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Kasseler Abendzeitung
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Hesstsche Abendzeitung
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Nummer 263.
Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf
Freitag, 7. November 1924.
Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf 14. 3^btg0Ng
Kommende Manner im Reich und Preutzen.
Reichskanzlers Wiederkchr?
Eine Vorschau auf den kommenden Reichstag.
Politische Manöver / Fortsetzung der alten Politik / Die Rechts- koatttion gesichert / Minister im Wahlkampf / Die stärkste Fraktion?
Berlin, 6. November. In den politischen Kreisen sieht man es unserem Berliner Jufot- maiionsdienst zufolge schon fetzt als eine feststehende Tatsache an, datz Reichskanzler Dr. Marx nach den Reichstagswahlen wieder mit der Regierungsbildung beauftragt werden wird. Schon zu Beginn des Wahlkampfes stand es einigermaßen fest, daß die Politik der
Regierung Marx-Strcsemann unter allen Umständen fortgesetzt
werden soll und die Reichstagsneuwahlen lediglich den Zweck haben, dem bisherigen Kabinett eine tragbare parlamentarische Mehrheit zu verschaffen. Wenn allerdings die Tatsache rintretcn sollte, daß die deutschnationale Partei in ihrer früheren Stärke wieder in den Reichstag zurückkehrt, so kommt nach übereinstimmender Auffassung der parlamentarischen Kreise lediglich die Hinzuziehung der Deutschnationalen zur bisherigen Regierungskoalition in Frage. In diesem Falle würden die Demokraten aus der Koalition ausscheiden, aber troßdem wäre eine absolute Mehrheit für eine Rechtskoalition vorhanden, da mit großer Sicherheit eine erhebliche Schwächung der radikalen Opposition von rechts und links zu erwarten ist. Der Erfolg der diesmaligen Wahlen wird darin bestehen, daß die über hundert Mandate im alten Reichstag verfügende radikale Opposition nahezu auf die Hälfte zusammenschrumpfen
würde. Ihr Stimmenverlust kommt zweifellos denjenmen Parteien zugute, die zur verantwort» lichcn Mitarbeit an der Regierung bereit find.
Repudilck uno Monorchie
Berlin, 6. November. (Privattelegramm.) Die Rede, die Dr. M a r $ in Münstcr gehalten hat, wird in den politischen Kreisen als eine programmatische Erklärung gedeutet, die für die künftige Gestaltung der Regierungs- Politik von großer Bedeutung sein wird. Man hebt hervor, daß der Kanzler ein eindeutiges Bekenntnis zur republikanischen Staatsform abgelegt und den Schutz der republikanischen Verfassung gefordert hat. In den voiksparteili- chen Kreisen ift man mit dieser Wendung der Kanzlerrede durchaus einverstanden und man weist mit großem Nachdruck darauf hin,, daß die Deutschnationalen ebenso wie die Deutsche Bolkspartei es bisher getan hat, ihre monarchi stischen Ziele nach einem Regierungsantritt vollkommen in den Hintergrund treten lassen müßten.
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Quer durch Die Ports len.
Berlin, 6. November. (Eigener Informationsdienst.) Wie bereits angekündigt wurde, wird der Reichskanzler in der zweiten Hälfte dieses Monats eine größere Agitationsrcise un
ternehmen. Auch Minister Dr. Stresemann ha. die Absicht, im entscheidenden Stadium des Wahlkampfes aktiv in den Vordergrund zu treten. Vor dem Eingreifen der führenden Mitglieder des RcichSkabinetts in den Wahlkamps wird ein entscheidender Einfluß auf das Wahlergebnis erwartet. Auch die Demokraten glauben, daß sie mit einem ansehnlichen Mandatszuwachs rechnen können, der sie in die Lage versetzen würde, ihren bisherigen Einfluß auf die Negierungspolitik beizubehalten. Die S o- zialdemokraten scheinen vorläufig nicht die Absicht zu haben, sich wieder an der Reichsregierung zu beteiligen und setzen ihre ganze Kraft dafür ein, sich bei den preußischen Wahlen durchzusetzen, da sie unter keinen Umständen auf die Wiederkehr der grsßen Koalition in Preußen verzichten wollen. In der deutschnationalen Partei ist man noch immer damit beschäftigt, die Geschlossenheit der Partei wieder herzustellen. Ihre Führer sind der festen Ueberzeugung, daß sie auch im neuen Reichstag wieder die stärkste Fraktion darstellen werden, selbst wenn etwa die Parteien der Mitte mit einem erheblichen Gewinn abschneiden würden.
