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Nummer 304

Sonntag, 78. Dezember 1924

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf

14. Jahrgang

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf

Heute Botschafterkonfeeenz in panö

len gehofft, hier, wo die ici.

Paris hat keine Weihnacht,

Amerika ole iübler Zuschauer.

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Auch die Abiustung veriagt,

Basel 27. Dezember. (Privattelegramm 1 Die Nationnlzeitung verbreitet eine Pariser Mel­dung, wonach die interalliiertc Abrüstungs­konferenz bis Oktober 1926 verschoben wor­den ist.

Regierung demnächst die Ergebnisse der vorläufigen Berichte der KontroKtommission ver­öffentlichen lassen werde. Ein Blatt erklär» dro­hend, die Kölner Zone werde nicht geräumt werden. Die I n s p - k t i o n e n würden fort- geseyt. Es würde selbst angebracht sein, die Rechte und die Machtbefugnisse der Kontroll- kcmmission zu erweitern, um die Kontrolle wir­kungsvoller zu gestalten. C!) Man mülle zu Em- waffnungsmaßnahmen schreiten, die oon Sank­tionen begleitet seien.

Wie Muffolini einer Delegation faschistischer geordneter erklärte, hat er letzt schon für das Arbeitsplan fei«

. . . Jcutt wohnten, von Kerzen­

glanz bestrahlt, schöner, als er ibn je gesehen. Kinderjubel hatte er hören wollen, so frei und frisch, daß ihm selbst das Herz dabei ausgingr. Nichts von all dem.

ten Mllitarkontrollkommisston seien in manchen Punkten für Deutschland ungünstig ausgefallen, .mn hege selbstverständlich nicht den Wunsch, t Besetzung länger als notwendig fortzusetzen.

Die Neujahrsregiemng.

Der Reichskanzler kehrt erst am Sonn- lEigener Informationsdienst.)

Berlin, 27. Dezember.

Der statte Mann.

Mussolinis Reformen und Siegeszuversicht. (Eigener Bericht.)

Mailand, 27. Dezember.

Christabend in Paris.

Von dem Heimweh eines Deutschen.

Bon der rührende Hr.mntjehn,u<h» eines Den«, icycn, der am Heiligen Abend fremd und glud- los dura, das Laht adhrlnih d r Riesen aat an der Gerne iirie. künden folgende P.o altänge. Es ist ein wunderbares Bild. Da ragt das Gebäude der Großen Oper empor, da die goldene Kuppel des In v alid e nd o ms, un­ter der Napoleon ruht, dort die schlanke Li­nie des Eiffelturms, die dunklen Türme des Trocadero dahinter, und daneben hängen die schwarzen Speichen des großen Rades in der roten Glut des Abends, die nun über den Hiul- mel fließt. Nahe klang noch der laute Lärm des Tagesireibens, wie er immer war, und wie er ibn immer gehört hatte von der Monimarlre- höhe aus, darunter war ein dunkler Ton, ein tiefes Gemurmel, das wie Meeresgewoge her­aufklang. Wie Zaubersprüche war es, voller Ge­heimnisse und Rätsel. Lockender wurde es stets am Abend und ob auch hier in den Straßen die Armenlieder gellten, die Fiedel juchzte und die gewöhnliche Straßcnlust tollte, das ferne Murmeln übertönte auch diesen nahen Lärm, Gesang und Musik, Johlen und Jauchzen der Menge, und wenn die

Millionen Lichter aufgingen da unten, phantastisch in unwirklicher Wirklich-- keil, da sammelte und befestigte es sich zu einem Ton, zu einem lockenden Ruf von Paris! Dieser Rus erging auch an ihn, den Fremden, und stur- ker war ein Verlangen in seiner Seele, icach Wärme, die dieser Abend nur hat, die er der Welt und allen Menschen mitteilt. ES zog ihn hcruriter Gr ging auf WeihuacktLftirnurung aus.

