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Nummer 20.

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Sonnabend, 24. Januar 1925

15. Jahrgang

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Bf

Hmiolstul'm und zweiter Konteokbencht

scha ftsto

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nickts übel, lachend entwirrt man allgemeinen Verwicklung, langsam

nimmt hier Ach au- der

Mr f-o* e»uvn e a«'"'w ne' wrd-n.

Berlin. 23 Januar. tEiaener Jnfonnal'onS- dienst.» Wir wir von unterrichteter Seite erfah­ren. ist vor dem Rrüftfommer kaum eine Entscheidung über die Anfwrtiingsfräqe gu erwarten Bei den ruständiaen RegierunaS- stelle« herrscht dir bestinnnte Ansicht vor, datz

Wle man Wer uns denkt Die alten Lügen im neuen Bericht.

(Privat-Telegrarnm.)

die Kostümfeste, auf

mehr oder minder gewagtem Kostüm erscheinen und auch die Herrenwelt sich im großen und gan. <cn dem Kostümzwang unterwirft; dritten- die Vereinsbälle. Die bisher größte of-

Dagegen glaubt die Li n t e eine starke Blöße des Kanzlers entdeckt zu haben, indem sie darai hinweist, daß er angeblich viel zu stark auf den Rückhalt der Rechtsparteien angewie­sen sei, um den republikanischen Staat in seinen LebrnSintrreffen stützen z «können. Diese An­deutung aus die Möglichkeit irgendwelcher

Bcrfaflungskämpfe wird jedoch in Regie- rungskreisen entschieden bestritten.

Man weist darauf hin, daß die Reichsregierung die Wahrung des inneren Friedens als ihr grundlegendes Ziel ansehe und verfaffungs- feindlichen Bestrebungen in nachdrücklichster Form entgegentreten werde. Gestern hat sich der Kanzler sowohl mit Vertretern deS Zen­trums wie der Demokraten über die ersten Abschnitte deS Kabinetts auf p o l 11 i- schem Gebiet geeinigt Der Pariser Bot­schafter Herr von Hoesch wird in der kom­menden Wochx in Berlin eintteffen.

S ine Saes- steht gut

Berlin, 23 Januar. (Privat - Telegramm.) Die Reichstagsmehrheit für das Kabinett Lu­ther mit 246 gegen 160 Stimmen ist die relativ größte der deutschen Regierungen seit 1919. In Berliner politischen Kreisen ist man davon überzeugt, daß das Kabinett Luther eine län­gere Dauer haben wird. Gestern standen die Wetten für eine Dauer deS Kabinett- bis Ende 1925 drei zu eins.

Berlin tanzt!

GesellschaftS-Ereignifle der Reichshauptstadt.

Za Frack, Smoking und grotz»» teile«? Ja- duftrte- und KaOioel« Seietzrre und Ä r.frier P ege. und Buhnenball Sie «unftschi.ler Im Fasching, im Fasching... 10000 t njde.ne.

Freunde der Abrüstung.

EnglandsWenn" undAber".

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 23. Januar.

Der Beschluß des Präsidenten Coolidge. eine Abrüstungskonferenz in Washing­ton einzuberufen, hat nach Ansicht eines diplo- natischen Korrespondenten allgemeines Jnter- rffe in England, den Dominions und auch in Amerika selbst hervorgerufen. Zuerst müsse je­doch wie England vorschlägt die Frage des 'Senser Protokolls gelöst werden. Buch glaubt die englische Regierung, daß die Abrüstungs- rage solange nicht angeschnitten werden darf, als die S i ch e r h e i t S f r a g e für Frankreich nicht gelöst ist. Jedoch rechnet man mit Schwie­rigkeiten Frankreichs gegenüber einer solchen Konferenz.

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die Haltung der deutschen Regierung in der An­gelegenheit der Kölner Zone, aber man mutz den ^rievrnsvcrirag seinem Geiste nach interprette- len. Ich Weitz, daß es zwei verschiedene Deutschlands gibt. Man muß doch nicht alle Deutschen in einen Tops werfen. Tut man das, so muß man aus jede Entspannungs­pol i t i k verzichten und die Hoffnung auf den Frieden ausgeben. Ich arbeite ohne Illusionen für den Frieden. Rach weiteren Erörterungen der Abgeordneten Oberlieck und Pfleger sagt Herriot weiter: Heute will man mich für den ausgeben, der das Elsaß ausgegeben hat. Das

Elsaß hat nie aufgehört, französisch zu sein.

