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«Rummel 188. ew«« w «.. wo 15 w. Dienstag, 12. Angnft 1924. 1° Pt. «»'N« n w. 14. Jahrgang
Fortsetzung der Londoner Konferenz.
«llstungskonirolle vurcd den Dölkervunb?
unterbreiten und verteidigen werde.
dass biet eilte überwältigende Mehr-
hundert Millionen Dollnr zeichnen.
mit diel
Der englische Premierminister hat bereit; — ürtb dieser Auffassung ist von den anderen De- legierten der Londoner Konferenz nicht wider- sprocheu worden — zugegeben, daß der Aufgabenkreis der Konferenz durch die Verdauvlun- qen und Beschlüsse der Alliierten nicht erschöpft ist. daß also sehr wohl von den Deutschen Erwägungen voigebracht werden könnten, die bisher^ außerhalb des Ve, Handlungsthemas gestanden haben. Das bezieht sich in erster Linie ous die Frage der Ruhr-Räumung, in der bekanm-
Paris, 11. August. (Eigener Drahtbericht.) Die Entscheidung des Kabinettsrats in Paris sprach sich für Herriots Räumung s p l a n aus. Die Zustimmung erfolgte, wie verlautet, mit allen gegen zwei Stimmen.
Diese zwei Stimmen sind die des Kricgsmini- sters und des Handelsministers. Dem HanvelS- minifter sind die deutschen Handelszugeftändniffe
balte auch von deutscher Seite oeciick.en wenn sich Frankreich geneiat zeigte die Rubrttaae von ander en als politischem Gesichtspunkte aus
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin, 11. August.
Ende nächster Wock» alle Delegierten sich über alle Punkte einigen würden.
Eine Derfassungsfeier In London.
gen der L..„„ ernde Besetzung deutscher
Paris, 11. August. (Eigene Drahtmeldung.) Herriot hatte am Sonntag nachmittag eine Un- . L.......• 1 101tf rtttl 1 -
zu betrachten. In dieser Bez'-hiinn bar? nicht vergessen werden, daß, abgesehen Von Sen tur:= stischeu Spitzfindigkeiten, Frtnkretch stets die! Notwendigkeit der Ruhrbesenung mit dem Schutz der in das deutsche Industriegebiet entsandten Ingenieur-Kommission beqrfinbet batte. Es wäre nur eine selbstverständlich: logische Folgerung, daß Frankreich in dem Augenblick, wo es aus Grund des Dawes-Bor-cktes veipsi-ck- tet ist die Ingenieur-Kommission aus dem Rnbraebtete z n r ü ck z u z i e h e u auch die mi-, litärische Bedeckung abn'arsch e-cn 'aßt, werden.
haben werde. Diese Frage ist aber gleichwohl von außen hineingetragen worden; sie ist von besonverer Wichtigkeit, nicht nur ,<v' Frankreich, sondern auch für Deutschland, wird bekannt, daß eine Uebereinstimmung Paris erreicht worden ist und daß Paris Politik Herriots gebilligt hat.
für ES
Derfaffungsseier.
Reichsbanner Echwarz-rot-gold.
Kassel, 11. August. ’
Das Rudr-Llnrecht
Die Räumung ist Bedingung.
Herriots Beratung in Varis
Das wichtigste Problem ist die Ruhrfrage. Zustimmung zu Herriots Ruhr-RLumungsPlan.
herriot hatte am Sonmag naajwinuH cnw uh-i Die uui .
terredung mit dem Präsidenten desStudieiikomi-1 dem FriedrichSplatz vor der Landesbibliothc! die
Weihe von einunddreißig Fahnen
tees, dem Oberkriegsrat Bonrourts. Er besprach sich mit ihm über einen Plan, der vom Studien-.
komitee ausgearbeitet worden ist und der der ftatt darunter diejenige des Gaues ^Hessen- nächsten Bölkerbundsversllmmlnng tm «eptem' Kassel.. Zur besonderen Würdigung de« Tages derUnterbreitet werden soll In diesem Plan Deputation nach Weimar entsandt wcr- wird vorgeschlagen, daß die Kontrolle der Die Weiherede auf dem Fnedrichs- deurschen Rüstungen dem B olkerbund ^ $lc(t Landtat von Harn ack aus Hers- übertragen werden soll. Jedesmal, wenn ettt fet£ bcr Ü,&CI die Bedeutung der Wethe u a. Verfehlen Deutschlands gegen die Milttarkontroll- foflte. n$gsim wir Sondertitteressen zurucksttllen, bestimmungen des Versailler Vertrags festgeftellt s^kornmett wir doch nicht mit leeren Händen, würde, soll eine Untersuchungskomnussion nach ™ ttaOcn jn das neue Haus des Deutschen Deutschland entsandt werden, in der alle Lander mit beiden Händen das hinein, was in vertreten wären, die im Völkerbund sitzen. ver= I imfeicm Volke an edlen Gütern und Kracken le- riot erklärt im Matin, daß er diesen Plan Welche Partei oder Gruppe aber
nächsten Monat vor der Bölkerbnndversammlnngl ini in fcicrer Weise am Leben unseres Ret- . - ------- ches Anteil nimmt, die kann selbst Ml Kerne
nicht unberührt und unverwandelt bletbeu. Wer die jüngste deutsche Geschichte wirklich miterleot
London, 11. August. (Eigene Trahtmeldung.) Reichskanzler Marr besuchte gestern vormittag . ...
