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Vas Ranlchiel dec Entente in Varis

Äer de ifHe 2Hiff®iti jenseits des Kanals.

die Räumung er- im August 1925 vorgenvmmcn würde. Diese froniöfifdien Mittei­lungen haben in Berlin natürlich peinliches Aufsehen hervorgerufen. Ein solcher Entschluß der französtschen Regierung müffe aber von Deutschland als eine völlige Preisgabe

Auch die NrichSre t na ist gewappnet.

Berlin. 29. Dezember.

Die alliierte Kollekiionote üoer die Nicht- räumung Kölns, mit der stch das R e i ch s k r b i- nett am Dienstag in einer Sitzung beschäfti­gen wird, wird sehr schnell von Deutschland be­antwortet werden. Man erwartet, daß das Reichskabinett in diesen schwerwiegenden An­gelegenheiten zu einem vollkommen einmüti­gen Beschluß gelangen wird.

Paris, 29. Dezember. Die Botschaftcrkonfc-Ider bisherigen angcstrebtcn und vorgeschützten renz hat nach ihrer gestrigen Sitzung folgendes Politik der Entspannung aufgefaßt werden. Kommunique veröffentlicht: Die Botfdchfterkon- ferenz stellt mit Einstimmigkeit fetz, daß die Köl­ner Zone am 10. Januar nicht geräumt wird und hat die Prozedur festgesetzt, wodurch

Auf in den Kampf!

Deutsche Köln-Proteste... Ein papierner Kricg.

lPrivat-Telegramm.)

Berlin, 29. Dezember.

Die Botschafterkonferenz hat sich beeilt, für aas Verbleiben der Bcsatzungstruppen in Köln einen formalenBorwandzu schaffen. Zu­nächst ist lediglich der Termin der Räumung der Kölner Zone aufgehoben, aber es bestc- qen noch gewisse Möglichkeiten, um zu einer Entspannung zu kommen. Es gilt in Ber­lin als ziemlich selbstverständlich, daß wegen der Nichträumung am 10. Januar schon jetzt ein sehr entschieden gehaltener Protest

der Rcichsregiernng

erlassen werden wird. Es handelt sich jetzt vor allen Dingen darum, daß der Räumungs- lermin so schnell wie möglich angesetzt wird, und daß die an Deutschland zu stellenden Bedin­gungen nicht den Vereinbarungen widersprechen, die man bei den früheren Konferenzen getroffen hat. Aus der eindeutigen Kundgebung der a m e r i k an i s ch e n Regierung geht hervor, daß cs in Amerika den d e n k b a r schlechtesten Eindruck machen würde, wenn jetzt die europR- sch-n Mächte sich in neue Konflikte stürzen woll- len. Die deutsche Regierung hält unbedingt an dem Standpunkt fest, daß die

Entwaffnung Deutschlands vollständig -urchgeführt ist und diese Tatsache nicht durch die Feststellungen der Militärkontrollkomm.ssion er­schüttert werden könnte. Man hat in den nächsten Tagen mit einem regen diplomatischen Noten­austausch zu rechnen, der jedoch kaum tu ir­gend einem positiven Ergebnis führen wird. Vielmehr ist anzunehmen, daß es zu d i r e k 1 e n Verhandlungen kommt, da mandrüben" natürlich aüch die deutschen Ein^ndunsen hö­ren muß. _____

Die Ruhr erfl~Im August?

Eine neue französische Niedertracht.

. (Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 29. Dezember.

In der französtschen Preffc wird angekündigr, daß eine frühere Räumung des Ruhr- g e b i e l r s infolge des gegenwärtigen Kon­flikts mit Deutschland nicht in Frage komme, und daß

(Steiner des MaaSebM"er Urteile.

Neue Kundgebungen für den Reichspräsident««.

Eine Reihe namhafter deutscher Gelehrter erklären angesichts des Urteils das Magdebur­ger Schöffengerichts als ihre Neberzeugung, daß der gegenwärtige Reichspräsident während des Munitionsarbeiterstreiks im Jahre 1918 sich bei seinem Handeln von vaterlän­dischen auntiven hat leiten lassen. Sie sprechen die bestin.-lite Hoffnung aus, daß das in seiner Begründung und in seiner Schlußfolge­rung unverständliche erste Urteil in höherer In­stanz eine den wirklichen Tatsachen entsprechende Korrektur erfahren wird Bon weiteren Kund­gebungen sei erwähnt, daß auch das hessische Staatsmiuifterium sich dem Beschluß des Reichs- kabinetts angeschlossen und dem Reichspräsiden­ten sein Bertranen ausgesprochen hat, ebenso der

Heimat Grönland.

