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Europa im Schatten Hindenburgs

gegenseitigen

einem

achen von den Ausgaben, die

man sich rtn Bild

ka.

Reich ans diese W-ife tu tragen bot

der uns

liche Havasbüro verbreitet das Berliner Wahl­ergebnis mit der UeberfchriftDer Sieg des monarchistischen Kandidaten in Deutschland" (!).

Wer noch vor wenigen Jahren Deutschlands Riesenheere und dessen treueste Söhne der Hei­mat, den Müttern wiedergab, wer sich mit so vorbildlich klugem Sinn aus den Boden der Tatsachen stellte und so des berstenden Rei­ches letzte Stütze wurde, wer so mit den letzten Fasern seines Seins au seinem Land und Volke hängt und von tiefstem Vertrauen an Deutschlands Recht und Kraft und seinem Wiederaus st ieg durchdrungen ist, der wird auch elastisch und hellhörig, starkmütig im Geist und in der Tat genug sein, das Fadengewirr und Ränkespiel politischer Intrigen und Macht- gelüste zu durchschauen und ... zu lösen. Und es wird sich an seinen noch von den Eskimos geehrten Namen so leicht französische Nieder­tracht. englischer Hochmut und .., polnische Hän­delsucht nicht beranwagen. Denn Deutsch­land ist auch ohne Waffen wieder eine Großmacht, wenn es geschlossen hinter einem Hindenburg steht. Das war es, was das Ausland tote einen Wespensckwarm auf­summen ließ, was die amtlich energisch be-

Hsndenbum ald Mensch.

Anekdoten um den Generalfeldmarschall.

Uns wird berichtet: Sckon vor Jahren wollte man Hindenburg für eine Partei gewinnen. Unser Delegationsführer hatte eine lange Rede

war es der verzweifelte Aufschrei der vom Parieidämon aufgepeitschten, von Erlösersehn­sucht geschüttelten Volksseele ... das deutsche Gewisien der PMg, der Geist der Disziplin und ... die Parteischlepper hatten diesmal auch die letzten Reserven an die Wahlurne getrieben, sodaß die Wahlbeteiligung um f a st v i e r M i l- lionen Stimmen über die Ziffer des 29. März (26 856 02) hinausschnellte.

Millionen Köpfe haben diese Nacht durch­wacht, um den Wahlzetteln ihr Geheimnis ab­zuringen oder es aus den Leuchtzeichen der Scheinwerfer, Lichtsignale und den sich jagenden Radiotelegrammen zu entziffern. Daun hat sich der deutsche Michel mit glückstrunkenem Herzen oder in bitterer Resignation aufs Ohr gestreckt. Und am neuen Aprilmorgen wischen wir uns den zerstobenen Traum oder aufquellende Freuden­tränen aus den Augen u. wollen getrost u. ver­söhnt an die Arbeit gehen, Freunde und deutsche Brüder. Nun soll des Zanks,des unvermeidlichen, unerquicklichen, maßlosen Wahlgetümmels, des Schimpfs, der Schmähungen und selbst der blutigen Köpfe der Heißsporne allerorts soll nun vergessen sein. Und wer es ehrlich und ernst meint mit der deutschen Repu­blik, der stellt sich hinter deren republikanisch gewählten und vereidigten Präsidenten, der nun, nachdem die Wahlnebelbomben verraucht sind, in seiner ganzen verehrungswür- digen, ananlastbaren Patriarchengestalt vor uns steht. Denn so wenig es dem Deutschen ansteht, dem unsterblichen Feldherrn auch als S t a a 1 s- lenker Blumen zu streuen, bevor auch seine politischen Taten für ihn zeugen, so ver­rucht sei jedes Lästerwort, das den Ehrfurcht­gebietenden treffen soll und nur den Mund schändet, dem es entfuhr. Was wir von dem in Sturm und Wettern gehärteten Graukopf er­warten. ist. daß er keines ehrlichen Mannes Widerspruch und Ratschlag mißachtet, wenn man ihm Auge in Auge entaegentritt. Daß aber auch keine knechtsselige Lobhudelei vor seinem stahlharteu Blick bestehen dars und das Otterngezücht sich verkriechen muß, das sich am deutschen Volksmark mästete.

