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Raffelet Neueste Nachricht«

Nr. 283 14. Jahrgang.

Raffel wegen Einrichtung einer Sendest.ttion

im

peralur finkend, zeitweijsik Frost; durchweg Irok« .eine , ------«wi >

K

Kleine Rundschau.

Kann man tausend Lahre leben?

Ein fanatischer VMenschiuSer.

Dec englische Viehzüchter Je ff Up, so^vird inReclams Universum" erzählt, nahm in ein­undzwanzig Jahren, ohne krank zu sein, 226 934 Pillen, also jährlich 10886, oder täglich 29 Stück. Da er aber allmählich die Dosen immer steigerte, so nahm er in den letzten fünf Jahren durch­schnittlich 78 Pillen täglich und im Jahre 1814 verschluckte er 51950 Stück. Dazu kamen 40000 Flaschen Arzneien, deren Verzeichnis im Buche des Apothekers 55 enggeschriebene Seiten füllen. Trotzdem wurde der Mann 65 Jahre alt.

Was soll das Bild kästen.

Auf einer englischen Ausstellung, s'.ll demnächst eine neuartige Form des Bilder» kaufs zur Anwendung kommen. Sämtliche Mit­glieder der Kunstgenossenschaft werden ausge- 'ordert, ein Werk auf die Ausstellung zu schicken, bei dessen Verkauf sie sich den ausgestellten Pe­geln unterwerfen Missen. Das Publikum erhält die Gelegenheit, die Werke dieser Ausstellung ohne irgendwelche Beeinflussung durch Mittel» Personen zu erwerben. Jeder, der ein Bild er­stehen will, gibt sein Gebot in einem versie­gelten Umschlag ab, das im Sekretariat aufgcgeben wird, bis die Ausstellung geschlossen ist. Dann werden die Umschläge von einem be­sonders vertrauenswürdigen Komitee geöffnet, und das Bild erhält derjenige, der den h ö ch - st en Preis geboren hat. Um zu zeigen, aus ivelche Bilder die meisten Gebete vorliegen, wird bei jeder Abgabe eines Umschlags für ein i"«ld zugleich ein rotes Siegel am Rah­men des betreffenden Werkes angebracht. Tie Sbmälde, die auf der Ausstellung gezeigt wer­den, sollen nur ersten Ranges fein, und es ha­ben bereits verschiedene berühmte Meister ihre Beteiligung zngesagt.

Pelzhaus HugoMeßling

Cassel, Kölnische Straße 1820.

Die Einführung des Kaninchens in Austra­lien ist lange Zeit als das größte Unglück ange­sehen worden, das dem Lande widerfahren ist. Aber allmählich hat man auch diese Plage nutz­bar zu machen gewußt und heute führt Aufwa­llen Millionen von Kaninchenfellen aus. Da­gegen ist dem Erdteil eine viel verderblichere Gefahr in der Feigendistel^erstanden, die ein Riesengebiet in New-L>ud -Wales überdeckt. Dieser Schödling, der kein anderes Pflanzenleben dort aufkommen läßt, wo er ein­mal Wurzel gefaßt hat, soll aus einen Spray znrückgehen, den ein amerikanisches Mädchen aus ihrer Heimat Kalifornien mitgebracht hat, um ein Erinnerungszeichen an ihre frühere Pei- mat zu bewahren. Alle Versuche, der Vermeh­rung dieser Pflanze Einhalt zu gebieten, und bisher vergeblich geblieben.

Es gibt kein gefährlicheres Beginnen, als Pflanze aus ihrer Heimat in eine neue zu

Manzen als Landplage

Die Verbreitung der Disteln.

Aus der Wetterwarte

Das Wetter der Woche.