Knud Rasmussen . . . Ein moderner Wickingcr.

Mi» 6er jüngste« Seife Knud Rae muffens, vo I der eer berühmte G Lnl nd.or «her loevcn heim- gekehrt ist, tarnt man in der Tat den Namen der »iihnen eesahrer des Mittelalter«, der Wikinger verhi den. Unser Mitarbeiter Uhretütr Wenn heute in Dänemark das Interesse für Grönland so stark ist, so handelt es sich hier nicht nur um wirtschaftliche, sondern auch um seelische Interessen. Grönland ist das letzte Stück dänischer Erde, das der Ausstückung ent­gangen ist, das noch große, wilde Natur ist. Was dies für ein Land bedeutet, in dem die Kulti­vierung und Besiedelung so weit fortgeschrtttcu ist wie in Dänemark, ist nicht leicht abzuschätzen. Hier finden jene wertvollen Kräfte, die in der engen Heimat mit ihrer UeHerzivilisatton ver­kümmern, den für einen nordischen Stamm na­türlichen Ablauf Was im dänischen Wesen noch an Wagemut, an Abenteuerlust und Freude am Großzügigen, Primitiven in Natur und Men­schenleben vorhanden ist, sieht bewußt oder un­bewußt in Grönland und den umliegenden ark- ttschen Landstrecken das letzte Feld der Betäti­gung auf eigenem Boden. Dies sind ohne Zweifel die psychologischen Wurzeln der däni­schen Grönlandsbegeisterung, wenn auch gewiß nationaler Behauptungsdrang und Geschäfts­interessen mit hineinspielen.

Die lange Verbindung Grönlands mit Dä­nemark hat auch dazu geführt, daß eine nicht geringe Mischung zwischen der einheitlichen Es­kimobevölkerung und der in Grönland anfftfi - geu Dänen eingetreten ist. Das Ergebnis diosec Rafsenmischung scheint nicht schlecht zu fein. Auch Knud Rasmussen hat grönländi--- schcs Blut"in seinen Adern Aber wie stark in ihm das dänische Bewußtsein lebt, tritt in der Rede zu Tage, die der Forscher bei dem von dem dänischen Unterrichtsministerium thm zu Ehren veranstalteten Festmittag hielt. Es sind besonders zwei Dinge in meinem Leben, so äußerte der Forscher, die in diesem Augenblick stark und entscheidend vor mir stehen. Ich denke an meine Kindheit in Grönland, ttno ich denke an meine Dankbarkeit gegen meine Mut­ter, die. selbst verwandt mit dem Volke der Es« kimos, mich geboren hat. Acht Jahre alt, er­hielt ich mein erstes Hundegespann, zehn Jahre all, mein erstes Rennt! ei. Boa meiner Geburt an fühlte ich mich an ein Volk geknüpft, dessen Leben das Ziel aller meiner Erpeditionen bilden sollte. Meine Jugend ver­lebte ich hier unten in Dänemark. Nächst meiner Kindheit in Grönland halte ich es für das größte Glück meines Lebens, von einem Volke ausgegangen zu fein, das solche Traditionen in arktischer Forschung besaß. Zum erstenmal habe ich bei der letzten Reise meine Schlittenspuren in Gegenden gezogen, die nicht dänisch waren Aber ich habe es mit Stolz getan. Viele sagen, daß Dänemark zu den kleinen Nationen gehört Ich kann diese Worte nicht leiden. Wir Dänen machen uns ost kleiner als wir sind. Es ist einer meiner stärksten Eindrücke von dieser Tour, daß Dänemark weit, weit größer ist als wir zu Hause ahnen. Weiter schildert Knud Rasmus­sen, wie er überall auf die Spuren dänischer Forschungsarbeit und auf dänische Ansiedler ge­stoßen sei.

Deutlich tritt uns in dieser Rede die Eigen­art des dänischen Grönlandsgefühls entgegen. Und biec lange Reihe von dänischen Grönlandforschern und Grönlandliebhabern, unter denen sich prächtige Persönlichkeiten be­finden, wie außer Knud Rasmussen Einar Mik- kelsen oder Peter Frettchen, zeigt, daß diese Empfindungen auch zur Tat führen. In vielen erinnert das Verhältnis des Dänen zu Grön­land an unsere Liebe zu den Bergen. Wer nach diesen greift, greift nach mehr als nur nach einem Stück Wirtschaftsgebiet. Und er erklärt die Verbitterung, die Norwegens Ansprüche auf das ferne, arme Polarland hier hervor­gerufen haben.

