Einzelbild herunterladen
 

Meter Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Sonnabend, 8. November 1924,

Nummer 264

Einzelnummer 10 Pt. Soiinloqs 15 Pf

Der Kampf ums tägliche Brot

ren erstaunt über die fast unolaublichc rierfähigkeli derBückau*. Das We,

ict

ind.

stehen bestrebt sind, wenn

Seine Großeltern waren

Aufbesserung der Beamteiigehälter

endgültig entsch

>e Manöv- chseln der

zige Regierung den sitzen

Zürich, 7. November.

Der Tagesanzeiger meldet aus Paris: Die französische Presse setzt ihre Veröffentlichungen über die angeblichen Zwilche «fälle in Deutschland während der Milltärkonttvl- l e fort. Der Malin berichtet gestern über Wi­derstand der grossen Werkleitungrn in Mittel­deutschland gegen die Durchsuchung nach Waf­fen. Ein Pariser Blatt enthält die Ankündi­gung, daß der Bo t s ch a f t e r r a 1 sich in der kommenden Woche r:it den Vorgängen in Deutschland befassen wird und das Ergebnis nur eine neue Note nachBerlissn und die Ver­längerung der Kontrolle auf unbestimmte Zeit sein könne.

zum Zwecke ihrer weiteren Annäherung an die FriedenSncminalgehsilter sobald wie möglich durckzuführrn. Die Wiederherstellung der wcrt- schaftlichen Einheit Deutschlands, die Herein­bringung der Ausländsanleihe von 800 Millio­nen Mark, die Wiedererlangung der Handels- vot'lischen Freiheit haben nuNMehr die Mög­lichkeit geschaffen, dir Rot zu mildern. Dies- dc.zügliche Vorschläge unterliegen der Prüfung der Reichsregierung. Spekulative Ge­winne sollen dabei ausgeschlossen werden. Die Folgerungen aus diesen Maßnahmen für die Länder und Gemeinden zu ziehen, wird erst möglich sein, wenn über den FinanzouSgletch durch den Reichstag endgültig entschieden ist

französische Verwm zwanzig Jahre« Z ren Aufenthal mann ist Elsässer, deutscher Abstammung.

fliuetaeneteift weschLfis-Anjeige,, Utile p vreuniL, ,Zamlue»-«n»eis«i 8«tk 15 wennlo, Kleine Anzelsev das Wori 2/, nsennig. Meklamcii die Zeil« 60 Piennig Ostertsebabr tu Pkenaia «bei ZalenSirna her Offerten »i Pfennio». RecknaogS- betrage Nn» innerhalb 5 Lasen tu hembien. Manaevend ttt her Kur» hes Zablunas- iaaes. Für die Richtizkell aller hurck itetnforedier «ufaegebeiteji An»eiaen. io wie für Aufnabrnedaten und Plätze kan : nidji Garantiert werden stür Sintiflen ton besonders fchwierinem Satz 100 itroieni Äufstttlaz. Druckerei 5r6lticbtbofitt 28/80 OefdiäftSftcue: Köln.Strafte 5. aenen tber her Svobrftrafte. Rentforemer »51 u. 952

Verhaftungen am Grabe.

Außer Nathusius noch zwei Elsäfier.

Paris, 7. November. (Eigener Drahtbericht.) Der Attachee der deutschen Botschaft in Pa­ris, Rintelen, der gestern in Lille angekom men ist, um sich mit der Affäre de» General» von RathusiuS zu befassen, hat erklär, de« General Im Gefängnis moralisch unterstützen und ihm bei seiner Verteidigung veistrhe« zu wollen. Rintelen hat gestern eine Unterredung mit dem Platzkommandanten La Capelle gehabt. Man erfährt erst fetzt, daß am AllerheHUen° tage in Brumath im Elsaß zwei Deutsche ver­haftet wurden, die zum Besuch der Graber von Verwandten au» Deutschland gekommen waren. Sn der Presic wird behauptet, daß die beiden rutschen versucht hätten, einer Gruppe Reken- ten eine franzSsische Fahne zu entreißen, und sie als Trophäe nach Deutschland zu bringen.

