Kasseler Abendzeitung
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Nummer 228
Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf.
Die Frage der Regierungs-Erweiterung
Deutschland und Frankreich.
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Neuer Äusammenstotz del Schanghai.
London, 26. September. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Schanghai wird gemeldet, dass eine grosse Schlacht um Schanghai begonnen habe.
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Das Sicherungs-Bedürfnis.
Genf, 26. Sept. (Etg. Drahtber.) In gestrigen Beratungen wurde eine neue
als daß man darüber innerhalb weniger Wochen zu einer vollständtgett Entscheidung golÄigen kann.
Eine Warnung der Mächte
London, 26. September. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einer Meldung aus Peking haben die ausländischen Gesandtschaften die chinesische Regierung und den General Tschag-Tso-lin ausdrücklich davor gewarnt, offene Stellen b e - schiessen zu lassen und erklärt, dass fie dafür verantwortlich gemacht würden, wenn aus einem solchen Bombardement Schaden entstehen würde.
Das Manifest an seine Truppen lautet sehr überhebend: „Unsere siegreichen Truppen haben der Armee der Pekinger Regierung eine vernichtende Niederlage beigebracht. Tausende von Gefangenen wurden gemacht, Hunderte von Geschützen und Maschinengewehren erobert. Der Seinb flieht in wilder Auflösung vor unseren tapferen Truppen. Unsere Kavallerie ist ihm aus den Fersen. Unsere tapfere Armee wird die Waffen nicht eher niederlegen, bis der Kampf endgültig gewonnen ist. Vorwärts, au nach Peking."
stig. Po .. . .
Entente ebenso in vorsichtiger Form und die
Die Kabinetts-Erweiterung.
Eine grosse Koalition wird erstrebt.
(Eigene Drahtmeldung
i Berlin. 26 September.
Nachdem die Deuffche Volkspartei dem Rkickskanzler gestern die Forderung nach einer RcgierungSbetciligung der Teutschnationalen unterbreitet hat. hat der Kanzler für morgen Besprechungen mit den Führern der anderen Regierungsparteien anberaumt. Erst dann wird das Reichskabinett selbst zur Frage der Regierungsrrweiterung Stellung nehmen. Die Sitzung des Kabinetts findet frühestens am Montag statt. Bon vottsparteilicher Seite wurde gestern obend erftärt, dass bei der gestrigen Aussprache mit dem Reichskanzler die Bildung einer sogenannten grossen Koalition im Vordergründe der Erörterung gestanden hat. Die Demokraten und das Zentrum wollen im Laufe des heutigen und des morgigen Tages die Meinung ihrer Führer cinholcn.
Stellungnahme der Sozialdemoirc len.
Berlin, 26. September. (Eigene Drahtmeldung.) Infolge des Schrittes der Druffchen Volkspartei Seim Kanzler hat die sozialdemokratische Partei gestern abend Einladungen an die in Berlin anwesenden Parteiabgeordneten nach dem Gewerkschastshause ergehen lassen. Die Besprechungen, die vertraulich waren, dauerten bis Mitternacht Aus den gestrigen Auslassungen des „Vorwärts-- ist zu entnehmen, dass bei Erweiterung der Regierung nach Rechts die Sozialdemokraten sich zur sofortigen Revision ihrer parlamentarischen Haltung veranlasst sehen müssten. In der Partei herrscht über die behauptete Rechtsschwenkung des Kanzlers Beunruhigung.
