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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 301. Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf

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®efd)äfi§ftctte: Kötn.Strane 5. gegenüber der«pobrstrane. Sernivre^er . -

Dienstag, 23. Dezember 1924. Einzelnummer 10 st. emutiag* is P» 14» Jahrgang

Die Köln-Offensive des deutschen Reiches.

Friede auf Erden. MWimZ Weihvachtsüberraschung. UnÄ$»ÄSm

Begnadigungsakte für rechts und links. 11 Jf J Bo» niemanden verlang« d°s en

kVon unserem Berliner Vertreter.) ' Eine Wahlreform mit anschließenden Neuwahlen.

(Von unserem Berliner Vertreter.)

aga-

Berlin, 22. Dezember. (Eigener Drabtbe richt.) Der Reichspräsident hat zum Weihnachts­fest eine Anzahl Begnadigungen politischer Ver­urteilter vollzogen, derzufolge bis zum Feste etwa zwanzig Verurteilte aus preu­ßischen Strafanstalten zur Entlassung kommen werden. Außerdem sollen rechtsgerich­tete Persönlichkeiten beim Reichspräsidenten vor­stellig geworden sein, um eine Begnadigung für Die wegen ihrer Teilnahme an dem Attentat auf den Minister Rath en au mit schweren Zucht- yausstrafen bestraften Brüder Dechow und d,e anderen mit ihnen Verurteilten herberzufuhrrn.

©atu Italien ist überrascht / Nur die Minister waren eingeweiht / Das Volk soll über de« Faszismus urteilen.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 22. Dezember. Wie Havas beichtet, hatte der deutsche Botschafter v. Hoefch am Sonnabend abend cme Unterredung mit dem politischen Direktor im «ußenminstter.um La­roche Ucber einen sonutagsbesuch des deut­schen Botschafters bei Herr rot meldet Havas,

Stallen auf neuen Wegen

Rom, 22. Dezember. (Privattelegramm.) Mit dem Entschluß Mussolinis zur B^rnaPue l-on

x>vu luvmuitvG» ... eihna»tsea

gebieterischer sich tu »en Dienst selbstloser Lie- veStüttgke-t ,u stellen, als von der Fran. Wie sie in EroAmntterS und in unseren rage» Freude nnd Seligreit am eigenen und an srem. den Herden entzündet, bringt unsere Mitarbei. »ertn in folgenden Betrachtungen znm AuSorua Sicherlich liegt in der großen Ausdehnung der Liebestätigkeit, die hinübergreift aus dem eigenen Heim in die Allgemeinheit, die Gefahr, daß die Geschlossenheit und das Behagen des uns überlieferten Weichnachtsfestes leidet, datz ich Veränderungen und Aeußerlichkeiten etn= schleichen. Die Frau sollte an der Einfachheit und Schlichtheit des alten Weih nachts fe­ie s das Gegenwärtige messen, das Neue mit dem Alten harmonisch verschmelzen und den ge­genwärtigen Verhältnissen anpaflen. Roch keine fünfzig Jahre braucht man zuruckzugehen, um sich das zurückzuführen, wis wir nut -die gute, alte Beit" bezeichnen. Zwischen ihr und der heutigen liegen der Siegeszug der Maschinenar­beit und die gewaltigen Erfindungen aus dem Gebiete der Technik, Elektrizität etc. mit einem fast unabsehbaren Gefolge von Veränderungen in Industrie, Handel, Verkehr, der Kunst und des Kuustgewerbes. Schlicht und einfach war das alte deutsche Weihnachtsfest, das unter dem mit Aepseln, vergoldeten Stoffen und Papier, fetten geschmückten Tannenbaum tm17. ketten geschmückten Tannen bäum gefeiert wurde. Die Weihnachtsgaben, eine alte deutsche Sitte, die sich auf die im siebzehnten Jahrhun­dert gebräuchliche, mit Lichtern, Bändern und Geschenken geschmückte Krone zuru^frivren «M, gingen bei den Erwachsenen selten über Heine Gegenstände hinaus, die den geheimsten Pun­schen des Empfängers abgelauscht waren und mehr ideellen als praktischen Wert besaßen. Von der Fülle der persönlichen Arbeit, tue aber solch ein Weihnachtssest den Eltern und den Besche­renden bereitete, macht man sich heute kemen Be­griff Geheimnisvoller Reiz umgab alles, was mit dem Fest zusammenhing. Heimlich wurden die Produkte des Haustischlers für die Kinder

Rychi 20 1 r vegnakß".

