Kassckr Mmste Nachrichim
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung -M
Freitag, 8. August 1S24.
Die Kasieler Neuesten 9i6d>ii»ten etfMto# Wmol
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betrage sind mnerdalb 5 xM«■ W bejaMen. oen» tuve&enen Anzeigen, tonne
Nummer 185. Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf.
Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf- 14. Jahrgang
Geringer Fortschritt in London.
Liniere AusflAten. Die Arbeit hinter den Kulissen
Alle'anMch^ Mid nichtamtlichen Stellen der Vertrauliche Besprechungen Dr. Marx' mit Macdonald.
In London vertretenen Aerhandlungsmachte ya- Drabtbericht.i d i g e r waren anwesend. Bon aüiiert-r 5
AranzösisGe IlervofftLi.
Die zweile Vollsitzung.
wiederholte den Anhalt der deuts ch e n D cnk- schrift. die vorher dem Generalsekretär der Konferenz übergeben wurde und die von diesem übersetzt worden ist. da sie nur in deutscher Sprache überreicht worden war. Eme Debatte sand nicht statt. Aragen wurden an drc Deut-
(Eigene Drahtmeldnng.l
London, 7. August
Im goldenen Sonnenschein schimmern die Dorniers, die Fotters, die Ein- und Doppeldecker schon in den frühesten Morgenstunden auf Deutschlands größtem und für den europäischen Flugverkehr zurzeit wichtigsten Flugplatz Ber- lin-Staaken, aus dem der Deutsche
diner waren anwesend. Bon alliierter Seite wohnten der Sitzung je zwei Minister und ,e
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Der erste ÄusammeustoH.
Die Franzosen wollen besondere Kontrolle.
QuerüberDeutschland
Eine Blttzfayrt im Doppeldecker.
Siner unfer Sonderberichterstatter ist fiir un« *u einer Cuftreife nach Moskau aufgefti-gen. Die erste «tappe feine« Blitzstuge« über die im Sonnengianz feuchtenden oeutfchen Fluren, Seen und Meere im Offen erleben wir im folgenden Stimmungsbild mit klopfendem Kerzen Moskau, 3. August 1924.
B'die aMerten Abordnungen die Denkschrift der deutschen Abordnung studieren sollten und daß abends im Bureau MardonaldS im Unterhaus eine neue Dollsiüung der Konferenz abge- l,alten werde. Bei dieser Mlegenheit to b« alliierten Abordnungen durch se zwei Minister und drei Sachverständige vertreten.
Delegation in London immer sein M ®w crflcn Sturmwolken steigen auch am s.lberho zont der Londoner Konfern, aus.
ben^stch die größte Mühe gegeben, die deutsche Delegation gleich von vornherein dadurch in eine/gewissen Weise wehrlos zu machen, daß ste । durch allerlei gesellschaftliche Gesten, durch Pre ft-
S. "K-L s-S’s irgend welche Geständnisse davon, daß eigentlich in von Don noch nichts erreicht ist, als daß die schärfsten Verhandlungsgegner einmal wieder an einen Tisch gebracht worden sind, von dem sic toicbci ottfftefycu tonnen. »
ihict aber ein feineres Ohr und em klares Empfinden für englische gesellschaftliche Formen und Formen hat. der wird verstehen ^une, b her wirkliche tiefer« Emvruch den die deutfhe Delegation von London erhält sie für die o < fitnrt mit den ernsten Sorgen erfüllte. Ist »ich die Aufstellung des Zeinen «ondertlsches der deutschen Delegation vor dem großeuHilfti^u- i'.sch der Alliierten gtz ichsam em Sinnbild dafür, daß ein Angeklag ter vor k^me Rrchtti j- tiert wurde« Dir Londoner und Pariser Pr-sie L -N» ausgefaßt. Vielleicht tat die deutsche Delegation gut darcn, diese irormfehler zu über- sehen und die Betonung der Verhandlungsbereitschaft wäre ein diolomatischer Entlastuugs - zu« gewrsen, Wenn nicht die Zustimmung zu veu Geseventwürfen der OrganiiatronSkmmtees von vornherein die Verhandlungsbasts zu ungunsten Deutschlands verschoben hatte Es mutz SW' fieBt werden, daß bereits dieser erste Schrftt der deutschen Delegation wesentlich über die mosfl- ziellrn Regierunslsertlärungen hinausging. ft könnte gebilligt werden, wenn er in tätlicher Hinsicht einen w rsentlichen Erfolg nach nch zog»-, -^avon ist bis zur Stunde nichts sichtbar und die Hfafmingen für die Feststellung der Verhand- ftmgsmethoden sind für Deutschland gering. Diesem deutschen Entgegenkommen entsprach es tn ke^er Wefte, Wie die rein sachliche Umgrenzung der deutschen Delegationsrechte durch Macdo-
beruhen.
