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Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung ,
Hessische Abendzeitung
Freitage 12. Dezember 1924.
Frankreich soll bezahlen
Eine neue (Regierung in Gicht. Feuer und Schwert
®cr ... x J Blutgericht der russischen „Tscheka".
„1610)$^ räftdcnt CJjtf('i)C!t'Ct. 3 !«<nem Dniho, „Der rote Terror in Äintzlan
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sich selbst das Grab zu schaufeln.
Während des Bürgerkrieges wurden die Köpfe
Der Redner trat darauf für die R e g le u n g der
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u überbrücken.
3 feinem Dnkhr, „Der rote Terror tn Äintzland" 5ot Peok- Malgtt off grauenhafte Berichte aber da Wnien dvijchewi!ti,cher tSeheimkommiffare der „Tscheka«-nfammengestellr, wie ffe diatiger kein Dol« der Erde au znwetsen tjat. Er schreibt
steiiums und des Relchswehrministermms. In Preußen beanspruche die deutschnationale -Partei von den acht Ministerien die Hä »sie, und zwar den Posten des Ministerpräsidenten Uld des Ministers des Innern. In den Kreisen der Parteien der Mitte erklärt man, schon jetzt, daß deiartige Ansprüche überhaupt nicht diskutabel seien. Besonders in den volksparteilichen Kreisen ist man c uferordentlich überrascht und fragt sich, ob Herr von Freytag- Loringhoven ldcr Verlasset des Artikels) sich über die Wirkung der von ihm aufgestellten Forderungen klar sei Was den Reichskanzlerposten betrifft,
Marx-Stresemann treten zurück / Sozialdemokratie und Volkspartei als R-Valen / Fühl, r von rechts und links / Die große Frage.
Dürgerbloikregierung mit Einschluß der Deutschnationalen
Frankreichs Schulden im Unterhaus lEigene Trabtmeldung.)
London, 11. Dezember.
In der gestrigen Unterhausfitzung sprach ein Arbeiterabgcordneter über den Sinowjew- bries. Baldwin antwortete, daß die Unter, luchungskommission den Brief für echt halte. Der frühere Minister Clyncs erklärte dagegen, daß nach seiner Uebcrzeugung das Dokument eine Fälschung war. Wenn die Arbeiterpartei weiter so bekämpft werde, dürfe man sich nicht wundern, wenn in kurzer Zeit der
Kommunismus in England siegen werde. Der Liberale Sir John Simon erklärte darauf, daß nach seiner Ansicht das Schreiben Sinowjews echt war. Das Land habe gut daran getan, den Sowjetvertrag abzulrhuen.
Dor der Entscheidung
Im Reich und in Preußen.
lEigene Drabin'eldang.i
rr,ts heute, wenn auch vicsteicht erst nm späten Abend, innerhalb des Kabinetts die E n t > ch r i- d u 11 g über die Frage
Große Koalition ober Bürgerblock
Berlin, 11. Dezember.
Nach langen Erörterungen Hai sich das Reichc- kabinett gestern nachmittag dahin entschie- ben, daß es alsbald zurücktreten werde. Der Reichskanzler wird sich, mit dem Reichspräsidenten wegen des Zeitpunktes des Rücktritts ins
“ setzen. Die Entscheidung liegt aus- ichließlich beim Reichspräsidenten. Der Vor- warts konnte schon vor zwei Tagen mitteilen, daß im Falle eines Rücktritts des Reichskanzlers Marr Präsident Ebert zunächst die S 0 z i a l d e - m ® ta t i e als stärkste Partei anhören würde
iim Freien statt, aus einem Hofe oder irgendwo außerhalb der Stadt. Den Opfern wurden die Augen verbunden und die Militärabteilung der Tscheka gab eine Salve ab. oder die Todeskandidaten wurden einzeln durch einen Schuß ■ 'den Nacken ins Jenseits befördert. Lebten sie stioch, so gab man ihnen mit dem Gewehr- oder Revolverkolben die „Gnadenschläge' auf den Scklidel. Bei Massenhinrichtungen wurden Ver- urteilte oft gezwungen,
Was nun?
Scharfe Kämpfe hinter den Parteikuliffen.
