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Mckr Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Rui; 290.

Einzelnummer 10 Pf. Sonntags Pf

Mittwoch, 10. Dezember 1924.

Einzelnummer 10 Pf. Sviintagtz 15 Pf

14. Jahrgang

Das Ningm um die Macht.

3m Rebet.

Die Entscheid»« liegt aus den Flügeln.

Der neugewählie ReiSfstag weist eine Zu­sammensetzung aus, die das Problem der Bil­dung einer regierungsfähigen Mehrheit wesent­lich erleichtern wird. In den Kreisen der Reichs­regierung hat man sogar den Eindruck, daß selbst im Falle ernsthafter Krisen immer eine Mehrheit mit wechselnden Konstel­lationen zu erreichen ist. Von Fall zu Fall kann die Mitte sowohl mit den Deutschnationa- len als auch mit dec Sozialdemokratie zusam­men gehen. Auch das Verhältnis zwischen den Regierungsparteien und der Opposition ist be­deutend günstiger, da die Regierungsparteien jetzt ein ganzes Drittel der Stimmen des neuen Parlaments auf sich vereinigen können. Bemer­kenswert ist jedoch das starke Anwachsen der Sozialdemokratie u. der Deutsch- nationalen. Es steht schon jetzt einiger­maßen fest, daß die alte Regierungskoa- l t t i o n aus Zentrum, Demokraten und Deut­scher Volkspartei nicht wieder hergestellt wer­den kann Unbedingt notwendig ist es, entweder die Deutschnationalen oder aber die Sozialde­mokraten in die Regierung aufzunnehmen. dhi glauben zu wissen, daß daher der Reichs­kanzler Dr. Marr schon jetzt von dem Standpunft ausgeht, daß die Mittelpar- leien wohl die Grundlage sür die neue Koa­lition abaeben können, ab*» ,u«unsten einer der großen Parteien einen wesentlichen Teil ihres Einflusses aufgeben müssen

In dem Wahlausgang erblickt man einen grundsätzlichen Kampf zwischen der Sozial­demokratie und den Deuts chnationa- I e n. Während auf der einen Seite die linksge- rrchteten Kreise fast ausschließlich zur Sozial­demokratie strömten, hat das Bürgertum dir Deutschnationalen hartnäckig unterstützt, sodaß diese beiden Parteien im neuen Reichstag voll­kommen den Ausschlag geben werden. Die Zu­nahme der Sozialdemokratie ist kaum allem auf den Rückgang der Kommunisten zurückzusühren, sondern es müssen auch aus den Mittel- und Rechtsparteien gewifle Schichten (Wohl Ange­stellte und kleinere Beamte) nach links abge­schwenkt sein. Das erklärt sich aus dem Ueber- wiegen der finanziellen und soziale« Fragen in der Gegenwart und nächsten Zukunft. Die Deutsche Volkspartei hat ein stärk 'res Anwachsen zu verzeichnen, doch durfte man eigentlich noch mehr für sie erwarten. Sie stand freilich im Trommelfeuer von links und rechts und das Fehlen einer eindeutigen Parole Hal ihr sicher in manchen Kreisen Abbruch getan.

Man muß zu der Feststellung gelangen, daß die Politik der Mitte zwar ihren Ein­fluß behalten konnte, daß es ihr aber nicht aelungen tst. einen entscheidenden Sieg davoNzutraaen. Hierin liegt der eigentliche Angelpunkt des diesmaligen Wahl­ausganges, und es ist daher schon jetzt voraus­zusehen, daß im neuen Parlament noch s e h r schwerwiegende politische Ausein­andersetzungen zum Austrag komme» werden, da es sich nunmehr darum handeln wird, welchen Kurs die Regierungspolitik neh­men soll. Entscheiden sich die Mittelparteien für ein Zusammenarbeiten mit den Deutsch- nationalen, so wird das Steuer nach rechts gedreht werden müssen. Tritt dagegen die So­zialdemokratie in dir Regierung ein, bann wird die neue Regierung gezwungen sein, den Kampf gegen rechts aufzunehmen. Auf leben Fall kann jedoch mit der gegenwärtigen Parlamentarischen Konstellation stets eine trag­bare Regierungsmehrheit zustande- kommen, sodaß die neue Gefahr einer Reichs- lagsauflöfting kaum gegeben fein dürfte.