• Die Frage der Utountutib.
Landon, 7 August (Telegraphischer Berichts Dir einztge Punkt PolUchcher Natur «m den sich die Formulierung der deutschen ^Antw»« drehte war der ob und in welcher i«o.m die Frage der militärischen Räumung letzt bereits angeschnitten we-den sollte. Tw legation hat sich entschlossen. ihre Antwort g eich- sam in zwei Teile zu teilen der emejluJ Je- ftfht in .Bemerkungen' zu den von den .inl.er ten ausgearbeiteten Vorschlägen un? gliedert sich wilder, genau wie die Protokolle der Konferenz, •r. die drei Gruppen der Sanktionen, far S a ch l i e f c r u n y e n und der U e b e r w e t - sung Die Delegation h« sich darauf beschränkt lediglich die wichtigsten Fragen beraus- mareifen und alles Weitere der 2t“n^.l^cnf Aussprache zu überlassen. Das Dokument bat einer. Umfang von -twa 20 -^chreibmaschi. aensciten Este der Beschluß gefaßt wurde, das Aäumungsprodlem in der get-tt.afen i<orm an- zupacken, hat nuf Wunsch des englischen Mnn- stcrpräsideuten eine Aussprache zwischen ihm, drm deutscheu Reichskanzler und dem deutichen AußenminiVer stattgcsuufaa.
sagen der
Luft Umschlaghafen der rund 3000 Kilo.
Meter langen Luftlinie London-Moskau.
Zhantastisch klingt es in der Tat. wenn man hört, daß man in der Morgenfrühe inLondon noch in aller Gemütlichkeit frühstücken kann, um am darausfolgenden Nachmittag den Kreml von Moskau besichtigen zu können. Man kann in London früh um acht Ufa mit dem täglichen-Lustdrenst aufsteigen, um nachmittags in Berlin-Staaken zu landen. In Ermangelung des Nachtlustverkedrs kann man mit dem Nacht- schncllzug Königsberg am folgenden Morgen er- reichen, um dann früh gegen sieben Uhr vom Flugplatz Königsberg nach Moskau abzufliegen. M'ttags in Staaken! Ein Fokker steht start- bereit, um uns nach Danzig-Königsberg zu bringen. Der Pilot Horst Merz, im Kriege ein oft erprobter Kampfflieger, sitzt bereits am Steuer, um den Motor mit Hllfe des Monteurs auszuprobieren. Mir besteigen, drei Passagiere, die mit eleganten Polsftrscsfeln, in denen man sichs recht bequem machen »atm. ausgestattete Kabine Nach kurzem Anlauf hebt sich unser Fek. ker stolz in die Lüfte, um uns in nordöstlichem Kurs über die reizvollsten Gegenden der Mark Brandenburg zu entfüfacn.
Silbern glänzen die märkischen Seen und Flüsse,
2N»rdonnIV« Ariedensvemllpunnkn.
