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Meter Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitun

14. Jahrgang

Mittwoch 17. Dezember 1924.

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Gegenspielen M6cövi?m^

Heber Kriegsschulden und Völkerbund.

einen Einfluß auf die Regierungsfrage ausüöea kann, ist selbstverständlich.

Was EhimokriL.-; N:chf gesagt hat

London, 16. Dezember. (Privattelegramm.' Ein Londoner Blatt schreibt nach der gestrigen Unterhaus-Debatte, daß in den Fragen über Die Rüstungen Deutschlands, über Marokko und die interalliierten Schulden zwar kein bestimm­ter Fortschritt erzielt, daß jedoch eine günstige Atmosphäre durch die Reise Chamberlains ge- schafsen worden sei. Ein anderes Blatt erklärt: Chamberlains Ausführungen über Aegypten seien unwürdig und bedauerlich. Westminster Gazette nennt die Rede des Sraals'ekretärs enttäuschend, vermißt Erklärungen über die in­teralliierten Schulden und nennt die Ausfüh­rungen über den Völkerbund vage Allgemein­heiten. Daily Telegraph schreibt, die Rede habe aus das Unterhaus tiefen Eindruck ge­macht und werde auch im Ausland nicht weni­ger günstig wirken. Daily Chroniele erklärt, die Rede gehöre nicht zu den besten Reden Chamberlains. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Chamberlvin neue Orien­tierungen der alten Entente angeregt habe. Durch die bedauerliche Krankheit Herriois und die unsichere politische Lage Frankreichs würde die Lösung der mit Deutschland zusammenhän­genden Fragen nicht erleichtert.

bompoltei zur Dankadresse auf die Thronrede wurde diese

mit 363 gegen 132 Stimmen abgelchnt.

Fn dem Zusatzantrng wurde die Politik der Re öierung gegenüber Rußland-Aegypten getadelt.

>chen Kreisen erfährt man, daß die Rechtspartei­en in gemeinsame Verhandlungen über eine g e - meinfame Kandidatur für die im näch­sten Frühjahr stattfindende Neuwahl des Reichspräsidenten eintreten werden, so­wohl diedeutschnat onaleKandidatur Dr.Wall­raf, als auch die volksparteiliche Ausstellung von Dr. Jarres sind nicht als endgültig anzuse­hen. Es sind sogar andere Kandidaten wahr­scheinlich, da die Genannten zögern.

London, 16. Dezember. Im Verlauf seiner estrigen Rede im Unterhause erklärte Cham­berlain, daß das Genfer Protokoll in Rom nicht behandelt worden sei, weil die Hal tung der Regierung in dieser Frage, als er Lon­don verließ, noch nicht bestimmt gewesen sei Das gleiche könne von den Kriegsschulden gesagt werden. Im Grunde genommen sei

in Rom nichts Sensitionelles beschlossen warben. In der Hauptsache seien sekundäre Fragen geregelt worden, die aber zu Reibun­gen geführt hätten, wenn sie in der Schwebe ge- lafs-n worden waren. Man müsse auch die ge­ringsten Meinungsverschiedenheiten vermeiden, wenn mau nicht die t n t e r n o t i c n n t e 8 u = sammennrbeit für die großen europäischen Fragen gefährden wolle. Die britische Regie­rung würde die Bildung einer ägyptisch- s u d a n e s i s ch en Kommission Vorschlägen unter Vorsitz einer von neutraler Seite ernann­ten Persönlichkeit In Bezug auf den Sinow- jewbrief lasse das BeweiSmaterial keinen Schad len eines Zweifels an der Echtheit des Doku­ments und deshalb habe die Regierung eine entsprechende Note abgesandt.

(Privat-Telegramm.)

London, 16. Dezember.

Im Unterlaufe erklärte gestern nach Cham berlain M a e d o n a l d in der Kriegsschnl- oenf rage: Die Alliierten seien jedesmal sehr ersiaunt gewesen, wenn er diese Frage aufgewor­fen habe uns sie hätten sich den Anschein egeb.n, als ob sie zum erstenmale etwas davon hörten, oaß England seine große Schuld an Ame­rika bereits abzuzahlen begonnen habe Es müßte den Alliierten klar zu verstehen gegeben werden, daß der englische Steuerzahler nur des- balb die unerhört hohen Steuerlasten zu tragen habe, weil leider immer noch nicht

die Alliierten ihre Schulden gegenüb w England bezahlten.