Einzelnummer Iß Pf. Sonni-mo 13 Pf 14. ZaArgtlNH
Äfnetgenoreife Ge!cdails-An»eiue,i .Seile 15 Pfennig. izamiUen-Än»eigen Zeile 15 Prennig Kleine Anzeigen das Wort 20, Piennig. Reklamen die Zeile 60 Pfennig pffertoebubt in Pfennig (bei Zusendung der Önerten 2o Pfennigi. Rechnungs- d -r-aaen zu bezahlen. Maßgebend fff Oer Kurs des Zadlungs- die Rlchfigkeit aller durch .sternlvrecher aufgegebenen Anzeigen, fowie 'Ur Auinahmedafen und Platze kann nicht anratiliert werden ftitr Anzeigen mi “,.e'9‘1 i?"s lchwieriaem-aö toi) Prozent Aufschlag. Druckerei Schlachtbofstr. 28/30 Geichaitsneue Köln. Straffe 5. gegenüber derSvobritrane. ifernlvrecher 951 u. 952
Nach anfänglicher Abschaffung wurde die To- dcssträfe bald wieder zur Generälstrafe erhoben. Die Konterrevolutionäre, die ehemaligen zaristi- Icken Generäle und Minister, Polizeibeamte und fn«pn ' politische Spitzel, Fabrikanten und Großgrnnd-
^ot"eruna6nn^u t ,nt"’smcf6ct-c beutschnationake besttzer, Offiziere und Beamte, Mörder und 3iäu= tu-r inSnpO.mi JL maßgebenden Refforts Iber, Brandstifter und kleine Diebe, Spekulanten al- ^ü^te^ o‘Jf '»ehr und Händler, niemand wurde von ihr verschont,
"4“ * "nsthafte Verhand- es gab überhaupt kein Vergehen, vas mit der
den^Bes-chsnk tanln ' e Parteileitung will Todesstrafe nicht gesühnt worden wäre. Das ‘ • , '«e,ne« Bürgerblockre - Recht, unbeschränkt Todesurteile zu fällen, hat-
Mellon „nstek Umstanden fernzu- ten die T sch eka o rq a n e, die selbst in den nrliilL ? bro peflen eine Rechts- kleinsten Nestern nicht fehlten. Beschwerderecht SS '?1 Reichsreglerung mit größer gab es nicht. Wie und von wem aber wurde die f^^^°uLunebmen. Diese Haltung Todesstrafe vollstreckt? Ihre meist übliche Form ioll auch das Zentrum maßgebend beeinflussen, war das E r sch i e ß e n. Das geschah nicht sel- ten in geschlossenen Räumen, ,. B. in Moskau
<5 ref-mant? cv e^nVer? in einer unter dem Hause sich befindenden Au-
Berlin, 11. Dezember (Privattelegramm ) - ° « e Oesters aber sand die Hinrichtung
Zu dem Rücktrittsbeschluß des Reichslabinetts """"" .....“4““-
bfTrl,e,"?'e blätter, daß der Reichskanzler voraussichtlich noch k^'ir mit dem ReickSpräsiden- 'kber den Beschoß Rücksprache nehmen wird.
Gegenwärtig scheint die
In den Kreisen um den Reichskanzler Dr. Marx ist man der Ansicht, daß die Politik der Mitte weder einen Kamps nach rechts, noch einen solchen nach links kenne, sondern habe die Aufgabe, Gegensä,. „.. " L 2.... Der ganze Sinn der bisherigen Regierungspo- litik werde vollkommen verloren gehen, wenn man jetzt dazu übergehen wolle, die alten Konflikte wieder in den Vordergrund zu drängen.
In den politischen Kreisen verlautete gestern abend, daß das Reichskabinett beschlossen Hai, in den ersten Tagen des Monats Januar zu- rückzutretcn. Dieser Beschluß sei darauf zurück- zuführen, daß trotz der weitgehenden Ueoerein-
stimmung der Mitglieder des Kabinetts doch
noch ernste Meinungsverschiedenheiten über
die Frage der Regierungsbildung bestehen. Ein —- .......
