Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Freitag, 17. Oktober 1924.
245. Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf
Dl- Staffelet Neueften,Na»ri»ren erfchetnen wöchentU»
®"eauö""n“e?Ä*äft8fteaaeflab«ebolt 1X05lt. Durchd'e»oft monatlich M0Mk. SÄ K»L"Nl"M »K ?'SS"S battion eine Berantwortuna oder Gewähr in keinem »alle übernehmen. Rück-
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Einzelnummer 10 Pf.. Sonnmgs 15 Pf. 14. Jahrgang
Zeppelins glückhafte Fahrt.
Zubeitag in Lalchutst
bürg benötigte man sogar siebzehn bis achtzehn
keinen abwerfbaren Ballast
Als sie kamen.
Stürmische Begrüßungsszenen Lakehurst. 16. Oktober.
In der Riesenhalle von Lakehurst liegt jetzt das dritte Zeppelinluftfchiff .Amerikas. Für Deutschland ist es verloren aber es hat trotz-
yerdeiarfiröntt tonn Nasi nnb Kern
Newyork, 16. Oktober. (Durch Funkspruch ) Die Franlfmter Zeitung erfährt au3 Newyort: Der Ausfall der deutschen Anleihe und die Fa-zrt des Zeppelin haben im Publikum einen gewaltigen Eindruck gemacht. Selbst bisher durchaus nicht deutschfreundliche Blatter erkennen an, daß diese Zeppelinfahrt eine neue Aera des Weltverkehrs emiettet. I» Lakehurst halten sich endlose Mengen von Deutsch-Amerikanern auf, die aus fast allen Zeilen der Vereinigten Staaten gekommen waren.
Kur, vor 10 Nhr nachts haben wir Europa endgültig verlassen. Ständig müssen wir auf die Windänderuna unter dauernder Kurs-Kontrolle achten. Ein schwerer Dienst für die Navigation, die Abtrift nach Backbord an
SchUdemngen ®r. Eckeners
Interessante Erlebnisse an Bord.
(Durch Funktelegramm.)
Lakehurst, 16. Oktober.
Steuerbord. Bei Tagesanbruch sahen wir nur Wasser, nichts als Wasser.
Als Dr. Eckener das Schiff verlassen hatte, gab er seiner größten Befriedigung Ausdruck' daß alles wundervoll »«klappt «nd er eine Zelten gute Reise erlebt habe. Bis aufdteW.de, bie zur Kursänderung zwangen, so 6-.riii|Uu , hatten wir kerne ernstlichen Stürme, ty»ank- reich haben wir auf dem kürzesten Weg überquert. Infolge der genauen Orientierung durch da-, ihm Wetter konnten wir d:n Französin den Gefallen tun, ihre befestigten Platze zu mesi den Wir erreichten die Cole d or, durch die wir uns an den niedrigsten Stellen hindurchschtan- gelten Außer den für die Landung und aus ahrtechnifchen Gründen abjvlut notwendigen Vorräten von eiminhstb Tonnen hatten wrr
hatte, widmet das deutsche Volk goldene Lor- beeten
Berlin, 16. Oktober. (Privattelegramm.) Leim Reichstag ist von deutschnationaler Sette eine kleine Anfrage eingebracht worden, in der im Hinblick auf Blättermeldungen, wonach Frankreich die Zerstörung der Friedrichshafener Zevpelinwcrst, der Schuppen und Modelle verlangen wolle, die Reichsregierung gefragt wird, nmö sie zu tun gedenke, um Deutschland dic Aep vclinwerst zu erhalten und zugleich eine Milderung der engherzigen Luftverlchrsvepimmungen zu erreichen.
sichert«« die Deutschen ihrer größten Sympathie und Bewunderung.
Zeppelin und Deutschland sind heute das einzige Gesprächsthema Amenkaö.
Allgemein sagt man: Der Zeppelin versprochen herüberzukommen und er hat Wo.t a e h a l t e n. Der Z. R. 3 hat die Zeit, die der englische Zeppelin im Jahre 1919 fuhr um dreißig Stunden verbessert, da er bis zur amerikanischen Küste nut M^und^ebzig Stunden gebraucht hat. Die Newooeker Blatter lieschreiben heute seitenlang das große Ereign.S Newyorks. Sie berichten über die grenzenlose Anteilnahme des ganzen Landes, b r s n a ch K alifornien, veröffentlichen Unterredungen mit der deutschen Besatzung des Luftschiffes bewunderten besonders die große Kunst, mit der Dr Eckener das Luftschiff zum Boden lenkte und keine Ruhe bei dem schwierigen Landungsmano- ver. Sic heben weiter die Größe des Augenblicks hervor, als der Zeppelin, von den geleitenden Fluazeuqen umkreist,
wie ein Adler den Boden Amerikas berührte während deutsckx und amerikanische Offiziere brüderlich Seite an Seite salutierten.
