Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 51
Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
Dienstag. 3. März 1925.
15. Jahrgang
Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.
Eberts Abschied von Berlin
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Als Vie letzte Stunde kam
Berlin. 2. März.
Der Toren,«g durch Berlin / Abschiedskundgebung vor dem Reichstag / Abfahrt vom Potsdamer Bahnhof «ach Heidelberg , Ehrenvolle Nachrufe / Die PrLstdeuteufrage drängt , Ztalten und Türkei ehreu daS deutsche Reich.
Der äztliche Todesbericht. (Privat-Telegramm.)
Einigkeit, Recht und Freiheit.
Stresmanns Nachruf an Eberts Sarg.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin. 2. März.
Sin Volk in Trauer.
Die Stimmung im Reich und... in München.
(Privat-Telegramm.)
Auf AoRen de« Reiche« beerdigt.
Berlin, 2. März. (Eigene Drahtmelduug.) Bis Sonntag Mittag waren tm Palais des Reichspräsidenten mehr als achttausend Beileidstelegramme eingelv.ufen. Der Gesetzentwurf auf Ueb’:r«^*r der aus Anlaß des Ablebens des 9H*3pra|ibenten entstehenden Kosten auf daS Reich wird am Dienstag. Vorm ttag vom Reichstag hespnncken und verabschiedet.
Luther und «Seßler am Todestag.
Berlin, 2. März. (Eigene Drahtmeldung.) In einer Gedächtnisfeier des Reichskabinetts wies Reichskanzler Luther darauf hin, daß Reichspräsident Ebert vortrefflich seines Amtes als Reichspräsident gewaltet habe. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und der RcichSregierung habe sich durch seine Klugheit und vaterländische Hingebung glücklich und erfolgreich gestaltet. In tiefer und aufrichtiger Trauer gedenken wir alle des Entschlafenen, dessen große menschliche Eigenschaften so oft geholfen haben, sachlich schwierige fragen zum Nutzen deS deutschen deutschen Volkes zu lösen. — Der Reichs- wehrminister hat zum Zeichen der Heeres- ttauer angeordnet. Die Reichskriegsflagge ist auf allen militärischen Gebäuden und an Bord der Schiffe bis nach der Beisetzung Halbstock zu hissen. Es ist biS nach der Beisetzung k e in Spiel zu rühren. Das Spielen bei Totengedenkfeieru bleibt gestattet.
Srieörich Ebert.
Der Staatsmann, der Mensch ud sein Werk. ' Von Legatus.
„Ich will als Beauftragter des ganzen deutschen Volkes handeln, nicht als Vormann einer einzigen Partei. Ich bekenne aber auch, daß ich ein Sohn des Arbeiterstandes bin, ausgewachsen in der Gedankenwelt des Sozialismus.
Als am 11. Februar 1919 in der denkwürdigen Sitzung der Nationalversammlung zu Weimar Friedrich Ebert als erster Reichspräsident diese für die kommenden sechs Jahre be-
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Neuwahl schon Im April?
Berlin, 2. März. (Privattelegramm.) Nach der Reichsverfassung ist die Einsetzung eines V i z e p r ä s i d c n t en des Reiches nur dann notwendig, wenn die Unterbrechung der Geschäftsführung längere Zeit dauert. Wie die .Zeit" wissen will, wird Sann diese Notwendigkeit vermeiden und zwar dadurch, daß man die Neuwahl des Reichspräsidenten in der kürzesten Frist ansetzt, d. h. evtl, in der letzten Aprilwoche.
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Italien flaggt halbmast.
Herriot, Mussolini und die Türkei. (Eigener Drahtbericht.)
Genf, 2. März.
