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Donnerstag, 30. Oktober 1924.

Kasseler Reuest« Rachrichte«

Oetker-Rezept

Die

Frau in keiner Weise treffen. Dennoch sollen wir namentlich unseren Töchtern recht viel Mu­sikliebe auf den Weg geben, die sie über Lebens­leid und Ungemach leichter Hinwegtragen wird. Dr. Hans W. Schmidt.

des Alters der Erde. Durch die letzten Forschun­gen des Dänen Nils Bohr und des Engländers Ruthersford Wer den Atombau und den Zer­fall der radioaktiven Elemente haben wir ein Mittel gefunden, das ungefähre Alter unseres Erdballs zu bestimmen.

Es wird, um diesen Zeilen folgen zu kön­nen, zu erst notwendig fein, einiges über den Zerfall der radioaktiven Elemente zu sagen. Radioaktive Elemente, und zu eenen gehört außer dem Radmm das Polonium, das Uran und das Thorium, sind Elemente, die

Wie alt ist die Srde?

Aus den Elementen und Erzen errechnet.

Seitdem die Menschheit denken kann, beson­ders aber in den letzten fünfzig Jahren, beschäs- tigt sie sich mit dem Problem der Erforschung

das Reformationsfcst

mehr als bisher als besonders wichtigen evan­gelischen Feiertag auszubauen. Zu Vorstands­mitgliedern wurden neu- oder wiedergewählt für die 1920 gewählten Mitglieder: Anttsge- richtsrat Eberhard-Hanau, Generalsuperinten- dent D Fuchs-Kassel, Superintendent Heutzner- Ziegenhain, Pfarrer Kappes-Bebra, Seminardi- rektor Körber-Homberg, Studienrat Kühnemuth- Hersfeld, Pfarrer Dr. Preger-Kassel, Direktor Siebert-Kassel und Kreispfarrer Weinrich- Schmalkalden; für die 1921 gewählten Mitglie­der: Kreispfarrer Sic. Bachmann-Kassel, Krcis- pfarrcr Biel-Melsungen, Pfarrer Boos-Kessel- tadt. Lehrer Eentzeroth-Trcysa, Pfarrer Gruk- ker-Fritzlar, Pfarrer Maurer-Kirchditmold, Pfr. Rappe-Wetter it. Superintendent D. Wissemann- Hofgeismar. Den Abschluß der Verhandlungen bildete ein Vortrag von Konsistorialrai Lang- Berlin über das Thema: Evangelischer Bund und Weltprotestantismus. Dabei berichtete er über den im vorigen Jahre entstandenen ^In­ternationalen Verband zur Verteidigung des Protestantismus. Der Vorsitz des Verbandes ist in holländischen Händen, die Geschäftsstelle am Sitz des Evangelischen Bundes in Berlin. Die

Evangelischer Bund

Der letzte Tag de» IahreSfest in Kassel.

JühPfPftlinfl Pie Butterrtihre schaumig. crib Zucker, tillieibllMll!. Eigelb. Mehl, dieses mit Backin ge­mischt. Milch ninzu und zuletzt die Korinthen. Zi­tronat und Rosinen. Zimt u. den Eierschnee. Fülle die Masse in die gefettete Form und backe den Kuchen in etwa 1", (stunden.

Verlangen die vollständige Rezeptbücher in den Geschäften, wenn vergriffen, durch Postkarte gratis und franko von

DrJLOetker, HShrmitteLW, 8kekM,

Aus London wird gemeldet, daß der Führer der trifchen republikanischen Partei, De Valera, 'N der Vorhalle des Rathauses in Newry (Ulster) verhaftet wurde, als er eine Wahlver- sammlung besuchen wollte, um'für einen repu­blikanischen .V1 udidaten eine Rede zu halten. Die Behörden von Ulster hatten vorher ange- kundigt, daß, wenn De Valera nach Ulster käme, er Befehl erhalten würde, das- Land zu verlas­sen. Sollte er dies ablehncn, so würde er ver­haftet werden.

De Valera verhaftet.

Der Führer der irischen republikanischen Partei.

Musik in öer Familie.

Die musikalische Frau und ihre Kinder.

