Zlerter
14. Jahrgang. — Rr. 24t.
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Sonntag, 12. Oktober 1924.
flttaggi6 Suppen
Seit 40 Zähren bewährt find
Windstille a$ä2 ©itniSsmarft In allen Artikeln schleppend.
Heu und Stroh.
Amtlich notierte für je 50 Kg. ab märkischer Station: drahtgepreßtes Roggen- und Weizen-
2,40, gutes Heu 3,20—3,40, Mielitzheu, lose 1,60 bis 1,80, Kleeheu, lose 4—4,50.
während NoveMber-Dezember-Abladung mit 44p:, Sch. bezahlt wurde. Accra good sermcntcd, neue Haupternte, wurde aus erster Hand mit 40 Schilling Angeboten. Dagegen kam cs mit der zweiten Hand zu 39 Sch. 5 P. zum Geschäft. — Reis. Die hauptsächlichsten Umsätze werden in Burma-Reis per November-Dezembcr-Licfe- tung gemacht. Auch Bruchreise konnten stch be- nstgen. Burma loko 16 Sch. 5 P., per Nov.- Dez. 1654 Sh.. Burrna-Bruch loko 14 Sch. per Nov.-Dez. 14 Sch. W- P. — Schmalz. Etwas ruhiger bei behaupteten Preisen. Amer. Steam Lard 39,30 Dollar, rass, amerik. Schmalz verschied. Marken 41 Dollar per 100 Kg. netto tran- sito. — Gewürze. Bedarfsgeschäst mit dem Fnlande sehr ruhig. Preise gut behauptet.
Warum ist der Himmel blau?
In Wirklichkeit ist er blendend goldig bei Tag, silbern bei Nacht.
Renten- und Kanadagcrüchte.
Von öproz. Reichsanleihe war die erste amtliche Notierung 480, und später konnte stch der Kurs bis aus 520 erholen. Reichsanleihe schloß 1512. Auch die anderen heimischen Anleihen waren durchweg schwächer. Zwangsanleihe zeitweise bis 10 gedrückt, dann aus 11,75 erholt. Schutzgebietsanleihe 5,25 bis 5,45, 3,5proz. Konsols 8% bis 9.5, 1923er K-Schätze 135—170 Mill., 1924er K-Schätze 300—375 000, Hamburger B-Anleihe 170—185. Kanada-Ablieserungsschetne stürzten anfangs bis auf 22. Die amtliche Notiz fiel aus. Im Freiverkcbr war der Markt später sehr unsicher, zeitweise wieder bis 25,50 gedrückt, zum Schluß etwa 26.
Bröckelnde Jndustriekurse.
Sonstige Verkehrswerte lagen ruhig bei wenig veränderten Kursen. Am Bankenmarkt waren wieder Reichsbankanteile gut behauptet. Sonst bröckelten die Kurse ab. Bon Industrie- werten traten Montanaktien stark zurück. Tie Kurse bröckelten jedoch weiter ab. Gegen Schluß waren Hammersen-Aktien stärker gefragt, wobei der Kurs von 17% auf 18,25 anzog. Anilin- Werte lagen weiter lustlos, und die Kurse bröckelten neuerdings ab. Badische Anilin 18%, Elberfelder Farben 16.3, Berliner Anilin !->%, Höchster Farben 16%, Griesheim 16%. Rütgers- werke waren bei einigem Geschäft behauptet, 16. Otavi-Anteile konnten sich auch heute «icht erholen, 22,25. — Am Einheitsmarkt der Anleihen war die Stimung etwas fester, während der der Industrieaktien etwas schwächer lag. . ,
Berliner Devisenkurse.
Kurse in Bill. Mark für 1 Pfund, 1 Dollar 100000 öftere, und nng. Kronen, übriges ze 109 Einheiten. Amsterdam 163,75 Geld, 164,61 Brief Brüssel-Antw. 19,90 G., 20,00 B., Christiania 60,05 G., 6035 B.. Kopenhagen 73,81, 74,19 B- Stockh.-Goth. 111,62 G., 112,-18 B„ Italien 18^17 G., 18,27 B., London 18305 G., 18,895 B-, New- vork 4,19 G., 4,21 B., P-wis 21,52 21,62 B.,
Schweiz 80,40 G., 80,80 B., Wien abgcp. 5,92a G., 5,955 B., Prag 12,50 G., 12,56 B.