Eine ähnliche Wetterlage herrscht nach uns­ren Untersuchungen auch in den erjfen Tagen der nächsten Woche (30. Awv. bis 6 Dez cmfif,. >. Ein von Osten und Rordosten her nach Mittel­europa vorstoßendes Herch führt ziernllich tiei temperierte trockene Lust herbei, die >m Laufe des Tages Aufheiterung veranlagt. Vor­mittags tritt verbreitet Nebel auf. Um dre Wochenmitte (3. De;.) wird die Wetterlage unter dem Einflnsse eines ozeanischen Tiefs iiir etiuge Tage unsicher, mUken und trübe Mit zeit­weisen Niederschlärzen. Doch br«cht der trockene, kältere Witteruingscharakter in mn letz­ten Tagen wieder durch (Frostwetter).

30. Nov.: Kälter, mist st neblig-trübe, zmtweise Frost; vorwiegend trocke n; vereinzelt kurze Re­gen- bezw. Schneefälle. 1. Dez.: Wenig verän­dert. 2. Dez.: Milder, trübe, lebhafte («blute Winde, Tauwetter, im Westen und Nordwester beginnend, Niederschlag,?; sonst durchweg trop frn 3. Dez.: Mild, bedeckt, teilweise starke

in unserer Stadt verhandelte Es muß dankbar anerkannt werden, daß die Postbehördeu uns immer soweit entgegengekommen sind, als die Bestimmunuge und die tatsächlichen Verhältnisse dies zuließen. Wenn wir jetzt erst nach einem Jahre zu einem geregelteren-Betriebe in Kassel kommen, so haben wir damit doch auch den Vor­teil, anderwärts gesammelte Erfahrungen nutz­bar machen zu können.

Es gehört nicht zu den Aufgaben der Stadt, den Rundfunk selbst in eigner Regie zu be­treiben. Sie wird aber die hierzu eingesetzten Organe stets gern unterstützen, beraten und auch nach Möglichkeit fördern. Kassel ist bekanntlich an den Frankfurter Hauptsender angeschlossm. Wir wünschen, daß nach Herrichtung unserer Besprechungsanlage

das Kasseler Geistesleben im ständigen Programm der Sendegefellschaften so vertreten sein wird, wie es seiner Bedeutung entspricht. Kassel kann nicht nur stolz sein auf seine alte Kultur. Es bat im Laufe der Jahre als Stadt der Arbeit gewissermaßen ein zweites Gesicht erhalten. Beide in leben­diger Frischer zu zeigen, ist die Absicht unserer für 1926 geplanten Ausstellllungen und Wett­bewerbe aller Art. Anzunehmen ist, daß I et die­sen Veranstaltungen auch dem Radio eine Be­deutung zukommen wird, die sich nicht voraus­sehen läßt. Stadtrat Weber schloß mit einem hoffnnngssrohen Glück zu weiteren Erfolgen im Dienste des Rundfunkverkehrs.

schon Die vielseitigen und interessanten Kasseler Neuesten Nachrichten? Wenn nicht, dann empfehlen Sie unser Blatt als die beliebte Familtenzeitung tn Stadt und Land, lieber den Parteien stehend! Gut vaterländisch! Echthelmattreu!

Diese merkwürdige Frage versucht allen Ernstes der englische Arzt Dr. I. H. Christo­pherson zu beantworten und kommt zu oent Ergebnis, daß die theoretische Möglichkeit im­merhin nicht ausgeschlossen sei. Während andere Aerzte glauben, daß durch gesunde Lebensweise und weitere Vervollkommnung der Hygiene wir unser Leben im Durchschnitt zn hundert und hundertzwanzig Jahren steigern können, hält er es für schwierig, das Lebensalter des Menschen und der höheren Tiere überhaupt zu begrenzen. Er geht dabei aus von den Beobachtungen, die er mit einem Parasiten des Menschen, dem Bil- harzia-Wnrm gemacht hat. Dieses Tier, das im freien Zustand noch nicht einmal achtundzwan­zig Stunden leben kann, bringt es unter den -dealen Lebensbedingungen, die sich ihm im menschlichen Körper darbieten, zu einer Erchen; von wenigstens 28 Jahren. Der Wurm ist in Aegypten häufig und kommt mit dem Trink- waffer in den Körper Im Körper legt er Eier, aber diese müssen, wenn sie sich entwickeln sol­len, durch irgend einen anderen Wirt hindurch- gehen. In einem von dem Verfasser oeobachte- ten Fall trug ein englischer Arzt, der den Wurm 1878 am Sambesi erhielt, ihn noch 28 Jahre nach seiner Rückkehr in Enalaird lebend mit sich. Hätte der Mensch, so schließt Christo­pherson, so ideal- Lebensbedingungen wie der Wurm in seinem Körper, dann könnte er seine Lebensdauer auch um das Hundertfache und mehr steigern und selbst 1000 Jahre alt werden.

