Donnerstag, 19. Februar 1925
drohender Wirlschaskslrieg mit Rumänien
StresemannS Ruhrwirischastspolitik durch
>tur* dieses Kabinetts herbeizuführen.
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Das Wichtigste in dieser Angelegenheit sei die Tatsache, daß die Ruhrindustrie sich von Anfang an bis zum Ende stärker als die Regierenden in Berlin erwiesen hätten. Wenn sie weiter unter dem Druck der Alliierten gestanden hätte, wäre ein allgemeines Reparationssvstem garantiert worden. Jetzt würde sie alle ihre Kräfte daran setzen, die Bezahlung der Reparationen mit Ausflüchten zu hintertreiben.
.lang von der ine Mehrbezah-
Gebt Sie Lüfte frei!
' Warum man unS niederhalten will.
Nach dem stolzen Flug des Z. R. 3, jetzt Los Angeles, über Kontinente und Weltmeer hinweg ist der deutsche Rus nach Freigabe der Luft für deutschen Wagemut und Schaffensdrang nicht mehr verstummt und nicht nur Deutschland, sondern auch alle an der Entwicklung des internationalen Luftverkehrs interessierten Kreise des neutralen Auslandes und der Ententeländeri
Auch Frankreich ist gespannt.
Paris, 18. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Ein einflußreicher französischer Politiker hält
Rumänien macht Ernst.
Berlin, 18. Februar. (Privattelegramm.) Auch ein Berliner Blatt bestätigt die Gefahr der Sequestterung denutschen Eigentums. Die Anteile deutscher Staatsbürger an rumänischen Unternehmungen sollen im Ernstfälle zugunsten des rumänischen Staates beschlagnahmt werden. Unsere deutschen Zeitungen wurden beschlagnahmt, weil sie Angrife gegen die Regie, rung wegen des Wirtschaftskrieges gegen Deutschland gebracht haben. Der rumänische Finanzminister hat alle Behörde auffordern lasten, ihre geschäftlichen Beziehungen und Verhandlungen mit deutschen Staatsbürgern abzubrechen. Die Schiffe, die rurnäni- scheS Oel nach Deutschland liefern, sind bereits wieder zurückbeordert worden.
Entwurzelte Seelen.
Wenn Schüler zum Selbstmord greifen.
Durch die verschlungene« Gänge des Seelenlebens «nserer Ingen», die oft ja früh der Ranbreis des Todes trifft, tasten sich die folgenden aufschlubreiche« Beobachtungen nnse- res Seelenkenners. Er schreibt darüber:
Krieg im Frieden.
Rumäniens Schikanen gegen Deutschland.
lEtgetter Jnsormattonsdienst.)
Berlin, 18. Februar.
Sie wollen verladen.
Berliner Rumänenfieber aus den Bahnhöfen.
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 18. Februar.
In Erwartung eines Konfliktes mit Ruma- nien hat ein großer Andrang von G ü t e r v e r - labungen nach Rumänien eingesetzt. Die terabsertigung deS Anhalter Bahnhofes war gestern stundenlang von Spediteuren umlagert, die ihre Aufträge nach Rumänien noch durchführen wollten. Der gestrige zweite Besuch des rumänischen Gesandten im Auswärtigen Amt steht n Zusammenhang mit einem Parlamentsbe- chluß, schleunigst Maßregeln gegen die Bertrags- verletzung Deutschlands zu ergreifen.
Gtinnes und ©trefemann.
Sturmlaus gegen die Ruhrkredite.
(Eigener Informationsdienst.) Berlin, 18. Februar.