i

20 Lahre Zu»,hau» für einen «eidarouen.

traf es alle Erwartungen, die man auf die neue Segelmaschine setzen konnte. Das allgemeine Urteil der Fachleute ging dahin, daß Wohl selten eine umwälzende Neuerung schon bei den ersten Fahrten einer größeren Anlage so vollkommen reif ohne langwieriges Ent» wicktungsstadium herauskommt. An dieser Tat« fache ist einmal der Umstand schuld, daß der rotierende Zylinder in der Windströmuna die denkbar günstigsten natürlichen Strömungsvor« gänge schafft, die in ihrem Wesen von den Vor­gängen, welche durch ein Segel erzeugt werden, sehr stark abweichen. Hierdurch ist es auch zu erklären, daß durch die verhältnismäßig kleinen Aggregate eine Wirkung erzielt wird, die fünf« zehnmal so groß ist wie die eines Segels. Hin« zu kommt, daß die Konstruktion selbst die denk­bar einfachste Maschine darstellt, nämlich einen auf seiner Achse sich drehenden Zylinder, dessen Bewegung durch einen Elektromotor mit kaum nennenswertem Kraftbedarf, der im Innern des Pivots sitzt, erfolgt. Das Manövrieren geschieht nicht, wie Beim großen Segelschiff dadurch, daß ungefähr hundert Menschen zur Bedienung not­wendig sind, welche bei schwerem Wetter unter den denkbar ungünstigsten und gefahrvollsten Verhältnissen de» UeberschlagenS großer Seen an Deck zu Dutzenden an den Tauen ziehen oder in der schwankenden Takelage arbeiten müssen, um die Segel zu verstellen, sondern

ein einziger Mann

kann vom Steuerstand aus auf elektrischem Weg« die Türme in Rotation versetzen oder zum Still« stand bringen, oder auch wie die» beim Wenden der Fall ist, den Sinn der Drebbeweaung um- kehren. Während es Beim großen SegZschiff ost viele Stunden dauert, bi» die Segel gesetzt und sortgenommen sind, i» hier in wenigen Se­kunden die volle Wtndkrmtwtrkuna erzielt oder abgestellt. V«n wirtschaftlichen Standpunkt- ist die Bedeutung der neuen Einrichtung in ihrer vollen Auswirkung heute noch nicht zu über« sehen. Bet Ästenreisen wird beispielsweise bis zu 90 Prozent der Fahrtstunden eine B e.

Einzeinummer 10 Pf.. Sonmnas 15 Pf 14. kgllktzH

Srankrelch» wahre» Gesicht.

Gens, 7. November. (Eigene Trahtmeldung., Der ehemalige Kriesminisier M a g t n o l d hielt gestern in Lille eine Ansprache, gelegentlich einer Tagung der Wiederaufbaugemeinven Frankreich». Nach seiner Ansicht werden die deutschen Wahlen höchstwahrscheinlich eine sehr starke Rechiamehrbeit erbringen, aber, so fuhr er fort, in der Ablehnung jeder prakt,- schen Wiedergutmachung seien gerade die setzt mit Herriot verbrüderten deutschen Linkspar-

Unter Frankreichs MiMärftiefel

Sie wollen die Kontrolle verewigen.

FranzSsische Hetzer / Dor einem neuen Notenkrieg / Der IngolstädterZwischenfall/Werwird die Franzosenabiöseuk

Paris, 7. November. (Privottelegramm.) Das Kriegsgericht von Nancy hat den deut- skhen Dolmetscher L - h m a nn, der angeklag» ist, am 28. August 1914 in der Nähe von Lünevtlle Verwundete erschossen zu haben, zu uchthauS und zehn Iah- tSverbot verurteilt, Loh-

Di« Matteier jieueiten Nachrichten rrtchetnen wöchentlich fecwmai «ackmiiitigß Der Abonnemenisvreid beträgt für den Monat 2- i)lt- bet tretet Zustellung INS Haus, in der (9efd)äft8fieUe tibaedoli t .sinnt. Durch die Poll monat.lid) 2.i>i>Mr auSschlieftitch Zustellungsaebübr Perlag und rUedattion Lchlacktbotstrafte ÄMi. Aernlvrecher USt und hm stilr unnerlanat elngefanbte iffeiträae kann die Re­daktion eine Verantwortung oder (äetuäbr in feinem Stille übernehmen. Rück» tqdlung des BezugSaeldeS oder Anivrfiche wegen etwaiger nickt ordnungSmüftiser iZeterttno ift tiiisaeicklollen t'oitfcheckfonto ffronffurt a. Main Nummer

Windseite beim Gegenwindfahren vollzog sich mit größter Geschwindigkeit in Bruch­teilen der bisher für dieses Manöver notwendi­gen Zeit. DaS Schiff kam während des Manö« Vers nicht, wie dies sonst bei Segelschiffen der Fall ist, zum Stehen, sondern ging in rasch Fahrt bet dem Drehmanöver durch den Win.. ES hat sich gezeigt, daß die Zylinder die Festig­keit des Schiffes nicht, wie man befürchtete, ge­fährden, sondern sie gegenüber einem Segelschiff außerordentlich erhöhen. Schwere Hagel­böen, welche das Schiff bet seinen Manöver» trafen, gingen fast spurlos vorüber, ohne daß das Schiff, wie es sonst der Fall ist, sich stark nach der Seite neigte. Vor dem Wind, bei Sei« tenwind und beim Kreuzen in den Wind über«

Gühne für 2-lgvMadr.

