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Kaffckr Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Mittwoch, 18. Februar 1925.

Änäeigeru)teife:l$tntieimtfd)ei3eict)äft8atiwgen-Seile

Sie etanelei iKeuefteu Nachrichle« ertdietnen wöcheniltck ied)8tnai uadjmiuagB. Der Aliounemenisvreis beträgt für Den Monat 2. Mk- bet tretet Suftettunn

.vone m der vtiefcbättBftelle tftgebolt t.Hdlltt. Durchdte Poft monailtck 2.>X>Mk. aueftblieiditb SufteUungBgebübt. Verlag und Redaktion Stbladtthotftrafte 28/3if. iVernfuredier toi und 952. ftür unverlangt eingefandte Beitrüge kann die Re­daktion eine Berantwortuna oder toeroäbr in keinem ftalle übernehmen. Rück» labluna des Beeugsgeldes oder Anfvrilcke wegen etwaiger nickt ordnungsmümger '/teferunö 'ft anSaefdtloffen Pofifckerkkonto Frankfurt a. Main Rümmer 63HU

Nun» 41. Einzelnummer 10Pf., Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf. 15- Ic^rgaNg

Chamberlains Politik der Geheimnisse

Denkzettel zu verabreichen.

R i e d n e r

Macdonald wird überstimmt.

Wenn die Bestimmungen des

Berlin, 17. Februar.

,.Z- »äss «g

feine frühere Höchstleistung überholen

niffe einer der beiden

3u neuer Blüte empor!

Englisch-deutsche Glückwünsche in Hamburg.

(Eigene Drahtmeldung.)

Hamburg, 17. Februar.

Ein gewagtes Spiel.

Marr' Kabinett tritt von den Landtag.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 17. Februar.

Der preußische Ministerpräsident Marr wird am Mittwoch mit seinem neugebildrten Kabinett vor den Landtag hintreten und ab­warten, ob die Opposition einen Mißtrauensan- trag einbringe» wird oder nicht. Marx besitzt .orläufig weder eine Zusage von der Deutschen Bollspartei noch der Wirtschaftspartei und der anderen außerhalb der bisherigen Koalition ste­henden Gruppen. Wie wir weiter erfahren, will Ministerpräsident Marr die Berhandlungen mit den außerhalb der Regierung stehenden Gruppen weiterführen und sein Ministe­rium im geeigneten Augenblick abändern.

zahlungen entsprechend den Bestimmuigen der 2. Stcuernotverordnung belassen wird Hm künftigen Einkommensteuergesetz sollen Wirtschaftsjahre, die vom Kalenderjahr abweichen, auch in Zukunft zugelasjen sein. N e u ist dagegen, daß der dem Paragraph 18 des Körperschastssteuergesetzes zugrunde liegens- danke, möglichst enge Spannung zwycheu dem maßgebenden Stichtag und dem Zeitpunkt der tatsächlichen Veranlagung, auch aus die Ein- kommensteuerpslichtigen übertragen wird. Nach dem Entwurf sollen alle Steuerpflich­tigen, gleichviel, ob es sich um physische Per­sonen oder um Erwerbsgesellschaften handelt, wenn sie ihr Wirtschaftsjahr in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres abschließen, nach Ablauf der ersten Hälfte des Kalenderjahres, wenn sie ihr Wirtschaftsjahr in der »weiten Hälfte des Kalenderjahres abschließen, noch Ablauf dtefcs Kalenderjahres veranlagt werden.

Balbwino GHutzgefetz.

Macdonald r- Lloyd George als Gegner.

(Privat-Telegramm.)

London, 17. Februar.

Das Steuerbukett.

Industrie, Landwirtschaft und Angestellte.

Bei den zur Zeit dem Reichsrat vorliegenden sieben neuen Steuergesetzen schlägt der Entwurf eines Gesetzes zur Ueverleitung der Einkommensteuer und Körperschafissteuer in das regelmäßige Veranlagungsversahren für das Jahr 1925 ein vereinfachtes Verfahren tn der Weise vor, daß es grundsätzlich bei den Ein­kommen- und Körperschastssteuer-V o r a u s -

Eie schweigen sich au«.

Chamberlains Taktik im Unterhaus.

