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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hesfische Abendzeitung

Sonntag, 8. März 1925.

Die deutsche Friedenssaal in

Paris

rank-

am

Kin-

sätzliche Bindung «ingehi, die Westgrenze des Reiches nicht äiidern zu wollen, so kann es selbstverständlich von der Gegenseite verlangen, daß die

Deutscher Dölkerfrühling.

Das Dicherheitsangebot soll Europa befrieden. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 7. März.

Sin polnischer Wühler in Varls.

Gens, 7. Mürz. (Privattelegramm.) Wie ein Pariser Blatt meldet, hat der polnische Außen­minister Skrynski mit Herriot am Freitag über die Beziehungen zu Deutschland verhandelt. Der Pole erklärte, der europäische Friede hänge davon ab, daß die bestehenden Friedensver- träge unter keiner Bedingung revi- d i e r t würden. Die gegenwärtige Stunde sei vielleicht die wichtigste nach dem Kriege. Der Status Europas müsse soaufrechterhalten werden, wie es der Versailler Vertrag entschieden habe. DaS Blatt versichert, daß Herriot einen Sicherheilspakt mit Deutsch, land nur nach vorheriger Verstän­digung mitPolen schließen werde.

reich« mit seinem östlichen Vasallen, da« die Be­drohung des europäischen Friedens verewigt.

und Senegalnegern, mit Unterdrückung, Gewalt und Diktat ein hochsiedendes, freiheilsdürstendes Volk nicht niedergehalten werden kann? Auf diese Frage soll Herriot heute in Paris die Antwort geben. F. R.

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Einzelnummer 10 Ps., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

SHltntn er 57. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf.

Schmeichelworte, die zuweilen als Brosamen vom Tisch der schmausenden Sieger fallen? Sie glauben an unsere Gesundung und unver­wüstliche Lebenskraft? Weil wir ihnen den Be­weis durch Tat und Willen aufgezwungen ha­ben. Eckener-Flettner-Leipziger Messe, was ha­ben sie diesen Pioniertaten der Kultur entgegen- zusetzen? Und wo ständen heute die Vorposten deutscher Industrie und Wissenschaft, hätte man Deutschland in Versailles nicht zu einer Wüste, den deutschen Arbeiter nicht zu einem Sträfling, das deutsche Weltreich nicht zu einem Popanz der Kleinen und Kleinsten gemacht?

Schließen wir jedoch dieses Kapitel, auf des­sen tausend schwarzen Seiten wie mit Flam­menschrist die Verbrechen gesitteter Nationen an der Idee der Gerechtigkeit und dem Fort­schritt des Menschengeschlechtes prangen. Richt einer, aber auch nicht ein einziger der geschäftigen Marktschreier, die heute in allen Richtungen der Windrose die Ideale des Welt­gewissens ... im Munde führen, sehen auch nur einen Fingerbreit über die nationalen oder Par­teihorizonte in den Weltraum hinaus, viel we­niger, daß sie um den verlorenen Nachbarn zur Rechten oder Linken auch nur den Finger rühr­ten. Im Gegenteil, nichts kann dem edlen Vetter Chamberlain aus dem Britenlande für sein Schachergeschäft in Paris gelegener kom­men als die klaffende Lücke im Berliner Regie­rungsviertel und des Tohuwabohu in Preußen. Solange der deutsche Michel im eigenen Haus auszuräumen hat, kann er sich um das politische Handicap vor seinen Toren nicht kümmern. Aber wenn nicht alles trügt, wird selbst Mephisto Chamberlain dem deutschen Faust diesmal das Heil seiner Seele mit dem heiligen Köln und dem Sicherheitspatt nicht hinterrücks abjagen können.