Scharfer pro est von rechts.
S. November. (Eigene Drahtmeldung.) Von führender deutschnationaler Sette wird unserem Berliner Informationsdienst erklärt, daß die Erklärungen Dr. Marx's m M ü n st e r, soweit sie eine Art politisches Programm darstellen, in der deutschnationalen Partei den schärfsten Widerspruch herausfordern. Die vom Kanzler gezogenen Richtlinien würden es der deutschnationalen Partei unmöglich machen, mit ihm zusammen zu arbeiten.
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Dr Wo r *”•» die Bay rn
Berlin, 6. November. (Eigene Drahtmeldung.) Wie unser Berliner Informationsdienst erfährt, beabsichtig« Reichskanzler Dr. Marx, die Verhandlungen mit den Führern der B a y - rischen Volkspartei wieder ausizuneb- men, um noch in letzter Stunde den Burgfrieden zwischen der Bayrischen Volkspartei und dem Zentrum zu sichern, der gänzlich gescheiten zu sein scheint. Dr. Marx hält es für notwendig, datz die beiden Parteien eine gegenseitige Bekämpfung im Wahlkampf unbedingt unterlassen, da sonst die Gefahr eintreten könnte, daß ote Bayrische Volkspartei der kommenden Reichs- regierung gegenüber in die Opposition Eintritt.
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Fahnenflucht in eponbiu.
Spandau, 6. November. (Privattelegramm.) Die demokratischen Gemeinderäte von Spandau haben ihren Austritt aus der demokratischen Partei erklärt.
Eoolldge...BaIdwln.
Die Herren der alten und neuen Wett.
Die Wiederwahl des bisherigen amerikanischen Präsidenten Coolidge zeigt, daß die republikanische Partei in Amerika zurzeit noch über den maßgebenden Einfluß verfugt, und auf absehbare Zeit hinaus die amerikanische Politik v..ikommen beherrschen wird. Als Harding starb, taten die amerikanischen Republikaner sehr klug daran, Coolidge zu seinem Nachfolger zu machen, denn unter ihnen befindet sich kein Mann, der ebenso geeignet wäre, die Sympathien des amerikanischen Volkes zu gewinnen wie er, gegen den nicht einmal seine demokratischen Gegner ernstliche Angriffe zu richten vermochten. Währeno Harding sich um die Entwicklung der europäischen Angelegenheiten nicht mehr gekümmert hatte und die Vereinigten Staaten immer mehr in eine Politik der vollkommenen Isolation hineintrieb, wußte Coolid- pe den Kontakt mit den europäischen Staaten wieder herzustellen und das Verhältnis Amerikas zu England außerordentlich zu befestigen.