(Etgene> s.-.btbi richt >

London, 17. Februar.

Deshalb verlangt der D mische GewerkschastZ- bund, daß die gegenwärtige durch und durch un­soziale Regelung so schnell wie möglich beseitigt wird.

Ruhrentschädigung dem Reichstag überreicht, die nunmehr die parlamentartsche Lage veyerr- schen wird. Die Denkschrift besagt, daß die tent« schädigungszahlungcn nicht nur den großen Im dustriegruppen des Ruhrgebiet«, sondern auch einer Anzahl kleinster Gewerbegrup­pen zugute gekommen find. Werter wird dre Vcrpflickrung des Reiches zur Rückzahlung der der Ruhrindustrie durch die Micumverträge entstandenen Unkosten als unbestreitbar begrün­det. Was die Frage einer Verletzung der B u d g e t r e ch t e des Reichstages betrifft, steht

Rudrkrakedl im Reichstag.

Luther, Strefemann werden sich verantworten. (Eigener Informationsdienst.)

Moderne Kopfjäger.

Für die Kugel derTscheka" reif.

sm» Tobest«Ile für Friseur Rausck. Der Faügsckub im dunklen Hausllnr. Wie Stiu- ucs und^orstg erledigt werbeu soM««. - Die schwarze Liste für Siiddeuticklaud.

Leipzig, 17. Februar.

K-c den.

Unter den Aenderungen ist noch hecvorzu- bebtn, daß kür kleinere Gcwerveirei- bVn d e einschließlich für Handwerker, deren Ge­samteinkommen im Kaleicherjahr 1025 voraus sichtlich den Betrag von achttausend Mark nicht übersteigen wird, die Finanzämter nach hem mutmaßlichen Einkommen des wahres 1925 dre Vorauszahlungen festsetzen können Eine wich tige Aendeiung ist serner beim Steue rav- zug vom Arbeitslohn vorgesehenmso- fern als, um den kinderreichen Familien enigegenzukommen. sich der Steuersatz jur das vierte und icdes weitere minderiahrige Kmd um ie zwei v. H ermäßigt. Künftig wird ifto ein Steuerzahler mit vier Kindern ^ker lbisher fünf) v. H.. mit fünf Kindern zwei (vier) v. h. und mit sechs Kindern Null (bisher drel) v. H.

Macdonald erklärte gestern im Unterhaus zum Jndustrieschutzgesetz: Der wirklicye Grund weshalb lerne Vorlage erngebracht werden solle und nur ein Weißbuch unterbreitet werde, sei, patz das Weißbuch eine Gelegenheit sur den Be­ginn einer Politik biete, die eine reine Schutz­zollpolitik sei. Macdonald fragte, welche Lage gemäß den Regierungsvorschlage» e»ntre- ten wurde, wenn eine Schwankung in der deutschen Währung stattfinde oder wenn die deutschen Wechselkurse wieder stürzen sollten. Premierminister Baldwin erwiderte, die Konftr- vativen würden keinen Schutzzoll einsühren. Sie beabsichtigen, ihr Versprechen dem Buchstaben und dem Geiste nach auszufubren. Zur Frage des Jndustürieschutzgesetzes erklärte L l o y d G e- orge angeblich sollten diese Vorschläge nur auf anormale Verhältnifie Anwendung finden Gerade jetzt, wo sich der Handel allmählich erhole, schaffe die Regierung ein neues Element der Ungewißheit, aus welchem Grunde? Vor dem Kriege sei der deutsche Wettbewerb gerne- sen. Augenblicklich aber importiere Deutschland nur ein Drittel bis ein Viertel dessen nach Eng- land, was es vor dem Kriege gesandt habe Sämtliche Handelszweige wurden durch dieses Vorgehen schwer leiden. Das Motiv für diele Vorschläge fei rein politischer Art.

