Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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9?ttttintCt 59. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
Mittwoch, 11. März 1925.
15. Jahrgang
Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
Ohne Völkerbund kein Gichecheitöpakt.
Partei oder Volk.
Eine Rundfrage zur Präsidentenfrage.
Berlin, 9. März.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter richtete an maßgebende Parlanientarier der Reichstags- parteien eine Rundfrage, welche großen Gesichtspunkte bet der bevorstehenden Neuwahl des Reichspräsidenten, die innen- und außenpolitisch von großer Bedeutung sein wird, die politischen Kreise bei der Ausstellung der Kandidaten verfolgen. Bei allen bürgerlichen Parteien bestand ziemlich übereinstimmend die Aufsaffung, daß nach Möglichkeit paneipolitische Momente in den Hintergrund treten solle» und der Grundsatz der Ueberparteilichkeit deS Reichs- Präsidenten gewahrt werden muß.
Tr. Wallraf, einer der führenden deutsch- nationalen Reichstagsabgeordneten, erklärte: Bei der Wahl des neuen Reichspräsidenten muß man sich in erster Linie Mlf eine starke Persönlichkeit einigen, die unter anderem gewillt ist: 1. Die Reinlichkeit in Reich und Ländern wieder herzustellen. 2. Die alte Integrität der L eamten- K zu erneuern. 3. lieber die engen Partei- tien hinweg für das Gesamtwohl zu ar- beiten. 4. Den parteipolitischen und konfessionellen Zank zu begraben und auch dafür zu sorgen, daß zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Eintracht und der Wille zur Verständigung herrscht.
Tr. Kahl, der volksparteiliche Abgeordneie, äußerte sich folgendermaßen: Es darf sich bei der Wahl nicht um Parteiinteresten und auch n.cht um die Frage drehen: Republik oder Monarchie; denn es gibt viele überzeugte Anhänger der Monarchie, die sich aber trotzdem auf den Bcden o-r .«Menen ^epublilanischen Lmfassuug stcuea. Ausschlaggebend muß sein, daß man eine Persönlichkeit findet, die von dem Vertrauen möglich st großer Teile des deutschen Volles getragen ist und nach ihrer ganzen Eigenart dte Garantie für eine gedeihliche Entwicklung unserer äußeren und inneren Politik auf dem beschrittenen Wege bietet
Dr. Martin Spahn, der greise Zentrumsführer, faßte seine Ansicht, wie wisst, zmammen: Das Zentrum wünscht, daß nach Mögl.chkest ,chon beim ersten Wahlgang die Entscheidung über den neuen Reichspräsidenten fällt Wir sehen dte Dinge ausschließlich von den großen saatspolitischen Gesichtspunkten aus und sind deshalb auch bereit, die Frage der Retchspräsi- dentfchaft mit unseren Nachbarnparteien zu erörtern. Das Zentrum kann nur für eine an» didatur eiiurelen, die im Geiste der Volks- g e m e i n s ch a f t auf eine Milderung der politischen Gegensätze hinarbeitet.
Erkelenz (Dem.) betonte die Notwendigkeit eines geschlossenen Vorgehens der Republikaner: Der erste Repräsentant der Republik mutz eine Persönlichkeit sein, die sein Amt als Träger der höchsten Verantwortung gegenüber der republikanifch n Verfassung versieht. Die Demokraien würden ihrerseits ohne Weiteres darauf verzichten, einen eigenen Präsidentenkandtdaren auszustellen, wenn sich die auf dem Boden der Verfassung stehenden Parteien auf eine S a m m e l k a n d i d a t u r einigen. Wir würden es bedauern, wenn diese Einheitsfront nicht zustande kommt, und wir »ieten daher alles auf, um eine Zersplitterung wr Kräfte im Lager der verfassungstreuen De- ttofraiie zu verhüten.