Am Abend vorher gab ns bei den Schlutzdar- bietungen ein heiteves In termezzo: Viele Hö­rer, die aus den amgekunidigten Vortrag einer bekannten Persönlichkeit ge wartet hatten, ver­nahmen das lustige .... Kletten eines Hundes! Daß der erwähnte Vortrag abgesagt, war denen und jenen entgangen. Wenn der Frairkfurier Sender als interessanter versuch, Harzer Rol­ler, die bekannten Kanarienvögel das Mikrop- ton besingen ließ, so tat es Ibei uns in Kassel ein richtig gehender Radiohund. .... Heiterkeit hat's also auf alle Fälle gegeben!

Im Senderaum der Vorgenannten Firma ähen zahlreiche Inte resserste n aus technischen und künstlerischen Kreisen den Vorgängen vor dem Handmikrophon zu. Verschiedene der Künst­ler, die sich sichtbar gern beteiligten, waren keine Neulinge mehr.

Ter Beifall, der nach jederBesprechung' gezollt wurde, ist auch von -Her unstchtbaren Ge­meinde gehört worden. In Gedanken rührten auch sie die Hände ... .!

ftaffrier Radio-Sonntag.

Was l>at Kaffe! vom Rundfunkverkehr zu erwarten?

Wühhrend auf dem Plätzen und in den Sira- zum ersten Male in Berlin im Namen der Stadt ßeu der Stadt die Vertreter zweier politischer *----- --

Weltanschauungen in Massen aufmarschierten, saßen die zahlreichen Angehörigen der Rmtd- sunkgemeinde an ihnen M-Paraten und lauichtert den mannigfaltiaen Darbietungen des in der letzten Woche mehrfach erwähnten Senders der Firma Holzhauer, Nachdem Sendeversuche des Radtoklubs vorausseganxstm waren.

Wik man Kinder straft.

Die Wirkung auf das Kind.

Müssen Kinder gestraft werden? Selbstver­ständlich ! Diese Antwort wird ohne Bedenken über die Lippen eines jeden kommen. Wie sollte man denn erziehen, wenn man nicht dem an das Kind gestellte Verlangen gelegentlich, falls es sich widersetzte, einen energischen Nachdruck durch eine Strafmatznahme verschaffen könnte! Ge­wiß, jedes Kind muß gelegentlich eine straffe Hand fühlen, die es in die rechten Schranken zurückweift und im Recht von Unrecht unterschei­den Hilst. Aber deswegen soll selbstverständlich auch nicht denjenigen Erziehern das Wort gere­det werden, die in das andere Ertrem ausschla­gen und sich etwas zu vergeben meinen, wenn sie nicht am Morgen, Mittag und Abend als stra­fende Engel auftreten. Vielleicht sind das sol­che Väter und Mütter, deren Eltern es ihnen ge­genüber an der nötigen Strenge haben fehlen lassen. Sie haben es erfahren, wie schwer es für sie war, sich im späteren Leben alle die Hör­ner abzurennen, die mit den Jahren viel fester gewachsen waren und darum jetzt einer viel schmerzhafteren Operatton bedurften.