London, 29. Dezember. (Eigener Drahtbe­richt.) Ter Beschluß der Alliierten, Köln am 10. Januar nicht zu räumen, steht weiterhin im Mittelpunkt der Presseerörterungen. Die Blät­ter veröffentlichen Telegramme aus Berlin über

dieser Beschluß Deutschland zur Kenntnis ge­bracht werden soll. Sie wird sich nächsten Mitt­woch wieder versammeln, um den Text der Ver­öffentlichung auszuarbeiten. Marschall Fach hat der Sitzung be'.gewohut. Kurz zuvor unter­nahm der deutsche Botschafter von Hoesch einen Schritt bei Herriot, über dessen Inhalt zur Stunde nichts bekannt ist. Die Gründe für den Beschluß der Richträumung Kölns fassen die gestrigen Pariser Abendblätter in folgende vier Punkte zusammen: 1. Die deutsche Polizei sei eine Militärmacht mit Reserven geblieben; 2. Die Umwandlung von Munitionsfabriken in Werke, die friedlicher Arbeit dienen, sei nicht geschehen; 3. Deutschland habe sich geweigert, der Interalliierten Militarkontrollkommisston ein Inventarverzeichnis des unerlaubt vorhan­denen Kriegsmaterials sowie 4. einen Bescheid über das Vorhandensein von Fabriken, die Kriegsmaterial Herstellen, zu geben.

die

Entrüstung der deutschen öffentlichen Meinung.

Seit dem Einmarsch der Franzosen und der Belgier in das Ruhrgebiet, so schreibt ein Berli­ner Berichterstatter, habe kein derartiger Geist nationaler Bitterkeit alle Teile der Bevölkerung und alle Schattierungen der politischen Meinung in Deutschland bewegt. Den Beschluß, über den im Friedensvertrag festgesetzten Zeitpunkt hin­aus in Köln zu bleiben, habe man in Deutsch­land als Rückkehr zur These Poinearös, daß nämlich der für die Rheinlandbesetzung festge­setzte Zeitraum überhaupt noch nicht zu laufen begonnen habe, ausgelegt. Ein anderes Blatt schreibt, wenn Frankreich von Deutschland so­wohl moralische, wie technische Abrüstung ver­lange, so werde es für Deutschland leicht fein, zu antworten, daß die Haltung Frankreichs feit dem Kriege eine moralische Abrüstung unmög- lm/ijlmacht habe. Daily News glaubt, daß die britische Regierung beftrebt sei, zum frühest­möglichen Zeitpunkt Köln zu räumen, aber jeder vernünftige Deutsche wisse, daß, wenn die Eng­länder ihr Gebiet jetzt räumten, es sofort von den Franzosen besetzt werden würde. Ein wei­teres Blatt meint, mit ein wenig Geduld und gutem Willen würden Köln und die Ruhr in Vier bis fünf Monaten geräumt werden. (!)

Kölns Schicksal ist vestegelt!

Mit einem Vertragsbruch ins neue Zahr.

Auch die Botfchafterkonferenz bricht den Stab über Deutjchland / Fadenscheinige Gründe / Der Pahierkrieg kann beginne - / Tatsachen gegen Phantasiegebilde Das Schicksal der KrupPmtUionen / Kein Ausgleich mit der Ruh vesetzung.

Die neue Reichsmark.

Was wird sie im kommenden Jahr bringen?

Einer unserer Mitarbeiter stellt über die noch immer unbehobene Geldknappheit als Hauptübel der Wirtschaftskrise und die kürzlich vollzogene Umstellung auf Reichsmark ine fol­genden beachtenswerten Untersuchungen an: \