fen, die französischen Schulden in Eng
London, 7. August. (Telegraphischer Berichts Man hört,, daß in französischen Kr-i,-n eine gewisse Nervosität fühlbar geworden sei, vor allem aber Mißbehagen über d>e vorzeitige Veröffentlichung des deutschen Begleitschreibens. Infolgedessen ist der Beschluß gefaßt worden, derlei Vcröfientlichuu- gen von einem gemeinsamen Beschluß der Konferenz abhängig zu machen. In dem Begleit- schreiben, das dem Memorandum der deutzch.n Delegation Beige fügt ist, heißt es, daß die kurze zur Verfügung stehende Zett es der deutscher Delegation nicht ermöglicht habe, sich “6er effe Einzelheiten und Fragen der alluerten Be,chluff ein endgültiges Urteil zu bilden. Renier tf darin die Ansicht zum Ausdruck gebracht daß diese Beschlüsse n i ch t d e n g a n z e n Fragenkomplex, wie er sich ans der Juftaftsetzung des Sachverständigenplanes ^ibt.erichovsen Verbindung hiermit ist ans die Frage d.r m i l i- t ä r i sck e n R äu m u n g der über den Ve.sail- ler Vertrag hinaus besetzten Gebiete und auf die beabsichtiate Belassung der f r a u ; ö si s ck - b e lai ick en Eisenbahner aus ewigen -treder- des linksrheinischen Eisenbahn-Netzes besonders hingewi-üen worden.
and niu)t Ilan. ~ Ä il1 n * 1 ua 11n, uul 771 \ 7
dien nickt gerichtet. Schatzkanzler Snowden stellte ero-Lloyd das Szepter führt. Fahrplan- den Antrag, daß die deutschen Bemerkungen ben|mä6ig gehen die .Züge" ab und ein, und ein drei Kommissionen überwiesen werden Regelmäßiger Autobusverkehr bringt die Fluz- sollen. frerriot sprach sich dagegen auS, ebenf«unb Güter aus der Stadt nach dem etwa andere Delegierte, die forderten, daß zunächst ft^^zjg Kilometer entfernten Flugplatz. Hier ist einmal die deutschen Dokumente iurj6Er Hauptknotenpunkt der großen Luftlinie^ Kenntnis genommen werden sollten, die zu London -Di oskau. Der noch vor nicht lau- lesen bisher die notwendige Zeit nicht zur Ver- giCt Zeit für phantastisch gehaltene Plan ist jetzt fünunn gestanden hätte. Es wurde beschlossen, düngst zur täglichen Selbstverständlichkeit gewor- n n - ---------------— **“«*»« den, gleichgültig, ob die Sonne vom Himmel
lacht oder noch so starker Regen zur Erde nie» verfällt. Dem Piloten ist dies gleichgültig, auch wenn es stürmt. Er kennt nur einen Feind, und das ist der auch vom Schiffskapliän so ge- fürchtete Nebel. Berlin-Staaken ist so zu-
Die deutsche Denkschrift.
Unsere Forderungen in London. 'Telegraphischer Berichts
London, 7. August.
Obwohl über die deutsche Denkschrift, dir ge- st.ru übergeben wurde, noch nichts betanui ich g aübt Pettinar im .Echo de Paris" aus dieser folgende Forderungen der deutichen Ab- o-dunna Mitteilen zu können:
1 Rascheste w i r t s ch a i t l, ch e R a n m u n g dcsR u h r g c b i etc s, begleite odernachge- kokat von der militärischen Ranniung. Um diese Forderung zu rcchtferngen. berufti iw die deutschen Vertretet auf die of,eulftche Meinung in Deutschland Sie erinnern sogar än die Ermordung Rathenaus. ,
°> Beibehaltung des U e b e r t r a g u « fl «’ f .1 m i t e e & das im Dawesbencht noigeseh.n ft, d. h. ohne jedes schiedsrichterliche Veemhre'i, wie die Alliierten cs am Sonnabend besdftoflen brhqny blehnunn der französischen Forde» ,„>,g daß die Fristen für die Sachlieferungen -Kohlen, Koks, BrenMvsfes verlängert wer» ÖC"4f“*M«g der sranzSsisch-belgische', Eisenbahner aus dem Ruhrgebiete, Auslösung der Mik"« und Rückkehr aller r.iiSqeroiefeneH und gefaugengehaUene» Tcut-
nald erfolgte. ~