Wst fl3 In Berlin einzoaen.

Berlin. 22. Dezember. (Privattelegramm.) Der gestrige Sonntag brachte große k o m m u - nistifche Krawalle. Anläßlich des Eintref­fens des von der bayrischen Regierung begna­digten Bolschewisten Ernst Mühsam fanden Demonstrationen statt, die zu Bolksauf- läufen führten. Biele taufend Personen liefen auf dem Anhalter Bahnhof durcheinander. Tie Lage wurde schließlich derart, daß die Schutz­polizei Verstärkungen heranziehen und den Bahnhof gewaltsam räumen mußte, wobei die Polizei mit Gummiknüppeln und der blanken Waffe vorgehen mutzte. Soviel bis

Rom, 22. Dezember. (Eigene Drahtmelduuz.) Am Schluß der Sonnabend - Kammersitzung ereignete sich eine gewaltige, aufsehenerregende politische Neberraschung. Mussolini hat einen Gesetzentwurf für die Abänderung des politischen Wahlgesetzes eingebracht, mit bi-m Verlangen, daß die Kammer schon am 3. Januar diese Wahlreform behandeln soll. Der Vorschlag wurde nach der ersten Berblüfsuirg der Abgeordneten mit Beifall ausgenommen und einmütig gebilligt. Dieser unerwartete Enischlutz Mussolinis bedeutet die baldmögilchste

Auflösung der Kammer und die Vornahme von Neuwahlen

Nach dem Scheitern der Rcgieiungsverfuche wendet man sich wieder den Tagesereig­nis sen ber inneren Politik zu, die für die weitere Entwicklung der Dinge eine gewisse Bedeutung beanspruchen dürfen Mit Spannung , erwartet man das Urteil im Magdeburger Prozeß des Reichspräsidenten, das nach d?n vorangegangenen heft'geu Erörterungen über die Rolle Eberts bei dem Mumtionsarbel- terstreik im Januar 1918 starke Rückwirkungen auf die innenpolitische Lage haben dürfte, -ne Parteien beginnen sich wieder ernsthafter mit der Frage der Neuwahl des Reichspräsidenten zu befassen und betonen schon jetzt die Notwen- diakeit, daß der künftige Reichspräsident mit sei­ner ganzen Persönlichkeit die Gewähr dafür bie­ten muß, daß der Träaer der höchsten amtlichen Würde in Deutschland nickt wieder in den poli­tischen Kampf hineingezogen wird. Es kann da­her schon jetzt als feststehende Tatsache angesehen weiden, daß eine neue Kandidatur Eberts bei allen bürgerlichen Parteien, auch bei den De­mokraten, aus Widerspruch stoßen wurde.

Londoner KNn-Offenflve.

Dr. Sthamer bei Chamberlain.

(Privat-Telegramm.)

London, 22. Dezember.

Nach Londoner Berichten hatte der deut­sche Botschafte,r in London am Sams­tag eine längere Besprechung mit Cham- b t r l n i tt bctrcffcnb die Räumung der Kölner 20ne Dr. Sthamer schilderte dem englischen Außenminister das Gefühl, das in Deutschland durch die englische Ankündigung entstanden sei wonach die Kölner Zone am 10. Januar nickt geräumt werden solle. Auch die Regierungs­bildung sei jetzt noch ernsthafter in Frage gestellt.

Lloyv (Storae und die 35rbtller für KV n.