sofortiger Rücktritt des Reichskabinetts kommt und daß diese voraussichtlich dem Reichspräsi- nichi in Frage. Der Parteivorstand der Deut- deuten Vorschlägen würde, scheu Volkspartei hat sich, wie wir hören, wiederum Dr. Marx mit der Kabinettsbilduna entschieden gegen die Wieder^eistttllung der beauftragen. Eine reine Rechtsregie- Reiche^ ausge rllnfl lasse der Reichspräsident nicht zu und st auch nicht die sozialdemokratische Partei. f
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* ^^ere Aussicht auf Verwirklichung w ' ?obe" ..aIS dte große Koalition. Als Kanzler 1 Ur Burgerblockregierung wird von mehreren X'"!®' ?r?/Esemonn genannt. Die Germania schreibt zur Kanzleifrage, es ist nicht,--------- — ,VU),|C
ent möglich, daß ein Kabinett mit deutschnatio- auf chinesiche Art abgeschlagen: die Opfer rnuß- ^^^^'licher Mehrheit unter Zen-1 len dabei ihre Hälse recken — so kam der be- trumsfuhrung steyen kann. Das Verhältnis heg tütimte General Rußki ums Leben. Dann wic- l“ ,ebcr Regierung werde und oleibe ber vergrub man sie bei lebendigem Leibe oder oaourcy bestimmt, ob sich die künftige Politik verbrannte sie; man verwandelte die Menschen aus veralten Linie bewegen werde. in Eissäulen, indem man sie im Winter draußen
• mit kaltem Wasser begoß oder man tauchte
I.t-M in Dre'tz'n r kn der Schwebe. pte in eine siedende Flüssigkeit;
^ Dezember. (Eigener Informa ! man räderte, pfählte und kreuzigte sie, sprechnnaen innerhalb^ man erhängte sie zu Hunderten und ertränkte sie
^«s'»Slbd°spreußischen Staats- in Massen. Tas Schlimmste jedoch war, daß preußischen RenierVnn ‘L selbst mittelalterliche Folterungen mit oft
Ergebnis geführt ^D?/ hntfahnw^r-r1Cl<m-em et0en§ ^terju erfundenen Werkzeugen praktiziert ster halsen ttaendwe^ie ' wurden. Letzteres ist offiziell bestätigt und so-
der Regierung für unmünlirfi ^fnlmme 'n'irfj/'s 10ar Gegenstand von Gerichtsverhandlungen gc- neuen LandMg.ivarteien 9 blc | morden. Es wurde dabei nicht allein das durch
Stellung genommen haben ^Ä?s/z i° bas Omsker revolutionäre Tribunal gerügte Bern okratifcheu Minister »»5-« 2,1!!^/ILießen mit brennendem Siegellack und Erklärung ab, daß^ die^sozichdeinokratische^Va^I^ietßen der wunden Hant ausgeführt, sondern tei sich ihre EntscheibitnaeTnnrh! ,tod’ verschiedenes anderes So wurden Nadeln ten müsse. Infolgedessen werden »i?VemtV unter bie Rägeln gestochen, Daumenschrauben Hungen zur Wiederherstellung der großen »oanl^lest, die Glieder auseinandergerenkt, die hon in Preußen solange vertagt werde,. ' ffi ° Augapfel gedruckt, die Schädel mit Revolverkol- Einigung in den Parttien erfolat ift b,ep™ blutig geschlagen, fiktives Schießen geübt u.
inniM1 I'1' Io- m. Ausgegrabene Leichen wiesen unglaubliche
Nnminer 292. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf
England es annehmen werde dnffqöü^^ Perstürnmelungen auf. Wer aber waren die Frankreich nünfti^c7c ^P^nmmn2 t■■ Henker? Im zaristischen Rußland gab es wie in
aeluna keiner „ SP "9™ für dte Re- allen anderen Ländern Scharfrichter. Größten- gewahre. Frankreich teils waren es frühere Kriminelle. Der Henker ganz gut im Stande, seine erhielt pro Stück bezahlt. Einmal waren
