Letzter Versuch in der Kabinettfrage
Englands Wahlen. Der Zeppelin über Amerika
Der Aufmarsch.
ligstens ein Mißtcaueas- Dre Liberalen HStt.'n
's ist ein grandto-
Auf das deutsche Memorandum in der VLl» kerbundsfrage find bisher nur von Frankreich
Ideal der Zweiparteienwirtschaft hinarbeiten, btc allein das Ideal parlamentarischer Herrschaft und Verantwortlichkeit zu erfüllen imstande ist.
FranzSstscöer Irrsinn.
London. 15. Oktober (Eigene Drahtmeldung.) Bon wohlinformierter Seite wird bestätigt, daß von englischer Seite seit längerem versucht wird. Frankreich bezüglich des Abbruches der Luft- rckiffballe in Friedrichshafen zu einer Sinnes-
dcr Reparationen itz hat das deutsche Friedensbote
Deutsckland und Oer DSlkerbuno.
Verzögerung der Antworten.
Das deutsche Luftschiff als Friedensbote. Heute mittag Newyork überflogen.
N e w h o » k, 15. Oktober. (Fuukspruch). Um 1.30 Uhr mitteleuropäische Zeit hat das Zeppeliu-Luftschisf Newyork erreicht. Man nimmt an, daß die Landnng in Lake hurst zwischen 3o.4 Uhr uachm. mittelouropische Zeit (daS ist zwischen 9 und 10 Uhr vormittag« amerikanische Zeit) stattfinde» wird.
Um die deutsche Anleihe.
Ueberall starke Ueberzeichnung.
(Eigener Drahrberich!)
Rewyork, 15. Oktober.
Aus zuverläffiaer Quelle wird gemeldet: Dir deutsche Anleihe ist um mehr als fünfhundett Millionen Dollar überzeichnet worden. Der TchlußkurS der Anleihe stellt sich auf 93,75. — Die Reue Züricher Zeitung meldet aus Mailand: Die deutsche Anleihe wird am Donnerstag an der Mailänder Börse zur Zeichnung aufgelegt. Bei den Banken liegen bereits Boran- mekdnngcn vor, die eine schnelle Uebcr-cichnung der Anleihe mit Sicherheit erwarten lassen.
daher die Notwendigkeit eintreten, für eine Nebergangszeit die Sozialdemokratie an der Regierung zu beteiligen.
l a n d l e b t und daß es weder mit dem Schwerte noch mit dem Brieden geschwächt werden konnte. Wir entbieten ihm unsere Segenswünsche und den Ausdruck unserer Bewunderung.
Dem verwirrenden Geist 1 und Strafsanktionen zum Tro Zeppelin - Luftschiff als L . . . Amerika erreicht. Es ist wohl eine jener Launen der Weltgeschichte, daß gerade jene Erfindung des deutschen Geistes, die mit an der Furcht vor Deutschland teil hatte, dazu ausersehen ist, der Welt den Beginn einer glückverheißenden Aera des Friedens zu verkünden. Das Zeppelin- Luftschiff bringt den wahren Geist seines Erfinders zum Ausdruck. Den Verkehr der Welten untereinander zu vermitteln, war sein Lebens ziel. Gegen den Triumph des Augenblicks, wo der Z. R. 3 vor Hnndetttausenden Amerikanern niedcrschweben wird und freie amerikanische Erde und der Führer des Luftschiffes die Botschaft des deutschen Reichsprästdentcn an das amerikanische Volk an General Allen überreichen wird, will das haltlose Verbot weiterer Luft- schiffe auf deutschem Boden nichts besagen, da die Welt dem deutschen Geiste die Fesseln zerreißen wird, die man seinem Hochflug legt.
