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Nuttl ei 285.

Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf

Donnerstag, 4. Dezember 1924.

Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf 14. ÄüHrgNNg

Moskaus Streben nach der Weltherrschast.

Der falsche 6id.

Vom Selbstbestimmungsrecht der Völler. Von

Köln bleib! weiter besetzt?

Die Regierungen haben noch nicht gesprochen.

Dr. Paul Rohrbach.

Der altrömische Geschichtsschreiber Hero- dot läßt das delpMche Orakel einem Fragen­den antworten: schwöre, auch den gerecht Schwörenden ereilt der Tod. Aber es gibt einen Sohn des falschen Eidschwurs, einen na­menlosen, ohne Hände und Fuße, der dennoch, rasch dahereilend, Geschlecht und Haus des Fre­velnden austilgt!" Der Sinn dieser tiefen Er­zählung ist, daß der falsche Eid, gewinnsüchtig geschworen, die Nemesis <n sich trägt. Um sich den Siegerpreies im Kriege zu sichern, haben Deutschlands Gegner den Eid geschworen, nicht um der Beute willen zu kämpfen, sondern wegen der Freiheit der Völker; fortan solle das freie Selbstbestimmungsrecht der Völker das oberste Prinzip staatlicher Ordnung bilden! Ihr Eid aber war falsch, und das Schicksal, der Sohn des Meineds, wie das Orakel sagt, ist unterwegs. Man kann nicht Gedanken von so ungeheurer werbender Kraft, wie Völkersreihett und nationales Selbstbestimmungs­recht, in die Welt rufen, zu ihnen schwören, sie für die neue Grundlage der Dinge erklären und dann ste zynisch verleugnen. Namenlos, lausendgestaltig, ohne Hände und Füße, kommt das Schicksal gegangen. In Europa, in Afrika, in Asien haben die Sieger ivviel Unterdrückung, soviel zerrissenes und vergewal­tigtes Volkstum, soviel eidbrüchige Gewalt auf« gehäuft, wie die Geschichte es noch kaum je er­lebt hat. Das alles geschah zu ihrem materiel­len Gewinn, und nun tönt von der Weichsel bis zum Nil, von den Alpen bis zum Himalaya der Ruf: freies Selbstbestimmungsrecht der Völker! Als Waffe dagegen haben die Verwel- gerer nur Bomben und Bajonette, und das ist zu wenig. , .

Vor über dreißig Jahren besetzten die Eng­länder Aegypten und erklärten, sie wurden nur kurze Zeit dort bleiben. Geglaubt hat es ihnen niemand. Vor zwei Jahren gaben sie den Aegyptern das Versprechen der Unab­hängigkeit. Nur die Kontrolle über ven Suezkanal wollten ste behalten und eine gewisse Aufsicht über die ägyptische auswärtige Politik. Daun kam als nachträgliche neue Forderung noch des Besetzungsrecht auf der Zitadelle von Kairo. Dann wurde den Aegyptern eröffnet, im Sudan hätten sie nichts zu suchen. Eng­land beanspruche mich das freie Verfügungs­recht über den Nil zu Stamwecken oberhalb Aegyptens um dort Baumwolle zu pflanzen. Aber was soll in wasserarmen Jahren ge­schehen? Soll dann das ägyptische Volk Not leiden oder die englische Baumwolle im Sudan? Der durch den Mahdi'sienaufstand verlorenge­gangene Sudan wurde von 1896 bis 1899 mit ägyptischen Truppen und auf Kosten Aegyptens unter englischem Oberbefehl wiedererobert. Wenn also Aegypten das Geld und das Blut für dieses Werk zu liefern hatte, und wenn daraufhin 1899 ein Vertrag über ein anglo- ägyvtisches .Kondominium" im Sudan ge­schloffen wurde, so ist es r e i n e G e w a l t, daß England jetzt die Aegypter auf dem Sudan btn- auswirst. Außerdem wirst die Ermordung des Generals Lee Stack zum Vorwand genom­men, um nicht nur die Bewässerung der Gepre ohne ägyptisches Einspruchsrecht zu dekretieren, sondern auch das Verbleiben der englischen Garnison in Kairo, mit Tanks, Flugzeugen, Fahnen und Straßenparaden, mit Munk und aufgepflanzten Bajonetten, also in der provo- zierendsten Form. Dazu kommt als Drittes die absolute Knebelung der ägyptischen Presse und als Viertes der tatsächliche An­spruch auf das unbeschränkte Verhaftungsrecht gegen die Aegypter. .