Der demokratische Gegenkandidat D a- v i S hatte von vornherein die denkbar ungünstig, sten Aussichten, weil seine Persönlichkeit selbst in der demokratischen Partei außerordentlich lebhaft umstritten war und er einem Manne wie Coolidge gegenüber absolut kein Gegengewicht zu bieten imstande war. Zweifellos haben sehr viele Demokraten für Coolidge gestimmt, weil ihnen ein k l u g e r und ehrlicherrepubli- kanischer Politiker mehr zufagte als der bewegliche, geschäftstüchtige und zu allerlei Kompromissen hinneigende Davis, der die Geschmacklosigkeit begangen hatte, den amerikanischen Fas- cisten, den Kuklmklan Komplimente zu machen, um deren Stimmen zu erringen. Der Kandidat der Linken, Senator Lafolette, der als offizieller Kandidat der Deutschamerikaner und der Arbeiter aufgestellt war, hat immerhin eine sehr ansehnliche Stimmenzahl — man spricht von über sechs Millionen Wählern — aus sich vereinigt. Wenn man berücksichtigt, daß Lafolette mit einer politischen Neugründung, der progressivenPartei zum ersten Mal im Wahlkampf uervorgetreten war, so ist dieses Stimmenergebnis zweifellos ein Zeichen der unbedingten Eristenzsahigkeit dieser neuen Partei, die alle unzufriedenen Kreise in Amerika vereinigt. Die deutschen Amerikaner sehen in ihm den Mann, der den festen Willen dazu hat, den Versailler Vertrag zu bekämpfen und für engere Beziehungen zu Deutschland einzutreten. Wegen seiner Freundschaft gegenüber Sowjetrußland ist Lafolette vielfach als Bolschewist verschrien worden, ein Vorwurf, der sehr ungerecht ist, da sein Eintreten für die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Sowjetrußland mit parteipolitischen bolschewistischen Zielen nicht das mindeste zu tun hat. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es ihm in den nächsten Jahren gelingen wird, einen Umschwung in die amerikanischen politischen Verhältnisse zu bringen.
Es steht außer Zweifel, daß die nunmehr erfolgte Wiederwahl Coolidges zum großen Teil auf englische und möglicherweise auch auf französische Einflüsse zurückgeführt werden muß. Aus alle Fälle hat England nicht damit gespart, die notwendigen Mittel auszuwerfen, um die Wiederwahl Coolidges zu sichern. In beiden Ländern hat der politische Pendelausschlag alle Erwartungen übertroffen. Coolidge ift mit einer Mehrheit gewählt worden, wie sie bisher noch kein amerikanischer Präsident zu erkämpfen imstande war. Ebenso wie in England wurde der Wahlkampf mit dem stärkst- möglicksen Appell an die konservativen Instinkte des politisch sehr leicht zu beeinflussenden amerikanischen Volkes geführt.
Zur gleichen Zeit etwa, in der Coolidge auf den Schild erhoben wurde, hat Baldwin die Bildung des neuen englischen Kabinetts übernommen. Er hat die Aufstellung der Kabinetts- liste nicht überstürzt, da er ja seiner Möglichkeiten gewiß ist. Die außenpolitischen Wirkungen ter RegiAungsereignisse in Amerika und Eng- land dürften sich in keiner Weise überraschend gestalten. Eine Aenderung der durch das Dawes-Abkommen festgelegten Reparationspolitik hätte sich auch aus einem demokratischen Siege kaum ergeben Lediglich Lafolette wurde als Mann der unberechenbaren Möglichkeiten und Wege angesehen. Deutschland wird die ihm durch das Londoner Protokoll bewährte Atempause genießen. Es kann als sicher angenommen werden, daß Komplikationen sich erst dann ergeben, wenn es sich herausfiellt, daß die in eine Steigerung der Exportmöglichkeiten Deutschlands gesetzten Reparationserwartungen nicht erfüllbar sind, weil eben die aufnahmefähigen Märkte fehlen und weil England sowohl wie Amerika gar kein Interesse daran haben, ihre
eigene, nach Absatz begierige Wirtschaft durch Begünstigung deutscher Entwicklung zu schä digeu.
Auf 6er Minifierlifte.
Baldwins neue Mitarbeiter.
(Eigener Droblbench >
Rotterdam, 6. November.