Auch in der Landwirtschaft sind der­artige Unterscheidungen vorgesehen. Die Ver­anlagung der Landwirtschaft zur Einkommen- iteuer nach Wirtschastsjahren legt es na$e ne Landwirtschaft auch bei der Umsatzsteuer -unftig nach Wirischastsiahren zu veranlagen. Tie Vorschriften über die Vorauszahlim^-n au Einkommensteuer und KorpeMastssteuer sind worden^'D^ese^Vorauszahlungen so«en bis U

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laaung sortgezahlt werden. Bei Landwirten a.so etwa bis zum Spätherbst 1925, bei dennach dem Kalenderjahr veranlagten etwa bis zum Früh zahr 1926. Künftig sollen nur drei £or.af, zahlungstermine gelten und zwar der15. bebiuat, der 15. Mai und 15 November Der 15 August soll aussallen mit Rücksicht aus dre Erntezeit in der Landwirtschaft. Dabei soll die Novemberrate die Halste und bw Februar- uno Mai-Rate der Vorauszahlungen je em Vier­tel des Gesamtbetrages betragen. Von den aber zweitausend Mark vierteljährlich^ hinausgehen- den Uebersckußbeträgen sollen nicht gleich zwan­zig vH, sondern bis zur Höhe von viertausend Mark vierteljährlich fünfzehn v. H. erhooen

Scharfe« Widerstand von recht»,

Berlin, 17. Februar. (Privattelegramm.) Die Sozialdemokraten erklärten gestern in einem Schreiben an Marx unter anderem, siekonnten die deutsche Volkspartei weder als christlich noch als national anerkennen und schweren Herzens angesichts des Gedankens der Volksgemeini Aist billigten sie das Verbleiben Severmgs als In­nenminister. Die Deuts ch n a 11 o n a I e n sind

entschlossen, gegen die neue Regierung oder zum mindesten gegen den Innenminister severing einen Mitztrauensantrag einzubrliigen. Ein Preußenkabinett ohne die Rechtsparteien werde auf den entschlossenen Widerstand der deutschnationalen Fraktion stoßen

Im Unterhaus erwiderte gestern C h a m - b c r l a i n auf die Frage, wann der e n d g u l - 'tige Bericht der interalliierten Kontrollkom­mission der deutschen Regierung überreicht wer­de, solange der Bericht noch nicht geprüft wor­den sei, würde es für ihn nicht angängig sem, irgendeine Erklärung hinfichtlich seiner Veros- entlichung und weiterer Maßnahmen abzuge- )en. Baldwin erwiderte aus eine Frage hin- ichtlich der B e r z ö g e r u n g des Berichts. Aus kragen über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund erwiderte Chamberlain, daß er in der deutschen Note vom 12. Dezember in keiner Weise eine Feststellung von Bedingun­gen erblicken könne, unter denen Deutschland be- reit sein würde, die Mitgliedschaft des Völker­bundes zu erwerben, sondern lediglich eine Formulierung von Einwänden, daß bei einer vorbehaltlosen Mitgliedschaft Deutsch­land Verpflichtungen auferlegt würden, die Deutschland bedenklich erscheinen.

man in den Regierungskreisen auf dem Stand­punkt, daß das Reichskabinett aus Grund seiner außerordentlichen Vollmachten sehr wohl »m- tande war, die dringlich gewordenen Zahlun- ,en an die Industrie zu leisten. Soweit man (hon jetzt die parlamentarische Situation Über­ehen kann, werden die Rechtsparteien und em Teil des Zentrums die Haltung der Reichs- regierung billigen. Die Demokraten werden fragen, woher der damalige Reichskanz­ler Dr. Stresemann und der damalige Rcichsfinanzminister Dr. Luther das Recht für sich in Anspruch nahmen, hinter demi Rücken des R e i ch 8 t a g e s ein Sonder- a b k o m m e n mit den Wirtschastsverbänden ab­zuschließen. Außerdem hätte die Regierung dar­auf bestehen muffen, daß die während der Zeit des passiven Widerstandes an die Industrie ge- zahlten Unterstützungsgelder bei den Entschädi­gungen verrechnet werden mußten. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Reichskanzler Dr. Lu­ther persönlich in die Debatte eingrelsen wird.