Tr. Breitscheid (Soz.) äußerte sich, wie folgt: Die sozialdemokratische Partei ist. wie oer Ausgang der letzten Reichstagswahl bewiesen hat die stärkste Partei und wird daher schwerlich daraus verzichten können, eine eigene Präsident- schastslandidatur aufzustellen. Für den zweiten Wahlgang würde sich die Sozialdemokratie vor. behalten, den Gedanken einer Sammelkandidatur der republikanischen Parteien naherzutreten und auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten.
SatsHelbung nicht vor Donnersiag.
Berlin, 10. März. (Privattelegramm.s Das demokratische Angebot den Rcichsgerichtspräsi- denten Tr. Simons als Kandidat für die Reichspräfidentschast aufzustellen, wird vor Donnerstag noch nicht vor dem Reichstag behandelt werden. Ter Beschluß der Zentrumstagung soll abgewartet werden. Inzwischen wird in privaten Aentzerungen von führenden Mi'gliedern der Rechten bereits der demokratische Antrag abfällig beurteilt, zumal man damit rechnet, daß das Zentrum seine Kandidatur Marx aufflibt Ein Teil des Zentrums hat sich zu Gunsten einer Kandidatur Stegerwalo ausgesprochen, dir bei den Rechtsparteien erwünscht wäre. Tas preußische Zentrum hat sich im Gegensatz bietiu für eine Kandidatur Marx erklärt. Tie Metnuuasoerfchiedenlieiten, die sich seit einiger Ze« zwischen per Reichsrogssraktion und der preuitschen Landtaassraktion der Zen
trumspartel zu bett Fragen der inneren Politik eroeben haben, erreichen setzt mit dem Streit um die Präsidentschastskandidatur ihren Höhepunkt. Rock ist nicht vorauszufehen, welche der beiden widerstreitenden Kräfte die Oberhand behalten werden, aber es hat immerhin den Anschein, als ob der rechte hinter Stegerwald stehende Flügel in den letzten Monaten erheblich an Einfluß gewonnen hat, sodaß die Richtung von Marx und Dr. Wirth immer mehr zurückgedrängt wird.
Halb und halb gewonnen. Der deutsche Sicherheitspatt in Genf.
(Privat-Telegramm.)
London, 10. März.
Ein Berichterstatter meldet au8 Genf: Wenn Chamberlain feine Erklärung über das Genfer Protokoll abgebe, weroe der Völkerbundsrat eine Note an Deutschland veröffenüichen, die sich auf den Vorschlag Deutschlands bezieht, sich Frankreich, Belgien, England und Italien in einem Garantiepakt anzuschlreßen. In Böl- kerbundskreisen sei man der Ansicht, es werde unmöglich fein, mit irgendeinem Pakt vorwärts zu kommen, folange Deutfchlaud außerhalb desVölkerbundes stehe. Die gesamte Arbeit deS Völkerbundes für Schiedsgericht, Sicher- beit und Abrüstung werde dadurch aufgehalten. Cliamberlain felbst hat in Genf zu erkennen gegeben, daß er an einer auf das deutsche Angebot gegründete Vereinbarung denke, für die jedoch große Schwierigkeiten beständen.. Die belgisch' Haltnna a-aenf'b-r den deutschen Borfchl'^.-tt f-i vorsichtig, aber fei eswegs ablehnend, weil das Hauptinteresse der Belgier in einer Garantie durch Großbritanuien gegeben fei.
Was sie sich zuflMettrn.
Herriot, Hymans und der Fünfländerpakt. (Eigener Drahtbericht.)
Paris, 10. März.
Ministerpräsident Herriot hat gestern nachmittag den belgischen Außenminister Hymans empfangen. Sie befprachen vor allem die Genfer Tagesordnung. In voller Freundschaft hätten die beiden Minister alsdann, fo sagt ein Kom- munigue, die verschiedenen Probleme erörtert, die die Besorgnisse der beiden Regierungen bilden. Prel enertretern erklärte Hymans: Die Frage der Sicherheit habe den Hauptgegenstand seiner Verhandlungen mit Herriot gebildet Er habe es nicht für nötig erachtet, hinsichtlich der Entwaffnung Deutschlands und des Kontrollberichts neue Erklärungen abzugeben. Er glaube, daß eS nur möglich fei, die Sicherheit Frankreich und Belgiens in enger Zusammenarbeit mit England herbeizuführen, jedoch miZfe man eine Formel suchen» die die berechtigten Befürchtungen der kontinentalen Döst ker und die Empfindsamkeit Großbritanniens be- ruhige. Man hab? auch von der Beteiligung Deutschlands am Sicherheitspakt gesprochen.