Äitzelüeiwreise-Einb-tmisÄeÄelLäfiSattzelgea eleiie 15 tff8. auswärtige Geschäfts- anzeigen Zeile 20 Pfg,-famnienaazeige» Zeile IS Pfg., Kleine Anzeigen das Sari Reklamen die Zeile 75 P>g. Oncrigebübr 10 Pig. (bei Zuiendg. der Offenen Rechnungsbeträge sind,innerhalb 5 Tg. ,0 bezahlen. Mahgeüeno ist der Kurs des Zablungstages. Für die Nichljgkeil aller durch Fernsprecher auiaegebenen An­zeigen tonne für Autnahmedalen und Plätze kann nicht garantiert werden. Sür A"^'k'^!.'?^bekond. schwierigem Sag 10n Pro,.Aufschlag. Druckerei: «chlachtbof- straffe 2WSi'. ®eftbaft8ftelle: Köln.Str.5. aeaenüb.öer Svobritr. Setnfor.95, it. 952.

2m Vattser Serrfpiegel.

Unser gutes Recht als politische Schikane.

(Eigene Drahtmeldung.)

Basel, 27. Dezember.

Die Baseler Nachrichten melden aus Paris:

Die Deutschen erwecken den deutlichen Eindruck, daß sie dadurch einen Druck auf die Alliierten ausüben wollen, daß st, bis zum 10. Januar kein Kabinett bilden. Für die Franzosen wird der Druck außerdem noch in den Verhand­lungen über das deutsche Wirtschaftsabkommen verstärkt. Die Franzosen sehen in dieser Hal­tung den Beweis, daß sich die d e u t s ch e M e n- talität in Haß und schlechtem Willen auö- drückt. (!) Herriot erlebt gegenwärtig eine charfe Enttäuschung an Deutschland und feine Außenpolitik erleidet eine empfindliche und olgenschwere Schädigung.

Noch im weiten Felde.

Köln und Kontrollbericht um Monate vertagt.

(Eigene Drahtmeldung)

Rotterdam, 27 Dezember.

Ans Paris wird gemeldet: Von den drei Be­satzungsmächten Großbritannien, Frankreich und Belgien, liegen dem Botschafterrat glcichlau tende Eingaben vor. die

Räumung Kölns um vorläufig sechs Monate zu verschieben.

Die zweite Sitzung deS BotschaftereateS ,'oll nunmehr am 5. Januar stattfinden. Es .st jedoch wahrfcheinlich, daß eine weitere Berta g u n a erfolgen wird, da General Walch den Abschlußbericht der Militärkontrollkom­mission in Deutschland nunmehr erst für Anfang März dieses Jahres in Aussicht stellen konnte. (! Bezüglich der Aussichten für die heutige Konferenz erklärt Havas, es fei wahrscheinlich, daß die Botschafterlonsrrenz sich über einen Schritt der alliierten Botschafter in Berlin einigen werde, die im Namen ihrer Re- i'erungen fine Rote überreichen würden, über deren Inhalt man sich verständigen werde. Diese Note werde aber jedenfalls nicht vor den ersten Tagen deS Monats Januar überreicht werden.

Srr gordische Knoten

Köln, Dersallles... Europa.

(Von unserem Berliner Vertreter.)

Die großen Boulevards fand er wie an anderen Tagen auch, nur längs der Bürger« stelle waren die kleinen Verkaufsbuden errichtet, mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen. Spielzeuge, Bilder, Kunst- und Haushaltungs- und Juxanikel, Geschenke für den Neujahrstag, wurden hier feilgeboten. Lärm, Zurufe, auf- und abwogende Menge, An­sammlungen, Stauungen, Gelächter und für alle im Grund und bie Weihe des Abends ins­besondere: Gleichgültigkeit. Kein warmes Glück, das die Herren erfüllte und durch die Straßen schritt, so tote es im engen Kreis der Familie weilte. H a st, A m ü s e m e n 1 und das L a - ft er, das Erwerb suchte Er hatte hellerleuch, tete Fenster zu sehe chen, vornehmen S,

$'= Mieter Neueste,, Nachrichten enchetnen wöcheiulich lechöma,achmniags. $»T.=. . OementtoreU betragt für oen Monat 2 Mk. bei freiet .-lustelluna ft'r GeschöftStzelle abaebolt lMMk. Dur» btePoff monatlich 2.imi Mk .Ä^llungsaebnbr, Verlag und Redaktion Schlach'botffraffe 28/80.

