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Meier Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzettnng

Sonntag, 31. August 1924,

Nummer 205

Einzelnummer 10 Pf , Sonntags 15 Pf.

Unterzeichnung des Londoner Vrolololls

Der Eindruck in England.

Wie

In

lebhaftes Interesse.

über bas BbOim>"iinaserachnis. das den ganzen

der der

Versaufe. Mail" und

11 Uhr mit einlaufenden

ten fick aber im sväteren Die großen Zeitungen „Dailv „Dajln Telegraph" begannen um dem Anschlag ihrer halbstiindig

Telegramme aus Berlin. Auch der cygli- sche Rundfunk verbreitete seit halb zwölf Uhr Berichte über die Reichstagssitzung. Um 7

über fieberhafte Svannuna über den Ausgang der Abstimmung im deutlchen Reichstag. Die Schriftleitungen der Zeitungen wurden seit dem frühen Morgen mit Anfragen bestürmt, besonders von Parlamentariern. Die gestrige Börse eröffnete unter dem Eindruck ungünsti­ger Nachrichten aus Berlin. Sowohl deutsche wie französische Werte schwächten ab- Im Frei- vcrkchr zeigten die deutschen Rcntenpapiere erst­mals seit Wochen rückläufige Kurse, befestig-

Gegen dir Kriegsschulblüge.

Eine Kundgebung der Rcichsregierung.

Berlin, 29. August.

Wie berichtet wird, hat die Reichsregierung beschlossen, die Kriegsschuldstage jetzt amtlich aufzurollen. Am Sonnabend - Vormittag wird

man das Rcichstagsergebnis erwartete.

(Eigener Drahtbericht.)

London. 30. August.

London herrschte gestern den ganzen Tag

Die Werte steigen wieder.

Günstige Beurteilung in Amerika.

(Eigener Drahtbericht.)

Rotterdam, 30. August.

Der Courant meldet aus Rewyork: An der gestrigen Ncwyorker Börse erlebte der französische Frank zunächst einen neuen Rück­schlag von 5,39 auf 5,30. Auf die ersten draht­losen Meldungen aus Berlin über günstige Ge­staltung der Verhandlungen zwischen der Reichs- rcgierung und den Deutschnationalen, die eine sichere Annahme der Tawrsgesctze erwarten ließen, trat der Umschwung ein. Der Frank stieg schnell auf 5,42, und wurde amtlich mit 5,47 notiert. Gleichzeitig stieg unter dem Einfluß der weiteren günMen politischen Berliner Meldun­gen der Kurs auch der übrigen Werte der alliier­ten Länder, vor allem der belgische Franken

Reiche für die allgemeine politische Amnestie. Ueber die gestrigen entscheidenden Verhandlun­gen der Regierung mit den D e u t s ch » a t to­nalen wird ein offizieller Bericht nicht auSge- geben. Don dcutschnationaler Seite wird ent- chieden die Meldung eines gestrigen Mittags­blattes bestritten, wonrck für die gestrige zu- timmevde Haltung der Deuffchnationalen der Rücktritt des Kanzlers Marx zum 1. Oktober gefordert worden fet *

Vie Vollmacht an den Voffchasier.

Berlin. 30. August (Eigene Drabtmeldung.) Die gestern im Anschluß an die Reichstngsab- timmung noch um 9 Ubr begonnene Besprechung des Kabinetts beim Reichspcädentcn ging erst gegen 10 Uhr zu Ende. Roch in ver Nacht fand ein telegraphischer MeinungSaustailsch mit dem deutschen Botschafter in London statt, dessen Vollmachten dahin e r g ä n z i wurden daß er die heutige Unterzeichnung der Londoner Abmachungen unter ausdrücklicher Be. rufnng ans die verfassungsmäßige An­nahme der Londoner Abmachungen durch den deutschen Reichstag lcisut.

®Orger6lotf-Dtegierunn im Oktober?

