Freitag, 1. August 1924. et»,Finnin,>tt 10 Pf . Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang
Rümmer 1*9. Einzelnummer 10 Pf., Sonntafts 15 Pf.
Kasseler Neueste Nachrichten
__ Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
&crnfvrtcöct 951 uiti> 952. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann üie Ne» oaktton eine ÄeranLworMna oder Gewähr in keinem Falle übernehmen Rück« Zahlung deS Bezugsgeldes ober Ansprücke wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger ^rekerung tft ausgeschlossen. VostscheÄonto Frankfurt a. Main Nummer 6380.
ptewS», 10 WmnlilMI .-tol.ülonä »„ oSlSa SO?®,®. ££Sjt
(SefihäftSfteue: »öin. Strane 5, aesenüfier berg»obrftro6t §ertf»te®et9M Ü7952.
Hemot gegen Amerika unMnglanö.
Bestürzung und Widerstand in Berlin.
Wie der Herausgeber der Dokumente g Harn Ha «ie ‘ ___z < .... _ , _
tj c n zwischen den beiden Besatzungsmächten und der deutschen Regierung stattfinden.
mi<6 'ür die vollständige Bereitschaft der Armee, kann jedoch die Ver- antwortlichkeit für die Sicherheit der Republik nicht übernehmen, wenn die Hoffnungen der Streitkräfte auch dieses Mal wieder ge- tau,cht werden. Ich stelle die Frage, wie Nch im Kriegsfälle Iaur « s verhalten würde 'einer Zeitung die Absichten der Regie- rung bekämpft und mit einem Generalstreik oroht." ’
Sttch ins Wespennest.
Der Herriotvorfchlag schafft eine neue Krisis.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 31. Juli.
Aus London wird gemeldet, dass gestern abend beängstigende Gerüchte umgingen. Man erklärte, daß die Amerikaner sich dem von Frankreich vorgeschlagrnen schiedsrichterlichen Verfahren für die Ueberweisung der Reparationszahlungen und die Engländer für die Sachleistungen entschiedenen Widerstand entgegensetzen wollen. H e r r i ot sei aber entschlossen, von seinem Vorschwge auch nicht einen Teil ab- gchen zu können. Der
Vorschlag müßte entweder angenommen oder ganz verworfen werden. Anderrn-
Deuttchenhetze in Varis.
Ein Zwischenfall im Senat.
(Eigener Drahtbericht.)
Basel, 31. Jali.
Die Baseler Nachrichten melden aus Paris: Fm Senat kam es gestern zu einem so erregten Zwischenfall, wie man ihn seit fünfundzwanzig Jahren nicht gekannt hat. Als der Senator De-
N in erner Geistesverfassung der allergrößten Erregung befinden. Sie sind der Ansicht, daß zn k e > n e r Z e i t alle Vorbedingungen zum Er- foig io gunstig gewesen oder jemals in dieser ffiil ammenstellung sich wieder darbieten könnten, wörtlich-^6 f be§ Generalstabes sagte
wtjrdc Herriot nicht vor einem Bruch zurücks chrecken.
Man dürfe sich unter keinen Umständen einschüchtern lassen. Auch andere Zeitungen berichten über ähnliche Drohungen und über einen evtl. Abbruch dch Konferenz wie folgt: Wir sind vielleicht am Vorabend eines Abkommens, das die Einberufung der Deutschen möglich machen könnte, vielleicht aber auch am Ende der Konferenz angelangt. Alles hängt jetzt von den Ergebnissen der nächsten zwei Tage ab. Ein anderes Blatt schreibt, daß die Konferenz vor einer ernsten Krise stehe und leicht auffliegen könne.