Aus Paris wird gemeldet: Der persön- licheBesuchHerriots beim deutschen Botschafter am Samstag mittag gab in bemerkenswerter Weise der Anteilnahme Frankreichs an dem Hinscheiden des deutschen Reichspräsidenten Ausdruck. Ein Havasbericht rühmt an Ebert, daß man ihm keine Feindschaft gegen Frankreich und keinen schlechten Ersüllungswil- len zur Last legen könne. — Ministerpräsident Mussolini hat angeordnet, daß alle öffentlichen Gebäude Italiens am Bersetzungs- t a g e Eberts zum Zeichen der Trauer Italiens auf Halbmast zu flaggen haben. Die Züricher Nachrichten halten diese Maßnahme für einen ausländischn Staatsmann für eine Versicherung der Freundschaft Italiens zum deutschen Volke. Diese Maßnahme habe in Italien kaum ein Vorbild beim Tode ausländischer Staatshäupter gehabt. — Auch die t ü r k i- s ch e Regierung hat angeordnet, daß die öffentlichen Gebäude in der Türkei Halbmast flaggen.
Berlin, 2. März.
Aus Anlaß des Ablebens des Reichspräsidenten pnd der Reichsregiet ung weitere Beileidstelegramme zugegangen und zwar von unzähligen Städten, Behörden und Wirtschaftsgruppen. Die Anordnungen der bayerischen Regierung entsprechen denen im übrigen Deutschland. Es ist zu erwarten, daß die bayerische Regierung die für den Beisetzungstag in Aussicht genommene Völkische Versammlung und die angekündigte Rede Adolf Hitlers nicht zulaffen wird. In München sieht man auf den staatlichen Gebäuden meist blauweiße bancriscke imd die schwarz - wer* - roten Kähnen des alten Reiches statt der Reichsbannerfarben.
land braucht. Es dürfen sich nicht dauernd das alle und das neue Deutschland gegenüberstehen. Es darf nicht dauernd heißen: Hie Reichsbanner, hie Stahlhelm. ES mutz eine Verschmelzung zwischen dem Alten und dem Neuen gefunden werden und der Verstorbene wäre sicher einer von denen gewesen, die sich für diese Aufgabe voll eingesetzt hätten. Liebe zum deutschen Baterlande ist nicht das Vorrecht einer Anschauung oder einer Partei. In Eberts Wirken verkörpert sich der Dreiklang des Deutschlandliedes in seinem Eintreten und Wirken für Einigkeit, Recht und Freiheit.
Berlin, 2. März.
Die Trauerfeier der Reichsregierung für den verstorbenen Reichspräsidenten findet am Mitt- woch, den 4. März, nachmittags 3 Uhr im Hause deS Reichspräsidenten statt. Der Reichskanzler wird hierbei die Gedenkrede halten. Unter militärischer Trauerparade erfolgt dann dir Ueber- führung zum Potsdamer Bahnhof. Am Reichstagsgebäude findet vor dem auf der Rampe haltenden Leichenwagen eine Abschiedskundgeb u ng des Reickzstages statt, dessen Präsident den letzten Gruß der deutschen Volksvertretung überbringen wird. Vom Potsdamer Bahnhof findet dann etwa 6*4 Uhr abends die Ueberfüh- rung nach Heidelberg statt, wo Donnerstag vormittag die Beerdigung erfolgen wird.
: Erst in den letzten Jahren trug er in dieser - Beziehung den unerläßlichen Notwendigkeiten 1 mehr Rechnung, stets aber mit einem Tai: und - in einer Schlichtheit des Auftretens, di- wivr- i hast vorbildlich war. Wo bet Reichspräsident । bei festlichen Gelegenheiten als Redner mit« - trat, hatten die Zuhörer sofort den Eindruck, i daß da ein Mann sprach. der auch die letzten SSlacken seiner geringen Herkunft abgel-ar h i- te, der das Wort .licht nur wie ein Oeriamm* lungsredner, sondern wie ei Mann meiücte, bet eine umfassi.nde Bildung besait, and der aeistig und kulturell durchaus auf der Höh: her Zeit stand. Auch der Uebelwoilende muri • an« erkennen daß das keine auswendig aclrrnt-n Teklau' neu an? fremde k Fed:r waren, und ‘Safe «ls licht-»rer Repräs aiuit an der Spche