Rotterdam, 22. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.) Aus London wird gemeldet: Lloyd Ge­orge hat im Unterhaus eine Antrag an die Re­gierung eingebracht, der die Nichttkaumung Kölns am 10. Januar behandelt. Auch die Ar­beiterpartei, die in der Raumungsfrage inter- velliert wird für die Räumung Kölns am 10. Ja­nuar eintreten und die Ablehung der Räumung als außer Achtlassung des Versailler Vertrags kennzeichnen.

*

Mrd fltss Mussolini erbarmen I

Rom, 22. Dezember. (Eigene Drahtmel- duna.) Der deutsche Botschafter war gestern eineinhalb Stunden lang bei, Mussolini. In politischen Steilen Roms erklärt man, daß der Besuch mit einem deutschen Jnterventions- ersuchcn in der Frage der Räumung Kölns un­mittelbar im Zusammenhänge stehe.

Deutschland in der Notwehr.

Köln, Hoefch und Herriot.

Der Gnadenerlaß der bayrischen Regierung, der nach der Begnadigung des Kappisten v. Ja­go w in Preußen sowohl den rechtsradikalen : Führern Hitler und Oberstleutnant Krie- b e l, als auch den linksstehenden Politikern Dr. Mühsam und Fechenbach zugute kommt, findet in allen volitischen Kreisen uberemstim. mende Billigung. Mit diesem Gnadenakt hat die bayrische Regierung eine freundlichere Pott­asche Atmosphäre aeschaffen, die besonders der bayern-seindlichen Propaganda im Reiche star­ken Abbruch tun wird. Gleichzeitig wird aber auch das Vorgehen der bayrischen Regierung als Beweis dafiir angesehen, daß sich dre politische Lage in Bayern in weitgehendstem Umfang- be­ruhigt hat und der bayrische Staat genügend befestigt ist, um der kommenden politischen Ent­wicklung mit Zuversicht entgegensehen zu kön­nen. Man hat daher auch im Reiche die Frage aufaeworfen, inwieweit es ratsam erscheinen könnte, eine Reichsamnestie zu erlassen, um die in der Zeit der schwersten inneren Erschütte­rungen verurteilten politischen Fanatiker von rechts und links wieder der Freiheit zuruckzu­geben. Im Reichsjustizministerium hält mar es für nickt unmöglich, daß bei einer weiteren Konsolidierung der inneren Sage eine Amnestie als Geste der Versöhnlichkeit m Er­wägung gezogen werden kann, ohne die Autori­tät des deutschen Reckt? zu erschüttern Wir glauben zu wissen, daß der Reichspräsident in den nächsten Tagen nocheinz e l n e B e gn a* digungsakte erlassen wird, die sich tn einer ähnlichen Richtung bewegen durften wie der Er­laß der bayrischen Regierung, den man schon deswegen für sebr zweckmäßig halt. Weil er an- stelle der vollständigen Begnadigung den te- arisf der Bewährungsfrist gesetzt bat. Besondere Schutzmaßregeln gegen sie find überflüssig. - as ist ein begrüßenswerter Fortschritt. Und die Aufhebung des Staatsgerrchtsbo- f e s zum Schn ne der Republik Ware die nächste logische Konsequenz. Anck eine Nachprüfung Der in Preußen gegen Kommunisten gefällten Ur­teile wegen politischer Verbrechen ruckt fetzt in den Bereich der Möglichkeit.

Von den gemeingefährlichen Räterepublik»- nern, die 1919 verurteilt wurden, haben manche, darunter Toller, ihre Strafen voll abge,es­sen die jetzt entlassenen Mühsam, Sauber, Karp, und Olschewski fünf Jahre aus der Festung zvgebracht, während die an dem ^vnckene. Geiselmord Beteiligten noch im ZuEtbaus blei­ben. Hitler und Oberstleutnant Kriebel dagegen haben nur ein gutes Ja>)i^Festungshast fiii< ter sich, und Dr. Weber bleibt vorläufig in Ge- toabrfam, weil er verdächtig ist, auch weiter an verbotener Organisation leilgenommen zu hab.n.