Die Fdlge des Anwachsens des Reichstages auf annähernd fünfhundert Sitze wird, wie wir hören, einen Umbau des Hauses notwendig machen. Der Reichstag vom 7. De­zember ist quantitativ pin Rekordparla­ment: hosentlich wird er es auch qualita­tiv. Man wird jedenfalls alles aufbieten, um den letzten Ausweg zu vermeiden, den bas englische Unterhaus wählen mußte, einen klei­nen Rest der Volksvertreter auf den Tribünen unterzubringen.

* *

(Ste er nock» ftnkB?

Berlin, 9. Dezember. (PrivattelegrammZ Der sozialdemokratische Parteivorstand ist nach Berlin einberufen worden. Es werden Ansichten laut, daß diese Sitzung sich voraussichtlich aus­schließlich mit der Frage der Bildung einer ausgesprochenen Links - Regierung befaßt, für die die Gewerkschaften und der sogenannte christliche Flügel in der Partei ein- treten, während die Führer der Partei und auch die Parteiprcffe keineswegs für diesen radikalen Versuch der Lösung geneigt erscheinen.

Deutschland

Das große Rätsel der

Rechts oder links? / Marx bei Ebert / j sucht Anschiutz / W.ederketzr der großen ;

Berlin, 9. Dezember. (Eigener Informations­dienst.) Wie wir erfahren, werden die ersten Besprechungen über die Regierungsneub-ldung voraussichtlich erst im Saufe ber nächsten Woche stattfinden können, da durch den Wahl­erfolg der Sozialdemokratie eine ganz neue Situation geschaffen wurden ist. Man ist in den bisherigen Regiernngskreisen einigermatzen ent­täuscht darüber, daß die

Mitte ihre Position nicht mehr befestigen konnte, als die Deutschnationalen und Sozialdemokra teu. Zwischen dem Reichskanzler Dr. Marx und dem Reichspräsidenten Ebert wird am Freitag Abend eine Aussprache stattfinden Der Beschluß über den Rücktritt der Regierung Marx-Stresemann wird von Sonnabend kaum zu erwarten fein. Der Reichspräsident wird die Parteiführer im frühesten Falle am nächsten Dienstag oder Mittwoch empfangen kön­nen, da die maßgebenden Parteiführer erst Ende der Woche in Berlin eintreffen dürften. In den maßgebenden Kreisen verlautet, daß Außen- Minister Tr. ©trefemann die Absicht hat, nunmehr sofort in

unverbindliche Besprechungen mit den deutschnationalen Fuyrein

einzutreten,' um die Möglichkeit einer Erweite­rung der Reichsregierung nach rechts zu prü­fen. Die Zentrumspartei ist davon überzeugt, daß das Reichskabinett Marx forl- bestehen bleibt. Das ist auch die allgemeine Auf­fassung der politischen Kreise, da die Wahlen schließlich nur fiattgefunden haben, um Marx und Ebert den Weg zurgroßen Koalition" d. h. zur Wiederheranziehnng der Sozialdemo­kraten frei zu machen. DemVorwärts" zu­folge will die Sozialdemokratie in die Reichs- geschiüe wieder aktiv eingreifen.

Der Bau ift fertig.

Sitz und Stimme der Parteien.

Ter neue Reichstag.