E'N Ruser im Streit.
Asquith über Sicherheit und Abrüstung. (Eigener Drahtbericht.)
London, 10. März.
Lord Asquith hielt in Cambridge eine Rede über die Sicherheitssrage. Er bezeichnete darin die A b r ü ft u n g als Die erste wirtschaftliche Notwendigkeit der Welt Zuvor müsse jedoch die Sicherheitsfrage gelöst fein. Diese Frage werde man nicht durch beschränkte Militär-Allianzen lösen können, sondern nur durch einen internationalen Garantievertrag, der die kleinen und großen Rationen umschließe und alle verpflichte, die bestehenden Grenzen zu achten. — Reuter meldet, daß der deutsche Botschafter in Paris zur Berichterstattung nach Berlin abreift Gleichzeitig fei der britische Botschafter in Berlin nach London berufen worden. Damit fei das deutsche Sicher- hcitsangebot der Entscheidung nahegerückt.
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Kühl bis ans Herz hinan.
Washington, 10 März. (Funktelegramm. > Im Weißen Haus erflärt man. daß die Abmachungen in der Sicherheitsfrage die Vereinigten Staaten nicht interessierten. Es sei auch kein Vorschlag gemacht worden, wonach Amerika sich diesen Abmachungen anschließen solle. Senator B o r a h erklärte, er fei allen Garantieverträgen abgeneigt. Solche Mifitär-Mian- zen würden doch nur wieder denselben Zustand schassen, wie er zur Zeit der Heiligen Miau;
gewesen sei. Er werde sich in erster Linie für die Anerkennung der Sowjetregie, rung durch die Vereinigten Staaten einsetzen, der auch Präsident Coolidge prinzipiell zustimme.
Giegesmarsch der Kurden.
Angora bedroht?
(Eigene Drahtmeldung.)
Zürich, 10. März.
Ein italienisches Blatt meldet aus Konstantinopel: Die aufständischen Kurden stehen vierzig Kilometer von Angor entfernt ES sind große Kämpfe im Gange, die für die Kurden nicht ungünstig stehen sollen. Jsmed Pascha hat die Einsetzung von Kriegsgerichten angeord- nct Alle Organisationen und Zeitungen dürfen unterdrückt werden, wenn sie als Gefahr für die innere Lage anzusehen sind.
Maltzan soll es machen.
Jubelnder Empfang in Newyork.
(Durch Funkspruch.)
Newyork, 10. März.
Der deutsche Botschafter Freiherr von Maltzan ist heute hier eingetroffen und von den Deutschamerikanern begeistert empfangen worden. Ein Komitee hervorragender Deutschamerkainer fuhr dem „Albert Baltin" auf einem Zollkuttcr entgegen. Ein Deutschamerikaner führte beim Empfang aus: Mit amerikanischer Einfachheit und deutscher Klarheit begrüßen wie Sie als Vertreter eines großen Volkes und ruhmreichen Landes, als Erponenten der WektfriedenSpslitik und als Wortführer eines Landes, das eine weitere Festigung Der deutsch-amerikanisckien Beziehungen erftrxbt. Möchten die deutsche und amerikanische Flagge Sets Frieden und Ruhe sehen.
Sin Hüter be« Dawesplan«.
