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I

14. Jahrgang

Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf

Nummer 184

Einzelnummer 10 Pf , Sonntags 15 Pf.

Macdouald drängt Vrulschtand;m Entscheidung

$*"!»* Jeuischland auf »er KausereWühne. ****

Berlin

Der Dollar regiert die Weit.

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rent dieser Anleihe zu übernehmen.

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-uropa gewinnen, die es ihm möglich machen ?ff, auch auf die politische Entwicklung in Euro- a einen maßgebenden Eindruck zu erlangen.

Stute beginnt in «affet der 44, Verbandst«« des Verbandes katholischer kausmännischer Der. eimgunget: Deutschlands. Die Tagung steht unter derSchirmherrs aftdeSBikchoso oonFuld«

Macdonald will in die Ferien / Reichskanzler Dr. Marx verteidigt unser Recht / Der erste Eindruck nach den Begrüßungsreden / Berlin rechnet mit ... mehr als einer 2Zoche / Das Schicksal der Dawesgesehe im Reichstag

Berlin, 6- August

Die deutsche Delegation hat unmittelbar nach ihrer Ankunft in London ein Memorandum überreicht, in welchem der deutsche Standpunkt ausführlich auseinander gesetzt wird. Wie unser Berliner Jnstruktionsdienst weiter meldet wer­den am heutigen Abend die direkten Verhand­lungen über die Frage der militärischen Räumung der Ruhr beginnen. Die franzö­sische Delegation bemüht stch, die Erörterung dieser Fruge bis zuletzt zurückzustellrn. Dieser Versuch scheint aber mißlungen zu sein, da, einem ans London eingetroffenen diplomatischen Berits zufolge nunmehr

das Problem der Räumung des Ruhrge­bietes so ziemlich an erster Stelle zur Sprache gebracht

werden wird. Diese Wendung ist offenbar dar­auf zurückzuführen, daß sowohl von englischer als auch von amerikanischer Seite darauf ge­drungen wurde, diese ernste Streitfrage auf dem schnellsten Wege zu regeln, damit die übrigen Arbeiten rasch zu Ende geführt werden rönnen. Gestern wurde spät Abends bekannt, daß Reichs­kanzler Dr. Marx zu Mitgliedern der amerikani­schen Delegation erklärte, die Deutschen seien infolge Kabinettsbeschlusses bereit, über die Ruhrräumung direkt mit Frankreich zu verhan­deln. Dr. Stresemann lehnte alle Empfänge von Pressevertretern ab und wies auf die Er­klärungen des Kanzlers in der Sitzung hin

Drr brutsche NNchskanzler erwidert.

London, 6. August. (Eigener Drahtbericht.) I» seiner Erwiderung auf Macdonalds Be­grüßungsrede betonte Reichskanzler Dr. Marx, daß das Schicksal Deutschlands und Europas von der Lösung per Aufgabe abhänge, die nur dann möglich sei, wenn sie im Geiste friedlicher Verständigung und in unbeirrbarem Rechtssinn behandelt werde. In diesem Geiste beabsichtige die deutsche Delegation zu verhandeln. Die Wie­derherstellung gegenseitigen Vertrauens sei eine lebenswichtige Voraussetzung für das erfolg­reiche Zusammenwirken der Nationen. Die deutsche Delegation erblicke in dem Gntachten die Methode, die das deutsche Volk zu Freiheit und Frieden führen könne und müsse, und

sobald die wesentlichen Vorbedingungen für eine freie Wirtschaftsentwicklung ge­schaffen seien, werde das deutsche Voll seine Kraft daraus sehen, die von ihm geforderten schweren Ver­pflichtungen auszuführen. Dr, Marx bestätigt daranf noch einmal die Erklärung der deutschen Regieruiug, daß sie den Plan der Sachverstänvj- gen als annehmbare Grundlage für die Lösung der Rcparationsfragen anerkenne und

Donnerstag, 7. August 1924.

schon einen weiteren Schritt vor: eine Ab­rüstungskonferenz, für welche der ame­rikanische Staatsmann auf seiner Eurovaceise die Wege zu ebnen sucht So deuten alle An­zeichen darauf hin, daß Amerika nach Been- diaung der Londoner Konferenz mehr und mehr sich 3um Schiedsrichter der Welt auf» ' schwingen will.