Maedonald sagte weiter, der Völkerbund wünsche nicht in Aegypten zu intervenieren, aber wenn er ersucht werden würde, der britischen Regie­rung bei der Regelung zu helfen, so würde er eine seiner herrlichsten Taten vollbringen. Da­rauf nahm Chamberlain noch einmal das Wort auf eine Anfrage und erklärte, die Regie­rung fahre fort, das englisch-europäische Ab­kommen vom Jahre 1921 durchzuführen.. Bei der Abstimmung über den Zusatzantrag der La-

Äiiieioeilvreu'e Geichäus-Aiijeigeo deile 15 Ufennta amilten»Arwetgen 3eile 15 'Pfennig. Kleine Anzeigen das Gor,2'1,Bfennta. 3tef!J^en »ie ^«te öiT »rennig. Offertgebühr tu Pfennig Wei Butenbung der Crferten 2iPfennige -HeßnungS betrüge find innerhalb 5 Tagen w bezahlen Maaaebenü M ber Kurs des ckablunos mges. ,W die Richtigkeit aller durch ,>erufvre»er awgegebenen Änretgen^lowie für Aufnahmedaten und vliwe kann ntch' garantiert ^r^e-' t^lr Anretaen rut befonders iebroierigem Sah IW vrarem Autfchlag. Druckerei schlachtbomr^-»-» lSefchäftsftelle Köln Strafte 5. gegenüber »er ssoohrftrane afernforecheriibi it. oo-

Trotzki im Exil.

Der L ater der Roten »Armee.

Die itijnteren Gegensätze im Moskauer Sowjet«, lager hauen »en geiürrtzteten Ches Ser Siotcn Garee gestürzt. Denn seine Kra- kheit und Er- ho.ungs e>se uach Eudrntzl ito fiiti nur ein harm iosee Ctikctt für Vie envgiittt.-Derbannuag «in Mitarbeiter srhitver feine Är-egen,asa>tne Bei den deutschen Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk um die Jahreswende 1917 bis 1918 war er von Anfang an der fordernde Teil, obwohl er keinerlei Macht hinter sich hatte und das russische Heer zu einem Kampfe gegen die Truppen der Mittelmächte in keiner Weise geeignet war. Er wollte sich Zeit verschaffen, um wieder ein Machtmittel tn die Hand zu be­kommen, sowohl zur Befestigung seiner Macht im Innern, als auch gegen den äußeren Feind, der voraussichtlich die junge Republik angreifen Würde. Denn Die Reuschöpfung der Armee t;t ihm vollauf gelungen. Die heutige Sow'et- Armee ist entschieden, trotz der ihr anhaftenden Fehler, ein nicht zu verachtender Gegner uns noch immer ist Trotzki unausgesetzt bemüht, die russischen Truppen aus einen hohen Stand der Ausbildung zu bringen. Die ersten drei Jahre der Roten Armee bis zmn Ende des Polen­krieges waren die

Sturm- und Drangperiode des Sowjet-Heeres, die durch fortgesetzte Kämpfe im Jiinern wie gegen Außere Feinde gekennzeichnet ist. Trotzki gründete aus Den Kulis, welche die Zaren- regierung während des Weltkrieges zu Arbeit- zwecken herbeigerusen hatte, besondere Bo taillone, die heute noch als .,9iote Gar­tz e bestehen. Dem Obersten «täte treu ergeben, werde diese gut bezahlten und hervorragend verpflegten Chinese» wegen ihrer Grausam­keit überall auch in der Armee selbst gefürchtet; sie ziehen nicht ins Feld, sondern versehen nur Wachdienst und Dienen als Henker. Trotzki sah bald ein- daß die alten Truppenteile des Zaren nur in den seltensten Fällen zu ge­brauchen waren und schuf daher unter der Lei­tung von ihren treu ergebenenKommissaren" nette Verbände, die lediglich zu seinen Gesin- nnngsgenossen und Anhängern der jungen Re- padlck bestanden. Alle Soldaten wurden streng auch nach ihrer politischen Gesinnung hin be­wacht, jedes nur irgenotote verdächtige Element wurde ansgemerzt. Wegen der herrschenden Le­bensmittelnot meldeten sich zum Diensteintritt zahlreiche Arbeiter, die den