Newyork, 10. Marz. (Eigene Funkmeldung.) Der deutsche Botschafter Freiherr v. Maltzan fuhr sofort nach der Begrüßung nach Washington weiter. In einer längeren Erklärung an die Presse-Vertreter wies der Botschafter auf die Initiative Amerikas bei der Formulierung des Dawesplanes hin, auf dessen Grundlage der europische Wiederaufbau begonnen habe. Der Dawesplan habe Deutschland schwere Bürden auferlegt. Deutschland habe ihn aber aufrichtig angenommen und werde ihn weiter aufrichtig dem Buchstaben u. Geiste nach erfüllen.
Nach Baldwins Zeugnis.
Deutschland hat abgerüstet und bezahlt (Eigene Drahtmeldung.)
London, 10. März.
Im Unterhaus teilte Baldwin mit, daß Deutschland die Bestimmungen des Versailler Vertrages über die Abrüstung in der Luft erfüllt habe. Im September 1922 hätten die Allierten in Bezug auf die Abrüstung zur See in Berlin eine ähnliche Erklärung ab-reben las- fen. Kriegsminister Evand antwortete auf eine Anfrage, daß er den Augenblick nicht für geeignet halte, ine Erklärung übr die Befestigungen Deutschlands an Der Westgrenze und über den gegenwärtigen Stand des Reichsarmee abzugeben, bevor der Kontrollbericht zu Ende geprüft fei Auf eine andere Frage teilte ein staatlicher Vertreter mit, im Finanzjahr 192.W hatten die Bruttoeinnahmen aus dem Verkauf deutscher Reparationsfarbstosse 1383 569 Pfund Sterling betragen, die gutgeschrieben würden.
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3n Gnade wieder ausgenommen.
London, 10. März. (Privattelegramm.l Die Formalitäten zwischen der Arbeiterpartei und der Regierung wegen Der Wiederzulassung des Abgeordneten Kirkwood zum Unterhaus ind von Macdonald gestern erfüllt worden. Kirkwood nimmt wieder an den Sitzungen teil.
Frau Eberts Vension
Berichtigung von demokratischer Seite (Privat-Telegramm.)
Berlin, 10. März.
Entgegen einer in der Berliner Presse auf getauchten Nachricht, wonach die gesetzliche P»n- ion für Die Witwe des verstorbenen Neichsp-m identen 33980 Mark jährlich betrage, erfährt ein demokratisches Blatt, daß die an Frau Ebert ge ahlte Pension monatlich 592 Mark (jährlich <104 Mark) beträgt — Die Rote Fahne ist wieder erfchienetz, Severing hat das Verbot mit Rücksicht auf das nahe Bevorstehen der Reichspräsidentenwahl abgekürzt.
Kasseler Rathaus.
Die gestrige Stadtverordnetenversammlung.
In kaum einer Stunde war alles vorbei« Eine der kürzesten Sitzungen, die es in der jetzigen Stadtverordnetenversammlung gegeben hat. Trotzdem die magere Tagesordnung nichts hesonderes verheißen konnte, sahen die Tribünen einen Besuch wie an sogenannten „großen Tagen". Auf ihre „Kosten" sind die .Kommunalstudenten" nicht gekommen- es sei denn, daß lie Zeuge kommunistischen Störungsver- i ud) 8 der ernsten Stimmung waren, die eine Ehrung des verstorbenen Reichspräsidenten im Saale verbreitete. Zu Beginn der Sitzung nahm nämlich Stadwerordnetenvorsteher Geck das Wort und führt, während sich die Anwesenden von den Plätzen erheben, folgendes aus:
In den Morgenstunden des 28. Februar ist nach kurzer, s chwerer Krankheit der deutsche ReichsprWdent, Herr Friedrich Ebert, ans dem Leben abgerufen worden. Trauernd steht das deutsche Volk an der Bahre seines ersten Präsidenten. Hier schweigen bei allen Edel- denkenden die Parteigegensätze, man neigt sich vor dem Toten, der ein Sohn unseres Volkes und aufrichtig bestrebt war, diesem zu dienen bis zu seinem Tode. Ebenso bringt man der Familie des Entschlafenen allseitig die herzlichst« Teilnahme entgegen. Die Stadtverordneten Kassels haben sich von ihren Sitzen erhoben, das bestätigt, daß sie mit dem Ausdruck dieses Gefühls der Trauer einverstanden sind. Ich dank« Ihnen!