Ein Meer von Gold und gedämpftem Licht hatte der gestrige erste Märzensonntag über Berg und Fluß und Wald und über die gaitje knospende Vorfrühlingserde auSgegossen... Und doch war die funkelnde Himmelsampel, waren die lichtrunkenen Himmelsfernen, waren Zehnlausende. die in Wald und Flur, aus Straßen und in Gärten und selbst noch zwischen stischbe- kränzteu Gräberreihen helles Lenzgeläut um- klaug, wie von Aller, sanfter Wehmut umflort. Es war ein weicher, verhaltener, lautloser Trauersonntag, der, dem schlafenden Heer unserer Unvergeßlichen geweiht, von der Majestä! des TodeS überschattet, zugleich von der Toten- Uage vieler Millionen um den entrissenen Führer wie von dumpfem Trommelwirbel durchschüttert war. Unterdes häufen sich im Palais der Wilhelmstraße um den Katafalk des so jäh von steiler Lebenshöhe in die ewige Nacht der Hades gerissenen, vom Schicksalshauch der Weltgeschichte umwitterten großen Sohn seines Volkes die Blumen und Kränze zu Bergen Und während beim knisternden Kerzengeflacker wie in Erz erstarrt die Totenwache paradiert, liegt ein Abglanz friedlicher Majestät aus den blassen, vom letzten harten Todeskampf ermatteten und eingefallenen Zügen des Reichspräsidenten Hätte er gewußt ooer ahnen können wie Verehrung und Ehrfurcht und preisende Totenkla- gen orkangleich um sein sterbliches und unsterbliches Menschentum anfchwellen würden, fast von keiner schrillen Disharmonie des Hasses und der Mißgunst gestört... keine Verbitterung und Gewissensnot hätte seine letzten Stunden getrübt und Verklärtheit spiegelte den süßen Trost feiner Seele wieder.
Die aus raufend Telegrammen aller Staatsund Wir.schaftskreise bei In» unb Auslandes hervorbrechende Ergriffenheit und echte Herzenstrauer erreicht nun des Verblichenen. >n fernste Regionen entrückte Seele nicht mehr. Aber sie offenbaren in überrafdbenber Wucht und Einheitlichkeit, die Anerkennung und Wert- fchätznng, Die dem bescheidenen und freundlichen Wenschen und dem klugen, takt- und maßvollen Staatsmann Ebert selbst in den am meisten rechts postierten Gesellschaftskreisen gezollt werden Daß ihn seine Parteigenossen und die demokratischen Blätter enthusiastisch zum Retter des Vaterlandes und geistigen Repräsentanten des neuen Deutschland erhöhen wollen, ist nur Pflicht und Eorensalut dem ehrwürdigen Herrn und Meister gegenüber. Aber auch seine kana lischsten Gegner neigen sich unter dem Flügelschlag des Todes vor der Würde und Hoheit feines Charakters und dem vaterländischen Geist, der noch den revolutionären Abgeordneten zwei Söhne der Krieasfurie opfern ließ und der dann als halber Diktator daS zusammen- stürzende Reich dem Cbaos des Bolschewismu? und der Anarchie entriß.
Als hohes Verdienst wird eS dem von Fluch und Bürde eines verlorenen Krieges Beladenen angerechnet, der mehr als einmal seine ihm vom Reichstag fast gewaltsam zugefchobene Präsidentenkrone aus der Hand d-S Volkes zurückempfangen wollte, daß er das mit sich selbst zerfallene Volk zur Schicksalsgeme'infchast zu^ammenzuschweißen suchte, ohne sich freilich selbst von den Parteiseffeln lösen zu können. Die Grenzen seiner Geistesbildung, die er riet? unablässig zu erweitern bemüht war, soll man ihm nicht zu Ketten der Schuld umschmieden vielmehr der Riesenleistung Gerechtigkeit widerfahren lassen, zu der ihn das schwache Rüstz-uo befähigte. Und wem der ehemalige Volksfchä. ler und Autodidakt auch nickt eigene schöpferische, zu neuen Zielen mitreißende Ideen und vvr- leuchtende staatsmännische Gror-taten der Sintflut unserer Tage entoegenschleudern konnte, fo Werden doch seine selbstlose, angespannteste Hingabe an fein hohes Amt, sein feiner politischer und gesellscka'tUcher Takt, sein, kaltblütige Energie in kritischer Zeit und nicht zuletzt seine überlegene und abweisende Haltung allen Par- teierberimenten gegenüber in der Geschickte des Wiederaufbaues und der Genefung Deutschlands einen ehrenvollen Platz behalten.
