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Meler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

15. Zahrga«

Mittwoch, 6. Mai 1925.

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf.

Wer sät den Völkerhaß in Europ a?

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Staat und Joft getrennt.

Ein königliches Dekret in Italien.

(Privat-Telegramm.)

Rom, 5. Mai.

Ein königliches Dekret macht aus der bisheri­gen Postverwaltung einen selbständigen Verwaltungskörper unter der Leitung eines Verwaitungsratcs von sieben Personen. Der Oberste Rechnungsrat wird die Kontrolle über diesen Verwaltungskörper und seine Ein­nahmen und Ausgaben ausüben. Die Telcphon- verwaltung wird von dem neuen Postverwal­tungskörper mit verwaltet werden.

Was sich Voten leistet.

Die Korridorkatastrophe. Neue Schikanen. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 5. Mai.

Das Danziger Schiedsgericht zur Entscheidung über die Schuld an der Eisenbahnkatastrophe im polnischen Korridor tritt zwischen dem 20. und 27. Mai zusammen. Das scharfe Vorgehen Po­lens in der E n t e i gn u n g s f r a g e, beson­ders gegenüber deutschen Krankenhäusern in der früheren Provinz Posen hat zu parlamentari­schen Anfragen geführt. Auch hat Polen den in Ostoberschleflen wohnenden deutschen Aerz- t c n die Ausübung der Praxis und die Führung des Doktortitels untersagt.

Baldwin als Dersöhununasapoftel.

London, 5. Mai. (Privattelegramm.) Vor Houghtons Rede hatte Premierminister B a l d- w i n auf dem Ehrenbankett ausgefübrt, das eng­lische Volk lerne allmählich, was es heiße, einen modernen Krieg gewonnen zu haben. Eine Mil­lion Briten sei gefallen, deren Fehlen sich auf jedem Gebiet des nationalen Lebens bemerkbar mache. Diese Dinge müßten die englische und die amerikanische Nation näher und inniger zu- lammenbringen als je zuvor, denn beide, Eng­länder wie Amerikaner, sehen ein, daß der Krieg eine blutige und fluchwürdige Sache sei, die womöglich aus der Welt geschasst wer­den müsse. Für dieses Ziel könne die Verstän­digung zwischen den beiden mächtigen Ländern und Völkern gar nicht eng genug sein.

Diskussion zur politischen Neuordnung Europas eingegriffen hat. Wir werden jetzt also erst reckt ans diesem Wege sortsahren, nachdem die Schwäcke der französischen Opposition sick in aller Deutlichkeit gezeigt hat. In einer der ein­flußreichsten Zeitungen Amerikas stand vor ei­nigen Tagen der Satz, dasfür Frankreist alles darauf ankäme, für die Dauer aus jenem Zu­stand der Fllusionen zu erwachen, in den -s seine bisherigen Regierungen im größeren oder geringeren Grade erhalten haben. Auch vom deutschen Standpunkt aus betrachtet, sind wir zwar ein Schritt vorwärts gekommen, aber im­mer wieder muß man dabei dem deutschen Volke sagen, daß es eine sehr wicktige Voraussetzung für die Ausnukuna solcher Entwicklunaen drau- s-en in der W"lt gibt und diese Voraussetzung i" keine ander als die, daß auch wir selbst uns von Illusionen in der auswärtigen Politik frei macken und frei halten müssen!

sei derart pervers, daß kein Deutscher ihn haben könnte. Es sei damals lediglich daraus rngekom- men, der schwerleidenden Bevölkerung wied-r Arbeit zu verschaffen. Dafür habe nicht nur eine moralische Verpflickaung bestan« den, sondern das Reick habe auch finanziell e i n. springen müssen. Dem näckften Zeugen, Mi. nisterialrat Dr. v. Brandl ist nicht erimier- lick, daß man auf dem Standpunkt gestanden habe, daß eine gesetzliche Festlegung der ZahlungsverpsliStung notwendig sei. Es habe sich bei den Erstattungen um die Wieder-

LaMaux' letzt? Hoffnung.

Schuldentilgung mit unserem Geld.

tEigener Drahlberichi.)

Genf, 5. Mai.