Gin letzter Versuch
Berlin, 15. Oktober. Drahtmeldung.) Wie wir hören, wird der Kanzler noch einen lebten Versuch machen, die Beibehaltung der ge- genwärftgen Regierungskoalition mit Unter» tzütrung der Sozialdemokratie zu sichern, aber es itz wenig wahrscheinlich, daß die Deutscke Volkspartei sich dazu bewegen lassen wird, in der Regierung zu bleiben. Unter Umständen würde
Segen fronzvflscde Äerstörunoweit
Wien, 15. Ottober. (Telegraphische Meldung.) Zu der aus Frankreich kommenden Meldung, daß der französische UnterstaatSsekrctär für Lustfahrtwesen die sofottige Zerstörung dec Bauten und Anlagen in Friedrichshafen auf Grund des Versailler Vertrags verlangen wolle, schreibt die „Reue Frei« Dresse" unter Hinweis auf die Fahtt des Z. R.3: „Solange die Besonnenheit Platz greift, darf man nur der Ansicht fein, daß dieser Gewaltakt nicht verübt werden d a r s und daß die Sieger von gestern sich nicht eine moralische Niederlage'. wie ihn der Kampf gegen den Geist und das Werk Zeppelins bedeuten würde, zufügen dürfe. Glücklicherweise liegt aber die Entscheidung beim Ministerpräsidenten Herriot. Die Vernunft sträubt sich dagegen, daß jetzt nach der Londoner Konferenz eine andere Entscheidung in Betracht kommt als die Verfügung, daß dieser Akt der Barbarei nicht geschehe« darf und daß man nichts gestutzt auf ein „Recht", daS mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat. das schmählichste Unrecht begeht.
ZeppellngraZe aus Amerika
Friedrichshafen, 15. Oktober. (Privattele. grämm.) Vom Zeppelin-Luftschiff sind in Friedrichshafen folgende Funksprüche eingetroffen: An Dr. Maubach-Werke: Herzliche Glückwünsche zur hervorragenden Leistung Ihrer Motoren, die bereits über sechzig Stunde» ohne Störung laufen.
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An Direktor Dörr und Dr. Arnstein, Lnst- schifibau Zeppelin. Herzlick)en Glückwunsch für prächtige Leistung L. 3- 126, der heute Rackst schweres Wetter spielend meisterte.
änderung zu bewegen, aber hinzugefügt, die Bemühungen seien völlig ergebnislos verlaufen. Frankreich bestes! auf ftritter Durchführung der einschlägigen Bestimmungen des Friedensvertrages und lehne alle Kompromisse ad. Amerika fei von der Aussichtslosigkeit einer Einmischung in diesem Falle überzeugt (?) und habe sich daher zitrückgehalten. In amerikanischen Fachkreisen wird aber betont, daß auch bei einer Uebersied- lung des ganzen technischen Korps aus Friedrichshafen nach Amerika die dottigen Werke niemals ganz zu ersetzen fein werden und daß daher Amerika ebenfo wie England im Hinblick aus die Einrichtung eines Ueberseeverkehrs nach Indien ein Interesse an der Erhaltung der Friedrichshafener Anlagen habe. Frankreich imgegen erstrebe die Vorherrschaft der Lust und empfinde den Zeppelinbau als eine» *x allerwichtigsten Hindernisse auf diesem Wege.
langen oder doch toeni votum zu vermeiden. .............
sich ganz gern zurückgezogen, denn sie sehen letzt ein, daß die Auflösung des Parlaments nicht ihnen, sondern den beiden anderen Patteien nützlich fein wird. Lloyd George hat n dieser Sache seine Pattei weniger geführt als verführt und angeführt. Aber Mac Donald wollte fallen. Besser gesagt: er hielt die Lage für geeignet, vom Wagen abzuspringen, bevor der Wagen ms Schleudern kam und er etwa abgeworsen wurde.
Srvster Industrlekrevtt.
Washington. 15. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Die Ausgabe der Reparationsanleihe ist durch die Ankunft des Zeppelin-Luftschiffes etwas in den Hintergrund gedrängt. Nunmehr wird berichtet, daß angesichts des ungeheuren Erfolges der Anleihe sich ein Finanzkonsor- t! u m gebildet habe, das mit einem Kapital von fünfundzwanzig Millionen Dollars sich die Aufgabe stellte, den Wiederaufbau Europas zu fördern, insbesondere die deutscheJnvu- ftiie mit den erforderlichen Betriebskredi<-n zu versehen. Zehn Millionen des Kapitals sind bereits emgezahlt. Die Gesellschaft führt den Namen „American and Continental Corporation". Der amerikanische Botschafter in Berlin, Hough- ton. hat heute nochmals erklärt, kein anderes Land der Welt biete größere Sicherheiten als DeutMand.
