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' Rr. 229. 14. Jahrgang.

JtafTeler «eueste Nachrichten

Sonntag, 28 September 1924. 1

Letzte Depeschen

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M firatioe Jlummet umfaM 26 Seiten

I.

Lehrplan umsonst Anmeldungen d. d. Kontor.^y

Privat-

Fernruf 3472.

M!MWl M Oki. 1924 Tages- und Abendkurse

5NU' dem. WochenmarNe.

Starte Beschickung und schwaches Geschäft.

Tcr heutige Wochenmarkt wies wieder starke Beschickung auf. Es gab viel Obst und Gemüse, aber vieles blieb unverkauft und muhte wieder mit nach .siuuje genommen werden. Das Monats­ende machte sich, sehr bemerkbar., Butter stieg erheblich im Preise.

Tie heutigen Preise.

Tie kommunistische Versau,mlung, die als Gegenwirkung gestern abend im Dtadt- vark abgehalten wurde, nahm einen ruhigen Verlauf. Der Redner sprach säst zwei Stunden. Auch hier war ein großes Polizeiaufgebot. Störungen waren nicht zu verzeichnen.

Apohetkend-enff

Folgende Apotheken haben morgen. Sonntag geöffnet und in der darausfolaendcn Woche Nachtdienst: Herkules-Apotheke, Wilh. Allee 273. tWahlershausens: Honenzollern-Apotheke. Ho- henwllernstr 93: Ätohren-Apotheke, Wilhelm- straße s>; Stern-Apotheke, Oberste Gaffe 47; Viktoria-Apotheke, Holländischestraße, Ecke Mo-

Am die Aufwertung.

Neuer Antrag und Rechtsgutachten. I (Prinat-Telegramm.)< _ Berlin, 27. September. 1

Die nächste Sitzung des Aufwcrtungs-AuS- chuffes findet erst in der dritten Rovemberwoche tatt. Der Aentrumsabgcordnete Fischer erklärte wenigstens, daß er Mitte November seinen A n - trag über die Beschaffung von Mitteln für die Wiederaufnahme des Ainsendien- ieS dem Ausschuß vorlegen werde. Die Börse ieginut sich «u beruhigen, nachdem srüher bereits eine Reihe juristischer Gutachten den großen Parteien unterbreitet worden find, die ausfüh. ren, daß die durch die Anleihen eingegangenen Rechtsverpflichtungen des Reiches durch noch so überzeugende Gegenreden des Fi» nanMinisters nicht be s e i t i gt werde» können.

Süßrahmbutter 2,60, Eier 17, Oberkohlrabi 10 bis 12 Blumenkohl 30100, Zwiebeln 1520, Spinat 2025, Endivien 2040- Schwarzwur­zeln 30, Lauch 30, Radieschen 520, Petersilie 50 Kartoffeln 4-6, Pilze 2040, Salat 710, Nüß­chen 3040, junge Möhren, (Bund) 515, Gur­ken 4070, Rhabarber 810, Tomaten 2035, Weißkraut 512, Rotkraut 8-20, Wirsing 815, Note Rüben 1015, Grüne Bohnen 2535, Wachsbohnrn 3540, Sellerie 2535, Kürbis 810, Rosenkohl 3050, Gänse 801,20, Hühner 90110, Hähne 80100 das Pfund, Tauben Stück 6070 Pfennig.

Die Lage in China.

Schutz der Fremden. Ausdehnung der Kämpfe.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 27. September. '*

Aus Peking wird gemeldet: General Wu- Pei-fu (Regierungspartei) hat eine Proklama­tion erlassen, in der er erklärt, daß alles geschehen werde, um das Leben der Fremden in China zu schützen. Die mandschurischen Streitkräfte des General Tschang-Tso-lin mar- chieren auf Jehol (im Rordweften von Pe- king). Auch die zweite und fünfte Armee Tschanq-Tso-linS bewegen sich nach Meldungen aus Mulden gegen Jebol. Die Streitkräfte von Tschili des Generals Wu-Pei-fu wurden zur Hilefleistung nach der Stadt entsandt. Ferner wird gemeldet, daß der Gouverneur von Fukien feine Truppen in Hangtschau (südlich von Schanghai) habe einrücken lassen.