Die Republik ist eS gewesen, die Frankreich das Elsaß wieder gegeben hat. Hierauf erklärte Briand: Ich billige die auswärtige Politik der jetzigen Regierung. Ich danke ihr dafür, daß es ihr gelungen ist, die Einigkeit der Alliierten wiederherzustellen. Während der Schwierigkeiten, die man im Ruhrgebiet gehabt habe, habe der Vatikan bedauernswerte Worte gesprochen. Die französische Botschaft habe ihn aber dahin gebracht, sich zu verbessern.

Li» Maueret Kettelten «albrichten ertchetnen wöchentlich itch»mat »achmittaa» Der AbonnementSvrete betrSai für oen Monat 2. Mk bet tretet .Stifte Qu na ne vaus. in Oer (»leldtäfteiteUe abgebolt 1^0 Mk. Durch Sie Po« monatlich 2 an Mk austchließli» .-jufkellutiaSaebübr Verlag und Redaktion Schlachtboiftratze 28/30 rerniorecher «fit »nd 052 ftür unoerlanat etnaekandte BeitrSae kann die Re- 'akiion etne Perantwortutta ober iÄeroaür in keinem Oalle übernehmen Rück- blune be« Pe»ugbgelde» ober antprücbe wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger "'M-rnn-' 'ft aiiSoefdiloflen Poftkcheckkonto Frankfurt a. Main Rümmer 6380

Unsere Spargroschen.

Dir Pflicht deS Staates zur Aufwertung.

In der Auswermngesrage bilden die Staats anleihen eine besondere Gruppe. Handelt es sich im übrigen um ein gesetzliches Eingreifen in Die Regelung von privatwirtschastlichen Ver­pflichtungen, bei -en Staatsanleihen soll der Swat seine eigenen Verbindlichkeiten neu ord­nen. Deutschland bat keinen Staatsbankerou gemacht, haftet also nach Innen und Außen gemäß den geltenden Recht für alle seine Schul­den, die es gemacht hat. In der z. Steuernot» verodnung find die staatlichen Anleihen vollkom. men unberücksichtigt geblieben. Das Problem ist sehr schwierig, Denn es geht nicht an, Ver­pflichtungen einfach nicht einzuhalten oder ai-r die Dauer auch nur den Zinsendienst einzutzellen.

Ganz besonders kritisch ist die Situation durch Umstellung auf die neue Reichsmark geworden. Die Reichsmark ist in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel. Wenn einstweilen nebenher noch die alten Billionenscheine und Renlenmark umlaufen, so ändert das immerhtn

Je weiter der Winter (wenn man überhaupt von einem Winter sprechen kann) vorrückt, desto größer wird die allgemeine Anteilnahme an den großen Tanzveranstaltungen der Reichshaupt- itadt. Wo man hinkommt, kann der berühmte Äpfel kaum zur Erde fallen: es scheint, als ob das Geld keine Rolle spielt, Tausende und Abertausende Tanzlustiger versam- .meln sich hier, um eine Nacht in vergnügter Stimmung zu verbringen. Ganz deutlich kann man die Berliner Bälle in drei Gruppen einteilen: Es gibt die sogenannten großen Din* ziellen Bälle, in denen für die Herren Frack und Smoking, für die Damen Gesell­tlette vorgefchrieben ist; dann m f e st e, auf denen die Damen in