Der Courant meldet aus London: Am späten Abend wurde die voraussichtliche englische Mi- nisterliste wie folgt veröffentlicht: Minister des Aeußeren Lord Chamberlain, Lord Birkenhead dürfte Kolonialminister oder Kriegsminister werden, Lord Grey tritt ebenfalls in das Kabinett ein; seine Verwendung ift noch ungewiß Sir Robert Hörne wird Schatz- lanzler, Lord Wetr Luftminister, Lord Lin- lithgow Ackerbauminister, Sir Greame Handelsminister, Lord Douglas Hogg Iu- ftizminister. und Minister des Innern S i r Johnson Hicks Aus alle Fäll: wird die Liste am Freitag fertiggestellt, damit Freitag e-bend die Einladungen zum Lordm.rnor Diner, doS am Abend stattfindet, an die neuen Minister ergehen können.
Cnßßflll ne Ernennuni um ^relto".
London, 6. November. (Prioattelegramm.) Der neue Premierminister Baldwin empfing gestern die Staatsmänner, die er zur Teilnahme an seinem Ministerium eingeladen hatte Es
I befinden sich darunter Lord Curzon, Lord 15)oung. Sir Robert Home, Churchill, Lord Weir und Neville Chamberlain. Voraussichtlich wird nächsten Freitag ein K r o n r a t im Bucktngham- palast abgehakteni werden, bei welcher Gelegenheit die neuen Minister das Amtssiegel ihres Portefeuilles vom König erhalten und den Amtseid ablegen werden.
Neue MinWr...alter Kurs.
Für die große Koalition in Preußen.
(Eigener Informationsdienst.
Berlin, 6. November.
In den parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die bisherigen Regierungspartcien in Preußen entschlossen sind, die große Koalition wieder herzustcllcu Wenn auch eine gewisse Personal- ändeiung in der Besetzung der preußischen Ministerposten erwünscht wäre, so werde man doch im Prinzip an der Fortführung der gegenwärtigen Regierungskoalition festhaltrn, da man sich von einer bürgerlichen Koalition keinerlei Erfolge verspricht. Auch die Führer der Bolkspartei erklären trotz ihres Eintretens für eine bürgerliche Koalition im Reiche, in Preußen ohne weiteres bereit zu fein, die große Koalition wieder herzustellen. ES stehe schon jetzt fest, yaft die Sozialdemokratie nicht mehr die stärkste Partei im Preußischen Landtag fein werde. Die bürgerlichen Parteien könnten dann den Posten deS Ministerpräsidenten und deS Innenministers für sich in Anspruch nehmen, während die Sozialdemokratie einige Ressortministerien zu besetzen haben werde.
Der nächste Krieg.
Schrecke,isbilder von drei Sachverständigen.
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Knapp sechs Jahre nach dem Weltkriege wird rund umher in Europa erörtert, wie der nächste Krieg sich gestalten werde. Vor einiger Zeit ya- ben drei Männer, von denen angenommen werden kann, daß sie über diese Frage Bescheid wissen, sich über den nächsten Krieg ausgesprochen. Es ist der bekannte frühere deutsche, auch in Kassel nicht unbekannte General von Deimling, der französische Oberst Jean Fabrv, sowie der englische Kriegsersinder und Marinckommandeur B u r n e y, Mitglied des englischen Parlaments. Alle drei sind sich einig, daß der Sieg in einem künftigen Kriege von einer