Konferenz einberufen hat, schrieb vor wenigen Monaten unter seinem Programm das Motto: »Der Frieden Europas soll gesichert werden!" Dieselbe Devise hatte Lloyd George auf die Fahne der Konferenz von Genua geschrieben, aber es scheint, daß das schöne Wort vom Frieden nur der Reklame für die üppig in Blüte stehende Machtpolittk dient, die in London den Geist der Verhandlungen beherrscht. Ueber diejenigen Fragen, die die Durchführung des Sachverständigen- Gntachtens angehen, ist bisher sehr wenig verhandelt worden. Die Probleme wie die wirtschaftliche und militärische Räumung der Ruhr, die Durchführung der einzelnen Organisationen des Gutachtens, sowie oie praktische Verwirklichung der für Deutschland in Aussicht genommenen Vierzig-Millionen-Pfund-Anleihe find noch nicht Wer das dürftigste Anfangsstadium der Erörterungen hinausgekommea. Die Ausschüsse, die täglich ihre Beratungen abhalten, hob»», ihre prattff^en Arbeiten außerordentlich vernachlässigt, weil sie infolge der Meinungsverschiedenheiten unter den Heuqst- delegierten keine Fortschritte erzielen können.
Gegenwärtig steht London im Zeichen der bevorstehenden Ankunft der Deutschen. Je nÄer der Tag heranrückt, an dem die deutsche Delegation eintreffen soll, umso nervöser wird die Stinunung der Konferenzmächte und umso größer werden die Schwierigkeiten. Herriot hat sich vergeblich dagegen gewehrt, daß ( mit Deutschland über das Problem der militari- scheu Räumung verhandelt wird. Er beruft sich darauf, er habe schon bei seinem Regierungsantritt sein Programm entwickelt, das rr im Geiste einer ausgesprochenen Versöhnungspolitik durchführen wolle. Er könne sich aber
nicht abzwingen lassen, was er freiwillig gern zuaestehen würde und niemals unfreiwillig übernehmen wolle. Die Engländer, die Amerikaner rmd die Italiener stellen ihre nüchternen Formeln der französischen Theorie gegenüber, die sich au? die angeblichen „Rechte Frankreichs" stützt, und die nicht eines gewissen komischen Beigeschmacks entbehrt. Der«Engländer ist ein nüchterner Kaufmann, und er ist deswegen berüchtigt, weil er seine Geschäftsinteress m über alles andere stellt. Dem Franzosen gebührt jedoch der Ruhm, daß er ein sehr geschickter, wenn auch nicht ein nüchterner Kaufmann ist. Hinter der politisch und diplomatisch fein aus- acklügelten These Herriots steckt eine sehr ausführliche, geschäftstüchtige Rechnung der fran- zösschen Wirisch afts kreise. Dte Verbindung der militärischen Räumunasfrage mit dem Problem eines deutsch-ftanzöfischen Handelsvertrages, dazwischen die deutlich erkennbare Aufforderung an England zum Erlaß der französischen Schulden, das alles sind riesig schlaue Ge- schättsmanöver der Franzosen.
Die Amerikaner und Engländer sagen, Herriot spielt in London dieselbe Rolle wie Tschitscherin in Genua, er siebe sich einer ziemlich schroffen Miene der Anderen gegenüber, aber er wisse es geschickt einzurichten, in unauffälligster Weise mit feinen Partnern die kompliziertesten Fragen zu erörtern. Schon jetzt bezeichnen die Engländer Herriot nicht mehr als den weltfremden Idealisten, sondern als einen glänzenden Diplomaten, der seine Sache versteht und der nicht sehr leicht hernmzukriegen ist. Die deutsche Delegation wird also in London einen schweren Stand haben, da, wenn nickst alle Anzeichen trügen, sämtliche Kompromisse aus Deuffchlands Rücken und auf Deutschlands Kosten abgeschlossen werden sollen. Tie deuffche Delegation wird — so parador es klingen mag — ängstlich über die Einbaltting des Versailler Vertrages Wacken müssen Wenn das Londoner Protokoll nur einen neuen Rechtstitel abgeben soll so wird sich diesmal hoffentlich keine Hand zur linterschrist rühren Diese Einhaltung des Versailler Vertrages wird sich nicht zuletzt auch auf die Frage der R ä u m u » g s s r i st e n allgemein beziehen müssen. da Frankreichs Haltung hier eine sehr ttvei- felhaste ist.
Ans eine kurze Formel gebracht find alle Kompromisse, von denen bis jetzt die Red- war,
Londoner Schweigen.