Unmittelbar hinter dem letzten Wort erhebt sich der Führer der Dreiköpfe-Fraktion der Kommunisten, S t r t e tze l, und will eine „E r l l ä- ruitfl* abg-ben. Vorsteher Cetf lsttttel Die Unruhe, die sich auf allen Seiten erhebt und lehnt eine Entgegennahme der Erklärung ab. Als Strietzel aufbegehrt, werden Pfui- und Ruhig-Rufe laut. Auch von den Tribünen herab, Daraufhin befragt der Vorsteher die Versammlung, ob sie den Kommunisten anhöreit will. In seltener Einmütigkeit erklingt daraufhin das „Nein!" und der Vorsteher geht sofort zur Tagesordnung über.
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Zehn Punkte werden glatt hintereinander erledigt. Bei der Kenntnisnahme der Bilanz der gewerblichen Werke von...1923 möchte Stcidtv. Faber (D. Vpt.) baldigst die Gold- markbilanz vorgelegt haben, während Stadtv- Dr. Hägermann (Dem.) für eine tauf- männische Rechnungsprüfung eintritt, um derart verspätete Fina^nachweifung zu verhindern. Bürgermeister Brunner (der Oberbürgermeister ist nicht anwesend) lehnt ab. Tis städtische Rechuungsprüsungsstelle sei felbst nicht imstande, _bie Rechnung so schnell als möglich abzuschließen. Hier hätten lediglich die Schwierigkeiten der Inflattonszeit sie kaufmännisch« Promptheit verhindert.
Was die Mitgliedschaft der Stadt bei der „Hvpotheken-Sicherungs-Genossenschaft" betrifft so verlangt Frau L ü p n i tz (Komm.z lieber» Weisung der Dafür bestimmten 3000 Mark an das Wohlfahrtsamt, das klingt bestehend und findet auch Beifall, aber die Rednerin mutz sich vom Stadtv. Faber die Belehrung gefallen lassen, daß ,es sich hier tim vertraglich übernommene Verpflichtung handelt. Im Namen der kommunistischen Fraktion verweigert Frau Lüp-- nitz dann die Nochbewilligung von 20 700 Mark für die Unterhaltung städtischer und kirchlicher Gebäude. Die Stadt habe keine Veranlassung Schlösser und Kirchen, die der Staat gebaut bat, in Ordnung zu halten. Kurz und sachlich erwidert Stabt». Catta (D. Vpt.), daß die Allgemeinheit das größte Interesse daran hat, diese Bauten nicht verfallen zu lassen; sie müssen unterhalten werden!
... Boi der Erstattung der Rechnung von 1923 rur 1923 kündigt der S'adtv. König (Komm.) eine Stellungnahme seiner Freunde zur Polizei- kostenfrage für die kommende Etatsberainng an! Allen Punkten der Tagesordnung werden aü- tragsgemäß zugestimmt.
Damit wäre alles erledigt gewesen, aber eS lag folgende Tringlichkeitsfrage der Sozialde- mokraten vor:
Der mit der städtischen Arbeiterschaft abge- chlossene Tarif läuft mit dem 1. April d I ab Die städtische Arbeiters ast befürchtet, daß bis zum 1. A^ril ein neuer Verttaa nicht zustande ' kommt, insbesondere da der Hessisch-Nassauisch! WirtsLastsverband in der letzten 3->it d'- anderweitig schwebenden Lohnverhandlunqen so ichleppend betreibt, daß die beteiligten Arbeiter schwer benachteiligt werden. Wir fragen daher-
Magistrat tun, um einen baldigen Abschluß der notwendigen neuen Verein- barungen zu sickern und die Beunriwigung der wdttscken Arbeiterschaft ?u beheben -
bei evtl. Verzögerung des stier« tragoab Slmws eine angemessene Lohnerhöhnna zu gewahren? ,