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Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 154

Einzetomnmer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.

Do««erstag, 3. Juli 1924.

ZrsvMche Hafionalfeier im besetzten Gebiet!

ÄuMmmrmg der englischen Vreffe.

Srankrelchs HeeresorgonfsaNkm.

Paris, 2. JE

Wien, 2. Juli.

Unter Berufung auf diese Kredite lehnte der

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... fiuyere irpara- «»«» -oerurung auj oreie Kremte lehnte der i i <X, .i, .T.o, Z... *2. wune. u>usi

^rr GendarmericaSteiluna und Ein-Krieasminilter in der neftrinen atLiL' t snb ltJüer ,^2!de ^^"sisschiffedreson Umranden find tatsächliche Genndlaq-'

45 0 vin-xneflsunniuer in der gestrigen Kammersitzungsollen m der Adria gefichtet worden fern.für die Sitr5'"tetgerunaen h»r nicht

5m Rheinland.

Wieder separatistische Umtriebe.

ei«e Erwiderung ans die Anfrage nach der Dauer der militärischen Besetzung ab. (!)

sekbst groß; Kriegsanleiheankäufer an der Börse vornehme oder vornehmen lasse, um durch Ver­minderung der im Umlauf befindlichen Anleihe, rücke die Durchführung der Aufwertung für daS Reich zu erleichtern, hat sich n i cht bestätigt. Die Angabe, daß die Käufe bei den Maklern auf Rechnung der Reicksanleihe A.-G. erfolgt seien,

lauts zu geben. Er hat erklärt, daß er alsdann der Kommission endgültige Vorschläge machen werde. Auf Ersuchen der Kommission hat Rol­let weiter ausführliche Erklärungen über deu Stand der deutschen Abrüstung gemacht.

zusammengetreten und hat den KricgSministrr General Rollet gehört über den Gesetzentwurf bezüglich der allgenwinen Organisation der Armee. Der Kriegsminifter hat die Kommksfion ersucht, für den Augenblick die Prüfung des Entwurfs auszuschiebe«, um ihm die Möglichkeit ru einer persönlichen und eingehenden Prüfung des von der Kommission angenommenen Wort-

Der ZwM am Balkan

Serbien mobilisiert gegen Albanien. (Eigener Drahtberich- >

deni Kriegsanleihen erlittenen Verluste aus der Reichskasse zu entschädigen, durchaus um Zu- kunftsmufik Handelt, so ist es auch nicht wahr- icheinlich, daß das Reich heute schon versuchen sollte, durch Verminderung der Anzahl der um­laufenden Kriegsanleihestücke die Aufwertungs- attion vorzubernten. Die Reichsbank hat über­dies ausdrücklich erklärt, daß die Reicksanleihe A.-G. fick bereits so stark in Liquidation befinde, daß sie Stützungskäufe für die Krieganleihe überhaupt nicht mehr vornehmen könne. Unter

Paris, 2- Juli. (Eigener Dratztbericht.) Rach einer Pariser Meldung hat der gestrige Ministerrat. der unter Vorfitz deS Staatspräsi­denten Domnergue im Elyfee ftattfand, auf Vorschlag des Kriegsministers Rollet den Gene­ral Walch -um Vorsitzenden der internationa. len Kontrollkommission in Berlin alS Nachfolger Nollets ernannt Der Matin be­hauptet, daß die deutsche Antwortnote vom alli­ierten Militärrat für nicht genügend ange­sehen wird, da die Annahme der alliierten Forde­rungen nickt ohne Vorbehalt sei. DaS Blatt be­ruft sich bei dieser Stellungnahme auf «eutzernn- gen, die Marchall Foch und Kriegsminifter Rol­let gemacht haben. Auch der Kommentar der Havas-Agentur umgeht die Frage, ob dir Rote den Ansprücken der Alliierten Genüge leistet.

Ueber den neuen Vorsitzenden der Korttroll-- "ommission, Walch, wird im Kabinett des Kriegsministerrums folgendes mitgeteilt: Gene- ral Walch gehörte der interalliierten Kontroll­kommission seit 1920 an. Er war der Stellver- treter des Generals Rollet. Er ist aus der Ar- tilleriewaffe hervorgegangen und war während des Krieges Direktor der Artillerie tot großen Hauptquartier. Er ist ein Kenner aller Fragen, die sich auf die Erzeuaung des Kriegsmaterials und der modernen Rüstung beziehen.

Bolschewistische Anmaßung.