Köln und die kommende Reichsregierung.

(Eigener Jnformattonsdienst.)

Berlin, 22. Dezember.

Im Berliner Auswärtigen Amt macht man daraus aufmerksam, daß die Haltung der Be­satzungsmächte zur Frage der Räumung der Kölner Zone geeignet ist, die Lösung der Regierungsfrage in Deutschland erist- hast zu erschweren. Schon jetzt könne festgc stellt werden, datz die Anhänger einer Politik der Entspannung in Deutschland durch die Weigerung, die Räumung der Kölner Zone pünktlich durchzuführen, einen schweren Rück­schlag erlitten habe. Die Reichsregierung köin-e nicht bis Anfang Januar auf eine Mitteilung Englands warten und hat darum ihre P.ot-st- jchritte ürrits in diesen Tagen unternommen.

Neuwahlen werden die von der Opposition für ihr Rückkehr in die Kammer gestellten Be­dingungen erfüllt. Man erwartet daher, daß am 3. Januar die Opposition in die Kammer 8u- rückkehren wird, um an der Debatte über das neue Wahlgesetz teilzunehmen. In der po­litischen Lage ist sofort eine Entspannung eingetreten und die Blätter meinen, die Wahlen würden zeigen, wer im Lande die Mehrheit be­sitze. Mit Mussolinis Gesetzentwurf wird das ve, den letzten Wahlen angewandte Wahlsystem der nationalen Regierung abgeschasst.

Mit allen Ministern einig.

Rom, 22. Dezember. (Privat - Telegramm.) Soviel man bereits aus den Regierungölreisen erfährt, ist der unvermutete Entschluß Mussoli­nis zur Vornahme von Neuwahlen vorher von allen Ministern gebilligt worden, die sich gegenüber dem Ministerprästdenten eidlich verpflichtet hatten, nichts davon verlauten zu las­sen. Die Ankündigung der Neuwahlen erregt im ganzen Lande ungeheures Aufsehen. Allge- ntr;, "fr/et man diy Renwohlen^m^FrÜhjahr

herbeigeschafst,

heimlich der Baum, heimlich die vielen kleinen, bescheidenen Sachen, die doch nun einmal dazu gehörten Aus der Großmutter Kochbuch wurden die Rezepte des Weihnachtsbackwerks, des Christstollens entnom­men und wieder zu Ehren gebracht. Die Kui- der arbeiteten an den Weihnachtsgeschenken und nahmen womöglich noch die Nacht zu Hllfe und dazu das Singen und Klingen der Christnacht mit ihren alten Sitten »nd das Glockeichelaute m'.d um Mitternacht der Gesang der Nachtwach- ier! Und nun erst der Heilige Abend! x$m Feierkleide standen sie alle vor der Tur dergu- ien Stube", die Kleinsten zuerst, die Dienstboten die Reihe beschließend, voll Ungeduld das Klm- aelzeichen erwartend. Zu dieser alten Zelt geho- ren auch die Weihnachtsmärkte in den «Mdttn. Sie spielten damals eine große Rolle in den Wo­chen vor dem Fest. Was wir jetzt noch von ihnen sehen, ist nur ein trauriger Rest. Und dann tarn die neue Zeit. Die Erzeugnisse der modernen Industrie und Maschine veränderten die Lebens­bedingungen und Gewohnheiten und schufen ei­ne Menge neuer Lebensbedürfnisse, Eine Fülle von blendenden Gaben wurde über den Weih­nachtsmarkt ausgeschüttet und hie Auslagen m den Ausstellungen der Warenhäuser und Maga­zine schufen heißes Begehren. Der Tannenbaum