Kreditbegrenzung bedeutet noch nichts weiter, als daß in der Wirtschaft das keimende Leben gemordet wird Ohne Umlaufmittel keine Pro­duktion. Braucht mau mehr Produktion, braucht man die Erhöhung der Leistungen einet Volks­wirtschaft. und das kann doch für Deutschland gar nicht bestritten werden, dann braucht man auch die erhöhte Menge an Umlauf­mitteln, die auch absolut keine Gefahr bedcn- tet, weil ia eine erhöhte Produktionsmenge auch eine erhöhte Geldmenge zu decken imstande '.st. Ein Vorgang, der sich in den letzten Wochen durchzusetzen begann hat keinesfalls die Be­achtung gefunden, die seiner Bedeutung für die gesamte Entwicklung zukommt. Tas ist die Umstellung auf Reichsmark. Was ist die Reichsmark? Doch wieder nur em Nomi­nalzeichen und darin durchaus nicht unterschied­lich von der sogenannten Papiermark. Ich bin wett davon entfernt, das Gold als Wertmaß für Geld zu empfehlen, aber immerhin bedeutet eine nach Gold gewonnene Einheit einen bedeu­tend stabileren Wert, als eine rein währungs- teckmtsch zu fallenden Devisen in Beztehuug ge­fetzte Reichsmark. Es heißt, daß unsere^Wäh- lung soviel Aussicht auf Stabilität hätte, daß man eben statt nach Goidmark in Reichs­mark zu rechnen braucht. Ja, ober dann ist eine Umstellung bvat zwecklos. Tenn wenn wirklich Reichsmark und Goldmatt gleich sind, und gleich bleiben sollen, dann wäre es doch nur eine Namensverände'ning, die dem Geld die Si­cherheit nimmt, am Golde gemessen wenigstens ein feststehendes Wertmaß zu bleiben. Dabei steckt doch die unolücksvolle Rechnung nach einem nicht in sich gleichbleibendem Nominalmaß nach den vergangenen Jahre so sehr in dem Bewußt­sein des ganzen deutschen Volkes, daß die Siche­rung nach dem Goldgehalt ein besonderes Mo­ment des Vertrauens zum Wiederaufbau der Wirtschaft gebildet hat und nicht entbehrt wer­den könnte.

Man soll nicht übersehen, daß diese Siche­rung wenigstens der Reichsmark nicht innewohut und große Teile der Wirtschaft, das ist ganz objektiv festzustellen, haben, ob mit Reckst oder Unrecht, nicht das Vertrauen zur Leitung der Goldnotenbank, daß sie daraus allein alle wirt­schaftlichen Transaktionen mit gutem Gewissen aufbauen könnten. Ein kontingentiertes Geld hat keinen freien Kurs, sondern Zw a n gs- k u r s und wenn ein Geld mit diesem Zwangs­kurs als Zwangsmaß der Wirtschaft aufgedrängt wird, Dann ist sehr stark zu befürchten, daß ge­rade eine zwangsweise Durchführung da« Ver­trauen nicht stärtt sondern erschüttert. Opfert man nicht gerade die Elemente der Siabilige- rung der Wirtschaft, indem man sie wieder nach einet nominalen Mark-gleich-Markqleickmng auf einen Wertmesser festlegt, der durchaus nicht in sich irgendein tatsächliches Mom-r^ unbedingter Gleichheit besitzt? War es notwendig, wenn man nicht irgend eine andere Absicht damit ver­knüpft, der Wirtschaft ihre R'-be zu nehmen, bte sie in der Anlehnung an einen bestimmten Gold­gehalt einer RechnungseinheitGoldmark" we­nigstens psychologisch fand? Wenn Goldmark und Reichsmark gleichbleiben sollen, dann ist es doch nur ein Name, der geändert wird, und um eine Namensänderung brauchte man doch auch nicht einem einzigen Skeptiker Grund zum Zweifeln an die Beständigkeit der Währung zu geben Ist es aber nicht nur der Name, der ge­ändert wird, dann ist es eins der unheilvollsten Momente, wieder zur Mark-gleick-Mark-Gleick- una zurückzukebren und zwar wieder in Reichs- Papiermark Traut man denn Fft'flick dem deutschen Volke zu, daß es alle oie Leiden bet Mark-gleich-Mark-Rechnuitg. die e8 noch immer auf das Schwerste bedrücken, schon vergessen ha­ben sollte, um wieder mit derselben trügerischen Rechnung zu beginnen? Man kann eine andere Erklärung für damit verfolgte politische Absich­ten nicht finden, als tn der Ente-gnungspontik, die die deutsche Wirtschaft wieder einmal aufs Glatteis führen will.