Ausdehnung des deutsch-rusfischen Zwistes.

(Privat-Telegramm.l

- Berlin, 2. Juli.

Das Reichskabinett befaßte sich gestern nnt der russischen Angelegenheit und Leschloß. auch auf die neue russische Note hin keine weiteren Zugeständnisse z« machen, als bereits vorliege«. Auch die neue ruf- ststhe Note, deren To« sich wieder durch Hcftiqkett und Maßlosigkeit auszeichnet, soll nicht veröffentlicht werden. Wie die Russische Tele­graphenagentur mitteilt, hat die Leitung der russischen Handelsvertretung to Ber­lin abermals sechzig Angestellte entlas- e n, außerdem wurden zwölf nach anderen Län­dern versetzt EinTagesbefehl" der Leitung der

Sie MUiiürsierrschafk.

Düsseldorf, 2. Juli. (Eigene Drahtm-l- bung.) General Degoutte hat die militä-. rische Feier des 14. August, des franzö­sischen Nationalfeiertages, tot besetz­ten Gebiet angeordnet. Die deutsche« Schulen (!) bleiben an diesem Tage geschloffen, ebenso die Staatsbureaus. (!) Das Pariser Jour- nal meldet: Die von der Kammer angenommenen

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deutfch-rusflsche Konflikt biS zum 1. Juli nicht beigelegt wurde, könne die Handelsvertretung ihre Arbeit mtr auf die Liquidation einstcllen. Dem Tagesbefehl zufolge gelten sämtliche Ange- stellten (abgesehen von den 250 bereits Entlasse­nen) nur noch als für die Frist eines MonatS zur Abwickelung der erforderliche« Liquidatious- GeschSste vorläufig angestellt

Einzelnummer 10 Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang

ins Haus, in der Geschäftsfte einschltebltch Lnftellunssaebj

Fernsvrecher 951 uni 552. i dakfion eine Berantnwrtr

Weiserer französischer-Swang

Die Franzosen beschlagnahmen weiter.

(Telegraphische Meldung.)

Düsseldorf. 2. Juli.

Nachdem die Franzosen feit 1920 eine ganze Reihe Landgüter im altbesetzten Gebiet bc- schlagnahmt haben, sind sie dazu übergcgaugeu, auch Landgüter im Einbruchsgebtet wcg- zunehmeu. In Stockum bei Düsseldorf haben sie ein Gehöft nebst Wirtschaftsgebäuden und unge­fähr dreißig Hektar Land, das «och dazu mit Ge­treide bestellt ist, als Unterrichtsgnt ge­fordert Weiterhin haben sie das Gut Haus Stade to Ickten bei Kettwig mft siebzig Heftar Land zur Einrichtung einer landwirtschaftlichen Schule beschlagnahmt Der Pächter hat das Gut in kürzester Zeit mit feinem gesamten Haus­rat und wertvollen Bichbeständen räumen müssen. Das Gut HanS Stabe ist der größte laudwirtschastliche Betrieb des Settwiger Be­zirks.

Die Beschlagnahme muß daher auf die ErnährungSverhältnissc der dortigen, stark bevölkerten Gegend äußerst schädlich eintoirteit Die rechtswidrige Beschlagnahme von Landgütern im Einbruchsgebiet zur Einrichtung von landwirtschaftlichen Schulen, also eines aus lange Sicht gestellten Unternehmens, beweist, wie wenig die Franzosen daran denken, dies» Gebiete entsprechend den Vorschlägen des Da­wes - Gutachtens zu räumen.

London ist zufrieden.

London, 2. Juli. (Telegraphische Meldung.) Wie Reuter erfährt, hatte gestern das britische Auswärtige Amt die deutsche Antwortnote noch nicht erhalten. Schon aus diesem Grunde sei es schwierig, eine bestimmte Ansicht darüber zu äußern. In gutunterrichteten Kreisen werde je­doch der Ton der deutschen Antwort, wie sie in der Presse veröffentlicht werde, als befriedigend angesehen. Indessen erscheine es nicht möglich, dem deutschen BorMag, die Kontrolle über­haupt endgültig bis zum 30. September zu be­enden, zuzustimmen. Möglicherweise werde ein Einwand gegen die Bindung an einem bestimm­ten öeitoiuilt erhoben werden. Im allgeMcinen werde die Rote aber als fair und allgemein be- ftielügend angesehen und ferner als ein Zei­ten, daß Deutschland mit den Alliierten zusam- menzuwirlen wünsche.

