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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung <&&& Hessische Abendzeitung

Nrrrnrner 210. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. Sonnabend, 6. September 1924. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang

. 28/80 u. 952.

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Schiedsgericht oder Garantiert im Völkerbund.

Die beiden Fronten.

Schiedsgericht oder Garautiepakt.

Immer deutlicher schälen sich aus dem viel­stimmigen Durcheinander der Erörterungen Wer die Völkerbundsprobleme die Kernpunkte heraus, die von zwei verschiedenen Standpunk­ten aus bei der diesjährigen Bölkerbundsta- gung umstritten werden. Da ist zunächst Frank­reich mit seinem Gefolge, den Staaten der kleinen Entente, Polen und den östlichen Rand­staaten. Hier geht es in erster Linie um die Sicherheitsfrage, d. h. die Sicherung Frankreichs und seiner Trabanten gegen eine Veränderung der durch den Versailler Vertrag geschaffenen politischen Kräfteverteilung in Eu­ropa. Der Sonderkorrespondent desManche­ster Guardian" kennzeichnet die französische Aus- faffung vollkommen zutreffend, wenn er sagt, daß die Franzosen aus dem Völkerbunde ein interalliiertes Instrument zur Aufrechter­haltung des bestehenden Regimes in Europa machen wollen. Das taktische Mittel, dessen sich diese Gruppe bedient, um ihr Pro­gramm durchzusetzen, ist vor allem der Garan- t i e p a k t.

Bekanntlich hat der Entwurs für einen sol­chen Vertrag bereits vor längerer Zeit bei den europäischen Regierungen die Runde gemacht und ist dabei von Deutschland und Eng­land in der Hauptsache abgelehnt wor­den. Deutschland hat ja nun offiziell in Genf nichts mitzureden, wohl aber wird Macdonald persönlich die englischen Vorschläge vertreten, die aller Voraussicht nach in der Hauptsache auch die amerikanischen Vor­schläge sein werden. Obwohl Amerika ossiziell in Genf ebenfalls nicht vertreten ist, muß doch dem Plan der von privater amerikanischer Seite m London und Paris vorgelegt ist, auch für die Debatten des Völkerbundes große Be­deutung zugemessen werden. Wenn vielfach ge­sagt wird, daß Macdonald nach allem, was man bisher gehört hat, keine eigenen, genau formulierten Vorschläge mitgebracht habe, so beruht das aller Wahrscheinlichkeit nach einfach darauf, daß er das amerikanische Programm zu verfechten beabsichtigt.

Im Mittelpunkt dieses Entwurfes steht an Stelle des Garantiepaktes der Schiedsge- richisgedanke, der nach der Absicht der Derfasser mit aller Schärfe durchgeführt werden soll unter Anwendung nachdrücklicher Straßmaß­nahmen gegen jede Macht, die sich dem Schieds­spruch nicht fügt und in frivoler Weise die Rolle des Friedensstörers und Angreifers über­nimmt. Der Leitgedanke ist eben dec, daß die Genfer BHchliisse, ni ch t e i n s e i t i g der Befe­stigung der französischen Vormachtstellung und der Verewigung der jetzigen Zustände dienen, sondern unterschiedslos allen Staaten zugute kommen und die Abrüstung aus einer idealen Forderung zur Tatsache der Wirklichkeit machen soll. Wie sehr Macdonalds Gcdankengänge diesem Programm entsprechen, zeigt aufs deut­lichste seine Unterredung mit den englischen Journalisten kurz vor seiner Abreise und den Journalisten in Genf. Den Begriff dec Si­cherheit, dieses A und O der französischen Poli­tik, beurteilt er in seiner praktischen Anwend­barkeit offenbar sehr skeptisch, wenn er meint, daß in den nächsten Jahren dieser Begriff kaum werde hinreichend genau definiert werden kön­nen. Bis dahin müsse man in der Zwischenzeit mittels der Schiedsgerichte vorwärts zu kom­men suchen, und er fei immer der Ansiclst gewe­sen, daß man für das Schiedsgericht und gegen den gegenseitigen Garantiepackt ar­beiten müsse. Man weiß noch nicht, wie weit Herriot für solche Ausführungen zugänglich ist und ob er es überhaupt wagen kann, seiner Pa­riser Opposition nach allem Anderen nun auch em Entgegenkommen für Macdonald in dieser Frage zu bieten. Die Debatte der nächsten Tage wird darüber bald Auskunft geben müssen.