wurde umhüllt von Gold und eoilber, Festvorstellungen und Kinderfeste luden zum sto- ben Genießen. Aber nicht für alle ist dre «reu- de. Der dünnen Schicht Reichgewordener stehen Rot und Armut int strahlenden Lichte des Weihnachtssestes doppelt raurig gegenüber. Und wieviel schwieriger sind heute z. B. die Pflichten einer Mutter in der Erziehung und Forderung ibrere Kinder, welche Anforderungen werden an die Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit mancher Frau gestellt! Durch Sparsamkeit, richtige Ein­teilung und gute Verwaltung kann die ttsau d>e Einnahmen, die ihr vom Manne zugestanden werden, natürlich ganz beträchtlich vermehren. Und besonders bei den Vorbereitungen für das Weihnachtssest wird es möglich sein, durch rich- tiaes Einteilen vielen eine Freude zu bereiten. Es liegt so viel geheimnisvolle Kraft in dem Worte "Weihnachten-! Wie mit einem unsicht­baren Band umscklingt dieses Fest die getrenn­ten Glieder der Familie, oft fuhrt es die langst

Entfremdung wieder zurück ins Elternhaus : und ruft entschwundene Tugenden wach. Sollte . es sich dafür die Frau nicht der Muhe lohnen, so manchem, was uns von der alten Ueberliefe» I rung abhanden kommen will, wieder zu seinem Recht zu verhelfen und nach Möglichkeit auch Mißstände abzustellen? So z. B. die überttie-

Mussolini macht damit einen entscheidenden Schritt zur Entwirrung der politischen und par­lamentarischen Lage. Alle politischen Kreise sind von dem plötzlichen Entschluß Ncussoliuis ur Vorbereitung der Neuwahlen überraschr. Fast alle Zeitungen geben Extrablätter mit der Nachricht heraus. Allgemein findet der Entt schluß Mussolinis eine günstige Aufnahme und wird alS hoch patriotifch für die friedliche Klärung der ernsten politischen Lage gedeutet.

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fonen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. ?e" deuts > Kölns nicht von ihm allein L "entscheiden wäre." Es sei das eine Angelegen, heit aller Alliierten; er hoffe auf die beutle Bereitwilligkeit, die schwebenden Fragen streng nach dem Versailler Vertrag zu regeln und er könne den endgültigen Feststellungen des Bot­schafterrates nicht vorgreifen.

»eulschlanbs Recht eint... Erpressung.

Paris, 22. Dezember. (Privattelegramm.) Mehrere Pariser Zeitungen behaupten teils unter sensattoneller Aufmachung, daß ber deutsche Botschafter ein Ultimatum nber- reickt habe. Er habe damit gedroht, daß sich Deutschland eine nationalistische Regierung Ken werde und das diese den Dawesp an kündigen wird, Wenn Köln am 10. xsanuar nicht geräumt würde. Ein Pariser Blatt schreibt, Deutschland wolle um jeden Preis die Räumung Kölns erlangen, bevor die öffentliche Meinung Über die Ergebnisse der Militärkontrolle un er­richtet fei. Ein anderes Blatt deutet die Er­klärungen Hoeschs dahin, die allgemeine Räu­mung sei das einzige Mittel um den Abschluß des Handelsvertrages zu erleichtern, 6er nach dem zehnjährigen einen Tarifttieg vermei­den wird, der für die französischen ^rckuitr,ell n niederschmetternd wirken! wurdeEml drtttes Blatt kommt zu dem Schluß,,haß nur zwe, Lvege offen stünden. Entweder wurden die Alliierten in Uebereinsttmmung mit den Resultaten de. Militärkontrolle Köln nicht räumen und m diesem Falle würde man tn Deutschland eine nationalistische Regierung Haber, oder aber, man ließe sich durch die deutschen Drohungen etn- schüchtern und dann werde man Wieder em Ka­binett Marx hüben, das auf schwachen Füßen Heben würde. Darum sollte man d>e noch be­stehenden Pfänder nicht aus den Handen geben, ba dann die Reaktion der nattonattsti- schen Regierung weniger gefährlich fetn würbe.

Ist das Dersödnung?