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Nummer 146.

Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.

Dienstag, 24. Juni 1924

Hmlots Besuch bei Macdonald

W

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und sozialistischen Emissäre stnd in Paris ange­kommen, um die Aktion der Deutsche» zu unter­stützen. Es darf nicht geschehen, daß unter dem Deckmantel von Wirtschaftsabkommen Deutsch­land die Mittel in die Hände bekommt, drn Ver- saillcr Vertrag endgültigzu umgehen.

beit Der Bahndamm der Strecke Eisenach-Lich­tenfels wurde auf eine Strecke von 300 Meter unterspült, sodaß der Zugverkehr unterbrochen wurde und erst heute wieder aufgeni^stmen wer­den konnte. Biel Vieh dürste «mgekommen sein.

Sine Konferenz Im Lull In London.

London, 23. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Dem omtlirften Londoner Kommunique wird in politischen Kreisen hinzugefüo.t, daß zur inter­alliierten Konferenz von Macdonald als Ta­gungsort London vorgeschlagen wurde. Der Courant eMärt, daß mit großer Wahrscheinlich­keit der 16. Juli als Datum gewählt worden sei. Diese Konferenz wird nicht den allgemeinen Charakter haben wie die Unterredung zwischen Macdonald und Herriot. Die verschiedenen alliierten Delegierten werden von zahlreichen Sachverständigen begleitet «erden. Es wird erst im Verlaufe der Konferenz erwogen toerbeit, ob die deutsche Regierung eingeladen werden soll, Delegierte auf die Konferenz zu entsenden. Vorläufig wird noch nicht daran gedacht.

nach Angabe des Reichskanzlers Marx nicht un­möglich ist! die Vollmachten verweigert, die zur Ausführung des Gutachtens der Sachver­ständigen notwendiq sind? 2. Was beabsichtigt England, wen» Frankreich die Ruhr räumt und wenn dann Deutschland die Zahlungsver­pflichtungen aus dem Plan des Generals Da­wes nicht einhält? 3. Beabsichtigen die Englän­der, die Kölner Zone weiterhin besetzt zu halten, oder werden sie ihre Zone im nächsten Januar fünf Jahre nach bet Ratifizierung des Versail­ler Vertrages auf alle Fälle räumen? 4. Welche Art von Garantien bietet England Frankreich an für den Fall, daß Deutschland in den Völkerbund eintritt? 5. Welche Haltung nimmt England Deutschland gegenüber in der Entwaffnungsfrage ein? 6. Wie ver- häst sich England gegenüber Frankreich in der Frage der Zahlung der französischen Kriegs­schulden?

lleverschwemmung In Thüringen.

Themar, 21. Juni. (Telegraphische Mel­dung.) Gestern abend ging ein schweres Gewit- ter mit Wolkenbruch nieder. Das ganze Tal bis an die Stadt wurde in einen tiefen See verwan-