Mes für das Vaterland.

Aus Hindenburgs Tagen und Taten.

Aus Hindenburgs Werdegang werden neben den knappen Daten aus unserer Morgen-Extra­ausgabe noch folgende Marksteine interessieren: Paul von Benneckendorff und Hinden­burg wurde am 2. Oktober 1847 in Posen als Offizierssohn geboren. Seine erste Erztehung erhielt er in der Kadettenanstalt in Wahlstatt. An der Schlacht von Köntggrätz nahm er bereits als Leutnant teil. 1870 wurde er verwundet und focht bei St. Privat, Gra- velotte und Sedan mit. 1878 wurde er Haupt­mann im Großen G e n e ra I ft a b. tti Stettin verlobte er sich und heiratete Gertrud Wilhelmine von Sperling, die ihm drei Kinder gebar. Im Jahre 1893 kam von Hindenburg als Oberstleutnant und Regiments­kommandeur nach Oldenburg und im Jahre 1896 nach Koblenz als Chef des General­stabes des 8. Armeekorps. Im Iahte 1900 er­hielt er die Stellung als Kommandeur der 28 Division in Karlsruhe. 1903 wurde er Kommandierender General des 4. Ar­meekorps in Magdeburg, in welcher Stellung er bis zum Frühjahr 1911 blieb. Daraus wurde er zur Disposition gestellt und zog nach Han­nover, wo er als Leutnant gestanden hatte. Da rief ihn 1914 das Vaterland und kurz darau schlug er die Russen bei Tannenberg aufs Haupt. Der Siegeszug, der sich an die Schlackt anschloß, brachte ihm am 26. November 1914 die Beförderung zum Generalfeldmarschall. Nach der Winterschlacht in Masuren verlieh Kaiser Wilhelm ihm das Eichenlaub zmn Orden Pour le mörite. Im August 1916 wurde er an Stelle des Generals der Infanterie von Falkenhain zum Ches des Generalstabes des Feldheeres ernannt und General Lu­de n d or f f ihm als General-Quartiermeister beigegeben. In dieser Stellung blieb er bis

SS kostet MiMonen.

Nach den beiden letzten Wahlgängen.

Reich und Parteien als Leidtragende. Ein Kostenanschlag des Reichswahlbüros. Wer bezahlt die Stimmzettel? Ein. nettes Sümmchen. Der zweite nicht billiger als der erste. Das zwanzigsache Gcdalt des

Reichspräsidenten.

Jetzt haben wir einen neuen Reichspräsiden­ten. Es ist ein Glück, daß in der Reichsversas- sung vorgesehen ist, daß er nur alle sieben Jahre gewählt wird; denn sonst würde die pe­kuniäre Belastung des Reiches allzuhoch werden; denn die Wahl des Reichspräsidenten erfordert nicht nur intensivste Agitation, einen starken Aufwand von Energie und Begeisterung für sei­nen Kandidaten, sondern vor allem Geld, Geld, und wieder Geld. Dabei sind die Hauptleidtragenden nicht einmal das Reich und die Länder, sondern die Parteien und die ihnen nahestehenden Persönlichkeiten, die immer wieder herangezogen werden müssen, um die durch die in der letzten Zeit sich so stark häufen­den Wahlen erschöpften Parteikassen wieder auf­zufüllen Es müssen Ausrufe in Hunderttau- senden von Exemplaren gedruckt und verbreitet werden, die Umzüge, die meisten mit Fuhr-

Rach vorsichtigen Schätzungen, die man unter Berücksichtigung der letzten Reichstagswahlen und der Tatsache, daß die Kosten für die Präsi­dentenwahlen zum Teil geringer sind, auffteUen kann, dürste der erste Wahlgang zirka 1,2 bis 1,5 Millionen gekostet haben. Wesentlich verteuert wird natürlich die Reichsvräsidentenwahl durch den zweiten Wahlaanq. Die Ausgaben verdop­peln^ sich fast genau, denn die Organisation des zweiten Wahlganges kommt in nichts billi­ger zu stehen, als die des ersten, da der Appa­rat, der im zweiten Wahlgang benötigt wird, der aleicke bleibt wie im ersten. Alles in allem dürsten die Reicksausgaben, die nur zu einem geringen Bruchteil von den Ländern ersetzt wer­den, auf nicht ganz drei Millionen Mark zu ste­hen kommen, eine Summe, die das zwanzigfache des Jabresgebalts und der Aufwandsgelder des Reichspräsidenten, die c00?0 bzw. 100 000 Mark jährlich betragen, ausmackt. Wenn man bedenkt, daß im Laufe eirns Jahres außer der Rcicks- präsidentenwabl noch zwei Reickstagswahlen notwendig wurden, der Wähler also viermal zur Wahlurne gerufen werden mußte, kann