Rach der sehr geschickten und wirkungsvollen Rede, in welcher der Generalanwalt Sir Hastings nachwies, daß die Einstellung des Strasoerfah- rens gegen den kommunistischen Redakteur Campbell, eine im englischen Staatswesen gar nicht ungewöhnliche, von Regierungen aller politischen Richtungen geübte „j u st i z p o' i 11 f ch e" Maßnahme (!) gewesen fei, hätte Mac Donald es in der Hand gehabt, entweder ein Vertrauensvotum für sich und sein Kabinett zu er-
Zeppelins und ... ... __ ... ____
(es Schauspiel, daS sich der Welt bittet, zu sehen, wie dank des Fleißes eines niebergetreknen Volkes dieses herrliche Luftschiff sich in die Lüfte erhebt. Das Geknatter feiner Motoren verkündet lauter als 100 Bcrfailler Verträge, daß Deutsch
Di? Regierungskrise.
Weitere Besprechungen und Unfchlüfstgkeit.
(Eigene Drahtmeldung.»
Berlin, 15. Ottober.
Von entscheidender Bedeutung war eine Sitzung der Zentrumsfraktion des Reichstags gestern vormittag, in der folgender Beschluß gefaßt wurde.- „Nachdem die Erweiterung der Koalition nach rechts und links leider gescheitert ist, ist die ZentrumSfraktion einmütig der Auffassung, daß mit Rücksicht auf die gegenwärtige politische Lage die bestehende Regierung beizubehalten ist. — Eine fpätere Meldung lautet: In der innerpolitischen Krise ist in fpöer Abendstunde die bedingte Zustimmung des Zentrums zum Bürgerblock ausgesprochen worden. Damit hat die innerpolitische Lage eine gewisse Klärung gefunden, die hoffen läßt, daß nun endlich die Regierungskrise eine einigermaßen befriedigende Lösung ftudet. Man darf anuch men, paß nun auch die Entschließung der demokratischen Fraktion gegenstandslos wird, die den Reichskanzler ersucht hat, weitere aussichtslose Verhandlungen über eine Aenderung der Regierung nicht mehr zu führen.
3!ntun^ über Bo^on
Funkspruch aus Newyork, 10,20 Uhr mitteleuropäischer Zeit: Z. R. 3 über Boston
Bew vsrung fflr keutsche Leistung.
Budapest, 15. Ottober. (Telegraphische Meldung.) Der „Pesti Madlo" berichtet im Leit attikel über die Bedeutung des Ozcanfluges des
Shlnas neuer Geist.
Oestliche und westliche Kultur.
SS zeigt fit» immer mehr, daß die Juag-Shinest, «ich« einfach di« «nropSifch-amerUanifche «ul. ,«r übernehmen woUen, sondern einen Aus- gleich zwijchcnF-m Westen und dem Osten suchen Der Weltkrieg hat auch in dem jetzt von tiefen Wirren erschütterten Reich der Mitte eine völlige Wandlung der Geister geschaffen, von der Richard Wilhelm in einem inhaltreichen Aus)atz der Monatsschrift .Die Tat" eine bemerkenswerte Schrldtrung entwirft. Hatte vor dem Kriege die durch die Auslandsstudenteu hervor- geruftne Bewegung dazu geführt, daß es scheinen konnte, als ob die chinesische Kultur als selbständige Geistesmacht aus der Menschheit aussckeiden sollte und die chinesische Nation g«tz der Europäisierung anheim fallen würde, so zeigte sich nun dem Chinesen zu deutlich der Abgrund, in den die gleißende Kultur Europas mit innerer Notwendigkeit heran terstürzte; zu häßlich war der Weltkrieg, den die feindlichen Brüder auf dem By- den des Christentums auskämpften. Erschrocken machte China halt und begann sich wieder auf die eigenen Güter zu besinnen, eine Jugend trat hervor, die eine neue eigene chinesische Kultur zu schassen sich anschickte, und die wissen- fchastlichen Bewegungen des Tages stnd fast alle darauf gerichtet, diese Kultur im chinesischen Geist zu Verankern. Es handelt sich dabei um ein fremden feindliches Zurückgehen auf überholte geschichtliche Stufen, die