Selbst deutschfeindliche Blätter können nicht umhin festzustellen, daß die Fahrt des Zeppeün e,n riesiger Erfolg der deutschen Technik und Wissenschaft sei. Deutschland müsse weiter bauen.
Von Grund aus ändern sich die Verkehrsverhältnisse mit dem Anbruch des Zeitalte-s «r Eisenbahnen und der DampNchiff- fahrt. Im Jahre 1825 wurde in England die erfte Lokomotiveisen'ahn Stockton—Darlington eröffnet, zehn Jahre später aus deutschem Boden die Ludwigs-Eisenbahn Nürnberg-Furth Tie Fahrgeschwindigkeit der Züge nimmt ständig »u Auf der 285 Kilometer langen S.recke Ber- in—Hamburg z. B besaß un Jahre 848 der ch n et 1 ft e Zug bei einer Fahrzeit von aast Stunden eine Reisegeschtvindigkett von knapp 3 6 Kilometer in der Stunoe. Bis ,um beginn des Weltkrieges war au, di-fer Strecke die Geschwindigkeit des schnellsten Zuges am aenmi Ä.r« doppelte gestiegen: der V-Zug 20 durch« fuhr damals.die 286,8 Kilometer lange Strecke Berlin Lehrter Bahnhof bis Hamburg Haupt- bahnho- ohne jeden Zwischenaufenthalts tn drei Stunden vierzehn Minuten mit einer stunden- leistung von 88,7 Kilometer. Erne noch Hoheit Geschwindigkeit entwickelte auf der Strecke Hannover-Minden der O-Zug 8, der hier als schnell-, »er deutscher Schnellzug 89,9 Stunoenkilom-ttr : erreichte Seit dem Kriege sind die Leistungen der deutschen Schnellzüge erheblich gesunken, d'e Fahrgeickwindiakeit beginnt sich aber neuerdings wsider diejeniaen der Vorkrregszeit zu nähern
Rafcker hat sich der Wiederaufbau deS Schnellzugsverkehrs in England vollzogen, das nach wie vor den Anspruch erheben darf, die schnellsten Eisenbahnzüge Europas
zu besitzen. Heute weist der schnellste Zug der britischen Inseln überhaupt auf der Strecke Swindon-London eine Stundenleistung von 99,4 Kilometern auf. Eine in der Welt, seit zwanzig Jahren einzig dastehende Leistung bietet ein anderer Zug, der die 863,3 Kilometer lange Stiede London—Plymouth ohne Zwiich-ir- cni'entbalte in vier Stunden 7 Minuten mit einer Dnrchfchnittso.eschwindigkeit von 88,2 Kilometer rurücklegt Auf längeren strecken betragt siine Fahrgeschwindigkeit über 96,5 Kilometer in der Stund« Auch auf den Ei,eubahnen der Vereinigten Staate» werden, wenigstens in den östlichen Staaten, vielfach sehr hohe Fahraeschwindigkeite,'. erstell Der ,chneu,te Eisenbabnzuq. der heute au, irgendeiner Bahnstrecke der Erde regelmäßig gefahren wird, vermittelt die Verbindung mit dem bekannten ®ee- bad Atlantic Eilt, und 'egt die 89,3 Kilometer lange Strecke fahrplanmäßig in fünrztg Minuten »iirück mit einer Dnrchschnittsgesckstvindigkeit von 107,2 Stundenkilometer. Nicht selten gelingt e8
DieLuslfahrt-Srfolge.
