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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 251

Freitag, 24. Oktober 1924.

Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 $f, Sonntags 15 Pf. 14. ZahkgaUg

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5)er Aufmarsch der Parteien.

Zum Abschied.

Der Rücktritt des Generals Degoutte.

Die Franzosen gefallen sich bekanntlich darin, bei ihren Maßnahmen gegen die Rheinlande im­mer wieder aus die deutsche Besetzung Frank­reichs in den Jahren 1871 und 1873 hinzuweisen. Sie vergessen aber dabei ganz, daß 'die beiden Besetzungen sich schon aus dem Grunde gar nicht vergleichen lassen, da ihre politischen Ziele völlig verschieden sind. Aber selbst dann, wenn man übe diese grundlegenden Unterschiede hin­weggeht und nur gewisse Aehnlichkeiten allge­meiner Natur betrachtet, die selbstverständlich bei jeder Besetzung vorhanden sind, so wird ein Vergleich sehr zu U n g un st e n der Fran­zosen ausfallen und gerade die Persönlichkeit des jetzt zurückg'^retenen Generals Dc- goutte erscheint, an dem Verhalten des deut­schen Oberbefehlshabers gemessen, in einem we­nig vorteilhaften Lichte. Dem General Freiherr von Manteuffel sprach bei dem Abzug der deut­schen Truppen im September 1873 der Präfloent der französischen Republik seinen Dank für die Gerechtigkeit und Unparteilichkeit aus, die er bei der ihm anvrrrtauten schwierigen Sendung be­wiesen habe." Eine solche Anerkennung dürste dem General Degoutte wohl von keiner Seite zu teil werden, im Gegenteil, am Rhein wird die Freude groß sein, daß dieser französische General in einen anderen Wirkungskreis berufen wurde.

General von Manteuffel war damals von König Wilhelm I. besonders für den schwierigen Posten ausgesucht worden. Er besaß hierzu nicht nur die nötigen militärischen Eigenschaften, son­dern hatte sich auch als Diplomat bei Sendungen an fremde Höfe ausgezeichnet und sich stets als eine in sich abgeschlossene, auf vielen Gebieten erprobte Persönlichkeit von besonderem Takt unp allseitig anerkannter Menschenkenntnis erwiesen. Jede Gewalttätigkeit gegen die Bevölkerung Frankreichs lag ihm fern, stets zeigte er sich milde und ließ bei jeder Gelegenheit Schonung walten. Mehrfach ist und nicht ganz mit Unrecht, seine Rücksichtnahme gegen die Freanzosen als zuwctt gehend getadelt worden. Ohne Zweifel ist auch General Degoutte von seiner Regierung als be­sonders für den Posten des Oberbefehlshabers geeignete Persönlichkeit angesehen worden; aber von Schonung und Rücksichtnahme war bei ihm nichts zu merken. Er ^tt vielmehr nicht nur manchen Uebergriff seiner Untergebenen ge- duldet, sondern auch, tatkräftig von der Rhein­landkommission unterstützt, selbst die Leiden un­serer Brüder am Rhein noch vermehrt.

Deutschland, das im Kriege 1870-71 dreiund­dreißig Departements mit den Waffen erobert hatte, gewährte dem in zahlreichen Schlachten besiegten Gegner sehr erträgliche Friedensbedingungen und hörte bei den Ver­handlungen den ntedergezwungenen Gegner. In genauen, bis ins kleinste gehenden Verträgen wurde die Stärke des Besetzungsheeres und die für dieses zu leistenden Summen festgelegt, die für Frankreichs reiche Hilfsquellen wahrlich nicht allzu hoch waren. He u t e ist die Stärke des Be­setzungsheeres ganz in das Belieben Frankreicks gestellt und allen Wünschen des Oberbefehls, Habers wird sicherlich gern entsprochen. Damals hatte Frankreich nur die Kosten für Verpflegung und Unterkunft zu zahlen, heute dagegen Hai Deutschland für alles aufzukommen, was mit der Besetzung zusammenhängt, nach dem französischen MotivDer Boche bezahlt alles!" Geradezu himmelschreiend aber ist die Z u ch t l o s i g k e it der französischen Rhein- armee. Als das deutsche Besatzungsheer im September 1873 Verdun räumte, schrieb ein Be­richterstatter derTimes"- Nie ist eine bewaff­nete Macht besser in der Hand gehalten und fester von aller Tyrannei über ein besiegtes Volk zu­rückgehalten worden als die Deutschen. Die Engländer werden wohl heute kaum ihren Bun­desgenossen dieses Zeugnis ausstellen können.