Die veredelnde Macht der Töne hat wohl jeder Musikfreund an sich erfahren. Die musika­lische Frau besitzt daher die Eigenschaft, nicht nur durch reine Seelentriebe die Musik zu pfle­gen und als kostbares Gut in der Familie, in der Gesellschaft, im Wirtschaftsleben zu fördern, sondern sie wird auch weiter durch die Pflege der Musik an ihrem inneren Menfchen erfolg­reich arbeiten. Diese Eigenschaften der musika- liichen Frau birgt notwendigerweise eine zweite in sich, nämlich das kraftvolle Bestreben, durch die geliebte und geschätzte Kunst der Musik ihre Umgebung wohltuend zu beeinflussen, zumal ihrem feinen weiblichen Empfinden und ihrer durch die mehr gepflegte Psyche schärferer Be­obachtungsgabe die Seelenregungen des Man­nes, der Kinder, von Verwandten, der Hausan­gestellten, der Gesellschaft überhaupt eher auf­fallen. Sie werden richtig verstanden. Und die musikalische Frau weiß sehr wohl, in welcher Weise sie durch die Musik hier helfend eingreifen kann. Gleichsam ein Wehen göttlichen Odems geht als Auswirkung der Kunst der Musik von einer Frau aus, welche, wenn auch durchaus nicht geschult, Freude und Frohsinn tut Liede verkör­pert ober durch einfache ober künstlerisch vollen­detere Vorträge auf einem Instrument, m Klavier, beut Harmonium, der Zupfgeige ober Violine ber Kunst der Musik ehrenden tLriuut errichtet!

Die Wirkung musikalischer Darbietungen, und seien diese noch so schlicht, ist wohl durch­schnittlich jedem Menschen in gewissem Maße bekannt, denn eine mehr oder weniger ausae- bildete musikalische Ader ist jedem eigen. Im einzelnen betrachtet ist es stets für die Frau in ihrem Frauenberufe von hohem Wert, wenn sie den eigenen psychischen Druck und Aerger und Mißerfolge in der Hauswirtschaft, durch Aiusik wirksam zu bekämpfen vermag, damit wieder Mut, Zuversicht in ihrem Herzen Einzug halten. Sie wird ganz anders, viel zielbewußter in bte Welt blicken und ihre Obliegenheiten viel besser

lischeu Mifchrisien. Noch ein kurze- Dankes- wort des Vorsitzenden an alle, die zum Zustan­dekommens des Festabends mitgewirkt hatten, dann erhob sich die Versammlung in dem Lutherlied: .Erhalt uns, Herr, oei deinem Wort..!" An das IahreSfest schloß sich am Montag die diesjährige

Abgeordneten- und Mitgliederversammlung des Kurhessischen Hauptvereins des Evangeli­schen Bundes an. Schriftführer Postdirektor Sauter erstattete den Geschäftsbericht. Danach ist die Nachkriegszeit mit ihren vielfachen Nöten auch an dem Evangelischen Bund nicht spurlos vorübergegangen. Aber der Hauptverein befin­det sich wieder im Aufstieg. Die Zahl ber Zweigvereine ist von 146 auf 154 gestiegen. Auch die Zahl ber festen Mitglieder ist erneut im Wachsen. Der seit 24 Jahren in der Bundesar­beit stehende erste Vorsitzende Studienrai Hof­mann hat in den letzten zwei Jahren die Sache des Bundes in 46 Versammlungen vertreten. In ber sich an ben Jahresbericht anschließenden Aussprache befürwortete in längeren Ausfüh­rungen Pfarrer Maurer von Kirchditmold bte engste Fühlungnahme ber Bundesarbeit mit der Arbeit der Kirchengemeinde, während von an­derer Seite der Wach- und Wehrdienst des Bun­des als in unserer Zeit besonders nötige Auf­gabe dargetan wurde. Der Vertreter des Prä­sidiums betonte beide Seiten der Arbeit als er­forderlich. Schatzmeister Bankbeamter Siebrecht wurde Entlastung erteilt. Dann wurde einstim­mig eine Entschließung angenommen. Da­nach wendet sich die Hauptversammlung des Kurhessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes an alle evangelischen Christen des Hes- enlandes mit folgender

Kundgebung:

Die i Vfennrg-Zigarette.

Ein Kapitel für Reiche.

Die neueste Berliner Straßenrellame ist, so lesen wir in einem dortigen Blatt, bte .Qua- litäts-l-Psennig - Zigarette". In- folge ber riesigen Steuern, Zölle unb Geld­schwierigkeiten ist es natürlich ein Unding, eine Zigarette von Vorkriegsqualität zum Vor­kriegspreis herzustellen. Notwendiger­weise leidet entweder das eine oder das andere.