Berlin. 30 August. (Eigener Jniormations- dienst.) Die Neubildung der Reichsrcgicrung soll wie wir hören, nach Beendigung der dem­nächst beginnenden Parlamentsferieu erfolgen. Man rechnet damit, daß Anfang Oktober alle Vcrbandlnngen abgeschlossen werden können und bis dahin das Kabinett Marx-Steescmann for­mell zurncktreten werde, um einer Regierung des Bürnerblocks Blast zu machen Nach den vorläufigen Vereinbarungen scheint cS. daß Reichskanzler Marx nach wie vor die Leitung des Kabinetts beibehalten wird. Auib Außenminister Dr. Strcsemann dürfte mit den dringenden Wunsch seiner Parteifreunde hin die Leitung des Außenministeriums behalten.

Ein neuer Markstein.

Die Gesetze sind angenommen.

ES waren wieder Tage der Spannung, in denen das deutsche Volk durch die Unklarheit der politischen Lage gehalten wurde. Das Warten auf eine Entscheidung erstreckte sich auf weite Kreise, und nicht am wenigsten war es die Geschäftswelt, die mit begreiflicher Ungeduld und berechtigtem Unwillen die ungestüm umher­irrenden Rcichstagsverhandlungen beobachtete. Jeder im Wirtschaftsleben stehende und davon abhängige Mensch mochte endlich wissen, was aus den Gesetzen, die die Ausführung des Dalvesgutachtens gewährleisten sollen, werden würde. Denn viel hängt von ihnen ab, da alle Volksschichten von der künftigen (Gestal­tung unserer politischen Entwicklung betroffen werden. In engster Verknüpfung damit steht die Möglichkeit der geplanten ausländischen An­leihe, die Gewährung von Krediten, die der In­dustrie, dem Handel und Gewerbe und der Landwirffchast wieder Gelegenheit zu neuer Arbeit und vennehrter Produktion geben. Es mögen noch so viele Fragen hochpolitischer Art zu lösen sein, im Vordergründe steht doch immer die Beschaffung von Arbeit und Ernährung un­seres Volkes. Das ist die Grundlage des staat­lichen Lebens, die beste Gewähr für innere Ord­nung und Zufriedenheit. Gibt es im Lande ge­nug Arbeit und Nahrung und damit sinaazielle Besserstellung, dann besteht weder Ursache noch Neigung zu Unrichen. Tritt auch nicht sofort die Besserung zutage — die Anleiheverhandlungen sollen in einer oder zwei Wochen staitfinden —, so wird doch durch die Gewißheit des Zustande- kommens der Anleihe der Boden vorbereitet. Die Gesetzesvorlagen find nun vom Reichstage angenommen, wenngleich unter parteipolitischen Wehen, so doch mit der Mehr­heit, die erforderlich ist, die von der Regierung eingegangenen Verpflichtungen gutzuhcißen.

sehnt.

So tritt nun eine allgemeine E u t s v a n - nung ein. Zwar hätte die ReichSreglerung auck ohne Zustimmung des Reichstages gestern ,n London das Protokoll der Abmachungen durch den Botschafter unterzeichnen lassen und sva<er von einem zweifellos günstiger zusammenge­stellten Reichstag die Bestätigung erwirkt Aber es ist doch von großer Bedeutung. daß sie bc- reits' mit parlamentarischer Zustimmung unter­zeichnet, weil so das I n l r a f t t r e t e n der Ab­machungen alsbald geschehen kann. Auch die Gegenseite wird Wert darauf legen, daß kerne Verzögerung mehr eintritt, denn selbst in der französischen Haltung ist, wie der deuftck nationale Abgeordnete Qnaatz zugab, eine mil­dere Form bemerkbar. Sehr bedeutsam ist es auch, daß- in England und Amerika die deutsche Unterzeichnung imd die Annahme Gesetze als guter Wille anerkannt wird.

Beurteilung in Frankreich.