Aozeigrnvrecke: Einheimische Oeichäiisaoztlüen .Seile 20-sta- atisivärtige Geichäns- anzeigen Bette 20Pfg. ^amitteiiaujetgen .Sette 20 «tu , «Heute Anzeigen °a» Gori 4 Vtfl„ iHeflamen die Bette 7b Pt«. Oftertgebübr io Pfg. Iber .SufettO«. 6er Offenen 20Pta.t Rechnunasbeträae sind innerhalb 51«. tu bejahten. Maitaebend ift »er Sture 0e8 .Sablun«8tage8. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufqeaebeneti Sin» teigen foulte tut rlutnabmebaten und Plage kann «ich, garantier' werden i>iir Anjeigenmttbefond. schwierigem Sag 100 Pro,.Aufschlag. Druckerei: «dtlathtbof- ftrakte 2tt/8n. Geschäftsstelle ffdln.ietr.5. aeaenüb.ber Soobrftr. Aernfttr.osi n. i>5".
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang
Bei anderen wird die ganze Denk- und Hand- lungsweise derartiger Patienten durch traurige Verstimmungszustände beeinträchtigt. Sie sind umständlich, unentschlossen, querköpfig, glauben für alles mögliche verantwortlich zu fein, sind oft lebensüberdrüssig und neigen zum Selbst, mord. Tiefes Leiden tritt übrigens nur bei älteren Schülern, meist im Anschluß an dte Pubertät, in Erscheinung. Die Bezeichnung .Pathologischer Charakter" Hai keineswegs einen verächtlichen Beigeschmack. Es sind sogar eine Reihe von Großtaten in kultureller und so- zialer Hinsicht durch Männer ausgefübrt worden, welche sich in iherer psychischen KonMturion erheblich von der großen Maste absonderten und einzelne psychopathische Merkmale erkennen ließen
Der seelische Gleichgewichtzustand deS Psychopathen ist weniger beständig als der des geistigGe- unten und schon durch leichte Reize der Außenwelt zu erschüttern und ins Wanken zu bringen, weshalb die Gefühle der Lust und Unlust bei ihm viel stärker und leidenschaftlicher hervortreten. Beim genialen Psychopathen wer«
Rhein- und Ruhr vielleicht int deutschen Staatsverband abgeschrieben werden müßten, will die Linke eine schwere erpresserische Drohung gegen die Reichsregierung erblicken. Die Reichsregierung steht in dem Briefe jedoch nur eine Warn u ng vor einer Ruhrkatastrophe.
Marx stellt sich heute vor.
Regierungserklärung, Ministerstab, Abstimmung (Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 18. Februar.
Ministerpräsident Marx wird in der heutigen Landtagssitzung fein Kabinett vorstellen, das tolgende Zusammensetzung ausweist: Ministerpräsident Marr (Z.), Innenminister Sevenug, Sachminister), Finanzminister: Dr. Höpker- choff (Dem.), Handelsminister: Dr. Schreiber ent.), Landwirrschaftsminister: Dr. Steiger (Ztr.), Kultusminister: Dr. Becker, Justizmiui- ster: Am Zehnhoff (Ztr.), Wohlfahrtsminister: Hirtsiefer (Ztr.). Die heutige Regierungserklärung wird etwa zwanzig Minuten in Anspruch nehmen, worauf eine einstündige Pause eintritt. Alsdann soll sofort die Besprechung der Regierungserklärung beginnen. Am Freitag soll bereits die Abstimmung über die Regierungsanträge stattfinden. Erklärungen der Rechtsparteien besagen, daß sie alle verfassungsmäßigen Mittel anwenden werden