Der Deutsche Ltadtetag ift nach sieben jithriger Daus« fetzt in Sannover jnfam- mengetre en. Uebcr die Bedeutung dieser Tagung ift Nachfolgende3 zu berichten
Munch-Dänemark und Benesch ausgearbeitete Fassung angenommen, worin sich die Staaten zur Sanktionsbeihilfe nach Massgabe ihrer Bewaffnung und unter Berücksichtigung ihrer geographischen Lage verpflichten. Das Maß der auf Grund von vorherigen Svn- derobkouimen zur Verfügung zu stellenden Streitkräfte soll offen festgefiellt werden und nicht dem Ermessen der Staaten selbst Vorbehalten bleiben. Anläßlich dieses Artikels entspann sich eine längere Auseinandersetzung zwischen Schanzer und Juvenel. Schanzer wandte ein, daß die Feststellung der dem Rate zur Verfügung stehenden Streitkräfte das Sicherungsbedürfnis eines jeden
tionsprotokollc in der gestrigen Sitzung des dritten Ausschusses kam es anläßlich des Artikels 12 über den Umfang der Sanftionen zu einer lebhaften Auseinandersetzung, an der sich Schanzer (Italien), Juvenel (Frankreich) und Henderson (England) beteiligten. Juvenel forderte, dass der Bölkerbundsrat die militärisch: Hilfeleistung der Staaten nach Massgabe ihrer militärischen Machtmittel fordern kann, wogegen Schanzer erklärte, daß die Staaten sich nicht auf eine derart weitgehende Hilfeleistung festlegcn können, sondern ihre eigene nationale Sicherheit im Auge behalten müssten. Der Völkerbund dürfe keinUeberstaat werden. Die Souveränität der Staaten müsse respektiert werden. wie es der Pakt selbst fordere. Henderson schloss sich dieser Auffassung Schanzers an, indem er erklärte, dass die Regierungen selbst über den Umfang ihrer Verpflichtungen anderen Mächten gegenüber entscheiden müssten.
Streit b-m die „tzttseieffrunp" Landes das Kriterium für das von der Ab- G e n f, 26. Sept. (Eig. Drahtber.) Bei der rüstungskonserenz auszuarbeitende Abrüstungs- artikelwciscn Beratung der Schieds- und Sank-'Programm bilde.
sra lb 5 Tagen ,u Itigkett aller!
Nie Gegnerschaft
Genf, 26. September. (Eigene Drahtmeldung? Ter Genfer Sonderberichterstatter des Manchester Guardian meldet: Die Atmosphäre ift hier
Die Gerüchte über eine russische Intervention
London, 25. September. Der militärische Berater Tschang-Tso-lins, Oberst Machuio, der offenbar zur Einholung von Ratschlägen japanischer militärischer Sachverständiger in Tokio eingetroffen ist, erklärt, die Meldungen über ein angebliches Geheimbündnis zwischen Tschang-Tso-lin und der Sowjetregierung sei gänzlich aus der Luft gegriffen. Er glaube, daß sie aus bolschewistischen Quellen herrührten Trotz dieses Dementis fahren die japanischen und chinesischen Blätter fort, phantastische Schilderungen über die Folgen des angeblichen russisch-. mandschurischen Einvernehmens ,u bringen. Man darf Wohl annehmen, daß in Wirklichkeit weder die Russen noch die Japaner jetzt irgendwelche endgültigen Bindungen eingehen und abwarten werden, welche Partei in China am Ende die Oberhand gewinnt.
daktion eine Verantwortung oder Gewähr tu keinem Kalle nveri zadluna des Bezugsgeldes oder Anivrüche wegen etwaiger nt*t on Lieferung ift ausgefchlosien. Postscheckkonto Frankfurt a. Main
Berlin, 26. September. Telegraphische Meldung.) Das Auswärtige Amt hat seine Arbeiten an dem „Memorandum an die Völkerbundmächte" abgeschlossen. Ter Entwurf wurde gestern vom Ministerrat, ort nachmittags unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten eine kurze Sitzung abhielt, genehmigt. Tas Memorandum wird nunmehr den jm Völlerbundrat vertrete- nen Staaten unverzüglich überreicht werden. — Nach einer Meldung des Baseler Anzeigers aus Genf, bekehren sich allmählich die Delegationen zu der Ansicht, daß auf einen deutschen Aufnahmeantrag bis zum 30. September nicht mehr zu rechnen ist. Ob eine Sondertagung im November anberaumt wird, wie von Schweden vorgeschlagen worden ist, wird sich erst in der letzten Vollversammlung entscheiden. Fast alle Delegationen haben ihre Hotelräume zum 3. Oktober gekündigt
Franzosen sind diplomatisch abweisend. Für alle diese feindlich gesinnten Elemente ist die britische Beharrlichkeit äußerst lästig. Alle ihre Anstrengungen sind darauf gerichtet, Zeit zu gewinnen Der Berichterstatter beklagt dieses Bestreben. den V ö l k e rb u n d als ein a l! i i e r - t e s Organ aufrechtzuerhalten und Teutsch- land weiter als Paria zu behandeln. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, daß e l f M i l- lionen Deutsche als Minderheiten in den ncugebildeten Staaten leben, besonders in Polen. Die Frage sei also die, ob der Völkerbund eine alliierte Maschine bleiben oder universal werden solle und ob Großbritannien sich mit dieser Auffassung abfinden werde.