Mit eiserner Strenge hielt Manteuffel daraus daß keiner seiner Untergebenen. Ofizier rote Mann, mehr beanspruchte, als ihm nach den Verträgen zustand. Heute werden von, den Franzosen ohne Scheu und in der schamlosesten Weise Anforderungen gestellt, die weit über die Vertrüge hinausgehen und diesen sogar wroer- sprechen. Und wie bescheiden hatten in Frank­reich sich selbst die höchsten deutschen Dienststellen eingerichtet Da war nicht wie heute davon hie Rede, daß dem General neben seinem Geschäfts- zimmer noch ein besonderes Haus für Privcft- zwecke mit besonders gut möblierten Emviangs- räumen gewährt wurde. Die Hauptleute und Leutnants mußten sich mit Zimmern be­gnügen, die ebenso dürftig ausgestattet waren, Wie die preußischen Kasernenwohnungen. Nick' einmal Sofas gestörten nach einer Entscheidung Manteuffels zur Ausstattung und durften daher nicht gefordert werden.

Die heutige Unterbringung der französi­schen OffizierssSMilien bildet etn Kapitel für sich Während die Familien der deutschen Offiziere damals überhaupt keinen An- ßuch aus Quartier hatten und sich alles mit- njjen oder an Ort und Stelle beschaffen mutz­

ten, wird der Begriff .Familienmitglied" oon den Franzosen jetzt in dem weitesten Umfange ausgedehnt und am Rhein sind die Angehörigen der Offiziere noch mehr gefürchtet als diese selbst, da ihre Ansprüche noch bedeutender sind. Während General von Manteuffel unnachsichtlich jeden Ofizier und Mann bestrafte, der ,ich der Bevölkerung gegenüber vergangen hatte, sind bei den Franzojen Mißhandlungen und Quä- l e r e i e n der E i n w o h n e r an der Tagesord­nung. Die Rechtspflege im deutschen Be­satzungsheere spricht für sich selbst und kann mit den heutigen Verhältnissen im Rheinlande gar nicht verglichen werden. Ueber das deutsche Be­satzungsheer ist fast nichts geschrieben worden, da eben nichts zu schreiben War. Die Gesckichie der französischen Besatzung am Rhein Wird einst ganze Bände füllen.

Arbeitszeit und Lohnfragen.

Ein Ausschuß im Rcichswirtschaftsrat.

(Eigen« Drahimeldung.i

Berlin 23. Oktober.

Der Reichswirtschaftsrat hat zur Bearbei­tung der Arbeitszeitfrage einen besonde- ren Ausschuß eingesetzt. Laut B. T. versucht dieser Ausschuß zunächst den Paragraphen 7 der Arbeitszeitverordnung neu zu formulieren. Es handelt sich hier im besonderen um die Feststel- lung der Berufe, für die der Achtstunden­tag ausnahmslos im künftigen Arbeitszeitge­setz gesichert werden soll. Inzwischen schretleu im Reichsarbeitsministerium, wie das Blatt hört, unbeeinflußt durch die Auflösung des Reichstages, die Arbeiten zur Neugestaltung eines deutschen Arbeitszeitgesetzes fort.

'Berliner Tcüftftreitigkeftkn

Berlin, 23 Oktober. (Privattelegramm.) Ge­stern hat unter den Belegschaften der Berliner städtischen Gas- und Wasserwerke die Urabstimmung über die Frage: Annahme des Tarifabkommens oder Streik stattge­funden. Das Ergebnis dürste erst mittags fest- gestellt werden. In der Tarisbewegung der Ber­liner Hoch- unp Untergrundbahnen ist gestern ein Schiedsspruch gefällt worden, der dem Fahrpcrsonal eine Lohnerhöhung von etwa 6 Prozent zubilligt; der Schiedsspruch be­darf noch der Zustimmung beider Parteien.