Auf Grund der bereits gestern veröfsentlich- ten vorläufigen -endgiliigen Stimmenzaylen verteilen sich die Sitze im neuen Reichstag zu­nächst wie solgt

Sozialdemokraten . ......131 (100)

Deutschnationale ....... 103 ( 96) Zentrum . 68 ( 65)

Kommunisten . 45 ( 62)

Deutsche Volkspartei ...... 51 ( 44) Rationalsozialisten ....... 14 ( 32) Demokraten ......... 32 ( 28) Bayerische Volk-Partei......19 ( 16)

Wirtschaftspartei u. Bayr. Bauernbd. 19 ( 10) Landbund..... 8 ( 10)

Dt. Hannoveraner ....... 4(5)

Deutsch-soziale Partei . . . , , . ( 4)

Der neue Landtag. Sozialdemokraten .......116 (108)

Deutschnationale ....... 111 ( 77)

Zentrum ......... 79 ( 79)

Kommunisten ......... 47 ( 27)

Deutsche Volkspartei ...... 50 ( 57)

Nationalsozialisten ......12 ()

Demokraten ......... 26 ( 26)

Wirtfchaftspartei . .....10 ( 4)

Deutsch-Hannoveraner ..... 5(4)

Polen ........... 1

Würfelspiel»er Politik.

Wer soll die Regierung bilden. (Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 9. Dezember. Wie aus Zentrums­kreisen mitgeteilt wird, werden Besprechungen zwischen dem Reichskanzler und den Partei- arern am Wochenende nicht den sofortigen Stritt des Kabinetts herbeiführen, sondern nur die durch die Reichstagswahl geschaffenen Parteiverhältnisse im Reichstag 6c- handeln. Fn diesen Kreisen erwartet man auch, daß Reichspräsident Ebert auf Vorschlag der Sozialdemokratie

Marx mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragen wird. In den führenden Kreisen der Demokraten wird die Wiederherstellung der gro­ßen Koalition im Reiche gefordert. Wie wir hören, wollen sich die demokratischen Führer dafür einsetzen, daß die bisherige Regierung Marx-Stresemann zunächst noch einige Monate arbeitet, um dann nach Beseitigung der Kon-

f neuen Wegen.

Regierungsbildung.

»intet verschlossenen Türen / Stresemann Koalition? / Chancen des Reichskanzlers.

fliktstoffe zwischen den Parteien der Mitte und -en Sozialdemokraten eine

Erweiterung des Kabinetts nach links vorzunehmen, zumal nach dem starken Anwach­sen dieser Partei aus die Dauer gegen sie nicht regiert werden kann.

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R g-erung uni» jSorititn tagen.

Berlin, 9. Dezember. (Privattelegramm.) Der Reichskanzler ist auf der Rückreise nach Ber­lin. Für Mittwoch ist eine Gefamtsitzung des Reichskabinetts einberufen. Tas preußische Staatsministerium tritt am heutigen Dienstag Nachmittag zusammen. Auch der Koinmunis- mus wird am Mittwoch zu dem Wahlausganq Stellung nehmen. Die Führer der bisherigen Regierungsparteien, also der Deutschen Volks­partei, des Zentrums und der Demokraten werden voraussichtlich bereits am Donnerstag dieser Woche sich in Berlin versammeln, um zu der neuen Lage Stellung zu nehmen. Die ein­zelnen Fraktionen werden noch vor Weihnachten zusammentreten.

»

Bayern tflr die große Koalition.

München, 9. Dezember. (Eigene Dcahtmel- dnng.) Wie heute rn den Blättern der Bayeri­schen Volkspartei geschrieben wird, tritt diese Partei wieder für eine sogenannte große Koalition ein, von der, wie der Bayerische Kurier erklärt, die Deutschnationalen als zwert- stärkste Partei nicht ausgeschlossen sein dursten.

Nie wieder Krieg."

Vom römischen Programm abgesetzt.

Rom, 9 Dezember. (Eigener Drahibericht.) In der heutigen Sitzung des Völkerbundrates wird C h a m b e r l a in die Erklärung über die Verschiebung der Behandlung des Genfer Protokolls und der Abrustungsfrage ans eine spätere Session abgeben. Ein ernstlicher Widerstand gegen den Verschiebungsan­trag erscheint ausgeschlossen. Er wird mit der Notwendigkeit begründet, in die sich die engli­sche Regierung versetzt sieht, mit den Domi­nions vorher Fühlung zu nehmen. Frankreich hält am Genfer Protokoll fest. Herriot be­trachtet es als einen Erfolg der französischen Di­plomatie und als

Gewähr gegen einen deutschen Angriff.