London, 17. Februar. (Eigene Drahttnel- dun«) Der Präsident des Handelsamtes er­klärte gestern im Unterhaus zum Jndustrieschutz- gesetz: Durch Auferlegung allgemeine r A b- gaben sei man imstande, Verträge durch Meistbegünstigungs - Klauseln, zu chließen und durchzufuhren. Anders ließe sich die Behandlung als meistbegünstigte Nation mit dem Recht zum Schutze i^r eigenen Industrie nicht vereinigen. Der Arbeiterführer Snow- d e n schloß seine Rede mit der Bemerkung, die Vorschläge der Regierung seien wertlo8 und lächerlich und Würden nur dazu fuhren, die Lage zu verschlimmern. Hierauf wurde de Antrag Macdonald zum Jndustneschutz gesetzt mit 335 gegen 146 Stimmen abgelehnt.

werde zum gegenseitigen Vorteil beider Länder. Bürgermeister Dr. Petersen würdigte tue Verdienste, die der großbritannische Botschafter in Bezug aus den Ausbau der deutsch-englischen Handelsbeziehungen sich erworben habe. Dann überbrachte der Präsident der Hamburger Handelskammer deren Glückwünsche. Englgnv habe, so schloß der Redner, dasselbe Interesse wie Deutschland, daß das Mißtrauen überall verschwinden werdx.

Ich hatte nie die Absicht, Rausch »u toten. De- B a l l B o r s i g war während der Verhand­lungen im Meiallarbeiterstreik abgeblcrsen wor- den. Wir beschlossen, Rausch in Berlin- Süd end zu erledigen. Unterwegs kamen mit Bedenken, ob ich Rausch in der dunklen Straße nur so verwunden könnte, daß er einen Denkzet­tel habe. Deshalb fuhren wir nach LichlHr- selde - Qst, dann aber nach Südende ztmzck. An einem Haus in der Parkstraße veranlaßte ich Rausch ein Namensschild zu entziffern. Präsi­dent Riedner: Taten Sie das nicht, um Rausch in gebückter Stellung zu erschießen? Neumann: Nein, ich hatte dort nicht die Ab- sicht. Dann gingen wir ins Cass .National", erst wellten wir ihn in der Toilette erledigen, das war aber nicht möglich. Wir hüben darauf mehrere Flaschen Sekt getrunken. Dann sind wir nach Hause gegangen und haben unter­wegs besprochen, ob man Rausch nicht in seiner Wohnung erledigen könnte. Ich übergab Marnies meine Papiere, Szon besorgte ein Auto zur Flucht, Poege ging nach der Wohnung Rauschs und ich stellte mich im dunklen Hausflur auf. Nach zwanzig Minuten War­tens kam Rausch, als er etwa zwei Schritt vor mir stand, schoß ich aus ihn. Präsident ____: Nach zwei Monaten und zehn Tagen ist Rausch im Lazarus-KrankenhauS gestorben Neumann führt weiter aus, daß er eine Prämie, die ihmHellmut" angeboten

In den letzten Vernehmungen im Leip- zia erT sch e k ap r o z e ß" wurde in die Er- mordung des als Spitzel vei^ächtigen Fri­seurs Rausch hineingeleuchtet. Der Angeklagte I Reumann sagt aus: <sn einer B e r l i n e r Speisewirtschast wurde ich mit Rausch , zusammengebracht. Ich sagte ihm zu, daßi iq versuchen würde, ihn in der Nachrichtenstelle 1 unterzubringen. Rausch sagie dann, er müsse der ' Abteilung la der Polizei auch Tatsachenmaterial ' über die K. P. D. bringen. Es wäre ihm des- halb lieb, wenn wir ihm einige Sprengstoff, laaer verrieten. Er müsse mit der Polizei auch nach Hannover und Zella-Mehlis fahren. So kennte ich tatsächlich seststellen, daß es sich bet Rausch um einen Spitzel handelte. Nun habe icy den Entschluß gefaßt, Rausch einen

Der blaue »rief.

Polizeipräsident Richter in der Wüste.

Berlin, 17. Februar

Polizeipräsident R i cb t e r ist in den einstwei­len R u h r st a n d versetzt worden. Ein Berli- Blatt weist da.aushin, daß Polizeipräsident ^Richter schon seit drei Wogen beim Landge-

zu fohlen haben.