Es läßt sich im allgemeinen sagen, daß sich in den Jahren nach dem Kriege der Geschmack des deutschen Zigarettenraucheis verfeinert hat. Die gutgehende Durchschnittszigarette kostet uns bis acht Pfennige. Teuere Marken finden bei weitem nicht den gleich guten Ab- satz, trotzdem auch sie noch .gut gehen". Sehr wenig gekauft werden die ganz hochwer­tigen Zigaretten in der Preislage von zwar: zig bis dreißig Pfennig. Das liegt daran, daß die gegenwärtige Geldknappheit den Kans dieser ganz guten Zigaretten einfach ver­bietet. In ber Vorkriegszeit betrug bte steuer­liche Belastung fünfzehn Prozent, heute beträgt sie vierzig Prozent. Eine Ziga­rette die damals fünf Pfennig gekostet hat, ist heute bei gleicher Qualität nicht unter acht bis zehn Pfennig zu haben. Neben den erdrückend hohen Steuern wirken besonders die T r a n s- Porte verteuernd, und auch die weit über Vor­kriegshöhe stehenden Lebensverhältnisse in Grie­chenland und der Türkei, den zwei bedeutend­sten Tabaklieferanten des Orients, wirken sich aus.

Die erste Festrede gelegntlich ber Abendkund- gebung tn ber Stadthalle, über deren Einleitung an anderer Stelle ebreits berichtet wird, hielt Geheimrat Dr. Runkel-Schleswig, ein geborener Neuwieder, ber über .Die Lage des deutschen Protestantismus int Reich" sprach. Die For­derung des Redners lautete: Wehrt uns wacht gegenüber römischen Neueinrich - bangen in Deutschland, wenn sie sich gegen den Bestand des Protestantismus richten. Der fetzige Reichskanzler Dr. Marx hübe vor dem Kriege bte Evangelischen gewarnt, unter den Katholiken evangelische Propgganoa zu treiben. Jetzt aber sei ber Winfriebbunb mit der umge­kehrten Aufgabe entstanden. Der während des Krieges erfolgte Fall des Jesuitengesetzes sei keineswegs zu bedauern. Die evangelische Kirche müsse sich nicht durch staatlichen Schutz, sonderii durch eigene Kraft behaupten. Am liebsten wolle er mit ber katholischen Kirche zusammen

gegen ben Materialismus treiten. Als Mitglied des Bildungsausschufles m Reichstag habe er gesehen, wieviel Gemetn- ames uns mit den katholischen Christen ver­binde. Der Materialismus sei zwar wiffen- chaftlich bereits überwunden, schlage aber noch m Volksleben seine Wellen. Werde unb wachse! So heiße die letzte Losung. Die inbische Pas- ivität eines Tagore sei abzuweisen. Unser We- 'en fei das tätige Prinzip des Faust, geboren aus evangelischen Gedanken. Harry Joeckel trug mit Begeisterung denLuthergruß" von Anspach vor. Prachwoll sayHen die Kirchen­chöre unb dann sprach

Pfarrer Gruckucr-Fritzlar

verrichten, wie eine unmusikalische Frau, welche nicht imstande ist, durch ein halblautes Lied sich über schwere Arbeit Hinwegzuhelfen oder durch ein solches ihre Freude am Schönen wesentlich zu erhöhen. Eine solche Frau wird im wahren Sinne des Wortes zu einem Sonnenschetn der Familie werden. Unb diese ihr Herz und Gemüt erwärmenden Strahlen dringen auch in die Herzen der sie umgebenden Menschen besruchtcnd ein. Welche Wundermacht geht nicht von dem Liede einer Frauenstimme aus, wenn, nervös und seelisch auf mancherlei Art erschüttert, verärgert, verdrießlich der Gatte vom Berufe heimkehrt, um Frieden zu suchen in der Stille seiner Familie, tn der Liebe seines Weibes! Der Mutwille und Uebermut allzu ausgelassener Kinderschar wird pädagogisch richtig gezügelt durch eine musikalische Dar­bietung ber Mutter, welche die Liebe ber Musik auch in gewissem Maße den Kindern Verervt hat. Die Fran, welche das Herz der Familie bildet, wird also aus die Pflege der Musik ernst ihr Augenmerk richten müssen. Wohl wahr, cs gibt auch unmusikalische Frauen, welche die besten Gattinnen unb Mütter werden. Denn es gibt auch Männer, die, selbst unmusikalisch, bei ber Wahl ber Lebensgefährtin nicht auf Liebe zur Musik unb Verständnis für Musik bei dem erwählten Mädchen sehen. Unb wahrlich es gibt noch anbere Seelenkräste, mit welchen die Gattin und Mutter in der Familie und die Fran in der Gesellschaft das Böse siegreich be­kämpfen, das sittlich Gute aber stärken kann. Ein sozialer Vorwurf soll die unmusikalische

