Nummer 149
Ein^lnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.
Freitag, 27. Juni 1924
ZMWsen-llebergrisfe im besetzten Gebiet.
ge
brochen werden.
Kriegsjahre hin.durchgsholfen, nicht zuletzt dank einer landwirtschaftlichen Vorkriegspolitik, die trotz heftiger Anfeindungen durchgehaften wor- den ist. Die Lmrdwirtschaft bleibt auch weiterhin dar Rückgrat deS deutschen Staates. Dieses Rückgrat darf nicht durch unvernünftige
Aussprache in Derlia.
Berlin, 26. Juni. (Telegraphische Meldung.) Wie wir erfahren, har der Reichskanzler die Staats- und Ministerpräsidenten der Länder zum Donnerstag den 3. Juli zu einer Aus- spräche über die allgemeine politische Lage, insbesondere anch über den Stand der Reparation Sfrage nack Berlin geladen.
Was geht im Westen vor?
Die Verhaftungen im besetzten Gebiet.
(Privat-Telegramm.f
Köln, 26. Juni.
Ha»°« meldet auS Pari«: Der frmrzöstsche Ministrrrat hat sich mit den Ergebnissen der Lon. doner und Brüsseler Reise besaht und einen B e - richt deS General« Degoutte zur Kennt- niS genommen über ernste Vorgänge im besetzten Gebiet Der Ministrrrat hat eine Rücksrage nach Düsseldorf für nötig befunden. — Das Pariser „Journal" meldet, e« fei unerwar. tet ein Bericht des Generals Degoutte au« PariS riiMkoffen, der zahlreiche Verhaft ngen im be- setzten Gebiet wegen deutscher Vorbereitungen sür Angrisse auf die Besatzungstrup- peu meldet (?) Dem Journal zufolge sind zweihundert Verhaftungen erfolgt. Der gestrige Kabi- nettSrat unter DoumergueS Borst- habe auch die Frage der Verstärkung der Ruhrbesatzung eingehend erörtert. (!)
»
Breilschriv gegen die Nuhrbcsetzung.
Paris, 26. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Der deutsche Abgeordnete Breitschcid hat in seinen von der Pariser Presse veröffentlichter Unterredungen darauf hingewiesen, dass mit der Weiterbesetzung der Ruhr ,» rechnen sei. DaS werde den K e i m zu neuen Schwierigkeiten zwischen Deutschland imb Frankreich legen.
Das bayerische Kabinett.
Koalition-Programm der Regierung.
(Telegraphische Meldung.)
München. 26. Juni.
Belastungen oder etwa gar aus dem Grundsatz doktrinärer politischer Einstellungen heraus
Einzelnummer 10 Pf , Sonntag« 15 Pf. 14. Jahrgang
Die Landwirtschaft
Klage» über Kreditnot.
Die Stabilisierung der Währung durch die wunderkrästige Rentenmark täuscht vielfach dar. über hinweg, daß die Festigung unserer finart- zielten Basis bisher noch nicht zu der Be- ledung der Produktion aus dem Gebiete der Industrie oder gar der Landwirtschaft geführt hat. Die Gesundung der staatlichen Finanzvrr- hältmsse ist im Gegenteil auf Kosten der deutschen Wirtschaftskraft erfolgt. Es liegt auf der Hand, daß dieser Scheinzustand wirtschaftlicher Beruhigung in den augenblicklichen Formen aus die Dauer einfach nicht weiter bestehen kann, ohne nicht nur die Wirtschaft, sondern dadurch aud, dir Finanzsanierung an sich '.n ihren Grundlagen zu erschüttern. Die Landwirt- schast, di« unter dem Zustand stark leidet, klagt besonders über den Geldmangel, sodaß bet Reichslandbund, wie wir gestern in unseren Telegrammen mitteilten, eine Ein- gäbe an den ReicheKanzler gerichtet hat. Es wird darin die Stundung der Steuern bis nach der Hackfruchternte gefordert. Auch sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Preisper- hältnisse zu regeln und um größere Kredite zur Verfügung zu stellen. Der Preußische Landtag hat sich bereits in seiner Dienstagsitzung mit diesen Fragen besaßt und die Anträge auf Aus- Hilfsmaßnahmen angenommen.