In einem Interview gab Caillaux bekannt, daß die dringendste Aufgabe die Sicherung der deutschen Re Parationseingänge bis 1930 sei. Der Generalagent sei um eine Er­klärung darüber ersucht worden und damit löse sich die Konsolidierung der schweben­den Schuld. Frankreich werde keine Annu- lierung früherer Anleihen vornehmen, wie dies in Deutschland geschehen sei.

Die preußische Sphinx.

Für ein überparteiliches Kabinett.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 5. Mai.

Die Besprechungen zwischen Zentrum und Volkspartci über die Möglichkeit eines über­parteilichen Beamtenkabinctts in Preußen werden heute fortgesetzt. Für die Auflösung des Preußischen Landtages treten zur Zeit nur noch die Sozialdemokraten ein. Es wird noch vor der Aussprache im Landtag eine Eini­gung über die überparteiliche Lösung der Ka­binettsfrage erwartet. An ein P a r t e i k a b i - nett ist bei der bekannten Stellung der Wirt- schasts- und der Volkspartei nicht mehr zu den­ken. Der Landtagsausschuß wurde sich gestern dahin schlüssig, im Falle eines Vertrau­ensvotums das Kabinett auf eine breitere Grundlage zu stellen.

die Regierung zu dieser Maßnahme erst nach reiftidjtr Ueberlcgung sich entschlossen habe und daß diese Entscheidung erst in der Zukunft beurteilt werden kann und nicht nach den augenblicklichen Preisschwankungen. Darauf wurde der Gesetzentwurf in zweiter Lesung ohne Abstimmung angenommen.

Engwnds Golddoktor.

Churchill siegt im Unterhaus.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 5. Mai.

Fm Unterhaus erklärte Chamberlain gestern, es fei ihm zur Zeit nicht mögl'ch, Genaueres über die gegenwärtigen Sicherheitsverhandlnu gen zu sagen Baldwin erwiderte auf eine Anfrage, es läge kein Grund zu der Annahme vor, daß dir Sowjet-Delegation ihre Vorrechte zur bolschewistischen Propaganda ausnütze. Churchill verteidigte in ausführlicher Rede die Regierungsvorlage über Einführung de? Goldstandes. Der Schatzkanzler betonte, daß

Nummer 104. Einzelnummer 10Pf., Sonntags 15Pf.

Wenn Amerika Seifen soll.

Houghton über Europas Wiederaufbau.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 5- Mai.

Der amerikanische Botschafter Houghton hielt gestern auf einem Ehrenbankett eine Rede, in der er u. a. erklärte: Im letzten Jahre sei bei dem Werk des Wiederaufbaus ein wesentlr cher Fortschritt erzielt worden. Doch bleibe nol viel zu tun übrig. Vor allem gehöre dazu eine Aenderung der geistigen Verfirnung. Der Friede könne nicht von außen, er müsse von innen kom- 'IffiEik Amerikas volle tväf'L roune"n'.w

langt werden, wenn das amerikanische Volk sicher sei, daß die Zeit der zerstörenden Metho­den in der Politik vorüber und die Zeit für einen friedlichen Aufbau möglich sei. Die Ant­wort müsse ans Europa kommen. Wenn sie arn Frieden lautet, könne man sicher sein, daß Ame­rika mit äußerster Großzügigkeit helfen werde. Wenn sie aber weiterhin unklar und Zweideutig sei, dann fürchte er, daß die gegenwärtigen

Hilfsmaßnahmen unvermeidlich aufhören müßten. Er denke hierbei nicht an eine be­stimmte Nation, sondern an eine Lage, an der alle in gleicher Weise beteiligt seien. Amerika rönne sich nicht einmischen und biete auch keine Ratschläge an. Aber ich kann sagen, daß das amerikanische Volk hofft und inbrünstig betet, daß bald ein Friede erreicht werden möchte, der die moralische Unterstützung der Menschheit verdient und der von Bestand sein wird, weil er gerecht ist. Das amerikanische Volk glaubt, daß ein solcher Friede sich auf der An­nahme aufbancn müsse, daß alle, die an ihm teil- nehmen es ehrlich meinen.