Deshalb haben große Teile der deutschen Wirtschaft das äußerste Mißtrauen gegen Mefe Regelung der Mark-gleick-Mark-Rechnnna und darin dürfte wobl alles tnsgefamt uberen-stim- men. daß bei einer neuen Währungszerrüttuilg, die mindestens theorettfch doch durchaus nicht ausgeschlossen ist, die Rechnung Reichsmark gleich Reichsmark und die Rechnung mit der Reichsmark als festem Wertmesser das unge­heuerlichste Unglück' darstellen würde, das über Deutschland hereinbrechen könnte.

, Knrpp und Geßler.

Gegen die Schauermärchen der Schnüffler. (Privat-Telegramm.)

Essen, 29. Dezember.

Bon der Firma Krupp wird uns mitgeteilt: Die Parifer Meldung, 47000 neuc Gewehre seien bei Krupp ermittelt worden, ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Krupp-Essen hat bekanntlich überhaupt nie Gewehre berge» stellt. Das kleine Kruppsche Stahlwerk in Annen s Wests.) hat im Jahre 1924 etwa 25 000 rohe, un­gebohrte Laufstäbe für die von der Kontroll­kommission »ugelasseueu Gewehr st äbe gewalzt und dies auch den Kontrollbehörden ge­genüber niemals verheimlicht.

& i fl 6 v 8 -qeng w-d .

Einem Berliner Pressevertreter gegenüber hat der Reichswehrminister Eeßler sich über die Schauermärchen der Entente über deutsche Rii- strmgen usw. wie folgt ausgesprochen: Tue erste, ganz allgemeine Behauptung war die von der Obstruktion Deutschlands gegen die General­inspektion. Da nun fast 1800 Kontrollbesuche meistens ohne Reibung durchgeführt sind, da die Interalliierte Militär-Kontroll Ikommijsion zugeben muß. daß st- in jede Kaserne, tn redes Gebäude,

in jede Fabrik und in jeden Raum Zutritt gefunden

hat, läßt sich diese Erfindung wirklich ntcht auf« rocht erhalten. Tann führt der Minister Fall für Fall die Behauptungen von Waffenlagern, Ausrüstungsmaterial für drei Divisionen, Krupplegenden usw. ad abfurdum. Die Weih- nachlsüberrafchung bildete dann ein angeblicher Riefenfund von vierzigtausend Stahl­stäben für die Fabrikation von Gewehren und von Maschinengewehren. An diefem Fall ist die Reickswehr überhaupt nickt beteiligt. Es han­delt sich um etwa 10000 Gewehrläufe größeren Formats für Jagdflinten, von denen die Berlin- Karlsruher Jndustrtewer- k e schon vor längerer Zeit der Interalliierten Milftärkonttollkommission einige Musterstücke mit Vorschlägen über die Verarheitung tu dop­pelläufige Jagdflinten geschickt hatte. Die In­teralliierte Militär-Kontrollkom­mission kennt jede Fabrik Deutschlands, ich möchte sagen, sie

kennt jede Drehbank und jeden Schraubstock.

Sie würde sich selbst kein glänzendes Befähi- gungszeugnis aus'tellen, wenn sie behaupte» würde, daß nach ihrer fünfjährigen Tätigkeit, die wabrbastig j-de nur denkbare Möglichkeit urttecsucht hat, eine solche ge h e t m e Massen­fabrikation in Deutschland möglich wäre.

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Meier Neueste Nachrichten

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Dienstag, 30. Dezember 1924.

Nuinrrier 305. Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf

Einzelnummer 10 Pf , Sonntags 15 Pf 14. 2^kgaUg

Anzeigenpreise: Einheimische Äeschästsanzetgen Zeile 15 Psg., auswärtige Geschäfts­anzeigen Zeile 20 Pfg, Familienanzeigen Zette 15 Pf«.. Kleine Anzeigen das Wort 2'1, utg, Reklamen die Zeile 75 Pis. Offertgebühr 10 Pfg. «bei Zuiendg. der Offerten 20 Pfg., Rechnungsbeträge sind innerhalb 5 Tg. zu bezahlen. Maßgebend tft der Kurs des Zahlungstages. firüi die Richtigkeit aller durch Fernsprecher auigegebenen An­zeigen. sowie für Ausnahmedaien und Plätze kann nicht garantiert werden Für Anzeige» mit bekonü. schwierigem Satz 100 Äroz. Ausschlag. Druckerei: «chlachtbos- straße 28/3« . Geschäftsstelle Köln.Str.5. gegenüb.der Svohrstr. Fernspr.951 a. 9o->.