den Gottesdienst der deutschen iaiholnchen Ge-1 Pixjferkorps meinde. Heute abend findet in der Deutschen c.irn.rhmtm-.f in Wue
Botschaft auf Einladung des Reichskanzlers eine »'"» Kriegerdenkmal .n Ser Nur, Verfassungsfeier statt, an der außer den toQ tior Terrasse Ausstellung nahmen. Im Mitgliedern der Delegation auch die übrigen in «;orberarimfcc stand die Fc-bnengrupv? Auf den London ansMgen Deutschen teilnehmen werden. M^en "drängten sich wieder zahlreiche Zu-
• I schauer. Rach einigen Musiksrüchen, die Kapell-
Kurzer Besuch In Berlin. meister Kneicfl dirigierte, hielt Professor Rade
ii Auaust sPrivattelegramm.) »"s M-rburg die Ansprache z»»r Gedüchtin-- Der Äf der Ssian$ki Slfeftetäi fetet: „Dieser Tag ist nicht ein Lag bei Toten, Bracht, der der Londoner Konferenz angehört, sonderni der ^ebenden, nn^ ein Tag der Ver- war am gestrigen Sonntag in Berlin und wirdi ganaenbeit, sondern der Zukunft, nicht cm Tag sich l^ute vormittag im Flugzeug nach Lon- der Erinnerung, sondern des Bekenntnisses und doi. LüSS DetzKck" seines Seife ®eW -r führte daan weiter «A M war eine persönliche Informierung der in Ver- die K^ .ger fLr ein be MereS Batet «" Tri fd la, u* tK Sn
®- wm*— ..„ SS ÄKÄ» Paris, 11. August. (Eigener Drohtbericht, Staat, in dem wir heute leben, dieses bessere Das Journal meldet: Der französische Finanz Vaterland?" Ter Gott der Geschichte bat uns Minister teilte im Mimsterrate mit, daß er sich I w all dem Zusammenbruch des Krieges eines mit Maedonald über die Einberufung einer m- Massen- Das eine deutsche Reich. Und teralliierten Konferenz zur Lösung der Frage der hgi an§ dazu etwas neues beschieden: Die Kriegsschulden geeinigt habe. Immerhin deutsche Republik. Viele von unseren will man abwarten, bis die Vereinigten Staaten I Volksgenossen können sich in diesem Wechsel sich daran beteiligen können, und da dies bor I nieüt finden Sie können sich nicht dann genug den Präsidentsckaitswahlen am 11. November i Republik und Demokratie adzitlehnen. zu kaum möglich sein dürste, so wird die Konferenz selten und zu bekämpfen. Wir bekennen uns srühestens am 15 November zusammentretei $u neuen Gewordenen Wir erkennen, dass können und zwar in Paris. der Gott der Geschichte uns damit unermeßlich
— • große Gaben und Ausgaben geschenst hat. D»S
Die Sowanieche. deutsche Vclk dazu reif werden zu lassen, das 'st
London, 11. August. (Eigene Drahtmeldung-i l die Sendung unseres neuen demottatischgn Tie Chicago Tribüne erfährt von ihrem Lon- Staatswesens." Die Pflichten, die das öttent- doner Korrespondenten, daß nach Mitteilung I licke Leben mit sich bringe, seien zugleich die einer hohen Bank-Autorität Amerika vier Fünk- heiligsten und schönsten Rechte. In diesem Sinne tel der Achthundert-Millionen-Goldanleihe stelle sich das Reichsbanner Schwarz-Rot-Geld । zeichnen werde. Die Bank Morgan werde ollem, hinter das neue Wesen und die neue Zeit. Mit ‘ dem gemeinsamen Gesang des Liedes »Ich hatt