Reisegeschwindigreit einst und jetzt.
ftaitibem der erfte Flug «6er den Ogean gHitf- Udi »erlaufen ist, wird ein Dcrgicicy des Der. te6r« vo > einst und je«: »cfotiiere iutere'.steren Zeppelins Sieg über den Ozean beweist, daß wir noch lange nicht am Ende der Verkehrstech- nik angelangt sind. Wie einst Liebig in einem klassischen Ausspruche die Seife einen .Maystab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten" genannt Hal, so kann man nicht minder ireifei'd dsi Sckuelligleit der Verkehrs- und Nachrichlen- mittel als einen Gradmesser für die kul- tu re Ile Entwicklung der verlchiedeuen Länder und Zeitalter bezeichnen. Wenn wir heute im bequemen 0-Zugwagen in wenigen Stunden die deutschen Lande durcheilen, erscheint es uns fast unglaublich, daß noch vor wenig mehr als hundert Jahren das Steilen ein kostspieliger Luxus war und daß eine kleine Reise von kaum hundert Kilometer Länge »eine Epoche des Lebens" bedeutete.
Schon lange vor der Ankunft des Zeppelin herrschte auf dem Flugplatz reges Leben bei , machtvollstem Sonnenschein. Zahlreiche Flugzeuge kreisten in der Lust, unzählbar sind die Deutschen. Viele kommen mit Blumensträußen. Zwischen 9 Uhr und 9.20 Uhr erscheint der Zeppelin von Nord-Nordwest.. Da der Flugplatz von Wald umgeben ist, wird das Flugschiss erst in ziemlicher Nahe sichtbar. Bon der Sonne beschienen geht de- Zeppelin ttefer und wird immer größer. Die Flugzeuge umtrdfen tijit. Alle Motore des Schiffes laufen. Auf Dem Flugplatz herrscht stürmische Begeisterung. Die Deu - schen rufe» Hurra! Schließlich kommt das Luftschiff ganz tief herunter, in dem nur noch em Motor arbeitet. Dann bleibt es etwa drei Viertel Meilen von der Halle entfernt, dicht über dem Boden liehen. Ein herrliches Bud! Der Zeppelin trähi die vom Wind zerfetzte deutsche Handelsflagge. Kurz nach 10 Uhr fällt der erste Anter, dann der zweite.
Ununterbrochen jubelnde Zurufe. Em Mann tritt auf die anwesenden Deut chen zu und sagt mit Tränen in den Augen:
,Hch beglückwünsche alle Deutschen:
Dr. Eckener leitet die Landung von der Kom- mandostellc aus. Nachdem das Schiss den Boden erreicht hat und die ersten Leute e8 verlassen haben, entsteht ein allgemeiner Jubeü Dann wird daö Schiff unter großem Jubel um die Halle hcrumgeführt bis ^«dessen LÄstwr.
IchistSbeskitznng ruft de» Amerikanern Be- grümingsworte zu. Mit Mühe drangen die -o.- aaten die Menge der .Zuschauer zuruck. Mlterdes. . sen kommen Zollbeamte an Bord des Schi-sev. ; Tie Untersuchung ist eine reine W fticwuf Beamten find sichtlich vergnügt dabei. Hierauf erfolgt die oMzielle Uebergobe.
König der Lüste.
Di« Amerika,ahrt des deut, chen Lustschisss»
Der deutsche Adler hat gesiegt. Neidlos oder cmch voller Neid, ,e nach ihrer Einstellung zu Deutschland, stellen die Völker der Erde sest, daß ein d e u 1 s ch e s Lustschifs es war, das den Flug über den Atlanttc nicht nur gewagt, sondern auch glänzend durchgesührt hat Man wußte es zwar schon lange, daß unser Land gerade auf diesem Gebiet der Lustbeherrschuug die unbestrittene Führerrolle hatte, und auch der Beweis der Möglichkeit einer so langen Fahrt war bereits erbracht. Aber wieder einmal er- sihen Wir an den Menschen — an den andern wie an uns selbst — die Tatsache, daß nicht die Geisi-Sgroßtat, sondern erst das offenbare, vollendet« Faktum Die Herzen ganz fortreibt. Wir wußten, „unser Zeppelin" wird bestimmt in Amerika unversehrt eintreffen; aber unser Inneres zitterte doch vor unendlicher Spannung. Nun löst sie stch auf in I u b e l r u s e Und so hat auch die Amerikaner als die nach uns am nächsten Beteiligten die Erregung von Stunde zu Stunde mehr gepackt, bis sie am Ende alle sonstigen „Sensationen" des Landes nieder- schlug. So zieht der Siegeslauf des „Zeppelin" überall selbst die Widerstrebendften in seinen Bann.