Halb Befriedigung, halb Befürchtung.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 30. August.

Die Annahme der Dawesvorlage durch den deutschen Reichstag hat an und für sich die fran­zösische Presse befriedigt, weil dadurch das Inkrafttreten der Londoner Beschlüsse garantrert wird. Andererseits spricht man allgemein und zwar auch in den linksstehenden Blättern die Befürchtung über die politische Bedeutung der gestrigen ReichStagsabftimmung aus. Man «st der Ansicht, daß die Deutschnationalen für die Annahme nur deshalb gestimmt haben, weil ihnen dafür unter der Hand bedeutende Konzes­sionen gemacht worden seien. Die Deuffchna­tionalen, die sich aber nur der Regierung ge­nähert hätten, weil sie dabei Vorteile errungen batten, feien eine Drohung für die künftige Er­füllung des DaweSplanes.

•

Ruhige Aufnahme im Dotte.

Paris, 30. August. Eigene Drahtmeldung.) In Paris wurde das Abstimmungsergebnis aus Berlin aegen \4 $ Uhr Abends bekannt. Da tue Abendblätter sämtlich ausgegeben waren, dauerte es geraume Zeit bis b*e Pariser durch Anschläge an den Zeitungsgebauden von dem Berliner Ergebnis unterrichtet wurden. In Pa­ris war dieses Abstimmungsergebnis so gut rote erwartet worden. Jedenfalls löste es 'eine be­sondere Erregung aus. Das Publikum stand zu sehr unter dem Eindruck einer neuerlichen Her­aufsetzung der Brotpreise.

Abend iltber das einzige Gesprächsthema in Lon­don bildete. Die «Times" überschrieben ihre Sondernummer „Der Reichstag nimmt den Frieden an", während die „Morningpost" be­zeichnenderweise: schreibt „Die Unterwerfung Deutschlands". » * •

Stellungnahme der englischen Bergleute.

London, 30. August. (Eigene Drahtmeldnng.) Der Vollzugsausschuß des Bergarbeiter­verbandes besprach gestern in Hüll den D a- wesberickt und den Londoner Pakt. Es wurde eine Mitteilung Maedonals verlesen, worin er seine Bereitwilligkeit ausspricht, mit dem Vollzugsausschuß znsammenzutreffen. Der Sekretär des Verbandes teilte noch mit, datz^die Bergarbeiter vom Komitee für Handel und In­dustrie, daß von der Regierung im Zusammen­hang mit dem Londoner Pakt eingesetzt wurde, cingcladcn worden sind, vor dem Komitee über die «oge der Bergwerksindustrie Mitteilungen zu machen. Der Vollzugsausschuß wird eine weitere Sitzung abhallen.

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Uhr abends wurden die ersten Sondernummern .

ausgegeben mit den ausführlichen Meldungen Auch für die deutschen Werte zeigte sich

Fortschritt der Arbeiten, die seit einigen Jahren zur Förderung _ der drahtlosen Telephonie über den Attauttlchen Ozean hinweggetriebn werden. Die erste tele­phonische Verbindung über das Weltmeer ge­lang übrigens bereits im Jahre 1915, als Inge­nieure der Ameriean Telephone and Telegraph Comvany auf dem Radiowege von der Mir-.ne- station der Vereinigten Staaten in Arling - ton (Virginia) aus mit Paris sprachen, wo­bei sie gleichzeitig 5000' Meilen nach Westen, in Honolulu, gehört wurden. Ein anderer interessanter Versuch gelang am 14. Januar 1923, als H. B. Thayer, der Präsident der ge­nannten amerikanischen Gesellschaft, und andere Beamte, die vom Geschäftsgebäude auf dem Newvorker Broadway aus sprachen, in England von einer Versammlung bekannter Techniker in Soutbgate verstanden wurden. Na­mentlich dieses letztere Erperiment war außer­ordentlich erfolgreich; die Stimmen wurden klar und deutlich vernommen und von den Anwesen­den, die mit den Sprechern bekannt waren, mit Leichtigkeit erkannt. Die Verbindung blieb während der zwei Stunden des Gesprächs be­ständig gut. Zeitweise Wurden an der Empfangsstelle Lautsprecher benutzt, so daß mehrere Zeitungsberichterstatter miischreiben tonten. Wie groß immerhin die noch^zu über­windenden technischen Schwierigkeiten sind, zeigt allein schon der Umstand, daß infolge der stic­ken atmosphärischen Schwankungen bei der Sen­dung zuweilen eine 10 lMfach stärkere Well.-n- energie nötig ist, als nfd) wenige Stunden zu­vor. M. Büttnrr. .