Am Sonntag vormittag begann die Vertreter» tagung um 5410 Uhr. Bürgermeister Fisch, born (früher Grumbach) eröffnete als Vor-, ntzender die Tagung mit der Begrüßung der be­hördlichen Vertreter vom Reich und aus den be- setzten Gebieten. Für die Stadt Kassel war Ltadtr« Weber erschienen. Als Vertreter der Reichsregierung übermittelte Oberregierungsrat Vogels die Grüße des Reichskanzlers und des Ministers für die besetzten Gebiete. Er hob dre Meinung hervor, wenn der Minister für die besetzten Gebiete allein die Richtlinien für dre Betreuung der Ausgewiesenen hatte festsetzen durstn, wäre den Wünschen mehr Rechnung ge- tragen worden, aber andere Minister hätten an- der« Interessen zu vertreten. Er brauche nur an die schlechten Reichs fiianzen zu erin. nern. Die Richtlinien seien ja nicht starr, son­dern könnten geändett werden. Regierunzs- prastdent Dr. Brandt überbrachte die Grüße vom Rheinland, namentlich vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz. Auch dieser Vertteter weist auf dre schlechten Finanzen des Reiches hin. Die Erfüllung mancher Wünsche scheitere an der man­gelnden Krast. und es stehe tatsächlich so, daß man dankbar fein müsse, wenn nicht noch wei­terer Abbau der Fürsorge erfolge. Vom Hauptvorstand des Deutschen Roten Kreuzes überbringt Herr Blnmfeld die Grüße. Wei- ter spricht im Namen der Reichsentschädigungs­telle Dr. B o r ch a r d. Er glaubt, daß der Höhe-, mnkt der Entschädigungstätigkeit erreicht ist. Es stehe noch die Erledigung vieler Anträge bevor. Für die Stadtverwaltung Kassel herßt Stadtrat W e b e r die Erschienenen herzlich willkommen, der sich besonders über die Ein­ladung freut, weil er selbst ein Sohn des Huns- nick rst. Er habe in seiner kommunalpolitischen Tätigkeit hier die Nöte der Ausgewiesen-m ken­nen gelernt und Verständnis für die Wünsche ge- vonnen. Er hoffe, daß sich die Erschienenen im chonen Hessenland wohlfühlen mögen. All- Redner wünschten der Tagung einen gedeihlichen Verlauf. Schließlich dankte der Vorsitzende den Vorrednern und bat die Regierungsvertre- ter, bei der Betreuung der Dusgewiesenen nicht alles zu Ungunsten der Geschädigten anszulegen.

Nach der Zusammenstellung des Bureaus er­wähnt der Vorsitzende dieses Bureaus, Herr von ~ etf5." das Schicksal der Gefangenen und Ausgewiesenen und sprach die

wenn zum Programm Herriots dielieber* gäbe der Militärkontrolle an den Völkerbund, so bald es die Umstände gestattens, gehött, so beweist gerade die letztere Einschränkung, daß hier eine der schwierigsten Klippen für die an­gestrebte Reparationsverständigung vorliegt.

Eine gewisse Klärung dieser und der anderen Reparationsschwierigkeiten ist möglicherweise von der soeben stattgefundenen Zusammenkunft zwischen Herriot und Macdonald zu er­warten, die sich in erster Reihe mit dem Abbau der wirtschastlichen und der militärischen Be­setzung, der Frage der Räumung des Ruihrgebie- tes und der Sicherungen beschästigt bat, für die man anscheinend als Vorbedingung den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund aufstellt. Je­denfalls kann nur immer wieder vor der Illusion gewarnt werden, als ob der Ersatz Poincarss durch Herriot ohne weiteres eine tragbare Lö­sung des Reparattonsproblems garantiere.

Die Ausgewiesenen.

Der erste Vertretertag in Kassel.

Kassel, 52. Juni.

Nach einjährigem Bestehen hat der Reichsver- band der Ausgewiesenen von Rhein und Ruhr (Sitz Kassel) seinen ersten Vertretertag hier ob­gehalten. Einige hundert Mitglieder aus ver­schiedenen Landesverbänden batten sich im Ev.in* gelischen Vereinshaus versammelt. Eingeleitet wurde die Tagung am Samstag mit einem sehr schön gestalteten Unterhaltungsabend, wobei Orchestermusik. Gesangsvorträge und Tänze geboten wurden. Ein von Kaufmann Fritz Oberlinger gedichteter Vorspruch führte tn die Stimmung des Abends ein, woraus der Ortsvorsitzende, Rektor Weyrauch, in einer Rede die Anwesenden herzlich begrüßte. Es wirk­ten dann in künstlerischer Weise mit: Hildegard Dunkel-Salzenberg mit Tanzgruppen, Opernsänger K r e m e r mit Liedern, Kapellmdi- ster M a u r i d als Begleiter, sowie ein dreifaches Quartett des MännergesangvereinsLieder- k r a n j' und sonstige Musikfreunde. Der Abend nahm einen sehr stimmungsvollen Verlauf bei gemütlichem rheinischem Humor.

Tagung am Sonntag.

Der amtliche Bericht.