garnichts daran, daß bei Fälligkeit präsentierte Änteihestücke oder ZiaSscheine nicht mit einem alten Fünfmarkschein (PapiermarN oder Lau- sendmarksehein abgegolten werden können. Denn diese Scheine sind ja garnicht mehr Geld. Da Deutschland noch viel mehr als Rußland von auslänDifchen Gewalten beeinflußt wird, ist es durchaus möglich, daß zu irgend einer Zeit die fremden Mächte ebenfalls Dte Anerkennung der alten Sckuld n in Wahrung «er Rechte ihrer Untertonen oelangen werden. Lagen die Dinge jo einfach, wie man es ge­meinhin in Deutschland glaubt, so Hane z. B. das Reich ja die Kriegsanleihe von 1914, die 1924 fällig war, in 1000 Papiermark, Dte Übrigen- damals noch gesetzliches Zahlungsmit­tel waren, abgelten können. Das ist nicht ge­schehen. Die Anleiheiitel befinden sich, wenn sie auch zu einem großen Teil vom Reich zu- rückgekaust worden sind, zu einem nickt unbe­trächtlichen Teil in irgendwelchen Gläubiger- Händen. Man muß doch guten Grund gehabt haben, die 1924 fällige Kriegsanleihe nicht tn Papiermark zurückzuzahlen. Tenn es geht eben nicht, obwohl damals noch wenigstens eine künstliche Konstruktion die Abgeltung mit Pa piermark als gesetzliches Zahlungsmittel jun- stifck hätte rechtfertigen können.

Nachdem die Reichsmark gesetzliche- Zah­lungsmittel ist, muß doch die Verpflichtung des Reiches bezw. der Länder, die ans den An­leihen resultiert, mit irgend einem Zahlungs­mittel beglichen werden. Da die sogenannte Papiermark kein Geld mehr ist, kann man nickt mehr damit argumentieren, daß durch dte GeldentweNung früherer Jahre Kapitalver- Pfticktungen ausgetilgt seien, denn man hat la auch nickt in der Geldertwertungsperiode mit Panermark die Anleihi.tgläubiger befriedigt Wie die Regelung ausfallen wird, ist nock garnicht zu übersehen, denn auch die Befriedi­gung der aus den Reichs- und Stvatsanleihen herrührenden Schulden hängt natürlich von dem finanziellen Zu stand Deutsch­lands ab. Aber das eine ist sicher: Es wirb stets noch die volle Verpflichtung zur vollen Bezahlung dem Werte nach an­erkannt werden müssen wenn nicht gerade durch Konoenierung gegen neue Reichs- und Staats Kpiere ein Vergleich mit dem Gläubiger ge­loffen wird.

Sehr zu unrecht hält man die Lage für un lösbar. Kann man nicht Datum herum fom men, die Schulden anzuerkennen, so wird man »u irgend einer Zeit versuchen müssen, die Z t n- sen zu bezahlen. ES kann jetzt gar nicht darum gehen, die Anleihen nach irgend einer Nominalsumme aufzuwerten, etwa auch von den Anleiben einige Prozente anzuerkennen, son- dern ob früher oder später, die Schulden müs­sen nachdem Kapitalwert anerkannt, und verzinst werden, sobald eine Möglichkeit dazu vorhanden ist. Soweit Reich und Länder , und Gemeinden mit Paoiermark die Anleihe titel an sich gebracht haben, haben sie sich von , ihren Schulden befreit. Darüber hinaus tön neu sie sich nunmehr nickt mehr b-freien. Wenn das Reick die Anleihen durch Gesetze en teig j neu will, so kann eS dies, soweit deutsche Gläubiger in Fraae kommen, nicht mehr anders . tun, als durch offenkundige und zugegebene Konfiskation. .Diese einzige juristische Möalickkeit dürfte bann aber gleichzeitig das . ganze Problem aufrollen, das die bisherige ' versteckte Enteignung aufgeworfen hat. E. P.

Nach bestandenem Examen.

Luthers erste Regierungskapitel.

(ßigener Informationsdienst.)

Berlin, 23. Januar.

Jzt den parlamentarischen Kreisen verlautet, daß Reichskanzler Dr. Luther mit der Absicht umgeht, nach der bestandenen Lösung der Vertrauensfrage so schnell wie möglich außen­politische Verhandlungen herbeizu- fi'thren, um die Bereitschaft der alliierten Re­gierungen hinsichtlich der Regelung der Räu- mungsfrage zu so n b i e r e n. Selbst die Mehr­heit des Zentrums ist, trotz Dr. Wirth, keineswegs gewillt, der neuen Regierung irgend welche Schwierigkeiten zu machen. Eine Ge­fährdung deS RegierungS - Pro­gramms durch etwaige

Sonderbestrebungen der Rechtsparteien erscheint völlig auSgeschlossem

eine Aufwertung der Jndustrie-Obliga- ttonen nicht in Frage kommen wird, da die industriellen Betriebe sie nicht tragen könn­ten. Da aber Haus- und Grundbesitz ähnliche Belastungen nicht zu tragen haben, so spricht man jetzt von einer

fünfundzwanzigprozentigen Hypotheken, aufmertung.