Bedarf und VrriSlagr in Levensmttleln.
Die Stimmung am Hamburger Freitagmartt.
Am gestrigen Hamburger Freitagmarlt war die Tendenz für Paraffin und Wachs. Weiter recht fest. Bedarfsgeschäst mit Inland hat unter dem Druck der hohen Preisforderungen wesentlich nachgelassen. Weißes amerik. Taselparasfin 14 50—15 Dollar, Carnaubawachs, fettgrau 118 bis 120 Sch-, courantgrau 111—112 Sch , Iapan- wachs 77—79 Sch., ausländ. Bienenwachs 132 bis 165 Sch. — OeleundFette. Sehr ruh'g boi ziemlich fester Preislage. Leinöl 56,3-61 holl. Gulden per 100 Kg. — Ka, fee. Bei anhaltendem Bedarfsgeschäst ayi Platze schriest, Inlandsgeschäft nach wie vor schleppend. Pintos Sup. 112—114 Sch., Primcs 117—119 Sch., Extra-Primes 121—124 Sch, alles loko trannto.
Kakao. Das Geschäft mit dem inländischen Bedarf nahm einen bedeutenden Umfang an. Sehr fest. Auch Abladnngsware sehr rege Bahia Sup. wurde von drüben mit 45% Sch. angeboten per Dezember-Januar-Abladung
, Anleihen nachbörslich erholt.
An der Nachbörse konnten heimische Anleihen ihre Erholung behaupten, da die Spekulation mit Rücksicht auf das Wochenende Deckungen vor' nahm. Kriegsanleihe 510-515 Milliarden., 3,5- proz. Konfols 915, Schutzgcbietsanlerhe 5,5 o% proz. Kons. 915, Schutzgebietsanlerhc 5,5—5% anderen Märkten waren Kurse überhaupt nicht zu hören, mft Ausnahme von Kanada, die mit 27 Prozent eher gesucht waren.
Die Berliner Devisen am Wochcnskhluß.
erscheinender, von vielen Kerzen beleuchteter, aber mit schwarzem Tuch ausgeschlagener T r a u e r r a u m ist ganz mit strahlndem Lichreerfüllt, also intensiv erleuchtet. Diese Räume erscheinen uns gleichfalls dunkel, weil wir an jeder Stelle nur die wenigen Strahlen sehen, welche von der Leuchtquelle aus direkt in unser Auge fallen, da keine oder fast keine von den Wandungen reflektierten zerstreuten Strahlen vorhanden sind, die gewöhnlich einen Raum nach allen Richtungen durchsetzen und ihn dadurch „erhellen".
Hell ist ein subjektiver Begriff, der aus dem Produkt von Lichtstärke und einem subjektiven Faktor des das Licht aufnehmenden Lebewesens besteht. Licht, welches nicht gesehen wird, ist also, streng genommen, nicht hell, so groß seine Energie auch pro Quadratzentimeter sein mag. Wir nennen Licht hell, welches unsere Nctzharit und die an sie angeschlossene Hirnrinde mit einer gcwiffen Stärke erregt. Einen Raum dagegen bezeichnen wir als hell, wenn sein Licht unser Auge gleichzeitig von vielen Seiten her in solchem Maße erregt, daß wir die Gegenstände des Raumes ohne Anstrengung deutlich sehen können. Dieses geschah aber nur durch das von unendlich vielen Punkten aus diffus reflektierte Lickt, nicht durch das homozentrische Licht eines oder auch vieler Leuchtkörper (z. B. der Sterne). Bei dieser Definition von „hell" sind der klare Luftraum über uns und der weite Himmelsraum an sich nicht als helle zu bezeichnen, obgleich sie von Licht, welches uns eventuell blenden kann, erfüllt sind. Aber allenthalben da, wo das daselbst vorhandene Licht in unserem Auge „zur Wirkung" gelangt, ist der Raum also „in Wirklichkeit" hell. In diesem Sinne sagt die Ueber- K: der Himmelsraum ist tu Wirklichkeit end goldig hell bei Tag, silbern bei Nacht.