Die Demokraten und Sozialdemokraten an Reiche, die sich in der neuen Organisation Reichsbanner Schwarz-rot-gold verewigt haben, feierten am gestrigen Sonntag und f«tern nmh heute den Verfassungstag. so auch in Kassel. Lier wurde als Einleitung am Sonnaourd abend ein Fackelzug veranstclltet, der die Gruppen aus allen Teilet! der Stadt zum ^rttd- richsplatz führte, wo ftd) eine große Menschenmenge eingesur.de n hatte, die dem nächtlichen Schauspiel beiwohnen wollte. — Ser Sonntag brachte, vom Wetter begünstigt, schon iruhzet.ig die Menschen auf die Deine. UmbUhrtand auf
Wtnn ßcitufl« viö fvnt ooctibS tont in von aSTugeJben Sen 'mJÄ btc Brüsseler einem Rücktritt beider Mmifter nichts bekannt. Regierung in Lieser Frage einen weniger intran- * * ♦ ,
signierten Standpunkt einnimmt, als das Ka- Standpunkt des französischen Kabinetts, bin.-tt Herrior. Für die deutschen U-nerhandler Paris, 11. August. (Telegraphische Mel- 1 ist aber die Frage der R u h r - R ä u m u n g düng.) Nachdem am Samstag abend und Sonu- keine Neber,frag., sondern das H a u p t p r e - ma die Besprechungen H e r r i o t S mit den M i - feiern, dessen Bereinigung von der Londoner nistern in Paris beendet waren, veröffentlichte Konteren; endgültig gefordert werden mutz. „Havas" eine ostiziöse Auslassung, in der unter Für die Franzosen ist aber die Ruhrirage be- anderem gesagt wird: Was die Frage der mili- reite- ein Tauschobjekt, während sie für den deut- tkrischen Räumung des Ruhrgebictes an- schen Standpunkt nichts anderes als eine be- langt, sicht die französische Regierung im Ein- dinaimgslose Fo-deruna bedeuten sollte. <Sine cernebmeit mit den Delegierten der interalliiert Ruhrfraae als eine Frage des Rechts gibt es für ten in London vertretenen Mächte auf dem uns eigentlich nicht, denn die Bescpnng des Standpunkt, daß diese Frage nicht unter die Ruhrgebietes ist von uns niemals als zu Recht Kompetenzen der Konferenz fällt und von ihr bestchend anerkannt worden, und bei vieler I nickt zur Sprache gebracht werden kann. Herriot Rechtsan ff assung befinden wir uns in guter Ge- hat zu wiederholten Malen erklärt, daß die Räu- sellschaft Auch England und Amcrikr haben mung eine der Konsequenzen der Jnkrastsetzmig Itets die französische Invasion im des Sachv erständi ge nplaue s sei und Ruhrgebiet als einen Rccktsbruck gegen den sich unter gewissen Bedingungen vollzieqen Geist des Verso'ller Vertrages bezeichnet, und werde. Die französische Regierung bleibt ihrer ^lovd George hat erst jüngst in Ueberemstun- Verpflichtung getreu. Es liegt völlig auf der wung mit der Auffassung des MiqisterprMen- Hand, daß bei deren Verwirttichuna d-e S- ckerteil den Ruhreinbruch als einen ungewLticke-i heitsgarantien Berucksimnguug finden Akt und ein Verbrechen im intec.wrioiurlen werden, die Frankreich um» Belgien zu forderen R-chte be-e'chnet berechtigt sind. Marschall yod) Hai sich ihrer
' "Der Sachverhalt kann za: nickt Kar genug Auffassung völlig angeschloffen.