Oft entspringt die Straflust aber auch gar nicht einmal solchen Ueberlegungen, sondern man ftraft einfach aus Bequemlichkeit und aus einem unbeherrschten Aerger-Gefühl heraus. Der Junge kommt mit einem zerrissenen An­zug nach Haus. Man ist ärgerlich darüber, be­sonders weil es ein ganz neuer gewesen ist, den matt ihm zum ersten Male angezogen hatte, und dentt wohl auch mit Verdruß an die Mühe, die das Heilmachen wieder verursachen wird. Ach, und man hat doch auch so schon nur so wenig Zeit und ist all des hauswirtschaftlichen Klein­krams so müde. ... Da schlägt man denn in sei­nem Aerger derb zu, derber als man tun durfte, wenn man bedacht hätte, wie wenig schuld das kleine Wesen an dem Mißgeschick gewesen ist. Er ist vielleicht beim Spiel in Eifer geraten, ist seinen Kameraden über einen Zaun nachgeklet­tert. Was kann er denn dafür, wenn da ein Na­gel brüt war unb bas Loch hineinriß?, so bentt der kleine Junge. Und man kann doch auch tn der Tat von ihm nicht erwarten, baß er immer fo vernünftig und auf seine Sachen bedacht ist tote ein Alter. Gerade ein Junge mutz einmal etwas wild sein dürfen. Das wird die Mutter bei ruhiger Ueberlegtmg auch ohne weiteres ein- feben, sie hat sich nur von der Augenblicksstim­mung Hinreitzen lassen. Jetzt ist ihr Bedauern darüber verspätet, denn das Kind hat feine Strafe, die es als ungerecht empfunden hat, weg, und man kann die unheilvolle Wirkung solcher ungerechten Strafen nicht hoch genug einschatzen. Das Kind Pflegt ein ganz fcharf ausgeprägtes Gefühl dafür zu besitzen. Die Kränkung, die ihm dabei widerfährt, kann es oft sein Leben lang nichcht vergessen, und noch bis in das reife Alter hinein wird es ein Gefühl der Bitterkeit gegen bett Vater ober bie Mutter, von bem damals die Strafe ausging, nicht los.

Oder das kleine Töchterchen hat eine Tasse von ihrem Puppenservice fallen lassen und sie zerbrach in lausend Scherben. Sie lief weinend zur Mutter, um sich von ihr tn ihrem Unglück über den Verlust trösten zu lassen. Der Vater aber, der dabei fitzt, hält dte Gelegenheit für gekommen, ein Exempel zu statuieren. Er ahnt nicht, welchen tiefen Eindruck auf das zart­besaitete Kindergemüt sein Vorgehen verursachen mutz. Das auch sonst schon ängstliche Kind ist von nun ab ganz verschüchtert. Aus Angst vor Strafe beginnt es seine kleinen Geheimnisse vor den Eltern zu haben, und als ihm eine Zeit- lang danach wieder eine Puppenschale verun­glückt, da findet die Mutter am nächsten Tage bte Scherben im Abfalleimer...

Wenn also ohne weiteres anerkannt werden muß, daß Kinder gelegentlich gestraft werden müssen, so ist doch ebenso klar, daß m der Pra- ris viel Unfug damit getrieben wird. Man darf nicht schwach "werden, wenn man eine Strafmatz- nahme als nötig erkannt hat; man muß aber auch ein Zuviel an Strafen zu vermeiden wis- s-n So weit es geht» soll man das Kind suhlm lassen, daß man' es nur darum hart .aupactt, weil man es lieb hat unb ihm helfen will. . .

Die Bedeutung des ZivischensenderS.

Zu Beginn der VormitNrgsversuche besprüh der Vorsitzende des Kasseler Radioklubs, Erwin W. Ebert, den Sender. In einer überallll gut vernommenen Rede brschästigtn er sich mit dem, was Kassel von seinem im Bau befindlichen Zwischensender zu »warten hat. Die künf­tige Wirksamkeit wird Kunde davon geben, daß die Hauptstadt der Provinz Hessen-Nassau nicht nur dem Namen nach die fÄhrende Staat der Zrovinz ist. Die Anerkennung Kassels als Groß­stadt tut bitter not! Redner bezieht sich habet auf ein Ereignis, das der 14. Dezember für Frankfurt bringt Ne Eröffnung der Hans Bredow-Schule so genannt nach dem Staats- Mtetär ttn Reichspoftministeriiimt, dem großzü­gigen Organisator des deutschen Rundfunks, der diesem in Deutschland die Bahmen gewiesin. Sie to:rb zunächst Kunstgeschichte, Literatur -und Musikwissenschaft vermitteln, drahtlos

