mitglied des Völkerbundes diese Statuten respektiere. Was die Angliederung Oesterreichs an Deutschland onbetreffe, so müsse Artikel 80 des Friedensvertrages voll aufrecht erhalten werden. Gewiß könne Deutschland als Mitglied des Böl kerbundsrates Schwierigkeiten bereiten, ober es werde ihm nicht gelingen, seine These so ohne weites zum Siege zu führen.
Hüben wie drüben.
DaS große Steuerduell an der Themse. (Eigene Drahtmeldung.)
London, 26. Mai.
Bei einem Abänderungßantrag der Arbeiterpartei, der die Finanzvorlage ablehnte, sagte Snowden u. a. im Unterhaus: Seit der Ueber-
von zwanzig und zweiundzwanzig Jahren vorgekommen und aufgeklärt. Bei vier Selbstmorden sei Mißhandlung als Grund angegeben. Ein Vertreter des Reichswehrminisieriums gab a's- dann eine Statistik von 1924. In diesem Jahre beträgt die Zahl der Selbstmorde in der R-i^'K. chehr 160, zum größten Teil int Alter von zwanzig bis dreiundzwanzig Jahren. Wie fckon für 1923 sich herausgesteltt hat, handelt es sich bei den Selbstmördern fast durchweg um Leute von guter Führung. Als Gründe für den Ent- schluß ergaben sich u. a. Wirkung einer Strafe, Lrt^e5tummer' Eifersucht, Alimenten sorgen, Aussichtslosigkeit der Laufbahn, Entlassung. Ibg. Dr. Moses (Soz.) schlägt vor, daß ieser Selbstmord dem parlamentarischen Beirat des steichswebrministeriums zur Kenntnis gegeben werde uns daß dieser die Möglichkeit habe, an Ort und Stelle eine genaue Prüfung eintreten zu lassen. Abg. Dr. Schreiber (Ztr.)sttmmt dem Vorschläge zu. In dem Einerlei des Dien- stes brauchen die Mannschaften mehr Bücher, Bilder, Musikalien. Die Bersoraunasmöalich. ketten müssen verbessert werden. Reichswehrmi- Nister Dr. Geßler ist einverstanden damit, den
ten könne. Auch die Direktion der Dornier- Werke hat erklärt, es erscheine unwahrscheinlich, daß den beiden Flugzeugen etwas zugestoßen fei. Die Motore feien gründlich ausprobiert und Kühlwaffer und Oel durch Sei- Mischung gegen Einfrieren gesichert. Wäre dem einen Flugzeug ein Unfall zugestoßen, so wäre der zweite Apparat verabredungsgemäß wieder nach Spitzbergen zurückgekehrt. Auch der Ches des dänischen Flugwesens, Oberst Koch, ein erfahrener Polarforscher, glaubt, daß kein Grund zu Befürchtungen vorliege. Amündsen habe vielleicht mehrere Male landen und wieder starten und längere Fußmärsche machen müssen, bis er den Pol erreichte. Die jedesmalige Ortfeststellung, die bei Nebel überhaupt unmöglich sei, nehme fast einen ganzen Tag in Anspruch. AuS Spitzbergen wird gemeldet: Das arktische Gebiet wird von einem Sturm bedroht, der Amündsen zu sofortiger Rückkehr zwingen wird, falls er dazu imstande ist. Für heute rechnet man in dem arktischen Gebiet mit Schnee und Nebel.
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Besorgnisse in Norwegen
Hamburg, 26. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Aus Christiania wird gemeldet Gestern ist das norwegische Kabinett zusammengetreten, um über eventuelle Hilfsmaßnahmen für Amundsei zu beraten. Es find Gutachten eingehvtt worden, ob mit einer Katastrophe für Amiindfen zu rechnen fei, wenn bis zum Dienstag Mittag lein Bericht von ihm vorliege. Diese Frage ist von vielen Sachverständigen bejaht worden.
In der Kammerdebatte über Elsaß-Lothringen erklärte Abg. Abbs Müller, 1918 habe dieses ein fast autonomes Berwaltungsrevime besessen,, während Frankreich unter einem Mt übertriebe.I nen Zentralismus lebte. DaS mflt'e n-, -
Drrsnds Reiter Entwurf.
In London überreicht.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 26. Mai.
Ein diplomatischer Berichterstatter schreibt: Der französische Botschafter hat gestern im Foreign Office die Antwort Briands auf die Fragen der britischen Regierung wegen des deutfchen Paktvorschlags vorgelegt unb erläutert. Einige der ftanzösischen Argumente, besonders die bezüglich der deutschen Oft- und Südgrenzen und der Möglichkeit schiedsgerichtlicher Entscheidung darüber, sind von sehr technischem Charakter. Die morgige Kabinettssitzung wird darüber befinden. Die Kölner- unb bie Abrüstungsfrage dürften dagegen nicht behandelt werden, da noch keine Einigung wegen der umstrittenen alliierten Mantelnote an Berlin erzielt ist.
reichbare zusammenholen müssen. Dabei wollen wir nichts ohne Zustimmung des Reichstages unternehmen. Ich betone nochmals, daß mir nichts an einer Thesauriernngspolttik liegt. Es ist mir klar, daß die Wirtschaft nicht zu Grunde gerichtet werden kann, denn sie könnte ja dann keine Steuern mehr zahlen. Der Vorsitzende Abg. H e i 1 m a n n (Soz) bringt dann folgende Mitteilung zur Kenntnis: Nach eingehender Prüfung der Finanzlage ist der Unterausschuß zu der Ansicht gekommen, daß die Gefahr einer
Störung des Gleichgewichts im Haushalt nahe liegt.
Zu ihrer Vermeidung ist größte Vorsicht auf der Ausgabensette geboten, während die Einnahmen keinesfalls wesentlich herab- gemindert werden dürfen.