und sein Volk" von Gerhard Fuchs. Dann folgte die Schlntzansprache des Generalsuperintenden­ten D Fuchs über

das evangelische Kirchenlied

Anlaß sei genug, daK wir in dem Jahre des vierhundertsten Geiangbuckjubiläums stehen. Ter Protestantismus müsse sich auf feine leben­digen Kräfte besinnen. Eine solche sei neben dem göttlichen Wort das geistliche Sieb. Tas geistliche Lied wirke erhebend unb reinigend, befreie von Gefühlen ber Erbitterung, die etwa aufsteigen könnten. Auch der Ev. Bund lebe von ihm. Wie er in den Tagen der Reforma­tion die Herzen bezwungen habe, so sei er auch noch heute eine Macht über die Gemüter. Ja, er sei selbst ein einigendes Band mit ben katho-

uber den Protestantismus in ben von uns gc- trennten Gebieten. Im Osten sind rund eine Million deutscher Protastamen an Polen gekom­men. Polischen Fanatismiis hatten die beut« chen Ansiedler schon während des Weltkrieges kennen gelernt, als Tausende vor den Truppen hergejagt wurden,- während ihre Kinder viel- ach in den von polnischen Nachbarn angezünde- ten Gehöften verbrannten. Auch nach dem Waf­fenstillstand saßen noch viele, darunter 16 Pfar­rer, bei roher Behandlung und oft hundernd. hinter dem Stacheldraht. Durch, Einquartie­rung wurden viele Gemeinden bis aufs Blut drangsaliert. Von vornherein untersagte Polen rede Verbindung der Evangelischen mit der preußischen Mutterkirche, auf deren geistige und wirtschaftliche Hilfe sie doch angewiesen sind, während die katholische Kirche den Weg nach Rom frei hat. Ausweisungen, Haussuchungen, Schließung deutsch-evangelischer Schulen und andere Quälereien sorgen dafür, daß die Reihen der Protestanten immer mehr gelichtet werden. Auch in den uns entrissenen Gebieten des Westens droht geistige Verarmung durch bas Abschneiden vorn deutschen Protestantismus. Die französische Ausweisungspolitik hat bte Evangelischen bezimiert, hat auch ein Drittel ber evangelischen Geistlichkeit vertrieben. Ueber die Schulen hat sich eine Flut französischer Leh­rer ergossen, die meist religionsfeindlich sind. Charaktervolle Lehrer, die den Mut noch haben, mit den Kindern deutsche Choräle und Volkslie­der zu singen, bekommen einfach die Mitteilung, ie seienwegen körperlicher unb geistiger Schwäche" in den Ruhestand versetzt. Für die Anfänger in der Schule soll die deutsche Sprache nicht mehr existieren. Können die Kinder nicht mehr hochdeutsch, so versichert sie auch Bibel, Gesangbuch und Predigt nicht mehr. Durch die Ausdehnung der französischenLaiengesetze" auf das Elsaß hat Herriot die evang. und kach. Bevölkerung zu einer Kampffront zusammenge- 'chmiedet. In Volksversammlungen und in der Presse wird ein erbitterter Kampf für die deutsche Muttersprache unb gegen bie religions­lose Schule geführt, ber immer mehr zu einem politisch- antifranzösischen wirb. Wir dürfen, ö schloß der Redner unter starkem Beifall,das verlorene Land" nicht vergessen. Der evange­lische Bund soll eine öffentliche Meinung im Protestantismus ber ganzen Welt schaffen hel­fen, durch die der drohenden Vergewaltiaung blühender evangelischer Kirchen in Ost unb West Einhalt geboten wird. Noch einmal weihevol­ler Sang ber Kirchenchöre. Harry Joeckel spricht Wartburg" von Anastasius Grün unbLuther