Das AbrMurmsproblem.

Um die englisch-französische Verständigung (Eigener Drahtberich';

London, 25. Ostober.

Lord Parmor Zielt am Mittwoch Abend in Trond eine Redtff worin er erklärte, daß die Genfer Beschlüsse über die Entwaffnung den ersten Schritt für die Verwirklichung des inter­nationalen Friedens darstellten. Eine Industrie- Ration wie Enaland könne nickt leben und den früheren Wohlstand zurückerobern, wenn die Sache des Friedens nicht geregelt sei. In Gens

Ausstellung der Kandidaten.

Schwierigkeiten in den verschiedenen Lagern.

In dem Wahlkampf zu den Parlamenten haben bis jetzt die Kommunisten 86, die Pole» 13 und die Demokraten 43 Kandidaten auf ihre Listen gesetzt, wie den gestrigen Parteiblättern zu entnehmen ist. Die Demokraten wollen die voll ständigen Wahllisten am Montag veröffentlichen, während das Zentrum erst nach dem am 27. Ok­tober statfindenden Parteitag mit Kandidaten­aufstellung und Wahlaufruf vor die Oeffentlich- keit treten will. Soweit bis jetzt ein allgemeiner Ueberblick möglich ist, kann gesagt werden, daß die Kommunisten in allen Wahlkreisen Kandi­daten aufstellen, ebenso die Deutschnationalen und auch die Sozialdemokraten. Bon den übri­gen Parteien sind Entscheidungen erst noch zu erwarten, zumal keine einzige Partei auf die vom Reichskanzler beantragte überraschende Reichstagsauftösung ernstlich vorbereitet war.

* * *

Bayrische Doikspanm und Bauernvund.

Berlin, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Wie aus München gemeldet wird, tritt die Baye­rische Bolkspartei am Sonntag zusammen. Der bayerische Landwirts^üftsminister Fehr erklärte im Namen des Bayerischen Bauernbundes, des­sen Vorsitzender er ist, ein Zusammengehen mit den Linksparteien sei dem Bayerischen Bauern­bund auch in taktischer Beziehung unmöglich und er wolle den Wahlkampf in Anlehnung nach rechts führen.

Aus der demokratischer, gartet

Berlin, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Man hört Gerüchte von einem Austritt weiterer

Demokraten aus ihrer Partei. Viel beachtet wurde die geftrige Besprechung des bisherigen demokratischen Abgeordneten Schiffer mit Dr. Scholz, dem Vorsitzenden der Fraktion der Deutschen Volkspartei. *

Besprechung der Sozialdemokraten.

Berlin, 23. Oktober. (Telegraphische Mel­dung.) Wie die Blätter berichüm, traten gestern die Mitglieder der sozialdemokratischen Reichs­tagsfraktion und die Mitglieder des Parteiaus­schusses zu einer Konferenz int Reichstag zusam­men. Hermann Müller erstattete Bericht über die gescheiterten Regierungsverhandlungen. Nach kurzer Aussprache billigten die Fraktion und der Parteiausschuß einmütig die Haltung des Vor­standes. Der Parteivorstand wird den Wahl­aufruf in den nächsten Tagen veröffentlichen.

tim den Reichspräsidenten.

Berlin, 23. Oktober. (Privattelegranim.) Im Laufe des gestrigen Nachmittags hat die Fraktion der Deutschen Bolkspartei eine Sitzung abgehalten, in der die bisher gefaßten Beschlüsse bestätigt worden sind. In der Aussprache wurde allgemein der Rücktritt des Reichspräsidenten Ebert verlangt. Mit einer scharfen Forderung der Partei nach dieser Richtung hin wird auch auf dem zum 16. November einberufenen Par­teitag gerechnet.

sei insbesondere der lebhafte Wunsch Herriots ausgefallen, mit England zu einer Verständigung zu kommen. Es fei gewiß, daß das Chaos, in dem sich Europa befinde, aufhorc, wenn zwi schen England und Frankreich eine vollständige Einigung in den noch schwebenden Fragen zu- standekomme. *

Australien ver.angt Sicherheit.

