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Meter Nemste Nachckhtm

Kasseler Abendzeitung

Hesstsche Abendzeitung

Nummer 153

Mittwoch, 2. Juli 1924.

Einzelnummer 10 Ps Sonntags 15 Pf.

ZmiWsche Gemeinheit im besetzten Gebiet

be-

nach ihre

strebungen drS Völkerbundes hin. In der vom Oberbürgermeister von Frankfurt a. M., Dr. Voigt, geleiteten Nachmittagsitzung wies Außenminister van Karnebeet darauf hin, daß die Besprechung der verschiedenen Gem:indcn miteinander von größtem Wert sei, da sie den Austausch der von den einzelnen gemachten Er­fahrungen ermöglichen.

LKuschung Mrsgewresener.

Französische Gemeinheit und Hinterlist. lEigener Drahtberich:.)

Düsseldorf, 1. Juli.

Die Besatzungsarmee hat dem Ober- bürgermeister amtlich mitgetcilt, daß die Beschaf­fung von W o h n u n g e n für sie amnestier­ten Busgc wiese neu Angelegenheit der Stadt sei und daß die militärische Be­sch l a g » a h m e der Wohnungen für Angehörige der Besatzung weiter bestehe. Kl-Ickie ErSff- nungcn wurden den Magistraten der ' übrigen großen Rnhrstädtc gemacht, so in Esten, Duis­burg und Ruhrort. Diese Anordnung der Be­satzungsarmee bedeutet die Unmöglichkeit zurRückkehr für die meisten Amnestiertcrl. Da­mit ist die ganze Heuchelei der Franzosen er­wiesen und das angebliche Entgegenkommen des sozialistischen Ministerpräsidenten Kerriot ist nur eine leere Geste. Die Zwangspolitik bleibt weiter bestehen. Herriot sucht die Fortset­zung der Politik PoincarüS nur mit hohlen Phrasen zu bemänteln. Die AuSgrwicse- neu lönncn nicht in ihre Heimat zurückkehren, wenn ihre Wohnungen auch weiterhin von den Franzosen besetzt sindr

KarlSaue ausgeworfen, die immer mehr ginnt, zu einem

Volkspark großen Stils

zu werden. Leute, die kein Geld haben,

Weitere Befrvlagnadme von Wohnungen!

Wiesbaden. 1. Juli. (Eigene Drahtmel- düng.) Bei der Beratung eines Antrages zur Milderung der Wohnungsnot in Wiesbaden gab ein Mitglied des Magistrats in der Stadt- verordnetcnsitzung bekannt, daß die franzö­sische Besatzungsbehörde wiederum vierhundert Wohnungen angefordcrt habe, zu deren Beschaffung weitere Wohnungen von Privaten beschlagnahmt werden müs- scn. Die in dem Antrag vorgeschlagcne Beschlag­nahme von Dillen zum Zwecke eines Umbaues verspreche keinerlei Erfolg, da 23 Prozent aller Dillen in den Händen von Ausländern seien. In M a i n z sind hundertachtzig neue Wohnun­gen von den Franzosen beschlagnahmt worden.

Um vie Stttatyrrn.

Parts, L Juli. (Eigene Drahtmeldnug) Die Reparationskommission hat der deutschen Regierung ven offiziellen Wunsch übermittelt, die vollständigen Gesetzentwürfe zur Durchführung der Expertenberichte bis Mitte Juli zur Torlegung bet der Repn- rationskomission zu bringen, um Gelegenheit zu geben, noch in der Londoner Konferenz zu die­sen Gesetzentwürfen Stellung zu nehmen.

Wieder neue SaGverNündige.

Part«, 1. Juli. (Telegraphische Meldung) DemTempS" zufolge wurde bei der Besprechung in Chequers beschlossen, daß auf der Londoner Konferenz am 16. Juli die Ministerpräsi­denten, sowie die anderen Vertreter s«r ein­ladenden Staaten durch vier Arten von Sach­verständigen unterstützt werden, politische, finanzielle, mUitärische und Eisenbahntechniker.