vernachlässigten Werte gezeigt. Man bringt dis Kurssteigerung vor allem mit angeblich besseren Aussichten einer Aufwertung bet Staatsanleihen in Zusammenhang. Jhreq Anfang nahmen die Aufwertungsgerüchite von der Rede Stresemanns in Stuttgart, in der die­ser ankündigte, daß der Staat unb insbesondere das Reich, sobald die Reparationsfrage durch Leistungen Deutschland einigermaßen geregeft sei, in den Etat auch Summen einstellen müßte für die Wiedergutmachung der V e r l u st e, die die Anleihebesitzer durch Ent­wertung der Staatsanleihen erlitten hätten. Mau hat dabei unseres Erachtens nicht genü­gend beachtet, daß es sich bei der Stuttgarter Rede Stresemanns nicht etwa um eine Minister­rede, sondern um die Rede eines Parteifüh­rers handelte. Politische Parteien bettmchten die Propaganda für eine Auswertung feit lan­gem als eine ihre wichtigsten Ausgaben zum &WSWS3O gerdb:- auf diesem Gebiet > > ,,

noch lange keine Möglichretten.

tagsprä-stdent der ^separatistischen Regierung*, Kuhn, der vor einigen Tagen Wege - verschie­dener Betrügereien und Urkundenfälschungen auf Grund eines Haftbefehls vom Amtsgericht Heidelberg verhaftet worden war, mußte au Veranlassung der französischen DesatzungS- behörbe wieder freigelassen werden. Sv arbeiten die Franzosen setzt noch gegen Deutschland, wäh­rend Ministerpräsident Herriot behauptet, daß er Deutschland Entgegenkommen zeige.

seinerzeit selbst gezeichnet haben und dadurch um ihr Vermögen gekommm find,, und denjenigen, die sie später an der Börse »der tot freien Verkehr gegen Bruchteile ihres ursprünglichen Kurses aufgekaust haben. Selbst wenn das Reich nach einer Reihe von Jahre« einmal dazu gelangen sollte, Ueberschsisse zur Verfügung zu haben und diese zu dem Zweck einer EntschÄdigung der einst durch ihre Kriegs- anlerhezeichnung schwer geschSd'gtm Gläubiger deS Reiches zu verwenden, so ist mit einiger Sicherheit anzunehmen, daß man sich dabei aus die Entschädigung derjenigen beschränken wird, die einst die Kriegsanleihe wirklich zu ihrem vollen Kurs mit Gold bezahlt haben. Wer also heute Kriegsanleihe kauft in der Hoffnung, daß diese einmal voll aufgewertet werden, der grkä sich Illusionen hin. Ihm stehen nicht einmal mo­ralische Gründe zugunsten der erhofften Aufwer- tun« Mr Seite, denn er will lediglich an der Aufwertung verdienen. Die Vermutung, daß

die Reichsanleihe A.-G.

Die fremde Milttärkontrolle.

General Walch als Nollets Nachfolger. Die deutsche Note mrgenügend?

Herr Di. Sttesemann, der nickt nur Parteifüh­rer, fondern auch verantwortlicher Außenmini­ster ist. hat in durckaus fachgemäßer Weife die Aufwertung ausdrücklich auf den Zeitpunkt verlegt, in dem das Reich einmal einen fehl er­heblichen Teil feiner ReVarationSverpslichtun- geu zu erfüllen vermocht haben wird. Dieser Zeitpunkt steht bekantnlick leider noch in fehr weiter Ferne. Bei der heutigen Lage der Reichsfinanzen erscheint eS in der Tat zwecklos, über die Austvertung von Reichsanleihen auch nur zu diskutieren, wenn auch diese Aufwertung vom Standpunkt der Gerechtigkeit und der Mo­ral aus ein durchaus notwendiges und dringen­des Erfordernis ist. Das Rei-b-Finanzmini­sterium hat im übrigen auch mehrfach darauf Hingewiesen, daß eine Aufwertung heute nur zu einem kleinen Teile den ursprünglich Geschä­digten zugute kommen würde. Es ist also anzu- nehmen, daß selbst im Falle einer zukünftige« Aufwertung das ReichsfinanzministeriM« einen Unterschied machen wird zwischen denjeni­gen Anleihebesitzern, die die Kriegsanleihen