Die Tlmerikafahri des Zeppelin.

Berlin, 27. September. (Privattelegramm.) Wie die Blätter ans Friedrichshafen melden, wird der Termin der Amerikafahrt des Z. R. 3 bereits in den nächsten Tagen besprochen werden. Man hofft, noch in der ersten Woche des Ottober abfahren zu können. Das Schiff ist ebenfalls klar zu der Fahrt über den Atlantischen Ozean. Bei der großen Fahrt über Deutschland hat das Schiff nach Blättermeldungen aus Friedrichs­hafen etwa 3600 Kilometer in 33 Stunden zu­rückgelegt, was einer durchschnittlichen Geschwin- digkeit von 110 Kilometern in der Stunde ent­spricht. Alle Teilnehmer an der Fahrt, insbe­sondere die amerikanische Prüfungskommission, sind einstimmig der Ueberzeugung, daß es dem Luftschiff möglich sein wird, ohne besondere Schwierigkeiten den Ozean zu überqueren.

Die Verwendung des zum.

Paris, 27. September. (Eigener Drahtbe­richt.) Wie demHerold" aus Washington ge­meldet wird, hat das amerikanische Marinede- partement über die zukünftige Verwendung des Luftschiffes Z. R. 3 bisher noch keine Bestim­mung getroffen. Es soll versucht werden, außer für Kriegszwecke auch für das Verkehrswesen das Luftschiff nutzbar zu machen und danach auch andere Schiffe zu bauen.

Benzin-Versorgung im Sturm.

Washington, 27. Sept. (Gig. Drahtber.) Tas Marineministerium teilt mit, daß ein Ver­such gelückt sei, ein Flugzeug auf offener See wahrend eines Sturmes von einem Schiffe aus mit Benzin zu versehen.

Lrberaake nn die (Reichsbahn.

Paris, 27. Sept. (Privattelgr.) Wie Echo de Paris" aus Mainz berichtet, wird die Strecke Witten Essen demnächst dem Or- qanisationskomitee der Reichseisenbahngesell- schaft übergeben und zehn Tage später endgültig i» die deutsche Verwaltung übergeführt werden.

Schluß des Stüdletags.

Hannover, 27. September. (Privattelegramm.) Ter sechste deutsche Städtetag wurde gestern ge­schlossen, nachdem ein Antrag, die znletzte behän- deckte Frage der Vereinheitlichung des deutschen Städterechts, nachmals dem Vorstand zu unterbreiten, der der Reichsregierung einen über- sichtlichen Entwurf zur Schaffung eines Rahmen­gesetzes überreichten soll, angenommen worden war. Angenommen wurde ferner eine sozialde­mokratische Entschließung, die es-mißbilligt, daß die A b b a u v e r o r d n u n g dazl! mißbraucht wird, um Persönlichkeiten aus politischen Grün­den aus dem Kommunaldienst zu entfernen.

Haurmann wieder im Sefüngnis.

Hannover, 27. Sept. (Privattelegr.) Der Massenmörder .Haarmann ist nach Abschluß der Beobachtung in Göttingen gestern wieder n ach Hannover übergeführt und im Gerichtsgefänguis untergebracht worden. In der am 6. Oktober beginnenden Schwnr- gerichtsperiode wird noch nicht gegen ihn "cr4 handelt werden, sondern wahrscheinlich erst im November.

Um einen Apfel.. .? In der Nähe des Sohrebahnhofs balgten sich heute früh ein vaar junge Leute nm einen Apfel. Einer von ihnen wurde dabei wütend, zog ein Messer und stach damit einem anderen in die Brust. Der Ge­stochene hatte schweren Blutverlust. Die Sani­tätswache Orleansstraße nahm sich seiner an und überführte ihn nach dem Landlrankenhauje.