London, 22. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Das offizielle Komuniquö über die Unterredung Macdonalbs mit Herriot hat folgenben Wort­laut: Eine Unterredung der Ministerpräsidenten Frankreichs und EnAands hat am Samstag und Sonntag in Chequers stattgefunden. Im Verlaufe einer freundschaftlichen und intimen Unterredung find die verschiedenen Fragen ge­prüft worden, die durch de« Sachverständigen­bericht aufgeworfen worden sind, sowie die Maßnahmen, nm die Vorschläge des Planes Da- dvrch-uführen. Es ist nicht möglich gerne» fciäc ^u endgültigen Entschlüssen zu kommen, da vorher die italienische und belgische Regierung gefragt werden müssen. Diese Unterredungen haben eine vollständige Einigung zwischen den beiden Regierungschefs an den Tag gelegt. Es ist beschlossen worden, daß unter Vorbehalt der Zustimmung der übrigen alliierten Regie­rungen eine Konferenz in London Mitte Juki zusammentreten soll, um endgülttg die einzusMa- gende Prozedur festzusetzen. Die beiden Mini­sterpräsidenten haben beschlossen, gemeinsam einen Besuch in Genf anläßlich der Eröfftmng der BölkerbundSversammlung zu machen.

Schwere Anwetterschäden.

Wolkenbruch und Blitzschlag im Norden.

(Privat-Telegramm.)

Hamburg, 23. Juni.

Die mit außerordentlich großen Niederschlä­gen verbundenen Gewitter, die von Freitag nachmittag bis Sonnabend mittag über Ham­burg und das Gebiet der Unterelbe niedergingen, haben beträckstlichen Schaden angerichtet. In .Hamburg find zahlreiche Fernsprechleitungen in-| folge eingedrungenen Grundwaffers gestört. In-, der Räbe von Harburg wurden zwei junge Mäd­chen vom Blitz getroffen und getötet. In der Gegend von Kaltenkirchen find 5 Anwesen durch Blitzschlag eingeäfchert worden. In Stade und Umgebung ging ein schwerer Wolkenbruch, ver­bunden mit Hnaelschlag nieder. Die Straßen waren etwa 30 Ztm. hoch vorn Wasser überflutet das auch in die Häuser eindrang. Im Laufe des Sonnabends wurde in Hamburg ein Nie­derschlag von 61 Litern auf de« Quadratmeter gemessen.

Einzelnummer 10 Pf-, Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang

lieber die Besprechungen zwischen dem neuen französischen Ministerpräfidentcu H e r r i ift und dem britischen Ministerpräsidenten Macdo­nald, die über die deutschen Reparationen be­rieten, liegen folgende Telegramme vor:

London, 23. Juni. (Telegraphische Meldung.) Der französische Ministerpräsident Herriot traf Samstag abend zum Besuch des englischen : Ministerpräsidenten Macdonald auf Schloß : Chequers ein. Rur wenige Neugierige aus den benachbarten Dörfern und Ausflugsorten Lon­dons hatten sich die Mühe gegeben, Herriot begrüßen, der im Begleitung seines Kabinetts­chefs, seines Privatsekretärs eines Dolmetschers und des politischen Direttors im' Außenmini­sterium Peretti della Rocca gekommen war. In London wurde Herriot auf dem Bahn­hof von Vertretern der Regierung empfangen und fuhr sofort nach Chequers, das an der Stadtgrenzc Londons liegt, im Auto weiter. Kriogsminister Rollet hatte Herriot bis nach Ca­lais begleitet und fuhr von dort nach Paris zu­rück. Am Abend fand in Chequers nach dem Es­sen die erste offizielle Aussprache zwischen Macdonald und Herriot statt, woran auf engli­scher Seile noch Sir Crewa teilnahm. Dabei entwickelte Macdonald den englischen Standpunkt den man kurz in drei Leitsätze zusammen- faffen kann:

1. Sofortige Anwendung des Dawesberichtes nach der Ratifizierung auf einer Konferenz aller alliierten Premierminister. 2. Vollständige Auf­gabe der französisch-belgischen Regie an Rhein und Ruhr und eine möglichst genaue Umgren­zung der unsichtbar zu machenden Uebecbleibsel der militärischen Besetzung. 3. Lösung der Si­cherheitsfrage durch den Einttitt Deutschlands in den Völkerbund. Ministerpräsident Her­riot verhielt sich zu diesen englischen Vorschlä­gen zunächst kritisch und wollte erst am Sonn­tag nach Rücksprache mit seiner Begleitung sich über die Wünsche und Forderungen Frankreichs äußern. Es heißt, daß nur eine grundsätzliche englische Erklärung über die Frage der Sicher­heit, die auch die französischen Militärkreise be- friedigen kann, als genügende Voraussetzung an­gesehen werden könne für die militärische Räu- inung des Ruhrgebietes und für die Beachtung der Räumungsfristen des Rheinlandes nach dem Versailler Vertrag. Ferner wirft Herriot den Gedanken in die Debatte, daß England, um den Franken auf der gegenwärtigen Höhe zu halten, G a r a nt i e n für den Fall übernehmen müsse, daß Deutschland böswillig in Zahlungsverzug bleibt. England will sich auf eine staatliche Ga­rantie in diesem Punkt aber nicht einlassen, doch man hält es nicht für ausgeschlossen, daß aus Entgegenkommen gegen Frankreich feste Verab­redungen mit der City getroffen werden können.

Herriots französischer Standpunkt

wird von ihm nahestehenden Kreisen dahin prä­zisiert, daß er versuchen will, mit Macdonald über folgende Fragen eine Einigung zu er- . zielen:

1. Welche Haltung werden die «liierten an- ' nehmen, wenn der Deuffche Reichstag was

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Lieferung ift ausgeschlossen. Postscheckkonto Frankfurt a. Main Nummer 6380.

' Die Gärung in Italien.

Kein Geständnis von Dumini.

(Eigener Drahtbericht.)

Zürich, 23- Juni.

Die Neue Züricher Zeitung meldet: Ter Gc- neral-Polizei-Tirektor bestreitet aus das Entschie­denste, daß er mit Filipelli Zusammenkünfte ge­habt und diesem einen Paß ausgestellt habe. Fer­ner wird dementiert, daß Dumini ein Geständnis abgelegt habe. Im Gegenteil verweigert Dumini vor dem Untersuchungsrichter jede Antwort. Dagegen führen die Zeitungen beider Lager eine immer gereiztere Sprache. Der von Mussolinis Bruder geleitetePopolo d'Jta- lia" ergeht sich in kriegerischen Tönen. Er er­klärt, der Faschismus sei entschlossen, auf seine Machtstellung nid# zu verzichten, es sei denn nach bitterstem Kampfe»

Die Besprechungen in London

Zwei Ministerpräsidenten der Linken.

DieSichecheitsfrage. VaS künstliche Hemmnis der Verständigung.

Das Kabinett Herriot, dem zehn Mitglie­der der radikalen und der radikal-sozialistischen Vattei, zwei der republikanifch-fvziaüstischen Gruppe, eins der republikanischen Linden oer Kammer und eins der demokratischen Linken des Senats angehören, ist ein ausgeprägtes Kabi­nett der Linken, das aber einen dmttlen Punkt aufweift, nämlich den K r l e gs m i n: st e r N o l- let, den bisherigen Vorsitzenden der Entente- Milttärkontrollkommifsion, der keiner Partei an­gehört, Demokrat sein soll, aber auf alle Fälle den militärischen Einschlag des sogenannten Friedenskabinetts darttellt. Angeblich hat Her­riot dem General Rollet die Versicherung gege­ben, daß er nichts vor dem tun werde, was er den Sozialisten versprochen habe. Diese Mel­dung desEclair" wird natürlich dementiert werden, ist auch in der Form sicherlich nicht zu­treffend. Aber es ist bezeichnend, daß der neue Ministerpräsident es als nötig erachtet hat, der Berufung Rollets eine besondere Begründung anzuhängen, die freilich als durchaus verun­glückt bezeichnet werden muß.

