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32. Einzelnummer 10 Pf Sonntags 15 Pf

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(Sottttit(i6ciib, 7* Februar 1925. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Ps 15. IahrAau

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Luther geht nach Köln und Svdheutschlavd.

Stoatund Kaufmann.

Finanzskandale und Wirtschaftspolitik.

Von

Von Dr. W. M. Frhr. von Vissing.

Ohne ihnen grundsätzlich beizupflichten, geben wir den folgenden beachtenswerten Erörterun- gsn des bekannten Wirtschastspolitikers Raum: Die Bestechungsassärender letzten Wochen haben erneut die Frage aufgeworfen, in wieweit der Staat in der Lage ist, als Wittschaftsper- son aufzutreten. Auch vor 1918 leitete der Preu­ßische Staat in Gestalt der preußischen Staats­bahnen das größte Verkehrsunternehmen der Welt. Die Eisenbahn war vor dem Kriege das Rückgrat der preußischen Finanzen und die Verwaltung und Betriebsführung mustergültig. Unter dem Druck der Inflation wurden die staatlichen Betriebe zu Zuschuß­unternehmungen, und so entstand die Forderung, die staatlichen Betriebe müßten nicht verwaltungstechnisch, sondern kauf­männisch organisiert werden. Zur kaufmän­nischen Verwaltung retchseigener Unternehmun­gen gehört es nun zweifellos, daß Gelder nicht zinslos liegen bleiben, sondern gewinnbringend verwandt werden, und so ist in diesem Bestreben die Quelle der Korruptionsskandale der letzten Wochen zu sehen. Staatliche Behörden, auch wenn man ihnen einen kaufmännischen Anstrich gegeben hat, können nicht im wahren Sinne des Wortes kaufmännisch verfahren. Der Staat muß, weil er als Staat unparteiisch fein muß, in seinen Handlungen von der Fiktion ausgehen, daß alle seine Bürger vor dem Ge­setze gleich wären. Gwrz entgegengesetzt handelt der Kaufmann. Er geht jetzt von dem Gesichtspunkt aus, daß jeder Geschäftsfreund vor allem hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Be­deutung und Persönlichkeit verschieden e i n z u s ch ä tz e n und zu behandeln ist. Daraus ergibt sich, auf der Sette der Staates etwas Starres, Unbewegliches, ja ost Hilfloses bei allem Handeln, in dem der Staat als Wirt- schastssubjekt anftritt: beim Kaufmann dagegen große Beweglichkeit und äußerste An- paffungssähigkcit. Diese geistige Einstellung der staatlichen Organe muß gerade in den augen­blicklichen Zeiten, da in der Wirtschaft alles derartig in Fluß ist, daß keiner heute sagen kann, wie sich das Morgen gestalten wird, den Staat davon zurückhalten, sich auf den gefährlichsten aller Märkte, den Kreditmarkt, zu begeben. Die flüssigen, zur Zeit nicht verwendeten Gel­der der Post brauchten keineswegs zinslos als Giroguthaben bei der Reichsbank liegen zu bleiben. Man hätte sie sehr gut dazu benutzen können, um von der Reichsbank erst­klassige Wechsel anzukaufen. Damit wäre das Bestreben der Reichsbank unterstützt wor- den, einen erheblichen Teil ihres Wechselbestan­des abzustoßen und verfügbare Gelder zur Sen­kung des Zinsfußes an sich zu ziehen. Dieses Ge­schäft wäre durchaus ohne Risiko gewesen.

Die BarmM-Ereignisse baben so in besonders auffälliger Weise die Unfähigkeit des Staates zur rein wirtschaftlichen Gebahrung gezeigt. Aber wenn man auch das Verhalten der staatlichen Institute in diesem Falle verurteilen muß, so soll das nicht bedeuten, daß der Staat der Wirtschaft den Rücken kehren und dem Prin­zip huldigen soll,laifle; faire, laissez aller"'. Der Staat bat die Aufgabe als Hüter des Rechts und der Sicherheit zunächst einmal der Wirtschaft überhaupt die Existenz zu ermög­lichen. Die Kreditverhandlungen mit dem Aus­lände zeigen immer wieder von neuem, wie das Vertrauen des Auslandes in die Sicher­heit des Privateigentums in Deutsch­land keinesfalls sonderlich groß ist Wenn daher das uns so notwendige Vertrauen des Auslandes gewonnen werden soll, so hat der Staat zunächst die große Aufgabe, alle die Maßnahmen zu ergreifen, die zur unbedingten Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ord­nung und Sicherheit erforderlich sind. Das Gemeinwohl wi d, wie uns gerade die letz­ten Jahre am deutlichsten gelehrt haben, am besten durch eine blühende Wirtschaft befördert Hierzu ist aber die freie Initiative des einzelnen Unternehmers, die mit der öichcr- heit des Privateigentums in engem Zusammen­hang steht, unerläßliche Voraussetzung.