Dieses zurzeit in allen politischen Köpfen spu­kende deutsche Sicherheitsangebot hat in unzweideutiger Form bewiesen, daß jetzt dir Zeit deutscher Recht- und Würdelosigkeit, der Zickzackkurs ziellosen Umherlavierens, daß es letzt mit knechtischer Unterwürfigkeit und apalhi-

Bei der Erörterung des Sicherheitsproblems betont ein deutschnationales Blatt, daß das deut- sche Anerbieten, das auf eine abermalige A n- erkennung der in Versailles festgelegten Wepgrenzen Deutschlands htnausläuft und das für den Osten Deutschlands ein Schiedsverfahren anregt, der Entente in so konkreter Form gemacht worden sei, daß die Regierungen, denen ernsthast an einer Bestie- düng Europas gelegen ist, jeder Grund, die Aufrichtigkeit der deutschen Initiative zu bezweifeln, entfallen tnüffe. DaS Blatt weist darauf hin, daß ja die Unterhaußrede Chamberlains durchaus den Eindruck hin­terläßt, daß man die Bemühungen Deutschlands um den Frieden in Europa ernsthast z« würdigen bereit ist. Die deutschen Vorschläge streifen, wenn nicht überschreiten vielfach die Grenzen besten, was ein durch den Friedens­vertrag zerstückeltes und jetzt sechs Fahre her- nach mißhandeltes Land an praktischem Frie- denswillen bekunden kann. Ein anderes Nechtsblatt erklärt, daß der Versuch der Reichs­regierung, die jahrelangen Anstrengungen der europäischen Diplomatie endlich zu einem an­nehmbaren Ergebnis zu führen, nur unter dem Zugeständnis unbedingter Gleichberechti­gung gelingen könne. DaS demokratische Blatt hebt hervor, daß in dem allgemeinen Sicher­heitspakt, wie er jetzt zur Erwägung steht, eine tausendmal festere und beständigere Ga­rantie für die französische Sicherheit gelegen ist als in dem Militärhündn" ~

deutsche Souveränität im Rheinlande nicht angetastet

wird, lieber den positiven Inhalt der deutschen Anregungen verlautet, daß auf Grund der Unverletzlichkeit der beiderseitigen Grenzen ein Garantieabkommen geschloffen wer­den soll, das die Gefahren bewaffneter Konflikte zwischen den beteiligten Ländern für die Dauer des Vertrages völlig ansschlietzt. Demgegenüber muß man aber auf das Bestimmteste versichern, daß die Reichsregierung es ablehnen würde, mit England und Frankreich über die O st g r e n - zen irgendwelche Vereinbarungen zu treffen, die nur mit Polen und der Tschechoslowakei selbst eingegangen werden könnten.

Der Kanöibatenreigen.

Extratour der Sozialdemokraten.

((Stgener Informationsdienst.)

Berlin, 7. März.

Die gestern gemeldeten Bemühungen der De- mokraten der Sammelkandidatur von rechts eine Gegrnkandidatur aller Verfaffnnqspar - teren entgegenznstellen, stoßen vorläufig bei der Sozialdemokratie auf lebhafte Widerstände, da diese mit einem eigenen Kandidaten hervor- traten wollen Man nennt bereits die Namen £öbe, Ministerpräsident a. D- Braun und Dr. d r e i tsche i d Bon sozialdemokratischer Seite wird erklärt, daß eine Sammelkandidatur Marr, wie sie von den Demokraten beabsichtigt ist, zahl- reuhe Kreise der linken Sozialdemokratie veran­lassen wurde, für den kommunistischen Kandida­ten zu stimmen. Im ersten Wahlgang werde daher ein sozialdemokratischer Kandidat nufac- "et" werden müffen, auf den man vielleicht im zweiten Wahlgang verzichten werde.

Der NeichStog ist unabkömmlich.

8,.?» (Eigener Informations­

dienst) Wie wir Horen, ist die Absicht, den Reichstag wegen der Vorbereitungen zur Präsi­dentenwahl zu vertagen, vorläufig aufgege- ben worden Man wird jetzt versuchen, "die Etatssragen so schnell wie möglich zu erledigen wenigstens in der dritten Märzwoche die Möglichkeit einer Arbeitspause eintreten zu lassen

Tokios Vorstadt abgebrannt.

Dreihundert Häuser ein Flammen raub.

(Durch Funispruch.)

Tokio, 7. März.

Durch eine FeuerSbrunst sind in der Borstadt Sosaka dreihundert Häuser zerstört worden. Es handelt sich um das ungesundeste Vier­tel von Tokio. Im japanischen Parlament wurde säst zu gleicher Zeit der Vorschlag geprüft, das ungesunde Viertel von Tokio abzubrechen.

Des Vudels Kern.