eingesetzt. Ans Anregung dieser Kommiinon be­absichtigt die englische Postbehörde nunmehr die Errichtung einer für diesen Zweck besttmmpm 200-Kilowatt-RadiotelePhonanlage rm Rahmen ihrer neuen Sende- und Empfangsstation m Rugby. In ihren technischen Einzelheiten wird diese Anlage völlig derjenigen gleichen, die von den beiden genannten amerikanischen Gesell­schaften in den letzten 18 Monaten zu Versuchen mit drahtlosen Gesprächen über den Atlantischen Ozean benutzt wurde. Sobald diese Station in England sertiggesteltt sein wird, hegt man dl- Erwartnng, daß es unter günstigen atmosphäri­schen Verhältnissen in den Wintermonaten mög­lich sein werde, Fernsprechteilnehmer in den Vereinigten Staaten mit solchen in London zu verbinden, dergestalt, daß sie sich drahtlos ebenso beliebig unterhalten können

wie über gewöhnliche Telephonleitungen.

Zu diesem Zweck würden die Teilnehmer aus beiden Seiten mit ihren betreffenden R ad ro­st a t i v n e n durch den üblichen Ferniprech- draht verbunden werden. Wie bekannt, wei­sen die atmosphärischen Bedingungen vom Win­ter zum Sommer sowie während der verzchie- denen Tagesstunden erhebliche Schwankungen aus. Um die Wirkungen derartiger Luftver- änderuitgen festznstellen, haben die Ingenieure der beiden amerikanischen Gesellichaften regel­mäßig wöchentlich Gespräche von Amerika nach England übermittelt bzw. in umgekehrter Rich­tung empfangen und dabei entsprech.'nde M:>- sungen der Lautstärke usw. vorgenommm. An­dererseits hat auch die britische Postverwaltung, um sich an diesen Vorarbeiten zu beteiligen, eine besondere Art Empfangsantenne errichtet, durch die ebenfalls die Wellenenergie, die unter wech­selnden Witterungsverhältnissen von der ameri­kanischen Station aufgefangen wird, sorgfältig gemessen wird. Diese Versuche bilden einen weiteren bedeutsamen