Nunmehr wird bekannt, daß das Schicksal Europas im gegenwärtigen Angenb.ick in den Vereinigten Staaten eine außerordentlich große Rolle bei dem gegenwärtigen Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft spielt. Pra- sident Coolidge wird am 14. August anläßlich der Uebernahme per Präsidentschastskandtdanir für die republikanische Partei eine hochpolit. che Rede über seine Stellungnahme zu den euro­päischen Fragen halten. Mau sieht also, welch eminentes Interesse die amerikanischen Kreise gegenwärtig an der Entwicklung in Europa ha­ben Eurova gilt jetzt als die große Quelle, ans der das amerikanische Kapital nutz­bringende Geschäfte sucht. Es versteht sich daber von selbst, daß die Amerikaner ihr Hauptaugen­merk auf Deutschland gerichtet haben, das nach Durchführung des Sachverstandigen-Gutachtens in ihren Augen eine großartige Möglichkeit für die Betätigung des amerikanischen Kapitals m Eurova bietet. Es ist dabei kein Zufall, daß sich die amerikanischen Interessen in London fast stets mit dem deutschen Standpunkt decken.. Auch die amerikanische Presse betont, daß Deutschlanv vor künftigen Sanktionen geschützt werden muß und Amerika den französischen Ansvruch au selbständige Sanktionsmaßnabmen Frankreichs schroff ablebncn werde. ES siebt sogar fest, daß die deutsche Forderung auf sofortige m i l i t ä - rtkcke Räumung des Rubrgebietes von amerikanischer Seite aus nachdrücklichst unter­stützt wiro und besonders den amerikanischen Bankiers die Peranlaffung gegeben bat. auf die große Bedeutung hinzuweisen, die dieser Frage

London, 6. August. Die deutsche Delegation ist Dienstag morgen 8,45 Uhr auf dem Llver- poolbahnhof angeiommen. Sie begab flch sofort nach ihrem Hotel. Ihr Pressechef, Becker, gab eine Erklärung ab, die den ausdrücklichen Wunsch der Deutschen, den Dawesplan so bald wie möglich unverändert durchführen zu können, bekundete und die Hoffnung aussprach zu einer rechten Einigung zu kommen. Um 12 Uhr wurde di> Vollsitzung in Anwesenheit der Teu:- chen eröffnet. Vor der Downingstreet hatten ich zahlreiche Neugierige versammelt. Die, Sitzung dauerte nur eine halbe Stunde und ver­lief prögrammäßig. Macdonald empfing an der Tür die deutschen Delegierten und drückte ihnen die Hand. Das gleiche taten die übrigen Dele­gierten. Dann nahmen die deutschen Delegier­ten an einem Tische Platz. Macdonald hielt eine kurze Ansprache, in der er u. a. nach einem Will­kommengruß erklärte:

Wir sind hier versammelt, um den Plan Da­wes durchzusührcn Der einzige Gegenstand die­ser Konferenz ist die Behandlung der Fragen, die auf den Sachvcrständigcnbericht Bezug ha ben Die Konferenz müsse unter allen Umstän­den Erfolg haben.

Die Frage liegt nahe: Was hat ReUgton mit einem bestimmten Berus zu tun? Eine vom Ka­tholischen Kaufmännischen Verein in Kagel an­läßlich der jetzigen Tagung des Verbandes, dem er angehört, herausgegebene Schrift gibt die Auskunft. Danach besteht der Kaufmannsstand aus zwei fast diametral einander gegenüber­stehenden Elementen, den selbständigen Kaufleu­ten und den Angestellten, der Prinzipalttat und der Gehilfenschaft. Das alte patriarchale Ver- hältn-s zwischen beiden, wie es ehedem die Sauf» mannsgilde kannte, ist verschwunden. Vorbei ist die Zeit, wo jeder Prinzipal in seinem Gch lsen den künftigen Chef einer Firma achtete, mit der ihn wahrscheinlich geschäftliche Beziehungen ver­binden würden. Die Mehrzahl der Angestellten muß sich heute des Gedankens entschlrgen, ein­mal selbständig zu werden. ... Die Wahrneh­mung der eigenen Interessen hat bei dieser Ent­wicklung Egoismus in beiden Lagern hervor- gerufen.