Allerlei vom Tage. Tas Fest der Gvl- denen Hochzeit feiert heute das Beßlersch < Ehepaar in der Jägerstraße. Der Ehejubilä war früher Heuschelscher Werkmeister. Dai gleiche Ehejubiläum begeht heute das Ehepar Georg Siebert, Henkelstr. 8. Zur Mode schau tm Frauenklub hat auch die Firma Lange u. Butte beigetragen, indem sie den größten Teil der Stoffe für die Anfertigung der vorzeführten Kleider geliefert hat. Die Sek­tion Kassel des Internat. Genfer Verbandes

Gestern abend fand m den Bürger) al en eine Versammlung des KaffeIer Wintet. portvereinz statt. Der Vorsitzende Lehrer Göttcke, hob in feinen einleitenden Worten, tue er mit einem Ski-Heil ausllingen liefe, die Not­wendigkeit wirklich sportlicher Betätigung her­vor. Aus den von den einzelnen Abteilungen -rstatteten Berichten ging hervor, dafe im fetten Winter vom 2. November biS zum 13. April ununterbrochen Schnee war, teils hier, teils aus dem Meißner. Die wichtigste Ausgabe fitr die nächste Zeit ist nun die Anlage einer

Sprungschanze am Herbsthäuschen.

Es handelt si ch um einen kleineren Hügel, der aber schon einige Anforderungen stellt, um die Skiläufer gleich an gute Sprünge zu gewöhnen, die sie befähigen, an den Wettkämpfen tm Tau­nus und in der Rhön oder gar an den Meister­schaften teilzunehmen. Der Hügel toirb m Richtung Hoof angelegt. Ein guter Auslauf wird gesichert. Erforderlich ist ein Holzgerust von drei Meter Breite und sechsunddreitzig Me­ter Länge. Um die nicht unerheblichen Kosten hcrabzmnindern, wird auf die tätige Hilfe älterer und jüngerer Mitglieder bei den Erd­arbeiten gerechnet, namentlich auf die Mitarbeit der Schüler Die Arbeiten sollen bereits in der ersten Ottoberwoche beginnen. Ein zweiter und größerer Sprunghügel soll

auf dem Meißner

angelegt werden, und zwar in der Nähe des Schwalbentales. Hier ist die Abholzung eines größeren Buchenbestandes notwendig und in deren Verlauf die Entfernung der Stumpen. Zunächst ist aber noch ein Gutachten vom Deut­schen Ski-Verband einzuholen, weih der für den Auflauf zur Verjügung stehende Raum verhält­nismäßig kurz ist. Er beträgt etwa 70 bis 75 Me­ter. Die Vorarbeiten waren bereits sehr um- cmgreich. Ob auch dieses Projekt in diesem Winter zur Ausführung gelangen kann, steht noch dahin. Herrn Breuer, der sich bisher um diese Angelegnheiten verdient gemacht hat, wur­de Dank gesagt. Die Skiwettkämpfe finden in diesem Winter in der R h ö n statt, und zwar am 24. und 25. Januar, während die Staffelläu­fe im Taunus ausgetragen werden. Erst wenn die große Schanze auf dem Meißner fertig ist, können Wettkämpfe nach Kassel eingeladen wer­den. Obmann Körber von der Skileitung be­richtete über die wiederholten Einbrüche in der Hütte auf dem Meißner. In der letzten Zeit sind nun umfangreiche Sicherheits­maßnahmen getroffen worden. Au ch im In­nern der Hütte wurden Erneuerungen vorgenom- men, vor allem an der Ausmalung. Die Hütte ist jetzt in jeder Beziehung wohnlicher. Ferner ist die Heizgelegenheit verbessett. In den näch­sten Wochen kann die Hütte noch nicht betreten werden. Es ist eine kleine Feier anläßlich der N e u w e i h e vorgesehen. Künftig wird ein Hüttengeld erhoben. Ein für später vorgesehener

diese Raume in den letzten Jahren meist, ge- ichlossen. Nunmehr wird vom Sohn des be­kanntenWilden Monnes", Willi Rossi, de» Bc- ttieb wieder ausgenommen,Pate" steht der Liedervercin. Es soll auch die früher auf der eUeiicfarte verzeichnet gewesene Nationalspeise Kamelschinken mit Birnen" verabfolgt werden.