Der ägyptische Konflikt ist damit nicht zu Ende, daß sich unter dem unmittelbaren Druck der englischen Gewalt eine neue ägyptische .Re­gierung" gefunden hat, die einen Teil der diktier­ten Forderungen zugesteht. Englands leqe» Einlenken geht jetzt darauf zuruck, daß uberall in der Welt sich ein nntzbilligendes Kopsschut- teln erhoben hat, über diese Art. das .selbstbe­stimmungsrecht der Völker" zu wahren. Die Hauptsache aber ist der nationale W i d er­stand inAegypten selbst. Hier besteht du? innere Schwäche der englqchen Position darin, daß es nur eine Wahl gibt: entweder dauernde Gewalt, aestützt auf die militärische Besetzung und das Standrecht (denn dazu wurden die Dinge in Kürze lommen) oder Anerkennung der Unabhängigkeit Aegyptens im sinne beS 1999 gegebenen Versprechens. An eine Ausloh­nung von Führern und Volk in Aegypten mit dem jetzigen Zustand ist nicht zu denken.

Dasselbe ist in Indien der ^all. Auch dort gewinnt das als unehrliche Kriegswal,e verkündete Selbstbestimmungsrecht die Beden tung eines Glaubensartikels für die Massen,

Ein englischer Schachzug / Berlin wartet auf Verhandlungen Der Lebensnerv für die Ruhr / Auf dem Pariser Parkett.

Rotterdam, 3. Dezember. (Eigener Informa­tionsdienst.) Die Aufsehen erlegende Meldung mehrerer englischer Blätter, wonach die Kölner Zone am 10. Januar von den Engländern nicht geräumt werde, hat, wie eine Londoner Meldung versichert, keinen amtlichen Ursprung. Einem Londoner Abendblatt zu- ölge ist eine Entscheidung der britischen Regie­rung noch nicht getroffen worden, da zunächst die Kronjuristen die Frage zu entscheiden haben, ob der im Versailler Vertrag festgelegtc 10. Januar rechtlich zwingenden Charakter hat. Wie wir hören, dürfte bereits in der zwei­ten Hälfte des Monats Dezember zwischen Deutschland und den Besatzungsmächten der Meinungsaustausch über die Räumung der Kölner Zone und die Fristen der Räumung Räumung des Ruhrgebietes eröffnet werden. Nach den bei der Reichsregierung vorliegenden Mitteilungen ist neuerdings zwischen England und Frankreich eine Vereinbarung zustande gekommen, wonach der deutschen Regierung in der Räiimungsfrage bestimmte Vorschläge unterbreitet werden sollen. Es ist nicht un­wahrscheinlich, daß anfangs Januar eine Kon­ferenz zustande kommt, zu der auch Deutschland hinzngezogen wird, zumal die Zusammenkunft Chamberlain-Hcrriot unmittelbar bevorfleht.

* e 6 Warum sie nicht räumen wollen.