Daß Deutschland nur an einer englisch- amerikanischen Lösung der ganzen Frage Interesse haben kann, liegt auf der Hand. Der Garantiepackt würde für uns die Unmöglichkeit bedeuten, jemals die Ketten des Versailler Ver­trages zu sprengen, das Schiedsgericht in Verbindung mit dir Abrüststung hingegen lönn- le Deutschland die Möglichkeit eröffnen, künftig als gleichberechtigter Faktor im Rahmen der Abmachungen auch seine Interessen zu wahren und sich gegen Uebergriffe und Vergewaltigungen zu schützen. Jedoch sind das alles vorläufig Aussichten auf lange Sicht. Auch der stärkte Optimist wird nidrt glauben, daß in den paar Wochen oder vielleicht auch nur Tagen der internationalen Diskussion ein so verwickeltes und heiftes Problem, das an die tiefsten Lebensinterefien der Völker rührt, auch nur annähernd gelöst werden könnte. Immer­hin heißt es für unsere Diplomatie, wachsam

Wirkung der M

Entsetzen und Empi Beifall bei den Rente

Paris, 5. September. (Eigener Drahtbericht.) Die gestrige Rede Macdonalds bat in der fran­zösischen Presse allgemein überrascht und zwar auch bei der Linkspresse. Die nationali­stische Presse spricht von einem wahren S k a n dal. DerMotin" schreibt: Wir hatten uns darauf gefaßt gemacht, daß Macdonald Ströme von Licht aus die englischen Projekte über die Sicherheit und die Abrüstung ergießen werde; er hat aber nur Ströme von Dunkelheit darüber er­gossen. Macdonald besitzt hinter feinem theolo- gischen Aeutzcrcn eine vollkommene Verschlagen­heit. DerEclair" betont, daß man schon da­von gesprochen habe, daß von Macdonald eine überraschende Rede zu erwarten sei. Die Rede die er gehalten habe, werde nur die Naiven überraschen, die glaubten, daß der deutschfreund­liche Macdonald jm Umgänge mit Herriot fran­zosenfreundlich geworden sei. Wir haben im­mer gesagt, daß der englische Premierminister nur auf die Anullierung des Versailler Vertrages abzielt. In Zukunft wird man daran nicht mehr zweifeln können. Durch feine Erklärung über die Kriegsschuld hat Mac. donald

dem deutschen Reichskanzler Recht gegeben,

acöonalö-Neöe.

rung in Frankreich.

ilen und Amerikanern.

sei der fr a n z ö s i s ch e Plan eines einseitigen Garantiepaktes ein weiteres Instrument zur Unterdrückung Deutschlands.

Herriots Stellungnahme.

Genf, 5. September. (Eigener Drahtbecicht.) Ueber die Rede, die Herriot heute über das Problem der Sicherheit halten wird, erfährt man von gutunterrichteter Stell«, daß der fcänzösische Ministerpräsident in keiner Weise über das Schiedsverfahren, das Macdonald Vorschläge, sich auszusprechen gedenke, aber wohl sessstellen dürste, daß sich aus der Einrichtung eines Schiedssystems eine große Reihe von Folgen ergebe, die Macdonald nicht ins Auge gesatzt habe. Es dürfte sich dabei nm die Frage der Santtionen im Falle eines Angriffskrieges be­ziehungsweise der praktische»- Durchführung ei­nes Schiedsspruchs handeln. In unterrichteten Kreisen bemerft man. daß Herriots Rede nicht im Gegensatz zur Rede Macdonals stehen, son­dern ihre notwendige Ergänzung zu dessen gestrigen Vorschlägen sein werde.