-r- Nmherirrende Kinder. Zwei Kinder aus der Nähe von Immenhausen im Alter von 10 und 4 Jahren, hatten am Sonntag ihre in einem ForsthauS bediewstete ältere Schwester besucht und blieben bei dieser über Nacht. Morgens trauten sie sich aus Furcht vor Strafe nicht nach Hanse. Am Donnerstag wurden bann die Kin­der hier durch die Polizei in der Wildemamts- gasse abgegriffen. Sie waren zu Fuß nach Kas­sel gekommen!

Die Borstandswahl

ergab die einhellige Wiederwahl des ersten Vor­sitzenden Gör icke. Ferner wurden gewählt als 2. Vorsitzender Baurat Wolff, Schriftführer Major Möller und Hensel, Kassierer Kahl- und Riederich, Skiwarte Körber. Klappert und Frau Breuer als SAmutter. Hüttenwart Breuer; Ro­delwarle Rörr und Rittershausen und Frau Wehl als Rodelmutter. Eislausabteilung: Stu­dienrat Dr. Besser, Turninspizientin Frl. Köthe und Frl. Emte. Herr N ö r r, dessen Hauptbetä­tigungsfeld der Eislaus ist, um den er sich na­mentlich im letzten Jahre verdient machte, wurde zum Reorganisator des Rodekbetriebes berufen.

Das Arbeitsprogramm

für den kommenden Winter ist fehr reichhaltig. Es sieht fchon für die nächste Zeit zur allgemei­nen Einführung in die Sporffaison einen Film­vortrag vor. Vielleicht ich eine Wiederholung des FilmsDie Wunder des Schneeschuhs" mög­lich. Der Vortrag soll verbunden sein mit Aus­führungen «möglichst auch einer Ausstellung) über Sportausrüstung und einem ärztlichen Vortrag über Sporthhgiene Unter allgemeiner Heiter­keit fiel die Bemerkung: Es foll vorgekommen fein, daß Damen in Halbschuhen zum Winter­sport kamen! Die Skiabteilung Kat einen Lichtbildervorttag vorgesehen. Die zweite No- vemberhälste bringt einen Trockenkursus und unter Weisbrods Leitung einen einheitli­chen methodischen Lehrgang. Es fol­gen Kurse für Fortgeschrittene, die außerordent­lich notwendig sind. In vermehttem Maße sol­len Geländeläufe vorgenommen werden, die in den Kaufuuger Wald, in die Söhre, in den Knüll und weiter führen. Nach Fertigstel­lung der Schanze am Herbsthäuschen wird sich dort ein sehr reger Sportbetrieb entwickeln. Selbstverständlich werden auch wieder die Ve r - ernsmeisterschaften ausgetragen. Sie Weihnachtsfeier der Skiabteilung findet au dem Meißner statt. Ferner ist vorgesehen eine theoretische Einführung in den Rodelsport, Preisrodeln, Eispreislaufen, ein Eis fest au: dem Lac usw. Das größte Ereignis ist die

Wintersportwochr,

zu deren Durchführung der Verein auch vom Stadtverband für Leibesübungen verpflichtet ist. An der Versammlung nahmen Vertreter der übrigen Sportvereine teil, namentlich Schwim­mer und Ruderer. In diesen Kreisen soll beson­ders für den Wintersport geworben werden.

Zeppelin über Kaffei.

Kasseler Funkbegrüßung zum Lufffchiff.