Aber es ist auch gar nicht der Rheinländer und her Westfale, den Matthes durch seine lang­stielige Völkerbundpropaaanda glaubt gewiiuten zu kömien. Die Worte, die er plakatiert hat, sol- len in England gehört werden. Aber einem Völ- krebimdsteat gzenüber der nur die M a S k e der französischen Vorherrschaft tot Rbeia- stromgebiete und deshalb auf dem europäischen Festland sein würde, müßte gerrcke aus England voraus der Ruf erhoben werden: W i r brauchen Sicherheiten England, Eurova, die ge­samte Welt' _23a§ am Rhein und Ruhr geschähe, wäre der Präzedenzfall für Vergewalttgung aller schwachen Rationen der Welt. Und es würde für immer die Idee der Amerikaner untergraben, an die Stelle der die Souveränität der Einzel- ftatten beschränkenden Ober-Organisation des Genfer Völkerbundes die Toleranz einer gerech­teren Völkergesellsckaft zu setzen.

Wie die Sonderbündler von den Franzosen geschützt werden, zeigt auch folgender Dorfrll: Im November 1923 hatten verfÄedene behertte Manner verfucht, die Separatisten aus den wi- derrecktlick befetten AmtSqebLuden to Düren ?u^dertr"bsn. Der Versuch mißlang, Werl fr an« äosticke Truppen eingriffen. Die Franzofen

Vefen die deutfchen Beteiligten, ncknlich den Schutzpolizei-Leutnant Köllner und "En andere Personen. Das französische Kriegs­gericht in Bonn verurteilte den Köllner ttt den letzten Tagen aus diesem Anlaß wegenStr« Tung der öffentlichen Ordnung", PaßvergehenS und Erbotenen Waffentragens zu insgesamt <^tzehn Monaten Gefängnis und tausend Mark Geldstraze. Die sieben übrigen Angeklagten, welche die Franzosen nach und nach gegen Sicher- beitsleistung aus der Untersuchung?baft entlassen batten, waren zur Verhandlung nicht erschienen. Das Gericht verurteilte sie in Abwesendeit zu fe tuns zzabren Gefängnis und tausend Mark G-ld- sttafe. Tie Franzosen gehen also auch jetzt nach mit den schärfsten Strafen gegen die deutschen Manner vor, die sich an der Abwehr des Se- bararistenvutsches beteiligt haben. Tie Parteilich, lert der ?rranzssen tritt hierbei um so krasser her­vor. als si» umgekehrt den deutschen Iusiiz- behörden jede Strafverfolgung gegen- -^er den Separatisten, selbst wegen gemeiner t'-'-ttaten planmäßig unmöglich machen.

Beispiel: Der frühere separa-

lAnreigerwreise: Geschäfts-Anzeigen Zeile 15 Pfennig, ffamilteu-An,einen n.fie Mennig. Sleine Anzeigen das Hort 2*/, RennteJ «eHaSen Me S Wfennia. Offertgebühr 10 Pfennig (bei Zusendung der Offerten 20 Pfennig). Rechnung^ betrüge sind -nnerhalb » Tagen zn bezahlen. Matzgebend ift der Kars »es Z-blungs- tages. Sur di« Richtigkeit aller durch hermvrecher aufseeebenen Anzeigen, sowie ttrr Sufnahmedatea und Platz« kann nicht garantiert werben. Kiir Anzeigen mit besonders schwierigem «-atz ioo Prozent Aufschlag. Druckerei: Tchiach tfi«Wr. 28/M Geschäftsstelle: Köln.Straße 5, gegenüber der svohrstratze. Kerusvrecher e9öl «. 952.

i WDmn ^niar. DieLonvoner _yreffe.,..5#^- iin allgemeinen eine zustimmende Haltttk^-5 an -TimeS" undMvrningpost" schreiben, 'daß Deutschland dem Gewicht der Tatsachen endlich Rechnung trage, nachdem eS sich überzeugt habe. d?^es alle Älltierten gegen sich habe, wenn es entwaffnet fei. DieDaily L S * -

DaSReue Wiener Tageblatt" meldet auSH _____________

Seine a d: Die Skupkchina nahm mit allen ge- hat sich als ein Irrtum berausgestellt. Da eS ste« 4 Stimmen einen Antrag an, von Albanien sich auch bei den von Dr. Strssemann etwähn- ür die während der Revolntionskämpfe getöte- ten Absichten des Reicks, später einmal die an ten Serben Entschädigung zu vertan- ' * ' * ' " _

gen und die Regierung zu militärischen Greuzmatznahmen zu ermächtincu. Tie ?8ieneiReichspoft" meldet aus Belgrad: Ter serbische Gesandte in Alban-en ift aus Ti­rana abSerusen worden, Tic Gerüchte von KriegSvorbereitungcn Serbiens iver- den offiziell bestritten. Auch ein Telegramm 8<ie Rom meldet, daß Serbien Maßnahmcn trifft, um eine vollständig« Mobilisie- r«ng gegen Albanien dnrchsufiihren. Eng-

Die Kriegsanleihen.