Diese Gegensätze anszugleichen, den Egois­mus zu mildern, durch Zusammenschluß des Kauftnannsstandes in einer festen Qrganisation die Religion zu pflegen und die wirtschaftliche und soziale Lage des gesamten Kaufmanns- standes zu heben fanden sich im Jahre 1877 die Vertreter von zwölf katholischen kaufmännischen Vereinigungen in der alten Bischofsstadt Mainz zusammen, um einen Verband zu gründen und damit den Boden für eine weitere Ausbrei­tung ihrer Ideen zu bereite,-:. Seitdem hat sich dieser Verband katholischer kaufmännischer Ver­einigungen über alle Gaue des deuischn Reiches verbreitet. Nach den neuesten Feststellungen be­sitzt der Verband etwa fünfhundert Vereine (ein­schließlich Jugendgruppen) mit sünfnndvierzig- taufenb Mitgliedern; hiervon sind etwa zwei­undvierzigtausend ordentliche Mitglieder Der Gründung des Verbandes folgte bald die Schaf­fung gemeinsamer Wohlfahrtseinrich­tungen, wie Krankenkasse. Sterbekasse. Wit- >ven- und Waisenkasse, Unterstützungst isse, Stel­lenvermittlung: Einrichtungen, die ein einzelner Verein natürlich nicht oder doch nur in unge­nügendem Maße treffen konnte. Die Organi­sation ist auf christlichen Grundsätzen aufge­baut. Besonders betont wird in der erwähnten Festschrift:Sine konfessionelle Scheidemauer ist in unserem Verbände nicht aufgeführt, wir wol­len aber unsere idealen Güter im engeren Kreise pflegen, da die Religion die Grundlage des menschlichen Lebens ist. Wer ist wohl geeigne­ter. die bestehenden Gegensätze zwischen Prin- zipalitäl und Gehilfenschaft anszugleichen, den Egoismus der Einzelnen abzuschwächen, als die Lehren der katholischen Kirche. Lehrt und ver­pflichtet sie uns doch, unsere Pflichten auch dann gewissenhaft zu erfüllen wenn wir feine An­erkennung finden. Sie zeigt uns die aiisglei- chende göttliche Gerechtigkeit und lehrt den Prin. zipal den Gehilfen und diesen den Kaufherrn lieben. Sie erweckt am besten das gegenseitige Verständnis für die gemeinsamen Nöte nserer Zeit und weist alle darauf hin, daß nicht für alles irdischer Lohn zu erwarten ist und jeder auch daran denken muß. sich Ewigkeitswerte zu schaffen."

In diesem Sinne hat der Kasseler Verein sich bestrebt, seine Mitglieder zu tüchtigen Kaufleu­ten beranbilden zu Helsen, als konfessioneller Ver­ein sie in religiöser Hinsicht zu führen und zu leiten und als geselliger Verein si- zu unterhal­ten in lauterem Frohsinn und Scherz. Er wurde am 1. April 1890 im Casä Vorzeit ins Leben ge­rufen. Nachdem der Verband im Vorjahr in Münster getagt, finden wir ihn nun jetzt in Kas­sel Wichtige Angelegenheiten stehen auf der Ta- aesordnung. So soll beschlossen werden, fti der Messestadt Leipzig zum bleibenden Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen Verbands ingehöri­gen eine Kaufmannsgedächtniskirche zu erbauen. Bemerkenswert ist ein Antrag aus dem Ruhr-Emscher-Gan. wonach in dem steigen­den Nationalismus weiter Kreise Dentsckst'nds und des Auslandes eine große Gefahr für die unumgänglich notwendige Völkerversöhnung nn- den Bestand der christlichen Kultur zu erblicken ist. Vor allem gilt es. als katholische Organi­sation nachdrücklich Verwahrung einzuleaen ge­gen die nationalistische, ausgesprochen deutsch­feindliche Haltung, die sich in Verlautbarungen ferbft hoher kirchlicher Würdenträger des gegne­rischen Auslandes im Laufe der letzten Jahre

wiederholt gezeigt bat. Eine derartige unberech­tigte Vermengung von Religion und Politik sei eine beflaqenswerte Verletzung christlicher Grundsätze, eine unverantwortlich.' Erschwerung der vom Apostoltschen Stuhle unablässig onge-

Maedonald gab daraufhin der Hoffnung Aus­druck, daß die Arbeiten der Konferenz am Frei­tag beendet sein mörten. Den deutschen Dele­gierten wurden pann die von der Konferenz bis- f>er getroffenen Beschlüsse in Form eines um­fangreichen Schriftstückes überreicht. Sie wurde aufgefordert, ihre

Einwendungen möglichst bald schriftlich der Bollkonferenz zu unterbreiten.