In einer Sitzung des Kasseler Radioklubs wurde gestern mitgeteilt, daß auch von Kassel aus das Zeppelinluftschiff durch Fmikspruch be­grüßt worden ist und zwar durch die Schutz­polizei. Ms sich das Luftschiff kurz hinter Marburg befand, wurde es durch Morjezeickien angerufen. Darauf erfolgte die Bitte, es möge gewartet werden, das Schiff habe noch andere Telegramme abzusenden. Bald darauf rief das Luftschiff die Polizeistation an und erhielt nun von dieser ein Begrüßungsielegramm. Tie Ant­wort war ein Danktelegramm,

Auch der Kasseler Radroklub hatte die Absicht gehegt, mit seinem Versuchs-ender das Luftschiff zu begrüßen. Auf eine telegrapht- sche Voranfrage beim Luftschiffbau Zeppelin tn Friedrichshafen war die telegraphische Weisung ergangen, Welle 600 zu verwenden. Da Stand auf hoher Well« mit Empfang infolge der Ver­bindung der Schutzpolizei mit L, Z. 126 drang der Sender nicht durch und die Begrüßung auj diesem Wege mußte unterbleiben.

Die Reichswehr hatte ebenfalls die Ab­sicht aehabt. von der Station Oberzwehren aus das Luftschiff zu begrüßen, gab aber am. um die Schutzpolizei nicht zu stören. Von Berlin ist inzwischen gemeldet worden, daß daS Luftschiff in ein regelrechtes Funkengewirr kam ... tu Kassel herrscht also bessere Funkdiszipliu!

Surnen, Sport und Spiel.

Radrennen am Sonntag.

Die straßensportlichr Saison nähert sich all­mählich ihrem Ende. Kommenden Sonntag läßt der Gau ^Kassel" B. D. R. fein letztes großes Straßenrennen in diesem Jahre ausfah­ren. Zum Unterschied von Einzelrennen und Mannschaftsfahren ist es dieses Mal das beliebte Stafettenfahren. Auf der Strecke Kassel (Stadt Hannover, Sandershäuserstraßej Munden, Wit- zenhauseii, Trubenhausen, Velmeden». Walburg, Licktenau, Helsa, Kassel wird es erörterte Kämpfe geben. Aus der Menge ihrer Fahrer haben die Vereine sorgfältig die 6 Besten erkoren die be­rufen find die Ehre ihres Vereines zu wahren. Hier kommen Bergfahrer, verwegen: Bergabfah- rcr, Lcmgstreckensahrer und für die letzten 15 Ki­lometer die Bahnfahrer zu Worte. Alles was Namen im Gau hat, ist vertreten. _ Es starten Mengeringhausen, Stahlradklnb, Hassia, Rothen­ditmold 1899 und 1908 und Herrenfahrer. Der Start ist vorm. 9,30 Uhr. Gegen 12,30 Uür wer­den die Fahrer an der Römerhalle, Leipziger­straße zurückerwartet. E. Wirf*

Zitronen 89, Bananen 4070, Aepfe! 630, Birnen 525, Brombeeren 3540, Weintrauben 45GO, Pflaumen 15-20, Landbutter 2,10,

Kassel und der Wintersport.

Sprunghügel am HerbsthanSche«; Sportprogramm des kommenden Winter- Ausbau soll Uebernachtungsmöglichkeit schaffen. Jetzt ist für diese ein Haus am Schwalbental in Aussicht genommen. Der Bericht der Rodelab- teilung fordert für dieses Jahr größere Sport­disziplin. In einem Appell an die Allgemeinheit gab der Vorsitzende der Erwattung Ausdruck, daß möglichst jeder Kaffelaner Freund und För­derer des Wintersports wird. Der Verein macht eine gesunde Entwicklung durch und wird im kommenden Winter Hervorragendes leisten.

Lokalnachrichten vom Lage.

Sonntags-Konzert auf dem Marstaller Platz. Die Musikervereinigung der Schutzpolizei spielt am morgigen Sonntag von 12 bis 1 Uhr nach­mittags ' anläßlich einer Sportveranstaltung auf dem Marställer Platz. Die Vortragsfolge laute«: t.Kärntner Lieder, Marsch von Ä. Seifert; 2. Ouvertüre überLützows wilde Jagd" von C. M. v. Weber; 3. Aufzug der Krieger und Gebet aus der OperRienzi" von Richard Wagner; 4. Einleitung und Chor aus der OperCarmen" von G. Bizet; 5. Herbststimmung, Walzer von P. Linke; 6. Preußen-Marsch (neue Fassung) von Gold-Graweri.