Was hat Deutschland der Entente angeboten? (Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 7. März.

Jnbezug auf das Sicherheitsangebot hat die deutsche Regierung bekanntlich der En- tente nur die Umrisse angedeutet, über die überhaupt gegenseitige Verhandlungen möglich fein würden. Dabei kam es allerdings daraus an. daß man deutscherseits den eigenttichen Kern des Problems offen und eindeutig bc- landelte. Gefahren für den Frieden ergeben ich meistens aus territorialen Streit­ragen. Wenn nun in der Ententepresse be­hauptet wird, daß die deutsche Regierung sich be­reit erklärt habe, die gegenwärtige deutsche W e st g r e u z e als einen gegebenen vertrags­mäßigen Zustand anzuerkennen und keinerlei Aendernngen dieser Grenze anzustreben, so «st dies selbstverständlich in der Natur der Sache ge­geben. Der deutschen Rgierung konnte es nur darum zu tat fein, daß von der Gegenseite k e i- ne Verschlechterung des gegenwärtigen tatus gegenüber Deutschland l-erbeigeführi wird. Man braucht nur an den bekannten Plan

schem Gleichmut jedwedem Verhängnis gegen-1 einer sogenanntenNeutralisierung" der über vorbei sein soll, nachdem das deutsche Rhein lande zu denken, um sich volle Klar- ^chiff wieder Fahrt hat. Der steinerne Komtur heit darüber zu schaffen, worum das Spiel Chamberlain hat nun endlich auch im Un- überhaupt geht. Wenn Deutschland die gründ- terhaus bekennen müssen und hat hier mit sehr <»«*<;-**- ----- ----"

beachtenswerter Deutlichkeit die Polen zur Mä­ßigung gemahnt und den deutschen Schritt als Einleitung einer neuen Friedens- und Freund- schastsäralebhaft begrüßt". Sollte die Welt nach den sechs Scbmerzensjahren reif zur Ein­sicht geworden sein, daß mit Fachs Kanonen

Werdende Welten.

Spannungen und Friedensgeläut.

, diun hat sich die schon vorn Lenzglück ange- hauchte Erde des lieblichen, romantischen Neckar­tals über ihrem staubgeborenen, auserwählten sohn geschlossen, der ausging, eine Eselin zu '"Heu und.. ein zerbrochenes Kaiserreich fand und denen auf höchster Höhe vereinsamtes tra- giffch-durchflochtenes Leben mit dem allzufrühen Dodestrunk aus Lethes bittren Quellen so jähen Abschluß fand. Und wieder hat für das vielge« brüste Deutschland eine neue Epoche begonnen, beten nächste, präsidentenlose Wochen vom Wahl­getümmel und -Getrommel der 'Parteien wider- hallen werden, um dann zum ersten Male in der d-utschen Geschichte einen vom Volk selbst erwählten Repräsentanten an die Spitze des Staatswesens zu stellen. Das Beispiel der Parteien rechts vom Zentrum hat auch die un­ter Schwarz-Rot-Gold marschierenden Republi­kaner bewogen, einen gemeinsamen Kandidaten ms Feuer zu schicken, sodaß vielleicht doch schon nach dem ersten Wahlgang der deutsche Kompaß Ziel und Richtung weisen wird.

Nach all den lähmenden Krisen der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart wäre eine mo­natelang Präsidentenkrise der Nebel grüßtest denn schon jetzt werden alle wichtigen Entscheidungen, man sprach sogar von einer Reichstagsverlegung verschoben, während man m in die nun fast zur Farce verzerrte ^abinettSkomödie in Preußen all­gemach mit stumpfer Resignation zu fügen beginnt. . . . Dabei ist jeder Tag, den man mit unfruchtbaren Regierungsexperi- menten vertrödelt, nicht einzuholen und wenn uns Blitze trügen. Denn noch flackern nur ver­einzelt Sterne durch die längste Leidensnacht. Roch sind Armut und nackte Not in Millionen deutscher Familien zu Gast. Noch hat die deut­sche Wirtschaft kaum wieder zu atmen begonnen mtd schon drohen Lohn- und Eisenbahh- n c r st r e i k s die -.rften zarten Lebenskeime auss neue zu ersticken. Noch haben die verhei­ßenen Steuerversprechen die Schrecken und Aenaste der Teuerungssintflut nicht im ge­ringsten von uns genommen. Noch haben die mühsam angebahnten oder vereinbarten Han- dtztsverträge nicht zu laufen, das Blut im Wirt­schaftskörper kaum zu kreisen begonnen und schon wird es uns tropfenweise von den Repa- vationsprofossen wieder abgezogen. Hundert Millionen überwies die Reichsbahn, fünf Milliarden in Einzelobligationen die deutschen Unternehmer in diesen Tagen dem Herrn Generalagenten. Und dabeilächelt" uns noch die Schonzeit, deren Schwere eines Tages verzehnfacht wird.