ES ist ein offene« Geheimnis, und wird heute auch von der Seite nicht mehr bestritten, die man wohl als grundsätzlich landwirtschastsseindltch bezeichnen kann, daß die deutsche Landwirtschaft sich augenblicklich in einer außerordentlich schweren Notlage befindet. Sie ist mangels Betriebs- kapital gezwungen, nicht nur die Produtte unter Preis zu verkaufen, (wovon allerdings der Verbraucher infolge des Zwischenhandels kaum etwas mertt) sondern auch dauernd in die Substanz einzugreifen. Diese Lage ist einmal durch die außerordrntliche Steuerbelastung herdeigefichrt, die nicht nur seitens des Reiches sondern auch durch einzelne Länder der Landwirtschaft aufgebürdet sind. ES sei in diesem Zusammenhänge nur an die preußische Hauszinssteuer, die sächsische Zugtiersteuer, die braunschweigische Grundsteuer und andere Erfindungen des FiSkus erinnert. Verschärft wird d.eft durch Kapitalentziehung entstandene Krise durch den Mangel an flüssigen Krediten und die außerordentlich hohe mit den landwirtschaftlichen Produktionsgewinnen in gar keinem Verhältnis stehenden Zinssätze.
Mr stehen nun vor der Tatsache, daß die Landwirtschaft schlechterdings nicht mehr in der Lage ist, die kommend« Ernte zu finanzieren, von deren Hereinbringung daS Wohl und Wehe deS deutschen Volkes abhängt In den vergangenen Jahren hat Deutschland seinen Wertpapierbesitz aufgezehrt und von ihm gelrbt. Augenblicklich sind wir nun dahin gekommen, daß unser Volk seine Sachwerte, seinen Realbesitz an Boden und Bauten, an Maschinen und Produktionsmitteln, an V.eh und anderen für ein Weiterleben der VolkSgesamkheit notwendigen Din- gen anzugreifen beginnt. SS ist einfach unmSg- lich daß dieser Seldstverzehrungsprozeß etwa so lange andauern darf, wie die Aufzehrung der In Wertpapieren angelegten Geldreserven der Station.
Die Führer der deutschen Landwirtschaft sind, man kann wohl sagen, 'm letzter Stunde, bet der Rrichsregierung vorstellig geworden, um den obengekennzeichnelen Sachverhalt darzulegen und Garantien sür eine Rettung der deut- scheu Landwirtschaft zu verlangen. Die Forderungen: zinslose Stundung der Steuern bis nach Einbringung der Ernte, die Behebung der produkhionsgesährdenten Steuern, die Verlängerung der Kredite, Zuführung neuer Kredite und Abkehr von der nachrsvolutioirären Wirtschaftspolitik, werden alS dringlich bezeichnet. , Es ist, nicht nur im Interesse der Landwirtschaft, sondern zum Wohle der Volksgesamtheit dringend zu wünschen, daß die Forderungen im i Rahmen des Möglichen Berücksichtigung ' finden. Ob über dir Augenblickshilfe hinaus j die Rückkehr zu den viel umstrittenen Schutzzöl- ' len nötig ist, kann tin Augenblick noch nicht ein- wandfrei festgestellt werden. Eine Entscheidung hierüber hängt von der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung ab, wie sie durch die Forderungen des Sachvevständigen- Gutachtens eingeleitct worden ist. Die Landwirtschaft HM dem deutschen Volk«, soweit es
haben, wird in dem neuen Rrgierungsprogramm gesagt, daß nur der Staat die vollziehende Gewalt in Händen, haben dürfe und daß die erste Aufgabe der neuen Regierung die Pflege des nationalen Gedankens bilden müsse. Die vaterländische Bewegung dürfe nur im engsten Verein mit der staatlichen Obrigkeit vor sich gehen. Die Rechtspflege müsse so gehanichabt werden, daß sie von keiner politischen Seite beeinflußt werden könnc. D«S Programm spricht weiter von strengster Sparsamkeit, die künftig zu beobachten sei, von Milderung des Steuerdrucks und von dem Bestreben nach baldiger Erreichung der finanziellen Selbständigkeft Bayerns. Ebenso müsse auch daS Verhältnis zwischen Ballern und dem Reich endgültig in Ordnung gebracht werden. Schließlich behandel das Programm noch die Regelung deS Verhältnisses zwischen Staat und Kirche. Diese Richtlinien sollen alS Grundlage für das nun festzulegende Programm der neuen ballerischen Regierung Verwendung finden.