Für das gewöhnlich von der Umgrenzung eines Tales, eines Zimmers diffus reflektierte Licht bildet gleichsam einen unendlich fein verwirrten Lichtstrahlenfilz. In diesem würden wir keinen Gegenstand erkennen können, wenn dieser Filz nicht von der sphärisch gekrümmten Oberfläche der Hornhaut entwirrt und zu einem „Bilde" dieser Umgebung geordnet würde. Dies geschieht, indem die von je einem körperlichen Punkte augegangenen, ins Auge fallenden Strahlen durch diese Oberfläche wieder zu einem Punkte und damit zu einem „Bilde" des Punktes vereinigt werden: und aus lauter geordneten Punkten besteht jedes Bild.
Wenn die Helligkeit aller den Raum durchsetzenden homozentrischen Strahlen der Leucht- quclle auf einmal sichtbar wäre, so dürfte ein wirklich „realistischer" Maler
eine Landschaft nur als eine gleichmäßig Helle Fläche
ohne jedes Detail darstellen, denn das Reflex- licht, welches ja allein das Bild der Landschaft bildet, würde in der großen Jntersität des direkten Lichtes nicht wahrnehmbar sein. Tie Wahr- nehmuna, daß der klare Himmel blau und nur schwach erleuchtet fei, ist eine so zwingende, daß sie die Vorstellung, derselbe Raum sei zugleich noch von anderem Lichte, und zwar von viel größerer Intensität, erfüllt, kaum aufkonrmen läßt, ebenso wie die erschlossene Erkenntnis, daß die Erde sich um die Sonne bewegt, den täglichen Schein des Gegenteils nicht zu zerstören vermag. Dies ist der Fall, obgleich das Bewußtsein, daß dieses für uns nicht auf einmal sichtbare homozentrische Licht, dessen Vorhandensein schon in frühen Urzeiten erschlossen war, sofern es zugleich sichtbar wäre, ein Helles Lichtmeer darstellen würde, wie erwähnt, durch einen nur geringen Denkakt. durch eine Integration weniger Wahrnehmungen zu gewinnen ist. Ich selber erinnere mich noch, daß ich bereits erwachsen war, als ich in einer kleinen Winternacht während des Ueberschreitens eines großen Platzes uub bei längerem Betrachten des Vollmondes plötzlich erkannte: „Der ganze dunkle Raum über dem Platze ist ja in Wirklichkeit leuchtend silberhell."
Gleichwertige Waren unterscheiden p.ch selten durch große Preisunterschiede. Darum ,st vet enorme Unterschied zwischen der- Preu^n fanutcr Marken-Fcchrrädcr und denen der allgemein beliebten „Sigurd"-Faürrador besonders auffällig Wenn man berücksichtigt, daß auch diese jetzt genau wie alle dekaimten Rmrken- räber aus nahtlos gezogenen Rohren hergestcllt und hart gelötet werden, so steht man vor einem Rätsel, warum diese so viel billiger find. Ern- wandftei steht fest, daß es sich bei den „Sigurd Fahrrädern um wirkliche Qualität^Maschinen handelt, und bürgt ihr in wenigen Jahren erlangter Ruf außer Gewährung einer zweuami- aen Garantie dafür, daß man dreier Marke unbedingt Vertrauen kann. Ein Rad alt elnge- sübrter Marke stellt sich etwa Mk 40,— bi» 60,— teurer als ein „Sigurd"-Rad. Jeder Kenner wird sich durch Inaugenscheinnahme davon überzeugen, daß weder ein Unterschied in der Qualität. noch in sonst irgend einer Beziehung gegenüber andern Markenrädcrn besteht. Tausende von Zeugnissen legen Beweis dafür ab, daß die „Sigirrd"-Fahrräder jeder stärksten Bc-
Die Tendenz in der Berliner Produktenbörse war am gestrigen Freitag ausgesprochen flau. Das Angebot der Provinz hat sich wesentlich verstärkt und ist zum Teil dringend gehalten Dabei zeigt der Handel stärkste Zurückhaltung. Es scheint sich wieder ein vollkommener Tendenz- Häcksel 1.60—1,80, handelsübliches Heu 2,20 bis zuteil werden.