Dec Evangelische Bund ist davon durchdrun- gen, baß unser deutsches Volk in dieser schweren Zeit mehr als je des konfessionellen Friedens bedarf. Deshalb verwahren wir uns gegen jede parteiische Benachteiligung der evangelischen Kirche und es evangelischen Polksteils durch den Staat und seiner Behörden. Auch weisen wir mit großer Besorgnis darauf hin, daß infolge der verschärften Mischehenordnung der römisch- katholischen Kirche die Fälle sich mehren, in de­nen evangelisch getraute Mischehen ihrer christli­chen Würde entfleidet und die Eheleute noch­mals, und zwar katholisch getraut würden. Wir müssen daher vom Staate erwarten, daß er bei den schwebenden Konkordatsverhandlungen im Interesse des konfessionellen Friedens der Misch- chenftage die höchste Aufmerksamkeit schenkt. Die evangelische Bevölkerung unseres Hessenlandes aber fordern wir auf. mit um so größerer Treue an der evangelischen Kirche festzuhalten, in dankbarer Erinnerung an unseren unvergeß­lichen Landgrafen Philipp den Großmütigen, der vor vierhundert Jahren in kampfesschwerer Zeit erklärte:Ich will lieber Leib unb Leben, Land und Leute lassen, denn von Gottes Wort weichen." Außerdem wurde beschlossen, von der Landeskirchenregierung zu erbitten, daß die dem Evangelischen Bunde bewilligte Kollekte jedes Jahr an Luthers Geburtstage, den 10. Novem­ber, ober dem diesem folgenden Sonntage einge- ammelt werde. Ferner, daß bie Kirchenregie- iintg bei ben Pfarrern und Kirchenvorständen darauf hinwirken möge.

Anregung zu dieser internationalen Vereinigung ging von solchen ausländischen Glaubensgenos- |cn aus, die auch die Gewaltpolitik Poincarös verurteilen. Der Zweck des Verbandes ist, ben Protestantismus auf ber ganzen Linie zu stär­ken unb ein protestar tisches Weltgewissen zu schaffen.

Die Sage ber großen Zigarettenfa­briken, die bereits vor dem Kriege bestanden, wird heute durch die Existenz vieler Firmen un­gemein erschwert, die während der Jnflations- zeit entstanden sind. Diese Neugründungen werfen möglich st billige Fabrikate auf den siarkt siehe die eingangs erwähnte Ein- sfennig-Zigarette und suchen damit das Interesse des kaufenden Publikums von den besseren, aber im Preise höherstehenden Pro­dukten abzulenken. Das gelingt ihnen auch in weitem Umfang.Die Verhältnisse sind derart verworren, sagt ein Berliner Zigarettenfach- mann, daß sie kaum anders als durch eine Schleudere i, durch ein gewaltsames Sich- gegenseitig-Abkämpfen geklärt werden können"

kostet ein selbstgebackener taiörtita nach folgendem

14. Jahrgang. Nr. 256.

durch Absplitterung von Seinen Partikelcher» von selbst im Saufe von vielen, vielen Jahren zerfallen. Diese kleinen Partikelchea, bie natür­lich nicht sichtbar, sondern nur durch eigens hier­für bestimmte Instrumente prüfbar sind, sind teil- negative Elektrone, teils Teile deS ©lernen» leS selbst. Man unterscheidet drei Arten von Ausstrahlungen unb zwar: Alpha-, Betka- und Gammastrahlen. Bei bem Zerfalle eines rabio« aktiven Elementes geht basselbe im Saufe von zehntaufenden von Jahren in ein anderes Ele­ment über. Was bie Natur im Laufe biefer vielen Jahre vollbringt, hat man versucht, auf künstliche Weise zu tun; es ist dies Prof. Miethe gelungen, unb er hat das Element Quecksilber auf biefe Art in das Ele­ment Golb verwanbelt.

Das Radium verwandelt sich auf bem Wege über Radium Emanation. Radium A, B, C, D, E, in Radium F; und das Radium F ist id-ntifchmit Blei! Blei ist also nichts anderes als ein Zerfallprodukt des Radiums, Die Zeit, in ber sich ein Element durch Aussen­dung von Strahlen in ein anderes verwandelt, nennt man Halbwertszeit ober Ahklingungs- konstante. Bei Umwandlung von Radium tn Blei währt diese Abklingungskonstante nicht we­niger als eine Million Jahre.

Es ist also mit Sicherheit wissenschaftlich fest- gestellt, daß unsere Erde mindestens eine Million Jahre alt ist immerhin ein ganz respektables Alter.

*) 500 g Weizenmehl.....M.0.24

2o0 g Korinthen..... 0.50

50 g Zitronat (au kade) . . 0.40 100 g Rosinen.......0 25

-50 g Margarine ä PId. 0 SO . 0.45 200 g Zucker ä Pfd. 0.45 . .018 6 Eier ä 0 19........ 1 14

1 Tasse Milch....... 0.08

2 Teelöffel voll Zimt . . 0.05 1 Päckchen Dr.Oetker's Backin.. 0 08 __________________________ m 2.3;

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