London, 23. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einem Bericht aus Sidney hat der austra­lische Premierminister erklärt, daß nach feinet Ansicht, jede englische Regierung, welcher Art sie auch fein möge, gezwungen fei, die Frage des militärischen Ausbaues des Hafens von Singa pore wieder aufzunehmen. Auch die Schaffung eines unabhängigen Hafens in Sidney sei für die Sicherheit Großbritanniens und beson­ders Australiens unerläßlich.

Um den Preisabbau.

Teuerung «nd Lohnbewegung.

Da ,eit TBo v.en eine langsame Steigerung Oe* Levenshaltungsindex wahrzunehmen ist, hat in den Arbeiter-Gewerkschafien wieder eine Lohn- bewegnng eingelegt, worüber uns berichte« wird Es ist nun einmal eine durch nichts mehr wegzuleugnende Tatsache, daß die bisherigen Preisabbaumaßnahmen der Regierung jo gut wie wirkungslos geblieben sind Weder die Steuerermäßigungen, noch die Senkung der Kohlenpreise und der Frachten, haben nicht nur keine Senkung der Preislage, sondern nicht einmal ein Aufhalten der stetigen Preissteigerungen ermöglicht, und wenn dmch die genannten Maßnahmen tatsächlich Preisermäßigungen eingetreten sind, so wurden diese vollkommen wieder aufgehoben durch die Steigerung aller Lebensmittel­preise. Woche um Woche zeigt der Lebens- baltungsindex eine steigende Tendenz, und auch der neueste Stand ist höher als der der Vor­woche. Die Beunruhigung der Bevölkerung hat ihren Ausdruck in Lohnbewegungen gefunden, die in verschiedenen Teilen des Reiches Er­höhungen der Löhne um durchschnittlich 15 bis 20 Prozent gebracht haben. In Berlin sind die Vorbereitungen für die Durchführung eines um­fassenden Lohnkampfes der Gewerkschaften im Gange.

Am Rahmen deS Lohnproblems soll auch eine klare Stellungnahme zu den Steuer- und Zollfragen erfolgen. Die größte Bedeutung unter den verschiedenen Gruppen der im Lobnkampfe stehenden Arbeiter- und Angestelltenschaft darf naturgemäß die neue Eisenbcchnerbewegung beanspruchen. Wie wir hören sollen im Lause dieser Woche noch offizielle Lohuverhandlungeu zwi­schen der Reichseisenbahngesellschaft iuülden SPitzenvcrbänden der Eisen­bahner stattfinden. .Im Hinblick auf die nicht zu verkennenden Gefahren, die eine durchgehen­de Erhöhung der Löhne und Gehälter für die ganze Wirtschaft inbezug auf das Preisniveau haben könnte, sind von der Regierung

weitere Preisabbaumaßnahmen in Aussicht genommen worden. Vor allem sollen bedeutende Einfuhrerleichterungen bewilligt wer­den in der Erwägung, daß eine erweiterte Ein­fuhr von Gegenständen des täglichen Bedarfs einen preisdrückenden Einfluß, vor allem auf den Lebensmittelmarkt, haben müsse. Es soll rund ein Drittel von der« noch bestehenden 300 Einfuhrverboten fallen. Ferner erhofft man von der demnäclfltigen Aufhe­bung der Devisengesetzgebung gleich­falls einen günstigen Einfluß auf das gesamte Preisniveau.

Was den Lebensmittelmarkt insoe-

Weitere TUaßnahm n.

Bersi «

Berlin, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Nach

scheu Abgeordneten war um Mitternacht bis an die Grenze des polnischen Korridors festgestellt.

Man schreibt die Preissteigerungen der letzten Zeit einer Reibe vorübergebender Faktoren, die vor allen« durch die politische Unsicherheit be­dingt sind, und verschiedenen spekulativen Mo­menten zu. Auch die in den Kreisen des Han-

Kommnnisten -Verfolgung.