4 Charakteristische Momente.
Am Berliner Devisenmarkt war am gestrigen Freitag die stets zu Wochenschluß übliche leichte Zunahme des Bedarfs zu beobachten. Chara.- reristisch war für die Marktlage, daß im Gegen- iatz zu dem Vortrag in den Hauptvaluten Angebot überhaupt nicht herauskam. — International liegen die nordischen Valuten, Schweiz und London weiter sehr fest der französische Franken dagegen flau. — Dollarschatzanweiiungen ermäßigten sich um 0,25 Prozent auf 87,5 Prozent. — Die Mark notierte tn Holland 0,6072%, tu London 18,8h, in Zürich 1,24. Tagcsgcld stellte sich auf % pro Mille.
Umschwung vorzubereiten. In die allgemeine Flaue wurden fast alle Artikel hineingezogen.
Es notierten: Weizen, märt. 225—235, Roggen, mark, 225—230, Gerste, Sommer- 230-260, Futter- 210—225, Hafer, märt. 185—190, Weizenmehl 32,50—35,50, Roggenmehl 32,50—35,50, Weizenkleie 14—14,20, Roggenkleie 13, Raps 395 bis 400. Leinsaat —, Viktoriaerbsen 34—38, Heine Speisecrbfeii 25—27, Futtererbsen 19—20, Peluschken 17—19, Ackerbohnen 20—22, Wicken 18 bis 19, Lupinen, blau 14—15. do. gelb 16—19, Serradella, alte 15—17, neue 20—24, Rapskuchen 15,50—15,80. Leinkuchen 26—26,50, Trockenschnitzel 11,20—11,50, vollw. Zucker schnitzel 22 bis 22.25, Torfmelasse 9,50—9, Kartosfelflock.'N 20—20.50. 1
Ayohetkendzemt.
Folgende Apotheken haben.morgen Sonntag geöffnet und in der darauffolgenden Woche Nachtdienst: Einhorn-Apotheke, Untere König- straße 73, Herkules - Apotheke, Wfthelmshoher Allee 273, (Wahlershausen): Laudgrafen-Apo- tbeke Leipzigersir. 113, Schwanen-Apotheke, Friedrich - Wilhelmsplatz; Wesertor - Apotheke, Weserstraße 2714. 4
stroh (Ouadratballen) 1,20—1,40, do. Haferstroh daß die „Sigurd"-Fahrräder feder stacksten Be- 1,10 bis 1,30, drahtgepreßtes Gerstenstroh 1,10 anfpruchnng Stand halten, und kann me ytrma bis 1,30, Roggenlangstroh und bindsadengeprcß- mit Recht behaupten. daß ihr stets mir lobende tcs Roggen- und Wcizenstcoh je nach Frachtlage, Anerkennungen, aber niemals Reklamationen
Diese Aussage wird befremden, denn wir sehen den klaren, blauen Himmel als nur wenig hell Trotzdem ist der ganze Himmelsraum allenthalben (von jeweiligen Schattenstcllen abgesehen) mit viele Male intensiverem Lichte „erfüllt", als es uns scheint. Dieses Licht ist bei Tag so hell, wie der Blick in die Sonne, wie in den Mond oder in jeden einzelnen der sichtbaren Sterne bei Nacht. Ein
unsichtbares Lichtmeer von großer Intensität erfüllt also den anscheinend nur wenig hellen, nachts fast dunklen Himmelsraum. Es ist daher zu fragen: Woraus erkennen wir die Anwesenheit dieses unsichtbaren Lichtmeeres, und warum ist dasselbe nicht sichtbar, obschon wir die viele Male geringere Lichstintensität des blauen Himmels sehen? Es müßte doch gerade umgekehrt fein; vor der großen Intensität dürften wir — wenn die übrigen Verhältnisse die gleichen wären — die geringe nicht sehen?