Kasseler Rathaus

Die Karlsaue in Gefahr... Arbeitslosigkeit.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverord- neten wurde zunächst eine Hilfsaktion beschlossen für die in großer Gefahr befindliche Karlsaue. Wenn nicht bald eine wirksame Hilfe eintritt, ist einer der schönsten öfjentlichen Gärten seinem Untergange nahe! So begann Magistratsrat Dr. Theiß (Soz.) bei der Begründung einer an« gekündigten Anfrage über die Zustänve in der Aue. Er bestätigte, daß die Aue ein Haupt­anziehungspunkt für die Fremden und die Haupt­erholungsstätte für unsere Einwohnerschaft ist. Seit dem bekannten Heidelbergschen Feldzug gegen den früheren Auegartendircktor sei vieles besser geworden. Reiche Anerkennung zollte Redner in dieser Beziehung dem Regierungsrat Kutter. Besondere Erwähnung sand, daß der Gedanke, die Doraue zu einem Sportplatz für unsere Vereine herzurichten, greifbare Gestalt an- nimnrt. Leider fehlt es an Geld. Das zustän­dige Ministerium hat nur 9000 Mark für die

Die französischen Truppen bleiben!

Paris, 1. Juli. (Privattelegramm.)Echo de Paris",Matin" undJournal" melden, daß der Ministcrrat am Sonnabend beschlossen habe, vorläufig keine Zurücknahme drr fran- zösischen Besatzung an der Ruhr zu erör­tern. Die SicherungSfrnge für Frankreich, so schreibt das Journal, sei unabhängig von de» rein menschlichen (?) Entschließungen des Kabi­netts hinsichtlich der Rückkehr der AuSgewieseue« und Verurteilten in ihre Heimat.

Wilhelmshöhe zu fahren, verbringen hier . freie Zett. Dazu kommt der gesteigerte Verkehr zu und von den Flußbädern. An heißen Tagen vasstercn bis dreitzigrau-snd Menschen den Aue-

änternationaler Gtädletag.

Bölkerversöhmmg durch die Gemeinden. (Telegraphischer Bericht)

Amsterdam, 1. Juli.

Gestern vormittag wurde hier der zweite in­ternationale Vtödtekongretz eröffnet, dem Ver­treter von Städten aus zwölf verschiedenen Staaten, darnnter Deutschland, Oester- reich, England Frankreich, die Schweiz und Bulgarien, teilnehmcn. Das Programm deö Kongresses umfaßt: 1. Organisation einer dau­ernden Fühlungsnahme zwischen den Stadt­verwaltungen der verschiedenen Länder in der Frage der Veröffentlichung von Truckschri'ten über die Bestrebungen r-nf dem Gebiete deS Kommunalwesens. 2 Erörterung der Frage, wie die Gerneindererirctungen der verschiedenen Länder an der Arbeit des Völkervundes und anderer großer internationalerOganisatto- nen, besonders hinsichtlich der öffentlichen Ge­sundheit »nd der Regelung des Arbeits- wesens, teilnchmen können. Der Amsterdamer Obcrbütgermeister wies auf die Beruhrungs- vuutte der Arbeiten des Kongresses mit den Sc-

Dir Lieferungen sind fortzusetzen.

Paris, 1. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Man zeigt' sich hier sehr ungehalten über die Schwierigkeiten bei der Berlängerung der Mi- omnverttLge. Herriot hat wiederholt erklären lassen, daß die Micumlieferungen fottzusctzen seien bis zum endgültigen Inkrafttreten des Da- wesplancs. Die Berlängerung der Micumv-r- ttäge war am Montag in Paris noch nicht be­kannt und so erklätt es sich, daßTemps" und Matin" bereits ZwanySmaßnahmcn gegen die widerstrebenden Ruhrindustriell-"» korderten.

Dauernde Mlcumlaften. Die Industrie unter den fremden Ausbeutern.

(Telegraphische Meldung.)

Düsseldorf, 1. Juli.

Heber die Verhandlungen, die zwischen der Sechferkommiffion und der Micum geführt wor- den sind, wird folgendes bekannt: Die Micum hat ihre Forderungen auf Lieferung der Repa- rationSkohlen auch für den Monat Juli in vol­lem Umfang aufrecht erhalten und jede Dibkus- Non über eine oder teilweise Bezahlung oder Kreditierung und über eine Verringerung der zu liefernden Kohlemnenge abgelehnt. Dagegen bot sie eine Ermäßigung der Kohlensteucr bis zur Hälfte und unter Umständen auch noch etwas darunter an. Ebenso hat sie eine Verminderung der Ein- und Aussuhrtaxe sowie der Abgabe für die Nebenprodukte auf die Hälfte zugestanden Diese Erlcichterungen sind im BerhältniS der gesamten Belastung jedoch ganz außerordentlich gering. Die am Montag in Düsseldorf fortge- Ährtcn Berhandlungen nahmen zeitweilig einen sehr erregten Verlauf. Die Sitzung wurde mehr­mals unterbrochen, die Unterbechungen wurden von der Sechserkommisfion zu internen Beratun­gen benutzt. Die Verhandlungen dauerten den ganzen Tag biS in die späten Abendstunden hin­ein an, ohne daß ein Ergebnis erzielt wurde. Um 10 Uhr abends wurde eine Pause gemacht Tie Verhandlungen sollten in der Nacht fortge­setzt werden.

Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf. 14.

Die Londoner Konferenz.

Deutschland nur zur Unterschrift?

(Eigener Drahtberich:.)

Brlin, 1. Juli.

Der BerlinerSag" meldet, daß die maßgeb- lichen Vertreter dcr Reichsregierung der Ansicht find, daß es in London nicht mehr zu Ver­handlungen kommen wird und daß Deutsch­land nur noch zur N n t e r s ch r i s t zu erscheinen hat. DcrLokalanzeiger" meldet in feiner gestri­gen Nachtausgabe, daß in den Vcrhandluusen des Organisationsausschusses M e i n « n g s v e r- fchtedenhetten zwischen England und Frankreich eingctrcten seien, die einen Abschluß der Verhandlungen von neuem hinauszögcrtcn. AuS London wird berichtet: Ter deutsche Botschafter war bei Macdonald. Die Lon­doner Blätter sprechen allgemein von einer De­marche des deutschen Botschafters, um die Zu ziehung deutscher Vertreter zu den Londoner Konferenz - Beratungen herbeizuführen.Daily Ehrontcle" schreibt, Sthamers Besuch bei Macdonald fei ein Parallelschritt zu dem Besuch des Herrn v. Hocsch bei Herriot gewesen.

Die Neichstagspause.

Vor ernsten Entscheivungen.

Der Reichstag ist am Sonnabend nach einer neunstündigen Sitzung in seine Verhandlungs­pause Ängetreten, die aber etwa zwei Wochen dauern soll. Nach den bisherigen Dispositionen wollen sich die Abgeordneten Mitte Juli wie­der versammeln, aber es werden alle Hebel M Bewegung gefetzt, um den Termin früher zu le­gen, damit schon bis zu der L o n d o n e r K o n- ferenz ein Votum des Reichstags vorliegen könne. Somit werden wir vielleicht fehr bald vor den fchwerwiegendsten Entschei­dungen stehen. Wie hat man sich den Gang der Handlungen vorzustellen? Die Reichsrcgie- rung, die an die ehrlichen Absichten Herriols und Macdonalds glaubt (ohne dir Stärk- ihrer Positionen zu Wersch ätzen?), sucht zunächst mit der Note über die Militärkontrolle den Verständigungsweg zu ebne». Dies« Note, die sich im Ton dem Brief jener beiden anpaßt, geht näher auf die Einzelheiten ein, sagt die Zulassung der neuen, dar allerletz­ten Kontrolle zu und legt den Alliierten vor allem eine lavole Durchführung ans Herz. Die nächste Leidensstation ist dann die Beendigung der Kommisstonsverhandlungen über die Durch- führungsgesetze. Hier machen namentlich noch >ie Jndustrieobligatlonen Schwierigkeiten, fr* naß ein neutraler Schiedsrichter angerufen wer­den mußte. Wenn Frankreich und England fol- chen Wert auf die alsbaldige Beschlußfassung des Reichstags Wert legen, dann sollten sie auch einen Druck auf ihre und die belgischen Äommässionsmitgliede.- ausüben, daß dies.- n'.chf unerfüllbare Forderungen stellen! Die Unter* hringung der Obligationen erschweren, und zu­gleich die Räumung des Ruhrgebiets von dieser Unterbringung abhängig machen das sieht sehr nach Sabotage aus.