Verkehrssörderung.

Verkehrshebung in Hessen und Waldeck.

Fm Vordergründe des DcrkehrStageS, der hen'e tn Fulda der Eröffnung der Stiidtetage für Segen, Waldeck und für Raffa» voraufging, stand «ine Darlegung der Arbeit veS Bertehrs- Verbandes ur Segen uud Waldeck durch den Stadtrat Weber aus «affet. Er berichtet n. a.

Der Verkehrsverband für Hessen und Wal­deck hat seine Haupttagungen von jeher mit dem Städtetag verbunden. Da dieser im vergange­nen Jnflationsjahr ausfiel, hat auch der Ver­kehrsverband auf eine Haupwersammlung ver­zichtet. Dieses konnte umso eher verantwortet werden, als die Verhältnisse im Jahre 1923 gerade der Durchführung der diesem Verband gesteckten Aufgaben fehr abträgig waren. Die Tätigkeit der Gesästiftssührung mußte sich viel­mehr darauf beschränken, den Verband zusam­menzuhalten, um ihn für bessere Zeiten wieder als stoßträftige Organisation zur Verfügung ,v haben. Als mit Beginn des laufenden Jah­res eine Besserung der allgemeinen Wirtschafts­lage einsetzte, konnte auch ein weiterer Aus­bau der Grundlagen und Einrich­tungen des Verbandes in die Wege ge­leitet werden. Neben der Erhaltung des Mit­gliederbestandes waren neue Anhänger zu ge­winnen. Das Ergebnis dieser Bemühungen be­weist, daß das Verständnis für eine

der noch vor einigen Tagen die Revision des Versailler Vertrages gefordert habe. Macdonald habe sich aber nicht damit begnügt, die Funda­mente des Versailler Vertrages zu erschüttern, er habe auch die Teilung Oberschlesiens kritisiert. Die Rede Macdonalds sei nicht nur ein Skandal, sondern sie nehme dem Völkerbund das wenige an Kraft und Macht, was er über­haupt noch besessen habe. DerQuotidien" ist ebenfalls von der Rede Macdonalds enttäuscht Wir haben es nicht nötig zu sagen, daß die Ab­sichten Macdonalds generös sind. Man kann aber nicht bezweifeln, daß seine Vorschläge un­genügend sind. Herriot wird morgen im Namen Frankreichs antworten. Wir baden es auch nicht nötig, Vertraute Herriots zu sein, um zu wissen, in welchem Sinne er antworten wird. Die

Zulassung Deutschlands zum Völkerbund ist zu offenbar im Interesse des Friedens, als daß sie nicht im nationalen Interesse Frankreichs liegen würde. Immerhin aber muß man be­dauern, daß der englische Premierminister es für nötig gesunden hat, im Völkerbund dieses Er­suchen zu machen, das nur von Deutsch­land hätte ausgehen können.Ere Nouvelle" meint ebenfalls, daß die Rede Macdonalds ent­täuscht habe; sic entspreche bei weitem nicht dem, was man von dem großen englischen Premier­minister hätte erwarten können.Oeuvre" spricht von einem unglücklichen Satz in der Rede des Premierministers Macdonald, nämlich in Bezug auf den Satz über die Kriegsschuld. Man hätte dies nicht erwartet. Man müsse sich fta- gen, was cs sei. was Macdonald von den Ver­tretern von 54 Nationen in Genf wissen wolle. Jm Gegensatz »ur stanzösischen Presse äußern sich die Zeitungen des neutralen Ausla n- des und auch die meisten amerikanischen Blätter

zustimmei d zu Macdonalds Rede.

Sie heben hervor, daß seine Aus führungen erken­nen ließen, daß er einen wirklichen Frieden her­beiführen wolle. Dazu feien seine Vorschläge eines Schiedsgerichts wohl geeignet. Dagegen

Um Deutschlands Zulassung.