Die Disrussionsbeschränkung auf den ^ack- verständigenplan.-' .soweit dle Zustimmung er deutschen Regiervna erforderlich Ni . das Dran- aen aus hastigste Erledigung noch vor Lochenende die Ausschaltung der Ruhrräumungssiage und'nicht zuletzt die Beschlüsse der einzelnen Komitees machen in ihrer Gesamtheit genommer., eigentlich schon in^dieser Stunde jede prakti,che Mitarbeit Deuftchlands i l l u s o r l, ch. An allen Ecken „nd Enden ist der Plan der Sachver- ständigen bereits d u r ckb r o ch en, keine seiner Voraussetzungen ist erfüllt worden. Die Le- stungsbestimmungm gehen nicht nur wett über das Versailler Diktat, sondern auck,now über den Sachverständigenplan fanau». Die Repara- tionskommission maßt sich immer wettergehende Rechte an, so daß bereits die vielleicht zu irach- giebigeu deutschen Vertreter selbst zu einer schar- fen Abwehr ihre Zuflucht nehmen müssen. Die deutsche Denkschrift ist überreicht, und 'hr wesentlicher Grundton mutzte auf die Rott: A dle h n u n g eingestellt werden Sie wendet gch , gegen das Reckt militärischer Sondcraktiomn, aenen di- brüchige Amnestte, gegen die nur formelle Wirtschaftuche Räumung des Ruhrgebie- tes gegen die Transserregeluug, Schiedsgerichtsverfahren und viele andere v,lnge mehr. Ein trübes Bild tiefer . Enttamchung. Werden die deutfchen Gegenvonchlage wiM ch in den drei zur Verfügung stehenden Tag.n ihrer Bedentung entsprechend diskutiert? ~Iul K hat Macdonald allein für die Erörterung des Iackverständigenplaus im Unterhaus zur e - forderlich bezeichnet.
Die deutsche TLlcaatton wird in drei ^a- gen und dr7i Nächten durch Mn ganzen Berhandlnngskompler bindurckgepeiiicht. Und dennoch bleibt die für Deutschland weientlichue Fraae die militärische Räumung, außerhalb der offtziellen Konfernz. wie sie auch außer, halb der Gegenvorschläge bleiben wußte, und nUr in dem Begleitschreiben zur deutschen -j-'-t’ schrist ein kümmerliches Dazein friftet.. Es ist deshalb verfehlt, nur in der Räumungsirage vas schwierigste Problem der Konferenz zu sehen. Es ist vielleicht noch die klarste und de-balb am 'einfachsten zu erwägende, wenn> auck> di. Kom penfattonssordenmgen -rrunkreichs und d»e -! er ouickilna mit der Frage der alliierten Sackwir- ständigen mancherlei Verwick'ungen bringen müssen. Viel schwieriger w.rdes für die deut'»« Delegation sein, den reinen sachlichen Inhalt d.s S a ch v e r st ä n d i g e n p l a n e s seiner e r - fälsckungen durck die alltterten Boschlvsse iU entkleiden und in seiner UrMrunglichkett wieder herzustellen Hier ist auch der erste schtofte Zu
«nnhon~7 August. (Telegraphischer Be
richt.) Gestern fttnd noch- die Mette 'einem erheblichen Teil zn strcickcn,
statt, an der auch die deutschen ^elegiert ft Herriot der den ticken Delegation gegen- "ST"< j■?!*««■ UM--.... ».»««
umsäumt von fruchtbaren Feldern und Wiesen und von weitausgedehnlen Forsten. Idyllisch liegen die Häuser der Ortschaften im iommer« lichen Grün der Gärten. Und überall auf den Feldern, wo die Ernte im vollen Gange ist. flei- ßige Menschen, die dank der Höhe von nur 250 Metern deutlich zu erkennen sind. Wir geben uns voll und ganz dem Genüsse des Beschauens von oben hin. Da gewahrt unser Auge weite, bräunlich schimmernde Flächen in dem Dickicht der Wälder. Sterbende Forsten! Hier hat der gefürchtete Schädling der Wälder, die Kieferneule, unabsehbare Schäden angerichtet Sie müssen ausgerodet werden, wenn die Nachbarsorste.i nickt gleichfalls von dem bisher noch durch kein Mittel wirksam bekämvsten Schädling zerstört werden sollen. Ein Drama der Natur, das wir in seinen ganzen Ausmaßen von oben sckauen können. Inzwischen kämvst sich unser Fokker tapfer gegen seu von Anfang an herrschenden starken Kegen«- w i n d durch. Ab und zn fühlt man das bei