Eine Gedenkfeier für Richard Jeschke. Am morgigen Sonntag vormittag 11 Uhr wird in den Rüumen des Kasseler Kunstvereins, wo seit einer Woche eine große Reihe von Gemälden und Zeichnungen des früh verstorbenen einhei­mischen Malers zu einer Gedächtnisausstellung bereinigt sind, eine Gedenkfeier stattfinden, bei der Studienrat A. Fricke die Gedächtnisrede halten wird.

Ter Schaufensterwettbewerb der Drogisten. Wie uns mitgeteilt wird, haben sich an dem Schaufensterwettbewerb, den die hiesige Lrts- arnppe des Deutschen Trogistenverbandes und des Verbandes junger Drogisten Deutschlands seit dem 22. September veranstaltet, 23 Kasseler Drogisten mit vierzig Schaufenstern beteiligt. Er dauert bis zum 6. Oktober. Ein Preisgericht aus einem ReklmncfachmaNn, einem Brauchen- bertreter und einem Vertreter aus Vcrbrancher- kreisen toirb die besten Schaufenster durch Diplo­me auszeichnen.

Zahlung von BcissoraunaSgebuhrniffen. Tie Zahlung der Pensionen für Pensionäre der alten Wehrmacht, mr elsaß-lothringisch.» und Kolonialbeamte. der Ueberganasaebührnisse für ehemalige Angehörige der neuen Wehrmacht und ihrer Hinterbliebenen für den Monat Ok­tober findet am Dienstag, den 30 Sevt. 1924. von 10 bis 12 Uhr vormittags bei der Kasse des Bersorgungsamtes Kassel, Piktoriastt. 3, statt. Die Aiiszabluna der Oktoberbezüae an die Ru- 6eaeBa,t§embiänaer und Hinterbliebenen der städtischen Beamten und Arbeiter findet am Dienstag den 30. September 1924, utrmittaas von ?12 Uhr, statt. Die Zahluna her Reffige für den Monat Ottober erfolgt an big Pensionäre und Hinterbliebenen bei her Staatlichen Kreiskasie im Renthof 3 am Dienstag, de» 30. September, und die drei iolaenden Teiae

DerWilde Mann" macht wieder auf. Morgen wird das Gasthaus 5umWilden Mann" in der Lcipttgerstraße wieder eröffnet. Durch die Kriegszeit und deren Folgen Wieben

die während des Krieges mit dem Hilfsdienst- gesetz falsche Wege gegangen sei, und gegen Scheibemanns Partei, die Men den Krieg gearbeitet habe. Sich und die oberste Heeresleitung sucht der General von den An­klagen zu reinigen, daß er den Frieden sabotiert oder den Krieg aus AnnexionsgelustLn gejährt habe. Nur um Gienzverbesscrunge.-i ;m Westen und Siedlungsgelände für Frontkämpfer im Osten habe es sich gehandelt. Auch gegen andere Vorwürfe wendet ei sich. Furchtbar drucken auf uns die Folgen der Selüst-Enlwaff- nung und Entmannung: Ltt-auen, Pofen, Oberlchlcsieu, unabsehbares Lebenselend. Im polittschen und geffttgen Wirrwarr dürfe em ge­waltiges Volk nicht ersticken. Schon jetzt muffe jeder Einzelne zum Dienst für Volk und Vater­land bereit fein. Ludendorff betonte zum Schluß, er denke nicht an den Kampf mit der Waffe, sondern zum griffigen Kampf um _pte Freiheit müsse das Volk bereit fein Nicht In­teressen-, sondern Volksdolitik solle fnrderhrn den Ausschlag geben zu Nutz tmd Frommen des Vaterlandes.