(Senf, 5. September. (Eigener Drahtbericht.) Ueber die Auffassung in französischen Kreisen zu der von Macdonald aufgeworfenen Frage des Eintritts Deutschlands in den Völker­bund verlautet, daß die französische Delegation sich mit dem Grundsatz, daß der Eintritt Deutsch­lands wünschenswert ist, einverstanden er­klären werde, aber die Erklärung Macdonals nicht dahin auslege, daß der Völkerbund irgend- wie Deutschland zum Eintritt auffordere oder ihm ein bevorzugtes Ausnahmeverfahren zuzu­billigen ist.Der Eintritt Deutschlands müsse sich auf Grund des Artikels 1 des Völkerbundpaktes vollziehen, in dem die Garantie über die Inne­haltung der übernommenen internationalen Ver- pftichtung:« an die spätere Ausnahme gebunden wird.

Der deutsche Gesandte Macdonald.

Genf, 5 September. (Eigene Drahtmeldung.) DasJournal" meldet, duß hier in Genf der deutsche Gesandte aus Benin gestern eine längere Unterredung mit M a c d o - uald gehabt hat. Die Gerüchte einer bevorste­henden Aktion zur Einladung Deutschlands, in den Völkerbund einzutreten, beginnen sich auf der Konferenz immer mehr zu verdichten.

FranzSslsche Derbindungsversuche.

Genf, 5. September. (Eigene Drahtmeldung) Es verlautet, daß die französische Dele­gation unter Herriots Vorsitz, Donnerstag abend eine längere Besprechung abgehalten hat, in der sie beschlossen hat, für das Macdonald- sche Schiedsgerichtssystcm eine Ver­bindung mit dem Garantiepakt in Vor­schlag zu bringen Damit erscheinen die Ver­handlungen über den Macdonaldschcn Vorschlag von neuem erschwert.

zielbewusste Zusammenfassung aller Kräfte zur Verkehrshebung in Hessen und Waldeck noch in erfreulichem Maße vorhanden ist und nur geweckt zu werden braucht. Der Mitglieder­bestand setzt sich zusammen aus dem Bezirks- verlcand Hessen und der Landesdirektion Arol­sen, 44 Magistraten, 15 Kreisausschüssen, 27 Kurverwaltungen, öffentlich-rechtlichen Körper­schaften, Fachverbänden und Einzelpersonen, zusammen 101 Mitglieder gegenüber 56 im Jahre 1922. Es kann also fast eine Verdop­pelung des Mitgliederbestandes verbucht werden. Es steht zu hoffen, die noch feinstehenden Kreise von der Notwendigkeit ei- iier straffen Vertretung der allgemeinen Ver­kehrsinteressen sowie einer planmäßigen Wer­betätigkeit für unser landschaftlich und kulturell bevorzugtes, aber leider noch nickt entsprechend bekanntes hessisck-ioakdeckisckes Verbandsgebiet zu überzeugen. Die Haupttätigkeit bestand in der Behandlung der

Eiscnbahn-Verkehrssragen

Die Vorschläge des Verbandes, der die Wünsche der einzelnen Interessenten sammelte, für den Sommer-Fahrplan 1924 sind den in Frage kom­menden Direktionen schriftlich eingereicht und mündlich erläutert worden. Alle auf eine Ver­besserung des Fernverkehrs zielenden Pläne sind in Verbindung mit dem Preußischen Lan­desverkehrsverband beraten und auf den großen Fahrplankonferenzen vertreten worden. Ueber die noch unerftillten Wünsche zur Ausgestal­tung des Nah - und Fernverkehrs es sind leider noch zahlreich« wird noch näher zu berichten fein. Ein sehr erfreulicher Erfolg war hinsichtlich der Sonntagssahrkar- t e n zu verzeichnen. Den jahrelangen Bemü­hungen ist es gelungen, berechtigten Forderun­gen in den mittleren und kleineren Städten und aus dem flachen Lande zum Erfolg zu ver­helfen, indem die Sonntagskarten mit Fahr-

«nd mit zäber Vorsicht jede Gelegenheit 3u erspähen, nm Deutschland Schritt für Schritt auf dem Wege zu einer Sicherung seiner be­rechtigen Ansprüche und Lebensinlercssen vor­wärts zu führen.