Die Kampfe in Ehina.
Sieg der mandschurischen Armee über die Pekinger (Eigene Drahnneldung.,
London, 26. September.
Aus Mukden wird berichtet, daß Tschang- Tso-lin einen enffcheidenden Sieg verkündet.
Sie Mrforge-Derpfltchtungen.
Vom Stadt. Nachricktenamt Kassel wird uns geschrieben: Der Deutsche Städtetag hat zu den Reichstagsverhandlungen vom 25. Juli Ü6?r die Durchführung der Fürsorgepflichtverordnung vom 13. Februar 1924 Stellung genommen. Die Vorschläge des Reichstagsausschusses gehen dahin: von Reichswezen in die Landesverwaltungen wegen der Gestaltung der Beschwerdestellen, der Zwischeninstanzen und des Verfahrens zu Gunsten der Hilfsbedürftigen (Armen, Kleinrentner, Sozialrentner ufw.) einjugreifen. ferner reichsrechtlich zu bestimmen, daß gewisse Reichssteuern oder Steueranteile für die Hilfsbedürfti, gen verwendet werden müssen. Vom Standpunkt der Hilfsbedürftigen selbst und von dem der Gemeinden und Geme udeverbände, die sich in Uebereinstimmung mit den Hauptverbänden der privaten Wohlfahrtspflege befinden, find gegen diese Vorschläge die schwersten Beden- ken zu erheben.
Nicht der Eingriff in die Landesverwattun- qen durch neue Instanz en und Beschwerdestellen kann den Opfern des Krieges und der Geldentwertung Hilfe bringen, sondern nur eine hinreichende Gesamtfinanzierung der Pflichtigen Verbände. Die im Frühjahr vorgenommene Reform hat die Verantwortung bewusst den Ländern und Gemeinden übertragen. Dieses Vertrauen ist trotz der Ueberganasschwie- rigkeiten und des unzureichenden Fincnzaus - gleichs bisher nicht enttäuscht worden. Bei der Massenhaftigkeit der Fälle bedeuten vereinzelte
Anfang Oktober werden in Paris die deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen beginnen, die zu einem deutsch-französischen Handelsvertrag führen sollen und demgemäß aus lange Jahre hinaus eine völlige Neuorientierung in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern her- beiführen dürsten. Der deutschen Oeffentlichkeit scheint jedoch die Tatsache entgangen zu sein, daß von dem Ausgang der wirffchastlichen Verhandlungen für die nächste Zukunft außerordentlich viel abhängen wird. Es ist in den unterrichteten politischen Kreisen längst kein Geheimnis mehr, tn welch hohem Grade beispielsweise die Frage einer früheren militärichen Räumung des Ruhrgebiets von dem Zustandekommen des deuffch-ftanzösischen Handelsvertrages abhängt. Nicht ohne Sorge sieht man den am 1. Oktober in Paris beginnenden Verhandlungen entgegen, für die nach unseren Fnformat'o- nen zurzeit noch keine brauchbare Grundlage geschaffen ist. Der deutsche Botschafter in Parts, Herr von Hoesch, weilt jetzt seit einer Woche in
Berlin, um mit den deutschen Regierungsstellen ; äußerst wichtige Besprechungen über die mit dem Handelsvertrag zusammenhängenden Probleme zu führen. Man verhehlt keineswegs, dass zwi- ' scheu den Wünschen der französischen Regierung und der Auffassung der deutschen wirtschaftlichen ; und politischen Kreise noch eine ziemlich tiefe Kluft besteht, die nur unter außerordentlichen Schwierigkeiten überbrückr werden kann. Hinzu tritt noch der Umstand, daß man in E n a l a n d sehr offen sein Mißtrauen gegenüber den deutsch - französischen Wirtschastsverhandlungen ausspricht und sogar die Möglichkeit erörtert, daß ein für England gefährlich wirkender deuffch-französischer Wirtschaftsvertrag die englischen Finanziers veranlassen könnte, gegen tue Teilnahme an der 800-Millionenanleihe an Deutschland aufzutreten.