Die Suche nach 32 Abgeordneten.

fPrivai-Teicaramm.!

Berlin, 23. Oktober.

Gestern nachmittag 2 Uhr ist die vollständige Sperrung der deutschen Ostgrenze einge­treten, ebenso wurden die Flugplätze polizeilicher Kontrolle unterstellt, um de» wegen vollendeten Hochverrats und schwerer Urkundeu-

deu. da eine längere Aufbewahrung infolge der

_____ .. , ....... Nässe, die es in den letzten Erntewochen durch- Bei der politischen Abteilung des Berliner Po-i z«,machen batte, gleichfalls nicht möglich ist. Im lizeiprästdiums ist, wie s. Z. nach der Ermor-j übrigen ist man in den Kreisen der rustäudi- dnnn Rathenaus, ein besonderes Fayn-i '" " ' ""' ' "" " '

dungskornrnando gebildet worden, um die Abgeordneten einzusangen und zu dem Stnais- gerichtshof nach Leipzig zu bringen. Die Spur von 5 der am schwersten belasteten kommunisti-

sondere anbetrifft, so wird allgemein durch zwei Umstände eine baldige Veränderung der Preislage erwartet. Zunächst dürsten die Kar­toffeln, in denen wir guantitafiv eine reiche Ernte haben, so rasch wie möglich zum Verkaufe gelangen, weil die diesjährige Kartoffelernte qualitativ nicht derart ist, daß ein Zurückhalten der Ware sich ermöglichen ließe. Daraus würde sich aber eine preissenkende Tendenz

auf dem Lebensmittelmarkt

ergeben. Auch das Getreide muß. sobald cs ausgedroscheu ist, auf den Markt geworfen wer-

fälschung verfolgten 32 kommunistischen Reichstagsabgeordneten Den Uebcr- tritt nach Rußland unmöglich zu macken.

Berlin, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Die Maßnahmen des Staatsgerichtshofes gegen die Kommunisten werden fortgesetzt Gegen neun Führer kommunistiscker Betriebs­räte- Organisationen in Berlin wurde im Auftrage des Staatsgerichtshofes von der poli­tischen Polizei ein Verfahren eingeleitet wegen Der Veranstaltung von kommunistischen Gelände < Hebungen in Berlin Köpenick am letzten Sonntag. Diese GelänDe-Uebungen waren von den Betriebsräte-Organisationen ausdrücklich als Vorbereitung auf den kommen­den Bürgerkrieg bezeichnet worden.

delS bestehende Erwartung, daß im Zusam­menhang mit der DawesMnlethe Kredit­erleichterungen eintreten dürsten, hat zur Folge, daß hinsichtlich des Warenabsatzes immer noch eine gewisse Zurückhaltung herrscht und so noch kein normaler Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage erfolgt ist.

Von den Optanten neuen Preisabbaumaß- nahmen erhofft man bei den zuständigen Behör­den unbedingt eine heilsame Wirkung, zumal der auaenblickli che Preishochstand nur ein vorübergehender sei. Es ist aber auch in der Tat dringend notwendig, daß der lang­ersehnte Preisabbau nun schleunigst kommt, da sonst neue allgemeine Lohnerhöhungen nickt zu vermeiden sein und damit neue Beunruhigun­gen der ganzen Wirtschaft Platz greife« würden.

gen Behörden bezüglich der Preise auf vem 2c» bensmittelmarkt nicht so pessimistisch, wie es die aiigenbh.ckliche Situation rechtfertigen würde.

Meldungen der Roten Fahne sind gestern in Stuttgart der bisherige kommunistische Reicks- tagsabgeoi dnete M a s l o w 8 k i und in Bremen der bisherige kommunistische Reichstagsabgeord- nete Eppstein verhaftet worden.

D?e 2Bah(bprbprpifunaen.

Auslegung der Stimmlisten und Stimmkarten.

Ter Reichsminister des Innern hat he» stimmt, daß die Stimmlisten und Stumnlarten