Vorträge halten über bemerkenswerte Baudenk­mäler und KunststättM, die im Bereich des Frankfurter Senders liegen. Da der sender auch vom Kasseler Ztoischensendea aus besprochen werden kann, steht zn erwarten, daß umgekehrt die Allgemeinheit Wer die kostbaren Schatze unterrichtet wird, die Kassel feüu eigen nennt. Dasselbe gilt für den Austausch von Kunstlei­stungen der Theater, Konzertsäle usw Der Red­ner gibt schließlich die Losung ams: W111 en - schastler, Stünftler und Techniker von Kassel....andas Mikropho-.n! Besondere Anerkennung wird

Stadtcat Weber gezollt, der die BedenMng des Hundfunks für die Verkehrsinterefsen 'der Stadt Kassel bereits in den ersten Anfängen der Bewegung erkannt und tatkräftige Unterstützung geliehen hat. Stadt­rat Weber als Dezernent des Werkehrs- und Wirtschattsamtes der Stadt Kassel besprach dann seinerseits das Mikrophon und behandelte kurz die Stellungnahme einer Stadtverwaltung zu diesem wichtigen Kulttrr- unb Wtatichastspdo- blem Eine eingehende Erörterung -dieser Frage behielt er sich zur endgültigen FertMelluug des Kasseler Zwischensendeis vor Die Stabte haben nach seiner Ansicht aille Veranlagung, bem Sendeverkehr nicht nur keine unnötigen z-chm-e- rigteiten in den Weg zu legen, sonderen rhu mit allen geeigneten Mitteln zu fördern. diesen Tagen war genau ein Jahr verflossen, fett er

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Der Fernhörer

Aus dem Reiche des Radiofunks.

Tie Druckverteilung über dem größten Teile Europas zeigte in der lausenden Woche <23. bis 29 Novembers ein von der Vorzett völlig ab­weichendes Bild. Das ganz Mittel-Europa bc- hcirswenbe starke Hoch hatte sich infolge Vor- drinaens des Nordmeertiefs in südlicher Rich­tung nach dem südlichen Mitteleuropa hin ver- lagert und an Umfang und Starke verloren In l.en folgenden Tagen bedeckte ein Hoch Westrutz- ianb, Polen, die mittlere Ostfee, das Baltikum uird Südschweden, während ein neues kräf­tiges Tief im Südwesten von Irland über dem Ozean erfchien, langsam ostwärts nach Westeuropa vordrana u. am 27. November mtt seinem Kern unter 730 Mittim. südlich von Ir­land vor dem englischen Kanal liegt, Moch we­tt'a Bewegungsenergie zeigt. Ein östlicher Aus- läusi-r erstreckt sich über die britischen Inseln. Frankreick und die Niederlande hinweg nach West- nnd Nordwest- bis Südwest-Deutschland. Das Barometer ist im Bezirk von 763 Millim (23 s auf 755 Millim. (27.) gefallen. Die in der erlitt Wochenhälfte ausgeprägte ozeanische Lvftströmnna mit Höchsttemperaturen von Plu» 910 Grad Celsius am 24. November ging lang-

910 Grad Celsius am 24. viovemoer ging tanz- nm a. ^y, .

firn in e^e kontinentale über, wöbet die Sudwesiwtnde, zettweiLe Regenfalle. 4.