Paris, 3. Dezember. (Privattelegramm.) Fataler Weise, so bemerkt ein-französischer Po­litiker zu der Meldung der Räumungsver- legung seien zwei Gründe vorhanden, die eine Verlängerung der Besetzung wahrschein­lich machen. Der erste sei der, das die Vorbe­dingung für die Räumung, die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag von Versailles

durch Deutschland nicht erfüllt sei (!) zumal die Generalkontrolle der Ab­rüstung in Deutschland noch nicht beendet sei. Wenn man sich dann noch überlege, daß doch allerhand Zet notwendig sei zur Mfassung der Berichte über diese Kontrolle, zum Austausch der Meinungen und zum Abschluß einer Ver­einbarung zwischen den alliierten Regierungen, dann gehöre keine Ueberlegung dazu, daß die Zeit bis zum 10. Januar nicht ausreiche. Der zweite Grund für eine Verzögerung fei der, daß die Räumung der Kölner Zone dem Rückzug der Besetzungstruppen untergeord­net werden müsse. Man dürfe den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt, solange noch ein fran­zösischer Soldat im Rnhrgebi't stehe, nickt in deutsche Hände übergehen lassen. Auch habe England nicht die geringste Neigung zur Rüu-

auf den sich der Widerstand gegen Druck und Ausbeute durch England beruft: Ihr habt ge­schworen. nun haltet euren Schwur! All die in­dischen Sikhs, die vom Blutbad vom Amritsar, bald nach dem Kriege, bis heute in Ausübung des schweigenden Protestes der verbotenen Tempelwallfahrten von den englischen Soldaten niedergeschossen wurden hatten die eine stumme Forderung auf den Lippen: Selbstbestimmungs­recht! Dieser Brennstoff schwelt durch ganz Indien; die Glut wird von Fahr zu Jahr heißer, und es ist kein Gedanke mehr daran, daß die Engländer dies Feuer auslöschen.

mung von Köln, bevor nicht die Liquidation der Ruhrassäre beendet sei.

Im Rarster Kreuzfeuer.

Sachverständige u. Reparationskommission tagen (Eigene Dradtmelvung.,

Paris, 3. Dezember.

Die Sachverständigen der deutschen und der fran­zösischen Grotzeisenindustrie haben gestern in der Vollsitzung der deutsch-französischen Wirt- lchaflskonferenz die allgemeine Grundlage ihrer bisherigen Aussprache erörtert. Die Sach­verständigen konnten naturgemäß zu irgendwel­chen konkreten Ergebnissen bisher nicht kommen. Die Besprechung hat aberi die beste­henden Fragen in befriedigender Weise geklärt. Die Reparationskommission hat ge­stern eine zweieinhalbstündigc Sitzung abgehal­ten, und sich insbesondere mit den Sachliefe­rungen Deutschlands im Monat Januar be­schäftigt, ferner mit der Durchführung des Arti­kels 260 des Versailler Vertrages, mit den Koh­lenlieferungen Deutschlands an Lu- rcmburg, mit der Verteilung der Vorlriegsschul- dcn Oesterreich-Ungarns auf die Nachfolgestaaten und mit den ungarischen Reparationszahlungen.

Man verteilt die Güter der Wett.

Puris, 3. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Zu dem Stand der deittsch-ftailzösischen Wirt- schaftsverhandlungen teilt ein Pariser Blatt mit, daß die Zwischenverhandlungen, die aus- gingen von den Problemen dec Verteilung der Eisen- und Kohlen Produktion zwi­schen Frankreich und Deutschland und der Stahl­produktion auf dem fimitineni, schließlich aus eine umfassende

Verteilung hinsichtlich der gesamten europä­ischen Produktion und der Verteilung der Absatzgebiete

hinausliefen. Von allen Wirtschaftssrazcn. die der Versailler Vertrag ungelöst gelassen habe, sei die Frage der Verteilung von Eisen und Kohlen für Frankreich und Deutschland die wich­tigste. Dann können die Verhandlungen zwischen den deutschen und französischen Schwerindustrie- S-achverständigen nur mit äußerster Vorsicht und jeweils nur gemeinsam geführt werden.

*

Unsere Mutnrsv ehe m Enraßvur^.