Die erste Frage ist durch einiges Nachdenken über das bei jebent Spaziergang und bei klarem Himmel Wahrnehmbare bzw. Wahrgenommene zu beantworten. Wenn wir auf einem Berge oder auf einer unbeschatteten Ebene schreiten, so sehen wir bei jedem Schritte, also von jeder Stelle aus die Sonne bzw. den Mond und jeden der sichtbaren Sterne, sofern wir den Blick aus einen davon richten. Denn es sind, wie altbekannt, deren direkte Strahlen allenthalbrn vorhanden. Es fällt uns besonders schwer, uns vorzustellen, daß schon ein einzelner Heller Stern, den wir von jedem Orte nur als leuchtenden Punkt sehen, in Wirklichkeit den Himmelsraum in allen Richtungen zugleich in gleichem Abstand ebenso hell erleuchtet.
Die Tatsache der allseitigen Durchdringung des Himmelsraumes mit Licht ist seit Urzeiten bekannt. Wir haben uns also nur „bewußt zu werden", daß sie ein überaus intensives, aber „nicht als Ganzes" „sichtbares Lichtmeer" dar- stellt und uns Kar zu machen, warum wir dieses Lichtmeer nicht als solches sehen. Das hat erstens seinen Grund darin, daß wir nur dasjenige Lickt sehen, welches in unser Auge fällt, und zweitens, daß in unser Arme in jedem Moment und an jedem Orr, also an "jedem einzelnen „Zeitort" immer nur derjenige kleine Teil dieser nach allen Seiten von: Leuchtkörper ausgehenden homozentrischen Strahlen gelangt, welchen die Pupille durchläßt, sofern das Auge überhaupt auf den Leuchiknrp.r gerichtet ist.
Die anderen direkten Strahlen dieses Leucht- körpers gehen an dem Ange vorbei. Sie sind daher für dasselbe nicht sichtbar, also so gut wie nicht vorhanden. Soweit aber diese Strahlen als „zerstreutes Licht" der schimmernden zitternden Lust Homers oder des Nebelglanzes der Wolken und dergleichen, sowie von der Umgrenzung des Raumes her reflektiert dem Auge zukommen, sind sie für uns sichtbar, und zwar dies von jeder Stelle ans in vielen Blickrichtungen zugleich, nicht bloß wie das direkte Licht nur in je einer Richtung. Wenn wir aber alle die direkten Lichtstrablen eines himmlischen Leuckt- körpers, die den Hintmelsraum über uns durchsetzen, auf einmal sähen, so würde der Himmel statt blau und nur wenig hell zu fern, am Tage wie mit leuchtendem Golde, bei Nacht wie mit glänzendem Silber austapeziert erscheinen, richtiger, es würde der ganze Raum »ber uns bis auf die Erdoberfläche herab m-t so großem Glanze erfüllt fein, daß wir vor ihm von dem diffusen Lichte, welches allein uns die Gegend und die Gegenstände zeigt, nichts fehen könnten. ..
Das Entsprechende wie für den Hnnmels- raum gilt für die von Laternen erleuchtete "Straße und für jedes von einer Sambo erleuchtete Zimmer. Auch sie sind, von Schattenstellen abaesehen, allenthalben mit ungesehenem, so intensivem Lichte erfüllt, wie es uns der Blick in die Leuchtkörper an jeder St-lle des Raumes zeigt. Auch ein sehr dunkel erscheinender weiter Kellerraum, den wir mit einem brennenden Licht betreten, und ein gleichfalls dunkel
Berliner Kartoffelpreise.
Von Kartoffeln notierten amtlich: weiße und rote Speisckartoffeln je 2 X gelbfleischize 3 X blaue Oderwälder 2,50 X
** Berliner Metallumrkt vom 10. Oktober. Preise ab 1. September für 100 Kg., Silber 1 Kg. Elektrolhikupfer per 100 Kg. 124— Raf- sinadekupser, 99—99,3 % 11254—113%, Orig. Hüttenweichblei 65%-666. Ong. Huttenrohzlnh frei 62’4—63%, Remelted Plattenzink 06—57, Orig. Hüttenaluminium 98—99 % Blöcke, Barren 230-240, 99% Walz- u Drahtbarren 240-250. Banka-, Straits-, Australzinn 460-470, Hutten- Sinn, mindestens 99 % 450—460, Reinmckel, 98 Pis 99% 280—290, Antrmon-Regulus 87—88, Silber, 900 fein, Barren 89—100%.