Aber nehmen wir einmal an, die Einigung in den Kommissionen käme in der ersten Juli- woche zustande; dann sollten die dort vereinbar­ten Gesetze über die Reichsbahnen, die Gold- notenbank und die Jndusirieobligationen sofort dem Reichstag vorgelegt werden. Da dieser an ihnen wie an Staatsverträgen nichts ändern, sondern nur j a oder nein sagen kann, ist die Möglichkeit einer Entscheidung binnen weniger Tage gegeben. Darauf wollen die Al­liierten warten, bwor sie in London die Einzel- Seiten der Durchführung des Gutachtens von ihrer Seit« beschließen. Aber wie? Hat sich denn Deutschland nicht schon im Voraus festgc- legt? Diese bange Frage taucht natürlich über­all auf. Aber sie ist zu verneinen. Es foll viel­mehr dabei bleib:», was Tr. Strefnnann im Reichstag ankündigte und was man auch in den Gesetzen seihst feftiegen dürfte: daß ihr In­krafttreten abhängig von der Erfül­lung des Gutachtens durch die Gegenseite. Die eine unserer Hauptbsdingmigrn die Heimkehr der Brrurteilten und Vertriebenen ist bereits tu einem erheblichen Teil erfüllt wor­den, aber leider hat man nicht auch ihre Woh­nungen steigegebm. Ms weiterer Schritt zum Ziel ist die deutsche Amnestie für die Rirknver- räter zu werten, die an sich bedenklich Ist. Schwe­rer wind die Einigung in der Räunrungssroge fei». Auf Bedingungen wie die Verdoppelung mit den Jndustrieobligationen darf sich das Reichskabinett keinesfalls einlassen. Die wirt­schaftlich: Freiheit des besetzten Gebiets ist nach dem Dawes-Bericht die Vorbediug- ung für die Erfüllung durch Deutschland, und die militärische Räumung des Ruhr­gebiets gilt uns als Voraussetzung der Wirtschaftsfreiheit. Man wird für sie zum min­desten einen ganz klar feftaelegten nahen Ter­min verlangen müssen. ELenso ist unter allen Umständen die völlige Freiheit der Eisen­bahnen sowie die Räumung der Brük- kenköpfe zu fordern. Der neue unerhörte Vorstoß der Militärs in Düsseldorf wird hof­fentlich von Herriot schleunigst zurückgepfiffen werden.

Unter der Voraussetzung, daß dies« Be- dingnng-n erfüllt werden, dürfte der Reichstag die Dnrchführungsgesetze getollten«<ren vorläu­fig annehmeu. Es kann fomit fei-« Red« davon fein, daß die Lo n d on e r Konferen z. der ja nun Italien und Belgien ihre offizielle und sie Vereinigten Staaten ihre inoffizielle Teil­nahme zugesaqt haben, sich irm die Beant­wortung der für uns entscheidenden Fragen her­umdrückt. Ma» rechnet mit einer Dauer von acht Tagen, und Herriot tote Macdonald hoffen, etwa tum 1. August mit dem ganzen Kam­mer der Reparationsfraaeu fertig zu sein. Hof­fentlich sind fie sich darüber klar, daß dies nur bann denkbar ist, wenn sie die Berücksichtig,>na der deutschen "unverzichtbaren Vorbehalte" durchsetzen.

Dieses Hergli-Zitai führt uns in der inner« polittschen Lage. Mas werden die Teutschnatio- nalen machen? Wir glauben, daß sie weder aus der neuen Militärkontrolle besondere kkonkeauen-

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itn ziehen noch der Annahme der Durchfüh* rnngsgesetze große Schwierigkeiten bereiten wer­den, falls die oben genannten Bedingungen er­füllt werden. Die Frage der Zweidrtttelmehr- heil ist etwas in den HintergruW getreten, seit­dem das Verbleiben der Reichsbahn im Eigen­tum des Reichs festftrht. Sollte die Rechtsgül- iigkeir einer Abstimmung mit einfacher Mehr­heit durch eine der großen Parteien, speziell also die Deutschnationalen, energisch angefochten werden, dann bliebe als ultima lalio die Reichstagsauflöfting. Aber wünschen sollte fie niemand. Das Htnauszögrrn der Entscheidung bedroht die gesamte deutsche Wirtschaft. Die Rechtspresse legt zwar Verwahrung dagegen ein, daß in dem AgrarprogramM der Reichsre- gierung die Kredithilfe mit der Annahme des Sachverständigengutachtens verknüpft wird, aber der sachliche Zusammenhang liegt klar auf drr Hand. Bricht setzt das Einigungsgebäude zu- jammen, dann kann kein Hexenmeister aus den Trümmern Krebste für die Landwirtschaft her- vorMubern. m-