Man versucht zu schlichten.

Berlin, 7. November. (Eigener Jnforma- lionsbienst.) Schon im Jahre 1922 hat sich in Ingolstadt ein Zwischenfall mit der Militärkon- lrollkommission ereignet, der dem Reick>r eine Butze von einer Million kostetete. Jetzt ist dort erneut ein Angriff auf die in Zivil kontrollieren­den Ententeosfiziere vorgekommen, die gröblich beleidigt wurden. Die bayerische Regie­rung hat den verantwortlichen ztolizeibeamten ab gesetzt und die Kommission um E n t schul­dig u n g gebeten. Welche Sühne sonst noch ge­fordert wird, steht dahin. Es mutz aber gerade vom nationalen Standpunkte aus ganz klar und deutlich ausgesprochen werden, daß solche Aus­schreitungen der deutschen Sache nur schaden. Unser berechtigtes Streben nach Beendigung der Kontrolle wird aufs äußerste erschwert; un­sere Nationalisten setzen uns vor der Welt ins Unrecht. Mindestens werden durch derartige Er- eignifse alle Bemühungen um Abkürzung der Generalinspektion vereitelt. Bon der bayerischen Regierung ist nach dem Zwischenfall sofort al» les geschehen, um ihn in allen fernen Einzelheiten aufzuklären. Wie unser Berliner Jnsormations- drenst von unterrichteter Stelle erfährt, besieht ganz offensichtlich auch bei der französischen Re­gierung das Bestreben, diesen an srch unbedeu­tenden Vorfall

nicht znm Anlatz einer großen Staatsaktion

Abmarsch brr s-emvrn Drohnen.

Vertin, 7. November. (Privattelegrammsi Wie die Matter melden, haben die Franzosen gestern Wülfrath im Kreise Mettmann ge­räumt. Auch Werden an der Ruhr ist gestern von den letzten französischen Truppen verlassen worden.

die bisher im Abbau behindert waren, soll ein weiterer Abbau stattfindrn. Die Reichsrcgierung wird ihre Bestrebungen auf Senkung der Preise weiter fortsetzen, weil sonst alle Be­mühungen um eine endgültige Besserstellung der Gehalts und Lohnempfänger erfolglos bleiben müssen Insbesondere beabsichtigt die Reichs- regierung, titte maßvolle allgemeine

So gehts nicht Weiter

Wirtschastsreformen an Haupt und Gliedern.

Berlin, 7. November. (PrivüttclegtaMM.) Verhandlungen im Reichskabinett führten zu folgendem einstimmigen Ergebnis: In der vom Finanzminister bereit» grundsätzlich beschlvflenen Steuerermäßigung erblickt die Reichs- regierung nur einen Teil der durchgreifenden Reforntarbeiten, die sofort in Angriff genom­men werden müssen Im Verwaltungswege sollen die Schutzbrstimmungen und Milderungen ans dem Gebiete de» Personal-Abbaues, die der Reichstag in Aussicht genommen hat, durchae- führt werden, soweit das gesetzlich zulässig ist. Insbesondere so« mit Ablauf des Kalender - fahers der allgemeine Abbau eingestellt werden und nur bei einzelnen Verwaltungen,

größte Zurückhaltung zu bewahren, damit der Zustand der alliierten MilitärkontroLe

so schnell wie möglich beendet werden kann und unnötige Konflikte und Span nunaen vermieden werden. Wenn die aüiie:- ten Kontrollorgane Ansang Dezember ihre Mission in Deutschland zum Abschluß gebracht haben werden, wird die Entscheidung hinsichti ch der Ueboriragung der Aussicht über die dentichn Rüstungen an den Völkerbund fallen müssen, da für eine F o r t s etz u n g der tntetcuüerten Mi- litärkontrolle weder eine rechtliche noch eine materielle Grundlage vorhanden ist. Wenn setzt endlich festgestellt werden Wirb, daß die Ent­waffnung Deutschlands vollkommen durchgefuhn ist, und die Behauptung über die angeblichen deutschen Geheimrüstungen nicht einen Schatten des Beweises erbracht haben, so wird auch Frankreich von dieser entehrenden und sinnlosen Kontrolle ablassen müssen.