Wenn auch die englischen Drohungen nicht ganz ernst genommen werden können, jo und sie doch geignet, auf den Gang der Entwicklung einen sehr ungünstigen und erschwerenden Einfluß auszuüben. Man weiß, daß bereits ,ett Monaten in England sehr stark gegen das Zustandekommen der Anleihe gearbeitet wird, und daß insbesondere die englischen Wirtjchasts- kreffe bemüht sind, die Anleihesratzen mit dem Problem der Wirtschaftsverträge in enaste Verbindung zu bringen. Tatsächlich ist esauch den Bemühungen der englischen Wrrt- sckastskreife gelungen, daß die deutsch-englischen Wirtschastsverhandlungen bereits vor den dentsch-ftanzösischen Besprechungen beginnen werden. Nock im Laufe dieser Woche wtrd der deutsch-cnalische Meinungsaustausch einsetzen, der, verständlicherweise, in Frankreich ebenfalls große Bennruhiguna Hervorrufen durfte. In Frankreich hat man den Eindruck, daß England der französischen Regieruna zuvorkommen will und daß m dem Zeitpunkt, wo man in Paris offiziell über den deutsch-französischen Handelsvertrag zu diskutieren anfängt, zwischen der dcutfcken und der englifchen Regierung schon vollendete Taffachen geschaffen sein wurden. Wir glauben zu wissen, dass man fick deuffcker- seits davor hüten wird, mit England oder m>t Frankreich voreilige Mmachungen zu treffen. Selbstverständlich wird man deutscherseits den größeren Wert auf die Verhandlungen Mit Frankreich legen müssen, wenn dadurch tue Sicherheit geschaffen Wird, daß dte milttanfch: Räumung des Rubrgebiets zu einem stuherm Zeitpunkt als in den Londoner Abmachungen vorgesehenen Terminen erfolgt.