Basel, 3. Dezember. (Privattelegramm.) Wie aus Straßburg gemeldet wird, kündigt das dortige Stadtheater für die diesjährige Spiel­zeit sechs weitere Vorstellungen in deutscher Sprache an, für die die Genehmigung der fr.m- zösische Präfektur in Straßburg gegeben fei

abend letzter Woche inter verschlossenen Türen tagt. Sinowjew ist nach einer in der Prawda" mitgeteilten Rede von dec Notwen­digkeit einer

Umstellung der ganzen Sowjctpolitik auf den revolutionären Charakter

der ersten Jahre nach dem Umsturz durchdrum gen. In der Eroberung der Welt liege die Zukunft des Kommunismus, nicht m Ver­trägen mit kapitalistischen Staaten.

Bas BiutvaO von 3t.-tra .

Das Bosschewrsten-Gefpenft

Russische Vorstöße nach dem Weste».

(Eigener Drahtberich: 1

Rotterdam, 3 Dezember.

Ein Londoner Blatt meldet: Kaufleute aus Rischni - Nowgorod haben schon vor zwei Wochen von ernsten militärischen Maß­nahmen Sowjetrußlands an der Grenze er­zählt. Nischni-Nowgorod «hat starke Besatz» tg von Artillerie und Kavallerie erhalten. Auch in der Richtung Wyborg gegen Finnland haben die Russen

starke Truppenmassen verschoben.

Der Kurs in Moskau geht entschieden roicoer gegen Westen. Die zahlreichen Bandenüberfälle im polnischen Grenzgebiet, über die Polen ernst­liche Klage führt, sinh allem Anschein nach nichts anderes als strategische Borfühler der russischen Heeresleitung. Ein Pariser Blatt meldet aus Moskau, daß der große Sowjet seit Sonn-

Revai, 3. Dezember. Nach den Mitteilungen des neuernannten oberkommandierenden Gene­rals Leitoner im Parlament wurden gegen das Gebäude des Kriegsministers drei große Bom­ben geschleudert, die schweren Schaden anrich­teten. Durch Sprengstücke wurden mehrere Sol­daten verletzt. Drei Offiziere wurden im AW überrascht und ermordet Gegen die Kadetten­schule gingen die Kommunisten mit Handgra­naten vor. wobei zwei Kadetten getötet wurden. Der Kommandant der Wache wurde hinterrücks erschaffen. Das Haus des Staatspräsidenten wurde gleichfalls mit Bomben und Handgrana­ten angegriffen. Ebenso wurde das Hans des früheren Innenministers Einbund erstürmt. Durch die Fenster wurden Handgranaten gewor­fen Auf dem Hauptbahnhof wurden fast sämt­liche Beamten ermordet. Wenige Kilometer von Reval wurde die Haupteifenbahnlinie erstürmt und eine Eisenbahnbrücke in die Lust gefperngt, um den Zuzug auswärtiger Truppen unmöglich -» machen.

Me Frauen wählen.

Die Hütrin des deutschen Herdes.

Von Magda Hellme.

eiebcewetben um bie Frau Die «Pflich­ten einer Staa Sbürgetin Woran ihr Ser, hängt - Ein Wort der «Snigin Lutze.

Die Teilnahme dxr Frau an der Politik ent­ladet sich nicht sehr attiv und auch die Parteien haben fast durchweg eine besondere Werbung um die Stimmen der deutschen Frauen abge- tellt. Soweit die Parteien international gei'ch- tet sind, appellieren sie an die materiellen Hoff­nungen ihrer weiblichen, meistens in Fabriken tätigen Wählerinnen. Das Ethische und gar das Gefühl der nationalen Gemeinschaft und Gemeinbürgschaft spielt hierbei keine Rolle, im Gegenteil wird ganz offen an die HoßgSfüble appelliert, die vor allem bei Jugendlichen sehr fest wurzeln und zwar meistens im Unverstand. Durch die wirtschaftliche Entwicklung stno nun die Jugendlichen sehr früh selbständig ge- woiden Sie leben nach ihren eigenen Gesetzen und Sitten auch in den sog. besseren Kreisen. Ihre Erfahrung reicht natürlich noch nicht zu dieser Selbständigkeit, daher auch das Frühreife und das viele Straucheln, aber auch die Vor­liebe für Aeußerliches und die Neigung zu kur­zen Schlagworten, die Lebenserfahrung und Nachdenken ersetzen sollen.