Bia nach Wtibnachien verschoben.

Berlin, 7. November. (Eigene Drahtmei- buttfl.) Wie nunmehr feststeht, ist ein« kurze Ver­zögerung der auf den 10. Dezember angesetzten interalliierten Besatzunaskonferenz nicht mehr zu vermeiden. Die Konferenz wird wahrschein­lich erst n a ch W e i h n a ch t e n zusammenireien können, da inzwischen neue Verhandlungen zwi­schen England und Frankreich stattstnden sollen.

Lin netter Nachbar.

Verdächtigungen und Ucbrrgrifse deS Erbfeindes

Frankreich und Deutschland leben angeblich in einer Zeit der sich wieder anbahnenden Ver­ständigung. Aber diese Verständigung ist recht einseitig und von der Seite jenseits des Rheins' wird kein Mittel unversucht gelassen, um die bestehenden Beziehungen aufs gründlichste zu trüben, um durch alle möglichen Machenschaften Zwischenfälle hervorzurufen, di« dem deutschen Volke immer wieder auss neue beweisen sollen, wie herzlich wenig es mit dem französischen Ver- ständigungswillen des Kabinetts tzerriot auf sich hat. Wenn schon dieses Kabinett es nicht ier- tig bringt, aus rein staairpolitischen Gründen heraus die Verbreitung der erlogenen Verdäch­tigungen der Reichswehr wirkungslos zu machen, so braucht man sich nicht zu wundern, wenn jetzt ein längst erledigter Fall ,um Anltß Genommen wird, um einen deutschen Ge­neral vor ih: Kriegsgericht ui schleppen. Aber schließlich hat das ja Frankreich mit sich selbir abzumachen, ob es durch derartige Machenschas- ten sich den letzten Rest seines Ansehens im Auslande untergraben will. Schon anläßlich deS Zeppelin fluges haben die amerikam- schen Blätter auf den Vandalismus htngewte - sen, der aus der jranzöstschen Forderung spricht, daß die Friedrichshafener Werft, die ein Dokument menschlicher Kultur darstellt, rest­los zerstört werden soll.

Der Fall unseres Kasseler Bürgers, General von RathusiuS, der von dem Grabe seines Sohne« im Elsaß weg nach Lille verschleppt wird, steht leider nicht allein ba, beim schon wer­den zwei weitere Verschleppungen auS Brumath gemeldet. So kann man sich nur allzusehr versucht fühlen, zwischen btefen einzel­nen Vorgehen einen Zusammenhang herzustel­len und an ein systematisches Vorgehen zu den- fen. Welchen Vorschub Frankreich durch seinen Verdacht in Lüge und Uebergriffe gerade den nationalen Parteien Deutschlands leistet, ahnt Frankreich nicht, sonst würde es sich gründlichst hüten, durch ein derartig provokatorisches Vor­gehen das Ehrbewußtsem bet Deutschen ange­sichts der kommenben Wahl wachzurütteln. Ober glaubt Frankreich etwa, burch seine Rückkehr zur Unterbindung deS Verkehrs mit dem besetzten Gebiet alle Züge werden aus reiner Schikane an den Uebrrgängen aus dem besetzten ins unbesetzte Gebiet zu einem länge­ren Aufenthalt gezwungen der Verständigung und Wiederannäherung zu dienen? Herriot Mt zwar in der Kammer erklärt, daß Frankreich die neue Ämerikaanleihe ohne jene berühmte Klausel, die eine weitere Bewegung gegen das Ruhrgebiet abdrosielte, erhalten werde. Glaubt Herriot wirklich auS Furcht vor der Opposition auf Grund dieser Tatsache in eine neue Be­wegung gegen die Ruhr eintteten zu können?