Gegenüber den Erwachsenen haben die Ju- (tenblidien beider Geschlechter von jeher eine geringere Selbstmordneigung gezeigt, was wohl hauptsächlich damit zusammenhängt, daß sie dem Existenzkampf des Lebens entrückt, sorgloser und heiterer dahinleben können. Auf eine Million Personen im Alter von zehn bis fünfzehn Iah. ren kommen nur zwanzig, int Alter von achtzehn vis zwanzig Jahren hunderteinunddreißig, von Iiebzig bis achtzig Jahren dagegen fünfhundert- zweiundzwanzig, über achtzig gar sechshundert' zwetundsechzig Selbstmörder. Nach einer anderen Statistik, die sich auf alle Altersstufen erstreckt, treffen auf eine Million Einwohner int Deutschen Reich hundertsiebenundfünfzig Selbst- morder. Früher hielt man äußere Umstände ausschließlich für die letzte Ursache des Selbstmorde. An das Vorhandensein einer sogenannten angeborenen beziehungsweise vererbten Veranlagung, einer teilweisen geistigen Minderwertigkeit, eines Grenzzustandes zwischen dem normalen Verhalten und dem bei ausgesprochenen Geisteskranken dachte man in der damaligen Zeit noch nicht. Als Hauptursache für die Schülerselbst. Morde wurde daher die Ueberbürdung in den Schulen angesehen, welche jene nervös überreizte GemütSstimmung erzeuge, die ihrerseits die Prädisposition zum Selbstmord schaffe und bei irgend welchem äußeren Anlaß zur Ent- ladung komme. Man berücksichtigte damals noch nicht, daß meist krankhaft veranlagte, jedenfalls von der Norm abweichende Individuen zum
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dazu übergegangen, im Auslande Stü h -!S i. s.... ...... „
puukte zu suchen. Wenn es also verboten ist,-das Ermächtigungsgesetz für gedeckt die neuesten Errungenschaften der Flugtechnik - - 'nam 11 g ung s g e, e? für geoeai. tn Deutschland zu verwerten, so wird man dies eben in diesen ausländischen Stützpunkten tun.
Die Betreffenden ziehen sich von den Spielen zurück oder sind unverträglich, hängen Grübe, leien mach, lügen gerne usw. Die Zustände der abnormen Serxualempfindung trifft man int schulpflichtigen Alter seltener. Wichtiger dagegen ist die konstitutionelle Neurasthenie (Nervenschwäche), deren Vertreter oft hochgradig lei. stungsfähig sein können, in der Ausübung ihrer Tätigkeit aber durch leichte Ermüdbarkeit, Mangel an Selbstvertrauen und V e r st i m. mungszustände stark beeinträchtigt werden, sic sind sich meist ihre krankhaften Veranlagung wohl bewußt, machen sich zuweilen S e l b st v o r. würfe, zeigen unerträgliches Wesen und werden oft von Zwangsvorstellungen und Zwangs- impulsen beherrscht. — Weit ernster als die kon- iltutionelle Neurasthenie ist das Zwangsirrefein aufzufasten. Der im übrigen mit gutem Gedächt- ms und normaler Auffassung ausgestattete Kranke wird zeitweise von einem lebhaften Angstaffekt befallen, der nach irgend einer Richtung hin spezialisiert ist. Eine besondere Rolle spielen hier die Platzangst, die Angst vor dem Aufenthalt in engbegrenzten Räumen, krankhaft« Furcht vor Männern oder Frauen, Eisenbahn- urcht und ähnliche krankhafte Erscheinungen.
hegten die bestimmte Hoffnung, daß die im Londoner Ultimatum der deutschen Luftfahrt auferlegten Fesseln zerschlagen, daS heißt, die sogenannten Begriffsbestimmungen für die deutsche Luftfahrt zum mindesten gemildert werden müßten. Und auch gestern ist beim Haushaltsplan für das Reichsver- kehrsministertum wieder von den Abgeordneten vom Staate die energischste Förderung und der Ausbau des Flugverkehrs verlangt worden.