! * .,5 und 952. Mr unverlangt eingesandte Beiträge kann die Re- >'."/a5"untwortu-! oder Gewadr in keinem Falle übernehmen. Rück- Bezugsgeldes "oer Anspritche wegen etwaiger nicht ordnungsmäffiger ' teteruna -st avSaefchloffen Postscheckkonto szrankfnrt a. Main Nummer 688«,

Der Reichskanzler kehrte erst am Sonn­tag nach Berlin zurück. Vor Dienstag oder Mittwoch findet keine Kabinettsbe- s p r e ch u n g statt Die erste Fraktionssitzung ist die der Sozialdemokratie, aber auch iic ist erst auf den 2. Januar einberufen worden. Der sozialdemokratischen Parteileitung liegen ahlreiche Beschlüsse von Ortsgruppen und auS den deutschen Gewerkschaften vor, die die

Ueberuahme der Reichsleitnng von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion verlangen. Bis jetzt ist die Mehrheit in der sozialdemokratischen Partei dafür, daß Rcichs- kauzler Marx erneut vom Reichspräsiden­ten mit der Kabinettsbildung zu beauf­tragen sei und daß die Sozialdemokraten sich au eine wohlwollende Unterstützung des Minderheitskabinetts Marx beschränken wollen.

Auf wankenden Füßen?

Ein neuer Schlag gegen Herriot.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 27. Dezember.

Dtz/ch einen Beschluß der radikalen Kammer- die im Widerspruch zu dem so­zialistischen Programm stehen, ist das französische LinkSkartell schwer erschüttert worden. Man spricht von der Möglichkeit eine» Sturzes HrrriotS bereits im Januar.

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Volitik im Rranterrmmer.

Der neue Reichstag wird in zwei Wochen mit oder ohne Regierung seine Arbeiten cröfs- nen. Dabei lastet die außenpolitische Lage außer­ordentlich drückend auf der Initiative der maß­gebenden Parteiführer Nach Ansicht des Reichs­kanzlers Dr. Marx ist die Weigerung der alliierten Regierungen, die Kölner Zone zu räumen, gleichbedeutend mit einer Ab­sage der Entente gegen den bisherigen deut­schen Regierungskurs. Man führt die schroffe Haltung der französischen Regierung hauptsäch­lich auf wirtschaftspolitische Mori­tz e zurück. Die lange Dauer der Pariser Wirt- schaststzerhandlungen, die bis jetzt noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis führen konnten, hat offensichtlich in Paris eine starke Rer- v 0 f i t S t hervorgerufen. Der Führer der deut­schen Handelsdelegation, Staatssekretär Dr. Trendelenburg hat in Berlin insbeson­dere darauf hingewiesen, daß die Haltuna der französischen Regierung in erster Lime durch die Besorgnis beeinflußt wird. Deutschland könnte daraus bestehen, am 10. Januar 1925 seine vollkommene Entschließungs­freiheit in der Frage der Wirtschaft?- beziehungen zu Frankreich zurückzugewin­nen. Die Handelspolitik steht also mehr als j: im Vordergrund und ist geeignet, der außenpo­litischen Lage ein völlig nette* Gesicht zu geben.

Bei längerem Fortbestehen der Regierungs­krise dürfte hn netten Reichstag sich überhaupt keine Mehrheit für die Fortführung der Politik, die zu den Londoner Abmachungen ge­führt hatte, finden lassen. ES würde dann eine vollständige Umgruppierung der Kräf. leverhaltnifse eintreten, deren Zieles sein müßte, einen Hartnäckigen Kampf um die vertraglichen Reckte Deutschlands zu führen. Jedenfalls hat einstweilen daS Pariser Ka­binett unter Herriot einstimmig beschlossen, die Besetzung der Kölner Zone weiter auf­rechtzuerhalten Die cm» Deutschland vorliegenden Mitteilungen bewiesen zur Ge- nüge daß es unmöglich sei, am 10. Januar, dem Bei sailler Fried-ns vertrag entsprechend, die Räumung vorzunehmen. Der Beschluß der französischen Regierung und weiter die Be­gründung für diesen Vertragsbruch löst tn allen Parteilagern die hellste Empörung aus, ' welche in den Kommentaren der Blätter zum Ausdruck kommt. Der einzige Grund, bei den 1 Alliierten daS Recht gibt, die RäumungSiermine binauszufchieben, ist der Nachweis e i n e S v 0 n Deutschland drohenden Angriffs. Die von der Militärkontrollkommifsion entdeck­ten .geheimen Waffenlager' bestehen jedoch in vierzig Karabinern und ein paar Sätteln, die in einer Dresdener K a-

Jch selbst werde die Wahlen machen.