Hilfe im Lande.
l Die inländischen Liebesgaben überwiegen.
Die Rot der Zeit hat es erfordert, das die u«. bemittetteuvondenWohlhadenderea untcrftütti wurden und es ist erfreulich, Satz von Deut. ,chen mehrHilf« geleistet worden ist al« von«»«. lSndern, wie au« folgendem Bericht hcrvorgrht. Von Zeit zu Zeit wird dir Behauptung auf« gestellt, daß das deutsche Volk sich in seiner Not. läge zwar sehr gerne von menschenfreundlichen Ausländern, vornehmlich Amerikanern Helsen lasse, das im Inland aber sehr wenig geschehe, um diese Notlage abzustellen. Einige Zahlen, die das deutsch- Rote Kreuz veröffentlicht, be- weisen, daß dies der Wahrheit nicht entspricht. Es geschieht für Arme und Aermste sehr viel in Deurschlanv, was lediglich auf die Hilfsbereitschaft Deutscher zurückzufuhren ist. Wenn den- noch nicht jeder Mißstand abgestellt werden kann, so ist dies in unserer übergroßen Armut und d:r Riesenzahl von Hilfsbedürftigen begründet. Es ist nur ein Gebot der Selbstverständlichkeit, wenn Deutsche dem Deutschen in ihrer Not Hel- fen, wenn deutsche Kinder von Wohlhabenderen gespeist und deutsche Altrentner, deren Rente nicht mehr ausreicht, um die nötigsten Klei- dungsstücke zn erwerben, von Deutschen gelle.« bet werden. Aber man soll diese
ständige Hilfsbereitschaft nicht verkleinern oder gar bebaupien, daß sie nicht vorhanden sei. Greisen wir einige Ziffern heraus: Der Notdienst Deutscher Frauen gibt sogenannte Ernäh- rungshefte für Notleidende aus. Innerhalb dreier Monate sind für 80 000 Goldmark solcher Hefte verkauft und an Notleidende verschenkt worden. Die Zentrale der Berliner Kaufmannschaft, die eine Bekleidungsnothilfe organisierte und fetzr auch Befleidungsscheine ausgibt, hat von Ende 1923 bis Februar 1924 57000 Gold- mar« verausaabt. Dann gibt es das Spenden- geld für Bittsteller in Berlin, Hamburg und einigen anderen deutschen Städten. Dem Emp- känaer wird der Betrag für den ihm gefchenk« i«n Schein durch die Wohlfahristommisstrn nach Vorlegung und Prüfung der Verhältnisse in Geldscheine mngetauscht. In Hamburg sind bis März weit über 300000 solcher Wohlfahrtsschecks verkauft worden. Diese Schecks stellen auch ein wirksames Mittel tn der Bekämpfung des Bettlerunwesens dar. Der gewerbsmäßige Bettler nimmt solche Schecks nur ungern cnr- gegen, weil eine Einsicht in seine Verhältnisse ihm gewöhnlich recht unangenehm ist. Oder: In Berlin beläuft sich
die Essenausgabe an Unbemittelte
auf durchschnittlich täglich 270000 Portionen. Hiervon kommen 75 Prozent aus deutschen Mitteln und nur 25 Prozent aus Mitteln der Ans- landsbilfe. Weit über 30000 Personen — K:n. brr, Greise. Studenten — werden in Berlin täglich in Privat familien gespeist. Solch« Fami - lienfreitische findet man in allen Bevöl- kerunqsschichten. Zmn Beispiel speist eine Arbeiterfrau täglich mit Unterstützung von Nachbarinnen 10 arme Kinder. Die ArbeiteAchast der A. E. G. hat ebenfalls eine Kinder« speisung einZenchtet. Der Arbeiterrat in Groß-Hamburg speist täglich 10 000 Personen. In der Notstandsküche der Jenaer Notgemein, schäft, deren Kosten zu einem Drittel von den Firmen Karl Zeiß und Schott getragen werden, essen täglich 1500 Personen. Der monatliche Kostenzuschuß beträgt hier 2000 Goldmark. Auch die Kinder beteiligen sich nach Kräften an Wohl« fahrtsbestrobimgen: So gab kürzlich »Die Kinderstube" des Fröbel-VereinS ein Fest für die Alten. Hier waren die Alten (Säfte und die Kinder machten den Wirt. Schüler eines Realgymnasiums baben einen Kindergarten eingerichtet. Hier werden 30 Nein- Kinder bei An- fertignng von Schularbeiten von Realschülern beaufsichtigt. Täglich werden in Berlin
von Schulkindern für Schulkinder
Deutschland als Opfer.