Schulden au England zurückzuzahlen fS ganze Militärabteilungen der Tschekisten, die
Der Abgeordnete eenttinrtftn rs.w. \ r diese Todesurteile vollzogen. Dann gab es ein« ^ronfreim ^ette' daß zclne Henker, oft frühere Banditen, die
de» St Teil seiner Schul- sich durch diese Tätigkeit ihr Leben erkauft hat-
oen bezahle. Der Abgeordnete Jnung erklärte, ten. Ferner sind die Fälle erwähnenswert, in raß England sich von Amerika nicht überholen denen lassen dürfe. Der Schatzkanzler Chur- Richter und Henker in einer Person ch i l l erklärte darauf, daß die kommende Kon- auftragen. Nicht selten waren es die Vor- ferenz der alliierten Finanz Minister sitzenden der Tscheka oder der besonderen Tribu- aicht schon von vornherein durch Vorwürfe uBcrlnaIe in eigener Person. Als Leiter der Kriminal- Polemiken gestört werde. Im Gegenteil müOeP?cIilciJunc,iert,e damals ein junger Mensch na- ö ÄÄE ÄÄ“ liS ■ & XWäTÄ ® .vorbereiten, soviel er wisse, bestunden der Kriminalpolizei eigenhändig die Todesstrafe, letzt keine onizlellen Verhandlungen zwischen indem er den Verurteilten einzeln durch den Frankreich und England. Es handele sich ledig- Nackenschuß den Garaus machte. Traf er schlecht, lich um Sondierungen. Churchill erklärte weiter, f° zertrümmerte seine Frau dem Angeschosse- doß die seinerzeit abgeschlossene e n a l i s ch. den Schädel mit dem Revolverkolben. Tre- amcrikanische Schuldenreaeluna p^.^.^urde später als psychisch nicht einwand- d- rchgeführt werden müsseDer^Grundsatz^^dc? fcme8 ^ens enthoben. Die
Balfournote sei gewesen, daß England alle Frauen als Henker
ihm geschuldeten Beträge streichen werde wenn btIbcn etn Kapitel für sich, und zwar eines der es bezüglich seiner Amerika geschuldeten Beträge «0l?e ?rn^nJab e§?
ebenfo 6efmnhHt mrrh» „ I sa. Wologda, in Baku, tn Moskau und ander-
. brnkn »i,r ,r(nn e' “ bJr m“^C orts. Eine der markantesten Figuren der allrus- elcnso^ viel er.angrn wie die Vereinigten fischen Tscheka war ein Arzt namens Ke- «taaten von England verlangen d r o f i. Er bereiste ganz Rußland mit seinem be« werden. Durch die 26proz. Ausfuhrabgabe würde sonderen Strafeisenbahnzng, stellte überall Listen England vielleicht ungefähr zehn Millionen von Todeskandidaten auf und ließ sie zu Hun- Psund in diesem Jahr erhalten, nach dem D- Werten erschießen. Seine Frau hat eigenmäch- weLplan dagegen ungefähr zwanzig Millio- "^^^2^"/„^?v stienschen ms Jenseits beför- «tihms im oert Kedroff selbst hat im Jrrenhause geendet.
-a1 .E.' s m<n?a C v “'! Revaratronen von ftg^Etigi war eine Frau als Henker in Mos- Deutschland. Niemand aber könne sagen, wie kau. Sie erschien gewöhnlich mit einer Zigarette w»it oder wie bald diese Hoffnungen sich erfüäen. I im Munde, einer Peitsche in der Hand und ei*
so steht von vornherein fest, daß weder die Deut- ' _____ „ .
sche Vollspartei noch das Zentrum damit ein- Kriegsschulden ein. Er frage sich, ob
entschieden geg
großen Koa
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des Bürgerblocks sicherzustellen. _
In der Frage der Neubildung der Reicks- KaNLlkk' IHlß IXmfiApnt regierung stehen gewisse Ueberraschungen be- U,IV
vor. Neuerdings verlautet, daß Retchskanz- Wenn Dr. Marx nicht will.