Was Helsen uns all die schönen Trost- und

monen der Luft entfesselt, als sei ein toll gewor­bener Luftgeist am Werk und kämpfe gegen al­les, was die Erde trägt, mit schrankenloser Kraft, erbarmungslos an.

Welche eine Leidenschaft in dem Rasen der wilden Furien der Luft. Auf einmal fühlte ich mich von meinem Standort sortgerissen und z u Boden geschleudert, erhob mich jedoch fosort wieder, trotz des Schmerzes am Hüflkuo- eben. Der Zyklon schien aus einer neuen Rich- tung zu blasen, in Wahrheit war er überall und tobte ans allen Ecken Er war nicht umsonst der Wirbelsturm, der König der Wind. Die stärksten Bäume bogen sich, zahllose Blätter, Zweige "bst, riesige Aeste durcheilten die Luft und ent- wurzelte Stämme wurden eine Strecke fortgetrie­ben. Tie Hitze war bei alledem enorm und die Wolken, manchmal sich lichtend, sodaß es wieder heller ward, flogen in langgezogenen Bänken und in seltsam zerrissenen Fetzen Himmel dahin. Wir machte uns auf, die L... ber zu suchen. Ich hatte jedoch kaum einige ?dritte getan, als d r mit stets gesteigerter Hes- Ü.fteit rasende Zyklon mich wie eine Strohpup­pe erfaßte, um mich, rascher als ich laufen konn-

Cie «autlet «eueften Watbrtduen eiltbtmen wöchentlich sechsmal nachnriliaas Der «bonnemenisprtis beträgt für ötn Monat 2.- Mk. bet freier ."Zustellung Sr hend,dh6fU<.eabSfbo1' Lso Mk. Durch die Poft monallich "(Ml Mk Ä? Ä'.. >'» Luüelluitasaebubr Berlaa und Redaktion Schlachtbofftraße 28/30. ?taJaperUnat etngefanMe «etirtiat kann die Re- ^ne Verantwormna oder Gewähr in keinem Katie übernehmen. Rück- "eaen etwaiger nicht ordnungZmäkifger . iffernna >ft anSaefchloffeo Pofttcheckkonto Frankkur' 0. Main Nummer 8M0

3m rasenden Zyklon.

Erlebnisse auf einer deutschen Farm.

Von John Fcooman.

b« Taifun en bte Stiften ttbinaS auf« ritt W der detton im Golf »ou Mexiko und an der »ordamertkaniicken Küste. ES und Wir- beltturme. bereu Gewalt über i-de «orftelhtna Bebt »ie das packende. dramatische Erlebnis uuseres Mitarbeiters aus einer deutschen Farm t« Florida bezeugt. ISr schreibt Folgendes: Bevor ich einen Zyklon erlebte, sah ich die Wirkungen eines bereits mehrere Jahre zurück- .legenden. Dies war auf der westindischen In­sel St. Thomas, am Eingang zu dem schö­nen natürlichen und von Sergen umgebenen Hafen ein gescheiterter Dampfer; die Gewalt des Zyklons hatte denselben gegen die Felsen, kuste geschleudert. In dem Ort St. Tho- mas selbst zahlreiche Stätten, wo leichtgebaute Negerhäuser gestanden, bezw. Hütten. Ferner iah ich die Stümpfe dicker, durch den Wirbel- sturm wie Stäbe geknickter Bäume. Der Zyklon, den ich dann später erlebte, fand mich nicht auf dem Meer, sondern in Florida. Ich befand mich besuchsweise auf einer deutschen Farm. In einem primitiven Holzbau mit einer lusti- gen Veranda, aus der am Abend Eltern und Kinder in Schaukeln sich niederließen. Diese Schaukeln sieht man dort auf allen Veranden von Neger Hütten und Europäerhäusern; bequem gezimmert und an Ketten von der Decke hän- gend. DaS Auge wird hier in den paradiesischen Gefilden Floridas gefesselt durch die herrlich- sie« Garlen. durch rmffßexschöüre .