B r i a n d hat denn auch in einer Unterredung mit Journalisten das Protokoll hervorg-hoben und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß es bald endgültig ratifiziert und verwirklicht werden könnte. Er erNärt als Grundlage des Protokolls: KeineKriegemehr, Schaffung einer Gesellschaft für den gegenseitigen Schutz der Nationen, Verminderung der Rüstungen und Schaffung von Sicherheiten. Es sei höch­ste Zeit, daß der Völkerbund lebendige Wirklich- keit besitze und es bestehe kein Grund, daran zu zweifeln, daß er

volle politische Lebenssähigkeik und Festigkeit erreichen werde. Sein Ansehen nehme mit der Zeit beständig zu. England wünsche eine gründliche Prüfung des Genfer Protokolls, da es ein neues Unterhaus besitze.

Bas Kardinaiprob'em.

Rom, 9. Dezember. (Eigene Drahtmeldung) Zur Begegnung Chamberlains mit Mussolini schreibt ein römisches Blatt, daß die beiden Minister in ihrer ersten Aussprache eine prinzipielle Verständigung über ihre Stellungnahme zur allgemeinen Politik gesucht hätten. Man könnte annehmen, daß die eng­lisch-italienische Einigung erzielt worden sei be­züglich des Problems, das ""man gewöhnlich .Entwaffnung" zu nennen pflege, das aber in Wahrheit das französisch - deutsche Problem fei, sowie das Problem des Ver­hältnisses der englischen Politik zum europä­ischen Kontinent. Richt über Fragen des Ver­fahrens hätten sich die beiden Minister unter­halten, sondern sie hätten die politische Lage ge­prüft, die zum Genfer Protokoll geführt habe. Man könne annehmen, daß aus .ealisti- scher Basis eine grundsätzliche Einigung erfolgt sei. die sich von unklarem Internationalismus wie von sozialistischen Lügen fernhalte.

Das Wunderschiff.

Mit FlettnerS Windkraftschiff auf der Ostfee.

Ditter Tage ha» Slcttneri genial eif unbeneS WrndkraMchftf, da« eine riesige Umwälzung in tee ganzen Schiffahr« yeransbeuhwören wird, eine zweire glänzenv ver.aufeue-vrobe abgeleg.. g.ner unterer gleidtfa « zur Bcftchrigu gge.a. bener Mitarbeiter, ha» das Erlebnis . eftgehalten Das fett ber Auflösung unserer Kriegsma- rtne ganz verschlafene Kiel, das erst neuer» Elsigs zu einem Handelshafen aufgepäppelt wird, reibt sich die Augen, als es das Heranströmen der vielen Gaste mitten int Winter sieht. War es Zufall, daß gerade die Germaniawerft in Kiel den Umbau des schweren Segelschoners tn ein Rotorschiff übernahm, damit auch Kiel sich wieder einmal als Hafen zeigen konnte? So bricht der Dezember-Morgen, der Ehrentag Anton Flettners an. Der Erfinder ist ein Self- mademann. Einst, als er ein geborener Frankfurter noch die Schulbank eines Gymnasiums drückte, als halbwüchsiger Bursche, machte er