starken Wiitdböen unvermeidliche .Durchsacken", das heißt ein plötzliches 7vallcn fas Flugzeuges in sogenannte Luftlöcher, die ab und zu eine An Sturz in einer Tiefe von zehn bis zwanzig Meter zur Folge haben. Die besten Voraussetzungen für die auch im Flugzeug vorkommende S e e'k r a n k b e i t. Das Auge des Neulinas irrt ängstlich in der Kabine, um für alle Eventualitäten eine Zu'lucht zu suchen und strahlt beglückt, als es. in einem Bebälter .wasserdichte Tüten für Seekranke" entdeckt Mittlerweile ist die MaN Brandenburg längst durchflogen, wir befinden uns über dem .Polnischen Korridor" und können mit Mutze ..Polnische Wirtschaft" studieren. Als wir Karthaus mit seinem nmleriich geleg-nen Kloster überfliegen, erkennen wir im Hinter- gründe bereits die See mit zahlreichen kleinen Pnnften die sich schließlich als Boote und Segelschiffe Herausstellen. Brld sehen wir die Sla« rienkirche v'on Danzig und die Doppel- türme von Neufahrwasser. Im nächsten Augen- blick wird der Motor .gedrosselt^, «nd im Gleit- klug lenken wir nn? aus den Flngplatz fas Freistaats Danzig herab. Nach kurzem Ansenthalt, während dessen daS Benzin ergänzt wird, trägt
Dem Daily Telegraph" zufolge ist cs gestern in dem deutsch-alliierten Ausschuss, der di- Kon- trvllmassnahmen des DaweS-BerickstS auszuar- b-itcn hat zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen den deutschen und ftanzösischrn Delegierten gekommen. Die F r a n z - s e n f o r d e r- ten, dass die erweiterte Kontrolle über andere als Vie im Dawes-Bericht geacbenen Einahmeqnellen auch dann aufrechterhal en werden solle, wenn die nötigen Iahreszahlun» gen bereits gedeckt seien. Die en g l i s ch e n und amerikanischen Delegierten setzten sich dem entgegen und betonten, eine derartige >rvrfa- rung widerspräche dem Sachverständigengutach teil Auch die d e u t s ch e n Bertreien hatten das 'ranzös. Verlangen in scharser Weift abgclchnt.
5. fordert die deutsche Abordnung, dass d,e Erflärung abaegeven wird, wonach der Gri-»d- snv, vast jede der alliierten Machte ftlbftaudlg Zwangsmassnahmen ergriiftn könnte, nickt mehr aufrechtcrhalien werden soll und daß Frankreich künftighin sich nicht mehr auf Paragraph IS des Anhang-.» . des Tr,;[A g des Versailler Beriraaes berufen wurde, nm ZwnngSMlisinabmen zu verhängen
Es läßt sich, solange die deutsche Denksckülft nicht veröffentlicht ist nickt im. vb d-e M - i-ilunaen des .Echo de Pans" auf Richttgftit
Berlin, 7. August. (Eigener Drahtberickt.)
Die heute aus London vorliegenden amtlichen ““rTJTT 'L.-'' Der Reichskanzler
Meldungen lasse» nur einen geringen Fort- em Sachverständiger bei. Der ■< »- 8
schritt der dortigen Bcrhandlungcn erkennen. r»»"- »>-" rtnf’nh derveutlcken D Die Schwierigkeiten, die von Deutschland im allgemeinen befürchtet worden sind, sind in dem erwarteten Umfange nicht eingetrrtcn. Allerdings ist aus den vertraulichen Besprechungen, die der deutsche Reichskanzler Dr. Marx mit M a c d o- nald gehabt hat, bisher nichts bekannt geworden. Daß zwischen Dr. Marx und Hcrriot bi-3 gefiern abend keine persönliche Aussprache statt- gefunfan hat, wird in einem Pariser Havas- berickt ausdrücklich bestätigt. In der Londoner Presse hält die optimistische Auflassung unverändert an. Die „Times" bringen zum Ausdruck, daß die Hauptarbeit in den nächsten Tagen nickt in Vollversammlungen, sondern hinter ben Kulissen geleistet werden wird. — Im Unterlaufe wurde gestern von Regiernngsscite auf eine Anfrage Lloyd Georges mttgetellt, dass der Premierminister voraussicktlich am Mittwoch kommender Wocke über das Ergebnis der Londoner Konferenz sprechen wird.