So sind die Lehren der letzten Jahre für ein

Eingreifen des Staates in das Getriebe der Wirtschaft wohl dahin zusammenzufaflen, daß er noch mehr als in der Vorkriegszeit für die Sicherheit des wirtschaftlichen Le­bens zu sorgen hat, aber sich gerade jetzt wäh­rend der unsteten und sprunghaften Entwicklung davor buten muß, als selbsthandelndes wirtschaftendes Subjekt aufzutreten.

Reichskanzlers Sendung. Reisen nach Köln und Süddeutschland.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 6. Februar.

Wie bereits berichtet, *irb Reichskanzler Dr. Luther am Montag in Köln eine große hochpolitische Rede halten und nochmals mit allem Nachdruck vor aller Welt betonen, welch schweren Rückschlag es darstellt, wenn neun Monate nach der Londoner Konferenz die Frage der Räumung der nördlichen Rheinlandzone noch vollständig un­gelöst ist. Wenn daher vor dem Konflikt in der Entwaffnungsfrage der Wunsch ausgesprochen worden war, daß eine

Zusammenlegung der Räumung des Ruhr­gebietes mit der der nördlichen Rheinland­zone

erfolgen müsse, so sei es jetzt die höchste Zeit, daß man mit der Lösung des Räumungspro­blems beginnt. In Bezug auf die Sicher­heitenfrage hat es den Anschein, als be­stehe unter den alliierten Regierungen v ö l l i - ge Einigkeit darüber, daß die rheinische Zone in erster Linie dazu berufen fei, die Auf­rechterhaltung des Friedens zu garantieren. Auch dazu wird der Kanzler Stellung nehmen. Der Kanzlerbesuch in Svddeutschland ergibt sich auS dem noch ungelösten Problem der Be- ziehungen zwischen Reich und Länder. Die Verhandlungen auf der Berliner Finanz­minister-Konferenz der Länder haben die großen Gegensätze aufgedeckt, so daß es not­wendiger denn je erscheint, daß der Kanzler sich die größte Mühe gibt, daS Vertrauen zum Reiche in Süddeutschland zu festigen. Die Aus­sprache deS Kanzlers mit den Ministerpräsiden­ten Württembergs und Bayerns fol- den den Anstatt zu einer sich langsam anbah­nenden Verständigung bilden.

«

Luther bei den Botschafter«.

Berlin, 6. Februar. (Privattelegramm.) Der Reichskanzler Hai oestern die Besuche der ausländischen Diplomaten erwi­dert. In der englischen Botschaft verblieb der Kanzler etwa eine Stunde. Auch beim pol­nischen Gesandten sprach Dr. Luther vor.

Nach dem NückttM Brauns.

Das Zentrum an der Reihe.

(Privat-Telegramm)

Berlin, 6. Februar.

Nachdem Ministerpräsident Braun, wie bereits in einem Teil der gestrigen Ausgabe gemeldet, auf die Kabinettsbildung endgül- tig verzichtet hat und die Deutsche Bolkspartei endgültig indirekt eine Unter­stützung der Weimarer Koalition abgelehnt hat, wird das Zentrum für die am Dienstag stattfindende Neuwahl deS Ministerpräsiden­ten einen Kandidaten präsentieren. Die Hoff­nung in Zentrumskreisen, daß die Stimmen bei Wirtschaftspartei einem Ministers, räsi denteu des Zentrums zur Verfügung stehen wer­den, ist bisher ungewiß, zumal sich die Wirt­schaftspartei wiederholt gegen eilte Unterstützung der Weimarer Koalition ausgesprochen hat.

Der in Berlin weilende Kandidat des Zen­trums, Landeshauptmann Dr. Horion, hat sich noch nicht entscheiden können, ob er bereit sein wird, einem Ruf als preußisckier Minister­präsident Folge zu leisten. *

Dickit am Siel

Regierung, Länder und Finanzausgleich.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 6. Februar.

Wie wir erfahren, hängt die Regelung der Aufwertungsfrage jetzt nur noch von der Durchführung des Finanzaus­gleichs zwischen Reich und Ländern ab Ueber den Entwurf der Regierungsvorlage hört man nur soviel, daß das neue Kabinett nicht sehr weit über die früheren Vorschläge der bis­

herigen Regierung Marx-Stresemann hinausgegangen ist. (S. a. 2. S.) Die F i - nanzministerkonferenz in Berlin ar­beitet mit Hochdruck. Die Forderungen auf Rückgabe des Einziehungsrechtes der Einkommen- und Körperschaftssteuer an die Länder werden in der kommenden Wollte das Reickislabinett beschäftigen, dürften jedoch vor­aussichtlich vom Reich ab gelehnt werden.

* * *

Gas Schicksal des Achtstundentages.