Ins den Neuwahlen wird der Faschismus fleg- nch hervoraehen. Bor und nach den Wahlen werde ich sicher mein Programm entfalten. Es werden noch andere Ueberraschungen kommen, pa ich einen wohlüberlegten, gründ- ltchen Plan ausgearbeitet habe. Um die Gegner kümmere ich mich nicht mehr.

unabhängigen Staat Albanien auszurufen, weil Mitfid Bey Arghirokastron bereits besetzt habe und Balona bedrohe. Die Stadt Turazzö oll ohne Regierung sein, weil der Präfekt unter Mitnahme von 150 000 Goldlire Postgel­der geflohen sei.

Lauen, nichts al« Lützen

Berlin, 27. Dezember. (Privattelegramm.) Die Reichsregierung dementiert heilte früh in einer neuen Erklärung die Be­hauptung der franzSsifchen Presse, wonach in Deutschland neue große Waffen lager und Munitionsvorräte aufgesunden worden sind.

Dr. Sthamer in Berlin.

Chamberlain bleibt unerbittlich. (Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 27. Dezember.

Der deutsche Botschafter in London Dtha- m c r hat gestern über seinen Schritt bei Cham­berlain Bericht erstattet. Chamberlain habe er­neut erhärt, die Räumung Kölns am lO.Januar könne unter keinen Umständen für England in Atage kommen, da der Bericht der interalliier­ten Militärkontrollkommifsion über die Ent­waffnung Deutfchlands noch nicht diskutiert worden sei. Die MUteiluugen der interalliier-

keinen kerzenhellen Wcihnachtsbaum, keine Be- scheiung. Die Boulevards haben erhöhten , Lichtglanz, das ist alles, den erhöhten Lichtglan; , her Cafc-s und Restaurants, die den Feiertag ; für ihr Geschäft ausnüyen. Es war fast wie ein

Heimweh in dem Deutschen all die Tage her, I nach dem grünen, duftenden Tannenbaum. Daß . ct nirgends zu finden war. Selbst auf dem .Quai aur fleurS nicht. Der reichbefahrene : Blumenmarkt hier wies woU auch Fichten und Tannen auf, aber es waren nicht solche.

w'e auf dem Christmarkt zu Haus, sie waren hier Zimmerpflanzen wie Palmen usw. Wie die schlichten deutschen Waldkindet waren keine da- bei. Dagegen waren ihm hier wie in den Sira- ßen von Paris die Verkäufer der Mistel- zweige zahlreich begegnet. Schwere Stangen voll der grünen Büsche mit den blassen Beeren chleppten sie. Doch Weihnacht? War das nicht ast wie ein deutscher Gruß! Doch die alte Zau­berrute rührt nicht an die stillen Weichheiten der Seele wie die deutsche Tanne, aber nun weckt sie doch liebliche traumschöne Bilder im Gemüt des Deutschen, vom häuslichen Herd, vom engen Glück der Familie, von der innigen Frier im Kreis der Lieben und ihrer verschwiegenen Weihe, und er schämt sich seines Kindseins und tränennähen Gerührtseins nicht. Aber Paris, die Stadt, die so viele katholische Kirchen hat, sie muß doch Weihnacht in ihnen haben. Der Deutsche sucht sie da, wo die Geburt des Er­lösers in einem elenden Stall zu Bethlehem in dunkler Winternacht gefeiert wird.

MitternachtSmesse in der Madeleine.

Der Deutsche steht im Innern der Kirche, die im Man, der elektrischen Lichter strahlt. Zwischen ihnen wehen die leisen Zungen der Wachskerzen. Aber die Kirche ist nicht im Weihnachls schmuck wie zu Haus. Nicht Tannengrün an den Wän­den und Säulen, nickt die Altäre mit Tannen- ssrün bestellt Tie Priester in den gleichen Gewändern wie in der deutschen Heimat, kost­barer noch, die Kirchenschweizer in stolzem Pomp, die Orgel braust, Posaunenchöre wechseln mit ihrem Spiel, die zarten Melodien der Gei-

Basel, 27. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Dem letzten Bulletin ans Paris zufolge wird Herriot heute wieder aufstehen, aber während einiger Tage das Zimmer noch nicht verlassen können. Am 5. Januar werde Herriot bei der Besprechung des Budgets des Außenministe­riums tn der Kammer anwesend fein.