Die Abstimmung ist dem Reichstag außerordentlich schwer geworden. Wie haben sich die Parteien heruma^zankt und — mi wah­ren Sinne des Wortes — Herumgeichlagen. Hatte man schon im Mai und Juni, als der neue Reichstag einige Proben seiner Arbeits­weise gegeben hatte, kein rechtes Zutrauen zur Fähigkeit dieses Parlamentes, so fand man m der soeben zu Ende gegangenen Woche bas Mißtrauen vollauf bestätigt, als es nicht mög­lich schien, eine Einigkeit für die gegenwärtig wichtigste Aufgabe zustande zu bringen. In ernster Schich'alsstunde muhte man erleben, oay ertreme Gruppen durch Parteigrundsatze und Sonderwünfche die Gemeinschaft des Volkes mißachteten. Erst durch schwierige Kompro­mißverhandlungen ist es möglich ge­worden die dis zur letzten Stunde hartnackig in die Erscheinung getretenen Gegensätze Ms- zugleichen. Hätte nicht gerade ein ,o lebens­wichtiges Erfordernis auf der Tagesordnung gestanden, man hätte dem Reichstag keine Trane nackgeweint, wenn er aufgelöst worden ware^ da die Regierung auf die Dauer wohl kaum mit ihm ersprießlich wird arbeiten können. Aber in der jetzigen Zeit hätte eine Neuwahl mit Men Erregungen die in London mühsam erreichten Abmachungen über den Hansen geworfen, wo­mit auch der Dawesplan noch gcgemtandsto-, gewesen tonte. Und es war sehr ernst zu neh­men, was Außenminister Stresemann iagte, daß wir lanae hätten warten können, bis fick nutzer ein- nünftice Verhandlungsgelegenheit nut den Alliierten eraab. Wie man die Stimmung in Deutschland jetzt einschätzen kann, hatten fick die Oppositionsparteien keinen Jllunonen hm- aeben dürfen, denn mit einem grogen Wahl- erfolq brauchten sie nicht zu rechnen, da srch dl- tibe-wiegende Mehrheit des Volkes nach einer ruhigen Entwicklung znm Beueren

taoeä0 ftür die Ricktigkät aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für AuW-nedaten und Plätze kann nicht garantiert ^d-n.Lür Anzeigen «ti besonders schwierigem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei . Schlachthofftr. 28 8° Geschäftsstelle: Köln.Straße 5, gegenüber der Spobrftrabe. Fernsprecher 951 u. 852.

weiter auf die Anleiheverhandlungen einen ge- den Oppositionsblättern, die Befriedigung deut- wissen Einfluß wohl nicht verfehlt. Wie die lich zu entnehmen ist. Jedenfalls darf man, ohne sckließliche Entscheidung des Reichstages im In- die uns bevorstehenden schweren Lasten ver- und Auslande ausgenommen wird, zeigen sie geffen zu wollen, eine Erleichterung emps-.nden. Acußcrungen der Presse, aus der, abgesehen von * - ’ K- k- D-

Einzelnummer 10 Pf-, Sonntags 15 Pf. 14»

Entspannung im Reichstag.

Ruhe in den Parteien. — Rur die Kommunisten planen Kundgebungen.

Lieber dem Ozean.

Ferngespräche mit und ohne Draht.

Wie weit die Vervollkommnung des draht­losen Fernsprewees schon gediehen ist, geht au« folgenden Mitteilungen hervor r Die Unterhaltung von Mund zu Mund von der alten zur neuen Welt dürste in nicht zu ferner Zeit Wirklichkeit werden. Wie ans ame­rikanischen Fachkreisen verlautet, ist bereits für den bevorstehenden Winter eine ständige radiotelephonische Verbindung zwi­schen den Vereinigten Staaten und England in Aussicht genommen. Veranlaßt durch ein im Januar 1923 von der American Telephone and Telegraph gemeinsam mit der Radio Corporation os America unternommenes Erperiment, wobei zwei Stnndfn lang ein Radio-Telephongespräch zwischen Rewyork und London geführt werden konnte, hatte die bri­tische Postverwaltung eine besondere Kommlf- sion zum Studium der Möglichkeiten eines transatlantischen Telephonvcrkchrs

Berlin, 3Ö. August (Eigener Drahtbericht.) Der Reichstag wird heute vormittag 11 Uhr seine Beratungen fortsetzen und zunächst den deutsch-polnischen Vertrag, sowie kleinere Gefetzesvorlegen zur Erledigung brin- gen, bnruntcr einen Antrag auf Oufhebung der Umsatzsteuer. In den Parteien ist Ruhe und Entspannung eingetreten. Größere Bedeutung als der Plenarsitzung wird der heutigen Sitzung der kommunistischen Reickstagsstaktion beigc- meffen, der auck die 36 Vertreter dec Groß ber­liner Betriebsrötezentrale beiwohnen. Man spricht von einer bevorstehenden Massenak­tion der Kommunisten in Berlin und im