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Nrnuruer 200. Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf.

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Dienstag, 26. August 1924. Einzelnummer 10 Pf, SouutagS 15 Pf. 14. Jahrgang

ssckr Nemste NaWtm

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Vor einer Versländigung der Parteien.

Obwohl die offiziellen FraNionssitzuiche» erst im

im Rei

Freie Avfiimiflung.

»)le Treffe für und ses-.u P^aio'.

Paris, 25. August. (Eigene Drahimcldung)

noch Herriots Londoner Abmachungen Iiiti

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umso mehr unterstützt.

Was ist aus all dem die Lehre für Deutschland? Es ist ein lmiger Weg zur vollen Gleichberechtigung mit den anderen gro­ben Völkern der Welt und solange s i e mächtig und wir ohnmächtig sein werden, wirdPa- ,ifsimus" undWeltdemokratie" und wieder die Beachtung internationaler Formen im gegensei­tigen Verkehr, niemals aber die wirkliche Gleichberechtigung unter den Völkern

dringen. Und weiter: Wir habe» neben dem Zusammenfaffen unserer Volkskrast den na­tionalen Gedanken und abgesehen von Ausnutzung wirtschaftlicher Kräfte und Mög­lichkeiten auf absehbare Zeit nur noch einen Weg, unsere Machtposition im Verkehr mit an­derer. Völkern zu verbessern nämlich gleiche Tendenzen und Interessen anderer Völ­ker für Deutschland auszunutzen.

übcrhaupr nichts.

Sm besetzten Gebiet. Vorbercitrmgen zur Räumung von Dortmund. (Eigene Drahtmrldung.s

Dortmund, 25. August.

Hier sind gestern dir Jntcndajurchefs der französisch-« und belgischen Besatzungsarmee cin= getroffen. Sin Teil der Osfizierwohnun- gen in Privathäufcrn wurden zum 1. Oktober gekündigt. Am Mittwoch finden Bespre­chungen der BesaUungsbehörde mit den Vertre­tern der Stadt über die Vorbereitungen für die dem nach st igc R n n m u n g statt. Dem Brüs­seler BlattDerniere heure" zufolge findet die militärische R ä u m u n g D o r t m u n d s in be» ersten Septembertagen statt. Im Laufe der ersten SePtembcrWlfte würden die Belgier die Zollposten aus der Liphebrüüe gegenüber We­sel aufheben. Wie die LondonerTimes" mel­den, hat das englische Kabinett die A u f h c - der Zollgrenze zwischen dem besetz­ten und unbesetzten Deutschland genehmigt. Di- englischen Bevollmächtigten begeben sich am 8. September nach Paris.

zugestanden worden ist.

Vizepräsident Stadler kennzetchuet den Weihetag des Kasseler Flughafens als Mcrk- stein in der Geschichte des Flugwesens in Mit­teldeutschland und besonders in Kassel. Dieses wciterzufördern. sei die schwere, aber schöne Aus­gabe der Tietrich-Gobict-Werke. Die Regierung wird jederzeit helfend eingretfen. nm Schwie­rigkeiten, die sich in den Weg stellen, so weit es in ihrer Macht liegt, zu beseitigen. Tann ge­denkt Redner der Piloten der deutschen Luft­fahrt und besonders der Gefallenen der alten Fliegeitruppe. Der alte gute Fliegergeist soll Wegweiser in die Zukunft sein: Entschlossener Wagemut, aufopfernde Vaterlandsliebe und treue Pflichterfüllung? Daß dieser Flregergerst sich auch in diesem neuen Unternehmen austvirkt, ist der Wunsch der Staatsregierung. In das vom Redner ausgebrachte Hoch auf das deutsche Vaterland wird freudig eingestimmt und eben­so in das von der Musik begleitet- Deutsch­landlied.