neue ckincfische Kultur
soll nicht nur die Technik Europas, sondern auch die großen Ideen von.perGnK.Leze
Anerkennung der NieuWenrcchre auch der Geringsten mit in sich aufnehmen, die ebenfalls einen Bestand der westlichen Kultur bilden, aber es foll östliches und westliches Denken vereinigt werden. Die neue chinesische Wissenschaft mußte sich vor allem ihr Werkzeug schaffen tu einer neuen chinesischen Sprache, die möglichst weit allgemein verständlich fein sollte. Eine
neue schriftliche Volkssprache, die sehr viel Aehnlichkeit mit der Einführung der Rationalsprache für die europäisch- Wissenschaft hat, versucht man zu schaffen, eine Zeitschrift „Die neue Jugend", die von dem Dekan der literarischen Fakultät an der Pekinger Na- tional-Univeisität begründet wurde, macht mit der neuen Sprache Ernst, und eine Reihe anderer Zeitschriften schloß sich ihr an. Vorübergehend gab es über 400 Zeitschriften, die in der Umgangssprache geschrieben waren. Mit der Arbeit an dieser neuen Sprache für die Wisseu- fchast ging die Beschäftigung mit einer Aussprachebezeichnung für die Silben dec chinestchen Sprache einher. Eine weitere Arbeit auf diesem Gebiet ist die Neuherausgnbe der Volkslite- ratur vergangener Jahrhnndette, insbesondere der großen Romane und Dramen, die svste- mattsche historifchc und prähistorische Untersuchung der Verhältnisse des chinesischen Kvltur- gebiets, der Volkslieder. Volksdialekte, der chinesischen Musik und Malerei. Auch mit den chinesischen Mtertümern und ihrer sachgemäßen Ausgrabung hat man begonnen, man hat Beziehungen zu fremden Erpeditionen hergestellt, die nack Altertümern graben wollen, damit diese Schätze nicht außer Landes gebracht werden. Auch den anderen Richtungen des chinesischen Geisteslebens bat sich ein reges Interesse zugc- wandt, der Buddhismus, der noch vernachlässigt war. findet eine neue systematische Bearbeitung, nnd man beschäftigt sich mit den Problemstellungen der westlichen Geisteswissenschaft. In einer besonderen Zeitschrift wird jetzt auch di-
Arbeit deutscher Wissenschaft
in Ueberseyung den in Betracht kommenden Kreisen vermfttett werden, und ebenso ftndet di» deutsche Literatur tttls unmittelbar, teils in Ueberseüungen immer mehr Beachtung. Dos; auf dem Gebiet der nationalen chinesischen Philosophie energisch weiter gearbeitet wird, versteht sich Von selbst Auch in China finden sich wie überall, wo wissenschaftliches Leben herrscht, Meinungsverschiedenheiten und Kämpfe: so wurde im letzten Jabr ein lebhafter Kau pf um die Lebensanschauung zwischen Tr. Carsnn Chang, einem Vertreter des idealistischen Stand- Punkts, imd Prof. Ting Wen Kiang, der den ..alten Tenfel der Dunkellehre' anstreibcn und der Naturwissenschaft auf allen Gebieten Raum machen wollte, durchqekämvst. Ueberall ist di- chinesische Wissenschaft in lebhafter Bewegung und energischer Mitarbeit au allen Meusckhctts- problemen. und man kann von ihr wertvolle Beittäge zum Ausbau einer neuen Menschheiis» tultur erwarten.