Diese Belastung des Haus, und Grundbesitzes soll aber dadurch ausgeglichen werden, daß die HauSzinssteuer vom gleichen Zeitpunkt an herabgesetzt werden soll. Für die D u r ch- Führung der Aufwertung sind die von den Banken zu leistenden Vorarbeiten ein entscheidendes Moment Die Berhandlungen mit deg Bankenvertretern haben zu großen Schwierigkeiten geführt. Das Finanzministeri­um hat den Bankenvertretern nunmehr neue Vorschläge gemacht. Man will schon in den nächsten Tagen zu einer Einigung gelangen.

sizielle Veranstaltung «ar der

Ball des Metropol-TheatrrS.

Hier fand sich die ganzeGesellschaft Ber- lins ein, wbei man viele alte, aber auck ''ehr , viele neue Gesichter sah Zum Teil erbl o'te : man wundervolle Gesellschaftskleider, meistens . der neuen Mode folgend, kurze aus Gold- und

Silberbrotatftoff bestehende Hemd. , Neider, zum Teil mit der neuen sich allmäh­lich durchsetzenden Glockeniorm, daneben Stilkleider und ab und zu Damen m i t Wei­tz e n P e r ü ck e n, die dem Gesellfchaftsbild eine ' neue Note gaben. Auf diesen offiziellen Bällen , befinden sich jeweils die verschiedensten Vertre- ter von Kunst, Wissenschaft und Rc - , g i e r u n g. Andere große Veranstaltungen wa'- , reit der Kolonial-, Turf-, Bühnen-Autoren-, Un­garn-Ball, der Ball der Oesterreicker und so fort. In den nächsten Wochen Wird vor allem am 31 Januar ber

Preffeball, ber den Höhepunkt der Saison bildet, ftattfinben und kurz vorher ber Ball deS Opernhauses. Man will hier ver­suchen, die ganze große Gesellschaft Berlins zu vereinen und damit wieder an alte Traditionen anknüpfen. Die Preise, besonders für die letzt­genannten Bälle, sind außerordentlich hoch, sie betragen dreißig bi s vierzig Mark pro Karte, wozu noch die besonderen Kosten für Tisch- und Platzreservierung kommen. Was ein solcher Ball alles in allem kostet, kann sich jeder mit Leichtigkeit ausrechnen, wenn man die meistens recht gepfefferten Wein- und Sektpreise in Rechnung stellt. Auf den Kostümfesten sind die Preise niedriger. Re- .lame wird überhaupt nicht gemacht, jeder rich- itge Berliner kennt diese Feste, weiß wann sie ftattfinben. Hier fühlt sick jeder u n g e z w u n. gen er und freier als bei den offiziellen Veranstaltungen. Hier geht man hin, um ein­mal nicht mit feinen Bekannten zusammen zu sein, um neue Menschen kennen zu lernen, ein wenig zu flirten und sich ungebunden zu amü­sieren. Die bekanntesten KosÜimveranstaltuugen sind die

Bälle der Sturmgruppe

der 9. Novembergruppe, der Jurtz-kreie Ball, der Ball der Sezession, der Feuer-Reiter-Ball, der Ball von Flechtbeim, der Ball der Sozialistischen Monatshefte. Es handelt sich hier um all die verschiedenen Kunstgruppen, die heute unser Kun st leb en beherrschen und die auf diese Weise ihren notleidenden Mitgliedern eine Un­terstützung zukommen lassen wollen. Zwei Bälle sind es, die den Höhepunkt der Kostümfeste bil- den: ber Ball der Schule Reimann, der Fastnacht, am 24. Februar, stattfindet, und der Ball bet Berliner Kunstgewerbeschu- l e. Hier werden die

schönsten und phantasiereichsten Kostüme gezeigt. Es ist sehr schwer, Einladungen zu er­halten, und die Karten zu diesen Bällen Pflegen meistens lange vor ihrem Beginn trotz sehr hoher Preise vergriffen zu fein. Dabei kann man sagen daß die Besucherzahl dieser rt*;enannten Bälle weit über fünftau- end beträgt, sodaß sich jeder leickt aus'-ecknen kann, daß dabei über zehntausend Tanz­beine in Bewegung gesetzt tone*n. Auf allen diesen Bullen wird getanzt, getan-,' und immer wieder getanzt, das heißt, oft kann man dieses Schieben, Drängen und Sick-Stoßen kaum noch als Tanzen bezeichnen Aber man

Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Paris, 23. Januar.