Stadlrat Weber entbietet namens der Kas­seler Stadtverwaltung ein herzliches Glück auf und Gut cb! Er lenkt di: Blicke rückwärts auf die Berübruitgen Kassels mit der Luftfahrt in früherer Zeit und in der neueren. Di: Stadt­verwaltung wird es auch insi Zukunft nicht feh­len lassen, dieses Unternehmen zu unterstützen. Verwerflich wäre cs. wenn wir jetzt zurückbal- ten würden, weil wir nicht wissen, was die Zu­kunft bringt. Nichts soll daran bindern. Mit­tel, auch wenn sie noch so bescheiden sind, zur Verfügung zu stellen, um Kassel eine» würdigen Platz in. deutschen und später internationalen Luftverkehrsnetz zu sichern. Aus der Mitte der mit betr. E. K 1 und dem Fekdfliegerzeichen in Silber geschmückten Flieger - Kameraden tritt dann Direktor Richard Dietrich vor. Der jetzt in Kassel populäre Flieger ist Inge­nieur und Direktor der Dietrich-Gobiet-Flng- zeugwerke Akt.-Ges. und der Dietrich-Gobiet- Lustveikehr, G. m. b. H. in Kassel. Mitbegrün­der beider Firmen und Konstrukteur der Diei- rich-Gobiet-Flugzeuge. Seit dem 17. Lebens- jaür<lgll> gehört er der Fliegerei. Früher war er Mitarbeiter von Hanufchke, Grade, A. E. G. und Rheinische Mrtoren-Fabrik, A.-G., Mannheim. Als Ingenieur. Flieger und Kaufmann zugleich hat ihm und seinem Mitarbeiter A. Gobiet die Stadt Kassel ihren Flughafen und ihre Flug- zenaindustrie zu verdanken Richard Dietrich, gebürtig aus Mannheim, ist dreißig Jahre alt. Er gibt für sich und seine Mitarbeiter die Er­klärung cb. daß sie Int Bewußtsein wirken, eine nationale Pflicht zu erfüllen. Der Luftverkehr werde sich binnen weniger Jahre zu einem Fak­tor im deutschen Wirtschaftsleben entwickeln, der in der heutigen Zeit noch vielfach nnterschätzt werde. Starker Beifall wird dem Führer des Kassel-Woldaner Unternehmens zuteil. Die Mu­sik spielt Märsche und dann besteigen Dietrich, Flugleiter Antonius Raab, Deutschlands bester Kunstflieger und Kurt K a tz e n st e i n, unser Kasseler Meisteislieger, d'e drei blauen Bussar­de, schwingen in die Höhe, die Sonne bricht in diesem Augenblick durch Hi: Wolken und läßt die .Schwingen" der blauen Vögel, die in gefchloj-

Laufc des heutigen Vormittag ftattfinden wer­de», kam es am Sonntag zu einer Reihe von in­offiziellen Besprechungen über Kompromiß- Möglichkeiten. Hierüber bewahren alle Be­teiligten bis zur Stunde Schweigen. Man sah die Führer der D e ut s ch n at i o n a l en mehr­fach mit Stresemann und auch mit dem Reichskanzler Marx konferieren. Die sozial- demokratischen Führer waren am gestri­gen ' Sonntag beim Reichspräsidenten Ebert. Entscheidungen irgend welcher Art sind erst von den offiziellen Fraktionssitzungen am heutigen Montag zu erwarten, doch wurde gestern abend ' ~ ichstag mehrfach versichert, daß es zu kei­ner Auflösung des Reichstnzes kommen würde und zwar auf Grund von Besprechungen nnd Zusagen, die die Reichsrcgierung nach Rechts zu geben nicht mehr abgeneigt sei.

Die Lehren.

Betrachtung des Londoner Ergebnisses.

Von

Staatssekretär z. D. Frhr. von Rheinbaben.

Die Londoner Konferenz hat nichtEnt­scheidungen für Generationen" gebracht. Die Ansicht, die von so vielen geglaubt wird, ist völlig verkehrt. Im Großen gesehen, totrb das ausgepreßte und verarmte Deutschland auch im Interesse anderer Völker zunächst wirt­schaftlich und finanziell wieder auf die Sßeine gestellt. Dabei muß es eine gennffe demütigende Kontrolle vorübergehend auf sich nehmen und sich auch weiterhin bereit erklären einen namhaften Teil dessen, was es erarbeitet und erspart hat, alsKriegsentschädigung" an die Gegner abzuführen.. Soweit man überhaupt in diesen sehr verwickelten Dingen vorauSsehen und prophezeien kann, so sollte erstens dem deutschen Volke, das alle diese Einzelheiten nicht nachprüfen kann und mag, gesagt werden: Wir werden bei Zusammenfassung unserer Kräfte und bei bessere.! Ordnung bei uns selbst mit großer Wahrscheinlichkeit in der Lage Jein, den finanziel­len Anforderungen der nächsten drei Jah­re zu genügen, dabei genug erübrigen, um not­dürftig unseren eigenen Bedürfnissen zu genü­gen. Wir bekommen also verglichen mit all dem Elend der letzten Jahre eine gewisse Pause zum Atemholen, zur Ankurbelung unserer Wirtschaft. Diese Spanne Zeit müssen wir dazu ausnutzen, um unseren Volkskörper von allen Schlacken zu reinigen, die er immer noch enthält. _ ,