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schast über alle Hindernisse der Elemente ym- w-msetzten, hat ihnen die uneingeschränkte Bewunderung der ganzen Welt eingetragen. Durch Hitze und durch Kälte arbeiteten stch die deutschen Maschinen hindurch. Tie Anerkennung, die von vielen Seiten des Auslandes, letzt mich vom amerikanischen Präsidenten ausgesprochen worden ist, läßt die Hofsnung reiten, dar, das deutsche Unternehmen, das großartige technische Meisterwerke schasst, doch bestehen bleibt! Dem Andenken des eigentlichen Schöpfers, des Grasen Zeppelin, der geistig und moralisch den schwersten Kamps gekämpft, den größten Sieg errungen
In zweiundsechzig Sttmden hat das Lust- schiff, von der Gtrondemündung bis Reuichott- land, Den Ozean überquert, wozu Columbus fteb’fa Tag- und auch nock) der neueste Schnelldampfer (auf kürzestem Wege) fünfeinhalb Tage brauchte Solche Zahlen prägen sich tief in die Köpfe der Menschen ein. Dabei war die Ueber- fahrt keineswegs fo glatt und gefahrlos, wie Der Mitteleuropäer nach dem hier herrschenden prachtvollen Herbstwetter annehmen mochte. Aber das war gerade gut. Umso mehr stellt das Gelingen des stolzen Fluges einen Steg bei Menschengeistes über die Elemente Dar. 2tc Wetterverhältnlsse über dem Ozean sind noch lange nicht so genau erforscht wie Die europäischen. AlS Dr Eckener die «ahrt antrat und den Südkurs wählte, da wußte er. Daß er auf Uebeiraschungeu gefaßt sein mußte. In der Tat war er durch die Wetterlage gezwungen, von dem Urberflieaen der Bermudas Abstand zu nehmen und ein-n Nordwestkurs einzuschlagen, in der Tat hatte er mit starkem Wind und bei der Annäherung au die amerikanische Küste mit dichtem Rebel zu kämpfen der stundenlang iede birefte Orientierung unmöglich machte — dafür faßte dann wieder der Wind das Lust- schiff oon hinten und verlieh ihm eine ungeheure Geschwindigkeit.
Fm Durchschnitt betrüg der tägliche Reifew-g Im Mittelalter etwa zwanzig bis dreißig Kilometer. Recht gering war die Geschwindigkeit auf dem W a s f e r w e g e. Noch im 18. Jahrhundert er- forderte die Reise von Mainz nach Koblenz ™miruuin in t» ---- - -„einen aanzen Sommertag. Ein belade-
dcm seinem Lande gedient, da der Eindruck n£d fuhr von Mainz nach Köln vier Tage, Der Fahrt ungeheuer ist. ^Üle Vertreter ftrcmauf von Köln nach Mainz dagegen^iechs des amerikanischen Heeres und der Mtte ver- fiC$)t Tage; zur Fahrt w« Mamz bis strag-
Jm Altertum erreichte das Verkehrswesen seine höchste Blüte bei den Römern, deren Ruhm als Straßenbauer noch heute fortlebt. Die Hauptstadt Rom war der Mittelpunkt oes i«s ganze Weltreich durchziehenden Straßennetzes. Zur Kaiserzeit mündeten hier nicht weniger als sechzehn Hauptstränge aus aller Herren Länder ein. Ein Patetsuhrwerk brauchte nach den For- schunaen von Professor Goetz für den Weg vom mittleren Oberitalien vis zum Bodensee sieben bis acht Tage, bis Augsburg zehn bis elf Tage, für Die Strecke Verona —Regensburg fünfzehn Tage. Die ganze Entfernung von Rom bis Leyden in Holland erforderte vterunddreiß-g Tage. Das Mittelalter ist eine Zeit kulturellen Rückganges. Die alten Römerstrochen verfallen. Die Reisegeschwindigkeit auf den schlechten Stca- ßen ist gering. So brauchte man für die steile von Köln bis Basel elf Tage.