als Schiffsjunge auf einem Segelschiff eine Reise nach Australien. Rach der Heimkehr wurde er Dorfschulmei ster in einem klei­nen Orte im Taunus. Ans dieser Reise aber hat er die ersten praktischen Erfahrungen Ml Umgang mit Wind und Wellen gemacht. Sie ka- men ihm zugute, als er bann fein Luftruder erfand, das während des Weltkrieges an etwa sechshundert Flugzeugen eingebaut wurde. Das Flettnerruder, das neuerdings auch als Ruder zur See auf großen Ozeanschiffen. wie dem Hapagdampser .Albert Barlin", .Deutschland- und anderen Verwendung findet, beruht auf dem Prinzipder Steuerung einer großen Fläche östrch eine kleine. In der Göttinger Aerodyna­mischen Versuchsanstalt ersetzte er dann die stofssegel zuerst durch starre Aluminnmse - g e l und Windmühlenslügel zur besseren Aus­nutzung der Windkraft und kam schließlich zu der Entdeckung, daß dies Ergebnis nur durch rotierende Zylinder erreicht werden könne. Es ist 11 Uhr morgens. Dott Pluvius schüttete das liebe Himmelswasser herab, daß es nur so eine Art hatte. Aber die Leute vom Flettnerkonzern, soweit ste noch an Land sind, lächeln nur. An­ton Flettner selbst ist schon auf seinerBuckau" mit seinem Stabe vorausgefahren, und wir ei­len an Bord unseres Vegleitdampsers. Es sind an tausend Personen an Bord. Darunter die Letter aller deutschen und vieler ausländischer Schiffahrtsgesellschaften. Der Norddeutsche Lloyd hat Kapitän König gesandt, der während des Weltkrieges mit seinem N-Boot- Handelsdampser die kühne Fahrt nach Rewyork wagte. Das Wetter hat sich etwas gelichtet, so daß wir Kiel mit seinen spitzen Türmen, die ei­serne Bogendrücke über den Kaiser-Wilhelm-Ka- nal und die Einfahrt zur Holtenaner Schleuse noch gerade erkennen können. An Bord entwik- kelt sich bald ein reges Leben. Eine kräftige, echt seemännisch zubereitete Erbsensuppe mit Speck erwärmt die Gäste. Jetzt ein Hornrus. Alles tut nach vorn. Weiß erglänzen die fünfzehn Meter hohen und etwa drei Meter starken Wind­türme vor uns. Wir sehen deutlich, wie sie sich drehen, und ohne Zuhilfenahme der kleinen schwachen Hilfsmotoren eilt die .Buckau" auf uns zu, und zieht am Steuerbord vor uns vor­bei. Auf der Kapitänsbrücke erblicken wir A n- ton Flettners hohe, schlanke Gestalt. Mit einem lauten, langnachhallenden Hurra wird er von den Passagieren des Bnbbendey begrüßt. Leicht und sicher drehen sich die Rotoren, und wir können deutlich beobachten, wie das Schiff sich durch Umstellen derselben dreht, achtern an uns vorbei steuert und nun gegen den Wind segelt, Vor dem Umbau der .Buckau- wog ihre schwere Takelage 35 000 Kilo und erforderte eine Bedienung von etwa hundert Mann, Jetzt betrügt das Gewicht der ganzen Anlage ein­schließlich des Antriebmotors nur 7000 Kilo, die Rotoren allein wiegen 2000 Kilo, und

ein einziger Mann kann das Schiff regieren. Der durch das Rotieren der Zylinder erzeugte Unterdrück treibt dos Schiff vorwärts, und ge- ^de im Sturme soll es sich im Gegensatz zum Segelschiff gefahrlos fortbewegen kön- neu. Aber schon der schwache Wind genügte, um SU zeigen, wie leicht und sicher Anton Flettner mit seinem Windkraftschiff manövrieren konnte. Bei der Besichtigung sahen wir später die bei- den sich drehenden Türme nun ganz in der Nä­he. Sie bestehen aus innen versteiftem ein Mil- limeter dickem Stahlblech und sind auf einem im Schisfsinnern festverankerten Pirot auf zwei Gleitlagern gelagert. Alles steht auf der .Buckau* so schlicht und so einfach und so selbstverständlich aus, daß man die feste Ueberzeugnng gewinnt, hier eine Erfindung gesehen zu haben, der man mit Recht eine große Zukunft Voraussagen kaun; mag auch der geniale Geist Anton Flettners noch