T taeswänne fortgesetzt auf 54 Grad Celsius Kälter, unbeständig, tm t-uden und Weste» au,- Höchstwert herabaing, während nachts unb mor- flatenb, böige West- m id NordwestwtndA i. a-ns Ren unb Frost mit 23 Grab Celsius un-, Norden bis Osten Verein zelte

r Rull sowie verbreitete Nebel herrschte, -rer frost. si Dez.: Teils ük olig-trube.teilsauUl- Rest dieler Wocke bringt kälteres, durchweg rend, schwache Nord- un-b NorbostW,nbe. Lem- trockcnes Wetter mit zeitweisem Frost. durchweg Irak-

Dienstag, 2. Dezember 1924, verpflanzen, wo die natürlichen Feinde einer allzu üppigen Vermehrung fehlen. So wurde die harmlose Brunnenkresse von einem Ansiedler, der ihre heilwirkenden Blätter liebte, in Neu-Seeland eingeführt: aber wie grotz war sein Schrecken, als er die Pflanze sich zu einer Höhe von 6 Fuß entwickeln und ein wah­res Dickicht bilden sah! In wenigen Jahren war die Vrunnenkresse in Neuseeland so ver- bt eitet baß sie bie Flußlätife sperrte und ganze Täler in Sümpfe verwandelte. Tasmanien weist eine ähnliche Landplage in Gestalt der Heckenrose auf. Auch hier war es wieder die Sehnsucht der Ansiedler, die ein Stück ölte Hei­mat in bte Fremde verpflanzen wollte und nicht mit dem reichen Boden und dem fördernden milden Klima des Neulandes gerechnet hatte. Die wilde Rose, die in unserer Heimat be­scheiden die Wege zäunt, wurde hier zu einem undurchdringlichen Dickicht, das der rodenden Gcwalt der Harke wie des Feuers Trotz btetet.

Künstlerische Radio-Darbietungen.

Die künstlerische Leitung hatte wie bisher schon Herr Karl E b h a r d t Besonders wirk­sam war der große Monolog ausTest":Durch diese hohle Gasse ....** unb Paul Warncke' s Bruder gib mir die Hand!" Die Herren Kre­mer und P i n g o u b, ebenfalls vom Staats­theater, streuten vorzügliche Gesangsgaben ein, begleitet von Fräulein v. Hartung, bie sich wieder bei einigen Gefangsdarbietungen selbst am Flügel begleitete. Sie hat bereits bei Sen­dungen großer Stationen mitgewirkt. Von schö­ner Wirkung waren auch gesangliche Darbietun­gen von Frau Fatzbender-Bartram und musikalische von Frau Dr. V og el-L a a s f s, Frau Holzhauer streute sächsische Dialektdtchtun- gen ein. Vom Vortage ist noch eineIphigenies- Deklamation durch Ellv Schulz vom Staats­theater zu erwähnen. Technische Aufklärun­gen gab noch Herr Walter Henkel vom Hen- kelschen Elektrizitätswerk auf Wilhelmsböhe. Die Sendungen erfolgten vornehmlich auf Welle 225.

Weitere Sendungen.

Zum Schluß der gestrigen Abendsendunam wurde Mitteilung von dem Schluß der erfolg­reichen Radio- Ausstellung der Firmen W. Beßler und Hans H. H. Holzhauer gemacht mit dem Zusatz, daß der Sender für die Zeit vom 1. bis 13. Dezember dem Radioklub zur Verfügung geftettttt worden ist, der in dieser Zeit die Sendeversuche sortsetzt. Auch hier hat Herr Ebhardt die künstlerische Leitung über­nommen. Ebenso haben sich die vorerwähnten Künstlerinnen und Künstler in den Dienst der netten Sache gestellt.

Ein h'-r anwesender Ingenieur einer der großen Ruüdfunkindustrien aus Leipzig oetonte in einer kurze» Ansprache am Schluß des gest­rigen Abendprogramms, das übrigen 8 mit Detettoren-Apparateii gut zu hören war, die größte aller Ausgaben de. Radio: Ueberbruckuag der Gegensätze in unserem Volke! Für den Funkverkehr gibt es kein- Grenzen. Dann ge­brauchte er erstmals in Kassel den Ruf: Funk- heil' Wie dies bet allen Sendest wonen üblich, schloß auch hier bie gestrige Sendung mit dem Deutschlandlied.

len; im ©üben etwas Schnee. 6. Dez.: Kälter, teilweise heiteres, trockenes Frostwetter.

Lauenburger Wetterwarte, Mölln.

Spezialität:

Pelzjacken, Pelzhute, Edel-Pelze.

Eigene Kürschnerei.