Ter Deutsche Gewerkschostsbund Hal einen dringenden Antrag auf Umgesialt u n g ver " o b nsi e u e r g e s e tz e wie folgt begründet: Die Notwendigkeit einet beachtlichen Minderung der Lohnstcucr ergibt (ich zunächst aus der Tat­sache ihrer offenkundigen Ueberstelgerung Trczu kommt, daß die Lohnsteuerpslichtigen auch noch einen Teil der anderen Elnkonrmensteuei, zwei­fellos auch der Köwerschastssteuer, mfttragen müssen und zwar aus dem Wege über i>ie er - b ö b t e n Preise. Sowohl aus Gründen steuerlicher Gerechtigkeit wie auch aus polttiichcr Kluadeil muß daiür gesorgt werden, das m Zu­kunft ein Lastenausgleich durch mögliche Niedrig­st^,ung der direkten Steuerlast der Lohnsteuer- vflichtiaen erfolgt Umsatzsteuer, Hauszinssteuer, das aauze Wohnungselend der minder bemittel­ten Volksschichten wirken außerdem verschärft au, den kinderreichen Haushalt und zwar um­so mehr je größer dieser ist, je mehr Untet^ stützungsberechtigte vom Arbeitseinkommen des F amilienvorstandeS zu leben gezwungen sind.

habe, entrüstet abgelehnt habe.

Neumann äußerte sich zunächst über den Auftrag StinncS zuerledigen".

Sünnes sollte im Esplanade-Hotel be- obachtet werden, aber auch nach Mühlheim sollte jemand zu seiner Beobachtung geschickt weiden. Zu diesem Zweck seien falsche Ausweise mit französischen Visum besorgt worden. Der Plan wurde aber nicht weiter verfolgt, weil Hellmuth Ende Dezember dem Angeklagten die Weisung gab, zunächst denGroßindustriel. len Borsig zu erledigen. Durch diese Tat sollte im Anschluß an den Berliner Metall, ar Heiterstreik der Kamvswille der Arbeiter­schaft gestärkt werden. Auch dieser Plan wurde aber nicht weiter verfolgt, da er dann mit der Erledigung szweier Spitzel beauftragt worden sei, der eine sei Rausch gewesen, der andere eine Stenotypistin Fräulein Zehnpfund. Der Angeklagte Neumann führte weiter aus: Er habe im Januar von Hellmuth den Auftrag be­kommen,

einige Spitzel in Süd-Deutschland

zu erledigen. Er setzte sich darauf mit dem m i - kitärischen Oberleiter des Bezirks Wollenberg in Verbindung. Dann habe er, Neu» mann, erfahren, daß in Zella Mehlis ein ge­wisser Grenz einige tausend D-ollar un­terschlagen habe, die für W a f f e n k ä u s e bestimmt waren. Er begab sich sofort nach Zella Mehlis, um Grenz zu erledigen, erfuhr aber, daß Grenz verschwunden und auch nur schwer zu ermitteln fein werde. Bei der weiteren Ver- nebmung bekundete der Angeklagte Neumann, daß auch in Frankfurt a. M. ein Kriminal, oberwacht meist er und der württemiber. gische Innenminister Bolz wegen ihrer Komm'"-iltenfeindlichkeit getötet werben sollten.

Bei der Einweihungsfeier der b r i 11 sch e u Handelskorporation wies der Botschaf­ter Lord d'Abernon darauf hin, daß der gewaltige Fortschritt Deutschlands haupt­sächlich dem Mut, der Entschlossenheit und dem Geschick zweier Männer zu danken set, dem ge­genwärtigen Reichskanzler Dr. Luther und dem Reichsbankpräfldenten D r. S ch a ch t. Lord d'Abernon betonte dann, daß m den kurzfrt- stigen Krediten eine gewisse Gefahr liege, denn möglicherweise würde der Zeitpunkt, wenn das Ausland eine Rückzahlung verlange, mit der Zeit zusammenfallen, in der die s ch w e r e n Zahlungen des Dawesplanes begin­nen. Vom deutschen Standpunkt aus betrachtet wäre cs das Beste, wenn der erforderliche Ka­pitalbedarf aus einheimischen Quellen gedeckt werden könnte. Den deutsch-englischen Wettbewerb dürften keine überflüssigen Hinder- Zusammenarbeit in der Produktion Länder in den Weg gelegt werden .v _______... :.3 deutsch-englischen

Handelsvertrages auf beiden Seiten loyal durchgeführt würden, so werde seiner