auseinander acbalten werden. Wie waren denn «
die Tatsachen? Frankreich glaubte sich zu An- London hofft auf eine Losung, fang des Jahres 1923 berechtigt, einen abficht- London, 11. August. (Eigene Drchtmel- lichen Verzug bei der Erfüllung des iBcrptucr ^ung.) Der diplomatische Korrespondent des Vertrages durch Deutfckla'id annehmen zu mus-I ^g^ Telegraph" schreibt: Die Hauung der fen Es glaubte sich ferner unter offensichtlich französischen Regierung dürste die Lösung des bewußt falscher Auslegung des bekannten Pa-,dornenvollen Ruhrproblems erleichtern, ragraphen 18 in dem von den refvektiven Regte- ggir Äytcn gcitt, dass General Rollet nicht seine rungen die Rcdc ist. berechtigt, Sanktionen aui | Demission überreicht hat, und daß dank seines eigene Faust gegen Deutschland zu unternehmen Patriotismus und seines militärischen und divlo- und in deutsches Gebiet auch afei-e Zustimmung i^atiscken Geschicks eine Kabinettskrise vermieden oder Beteiligung der anderen Alliierten e:nzu- herben ist, seren Folgen für die Konferenz sehr marschieren. Es ist bedauerlich, daß die Reckt- x.„st gewesen wären. — Die „Times" schreibt: Mäßigkeit des Schrittes, der von dem damaligen war offiziell immer und immer wieder ge- Ministerpräsidenten Paine ns im Janu ar 1923 sagt worden, datz die Konferenz sich mit der mili- unternemmen worden ist. niemals einer Prü-1 ;nrifd;en Räumung der Ruhr zu beschäftigen
Die polittschc Lage steht in Erwartung der Ergebnisse der heutigen Montagskonferenz in Loudon, die für 12 Uhr anberaumt ist. H e r r i ot wird in dieser Sitzung endgüstige Erklärungen zur Ruhr-Räumungsfrage und zu den deutschen Gegenvorschlägen bekannt geben. Nachdem in der Nacht über Basel und Rotterdam gekommenen Meldungen werden diese Erklärungen günstig für die deutschen Mindestforderungen lauten. Wenn sich diese Meldungen bestätigen, kann mit Schluß der Konferenz und Rückkehr der Deutschen für den zweiten Teil der Woche, spätestens ober Ende der Woche gerechnet _____ Am Sonnabend hat der Kanzler in n,"" sJrn 7,. S„ <frL«n-n I l'mtbon mehrere Vertreter deutscher Zeitungen
tÄ a 'V u empfangen. Obwohl Dr. Marx sich sehr vornch-
SÄA i c -euÄfe fertig ausdrückte, ging doch durch seine Tarlegun-
dackte Herr ot in e.efem '’iir- ie chwieriaktittn 1 gen ein zuverstchtt-stier Grundron.
ffiff iSÄ «>" »’ *»“*** wenn man di- ganz- Zweideutigkeit Paris, 11. August. «Erzene Trahtmeldung) der k r a n r ö s i i ck? :i Pol-: nckt tur Ge- Ministerpräsident Herriot hat Pressevertretern trüge kennen würde Das darf aber die dntt- gegenüber erklartt daß er sich m seinen Aeusserun- scken Deleaterten nickt indem, an ihrem! gen die äußerste Zurückhaltung auferlegen Recktsstandvuntte so energisch wie möglich fest- müsse, damit die Verhandlungen in London, dw -«batten Hat der Ruhreinfall schon .in und sür sich in ihrem empfindlichsten Stadnmk befinden, sick keine rechtliche Stütze in den tatsächlichen nicht irgendwie gestört wurden. Herriot be- er bätet ff en gehabt, fo ist a von dem Augen- tonte, daß die deuttche Telegatwn rn London sich blick an wo Deutschlands Leistungen in An- vollkommen korrekt b-nommen habe und sehung des Dawes-Berichtes klar mnichriebenl fügte hinzu, daß nach feiner Ansicht noch vor
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französischen Wunsche nach dieie: Rich ung bin
rntgegenzukowmen. solang- nickt die arundsätz- AnfftlUnfl flllf POItßDIl. licke Fraae über b:e Berechtigung des Rnhrein- «z»* uu« *UliVVii.
Marsches 'einer rein sachlichen Prinunz nnteizo-. Man erwartet einen günstigen Abschluß, gen worden ist.
Aber man könnte auf diese juristischen Vorbc-
Nattonciltstifche Quertreiber in Daris. die jüngste deutsche Geschichte wirtlisti miieru^r
Pa,is, 11, 3W. toigrot vAMxL 5U&’?t»8n^ew«*Wle«»8^l*-
^MRKZ^MWZ
len, dre am 21. August ztttammenrrrrr. Lon Bedeutung der Gewalt im Leben der • Völker hätten. Mag man unsere Organisation
Rollet mit Herriot. spottend den „Holzhelm" nennen — nun, totr
m na 11 sxurnnt lEiaene Drahtmeldung) sind gewiss, daß wir übzniaupt -eines Hel,.,-,
*ie Montags Sitzung der Londoner Konferenz geschweige denn eines Stahlhelms ffediirieu, um mirh nnr’ter kur-i fein General Rollet ist diejenigen iw Zaum zu halten, die über uns und
SSL Ie
------ flehen nicht zu dem Schlacktengott, fondecn zu dem Gott deS Friedens? Mit einem ,grei Heil" für die dewscke Republik schoß er seins Ansprr- che. Die Persimmelten fangen hierauf mit Mu- fifbegle'*ung die dritte Strophe des Deutschlandliedes Danach niarschicrtrn die Gruppen unter den Klängen der Schupokapelle und einiger