Das Deutschlandlied schloß sich spon­tan an Gedichtvorträge von Karl EbHardt bcgeifte'ricn nochmals die Zuhörer. Nach einer Orgelphantasie über dasNiederländische ^ank- gebet" stimmten die stehenden Besucher tn den deutschen Notschrei" ein. Soldaten- und Marsch­melodien leiteten über zumGroßen Zapfen­streich", deti die ehemaligen Milttärfpielleute mit Eraklheit ausklingen ließen. --

Veranstaltungen ent Sonntag. Kasseler Sch wi mürber etn, Vereinsmeisterschaften, 2!< Mr. Staatstheater:Wozzeck", 11 bis 12 Uhr;Götterdämmerung", 6 Uhr. Neues Theater: Varietee, 8 i!br. Stadtpa r k: Großes Konzert und Filmlnfl- sviele, 8 Uhr. Chassalla:Gräfin Do- fetti". Park Schönfeld: Münchener Ok­toberfest, 3 Uhr. Parkfchlöfechen: Künst- lerkonzert 412 Uhr Alter Schö ff e r - Hof: Künstlerkotnkrt, 4 und 8 Uhr. Nürn- beraer Hof: Streichlonzett. 8 Ubr. Re­staurant ©ranbau: Künstlerkonzert, V/. Ubr. Wilder Man n": UnterbaltungZm'.mk, 6 Mr. Cafe Achweizcrb a ns: Konze" 3^ Ubr. Montag: Mnrhardsaal: Haus- und Kammermusik bor 100 Jahren. 8 Uhr.

Handelsschule

V KMse|

teilt uns mit, daß während und nach der G a r- tenbauausstellung bielfach ihren Mit­gliedern über die Auflegung der Gedecke Vor­würfe gemacht worden sind und stellt dem­gegenüber fest, daß Fachleute ans dem Gast­wirtsgewerbe für diese Arbeiten nicht herange- zogeir wurden. Falls die Deckung der Tische durch fachkundige Hand ausgembrt trorden wäre, würde zweifellos die brachtvolle Blunten- dekoration doppelt wirkungsboll herborgetrüen fein. Bei künftigen Ausstellungen ist die Sek­tion fchr gern bereit, hilfreiche Hand zu leisten. Der Minister für Volkswohlfahrt hat eine neue Gebührenordnung für approbierte Arrzte und Zahnärzte mit Wirknna baut 1. Okto­ber ab erlassen. Entsprechende Bekanntmachun­gen erscheinen int Reichs- nnd Staatsauzeiger sowie in dem Ministerialblatt!:Polkswohl- fahrt".

Die Offobef-Miete.

66 v. H. der reinen Friedensmiete.

Die Oktobermicte für die Stadt Kassel beträgt 66 Prozent der reinen Friedensmiete, Zahlbar in Goldmark. Hat der Mieter auf Grund aus­drücklicher und stillschweigender Vereinbarung die Schöitheitsreparaiuren übernommen, so ist er berechtigt, die gesetzliche Miete insoweit um 4 Prozent zu fürjen. Für das Wassergeld sind 3 b. H. in der gesetzlichen Miete in Ansatz ge­bracht" Ter Vermieter kann das Wassergeld um­legen: in diesem Falle vermindert sich die gesetz­liche Miete nm 3 b H. Tcr Vermieter ist ferner berechtigt, neben der gesetzlichen Miete denjeni­gen Betrag umzulegcii. der auf Grund des S 8a Absatz 1 des Artikels 2 der zweiten Preußischen Steuemowerordnung in der Fassung bem 19. 6. 1924 als

Gemeindezuschlag zur Hauszmsstcuer in Höhe von 100 Prozent der vorläufigen Steu­er vom Grundvermögen erhaben toirb.?m übrigen ist aber bie Hauszinssteucr ans bem toiebskostenzuschlaa der gesetzlichen Miete,durch den Vermieter zu begleichen: die Umlagemoglich- leit bestellt nur hinsichtlich des hundertprozenti­gen G^nteinde Zuschlages.