park Geradezu furchtbar sind mut die Zustände der Teichs besonders des Mhengraüons und bes Bassins. Diese stinken tatsächlich zum Himmel. Tie Wasserpest hat eine gewaltige Aussöhnung angenommen. Rur mühsam bahnen stch die Kähne einen Weg durch diese häßliche, grüne und übelriechendeLinsensuppe". Man schämt sich, auswärtige Besucher an diesen unschönen Teichen vorbeizuführen. In den letzten Tagen sind wie­der Arbeiter gekündigt worden. Nur vier Arbi­ter und fünf Arbeiterinnen sollen für die große Arbeit bleiben. Tas ist ein Ding der Unmöglich­keit. Ter Magistrat, das ist das Ersuchen non Dr. Theiß, möge nichts unterlassen, ans Rück­nahme dieser Kündigungen hinzuwirken. Weiter ist zu versuchen, möglichst viel Erwerbslose in der Aue zu beschäftigen. Die Aue gehört genau lo zu Kassel tote die Bildergalerie und Wilhelms- böhe. Wir dürfen nicht zulassen, daß das schönste Stück ans unserem Schmuck aus eine solche Art und Weise verloren geht.

Oberbürgermeister Scheidemanu

gab ein Bild der bisherigen Kämpfe für die Er­haltung der Aue. Regierungsrat Kutter habe getan, was in seinen Kräften steht, aber ... bei den Herren in Berlin liegt auch immer der Knüp­pel bei dem Hund. Zwei Schreckgespenster werden immer wieder vorgefühtt:

1. Von Sieb en bergen bleiben nur die sieben Hügel, als Mumonanlage kann die Insel nicht erhalten bleiben, und

2. die Schw äne müssen abgeschafft werden Der Magistrat hat sich eingehend mit der Ange­legenheit beschäftigt und beschlossen, für die­ses Jahr einen

städtischen Zuschuß von 5000 Mark

zu bewilligen. Diese Summe soll die Regierung in den Stand setze», Siebenbergen und die Schwäne weiter zu erhalten. Die Regierung ist übrigens daran, mehr Einnahmen aus der Aue zu erzielen. So ist jetzt die Gastwirtschaft neu ausgeschrieben. Wenn in dem WirlschaftsfliigA des Orangerieschlosses nach dem Marmorbad zu ein Kaffee eingerichtet würde, könnte aus der Pacht eine bestimmte Summe erzielt werden. Den Antrag des Oberbürgermeisters, diesem Ma­gistratsbeschluß betzutreten, begrüßte der deutsch- nationale Stadtverordnete W a l d s ch m i d t. Di- Aue muß wieder das Schmuckkästchen werde», das sie war, aber nicht mehr ist. Wie steht cs, so fragte er, mit der Vorane? Dann kam eilt Appell an die Allgemeinheit: Schont die An­lagen ... leider ist dies setzt nicht der Fall! Red­ner und seine Freunde sind bereit, alles für die Aue zu tun, was in den Kräften der Stadt steht. Als Dr. Theiß einen neuen Verstoß des Vor­stehers gegen die Gefchäftsordnung .nifgabtfte (er hatte das Wort zur Erwiderung bekommen müssen) winkte man allseitig ab. Dann fragte er, was aus der Anregung, die Hosbleiche zu einem Sportplatz zu machen, in der Zwischenzeit geworden ist. Bei der Erwiderung darauf druckte sich der Oberbürgermeister sehr vorsichtig aus. Die Verhandlungen mit der Regierung sind noch nicht er.bg üftig abgebrochen.

Die Pläne für die Vonuic kommen zur Aus­führung- Gestern haben die Arbeiten begonnen.

Tie Gesamtkoste», an denen sich die Stadt Ee tciligt betragen sechzigtausend Mask. Bei der Ah. timmung über den Antrag des Oberbürgerntet stets, sünftu-krnd Mark für d»< Ethalmng vor

an»eigen»retfe: Geschäfts-Anzeigen Zeile 15 Pfennig. Familien-Anreigen Zeile 15 Pfennig, Kleine Anzeigen das Wort 21/. Pfennig, Reklamen die Zeile 60 Pfennig. Offertgeüuhr 10 Pfennig (Bel Zusendung der Onerten 20 Pfennig). Rechnungs­beträge sind innerhalb 5 Tagen »tt bezahlen. Maßgebend ist der Kurs des Zahlung--* tage«. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen mit Besonders schwierigem Satz 100 Prozent Ausschlag. Druckerei: Schlachthotttr. 28 30 Geschäftsstelle: Köln. Straße 5, gegenüBer der Spohrstratze. Fernsprecher 951 u. 952.

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