Diese Geschicklichkeit des ersten Arbtttermini- sters imponiert allen Patteien. Zandern und Kleben gefällt dem Engländer nicht, den der Spott zu raschem Entschluß erzogen und den Wett eines guten Statts schützen gelernt hat. Nun, Mac Donalds Start für das Wahlrennen ist gut. Ganz besonders wird die Kürze des Wahlkampfes der Arbeiterpartei zugutekommen. Mac Donald kann auf getane Taten Hinweisen, die das Land noch nicht vergessen hat: Londoner Konferenz u. Genfer Ab° rüstungsprotokoll. Auf diese mrßenpolitischen Erfolge stützt sich der Wahlaufruf der Arbeiterpartei und vergißt auch nicht, den Vertrag mit der Sowjetregierung. der dem Parlament noch nicht vorgelegen hat. als außenpolitischen Erfolg zu rühmen. In den inneren Angelegenheit m verspricht das Arbeiterprogramm hauptsächlich der Landwirtschaft eine Besserung chrer Lage. Man hofft, diesmal einige landwirtschaftliche Be- zitte zu erobern und weiß sehr genau, daß eine Arbeiterregierung, die nicht die Bauern auf ihrer Sette hat, niemals lebensfähig sein kann. Bemerkenswett ist, daß die Arbeiterpartei zwölf Frauen nominiert, von denen nur drei dcm letzten Parlament angehött haben, und »aß Mac Donalds Tochter in den Wahlkamps zieht, um einen Parlamentssitz für ihren Bruder »u erobern, der augenblicklich im Ausland weilt.
Neben der Arbeiterpattei hegen die Konservativen gute Hoffnungen für eine starke Vermehrung ihrer Stimmen. Ihr Haupttrumpf besteht darin, den Arbeitern vorzuhalten, daß die erste Arbetterregierung ja gar nichts *ür die Arbeiter erreicht habe. Freilich kann Mac Donald da nur sehr bescheidene Leistungen aus- weisen und gar nichts, was sozialistischen Cha- ratter trägt Die zustandegekommenen Gesetze zur Linderung der Wohnungsnot und ;ur Verbesserung des Loses der landwirtschaftlichen Arbeiter hätte jede bürgerliche, etwas sozial gerichtete Regierung — und das sind heute alle in England — wohl ebenso aut gemacht. Aber die Arbeiter wissen, da ihr Führer an der Spitze eines Minoritätskabinetts stand und daß -r mit gebundenen Armen schassen mußte. Vom Pro- lettiouismus ist diesmal im konservativen 'Schlau f ruf keine Rede. Die Konservativen erinnern fich noch deS Unheils, daS diese Parole ihnen bei den vorjährigen Wahlen gebracht har
Die Liberalen scheinen für sich um allerwenigsten vom Wahlkampf zu erto arten und werden wohl auch am allerwenigsten mvon haben Freilich wird Lloyd George England dnrchrafen und überall seine virtuose« Trommelwirbel ettckallen lassen. Die Liberalen rühmen sich auch, übe, den größten Wablsonds zu ver- fügen. Lloyd George ist bekanntlich ein Fre md des Krieges mit silbernen Kugeln. Aber der große Tambourmajor genießt nicht mehr das Bettrauen des Landes. Man hat ihn schon an zmriel Stellen gesehen. Die Liberalen schmücken ihr Programm mit einem großen geschäftl'.ch?n Plan: die Kohle soll unmittelbar an den Erzeugungsstellen in elektrische Kraft inngewandftt werden. Das ist ein Gedanke, der sich kaum ohne Sozialisierung der Bergwerke und der Elektrizitätswerke durchführen liee und dem man etwas allzudeutlich anmerlt, daß er Mac Donald den Wind aus den Segeln nehmen soll.
Wie weit das Wahlbündnis zwischen Konlervattven und Liberalen kommen wird, das ist lokalen Vereinbarungen überlassen morden Man kann nicht sagen daß die Stimmung der Konservativen solchen Bündnissen günstig ist; die Anträge werden fast immer von den Liberalen ausgehen Diese rechnen auch darauf, durch eine Koalitton mit den Konservativen sich an der Regierung beteiligen zu können. Jedoch entspräche eine solche Koalition keineswegs dcm Wunsch der Konservativen. Die beiden großen Flügelpatteien — Konservative und Labour — werden vielmehr beide nach Kräften auf das alte
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