Reicht euch die Hände!

Baier Hindenburg als Reichspräsident.

Nun hat des Volkes Stimme, die ja die Fundamente und den Kitt der Republik bildet, zum ersten Mal seit jenen altersgrauen Zeiten, da sich die Stämme ihren Herzog durch Zuruf und durch Schilderheben selber wählten ... am 26. April hat Gottes Stimme gesprochen, die sich in der des Volkes offenbaren soll. Mit f a st einer Million Stimmenmehrheit ist Vater Hindenburg" von über dreißig Milli­onen wahlmündiger deutscher Wähler durch weit über sünfzehueinhalb Millionen Wahllose als zweiter Präsident zum Schirmherr des deut­schen Reiches, zum Repräsentanten, Führer und Retter eines von Nacht und Leid, von eigener und von fremder Mißgunst umstarrten Volkes berufen worden: Ein weltgeschichtliches Ereig­nis, das schon heute Nacht auf allen Drähten und Wellenlängen über die Grenzen des Reichs hinaus in alle Weltteile gedrahtet, gekabelt und gefuntt wurde, das zum ersten Male wieder feit sieben Jahren und für sieben Jahre die Welt bei einem deutschen Namen wird aushorchen las­ten, vor dem einst der Erdball zitterte. Don­nernde Hurrahs, endloser Jubel von hüben und ... dumpfes Volksgrollen, schmerzliche Enttäu­schung von drüben waren das Echo, das von Stunde zu Stunde mit dem M i l l i o n e n Vor­sprung des Generalfeldmarschalls in den Straßen' der lauten Städte anschwoll und bis in ksts. stillen Dörfer hinüberbrandete. War es b»* r-«enplätschernde Apriltag, war es ein Bln- Wtte!s jvk'.7.sihen und nationalen Erm.ichens.

Sieger und Besiegte.

Hindenburgecho beim Reichs- und Volksblock.

(Eigener Dradtbericht.)

Berlin, 27. April.

Das Volksparteiblatt stellt nach der Wahl­schlacht als unbestreitbar fest, daß die Nieder­lage Mar x's zu einem guten Teil der Links­presse selbst zuzuschreiben sei, die in den letzten Wochen eine Agitation betrieben habe, die

schwankende Wählerschaft direkt a b - I a) 11 d e n 6 gewirkt habe. Nach demMon­tag" sei die Mehrheit der Berliner Wählerschaft, die sick für Marx ausgesprochen habe, der Agi­tation der Linkspresse zum Opfer gefalle»'-Was Berlin schlecht, habe ober das übrige Reich gut gemacht. Ein Rcchtsblatt hebt hervor, daß der Volksblock die Imponderabilien aus dem Spiel gelassen habe, die mit dem Na­men Hindenburgs verknüpft und die entschei­dend ins Gewicht gefallen sind Ein anderes Blatt führt aus, daß mit der Reichspräsident- schäft Hindenburgs eine neue Zeit für Deutschland beginnen und Würde und Ehre an die Stelle von Unterwürfigkeit treten wür­den. Für den Vorwärts bedeutet die Wahl Hindenbugs keine Acnderung der repu­blikanischen Verfassung, die die Mehrheit des Reichstages für sich habe. Hindenburg sei mit Hilfe der Kommunisten gewählt worden und für die Sozialdemokraten fei die nächste Auf­gabe die Abrechnung mit den Kommu- «ist en Das demokratische Organ stehl in,der Wahl Hindenburgs einen Sieg der politisch Unreifen, betont aber, dass der Sieg des Reichsblocks fragwürdig fei, da er nur der Person Hindenburgs, nicht der Sache des Reichsblocks zu verdanken sei. Tas Zentrums­blatt sagt, die Republik habe eine Schlacht ver­loren, ihre Anhänger aber hätten keinen Grund, entmutigt zu sein, da der Vorsprung des Sie­ders vor den Unterlegenen äußerst gering fet.