Di« Alliierten über ihre Konferenzen.
(Telegraphische Meldung.)
Paris, 26. Juni.
Der Brüsseler Korrespondent beß „Temps" faßt auf Grund von Mitteilungen aus im allge. meinen gut unterrichteten belgischen Kreisen die Ergebnisse der Brüsseler Besprechungen in der Reparationsfrage wie fMgt zusammen: Tie Belgier hätten sich mit der Einberufung einer interalliierten Konferenz auf den 16. Juli in London einverstanden erklärt. Die Konferenz werde einen technischen Charatter haben. Ihr Programm und der Meinungsaustausch in ThequerS und Brüssel haben sich aus allgemeine Grundsätze bezogen. Eine endgültige Klärung der Lage werde biß zum 16 Juli in einem interalliierten Sonderausschuß, oder auf diplomatischem Wege zwischen den Regierungen folgen. PariS und Brüssel feien darüber einig, daß Sher den Zeitpunkt, an dem säurt- liche Bedingungen deS SachverständigenberichtS erfüllt feien und die Franzosen und Belgier ihre wirtschaftlichen Pfander im Ruhrgebiet und Rheinland aufgeben würden, die Reparatk- onSkommisfion zu befinden habe. Die wirtschaftliche Räumung beS Ruhrgebiets werde in zwei Etappen erfolgen. Die Besatzung werde zunächst unsichtbar gestaltet und dann aufgehoben werden, nachdem ein großer Teil der deutschen Jndustrieobligutionen untergebracht sei.
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Antwort auf die Kontrollnote.
(Pk-wrttelegramm.) Wie ute Bläter untteikn, Hut aesiern nur ein* 91H> MtEsneft’re?>unfl im Reichstag über die Frage der Beantwortung der Militärkontrollnote statt idft Sefaßt wurden. Sie entscheidende Kabmettssiimng fei erst für beute anberamrtt worden Mit der Absendung der Note nach PariS und London fei für mon 8en oder übermorgen zu rechnen.
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Stellungnahme der IrechtSparteie».
-Eigene Drahtmeldung.) Die rechtsstehenden Parteien haben gestern ?e>rn Kanzler einen Schritt unternommen, nm im letzten Augenblick noch eine unbedingte Annahme der neuen Entwaffnungsforderungen der Entente zu verhindern Der Pariser „Matin" hatte bereits vorgestern ein Telegramm feineS gebracht, wonach das RechtSkabinett die EntwaffnungSnote angenommen habe, nachdem eS gelungen sei, auch die deutschen Militärs von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß Deutschland die Militärkontrolle unbedingt annehmen müsse. Das trifft nicht zn Die heutige Kabinettssitzung ist auf 7 Uhr anbe- raumt. Zu der am Sonnabend beginnenden Konferenz bet deutschen Ministerpräsidenten sind di« Minister der Länder in Berlin eingetroffen.
Gegen feindliche Hetze.
Die Phantasien über daS deuffche Heer. (Telegraphischer Bericht)
Berlin, 26. Juni.