Längst hatte sich sogar, so schreibt ein Der- liner Blatt zu diesem brennenden Problem, bei den zivilen Luftverkehrsgesellschaften in Frankreich und England die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß die Begriffsbestimmungen überflüssig und dem internationalen Luftverkehr sogar schädlich seien. Daß sie überflüssig sind, geht schon daraus hervor, daß Deutschland, selbst wenn eS unbegrenzte ' s' ,'heit im Bau von Flugzeugen hätte, schon kraft der allgemeinen Versailler Verttagsbestim- mungen niemals eine brauchbare Fliegerwaffe schaffen könnte. Wenn man int einzelnen noch bedenkt, daß der Luftkrieg in ter Zukunft gerade in den ersten Tagen eine entscheidende Rolle spielen dürfte, so ist es ohne weiteres klar, daß Deutschland in dieser Beziehung vollkommen ausscheiden müßte, da sich eine Fliegertruppe nicht sozusagen aus der Erde stampfen läßt. Jeder einzelne Militärfachmann, auch tn den Ententeländern, sieht auch ein, daß die Begriffsbestimmungen, die dem deutschen Luftverkehr jede Möglichkeit einer weitergehenden Entfaltung nehmen, längst hätten abgebaut werten müssen. Trotz aller für die Aushebung der Begriffsbestimmungen, sprechende Gründe besteht leider im Augenblick keine Aussicht, daß diese Bestimmungen auch nur in einem dem deutschen Standpunkt Rechnung tragenden Sinne geändert, geschweige denn ausgehoben werden sollen. Wohl haben, wie aus inoffiziellem Wege bekannt geworden ist, England und Frankreich in der Botschafter- > konferenz einige Milderungen der Begriffsbestimmungen beschlossen, doch sind diese . Milderungen für Deutschland völlig unzu- ■ reichend. Das ganze Problem ist nun in ein akutes Stadium insofern getreten, als Frank- reich den Wunsch geäußert hat, innerhalb des, Handelsabkommens mit Deutschland auch über Luftverkehrsfragen zu einer Einigung zu kommen.
Der totfranfe Frank.
Wie Elemente! das FinanzchaoS meistern will. (Eigene Drahtmeldu^)
Paris, 18. Februqr.
In der gestrigen Sammersttzung wurde der Abg. Dubois, der die Stabtlifterung der Währung forderte, von Finanzminister Cle- mentet unterbrochen, der erklärte, die Regierung könne die Stabilisierung nicht vornehmen, solange sie nicht über den Verlauf der Ber- Handlungen mit den A»liierten im klaren sei. Frankreich müsse inzwischen aber der tatsächlichen Stabilisterung entgegensehen, nämlich einer Stabilisterung tm Sinne einer Hausse des Franken. ES dürfe nicht in der Welt der Eindruck erweckt werden, als ob man es zum Bankerott kommen lasse. Ein anderer Redner meinte, Herriot habe gestern den 58er- uch gemacht, das Bertrauen wiederherzustellen, >ies fei ihm aber nicht gelungen. Es sind noch fünfundzwanzig Redner eingeschrieben.
Wie wir hören, hat die Reichsregieruug den o rutsch en Gesandten in Bukarest nach Berlin berufen, um über die Maßnahmen, die die rumänische Regierung gegen deutsche Staatsbürger ergriffen hat, zu berichten. Das Vorgehen der rumänischen Regierung scheint die letzten Möglichkeiten einer Verständigung vereitelt zu haben. Offiziell liegen der R-ichsre- O^krung zur Stunde noch keine bestätigenden Mitteilungen über den Umfang ter rumänischen Repressalien vor- Wiener Blätter mcl- den jedoch heute früh aus Belgrad, daß jeder Zug aus Bukarest neue flüchtige deutsche Familien bringt. (S. a. Berichte 2. S-) Einem Budapester Blatt zufolge hat ein rumänischer Regierungsbeschluß die Sequestie- rung der deutschen Vermögen in Rumänien vom 23. Februar ab angeordnet. A u B g e m i e- fen waren bis Dienstag 126 Reichsdeut- f ch e mit Familien, die nur das allernötigstc bare Geld mitnehmen durften.