Ta? von ihm selbst fo heiß ersehnte gelobte Land der deutschen Freiheit wieder in gewinnen unb zu fchauen war ihm nicht mehr vergönnt und hfeiht feinem aröß-re.i fPa+foIaer zu erringen vorb^atten. Er hot wohl selbst die Grenzen seiner Kraft und Macht aefbürt als er eine abermolioe Uebernobme der bornentolkr Sendung gelehnte um von sickeren Port des Z' 'chauerS aus die Entwicklung zu betrachten miv •te breiten Arbeiterin asten zu lenken gedachte tfer Tod fetzte allem Wünschen unb Tratten ■’tn Ziel Der mutige Kämpfer hat ausgestrit- ^n und ibn ihn hinweg fchreiteu Zeiten. Mftet und Dolksschickfale. F. R.
Dem letzten ärztlichen Bericht zufolge hat eine Bauchfe'tion bei dem toten Reichspräfidim- ten bestätigt, daß Darmlähmung die Todes- mfache war; der organische Befund ergab ,einer eine chronische Entzündung der Gallenblase und Gallensteine. Der Reichspräsident ist also der durch die Bauchfellentzündung verursachten schweren Darmlähmung zum Ovfcr gefallen. Seine Angehörigen konnte.i Eben nicht mehr sprechen, da er seit 5 Uhr morgens ohne Bewußtsein tag. Kurz nach 10 Uhr Uhr schlug der Kranke noch einmal die Äugen auf und starb dann 12 Minuten »ach 10 Uhr. Am späten Abend erfolgte dann in aller Stille unter Reichswehrbegleitung dj- Uebrrführung der Leiche des Reichspräsidenten vom Weftfanatorium nach dem Palais in der Wilhelmstraße. In der Wilhelmstraße bil- ”* ' . rften vom Reichsbanner ind-r
Fackelbelenchtung Spalier,
Reichspräsident Ebert, so heißt es in einen Nachruf Strese manns auf den toten Reichspräsidenten, hatte eine Art von angeborener Würde und in den Jahren seines Wirken wah! niemals einen Taktfehler begangen. So habe er den Uebeigang von der alten zur neuen Zeit er- mögtu-t, eine Aufgabe, an der mancher Bernfs- diplomat hätte fcheitern können. Dr Strese - mann spricht dann von dem schweren Berlust, den wir dadurch erlitten haben, daß uns jetzt der Mann fehlt, der einmal der Träger erneß Wilhelmstraße großen Ausgleichs in Deutschland hätte beten die Mannfcho werden können, eines Ausgleichs, den Deutsch- -----
beutfamen Worte sprach, da hatte zum ersten Mal in der tausendjährigen Geschichte des deur- scken Volkes ein Mann die höchste Stufe der Macht erreicht, dessen Ausstieg, noch wenige Mo- uatc zuvor nicht einmal geahnt, sich aus den cllerbcscheidensten Lebensverhältnissen heraus vollzogen hatte Als der Sohn eines armen Heidelberger Schneiders achtundvierzig Jahre alt war, stand er an der höchsten Stelle in e'iicm Reich, das kurz zuvor den stolzesten Thron dec Neuzeit hatte stürzen sehen. Seltsam sind die Launen der Weltgeschichte, und nicht häufig hat es onf Erden ein ähnliches Menschenschicksal gegeben. Aber keineswegs seltsam war Fritz Eberts Lebensweg. Man weiß ja. daß er keineswegs aus verschlungenen Pfaden zur Höhe aufgfiiegen ist, denn er ging den Weg, so vieler Proletarier, denen Intellekt und voraussckauende Klugheit eigen ist.. Unb als die Sozialdemokratie vor die Aufgabe iWtzllt wurde, einen Mann zu bezeichnen, der in der Stunde des Zusammenbruchs den Mut und die Kraft besaß, daß Steuer des vor dem Untergang stehenden, mit den Wollen ringenden Stootsschisfes in die Hand zu nehmen, da gab es für sie kein Zögern unb kein Besinnen; denn Fritz Ebert war ihr bester Mann.