Die brennendste Frage, die uns fetzt am Hirzen liegt, ist das Schicksal der Lustschtff- ! werft in Friedrichshafen. Wie gestern beruh- । tet wurde, bleibt die französische Regierung bis jetzt hartnäckig auf ihrem Standpunkt bestehen, daß die Werst wie es der Vmiailler Vertrag vorschrcibt, zerstört werden muffe. Sollte sie diese Ansicht nicht ändern, bann wurde sie ihren bisherigen schmachvollen Tater eine neue Kulturschande hlnzukuaen. Es wär- wirklich ein Irrsinn, wenn ein Werk, das em W n n - der menschlichen Geistes, ein Triumph der technischen Wissenschaft ist, vernichtet werden sollte, nur weil esHeutsck ist! — Wir können nickt glauben, daß die englischen Bemühungen die Franzosen von ihrem Standpunkt ab« zubrlngen, erfolglos fein sollen Zwar roerben bie Franz ölen von der Furcht getrieben daß Deutschland sich zu schnell erholen könnte weiter auch von der Furcht, daß England mit Deutschland im Luftmhrtwesen zusammen arbeiten könnte, wodurch die französische Voiherrsckatt verloren ginge Aber es kommt im internationalen Leben doch nicht daraus an. daß ein einziges Volk um seine VorHerrichast urcht t. In diesem Falle' spielen höhere Tinge mtt. die alle Kulturvölker der Erde angeben. Und die meisten ho^en das Bestreben, mich Den zerstörenden Weltkriegsfahren endlich wieder der Menschheit zum fr i e dl ick en Au rb a u i*i vctbclfCT! toorben nch b?<n tiaft?
finden, die die Vernunft Watten lassrn und eine Untat verhüten.
Ueber Amerikas Meinung in dieser Frage ist nach nicht« bekannt aber wenngleich Amerika von nun an die Luftschiffe nach dem deuticken Muster selbst bauen Will so kann man doch n-cki anuebmen, daß es in der FriedrickShan-u-r Werft eine unerwünschte Konkurrenz sehen würde Schn» der Sportgeist und d,e Bewunderung für technische Errungenschaften im amerikanischen Volke werden zugestehen, daß es stck hierbei um etwas Große- handelt, das erhalt -n und aefördert werden muß. Gerade ^die ruhige Sicherheit mit der sich der dcntscke F ü h - rer deS „Zeppelin" und feine deutsche Mann-
Dr. Eckener über seinen Achtzigstundenfiug.
Deutsche Gratulanten aus dem Landungsplatz >Ein 'ENbergetzlicher^Anbttck^und A«g blick / Wie Z R DI die erste» Anker wirst / Ern Glückwunsch an aüe i/ &^t
Militär in überschwenglicher Begeisterung / Zeppelinkommandant Dr.« >
Sin Lod des neuen Kommandanten.
Rewyork, 16. Ostober. (Durch Funkspruch.) Nach der Landung erklärte Kapitän Sstele, die Fahri sei wundervoll gewesen. Schlechtes Bsti- tcr haben wir nur gestern gehabt. Als wir d«n Kurs änderten und auf Neufundland steuerleii, hatten wir 50 Meilen lang «ege» starken Wind zu rämpfen. Als wir über Newyorl an kamen, flogen wir in geringer Höhe, dann gmgrn wir wieder hoch, um Wasserstoffgas abzugeben und den Berlm't an Betriebsstoff, den wrr beim Kreuzen über Newyork »ehabt hatten, auSzuglei- chen Unfere Unterbringung an Bord war zwar durch den Ballast b-fchrankt, aber bequem. Die Fahrt über den Ozean war nicht eintöniger als die über Land. Das Schiss fuhr ^rmrrlensivcn ruhig. Seekrankheit«» gab es n» cht. Da. Schiff hatte noch für viele Stunden Benzin an Bord, als wir landeten.
Ganz Amerika spricht davon.
Ein Ehrentag für Volk, Graf und Führer
Newyork, 16. Oktober.
andern nur Proviant u n d P o st ^m 3 Uhr nackMittags nahmen wir das erste Mittag ö ma h l über der Girondemunldiing ein. Ter Svetsezettel enthielt: Schilokrotensuppc, ungarisches Gi-nlasch mit Erbsen-Mohrrüb-n und Pudding Die Tafelmusik h arten Efek- trophon und Kanarienvogel. Beim zweite» Wack-Wechsel gibt es die erste Ueber- raschung Wir sind auf Rull Grad Lange. Unsere Uhr stimmi. Unsere ersteRachl an Bord Nordlichter flammen ans. Heftige Böen schüt- teln das Schiff Dunste Wolken ziehen.