der, daraus die noch nicht reisen weU.^^ol- ben an langen Halmen sich im Winde wiegten. Und überall

taucht der dunkle Kopf des Negers auf. Die Hitze ist groß, sie erschien mir kaum noch er. trägltd), und selbst die Bewohner des Landes erklärten mir, seit Jahren keine solche Glut er­lebt zu haben. Es war nm die Mittagsstunde und bte Frau des Farmers, eine zähe Badense­rin, hatte sich in der Schaukel auf der Veranda niedergelassen, da sie von der Hitze ermattet war, indes der Farmer selbst, an der Gartenpforte stehend, Ausschau nach den beiden längsten Kindern hielt, welche stets um diese Zeit aufs der entfernten Distriktsschule heimge- wandert kamen, als es fast plötzlich dunkel zu werden begann. Die p e ch s ch w a r z e n Mol- len ballten sich so dicht und mit so viel äugen, ichemucher Intensität zusammen, daß dieser se­henswerte Anblick eine Vorstellung von den Dmgen unsichtbarer Kräfte dort oben in den Lüften gab. Einige der Wolken waren mit ei­nem blutroten Schein überzogen.Das gibt einen Tornado/ sagte besorgt der Farmer zu seiner Frau, nachdem er auf die Veranda ge­treten war.Wären nur erst die Kinder zu Haus," erwiderte die Farmersfrau ängstlich . Fast im gleichen Augenblick erfolgte ein hef­tiger Windstoß, gleichsam ein Herold, und dann brach der ^Zyklon unmittelbar danach herein, xznnerhalo weniger Minuten, währen welcher (ch unter einem Feigenbaum Im Garten stand, um dem Schauspiel zuzusehen, jagte der Wir­belsturm mit schreckenerregender Kraft daher. Das furchtbare Heulen und Brausen wurde von Zeit zu Zeit unterbrochen durch das Knacken von Baumstämmen. Eme neben der Farm ste­hende Wassermühle wurde

wie ein Spielzeug sortgeblasen, die Maiskolben am Rande des Feldes lagen ab. griffen in Menge umher, die Luftwirbel schic- neu seltsame große Löcher innerhalb der wogen- den Felder verursacht zu haben; der stabile Gar. tenzaun wurde aus dem Boden gehoben und hinweggetragen. Es schien, als wären alle.

Sie liegen sich in den Äemen.

Herriot-ChamberlainS Wiedersehen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Genf, 7. März.

Der britische Außenminister Chamberlain traf gestern abend auf dem Pariser Rordbahn- Hof ein und begab sich nach der englischen Bot­schaft, wo an einem Esse",- »ch Ministerpräsident r%e;.te vormittag wird

rasidenten der sranzö- fische« <£. ^^vom.mpfangen, während die Bera- tungenMriot auf den Nachmittag festgesetzt sind. Nach dem Essen m der englischen Botschaft unterhielt sich Herriot mit Chamberlain bis ae- gen elf Uhr abends. Als Herriot nach dem Quai d Orsni zurückkehrte, hielt er ein Eremplar des Vertrages von Versailles in der vanv, das er auch immer bei sich führt. Den Journalisten erklärte Herriot, daß er von feiner Unterredung mit Chamberlain befriedigt fei.

Käufer Bienenschwärme.

Genf, 7. März (Eigener Drahtbericht.) Einem Pariser Blatt will es scheinen, als ob Cham­berlain in den deutschen Vorschlägen eine Lösung der Sicherheitsfrage erblicke So­lange Deutschland nicht auch die Oftgrenze garan­tiere, könne, so heb? Blatt hervor, von einem wahren Frieden ntcyt gesprochen werden. Deutschland muffe den europäischen Gebietsstatus wie er im Versailler Vertrag festgelegt fei be- bedingungslos und ohne Widerrede anerkennen.