Macdonald wird nervös.

Drei Tage Galgenfrist für die Deutschen.

(Eigener Drahtbertcht.l

Ein politischer Korrespondent schreibt: Trotz bcS freundlichen Empfangs wird die deutsche Delegation interhin über einige B e nt e r k u n - gen Macdonalds bestürzt gewesen sein, als er nämlich die Hoffnung ausdrückte, vast die Konkri en;, wenn nicht bis Freitag abend, so doch spätestens Samstag nachniittag ihre A r- beiten beendet haben werde, damit er noch um einhalb fünf 11br nachmittags den Zug nach Schottland besteigen könne. Macdonalds Vor­schlag fei den Deutschen ganz unfaßbar gewesen, angesichts des kolossalen Umfanges der Arbeiten Um es genau zu sagen, sei der Gedanke, die

Konferenz abznkürzen. um in die Ferien gehen zu können, den Dentfchen ebenso unglaublich erschienen, wie den Franzosen s. Zt. das Golffpiel zwischen

Lloyd George und Prank in Cannes. Die Neber egschung der Deutschen wurde außerdem auch von den Alliierten geteilt. Die deutsche Delega­tion hätte die Absicht, möglichst auf einet frühe­ren Räumung der Ruhr zu bestehen und gegen die Beibehaltung der französisch-belgischen Eisenbahnen im Rheinland und an der Ruhr onzuknüpfen. Man versichert, daß, wenn Strese­mann an der Macht bleiben soll, er mindestens diese zwei Konzessionen nachhause bringen mutz Die deutsche Delegation beabsichtige aber, ihre Gegenvorschläge auf folgende fünf Fragen zu konzentrieren: 1. Die w i r t f ch a f t l i ch e R ä u- mung der Ruhr soll beschleunigt werden; 2. Sie erhebt Einwendungen gegen die Fest­setzung der Sachlieferungen entgegen den Be­stimmungen des Verfailler Vertrags; 3. Sie er­hebt Einspruch gegen die Aufrechterhaltung aller alliierter Eifenbahnen, auch der rheinischen Eisenbahnen; 4. Sie fordert eine allgemei­ne Amnestie für alle Gefangenen und Ausge- wnsenen aus dem befetzten Gebiet; 5. Sie will Sicherheiten gegen neue französifch-belgi- sckw Einfälle in dir Ruhr bekommen

Berlin ist anderer Meinung.

Berlin, 6. August. (PÄvattelegramm.f Die nach London gereifte deutsche Delegation besteht aus einundzwanzig Personen. Die Reichsregierung hat angeordnet, daß eine A n - zahl Sachverständiger in Bereitschaft bleiben, um einem eventuellen Ruse nach Lon­don Folge leisten zu können. Im Gegensatz zu der Annahme der ausländischen Presse rechnet man in Berlin mit einem zwetwöchig- n Aufenthalt der Denffchen tn London, f Erst muß die Ruhr frei sein.

Ange in Auge mit Frankreich. (Eigener Drahtbericht)