Es ftaat sich nur, inwieweit es der deutsche Regierung gestattet ist, unter strengster Rucksickt- nahme auf die deutschen wirtickasilicken Bedürfnisse den ftanzöfischen Forderungen Rechnung zu tragen. Wenn zum Beifpiel von französisch^ Seite au eine grosszügige Jnteressenaememichaft zwischen der französischen r-ckwertn- dustrie und dem deutschen Kohlenberg b a u gedacht wird, so sind das etwas phantastisch anmutende Pläne, deren Perivirk- lichuna von deutscher Seite nickt gewünscht werden kann. Man wird froh sein können, wenn d,e Wiiffchaftsverbandlnngen erst einmal unter Dack und Fach gebracht sind, denn die -v'gen- seitigen Eisersüchteieien unter den Wirffckatts- krersen Englands, Frankreichs nnd Belgiens ungeeignet, unerträgliche Gefahren Mr Deutick'and zu schaffen. Gelingt es nicht, alle Teile voll zu befriedigen, so müssen die Beziehungen zu einem der beteiligten Länder natttrgemäß ernsthast tn Mitleidenschaft gezogen werden. Es wird natürlich leichter fein, die engli chen Wümche zu berücksichtigen als das sehr weitgehende Programm der franzöfischen Regierung zu erfütten, denn das Problem der wirtschaftlichen Annäherung zwischen Deutschlands und Frankreich ist von viel zu großer Tragweite,
Sonnabend, 27. September 1924. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf I^Zahrgang
die Frage der
Ausgestaltung der Selbstverwaltung auf den ideell maßgebenden Grundlagen Steins und Haldenbergs sowie eine Vereinheitlichung des Deutschen Städterechts. Der Kampf um die Bewegungsfreiheit gegen lästige Eingriffe des bürokratischen Staatsapparates bildet von jeher, feit dem Kriege mit besonders ausgeprägter Berechtigung den Mittelpunkt der Beratungen nnd Anträge. Ein zur Bearbeitung der Städte- rechtssragen eingesetzter ständiger Ausschuß hat vor allem Wert daraus gelegt, in seinem Entwurf, der nunmehr der Vollversammlung unterbreitet werden soll, eine Vereinheitlichung des Städterechts aus reichsgesetzlichem Wege zu fordern und das Verhältnis der Städte zur Staatsverwaltung einwandfrei zu klären. Wie nötig die reichsgesetzliche Vereinheitlichung ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß allein in Preußen neun verschiedene Städte- ordnungen bestehen. Nach den Jorschlägen des neuen Entwurfes soll die
Staatsaufsicht auf bestimmte Fälle begrenzt werden. Die Aufsichtsbehörde soll das Recht der Nachprüfung erhalten, ob bestehendes Recht verletzt ist und soll solche Verletzungen mit aufschiebender Wirkung beanstanden können. Weiterhin soll die Erfüllung der gesetzlich obliegenden Verpflichtungen überwacht werden und endlich soll die oberste Landesbehörde auch weiter, wie es sich in der Praxis bisher verschiedentlich erwiesen hat. Siadtverordne- tenversammlungen auflösen können, falls die Zusammensetzung und Betätigung der Stadtverordnetenversammlungen nicht die Ge- währ einer geordneten Fortführung der städtischen Geschäfte bietet. Nötig wäre es ferner, wenn sich der Deutfche Städtetag als maßgebende Autorität auch einmal enffchieden gegen die radikale Politisierung und Parlamentarisierung der Stadtverwaltung wenden würde, die eine Erledigung sachlicher Arbeit nach sichliehen Ge- sichtspuntten in Deutschland fast fckon zu einer Ausnahmeerscheinung gemacht hat.
Hannover, 25. September.
Seitdem wn Juli 1921 die deutschen Städte in Stuttgart zum letzten Male zusammengetreten sind, hat sich infolge der Geldslabilisierung nach voraufgegangener Jnslationskatastrophe die materielle'Grundlage kommunaler Wirtschaft zwar erheblich geändert, die kommunalpolitischen Sor" gen hinsichtlich bei in Stuttgart schon bitter beklagten Einschränkung der Selbstverwaltung sind aber dieselben geblieben. Der Deutsche Städtetag ist die Zentralorganisation der großen deutschen Städte. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeister Voeß (Berlin) umfaßt der Verband, der in Berlin ein itändlges Büro hat, mehr als ein Drittel der gesamten Einwohnerzahl Deutschlands. Organisatorisch ist der Städtelag in einen Hauptausschutz von hundertzwanzig Delegierten gegliedert, der die Mitgliederversammlung, die im allgemeinen alle drei Jahre stuttfindet, vertritt. Der Weltkrieg hat eine siebenjährige Pause in den Tagungen des Deutschen Städtetages veranlaßt. Gegenwärtig stehen im Vordergründe der Beratungen
Sin Handelsvertrag. Deutschland und der Völkerbund. DeuMer Städtetag.
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Die Denkschrift über die Bedingungen wird überreicht.
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