Kern der Infanterie »nd Artillerie bildeten. Aber auch viele Bauernsöhne waren der neuen Idee zugetan und traten beim Heere ein, sie wurden, soweit es sich bei dem stark zusammengeschmolzenen Pferdebestand er­möglichen ließ, beritten gemacht. Jeder Einzelne war bereit, alles für die neue Idee zu wagen. Aber die Regimenter zeigten auch bald alle Nachteile der Neubildungen, und der Poleu- krieg deckte alle Mängel auf. Mit einem wahren Feuereifer waren die russischen Heere vorgedrungen und träumten schon von einem Weltsieg, als vor Warschau ihr Sieges­zug endete; es fehlte an allem, dessen ein neuzeitliches Heer bedarf. Die höhere Führung versagte völlig, die rückwärtigen Verbindungen waren unzulänglich, Bewaffnung und Aus­rüstung waren schlecht. Mit klarem Blick bat Trotzki diese Fehler sofort erkannt. Rücksichts­los durchgreifend hat er Wandel geschaffen. Eine Anordnung folgte der anderen, vor allem aber ist die

Einführung der allgemeinen Wehrpflicht kein Werk. Ihm verdankt die Rote Armee 'bre jetzige feste Gliederung. Unermüdlich war er b. strebt, ein tüchtiges Offizierskorps zu schafken, und hat zahlreiche Krregsfchulen errich­tet, auch die alte Kriegsakademie wieder aufleben taffen. Geschickt hat er auch die sriihe- reu Offiziere herangezogen und sorgt durch das von ihm eingesührteGeißelsyfiem" dafür, daß ; sie nur den Bestrebungen der Sowjets dienen können. Freilich ist die Rote Armee nicht das, was man chas Volk in Waffen" nennen kann, sondern eine Gemeinschaft bewaffne­ter Arbeiter und Bauern unter Füh­rung kriegserfahrener Revolutionäre. In ihr und in ihrer Zusammensetzung wie tn ihrem Geiste spiegelt sich unwandelbar die Revolution mit ihren inneren Kräften und ihrer Arbeits­weise wieder Im Kaukasus hat die Armee kürzlich gezeigt, daß sie mit allen technischen : Einrichtungen der Neuzeit au&jeriiftet ist, und . daß sie frühere Mängel im Rackschubwesen ab­gelegt hat Auch ihre Ueberführnng vom Kau­kasus nack China ist schnell vor sich gegangen, ein Beweis, daß auch das Transportwesen ent« ! sprechend ausgebaut worden ist.

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> 25lutlne 2i; ftMkdurkkwn.

s Berlin, 16 Dezember. (Eigene Drahtmel- Ditng.) Moskauer Meldungen besagen, daß bei

Zer große Schweiger WmdZrlem Rede und Antwort im Aut rhaus.

Er kommt mit leeren Händen heim / Das Fazit von Paris

' und Skom / Sein großer Arrt pode / DaS enttäuschte Volk.

Drr sianclei Neueste« Nachrrchie» er'cheiuen rohdjentUtb lechsmar uachmuiags Der Äbonnemenwvreis beträfli für oen Monai 2.- Mk bei 'Teter rtufteQunn ins Haus in der toefchäfteftcUe abueholr I.KUDif. Durch fr Pvn monmlich 2.ini Mk auaftbliefelith Zuftellungsaedithr Berlan und Redakiiv^ Schlachibofttrane 28/30 iZernfprecher 951 tmi> 952 Mir uunerlanai eingefenb - Beiträge kann >ie Ne- zakito» eine Beranfworkuua oder Gewähr in keinem ftcOe avernehmen. Ruck- mhluna des BequasueldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmämger '.,tef>*rnno 'ft ausoefkhloffen Poffscheckkonto Fran En r e. Main Nummer 6380

Sm Feuer der Debatte.