«rotze Idee« ... kleine Männer.
In London wird zumeist hinter verschlossenen Türen verhandelt. Die spärlichen Kommuniques gleichen einem Vexierbild, das man von oben nach unten, von unten nach oben, von rechts nach links und von links nach rechts drehen muß, um hinter die Geheimnisse der Sen Konferenz zu kommen. Man darf heute
t mchr erstaunt sein, wenn die Londoner Konferenz eines schönen Tages mit einem sehr dürftigen Ergebnis abgeschlossen wird, denn cs ist so gut wie sicher, daß in London etwas herauskommt, und wenn es noch so wenig ist. Die englischen Zeitungen hatten vor der Eröffnung der Konferenz an die großen Ziele der Tagung in Genua erinnert, und wirklich zeigt sich auch, daß man in London ein zweites Genua erleben wird. M a c d o n a l d der die
2m Widerstreit der Meinungen.
Rotterdam 31. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Aus London wird gemeldet: Am Mitt- woch war Herriot mit samt dem belgischen und italienische» Delegierten nochmals bei M a c d o- n a ld. Im Laufe der Besprechungen lam der Ernst der Laige zum Ausdruck. Im Anschluß an diese Meldung behaupten Londoner Blätter, daß die Lage nicht besser und nicht schlechter sei wie vorher. Der Herriotsche Vorschlag beeinträchtige weniger die Deutschen als die Engländer. Heute Donnerstag tritt zunächst die erste und dann die dritte Kommission zusammen, von deren Beratungen es abhängen wird, ob nnt morgigen Freitag eine Bvllsitzunq stattfindet. Bc- die Meldung eines Londoner Abendblattes, wonach das von Frankreich qc- •m ® t tssEg en kommen im Herriotvor- fchlag bei den Konferenzteilnehmern einen q u - ten Eindruck gemacht hat. Deshalb werde man Frankreich in der Frage der dreitausend oder viertausend französischen und belgischen Eisenbahner entgegenkommen.
monti bei der Beratung des Amnesttegesenes gleichfalls für die allgemeine Amnestie sprach, wurde durch den Senator Delahaye der Zuruf gemacht: „Sie sind ja der richtige Deutschenfreund!" Das war das Signal zu einer wüsten Szene. Die Linksradikalen stie ßen laute Ptotestschreie aus und verlangten den Ausschluß von Delahaye. Der Präsident tat, als habe er den ganzen Zwischenfall nicht bemerkt. Darauf setzte ein richtiges Pultdeckelkon zeit ein. Schließlich sah sich der Präsident ge nötigt die Sitzung zu u n t e rb r e ch e n. Späte? nahm der Senat eine Entschließung der Links republikaner, die im Senat die Mehrheit habe an, in der die Regierung aufgefordert wird
von den Rechten und Interessen Frankreichs nichts aufzugeben.
Die Regierung wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Vertrag von Versailles unumstößlich sei. Ker der Beratung über Mietervorlag en I erweiterte sich später der Gegensatz zwischen Kammer und Senat, der bereits wegen der Amnestie-Vorlage besteht.
nur Formeln für die Festigung der eigenen Position Herriots und Macdonalds. Man wird vergeblich in den langen und langwierigen Verhandlungen nach einem großen, wirklich staatsmännischen Zuge suchen, ^sidman wird des Gefühls nicht ledig, daß über die Hilflosigkeit, über die Schwäche der Position, die Tapete sachverständiger Gutachten gehängt wird. Die deutsche Regierung wird sich jetzt darüber «n klaren sein, daß eine klare und unbeugsame Politik eingehalten werden muß. Es sind nicht nur Wünsche welche die deutsche Delegation begleiten, sondern auch E r w a r t u n- g e n.deren Enttäuschung nicht miitbcr verhängnisvoll wäre, wie das Scheitern des Dawesplaas selbst, deren Eckpfeiler Hughes nicht mit Unrecht Gerechtigkeit und Vernunft nannte.