Limna.genommen.

Albaniens Regierung auf der Flucht.

(Privat-Telegramm.)

Wien, 27. Dezember.

Nach elner Mitteilung des hiesigen albani- fchen Konsulats wird die

Einnahme von Tirana durch die albanifchen Aufständifchen bestätigt.

Valona sei zur proviforischen Hauptstadt er­klärt worden. Die Lage wird wie folgt ge- fchtldcri: Die Regierunstruppen sollen sich wi­derstandslos zurückziehen und ohne weiteres das neue Regime anerkennen. N a n - R 0 l i hat dte Hauptstadt schon am 22. Dezember verlassen und soll das Stadtvermögcn mitgenommen haben. Zogul sei erst am 24. Dezember einge- rogen. Es bestehe kein Zweifel daran, daß die Regierung tu V a l 0 n a festen Fuß fasse, um den

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Newyork, 27. Dezember. kDurch Funkspruch.) Wie aus Washington gemeldet wird, vertraut Coolidge darauf, daß zwischen Deutschland und den Alliierten hinsichtlich der Räumung Kölns eine befriedigende Regelung erreicht wer­den wird. Amerika habe lein offizielles Interesse an der Frage der Räumung und demzufolge sei auch keine amerikanische Attion M erwarten. Man verfolge jedoch aufmerksam| Abgeordneter_________ ______,Ht UUB

h:e Maßnahmen des Botschafterrates und die ganze Jahr 1925 einen genauen Arbeitsplan fei« L-chlußberichte der Mtlttarko-urollkommiffion. ; ncr Regierung vorbereitet. Ich bin keine Kom- ------ j Prämisse, so sagte der Diktator, eingegangen, sie hegen nicht in meiner Gewohnheit. Die Wahl­reform habe ich von mir aus vorgefchlagen. Ste hat nichts mit den Zielen zu trat, die die Gegner mir unterschieben. Sie bildet einen Teil deS Reformprogramms, das ick allmählich und unbeirrt von den Spitzfindigkeiten der Gegner durchführen werde.

ferne gesunden wurden, oder aber, mißt das französische Kabinett den vaar tausend Huf­eisen, über die die Reichswehr zu viel ver­fügt, ausfcklaaqebende Bedeutung bei?

Aus dem flagranten Bruch des Versailler Vertrages und den nichtigsten Vorwänden, so urteilen die deutschen Recktsblätter, würden wir die Folgerungen zu ziehen hüben. Der Gegner habe damit den VerständigimgSkurs vom letzten Sommer aufgegeben und an seine Stelle eine Neuauflage der alten Unterdrnckunaspolitik ge­fetzt. Die .Auffindung großer Waffenlager' ist. bebt ein Berliner Blatt titbor. eine der f r e ch- ften Lügen, die jemals ausgesprochen worden ist. Aus der linken Seite siebt man England alS die treibende Kraft an. Der .Vorwärts" schreibt: Seit dem Regierungswechsel sei in der englischen auswärtigen Politik ein regelrechter Umschwung eingetreten. England brauche freie Hand in Kleinasien und Aegvvten, even­tuell auch gegen Sowjctrußland, und es wolle sich diefe AktionSfreiheit nickt nur dadurch er­kaufen. daß eS Frankreich Konzessionen am Rhein macht, sondern sogar dadurch daß es biS zu einem gewissen Grade Frankreich ge- aen Deutschland aufreize. Deutschland habe den Abrüstungsbedingungen, entfvrocken und aus diesem Grunde wäre eS eine Heuchelei, woll­te man die Besetzung der Kölner Zone auf Grund des Berichtes der Interalliierten Mili­tärkontrollkommifsion verlänstern. Die Bltztter der Mittelparteien baben noch nicht gesprochen.

sind noA nick v>fre6rn.

Pari«, 27. Dezember (Privattelegramm.) Fast die gesamte Pariser Morgenpreffe sucht Me Botschafter, die heute vormittag zu einer Konferenz über die Generalinspektton zufam- mentreken. zu beeinflussen. Es wird berichtet, daß nach dem Empfang bei Herriot General Walfb vielleicht heute der Botichafterkonierenz Bericht erstatten werde Des ferneren Äßt der eCttoi d'Orsay' Mitteilen, daß die französische