England und der SueMnal.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 16. Dezember.

Die Untcrhaus-Tebatte wurde später sehr .ebhast während der Rede des Arbeiterführers T h o m a s über den Smowjewbries. Im Ber laufe seiner Ausführungen kam es zu verschic- venen kurzen Auseinandersetzungen zwischen ihm und Chamberlain, die Beifallsstürme auf Seiten ihrer Anhänger anslösten. Der Unter- staatsselretär für Aegypten erklärte, es sei nur ein geographischer Zufall, daß die große Fahr­straße, der Suczkanal durch Gebiete gehe, das vom ägyptischen Volke bewohnt sei und was auch immer die Rechte dieses Volkes feien, die

Pflicht, die England für die Zivilisation habe, sei, diese große Fahrstraße aufrechizuerhal *r*r , > filmte nicht zulassen, daß sich irgend jei>.D.:'r, fei v Aegypten oder jemand anders, in diese Lebensfrage cinmische.

Das Vakuum.

Wie lont« n» * ohne Regierung?

(9$on unserem Berliner Informationsdienst.)

Das Reichskabineti hat nunmehr auch formell feinen Rücktritt erklärt, obwohl über die Frage der Neubildung der Reichsregierung noch kei­nerlei Klarheit geschaffen werden konnte Zur allgemeinen Ueberraschuna haben die volks­parteilichen Minister, insbesondere Außen­minister Stresemann, an dem entschei­denden Ministerrat nicht tetlgenom- men In den politischen Kreisen erblickt man in dieser Tatsache eine DemonstrationTr. Stresemannsgegenden Reichskanz­ler Dr. Marx der für den sofortigen Rück­tritt des Kabinetts verantwortlich ist. Es ver­lautet übrigens, Dr. Stresemann habe in einer vertraulichen politischen Mission Berlin ver.as­sen. um eine bestimmte politische Persönlichkeit auszusucken, die er für die Kabinettsbildung gewinnen will. Die politische Hochspannung hat augenblicklich ihren Höhepunkt erreicht. In den maßaebenden varlamentarischen Sticiien herrscht große Beunruhigung wegen Der außenpolitischen Wirkungen der ge­genwärtigen Krise, die sehr ernste Gestalt an­nehmen müsse, wenn nicht in kürzester Frist eine Entspannung bei Situation herbeigesührt wird. Sollte der erste Versuch zur Bildung einer Bür­gerblockregierung scheitern, so würde Reichs­kanzler Dr. Marx wahrscheinlich einen neuen Auftrag vom Reichspräfldcntett er­halten, um seinerseits eine Lösung herbeizuftih ren Ob aber Dr. Stresemann in einem neuen Kabinett Marx wieder den Außenministerposteu übernehmen wird, bär gt insbesondere von der Haltung der Deutscken Volkspartei ab, die kaum bereit sein dürste, ohne die Deutsch na­tionalen an der Reickstegietung teilzu­nehmen

Obwohl Reichspräsident Eberl noch nickt Gelegenheit hatte, mit den Parleisührern R'ick- svrache zu halten sind schon jetzt Gerüchte über eine angeblich bevorstehende Berufung Stresemanns im Gauge. Die Deuts.te Volkspartei beansprucht in der Hauptsacke das Außenministerium, das Reichs­finanzministerium und das Reichswirtschafts- ministerium Vor Mittwoch abend wird aber kaum eine Entscheidung fallen können, da im wesentlichen alles nach wie vor von der Haltung der Zentrumspartet abhän­gen dürste Die Aussichten für das Zustande­kommen einer Regierung sozusagen auf oen ersten Anhieb Yin sind nach wie ver verschwin­dend gering. Zwischen den Parteien haben im Lause des gestrigen Tages Verhandlungen über die Kabinettsbildung nicht stattgefunden Nur eine Fühlungnahme mit Vertretern der Win- fchaftspartei ist ?u verzeichnen, die aber ohne prsitives Resultat verlaufen ist. Zunächst neh­men sowohl die Reckte wie die Mitte Dte Wirt- schastspariet für stck in Anspruch, wobei nur soviel feststeht, daß der Führer des Baye­rischen Bauernbundes Pros. Fehr sich für die Bildung einer Regierumg der Mitte aus­gesprochen hat.