Erst r-ine künftige, den Ereignissen mehr entrückte Genenrcttion wirb zu würdigen wissen, was dieser Mann dem deutschen Volk bedeutet bat. Denn Eberts Wirken vollzog fick viel zu fchr in de'. Stille, als daß die große Oessentlich- Mt sich ein auch i-.ur einigermaßen klares Bild von ihr hätte machen können. Kleinlichkeit, Miß- aunst und engherziger Parteigeist haben das Bild dieses Mannes allzusehr verwirrt und verwischt. Was war Fritz Ebert und seinen Angehörigen nicht alles nachgesagt worden! Senie Unbildung solle, so hieß es, nur einige dürftige Lücken aufweisen, sein Deutsch siebe mit der Grammatik auf Kriegsfuß, der der Größenwahn des Hauses Eberts grenze ans Lächerliche, und der Herr Reichspräsident verbringe seine Tage und noch mehr die Nächte beim Rotspohn, so daß ihn allabendlich ein paar gute Freunde unter den Arm ehmen unb heimwärts bugsieren müßten. Diese unb andere böswilligen Verlästerungen würben nickt nur erzähl«, sie wurden, was schlimmer ist, sogar von Leuten geglaubt, die schwer gekränkt gewesen wären, wenn man ob dieser naivenGläubigkeit ihren Intellekt cin- gezweifelt hätte. Friedrich Ebert ist in Wahrheit ein stiller, ernster Pflichteumensch gewesen, der dergleichen üble Nachreden solange mit einer verächtlichen Handbcwegrmg beiseite schob, bis die Staatsralson ihm in den krassesten und bösartigsten Fällen ein Einschreiten aebot. Als die hier angedeuteten Ammenmärchen nicht mehr zogen, verfiel man in das entgegengesetzte Extrem. Man sagte dem Reichspräsidenten narfi, er suhle und benehme sich wie ein regierenber Fürst, und seine Gattin halte in dem bcsckeibenen Hause der Wilhelmstraße, wo der Reichspräsident seinen Amtssitz hat, Hof. In Wahrheit hat Ebert vom Tag seiner Wahl an nichts anderes getan als das, was liebedienerischer Bizantinis» mus Putzer stets von den Monarchen behauptet hatte, ohne sich um die Beweisführung für diese Behauptung sonderlich zu bemühen, er hat von früh bis spät gearbeitet, u.id er hatte sich darüber während der ersten Jahre feiner Präsidentschaft sogar weit mehr als es der Republik dienlich war, von jeder Repräsentation ferngehalten.
Das verwaiste Reich.
Reichstag und Präsidentenwahl.
(Eigener JnsormationSdienft.)
Berlin, 2. März.
In der heutigen Trauerfeier des Reichstages für den verstorbenen Reichspräsidenten Eben wirb Reichstagspräsident Loebe dem Reichs- «räsidenten einen Nachruf widmen. An ber Trauerfeier werden sämtliche Parteien und das Reichskabinett teilnehmen. Betreffs der Neuwahl dcS Reichspräsidenten soll eine besondere Kommission eingefeht werden, die mit den nautischen Kreisen in Fühlung treten wird. Als frühester Termin könnte der 17. Mai in Frage kommen. Die Rechtsparteien werben am 9. und 10. März die Aufstellung einer Kandidatur besprechen. Die Sozialdemokraten, die vor der Frage stehen, ob sie eine Sonderkandidatur aufftellen, ober die Kandidatur Man unterstützen, werden am 12. März tagen. — Im Reickstagsgebäude wurden gestern als anssicksts reickiste Kandidaten für die Reichsprästdent- schaft Marx und Luther genannt.
Totenecho und Totenklage an Eberts Sarg. Mischung Donnerstag in Heidelberg
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Abotinementsprets betragt rür oen Monat 1- Mf. bet tretet "lüftenunn ns vaus. in der (Mcbäfisftelle abaeboU lMk. Durch die Pott monatlickliW ”<erle? Redaktion Schlachihoiftraße 2W8O. "»"etlanat einaefaribte Beitrüae kann »le Re- Ä ®b.ST .<9e”?hr *n keinem Kalle übernehmen. Rück-
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