** Hollands Kredite für Deutschland. Emer amtlichen Aufstellung der von Holland dem Auslande gewährten Kredite stellt stch der Gesamt- betroa auf 125,66 Mill, an Deutschland, d. h. rd. 57 Prozent. Die Deuffchland eingeraumten Sie1 bite setzten sich zusammen aus 1,39 Mill. Gulden für Lebensmittel, 1.47 Mill. Intermerungskosten und 122,8 Mill, laufende Kredite. Diese letzteren betragen mithin 56 Prozent der gesamten von Holland dem Auslande überhaupt gewahrten Kredite. 5
Buntes Allerlei.
Frankreichs Schrei nach dem Kindet
Me vor dem Kriege ist auch heute noch der Geburtenrückgang Frankreichs größtes Sorgenkind. Durch die verschiedensten Mittel sucht man die Geburtenzahl zu heben und die Ursachen des Rückganges zu erforschen. So wurde erst vor kurzem im Vogesenbezirk versügt. daß jede Familie für ein neugeootencä Kind eine Prämie von dreihundert Franken und vom dritten Kinde an außerdem eine Sonderzulage von fünfzig Franken erhalten solle. Professor Charles Richet ist der Meinung, daß innerhalb von fünfundzwanzig Zähren Re Bevölkerung von v i e r z i g M i l l i o n e n a u f fünfundzwanzig M,llionen zurnck- a e h e n wird. Seit dem Kriege überwiegt das weibliche Geschlecht mehr und mehr. Georg Anquetil, der bekannte Äerfaper des Buches der freien Liebe „La Maitresse legitime" behauptet daß unter den heiratsfähigen Personen aus einen Mann vier Frauen kommen.
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<Sin kölscher 3ung.
-vn einer Straße Kölns notierte sich .kürj- lich ein junger Mann jede Nummer der vorüber- fahrenden Kraftwagen. Die Ehaussture, die durch die neue Verkehrsordnung schon etwas erregt sind, blickten grimmig den sungen Mann an, glaubten schon ein Strafmandat erwarten zu müssen. Der eine rief: „Ich darf doch m Wer Rick tung fahren!" Ein anderer bemerkte: „Ich bin noch nicht zu fchnell gefahren!" Der junge Mann kümmerte sich nicht um dreff Emw^ldun- aen Als ein Pslizerwachtmelster des Weges kam, stieg ein Chauffeur ab und beklagte sich über die Protokollierung. Der Wachtmeister ging zu d>.m jungen Mann, und nun entwickelte pch folgende» Gefpräch: „Sind Sie Beamter - — -Enah .Was machen Sie denn hier? -
die Nummere op." - „Warum denn?" - „Ach, ich bann kein Arbeit un well jetzt ze dun Han. __ Die Umstehenden brachen in Gelachter aus und auch der Wachtmeister lachte und ging kop,- schüttelnd weiter. _________
Handel und Verkehr.
Fragr- und Bniwortspiel an der Börse.
Die AustverttingKspekulation. Ein Kanadarätsel.
An der gestrigen Berliner Frcitagbörse konzentrierte sich Has Interesse auf zwei Gebiete: den" Rentenmarkt und der Ecmad-Ablieserungs- scheine. Die Auffassung int Aufwertungsausfchuß daß bei einer evtl. Aufwertung die spekulativen Erwerber von Anleihen unberücksichtigt bleiben, hatte beträchtliche Abgaben zur Folge. Der Kurs der Kriegsanleihe gab vorübergehend bis auf 435 nach. Das Deckungsbedürfnis steigerte bann den Kurs wieder auf 505—515. Tas Geschäft auf diesem Gebiete war sehr lebhaft. Einen starken Kurssturz erfuhren Canada-Wlieferungsschcine aus ungünstige Nachrichten über eine Regelung nach dem Liguidationsschädengesetz hin.
Tie Maggi-Gesellschafthat ihre Erzeugnisse der Kontrolle üeö Direktors des Hygien. Instituts der Universität Berti», Geheimrat Professor Ur. Martin Hahn, unirrstellt
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Vollendete Qualität
25 verschiedene Sorten.
Ein Würfel zu 12 Pfennig reicht für 2 Teller