Frieden schließen heißt wagen, Vertrauen zu haben.

(Beifall). Ich nehme meine Arbeit in dem vol­len Vertrauen darauf auf, daß irgendwelche Meinungsverschiedenheiten, die zwischen unse­ren Regierungen entstehen könnten, im Geiste der Gerechtigkeit und der Freimütigkeit behan­delt werden, der, wie ich glaube, lediglich ein Ausdruck des Wunsches der beiden Völker ist, als Nachbarn mit Selbstachtung das Tagewerk mir wenig Hader u. viel gutem Willen zu erledigen.

Ein Schritt vorwärts

Deutschland zwischen den Weltmächten.

Von Staatssekretär Frh. v. Rheinbaben (MdR.).

Wir kennen im Großen und Grundsätzlichen die Einstellung der die Regierungen tragenden Mehrheiten in England und Frankreich ndezug aus die uns am meisten interessierenden Fragen, und über die Tagesereignisse und Tageskämpfe hinweg wird es die Aufgabe der deutschen Poli­tik sein müssen, auf der neu geschaffenen außen­politischen Grundlage vom deutschen Stand­punkt aus und in Wahrung wichtigster deulfcher Lebeninteressen an der Fortentwicklung der un­terbrochenen Verhandlungen zu arbeiten. Briand-Paiulevös Programm läuft darauf hin­aus, den wirtschaftlichen und finanziellen Not­wendigkeiten Frankreichs in klarer Erkenntnis internationaler und weltwirtschaftlicher Zusam­menhänge besser und tatkräftiger als es unter Herrn Herriot geschah, Rech­nung zu tragen und auf der anderen Seite den außenpolitischen Entwicklungsprozeß, den man in Frankreich unter dem SchlagwortSicher­heit" begreift, in den Gleisen der bisherigen französtscken Außenpolitik weiterzufördern. Die französische These, daß das französische Budget viele Seiten und über hundert Milliarden Frau­ken ungedeckter Forderungen, die einst Deutsch­land begleichen sollte, enthalten darf, war in Wahrheit nicht nur eine brutale Gewaltmaßnah­me Deutschland gegenüber, sondern mindestens in demselben Maße eine Verschleierung, ja letzten Endes ein Betruq des fr a n z ö s i s ck e n Volkes. Jahrelang hat man das französische Volk mit nationalisti­schen und chauvinistischen Redensarten gefüttert.

Erst spät kam die Erkenntnis, daß Frankreich aus der ihm zukommenden Dawes- leistungen D.urfchlands nie und nim­mer sein Budget balanzieren und seine finan­zielle Stellung den angelsächsischen Gläubigern gegenüber aufrecht erhalten könne. Herriot war über diese Finanzfallen gestolpert und gestürzt. Jetzt soll Herr Caillaux die Rettung bringen. Zum ersten Male finden wir auf feinen Einfluß hin in einer französischen Regierungserklärung die Anerkennung der Verpflichtung Frank­reichs zur Rückzahlung seiner eigenen Schulden. Zum ersten Male finden wir die Aufforderung an das französische Volk, aus eigener Kraft fckwere Steuerovfer ru bringen und zum ersten Mal finden wir auch eine rein nüchterne und sach­liche Einstellung Teutsckl-'nd aegenüber. Wie kam es in Frankreick zu dieser Rückkehr von Vernunft? Wodurck ist eine Situation her- beiaefübrt worden, die jene Möglichkeiten einer endlichen Endspannung des deutsch-fran­zösischen Verhältnisses enthält und viel- I e t cf) t einer Reaeluva her großen politischen Fragen der Freiheit des Rheinlandes und über­haupt einer erträglichen Lösung des Gesamt- kompleres des Neben"inanderlebens beider Völ­ker immerhin die Bahn frei gemackt hat? Ich meine, daß im Großen gesehen, die Antwort nur die folgende sein kann: Frankreich batte durch und mit dem Ruhreinbruch die letzte Karte ausgespielt, um unter Ausnützung sei­ner militärischen Machtstellung das Kriegspco- gramm der Zerstückelung, zum mindesten dau­ernder Niederhaltung Deutschlands dach nock durchzuführen. Ueberblicken wir den Gang der Dinge feit jenem unheilvollen 11. Januar 1923, so erkennen wir heute deutlich den Zufammen- bruch jenes Proara^mes. Er wurde im barten Rina-n der beiden Völker mit sebr ungleichen M"cktmitt»ln schließlich dadurch herbeia-führt, daß der Rubrkampf, den manche von uns zuletztverloren" glaubten, in Wahrheit den Umschwung zum Besseren brockte. D:e Leid-n unseres Volkes waren also nickt ver­st e b l i ck ' Auch die Verarmung, ja selbst die Rot weitester deutscher Bevölkernngsschichten muß in geschichtlicher Betrachtung immer mehr als eine nationale Tat. "ls en sol^es n-twend - pes Gesamtovfer bezeicknet werd-n das den schärfsten Gean"r einer deutschen WTder- aufricktuna nun endlich zu vermmftmäßi<Er und dadurch ganz lanaf-"n auch wieder rechtrnäßrner Einstellung Deutschland gegenüber herange­führt hat!