Die Wahlmüdiakeit schleicht wieder gerade durch die Reihen der Schaffenden und Reifen Wer von den Reisen und den Müttern zur Wahl gebt, bewirkt damit eine Ueberwindung br zersetzenden Mächte und eine Abwehr gegen den Triumph der Unreife. Da die national gesinn­ten Frauen und Männer die Kulturschicht Deurscklands sind i.ttb Deutschland wieder zu einem geordneten Staatswesen und die.deutsche Fam-lie und ihre Lebensbediugungeu wieder sichern und bessern wollen, ist der Gang zur Wahlurne für jede deutsche Frau eine T a t für bie deutsckeKultur. Wer sich dem entzieht, vergebt sich am deutschen Volke und an der Sicherheit und Sicherung seiner Fami­lie Die deutsche Frauenwelt ist beute auf Ge­deih und Verderb mit der Politik verbunden. D. s muß klar erkannt werden. Die deutsch; Frau ist im Grunde ihres Herzens nicht radikal oder revolutionär' gesinnt, sondern bangt mit allen Fasern ihres Herzens, an Heimat und Vaterland, die das Glück ihres Familien- berdes sichern Sie sckiebt auch nicht die mate­riellen Interessen allein in den Vordergrund, sondern ist, schon durch die Erziehuna der Kin­der usw. eng mit den kulturellen Dingen ver- knüvst. Hierin liegt aber unzweifelhaft eine Ergänzung zu der volitifchen Einstellung her männlicken Wählerschaft, die vielfach wirtschaft­lich orientiert ist. Die weibliche Wählerschaft ist in ihrem überwiegenden Teil charitativ und kulturell orientiert und so wird gegen­über den materiellen Dingen, um die sich viel­fach die Volttik brebt eine notwendige Ergän- runa geschaffen

Erzieh ungssragen, Kirchen fra­gen. Wobnungssranen Treu und Glau­ben in Handel uns Wandel, berühren sie des­halb so stark, weil beute anck d-e Familieu- mittter mit d-n barten Kamps des Lebens käwvfeu wvf-, sf\iyt dem Krieae bei einer stei- 0end-n Auswartsenwtzckluna konnte sich die Frau auf ihre näckst-n Ausgaben beschränken, baute muß sie mifbclfen, die Grundsteine tum Wiederausbau zu bebauen und »u leaert. Ta5 ist eine unaawobnte. aber unabänderliche Ver­pflichtung. , G-wiß wird es besser werden, das verbürgt der Glaub- <«n das vollkommenste We­sen." schreibt die K ? n t a i n Luise in den Zei­ten der tiefsten deutschen Sckmach an ihren Va­ter, ..ober es kann nur aut werden in der Welt durch die Guten ... Wir müssen durck! Sar­gen wir nur dafür, daß wir mit jedem Tag reifer und besser werden Hier, lieber Vater, haben Sie mein v^litlsch-s Glaubensbekennt- nis, so aut ich es als eine Frau formen zu- fammenfetzen kann." In dief-m vorbiidlichen Sinne muß guck di- deutsche Frau der Gegen­wart sich mit Politik beschäftigen.

ym wttS k« «elM.

Die hitzigen Wahl- und Farbenkämpfe.

Berlin, 3. Dezember.

Die Großkampftage der wahlvolitischen Aus­einandersetzungen stnd acfnmmcn. Mit unge­heurere Erbitterung lämufen die beiden großen Richtungen in Deutschland. Die Aechtsvarteien, -v.c für die Wiederbrrstellung der Mnnarchi" und für das Wiudererstrrken des militärischen GeisteS "an Potsdam eintreten, konzentrieren ihre ganze Kraft zur Niederhaltung der republikanisch-pazi­fistischen Bewegung, die stch um das Nücksban- ner ^ckwarz-Rot-Gold geschart hat Auf der ei­nen Seite marschieren dieVaterländischen Ber-