Die kürzlich vom Reichskanzler dem Berliner Vertreter des Reuterbüros gewährte Unterredung wird von der Daily Mail in Fortsetzung ihrer Entstellungskünste dahin umgekehrt, daß der Reichskanzler durch feine Mitteilung über einen BerwaltungSkörper von 150 000 Mann die Angaben deS Generals Rollet bestätige. Er habe damit zugegeben, daß ein geheimes deutsches Heer bestehe. Tatsächlich ergibt jedoch die Un- teredung vollkommen einwandfrei, daß der Reichskanzler mit dem Verwaltnngslörper die deutsche Polizei meinte, die, wie alle Wett weiß, immer der eingehenden Kontrolle durch die Mt- litSrkommisfion unterliegt. In Deutschland find übrigens für Polizeiangelegenhetten lediglich die Zivilrefforts der Länder und nicht, wie die Daily Mail glauben mache« will, die Reichs. >vehr zuständig. Buch wurden keineswegs In die Polizei 5000 Offiziere und 50 000 Unteroffi. ->'ere des alten Heere« eingestellt. Desgleichen ist bk Brbsuptvug, daß bk Volizei bk gliche Ausbildung wie die Reichswehr erhalte, aus der Lust gegriffen. Schließlich ist fcstzuftellen. daß die Bewaffnung der PoUzeibeamten sich auf das für ihre ordnungsmäßigen Aufgaben «num- gänglich Notwendige beschränkt.
Sie Stole eine
_ d°ris, W. Stent (TelearapHisch« Meldung.) ^*V?^nl^eepräsident ^at heute dem Ministerrack über die Besprechungen mit Macdonald, und Hymans Bericht erstattet Rach SMuß deS MmifterratS erffärfe Herriot auf Befragen, daß er sehr befriedigt sei von der Ab- d? fr“n»»W-engliMkn Rote. In der Mflitarkontrollfragr habe eS sich darum gehandelt. nicht eine Geste zu machen, sondern eine Tat zu vollbringen. Darauf allein komme eS an.
Zustimmung Der /Belgier zur Note.
Pari«. W. Juni. (Telegraphische Meldung.) Nach dem Brüsseler Korespondenten des Intron- sigeant wurde heute in Brüssel erklärt es sei unzutreffend, daß die belgischen Minister sich über die «bsendung der ftanzöfisch-englischen Note m der Abrüstungsfrage erstaunt gezeigt hätten. Sie hätten die Absendung der Note durchaus gebilligt.
2000 bis 2580 Frühstücksbrok gesammelt und verteilt. So sorgen die Schüler für ihre hungrigen Kameraden An 170 Schulen in Berk.« werden insgesamt täglich 17 500 Kinder gespeist. Auch die G e w e r b e v e r ei n <t beffen. So speisen die Berliner Großschläckter täglich 500—600 Personen in den weiten Räumen des Schlachthofes und geben täglich mehrere hundert Brote ab. Wenn das Ausland 37 000 Kindern Erholungsaufenthalt gewährte, so blieb das Inland 'e.neswegs zurück: Die deutsch« Landwirt« Last hat bisher 346 000 Kindern Gastsrennd- 'chast gewährt. Im Jahre 1923 genossen diese Kinder durchschnittlich fünf Monat« Landaufenthalt Ostpreußen leistete für die Provinz und für die Rbein- und Ruhrhilfe als Beisteuer in Bargeld und in Lebensmitteln für 670 000 Kold- mark, die Provinz Sachsen spendete Lebensmit- tet, und ihre Einwohnerschaft übernahm 60000 ogenannte Patenschaften. Mecklenburg leistete insgesamt für 337 000 und die Provinz Brandenburg, einschließlich Berlins, für 2 Millionen 319000 Goldmark. Es könnte noch auf viele Einzelleistungen verwiesen werden, auf die Hili« deS Reiches, der Länder, der Städte, di« tels tu Baraeld. teils in Naturalien erfolgt« und
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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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ulerhmwt möglich w«. .durch bk schweren 1 das von Dr. Held gebildete Kabinett geeiniet