Es ist natürlich, daß am Vorabend der Frak- tionsentscheidungen alle Parteien nochmals ver­sichern, daß sie aus der ihnen :e»eL8 genehmen Lösung unbedingt bestehen werden und jede an­dere Koalition auf das entschiedenste bekämpfen. Daß unter diesen Umständen überhaupt keine Regierung zuftandekäme, scheint eine Frage zweiter Ordnung zu sein, über die sich einige wenige Politiker den Kops zerbrechen können. Der Reichspräsident wird nicht vor Don- nerstag die ofsiziellen Verhandlungen mit den Parteiführern aufnehmen, die sich auf die Neu­bildung des Kabinetts beziehen. Er wird zunächst das Ergebnis der Frakttons- f i tz u n g e n abwarten, die jetzt ftattfinoen .

Ohne «ehr und Waffen.

Berlin, 16. Dezember (Privattelegramm) Berliner Blätter weisen an der Hand von Tat­sachenmaterial die Behauptungen französischer und englischer Zeitungen zurück, daß die letzte Militärkontrolle in Deutschland ein un­befriedigendes Ergebnis gezeitigt habe Es wird nachgewiesen, daß in Deutschland ine allgemeine Wehrpflicht völlig abgeschafft ist und daß Deutschland im Jahre 1931) lediglich über 115 300 ausgebildete Soldaten verfüge, da dann die Kriegsteilnehmer ausscheiden

Ein Dorftosi tn Lreußen.

Berlin, 16. Dezember. (Privattelegramm., In denr Preußenkrisis haben, wie rotr erfahren, Die volksparteilichen Minister dem Ministerpräsidenten mitgeteitt, daß sie eine schnelle Stellungnahme des Kabi­netts übet Die Anpassung der Regierung an das Wahlergebnis für ununmgänglich notwen­dig halten. Somit ist auch für Preußen mit ei­ner baldigen Lösung der Reqierungsfragen mit einiger Sicherheit zu rechnen

FrLtzjohrswohl des DrLfideMkv.

Berlin, 16. Dezember. (Eigener Informa­tionsdienst.) Ans maßgebenden parlamentari-

Aor fchwerw exet deu snff^ affen

Berlin, 16. Dezember.

Man erwartet zur Zeit im Auswärtigen Amt nicht nur eine Mitteilung der englischen Regierung über die Frage der Räumung der Kölner Zone, sondern auch die Anfrage der anderen Besatzungsmächte, ob Deutschland bereit sein würde, über die

Räumung Der Kölner Zone ein Abkommen mit sämtlichen Besatzungsmächten

zu treffen. Weiter wird bekannt, daß England damit einverstanden sei, den Vorsitz in der Kon- troükommission des Völkerbundes einem franzö­sischen Militär, genannt wird der General Walch, zu übertragen. Auch das Problem der Entmilitarisierung des Rheinlandes tritt jetzt wieder in den Vordergrund.

Hvekchs Berliner Mission.

Auslandspolitik . . . Regiernngsbilvung.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 16. Dezember.

In Berlin ist der deutsche Botschafter in Frankreich, Dr. v H o e s ch, eingetroffen. Wie wir hören, handelt es sich bei seinem Bericht hauptsächlich um das Problem der Fortführung der bisherigen Politik der

Entspannung zwischen Deutschland und Frankreich,

die nach Möglichkeit dadurch gesichert werden soll, daß die beiden Länder sich sowohl über Die Räumungsfrage, als auch über das Pro­blem der Sicherheiten verständigen Hoeschs Reise hängt auch mit Der Fertigstellung des Schlußberichts Der interalliierten Militär- koutrollkommiffion, Der spätestens Ende Dieser Woche offiziell überreicht werden soll, zusam­men. Im Auswärtigen Amt wird Darauf An­gewiesen, daß Hoeschs Berliner Aufenthalt mit den Fragen Der Regierungsbildung in keinerlei Zusammenhang

stehe. Daß fein Bericht über die allgemeine außenpolitische Lage in besttmmter Hinsicht auch

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