lieber der Reichsdenkschrift ist ter Kampf entbrannt. Die Linksfarteiler machen ter Regierung den Vorwurf einer leichtfertigen Gutgläubigkeit. Die Demokraten wollen genaue Anlaben darüber verlangen, welche Verwen- >ung eigentlich die Rhein- und Ruhrabgabe gefunden hat, welche Mehrleistung von der Arbeiterschaft des Ruhrgebiets ohne Mehrbezahlung vollbracht worden ist und auf welchem Wege ter Kredit von 44,8 Millionen Goldmark abgeteckt worden ist. Die Sozialdemokra- 1 e n wollen außer einer Erklärung auch die Ein- etzung eines Unterfuchungsausschus- es verlangen. In Regierungskreisen betont man dagegen, daß eine sehr gründliche Revision der einzelnen Posten vorgenommen worden sei. In dem Schreiben des verstorbenen Großindustriellen Stinnes an den damaligen Reichskanzler Dr. Stresemann, der eine Beschleunigung der Verhandlungen fordert, da sonst
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Die baldige Abänderung der Begriffsbesti mungen ist notwendig im Hinblick auf die $i bereitung der gewaltigen internationalen 8ufl* Verkehrspläne, die in diesem Frühjahr bereits in die Tat umgesetzt werden sollen. Die Abänderung der Bestimmungen hätte schon spätestens am 1. April des vergangenen Jahres erfolgen müssen; denn die Bestimmungen des Londoner Ultimatums besagen ausdrücklich, daß alle zwei Jahre diese Bestimmungen entsprechend dem technischen Fortschritt abge- ändert werden müssen. Wenn man nun nach den Gründen, warum Frankreich sich gegen eine Milderung der Begriffsbestimmungen sträubt, forscht, so ergibt sich ohne weiteres, daß es sich hier um keine militärischen, sondern einfach um handelspolitische Bedenken handelt. Ein französischer Fachmann hat uns nämlich verraten: ,Hn diesem Jahre haben die französischen Flugzeuge noch einen Vorsprung vor Deutschland, vor allem die französische Industrie. Wenn aber auf daS Drängen einer anderen Macht die Begriffsbestimmungen
gemildert werden, bann können wir dahin kommen, daß die deutschen Flugzeuge auf dem Weltmarkt als konkurrenzfähig auf» treten.
Die Folge deS französtfchen Standpunktes ist jetzt die Tatsache, daß ein richtiger internationaler Luftverkehr entsprechend den Fortschritten der Flugtechnik nicht möglich ist, da Deutschland einfach in der Mitte von Europa liegt. Ob nun Frankreich fein Ziel der Niederhaltung der deutschen Flugindustrie erreicht ,ist aber mehr als fraglich. Denn un« jtre bedeutendsten Flugzeugwerke sind längst
Heraus mit dem Berichti
Heute dem Botschafterrat überreicht.
(Eigener ‘^••sbtbmcb!)
Genf, 18. Februar.
Halbamtlich wird aus Paris gemeldet, daß wahrscheinlich schon heute der Botschafterrat zu dem Gutachten und zu dem Schluß bericht der Militärkommisston Stellung nehmen wird. In »reisen des französischen Militärs herrscht unverkennbare Besorgnis über den Inhalt des SchlutzberichtS. Rach Ueberreichung des Berichts an die Alliierten wird Reichskanzler Dr. Luther nochmals öftentlich fordern, daß der Bericht der »ontrollkommisfion veröf- fentlicht wird, um von der deutschen Regierung geprüft und widerlegt zu werden.
FiettneeS Giegesfadtt.
England begrüßt das Wnnterschiff.
(Telegraphische Meldung.)
London, 18. Februar.
D« Reise des Motorschifles „Buckau", das gestern Abend im Hafen von Grangemouth angenommen ist, wird als glänzende Leistung angesehen. Ei« englisches Blatt spricht von einem iranmtischen und moralischen Ereignis. Tauende von Zuschauern, darunter zahlreiche Matrosen der Marine wohnten m.t zrotzem Interesse und stummer Bewunderung dem Einlaufen des Schisses bei
Die „Buckau" wird zur Besichtigung freige= geben werden. Auch wird sie dem Publikum zu Fahrten im Firth of Forth zur Verfügung testen. Ein Mttglied der Besatzung erklärte, di-: Rotoren hätten ausgezeichnet gearbeitet. Das Schiff habe nichtsostarkgerolltwie ein Segelschiff. Flettner habe geäußert: Die Probe sei hart gewesen, aber das Schiff habe sich über alle Erwartungen gut gehalten.