Nach außen gerichtet, müssen wir eine Ent­wicklung herbeizusühren suchen, die eine schließ­liche Ablösung des ganzen Repara­tion sproblems aus dos rein sinanziel- ie Gebiet herbeiführt und die letzten Eudes darauf hinausläuft, daß wir ebenso wie andere Völker auch allmählich eine größere äußere Schuld mit erträglichem Zinsfuß zurüüzahlen und amortisieren. In der Richtung zu tuyei Entwicklung muß die Ausführung des Sachverständigenplanes und die Durchführung der aus ihm folgenden Gesetze liegen. Daß diese Richtung eingeschlagen wird, darüber sind wir großenteils selber Herr und Meister, wenn wir es sein wollen. Für die späteren deutschen Leistungen wird das Wort sich durchsetzen müs­sen, daß U n m ö g l i ch e s in Zukunft nicht mehr von uns verlangt werden darf, und daß auch wir, wie jedes andere Volk der Welt das Recht zu der Forderung haben, erst selbst zu leben und wieder hochzukommen. Dementsprechend wird sich unser Verhalten einzurichten haben.

Reben der leidigen Reparationssrage, die nun im Dawesbericht sich auswirkt, blieben d-e anderen großen internationalen Probleme von Frankreichs Sicherheit und Regelung der interalliierten Schulden, sern von der offiziellen Tagesordnung der Konferenz- Trotzdem haben sic int Hintergrund, in dec Ku­lisse und in zahllosen Einzelverhandlungen eine große Rolle gespielt. Zunächst die Sicherheit Frankreichs. Sie beruht aus der Lüge von Deutschlands heimlicher Kriegsvorbcreiiung, dem angeblichen Angriff auf das friedliche Frank­reich zur Beherrschung Europas und der Welt. Sie wirkt« sich im Friedensvertrag zunächst m der Besetzung des Rheinlanbes und dann immer weiter nach den Verdrehungskünsten des verflol- senen Ministerpräsidenten als schwerster Druck und Erpreffungsmöglichkeit gegen Deutschland anS. Selbst die Ruhrbesetzung mußte zeitweise dazu herhalten, als Kulisse für die bedrohte Si­cherheit Frankreichs zu dienen. Heute können wir sagen, daß die Frage derSicherheit" im Großen gleichbedeutend ist mit der Frage des freien deutschen Rheins. Alles deutet darauf hin, daß die französische Politik verfuchen wird, den deutschen Rhein auf lange Jahre hin­aus nicht wirklich frei zu geben.

Erst geht es jetzt um Abkürzung der Maxi­malfrist von einem Jahr für die Räumung der Ruhr und wir stehen auch nach Beginn der Durchführung des Dawes-Planes mitten in dem Ringen um das, waS uns schließlich den Namm eines freien Volkes Wiedersehen totrb. Fch halte dafür, daß in dieses Ringen der Kamvs gegen die Schuldlüge und alles, was wir sonst einzusetzen haben, auch eingesetzt werden mutz. Tie Kriegsentschädi- gungsfraqe gebt einer vorläufigen Regelung entgegen. Für si- haben wir die grötzten Opfer gebroäft und werden sie auf eine Spanne Zeit weiter bringe» müss-n. bis auch hier die Unmög­lichkeit und die Unsinnigkeit der äußerlich immer noch aufrecht erhaltenen großen Forderungen aller Welt sichtbar wird. Jetzt kommt der Kamvf um die endgültiae Wiederbefreiung von Ruhr und Rhein. Schritt weise nur wendet M das deutsche Schicksal.

Man Sofft heute auf Klärung.