In einem HavaSbericht über den ens- ilttltigen Bericht der Mnlitärlontroll- tornmission heißt es: Bis jetzt hatten die Alliierten die lleberzcngnngcn gewonnen, Dag Die Absicht Deutschlands von 1916 noch nicht vollkommen aufgegeben fei und Bc ,'ürchtungen darüber nicht vo'kommen haltwS seien. Der endgültige Bericht werde beweisen, Saß Deutschland nicht erfüllt habe. So Hai- icn öle Kontrollofftziere den Beweis gefun en. Daß man in den Kasernen der Polizei eine viel höhere Zahl von Mannschaften gesunden habe als nötig und zügela en sei, daß ferner die Fabriken von Kriegsmaterial nur scheinbar umgestellt seien, um unverzüglich ihre Wiedereinstellung vollziehen zu können. Schließ­lich, daß der große (General ft ab in gehei­mer Form weiter bestehe Man müsse allerdings znqeben, daß die festgestellten Tatsachen nicht von außerordentlichem Ernst feien und daß es schwer fei, deren Wiederkehr zu ver­meiden. Die Gesamtheit der Fe stellungen der Kontrollkommission rrfaiibf Zw isel an der Auf­richtigkeit deS Deutschen ReickitS und erbringe den Beweis, daß die BorkricgS-Mentalität im­mer noch in Deutschland vorherrsch«.

Herriot im Trommelfeuer.

Schmähungen gegen Deutschland in der Kammer «Eigene £iabtmelDung.)

Genf, 23. Januar.

In bet französischen Kammer erfolgte gestern rinSturmlaufverOppofitiongegen Herriot. Der Abgeordnete Poncet unter- brach die Rede des Ministerpräsidenten und er­ging sich in Schmähungen gegen Deutsch, land. Tie deutsche Reichstagswohl, so schrie er dem Ministerpräsidenten entgegen, bedeutet eine Wi ed e r a u f r i chtung des alten Re­gimes und den Borläufer der Wiederaufrich­tung btt Monarchie. Wenn bie geeignete Stunde gekommen fein wirb, bann wird Deutschland Frankreich angreifen. Bereiten Sie also, schrie Poncet. Deutschland Hinder­nisse und Sie werden ganz Europa einen Dienst erweisen. Die Rheinfrag, bleibt bie wesentliche SicherungSsrage für Frank­reich. Wir müssen wieder zu einer

Politik der Pfänder und Sanktionen zurückkehten.

Der Abgeordnete Oberkirch warf dem Mini­sterpräsidenten vor, er hätte das Rnhtpfanv ausnutzen müssen, um mit Deutschland über einen HandelSvertra«, zu »erhandeln. Abgeord- neter Poncet unterbricht eine Erwiderung HriliolS und erklärt, lie jetzige Regierung habe eS nickl verstanden, einen vollen Ruben aiiS oen tanzösischen Anstrengungen im Ruhrgebiet zu ziehen. Herriot erwidert, das konservative eng- lische Kabinett stehe der Ruhrbeset - z u n g ebenso feindlich gegenüber wie Mac- bonclb Er fei der Ansicht, daß die Liauidie- r u r g der Riihrpcutik Frankreich eine foJibere Stellung geoeben Hobe, ihn die Hauptfrage auf Dem Gebiet der äußeren Politik, die Frage Der Besetzung ber Kölner Zone, kämpfe feint Regierung. Sir

verteidige den FriedenSvertrao und stelle bie alliierte Front wieder her.

herriot Aber <$ saß und... D?rskhnuns

Genf, 23. Juni. sPrivattelegramm.s Her­riot erbebt stck nach den Angriffen in der Kam- wer und erklärte: Ich bin gut unterrichtet über