Ganz gewiß, der Schwierigkeiten sind noch unendlich viele, bis eine wirkliche ..deulsck-lan- zösts-he Entsvannuna- erreicht fein wird Zu tbf sind wir oedemütiat worden und zu schwer wird ein all W Tammers. oll

be PrnteptRt all h-v Ovk-r an Gut und Blitt sein Aber eine Rsickk"br orolPC'>r'f*eT M-tb.i ben scheint dr>ck -ntsa-schGcr'm l'nb bfltnit sch"i"t alko die Bohn freiur Tortfetzuna jener Po­litik. die feit dem 9 Februar d. Js. burck die deutfcke Reicksregieruna dadurch ein- geleitet worden ist. baß D-utfchlaub zur Sicke­rung feiner eigenen politischen Zukunft mit ei - eenen Vorschlägen in die internationale

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Stresemann vor dem Untersuchungsausschuß.

Vor dem UutersuchuugsaussSutz des Reichs­tages über die der Rubrindustrie gezahl­ten Entschädigungen hatte sich gestern Rcichs- anbenminister Dr. Stresemann zu verantwor­ten, der z« der fragliche« Zeit den Bricswechsel mit S t i » » c s führte. Der Minister sagte ans: . Bei den damaligen Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und dem Rheinisch-Westfä­lischen Kohlenbergbau sind die Verpflichtungen der Reichsregierung weit über ben Charakter ei­ner moralischen Verpflichtung hinausge- gangen. Es kann gar keinem Zweifel unterlie­gen, daß beide Parteien davon ausgegaugen sind, daß das Reich eine Verpflichtung übernommen hatte, die auch unter Umständen von der andern Seite einklagbar gerne- s e u wäre. Herr Stinnes hat einmal bei diesen Verhandlungen den Ausdruck gebraucht:Ich muß, wenn cs einmal hart auf hart geht, in der Lage fein, die Erklärung der Reichsregierung evtl, lombardieren zu können, um Geld zu beschaffen." Der grundlegende Satz im Protokoll . über die Verhandlungen der Reichsregierung am 20. Oktober 1923 lautet:Das Reich aner­kennt die Verpflichtung zur Ersatzleistung. Die

Ersatzleistung tritt ein, sobald die Reichsfinanzen in Ordnung gebracht

sind." Auch der Reparationskommif- sion gegenüber wurde ganz klar und deutlich

zum Ausdruck gebracht, daß das Reich die Ver­pflichtung zum Ersatz dieser Leistungen übernommen habe also aar fein Zwei-