ler Dr. Marx nicht in der Lage fein würoe, kPrivar-Tei 'r->o o
— rein bürgerliche Regierung zu bilden, da
die Deutschnationalen entschlossen seien, «pa„riA,.u h 11 Dezember, seine Kanzlerschaft a b z u l e h n e n. Tatsächlich LJ?’®, T^IWdt, das bisherige Reichstags- wird auch von deutschnationaler Seite daraus ,"^."ett "Uftecht zu erhalten, oder es nach links hingewiesen, daß Dr. Marx den Wahlkamps u"t" Hm^nahme der Sozialdemokratie gegen rechts mit einer solchen Schärfe gesühri Ls'si vurch ve» gErlgen Beschluß des hat, daß niemand es der deulschnati analen 5°b'mtts ausgeschlossen. Die gestrigen Bera- Partei zumuten könne, mit ihm in der Regie- 'ungen ergaben, daß sich die
rung zusammen zu arbeiten. Das Zentrum Deutsche Volkspartei an einer derartigen
sieht sich also vor ganz neue Tatsachen gestellt Lösung nicht beteiligen
und die Bildung eines Bürgerblocks scheint würde. Sollte der Reichskanzler Dr Marr selb» wieder gesährdet. Die Besprechungen inner- nicht gewillt fein, das neue Kabinett mit der *"***" “ "" 3~~ c 1 Bolkspartei und mit den Deutfchnatioilaken zu
bilden, fo käme ein weiterer rechtsstehender Zeiitrumsmann als Kanzle rin Frage
halb der Reichsregieruna haben, wie in den eingeweihten Kreisen verlautet, nicht die erhofften Ergebnisse gezeitigt. Die Bemühungen Dr. Stresemanns für die Persönlichkeit des Reichskanzlers Dr. Marx haben noch zu keinem Erfolge! geführt. Tas volksparteiliche Blatt „Die Zeiterklärt, es könne jedenfalls keine Rede davon fein, daß man der Regierung Marr freie Hand geben könne, damit sie sich ihre Mehrheit nach Bedarf sichere. Mit dem SWem der we ch s e l n- Berlin, 11. Dezember,
den Mehrheiten dürfe man nach volkspar- Die gestrige VorstandSfitzung der teilicher Auffassung nicht die Lage zu lösen ver- Deutschen Bolkspartei war streng versuchen, denn dadurch werde der eigentliche Stan traulich und auch ein Bericht wurde nach Schluß der Reichstagwahlen verkehrt. der mehrstündigen Besprechungen nicht auSge-
Jn den demokratischen Kreisen hält geben. Man soll jedoch übereingekommen sein, man es für wahrscheinlich daß die Versuche zur den bisherigen Kurs der Volkspariei beiznbe- Bildung einer RechtskoaIi 1 ion zu sehr halten und auch in Preußen entsprechend zur schweren Gefahren für die Fortführung Geltung zu bringen. Der Antrag auf Demlf- der Politik der Mitte führen werden. Da die sion der Reichsregierung zum 3 Fa- Volksparteilichen Mitglieder der Reichsregie- nuor soll vom Außenminister Strese- rung die Hinzuziehung der Deutschnationalen mann ausgehen. Man rechnet damit, daß be- auch jetzt wieder in ultimativer Form
stellt hätten, so werde da« Problem der Bür- verstanden sein würden, die maßgebende «ei- aerblockregierung schon in den nächsten tung des Reichskabinetts einem deutschnal.ona- Tagen die schwersten inn-nvolitischeu Konflikte (en Politiker zu übertragen da man nur eine Hervorrufen. In ben «- chtsgerrchteten Persönlichkeit wünschte? die Gewähr für eine Kreisen hat man den Eindruck, daß die Linke Beibehaltung des bisherigen Reaierunaskuries die bestehenden Schwierigkeiten dazu benutzen bkte. Auf Außenminister Strefemanu totff, um schon ,etzt Xie Bildung einer Rechts- werde die Bolkspartei unter keinen Umständen koalttion entscheidend zu stören Man macht uch verzichten. Auch dte Persönlichkeit des Reicks- daher auf ernste Ause^^ersetzungen gesaßt. wehrministers Dr. Geßler hatte noch niemals da man auf demokratischer Sette den Burger- j» den deutschnationalen Kreisen irgendwelche block Äs eine Kampfregterunss. gegen lrnks be- Bedenken gesunden. Bei den Paneien der Mitte trachtet. Trotzdem ist die Stimmung in denI fcmobl wie bei den Reaierunasvarleien lind deutschnationalen Kreisen außerordentlich zu-I schwere Bedenken entstanden, die die Bildung vernchtlich. _ eines Bürgerblocks nicht zu fördern ge-
Pon deutschnationaler Sette meldet man eignet sind.
nunmehr die Forderungen lünsichtlich der Re- --
gierungsbildung an. Das Parteiorgan erkläit, m.,,» .
daß die deutschnationale Partei einen starken «SVyH UiS (2)lCllIÖ!g?r. und maßgebenden Einfluß auf die' Regierung des Reiches und Preußens verlangen muffe, toenn sie sie Mitverantwortung auf sich nehmen soll Das Blatt verlangt fünf deutschnationale Minister im Reiche, und zwar die Posten des Reichskanzlers, des Außenministeriums, des Reichsfinanzminn