HmdkNhurgschreck am Kanal.

England will abwarten.

(Eigener Drahibericht.)

London, 27. April.

Von Hannover nach Berlin. Hindenburgs Verfaffiingseid und Amtsantritt. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 27. April.

Der neue Reichspräfident hat heule dem Reichskabinett telegraphisch mitgetcilt, daß er iiie Wahl annimmt und zum Eid aus o'.c Verfassung bereit sei. Das wird vermutlich in der Reichstagssitzung am 5. Mai geschehen. Präsident Hindenburg wird voraussichtlich M i t t w o ch in Berlin eintreffen und am Sonn­abend das diplomatische Korps in Audienz emp­fangen. Das Reichskabinett tritt heute Mittag 12 Uhr zusammen. Es soll der offizielle Amtsantritt des neuen Reichspräsidenten festge­setzt werden, an dem dieser eine Proklama­tion an das Volk erlassen wird.

Der Jubel im Reich.

Patriotische Kundgebungen in München-Berlin. (Eigener Drahibericht.)

Hannover, 27. April.

Der Jubel in der Hindenburgfladt ist sehr groß. Die Absicht, dem Präsidenten heute Abend einen.^ackelzng zu bringen, wurde auf ausdrücklichen Wunsch Hindenburgs auf gcge = b e n. Als in München um Mitternacht die Wahl Hindenburgs als so gut wie sicher seststand. erfuhr ,xunti)en patriotische Kundgebungen von einer Größe und M ichl, wie in den Tagen von 1914. In Berlin letzte kurz nach 12 Uhr ein unbeschreiblicher Jubel auf Straßen und Platzen ein. Trotz Regen und Kälte sah man große Trupps hunderter und aberhunderter von Men­schen mit schwarzweißroten Fahnen und unter dem Absingen nationaler Lieder durch die Stra­ßen ziehen.' Die Polizei verhielt sich passiv, auch die Otegenpartcien verhielten sich ruhig, sodaß Zwischenfälle vermieden wurden. Heute früh prangt die Reichshauvtstadt in schwarz-weißroicn Fahnen. In den Schaufenstern sieht man mit Kränzen und Lorbcern umgebene Bilder nnd Büsten des neuen Reichspräsidenten.

werken (Autos und Lastwagen) unternommen werden, kosten Geld; Versammlungslo­kale sind zu mieten, oft müssen neben den frei­willigen Wahlschleppern noch bezahlte angenom­men werden, und tausend andere kleine Nebeu- ausgaben, die die Parteien für eine Wahl aus­zubringen haben, kommen hinzu. Man durfte in der Annahme nicht sehlgehen, daß aus diese Wei­se durch freiwillige Spenden und Mitgliedsbei- iräg: Millionen ausgegeben werden.

Allerdings pflegen die genauen 'Erhebungen über die Kosten durck das Jnnenmnnfterium erst mehrere Monate nach der Wahl bekannt gegeben zu werden. Die Wahlkosten setzen sich zu­sammen aus den Ausgaben, die dem Reichswablbüro entstehen und den vielen amt­lichen Stellen in Stadt und Land, die anläßlich der Wahl ihren Beamtenappnrat meist durch Ein­stellung von Hilsspersonen auf kurze Zeit ver­größern müssen, um die große Arbeitslast, die auf wenige Tage zusammengedrängt wird, be- wiiltigen zu können. Zum Teil stellen sich aller­dings auch freiwillige Helfer zur Verfügung; Doch ist ihre Zahl nicht so groß, daß sie eine we­sentliche Ersparnis im Gefolge hätte. Aber nicht nur Personalausgaben hat das Reich, son­dern vor allem sind es die Kosten, die durck den Druck der Stimmzettel und durch die vielen öffentlichen Bekanntmachungen, die m der verschiedensten Form erfolgen, hervorgerufen werden. Die Kosten für den Druck de.r Stimm­zettel (100000 Mark) prozentual den Parteien aufzubiirden, hätte zu U n g e r e d t i (ri e 11 e n geführt. Auch hielt man es nicht für angängig, da es sich um eine in der Verfassung vorgeschrie- bene Wahl handelt, die - Kosten hierfür, die na­türlicherweise in den Ausgabenetat das Staates einzusetzen sind, den Parteien als nichtstaailichen Organisationen auszubürden. Daß es sich hier­bei immerhin um recht erhebliche Betrage han­delt, haben die Reichstagswahlen vdm 7. De­zember gelehrt. Man darf allein die Druckkosten für die , amtlichen Stimmzettel für beide Wphlgänge mit mindestens zweihun­derttausend Mark anfetzen.