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Den wißbegierigen englischen Journalisten ließ der Reichskanzler eine Erklärung abgeben, die als erste Verlautbarung auf englischem Bo­den ... nicht bedeutungslos ist. Sie gibt in knapper Form und in scharfen Linien nach dem ehrlichen Bekenntnis zur Mitarbeit den dogma­tischen Standvunkt der deutschen Delegation: Die unveränderte Annahme des Gut­achtens in seiner Gesamtheit, dessen Durchführung im Sinne der Verfasser. Darin . sind alle jene Fragen enthalten, welche Anlaß zu den Meinungsverschiedenheiten gaben, näm­lich die Wiederherstellung der f i n a nji e LI e n und wirtschaftlichen Einheit und Ho- beit des Reiches und damit die wirtschaftliche und militärische Räumung des über den Ver­trag von Versailles hinaus besetzten Gebietes, die Wiederherstellung des Rheinland-Ab­kommens. die Beseitigung der Regie. Wenn die kurze Erklärung der Hoffnung auf möglichst schnelle Durchführung Ausdruck gibt, so knüpft sie an an Wünsche, welche von alliier­ter Seite schon vor längerer Zeit in Berlin ge­äußert worden waren, damals, als man noch glaubte, das Gutachten schon am 1. August in Kraft setzen zu können. Die Kundgebung des Reichskanzlers mag also inhaltlich nicht über­raschen; aber'selbst dem flüchtigen Leser w-rd nicht entgehen, daß sich in derselben fast wörtlich Wendungen finden, welche auch Staats­sekretär Hughes in Berlin beim Presse- cmpfang gebrauchte. Auf diese Tatsache aufmerk­sam machen, heißt noch nicht, der Tätigkeit des amerikanischen Staatsmannes übertriebene Be­deutung beimessen. Ohne diese zu unterschätzen, wird es gut sein, wenn man sie mit zurück­haltendem Optimismus beurteilt.

Die Begrüßung, welche die englische Presse den deutschen Gästen zuteil werden licß, ist englisch nüchtern; es trifft den Kernpunkt, wenn ein Blatt behauptet, Frankreich und Deutschland müßten aus der Atmosphäre des Ruhrkonsliklcs heraus. Aber dieses Ziel wird nicht erreicht werden, wenn cs sich bewahrheiten sollte, daß der deutschen Delegation nur be­schränkte Redefreiheit zugestanden, ober, wenn sie gar auf den Weg des schriftlichen Verkehrs gedrängt würde. Eine solche Beschränkung läßt sich mit der gleichberechtigten Zulassung Deutsch­lands nickt vereinbaren; sic würbe praktisch nur auf ein verschlete,rtes Diktat hinaus- lausen, das das ganze Giitacklcn ernstlich ge­fährden könnte und am allerwenigsten dem Geiste der Verfasser entsprechen würde, von dem der deutsche Reichskanzler in London geredet hatte. Denn es genügt nicht, die politischen Meinungs­verschiedenheiten unter einen Hut zu bringen. Ohne die Anleihe ist die Durchführung des Sachverständigenberichtes nicht möglich, und Amerika ist bis jetzt nur geneigt, sechzig Pro-

.Es will nur einen Prozeß beschleunigen, der . ....

nichts anderes ist, als die allmähliche Durch-1strebten Völkerversöbuuna und eine überaus be- dringung Europas mit amerikanischem Geld und I bäuerliche Schädigung der sowieso schwierigen mit amerikanischer Politik. 'Lage der Katholiken Deutschlands. Die iwrbild-

in ber amerikanischen Finanzwelt beigelegt wird. I bewußt oder unbewußt, eine Vorherrschaft tn Dabei wird Amerika nicht etwa auch nur von'<**Kn«* macken den leisesten Freundschaftsgefühlen geleitet, fort-' dern es entspricht absolut nur seinen eigenen egoistischen Interessen in London zu­gunsten Deutschlands einzuschreiten. Tas ame­rikanische Kapital, das heute mehr denn je über eine ungeheure Expansionskrast verfügt, will,

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fügte hinzu, daß feine Regieruna in Erwartung einer (Einigung auf diefcr Konferenz ihre Zu- ........... .................. , «... Stimmung zu den von den Organisationskommis miftifd) gestimmten Amerika bereitet man freilich ssionen auf Grund der Sachverständigenberichte

beschlossenen Gesetzentwürfen geben würde

Kaffckr Neueste Nachrichten

. Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Eie packen schon die Koffer.

Genf, 6. August. (Privattelegramm.) Ein Depeschenbüro gibt einen kurzen Stimmungs- fc riebt über die Londoner Konferenz aus, in dem es heißt: Die Konk-» mz steht vor ihrem Ende Die Erörtt»nngen mit den deutschen Vertretern sollen unter allen Umständen in dic­ker Woche zu Ende geführt werden. Man glaubt nickt mehr an neue Gefahren und bewertet die Chancen des Gelingens der Konferenz mit 10:1 Die Delegationen treffen bereits Anstalten, am Wochenende cckzureisen.