Für die deutsche Anleihe.

Beratung der englischen und amerik. Bankiers.

(Eigene Trahtmeldungn

Rotterdam, 5. September.

Reuter meldete gestern abend, daß die mehr­mals vertagte Schlußsitzung der amerikani­schen und englischen Bankiers über die Auflegung und Verteilung der d c «t s ch c n Anleihe mtnmehr auf den 16. September nu- beraumt wurde. Der Zeichnungstermin für die Londoner Böcke ist ans den 1. Oktober festgesetzt. Der finanzielle Mitarbeiter desManchester Guardian" schreibt seitdem vor einer Woche die Aufmerkfamkeit auf die Steigerung der Presse­angriffe gegen die deutsche Anleihe und damit gegen die Reparationsregelung gelenkt worden fei. sei eine gewisse Einkehr »er öffent­lichen Meinung in der CitN und in den solide­ren Presseorgane» bemerkbar. In einslutzrcichen

Kreisen vertrete man nachdrücklich den Stand­punkt, daß England ehrenhalber verpflich­tet fei, einen Teil der Anleihe flüssig zu machen, die aber, abgesehen davon, auch eine sehr günstige Kapitalsanlage varstellc.

Aus dem besetzten Gebiet.

Der Beginn des freien Verkehrs.

(Eigene Drahtmeldung.)

Düsseldorf, 5. September.

Havas meldet: General Degoutte hat zur Be­kundung des französischen Willens, die wirt­schaftliche Einheit des Reiches so rasch wie mög­lich *in weitgehendem Maße wiederherzustellen, in Gemäßheit der Dispositionen des Artikels 4 des Anhangs 3 des Londoner Abkommens gestern die Verordnung folgenden Inhalts er­lassen:

1. Der Wagen- und Antomobilver- kehr wird vollständig freigegeben.

2. Für die Bewohner des unbesetzten Ge­biets, die sich nach dem besetzten Gebiet begeben wollen, fällt die Notwendigkeit eines besonderen Ausweises fort.

3. Die Erhebung von Abgaben zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet wird abgeschasst, doch tritt diese Maßnahme erst am 10. Septem her um Mitternacht in Kraft. _ , .

Preisermäßigung jetzt auch wechselseitig aufge­legt werden. Die Reichsbahndirektionen sind ermächtigt worden, bei vorliegendem Bedürfnis und, wenn technische Schwierigkeiten nicht zu erwarten sind, diese Karten auch von dem Lande nach den größeren Städten auszugeben. Ferner ist es gelungen, die Fahrpreisermäßigung schon für die am Sonnabend mittag gelösten Karten durchznsetzen, sodaß diese Karten jetzt als Wochenendkarten bezeichnet wrden können. Auch m diesem Zusammenhang sind noch nicht alle Anträge, namentlich der Wandervereine, berücksichtigt worden. Hoffentlich werden d'e be­teiligten Eisenbahnverwaltungen in weitherzi­ger Weife bei der Zulassung von bevorzugten Ausflugszielen verfahren. Im Direktionsbe­zirk Kassel werden schon jetzt Wochenend-Karten auf über 120 Abgangsstationen mit mehr als 230 verschiedenen Verbindungen ausgegeben. Tie für die wirtschaftliche Erschließung von Hessen und Waldeck so überaus wichtigen

Kanal-Projekte

werden von vier Zweckverbänden vorbereitet und verfochten: Weserbund, Werra-Kanalverein, See-Fu'da-Main-Kanal-Verein und Lahn-Ka- r.altierein. Ter Verkchrsverband für Hessen und Waldeck als neutrale Gesamtvertretung der in­frage kommendin Vcrkehrsintereflcn mußte sich naturgemäß in dem Streit der Meinungen über die zweckmäßigste Linienführung zurückhalten,