Rur dieser maßlosen französischen Revanche­politik ist es zuzuschreiben. daß auch.die letzte Genei al Inspektion der Militarkontrolle unter dem verdienstvollen General Waich solche die Ehre und das Ansehen de« deutschen Reiches und der deutschen Armee verletzende Formen annimmt. Anstelle der zugestanbenen einmaligen Generalkontrolle »scheinen bie Kon­trolloffiziere auch diesmal wieder und wieder bei schon mehrfach kontrollierten Truppenteilen und daS System dieser Generalkontrolle ohne Ende soll allem Anschein nach verewigt werben. Die beutsche Reichsregterung. die immer wirb» auf bie Erregung bes Volke» hingewtescn hat, hat sich bie größte Mühe gegeben, unter Auf­bietung aller Machtmittel des Staate« irgenv welche Hemmungen oder gar Zwischenfälle bet der Kontrolle unmöglich zu machen.. Wenn es irotzbem in Jngolstabt zu Au^chrettungen gekommen ist. so hat sich das die^Kontrollkom- misston wegen ihre» verletzenben «vsiems selbst zuzuschreiben. Aber auch die Retchsregierung ist von dem Vorwurf nicht freizusprechen, baß sie nicht alles getan hat, um auch von ber Ge­genseite eine strikte Durchführung nach ben m- ternationalen Abmachungen sicherzusiellen. Wie e» die Verhaftungen am Ällerseelenwnntage tm verlorenen Elsaß»Lotbringen erzählen, so und auch die Unstimmigkeiten bei der Milttärkon- troll« nut eine Folge davon, daß die ReichSre- aieruna für die Wahrung der deutschen Wurde doch nicht restlos und mit aller Scharfe einge­treten ist. **

zu machen. Mit der Behandlung des Jngolftad- trr Zw-schensalls soll ein Schulbeispiel da­für gegeben werden, wie bie Regierungen vorzu- nehrn bestrebt sind, wenn kein tiefet» ffiritnb zu einem Konflikt gegeben «st. Unter dem System PoincarstS wäre dies» Vorfall ohne weite­res dazu benutzt worden, schroffe und demüti­gende Forderungen an Deutschland zu richte» und ernste Spannuqen hervorzurufea. Die ,et- wird neue Konflikte zu betmet»

lustig Blut!

Berlin, 7. November. (Privattelegramm.) In bett Berlin» Regierungskreisen weist man nochmals mit völligem Nachdruck darauf hin, daß die dringende Notwendigkeit besteht, gegen­über den interalliierten Kontrollorganen die leien vorangegangen. Merinoi empfahl rück­sichtsloses Verlangen nach Wiedergutmachung auch den deutschen Demokraten gegenüber. Der Tawesplan dürfe nicht die letzte Ver­pflichtung Deutschlands darstellen. (!)

Die blaue Kohle.

Flettner über sein Windschifs der Zukunft.

Wtr 6etic6ieten wiederholt von der epoche. mach nden Verinchsfahrt de» Mindlra t. iehisisBuckau" da« statt durch Segel von zwanzig Meter hohen MetaUwn.zen vor. wärcegeirieven wird, ein neues denticyes vlayme«d:akt naa> der Ozean fahrt de« Z. 9t. 3. dav der Erfindung 6st- Dan psichisss zur Seite gestellt werden kann. Der Erstn. der leibst hat einen Berliner Berichterstat­ter sein Zukunftckwerk wie folgt veschiieven Zystematisch Versuchte ich immer und immer -Hiebet, das mir gesteckte Ziel, die Windkrast sstr die Technik auszunutzen, zu erreichen. Mein ganzes Vermögen opferte ich meiner Idee, ^chon bet der ersten Versuchsfahrt wurde jetzt festgestellt, daß das Schiff dem gewöbnlichen Segelschiff in der Ausnutzung der Windkrast außerordentlich überlegen ist, und daß auch die Dampf- und Motorschiffe, selbst die größ­ten Ozeandampfer unter Zuhilfenahme meiner Erfindung

nur etwa 10 Prozent des bisherigen Brennstoffquantums

benötigen. Die» bedeutet eine Verminderung der Fracht- und Passagierpreise auf etwa dreißig Prozent der heutigen Sätze. Durch das Windkraftschiff werden die Mllivnen P. D. die die MeeteSwinde aufweisen, ausgenutzt. Dte Gestehungskosten dieser Schiffe sind nicht höhet, als die der alten Systeme. Lediglich zwei Pro­zent auf künstlichem Wege erzeugte Hilfskraft ist nötig, um die übrig« Kraft aus den Winden nutzbar zu machen. Großen Ozeandampsern wird es bei den entsprechenden Einrichtungen möglich sein, zehntausend bis zwanzigtausend P. S. lediglich mit Hilfe der Windkrast zu ge­winnen. Damit ist bas Problem, bie Mnd* kraft, dieblaue Kohle", für die Technik iu ausgiebiger Weis« nutzbar zu machen, gelöstl Bel gittern Wind wirb nach oen gemachten M«s» sungen das neue Winbkraftschiff

schneller fuhren als ein anderer Frachtbampser ober ein Frachtmotorschiff. Die Fachleute wa­