Berlin, 6. Februar. (Eigener Informations­dienst.) Ueber die Bereitschaft Deutschlands zur Ratifikation des Washingtoner Ab­kommens über den Achtstundentag erfah­ren wir, daß nach wie vor die Ratifizierung des Abkommens durch Frankreich abgewar­tet wird, ehe die Reichsregierung ihrerseits die Verbindlichkeit dieses Abkommens übernimmt.

Em Nathuftus-Nachspiel.

Die Berufung deS Generals verworfen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Genf, 6. Februar.

Aus Paris wird gemeldet: Die Berufung des Generals von Nathusius gegen das Kriegsgerichtsurteil von Lille ist von der Strafkammer des Kaflationsgerichtshofes zu­rückgewiesen worden. Es bleibt somit da- ben, daß ein deutscher Ehrenmann in Frankreich als Dieb verurteilt wird. Der Gene­ralstaatsanwalt erklärte die Einwände des Ver­teidigers, daß nach französischem Recht v. Ra- rhusius als General nur von Generälen hätte verurteilt werden dürfen, seien nicht stichhaltig, da er sich gegen daS gemeine Recht vergangen habe. Deshalb sei er als ein ein­facher Zivilist behandelt worden, da er ja kein Kriegsgefangener sei. Unter diesen Umstän­den ntttffe die Revision zurückgewiesen werden.

Das ©viel mit dem Feuer.

Griechisch-türkische Unversöhnlichkeit.

Berlin, 6. Februar.

Der türkische Botschafter gibt eine Erklärung aus, wonach die Regierung in Angora beschlossen hat, jede Intervention des Haager Gerichtshofes im Konflikt mit Griechen, land abzulehnen. Auf ihrem Grund und Boden sei die Türkei Herr und bleibe es auch. Der Ministerpräsident erftärte in der National­versammlung, der Mustapha Kemal Pascha beiwohnte, wenn Griechenland eine feindselige Bewegung gegen die Türkei schaffen wollte, so fei diese bereit, mit Waffengewalt auf die Ver­suche Griechenlands zu antworten. Der eng- lische Erzbischof von Canterbury beabsich­tigt, die Frage der Ausweifung des Patriarchen in der nächsten Woch eim Ober hause zur entscheidenden Debatte aufzuwerfen.

Freiwillige unrer den Fahne«.

Athen, 6. Februar. (Funkmeldung.) Meh­rere Offiziere haben eine Bewegung eingeleitet, um eine Freiwilligenarmee zu bilden, die die Türken an der thrazischeu Grenze angrei­fen soll. Die Grotzkaujleute haben hohe Sum­men zur Verfügung gestellt. Die Führer der Bewegung haben ein kriegerisches Mani- fest an die Bevölkerung gerichtet.

Die Entente greift ei».

London, 6. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einer Meldung aus Athen haben Frank­reich, England und Italien in der Frage des Patriarchen einen Vermittlungsvor­schlag in dem Sinne unternommen, daß zur Wahl eines neuen Patriarchen ge­schritten werden soll. Die Türkei hat sich zu verpflichten, diesen neuen Patriarchen nicht auszuweisen. Ferner darf die Türkei keine weiteren Ausweisungen von Mitgliedern beteiligen Synaode vornehmen.

Sin hartnäckiger Gegner.

Wie man uns verkennt.

Ein Dialog im Pariser Cafe.

Der gutgläubige Michel. Weil wir de» »lieg erklärte« Bismarck und die «tümver. Der Schein iit alles, Wahr­heit nichts. Das Rtistirngsmärche«.

Paris, 1. Februar.

Das Pariser Cafshaus hat den politische» Talon ersetzt. Der Mann, mit dem ich am run« den Marmortischchen bei schwarzem Kaisee und goldblonden Kaguak plaudere, ist ein Journalist, dessen Gedanken täglich von dreimalhundertiau- send Franzosen eingesogen werden. Ein gut­artiger Mensch mit boshafter Feder. Er plau­dert gern mit deutschen Berussgenossen Ich mache ihm Vorwürfe.

«Weshalb säen Sie täglich Mißtrauen gegen uns? Sie sind in Deutschland gewesen und wissen doch wahrhaftig, daß Deutschland nicht an einen Krieg gegen Frankreich denken kann. Sie wissen auch genau, daß wir nicht die Haupt­schuldigen, sicher nicht die Alleinichuldigen, im liefftcn Grunde überhaupt nicht die am Welt­kriege Schuldigen gewesen sind/ Er lacht, trinkt einen Kognak und erwidert:

Ihr Deutsche seid und bleckt doch naive Menschenkinder Wißt ihr. wie ihr mir vor- kommt 8 Wie Spieler die sich an den Spieltisch setzen, ohne die Regeln des Spiels zu kennen. Glaubt ihr denn im Ernst, daß man euch einen moralischen Vorwurf machen will, wenn man von eurer Kriegsschuld spricht, habt ihr noch nicht kapiert, daß die internationale Spielregel gilt: in den Ange» der Welt trägt immer der die Schuld am Kriege, der die erste Kriegserklärung losläst? Anno 1870 waren wir die Dummen, ließen uns von eurem Blkmarck reizen und stießen de Welt mit einer dummen Kriegserklärung vor den Kopf. Wir haben daran schwer getragen. Wir würben iso­liert und geschlagen. Anno 1914 habt ihr uns unsere Dummheit von 1870 nachge­macht. Folge: ihr seid eben auch isoliert und geschlagen'worden." ~

Isoliert 8" werfe ich ein.Wir hatten Bun­desgenossen."' ,

Die euch mehr belastet rls genützt haben. Jedenfalls seid ihr jetzt isoliert. Ihr woll- tet eine Politik machen, die mit eurer gecgra- pbischen Lage nicht im Einklang ist. Auch darin zeigt sich eure Naivität. Seht i'ch die Karte von Europa an. Aus der Zeit, da ich in Berlin wohnte, weiß ich. was ein Berliner Zimmer ist ein zwischen Vorder- und Hinterzimmern eingeklemmter Durchgangsraum. Nun denn, ihr wohnt im Berliner Zimmer son Euro- p a. Bismarck hat das begriffen. Er hafte das Gefühl der geograpyiichen Lage bis in die Fingerspitzen. Nachdem -r uns isoliert ui-d ge* ichlagen hatte, war er vorsichtig und unaugieif- bar. Aber feine Nachfolger den klugen Caprivi nehme ich aus verloren allmählich das Gefühl für die geographische Lage. Sie wurden unvorsichtig, verkrachten sich m«t allen Nachbari' außer dem schwächsten: Oesterreich und weil ihr unvorsichtig wurdet, wurdet ihr angreifbar."Also Sie geben doch zu, daß Sie uns angegriffen haben8"Wie naiv Sie sind. Bei einer "Schlägerei fragt der Rillfte- nicht wer den anderen gereizt, sondern wer zuerst zu- geschlagen hat."

Ich gebe zu, daß unsere Kriegserklärungen unvorsichtige Gebärden waren, aber darf man nach dem Schein urteilen 8*

Der Schein ist in der Politik alleS Euer Bismarck wußte es wohl. Er verstand eS 1870, den Schein gegen uns zu lenken. Ihr «ührt feinen Namen fortwährend tnt Munde, aber Ihr habt gehandelt, als hatte er nie ge­lebt. Und jetzt macht Ihr es gerade so."Wie meinen Sie das 8" Lieber Gott, bei Euch mit6 matt ja wirklich zweifeln: seid Ihr so naiv oder stellt ihr Euch so naiv? Glaubt Ihr beim, daß es bei der Frage Eurer Abrüstung auf das Sein ankommt? Auf den Sch-'in kommt es an und da versteht Ihr wieder mal vortrefflich den bösen Schein gegen Euch zu hab n. So war'S auch bei der R u h r b e s e tz u n g. Eine Lumpe- rei von zweihunderttansend Telegraphenst ingen, die an Euren Lieferungen fehlten Aber der Schein, daß Ihr euren Reparatlonsvervilichtua- gen nicht nachkommen wolltet war dadurch be- giünbet. Und jetzt: ein paar lausige Gewehre, Handgranaten, Zeitfreiwillige, die wahrhaftig int Kriege nichts bedeuten, ein Stahchelmmri.n, der vor Gericht aussagt, bei bei Reichswehr ge­übt zu haben . . .

Was reden Sie da für Unsinn?"Sie schei­nen die deutschen Provinzialprozesse nicht zu kennen. Es ist ja möglich, daß der Stahlbelmmann nur renommiert hat aber der böse Schein ist doch gegen Euch und wenn Ihr glaubt, daß wir ihn nickt gegen Euch au», nützen werden, so seid Ihr eben naiv."

Aber das können Sie doch alles nicht ernst nehmen."

TrendelenburgS schwerer Stand in Paris.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 6. Februar.

In der gestrigen Unterredung zwischen Reynoldi und Trendelenburg schlug letzterer vor, daß der Inhalt des endgültigen Handelsvertrags festgelegt werde, bevor der vor­läufige Modus vivendi abgelaufen fei. Rey­noldi weigerte sich, auf diesen Vorschlag ein­zugehen. Trendelenburg brachte darauf neue Borfchläge vor. Reynoldi erftärte wieder­um, diesen Vorschlag nicht annehmen zu können. Pariser Blätter zufolge hat die Unter­redung einen gangbaren Weg für weitere Verhandlungen ergeben. Die für heute nachmit­tag anberaumte Vollsitzung ist vertagt Korden.