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fei beim Wiederau,vaünckuigerium missäch, Latz es sich hier nicht handelte um irgend eine Zusa­ge, um jemand etwas zu erleichtern, sondern um eine bindende Verpflichtung. Es handelte sich dabei ja auch nur um Summen, bei denen es klar war, daß sie auf die Dauer von den Betei-

liflten aus eigener Kraft nicht getragen werden l konnten. Es ist dann am 13. April in der ent­scheidenden Sitzung jenes Kommunique heraus­gegeben worden, in dem gesagt wurde, das Sachverständigengutachten und die Entscheidung der Reparationskommission hätten eine neue Lage geschaffen, in der das Micumab^- kommen noch einmal verlängert werden kön­ne, weil die Beschaffung von Mitteln ans An­leihen in Aussicht stände. Wir wußten nicht, wie wird die Sache bis Ende August binziehen sollten da uns die Herren nach Meinung des Res­sorts mit. vollem Reckte erklärten, daß sie am Ende ihrer Kräfte wären. Am 30. Juli haben wir den Ruhrindustriellen jenen Betrag von Schatzanweisungen Übergeben, der ihnen ja auch bekannt ist, um ihnen das längere Aushal­ten zu ermöglichen. Aus den ganzen Verhand­lungen ging eines hervor: Es handelte sich um

vorgestreckte Reparationsleistungen

des Deutschen Reiches, die das Deutsche Reich zu übernehmen hatte, die zu übernehmen es sich ver­pflichtet hat. icbalb feine Finanzen in Ordmmg waren. Hieraus ergibt sich für mich, daß das Reich auch eine privatrechtliche Bin­dung übernommen hat. Eine Ausschaltung der der Sozialdemokratie angehörenden Mitglieder des Reichskabinetts bei dieser Frage hat nicht stattgefunden. Minister v. S ch l i e 6 e n erklärt dann als Zeuge: Es handelte sich bei meiner Er­klärung über die Finanzlage im Aufwertunas- ansfchuß um einen rohen Ueberblick über die im Jahre 1925 bevorstehnden Ausgaben. Daß mit den für die Abwicklung des Rührkampfes veranschlagten hundert Millionen nicht der Gesamtbetrag der Micumlasten gemeint fein konnte, geht schon daraus hervor, daß da­mals bereits für diesen Zweck zweihundert Mil- Honen gezahlt worden waren und daß vier Wo­chen vorher schon Ministerialdirektor Dr. v. Brandt die Gesamtsumme der Micumlasten auf mindestens eine halbe Milliarde beziffert hatte. Außenminister Dr. ©trefemann erklärt: Es könne aber keine Rede davon fein, daß ir­gend jemand im Kabinett bei der Ueberuabme der Verpfkicktungen den Gedanken einer Ableh­nung durch die Trennung vom Reich ins Auge gefaßt habe. Der Gedanke, durch

Abstoßung des Rheinlandes sich nm die Zahlung der 300400 Millionen Mark zu drücken.

Änzetgenvrettei Einheimische GetÄäilßauzetgen Zette Ä)Ag. auswärtige Geichast»- anzeigen Zeile 20 Psg.. >vamtiienan#.et«en Zette 20 Psg., Sfletne llnwiaen oaä Äoti 4 tifg Reklamen die Zeile Pig. Oisertgebüvr in P'g. (bei Zuiendg. der Ofterien 3D Psg.l Rechnungsbeträge sind innerhalb 5 Tg. tu bezahlen. Maßgebend ist der Kurs de» Zahlungstages. ftiir die Richtiaketl aller durch iternipredier auigeaebeneu An­zeigen sowie iür Äutnahmedaten und Plätze kann nicht garantier' werden. Für An,eigen mit beiond. schwierigem Satz 100 Pro,. Aufschlag. Druckerei Schlachtkof- strane 20/-ii>. (Seschäfisstelle Köln.Sir.kl. aeaeniib.der Svohrstr. fternfot 051 n. 952

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Der Ruck nach links.

Ergebnis der franzüstfchen Gemeindewahlen.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 5. Mai.

Nach einem amtlichen Bericht hat die Gc- ineinderatswahl in 181 von 385 Arrondissements- Hauptstädten im ersten Wal'lgang ein Ergebnis gezeitigt. 204 stehen zur Stichwahl. Nach dem Ergebnis haben die Sozialisten die Mehr­heit in neun, die Sozialrepublikaner in einer und die Soziakistisch-Radikalcn in achtzehn Mu­nizipalräten gewonnen. Gewählt sind 121 Se­natoren und 194 Abgeordnete. Tas Kartell der Linken hat also im ganzen dir Mehrheit in den Munizipalräten von achtundzwanzig Städten ge­wonnen, dagegen in fünf derselben verloren.