Berlin. 25. August. (Privattclegramm.s Die parlamentarische Lage wies gestern abend im we­sentlichen noch dasselbe Bild aus wie am Sonn- nbetib. Aus Grund der heutigen Fraktions­sitzungen und ihrer Ergebnisse wird, wie der Tag meldet, aller Wahrscheinlickffeit nach Abge­ordneter Herat die erste Lesung der zu den Lon­doner Abmachungen gehörigen Gesetze mit einer Rede eröffnen. In sozialdemokratischen Kreisen tritt man nach wie vor lebhaft für eine Reichs- tagsauflösung ein.

Giellungnahmr des ©anfaBunöes

Berlin, 25. August. (Privattclegramm.) Der Präsident des Hansabundes, Reichstaasabgeoro- neter Hermann Fischer hat das Präsidium des Bundes telegraphisch auf heute zur Stellung­nahme zu den Londoner Abmachungen nach Berlin berufen.

Die Stimmung kn Frankreich

Tie Kammennehrheit stimmt Herriot zu.

(Eigene! Drahtbcrich.'.l

Paris, 25. August.

Der Herriots che Kammerfieg wird durch die Abschwenkung der gemäßigten Ratio­nalisten befoubcrS bedeutungsvoll. Diese Ab- schwenkung beweist, daß die Parteien des frühe­ren nationalen Blocks nicht m e h r g c- schlossen gegen das Kabinett Herriot stehen. Sensation erweckte das Verhalten der Kom­mun i st e «, von denen ein kleiner Teil im Saal geblieben war. der dann prompt seine Stimme für das Kabinett abgab. Als Herriot die Depntiertenkammcr verließ, wurde er wieder von seinen Anhängern aus die Sckultcrn.gehoben und unter tosendem Beifall der Menge in daS Auto getragen. In Paris wurden gestern dreizehn Versammlungen der Pariser Radikalen abgehal- ten. Die Versammlungen verliefen ruhig.

Berlin, 25. August. (Telegraphische Meldung.) Während derMontag", die vom Lokalanzciger herausgegebene MontagsauLgab: über die Frage der Haltung der Deutfchnationalen bei der Reichstagsabstimmung über die Dawesgesctze nichts mitzutcilen weiß, glaubt dieMontags­post" von einer A ende ru n g der Stellung­nahme der Deutschnationalen berichten zu kön­nen. Unter dem Einfluß des Partcivorsitzendcn Hergt, des Großadmirals Tirpitz, des RcichS- tagspräsidenteu Wallraf, des württcmberglschen Staalspräsidentrn Bazille und des in Düsseldorf gewählten deutfchnationalen Abgeordneten Ne:;- haus wurde die- deutschnätio.talc F aktion «Hr, A die entscheidende Abstimmung keinen Fraktions­zwang beschließen, sondern vielmehr ihren Mit gliedern die A b st i m m u n g f r c i g e b c n.

Um öle Londoner Beschlüsse

Bemühungen nm die Zustimmung der Deutschnationalen.

Flughafen Dassel.

Feierliche Weihe am gestrigen Sonntag.

Das Phänomobil, der dreizehnsitziae gelbe Postkraftwagen, der zwischen Hann-Münben unb Veckerhagen Obcrtoesertalbahri-Ersatz spielt, beförberte mit den Spitzen bei Oberpostoirek- tioit auch die Vertreter ber Kasseler Press: zum Flughafen auf bem Walbauer Platze, ^.rotz schlechtestem Weg ein bequemes Fahren. Der Wagen erwirbt sich in jeber Beziehung bestes Zeugnis.