Was hat die Hausse zu bedeuten?

I« der vorigen Woche ift an den Börsen ein starke S etgerung der Kurse für die Kriegsan» leihen cingctrete«. Hebet die Ursachen der Plötz lichen Aüfwarr. Vewegnxg gibt uns die nach folgende Besprechung An fchlntz:

Seit kurzem macht sich an den Effektenbörsen eine ziemlich starke Kursaufwärtsbewegung der Kriegsauleihen bemerkbar. Es hat den Auscheiw daß von bestimmter Seite her die Kriegsaw leihen systematisch und unter Aufwendung e« heblicher Geldmittel ausgek aust werdrn. In- folgedessen hat sich in der Oeffentlichkeit plötzlich ein erhebliches Interesse für diese bisher starf

London, 2. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Littet veröffentlicht die deutsche Rote ohne

Die Sonderbündler lassen neuerdings im Rheinland Plakate anschlagen, die die Los- lösung des rheinisch-westfälischen Gebietes vom deutsche« Reiche, feine Neutralisierung und Internationalisierung unter Volkerüunds- Aufficht fordern. Das ist der kurze Inhalt der langatmigen Proklamation, die sich mit glei­chem Aufwand m der feit einiger Zeit aus durch- sichtigen Gründen in Wiesbaden erscheinenden, angeblich nur pazifistischen Zeitschrift .Die Menschheit" breit m-acht. Was .Die Menschheit- wirklich ist. weiß jeder, der im besetzten Gebiet hin und wieder vor deu Anschlagsäulen stehen bleibt und dort die tWifangreichen Auszüge .mS ihren scheinbar deutsch geschriebenen Aussätzen zu ganz bestimmten Zwecken angebracht findet. Wer Matthes ist, das weiß jeder im besetzten Ge- biet noch besser. Matthes war es, der im Herbst vorigen Jahres die sevaraiistifche Zucht- hauslertruppe skrichellos auf friedliche Bürger und ihm nicht gehöriges Eigenttim los- lreß, der mit Handgranaten und Knüppeln fried­liche Städte und Dörfer in Angst und Schrecken versetzte, der freie deutsche Bürger ins Gefäng­nis oder doch von Haus und Hof verjagte, der Gemeindekassen und Banken ihres Geldes be­raubte, der Notgeld fälschen ließ, der schließlich von seinen revoltierenden Leuten mit dem Tode briiroht wurde und bann sein teures Leben aus der gefährlich geworbenen Koblenzer Gegend an den sicheren Niederrhein flüchtete. Matthes fft der Abenteurer mit dem bewegten Vorleben, das ihn. <üs er noch nicht seinen Beruf zum Sepa­ratisten- unb Zuchthäusler-Häuptlmg entdeckt c^te. schon vcn Ort zu Cz< schei'cht« ein *Ä)u langer Aufenthalt dem jeweiligen Straf- rrchter Anlaß gegeben hätte, sich mit seiner Per- W zu beschäftigen.

Bei der rheinischen Bevölkerung wird Mat­thes mit seinem Bauernfang keinen Erfolg haben. Kein Kind am Rhein und an der Mosel, an Nahe unb Ruhr, das nickt weiß, was jetzt ge­rade das Saarland unter Völkerb-undkontrolle an vernichtender Wirtschaftskrise durch­macht; das würde auch die Zukunft der gefaul­ten Rheinländer fein, wenn es unter die .Böl- kerbundSaufsicht-, das heißt unter die französische Ausnutzungspumpe gestellt würde. Das Geld würde vom Rhein nach ber Seine wandern, wie die Kohle von Duisburg nach Havre; der Rhein-, Mofel-, Pfalzwinzer würde seinen Wein selber trinken können, wenn die französischen Erzeug­nisse deu rhetoisch-westfalifchen Völterbundffaat überfluten würden. Und für den rheinisck-west- falrfche« Arbeiter genügt ja ein Blick auf den deutschen Saar-Arbeiter.

Ruhrkredite find fiir militärische Maß­nahme« bis Ende diese« Jahres bestimmt.

M-ten ist gestern unter dem Vorsitz von ge Brun