Minden, um den Frieden zu retten, und - derselbe Verbuch wurde auch in London unt>r-
Frankreich klebt an der Utubr. nommen. Man hat ihm geaniwottet, daß cs an _ Bns-l, Äl Juli. (Privattelegramm., Die AÄ'Aand sei, diesen Druck, und zwar auf Baseler Nachrichten melden aus London: Derdax durch seine ertremen wieder nach London berufene alliierte M i l j , Forderungen den Weltkrieg verursache.
i" e r a t hielt gestern sine mehrstündige Sitzung _ . Iswolski.
b&, oic von General Castelnau geleitet * * *
Der Telegraf behauptet, daß die Mili Wie der Heransgeber der Dokumente L Larr- tarsachverstandigen über die Ruhrräumung mann dazu bemerkt: braucht man ausdttl'm "19 f|nh °kttve Gegnerschaft gegen Brief nicht mit Notwendigkeit den Schluss zu die Räumungdes Riihrgebietssein u r noch ziehen Poinearö und Iswolski hätten d-?Er- oe, ven Franzosen forkbestehend. Imordung Jaures veranlaßt. Die Worte dafür
Berlin, 31. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Wie unser Berliner Informationsdienst meldet, will die englische Regierung mit Deutschland in Verhandlungen darüber eintreten, daß die nm 10. Januar 1925 ablanfende Frist der englischen Besetzung der Kölner Zone auf "kurze Zeit verlängert werden soll. In den Ber-i^„ „ Inter Regierungskreisen hat diese Nachricht sr,^^7^wgsmini,ter erwiderte ruhig, aber bc- große Beunruhig,tng hervorgerufen. •
?»Ufcl<’,bic e'uflifche Forderung würde ein ge -1m "Dafür ist gesorgt."
Präzedenzfall geschaffen. Po in carö gab hierzu keine Erklärung und Deutschland besteht auf die Innehaltung der im "ach einem Augenblick peinlichster Stille Versailler Vertrag vorgesehenen Fristen und teilte er mit, pav der Gründer und Chef des An- kann sich nicht darauf einlaffrn, daß diese Fristen timttttarismns, Gustav H e r v ö ibm durck, abgeantert werde Mit demselben Recht könn- Pnand die Zusicherung gegeben habe daß er Ni» uufh^rankrennund Belgien fordern, daß leinen ganzen Einfluß aus die Massen zugunsten dw Besetzung der Rheinlande verlängert wird. I M gefährdeten Vaterlandes aufwenden würd' Die Reichsregierung dürfte sich kaum auf der- um diese für den Krieg zu 6 ea et ft ein
Verhandlungen einlaffen. Wie unser Be- -er Belagerungszustand wird sofort in Paris ^'^rstatter wetter ersähtt, vertritt die Reich-?- und tn den übrigen Industriezentren erklärt, die Standpunkt, daß die Festsetzung Kriegsgerichte werden in Funktion gesetzt wer- e-r<? bestimmten Termins auch für die militä- den. Wie ich in meiner Nr. 207 mitteilte bat rilche Räumung des Ruhrgebietes unerläßlich ist Baron Schön von neuem einen Versuck os- «nfc natf) nur vor die Notwendigkeit besteht, daß macht, die französische Regierung zu veranlassen b«r<L,!nIltnnf(f,en Räumung in einem m Petersburg einen mäßigenden Druck anbesonderen Abkommen niedergelegt wird. *"*"' u— — *— ~
Kommt öle Einladung heute Abend?
31 ZE. (Eigene Drahtmeldung.» Im Auswärtigen Amt erwartet man die E .n- a d u n g Deutschlands zur Londoner Kon- Huttgen Donnerstag abend, so daß d^e deutsche Delegation schon am Freitag die Abreise nachLondon antreten werde. Reichskanzler Dr. Marx dürste sehr bald L-ndoit wieder verlassen, da feine Abwesenheit von Berlin ehr störend empfunden wird. Was die Londoner Meldungen anbetrifft, wonach die Verhandlungen Mit Deutschland auf z w e i T a q e beschränkt werden sollen, so ist man in Berlin der Meinung. daß sich die deutsche Delegation unter kernen Umständen eine Beschränkung ihrer Per- handluugsfrist zumuten lassen würde.