Luftflotte mit ihren Bomben abhängig fein wird, und datz sich vorläufig fein Mittel findet, sich dagegen zu schützen, aber daß man damit rechnen muß, daß ein künftiger großer Krieg in Europa einen w großen Teil der Zivilisation vernichten wird, daß eine Rückkehr des dunklen Zeitalters der Geschichte nicht unwahrscheinlich ist. Ter Engländer sagt sogar, daß auch Amerika nicht sicher davor ist Burney schreibt dazu: Es gibt kaum eine Stadt in Amerika, die reicht binnen drei Tagen nach Kriegsausbruch zwischen Amerika und einem Lande aus öer asiatischen Seite, wie Japan, oder einer neuen Gruppe aus der europäischen Seite, z. B. Rußland, Deutschland und Bulgarien, zerstört werden könnte samt jedem lebenden Wes-u in ihr. Ich age nicht, daß das heute möglich ist, aber ich glaube, daß es in zehn Jahren möglich sein wird. Ter geographische Abstand ist nicht so wichtig. Vor hundert Jahren konnte Napoleon nicht mit größerer durchschnittlicher Fahrt von Moskau nach Paris als vier englische Meilen in der Stunde reisen, und Nelsons Flotte segelte nie mehr als durchschnittlich fünf englische Meilen in der Stunde, als er Villeneuve quer durch das atlantische Meer und zurück jagte. Aber binnen zehn Jahren werden wir Flotten von Luftschiffen haben, die hundert englische Meilen, rund 150 Kilometer, in der Stunde segeln. (Diese Geschwindigkeit hat ja schon Z. R. 3 zeitweise aus seiner Amcrikasahrt entwickelt. Schristl.) Und man wird Aeroplane haben, deren Schnelligkeit wahrscheinlich zwischen zweihundert und dreihundert englischen Meilen in der Stunde betragen wird. Als Folge dieser Entwicklung wird Amerika viel näher bei Europa oder Japan sein, als Spanien vor hundert Jahren bei England war. Es ist daher klar, daß Amerika in politischer Hinsicht ebenso nah mit Europa und Asien verbunden fein wird, wie es Spanien im 16. Jahrhundert war. Ja, die Entfernung wird sogar -päher fein, da ein Luftschiff, das Japan verläßt, innerhalb achtundvierzig Stunden San Francisko zerstören könnte. Ebenso könnte em Luftschiff innerhalb vierzig Stunden Newyork augreifen Im nächsten Kriege, fährt der englischie Fachmann fort, werden es die großen Städte der Länder sein, auf die sich die Angriffe konzentrieren werden, um damit die Zentren des Wider stondes zu lähmen, und soweit man heute weiß, werden da drei Angriffsmittel sein: Bomben, Giftgas und Pestmikroben. Was die Bomben betrifft, so werden die Aeroplane Bomben mitführen können, wovon jede einzelne
Rewyorks größten Wolkenkratzer zerschmettern kann und jeden anderen Bau innerhalb eines Radius von dreihundert Ellen von der Absall- stelle. Es wird nicht schwer sein, auszurechnen, wieviele solcher Bomben, nötig wären, nm New- York oder jede andere Großstadt vollständig zu ebnen Was die Giftgase anbelangt, so wird der Angriff noch fürchterlicher fein. Es existiert heute Gas, das mehr als tausendmal tödlicher ist als irgend etn Gas im Weltkriege, und, so schreibt der Engländer, ich wage zu glauben, daß ein an einem windstillen Tag abgeworfener Behälter mit Gas mehr Menschen tötet, als das gesamte Gewicht der Bomben. Es gibt ein Gas, das so stark ist, daß es einem Menschen, der es einatmet, sofort töten wird. Eine Katze, an der es ausprobiert wurde, fiel tot um, ohne noch zu zittern. Eine andere Gefahr bei diesem Gas besteht, sofern sich der Wind nicht erhebt, darin, daß das Gas fortstchrt, in alle Räume zu sickern, selbst in einen bombensicheren Keller, peil es schwerer ist als die Luft. Was die Pestmikroben cngeht, so will ich mich darüber nicht näher verbreiten, aber mau Hai mich verstehen lassen, daß Flaschen und Behälter, mit solchen eefüttt, in d>e Wasser-Reservoire geworfen werden können und so alle Wasserversorgungen der Städte vergiften.
Soweit der Engländer. Der Franzose, Ober st Fary, unterstreicht, daß Pestmikroben