Auf btm Platze steht die Halle, bie am Sonn­abend im Bild gezeigt wurde, weit geöffnet. Drei blaue Bussarde und zwei Lustverkehrsma- schincn stehen fiaitbercit davor. Vom hohen Be­obachtungsturm flattern neben einem Wind- schllmch Fahnen in den Kasseler unb hessischen Farben. Auto um Auto flitzt heran. Wagen fahren zum vorgeschriebenen Platze. Alles, was in Kassel Namen, Würde und höheres Amt be­sitzt, sammelt sich nm die Maschinen, Militär, Behörden aller Art, Industrie, Handel unb Svort. Die Musikvcreimgung der Schutzpolizei ihr Leiter, Musikdirektor Kneife! unb alle Musiker int Zylinder intoniert Beethovens HymneTie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" Dann spricht Großindustrieller G o b t e t vom Fuße des Turmes aus. Er begrüßt die Vertre­ter des Ll-eipräsidiums, ber Regierung, der Po­lizei, der VerkchrSbehörden, besonders Post und Eisenbahn usw. tut Namen der jüngsten Kasseler Industrie, des Flugzeugbaus, unb spricht von den Hemmungen, die der Entwicklung des deut­schen Flugwesens bereitet werden, in einer Zeit, da die Negerrepublik Liberia sogar Flug­zeuge in beliebiger Größe und Meng: in Dienst stellen kann. Die Dietrich-Gobiet-Flugzcuge stellen den größten Typ dar, ber Deutschland

Ermahnung zur Annahme.

Stellungnahme des bayer. Ministerpräsidenten.

(Eigene Drahtmeldung.)

München, 24. August.

In dem gestern tagenden Zwischenausschuß des bayerischen Landtages erklärte Ministerprä- fident Dr. Held: Er habe nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Rheinland und Westfalen mündliche und schriftliche Vorstel­lungen erhalten, die ihn geradezu beschwören, sich nur von kühlen Erwägungen bei der Ent­scheidung leiten zu lassen. Er kam schließlich zu dem Ergebnis, daß trotz aller schwersten Beden­ken dem Londoner Abkommen die Zustim­mung deutscherseits nicht versagt werden könne. Er erklärte weiter, er könne es mit sei­nem Gewissen nicht vereinbaren, trotz aller schärf­sten Bedenken und trotz des nationalen Aufbau­mens z» einem Nein zu raten. Er protestiere gegen die Leute, die die gewaltigen Fragen vorn engherzigen Parteistandpunkt aus betrachten. Wie Dr. Hckd mitteilt, stnd Instruk­tionen des bayerischen Vertreters im Reichsrat vom ganzen Ministerrat nnd sämtlichen Koaii- tionsführern einmütig beschlossen worden. Dar­aus geht hervor, daß auch die T c u t s ch natio­nalen in Bayern sich an ber grundsätzlich zustimmenden Regierungserklärung betei­ligt haben. Wenn das deulsck: Volk Rein saizcu toürifc, dann würden wir uns damit isolieren nnd den Haß der ganzen We'1 auf uns ziehen, was schon in der Vergangenheit die Ursache un­serer Schwäche gewesen sei.

Appell der rbeiüifchen Handwerker.

Bonn, 24. August. Unter großer Beteiligung und im Beisein von Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden fand hier der 40. Rheinische Handwerlertag statt. Reichstagsabgeord- neter Esser-Euskirchen erstattete über die parla-

Berlin, 25. August. (Eigener Drahtbcricht.)! beirren zu lassen; cs werde ihm genügen, den - * " ------- jfßeg zu beschreiten, den vor ihm die großen

Männer der Demokratie gegangen feien. Das Oeuvre" stellt fest, daß bie Feinde der Regie- rung, trotz der kompetenten Erklärungen des Murfchall Joch über die klägliche Rolle der Ruhrbesetzunq in der französischen Sicherheits- fraqc, nicht aufhöte« wollen, die Ruhr vom Si- cherheitsstanbpmttle ans betrachten. Sie er­wiesen sich dadurch militärischer als die Mili­tärs. I» einiger Zeit werbe man sehen, wie sie behaupten werden, Marschall Fach verstände

mentarischc Lage Bericht und wies aus die ern­sten Folgen der Ablehnung des Sachwerständi- gengutachtens hin. Rach einem Vortrag des Reicksminifters für die besetzten Gebiete, Hocfle, _________ ...... _ wurde cinstimiq eine Entschließung ange- Während! die nationalistische Presse nommen, in dec der Rheinische Hnndwcrkcrtag noch Herriots Londoner Abmachungen Tritt = anbeuReichstag den dringenden Appell fiert, wird er von der Preffc der Mitte richtet, den Londoner Befchlüffen zuzusttm- umso mehr unterstützt.Gre Rondelle" i&t men. da bereit Ablehnung für das Handwerk Herriot, sich bt>tch die Kritik feiner Feinde nicht. .» Zusammenbruch bedeuten würde.