h obenen Schütelfröste vor einer drohenden! Hinsicht günstig gewesen sei. Man kann unSs K r e d i t s p e r r e in deutschen Blättern heraus- nickt mehr von einem gegenseitigen beschwor. Wir aber können uns ruhig zum Schutzvertrag und von allen H'nrnge- Schlummer betten, wenn der deutsche Roland 1P insten sprechen, wie V'cs "m Sonnabend aus dem Reichsbollwerk wacht. Er hat verspro- noch Stanley Baldwin getan hat. Das halbam - chen, den noch in Fiebern zuckenden deutschen Patienten vor jedem Experiment zu bewahren. Sein Verfassungseid wird unverbrüch­lich sein. Er will in harter Friedensarbeit un­beugsamen Willens den schmachtenden Ruhr­und Rheinbrüdern und dem versklavten Volk die Freiheit wiedergeben. Was in Men- schenmacht steht, wird er vollbringen. Er hat damit uns, die wir im Labyrinth der Not und Teuerung nicht aus- und einsinden, die Hand entgegengestreckt: Wir wollen sie halten, weil wir sie brauchen, weil er das Symbol der Treue, Zuversicht und der Wahrhaftigkeit ist, der in der Sturmnacht der Zeit verloren ging.

F. R.

Ein Londoner Blatt schreibt zur deutschen Präsidentenwahl Hindenburgs: Sie bekundet Ungeduld mit einer Regierung, die mit dem französischen Ruhreinbruch zu tun hatte und die mit den Alliierten den Tawesplan verhandelte. Die Unzufriedenheit, die in diesem Wahlergeb­nis zum Ausdruck gebracht wird, muß notwendi- pcrweife sogar in den Augen von Enaländern als Symptom erscheinen, daß keine Neigung be­steht. auf dem Wege der Versöhnung und des gu­ten Willens weiter zu gehen. Den Franzoien wird, wie wir befürchten, die Wahl vielleicht in noch unheilvollerem Licht erschienen, aber es sei wesentlich, daß die Alliierten der Lage ruhig oegcnübertreten. Die Wahl dieses Kriegsman­nes mag wie eine Beleidigung anssehen, aber sie ist kein Bruch des Friedensvertrages. Es ist un­sere Aufgabe, Deutschland nicht nach seinen Stimmungen, sondern nach feinen Handlungen zu beurteilen. Darum sollten wir uns übereilter Schritte oder schlecht erwogener Kritik enthalten.

Wie uns Marianne Grollt.

Der Sicherheitsvertrag jetzt ein Hirngespinst.

(Eigener Drakstberickt.i

Paris, 27. April.

ghtr wenige Morgenblätter besprechen das spät eingetroffene Wahlergebnis. Ein Blatt schreibt: Entgegen der Annahme der Engländer, der Amerikaner und des nicht intelligenten Her- riot gibt es kein neues Deutschland. Wenn der Wahltag des 26. April diesen eigen« lich ein wenig brutalen Beweis erbracht, dann können wir wenigstens sagen, daß er nach aller

zum unglücklichen Ausgange des Weltkrieges, der uns allen noch in bitterer Erinnerung ist. Ohne Besinnen stellte sich der Kriegsgewalttgc der neuen Regierung zur Verfügung und ret­tete damit Heer und Staat vor dem völlig gen Zusammenbruch. Aber erst als fein Werk vollendet war, legte er am 25. Juni 1919 den Oberbefehl nieder.

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Dienstag, 28. April 1925

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