Vor zehn Jahren.
Russische Dokumente zur KriegSschuldlüge.
®*ßtn drn Fiuch der «riegsfthuid, der de» Der iaiäer Vertraa „bar und auch heute «och nicht un« genommen tft, wenden sich die au« wSS." fnmhSmj?! iu "D-uttcheu Run», schau" veröffentlichten Dokumente, von denen i« folgende« die üderzeugenfte adgedr«« wird.
Petersburg, 31. Juli 1914. Ein Kaiserlicher Utas hat folgende Heeresteile unter die Fahnen berufen: 1. Die Reservisten von dreiundzwanzig wnzen Gouvernements und einundsiebziz Di- ttilten von vierzehn anderen Gouvernements, einen Teil der Reservisten von neun Distrikten u'w vier Gouvernements. 3. die Reservisten der Flotte von vierundsechzig Distrikten in zwölf russischen Gouvernements. 4. die gesamten beurlaubten Kosaken. 5. die entsprechende Anzahl von Reserveoffizieren, Aerzten, Pferden, Wagen. Alle geheimen Triebfedern dieser vor 10 Iah. ten die Kriegsfurie entfesselnde Depesche liegen
Eine Hiobsbotschaft. Ides rnMches Botfchaslers^'in
.Etgener ^.rahtbericht.) Iven :n der »Deutschen Rundschau" veröffentlicht
London, 31. Juli. wird. Der Bericht spricht für sich selbst und Von französifcher imd belgischer Seite ist in ta"et:
der Frage der Räumnng des Ruhraebietes und I nach Ankunst des Präsidenten der
der Kölner Zone ein Komprömißvor- p'rh «7 CL"C der
schlag ausgearbeitet, der zur Zeit Gegenstand Chef pes Generalstabes beiwobnte^ o?? u » von Besprechungen mit Macdonald ist. Dieser der UeÄrMtgung, da? wen>?wir jetz?^v/r- Borscklag sieht vor, daß die bri t ische n w ärt s gehen, wir weder von Frankreich und Truppen aus der Kölner Zone nicht sicher auch nicht von England im Stühe gelassen schon, wie im Versailler Friedensvertrage vorge-1 werden. Die ganze öffentliche Meinung fthen. (im 15. Januar 1925,zurückgezogen|dwr ist für den Kriegtn,eWonnen._rt— werden sollen, sondern erst dann, Sinne a»» nao
. .. ...... „.. unter Politikern aller Richtungen fast ohne Aus-
weim dte mtlstarische Räumung des Ruhr- nähme herrscht darüber vollständige Ueberein- gebietes vollständig beendet ift. Dies würde stimmung. Alle Maßnahmen sind bereits ge. bedeute», daß auch die Engländer die Kölner UM jedwede anttmilitärische Kuns-
z-n- .m 15. «»,u 1« Ä
Französischen Blättermeldungen zufolge sollen Umschwunges der Presse und der gegenwär- diefranzösischen Militärs dafür eine Frist von ^en hochgradigen Gereiztheit der Bevölkerung sogarzwei Jahren verlangt haben, unter „»s*1 ®et^ befeeIt-„Aus politischen
der ausdrücklichen Voraussetzung, daß bis dahin um England und viel-
gramms auf keinerlei Hindernisse von deutscher w-cktia
Seite gestoßen sei. Herriot soll gleichfalls erklärt! Deutschland ausa^te'"'^ W"
haben, für die französische öffentliche Meinung Wj. f.Q&riT n(r„ m, »
fei die Besetzung der Ruhr eine Art Symbol besprochen. $erC@ e ?e r ai ft a b § »Tf3 tcüt unt> auch die Haltung Deutschlands zwinge da- mit, daß die ganze Armee und ganz besonders zu, gewisse Maßnahmen ausrechtzuerhalten. Lon- die Kommandostellen und die jüngeren Cffitiere doner Zeitungsnachrichten zufolge soll das Pro-'"^ - - ' --
blem der militärischen Räumnng des Ruhrge- bietes überhaupt außerhalb der Konferenz belassen werden. In dieser Frage müßten vielmehr Sonderverhandlun-