Der französische Ministerpräsident hat zwecks Begründung derEr n e nn ung N o 11 ets, der bisher als Stütze der Poincaröschen Gewaltpoli­tik galt, behauptet, daß Deutschland im Begriff zu sein scheine,eine ähnliche Operation durch­zuführen, wie sie 1806 nach dem Frieden von Tilsit unternommen wurde." Zur Ausmalung dieser Phantasiegespinste beruft er sich auf die Tätigkeit der Turnvereine und SPortge- sellfchaften. Es ist das kennzeichnend für die französische Revanche furcht; denn mit Klimmzügen und Hand'stand wird die deutsche Jugend schwerlich die größte Armee der Welt schwerlich über den Haufen rennen, und Fuß­bälle vermögen die Wälle der französischen Festungen nicht einzuwerfen. Es soll nicht ver­kannt werden, daß die Propaganda der Deutfch- Bölkischen, die im Gegensatz zu Gambettas be- rühmtet Weisung immer an die Revanche zu denken und nie von ihr zu reden, zu viel reden und damit Wasser auf die Mühlen der franzüsi- schen Chauvinisten fübren. Aber wennEre Rondelle* dem General Rollet nachsagt, daß er erst von kurzer Zett einen bemerkenswerten Be­richt über die gcheimen Rüstungen des Reiches an das Kabinett Poincarö geschickt" habe, so zeigt seine Ernennung zum Kriegsminister, daß Herriot in diesem Punkt nicht viel anders ein­gestellt ist als Poincars und als nahezu alle Franzosen. Aber auch derFriedenspolitiker" Herriot übersieht dabei, daß es ja gerade die Bedrängungs- und Bedrückungspolittk ist, die den deutschen ChalMnismus großzieht.

Jedenfalls zeigt die Ernennung Rollets zum Kriegsminister und daraus wird das Kabinett Marr wohl oder übel seine Politik einstellen müssen, daß Herriot, der sich bereit erklärt hat, in der Reparationsfrage eine Verständigung an­zustreben .die sogenannte Sicherheits­frage in den Vordergrund schiebt, zu der auch die Frage der militärischen Kontrolle gehört. Diese Ueberwachung wird in Deutsch­land als unwürdig und erniedrigend empfunden, und zwar ganz besonders die Kon­trolle durch die AMierten.ss ES ist noch in fri­scher Erinnerung, daß die letzte Entwaffnung-- , not» der Alliierten, deren Bestiftung am 30. Juni abläuft, die Fordern na der deutschen Regierung auf sosottige Ueberweisung der Kon­trolle an den Völkerbund verworfen hat. Wenn auch von einigen Pariser Blättern versichert wird, daß General Rollet die schädlichen Wirkun- den brr Methoden Pomcirss frfnnnt habe, und I

Herriots JJIflne.

Paris, 23. Juni. (Eigene Draötmeldnug.) DerParis foir" schreibt zu bet bevorstehenden Unterredung zwischen Herriot und Theu- n i S: Unseren Staatsmännern ist heute je als zuvor Vorsicht geboten, damit unsere Sicher­heit und unsere berechtigten Interessen unver- letzt aus den neuen Unterhandlungen hervorgehen. Die Deutschen vermehren ihre po- litisch-m Schritte in Paris. Die natronalistischen

Anzeigenprelfe: GefchSftS-An,eigen Seile 18 Pfennig, Familien-Anzeigen Seile ennig. Kleine,Anzeigen W Wort 21/, Pfennig. Re/lamen Sie Zeile 60 Pfennig. Offertgebühr 10 Pfennig (bei Zusendung der Offerten 20 Pfennig). Rechnuugs- Betrase find innerhalb 5 Tagen zu bezahlen. Maßgebend ist der Kurs des Zablungs- tage^. Für die Richtigkeit aller durch Fernforecher aufgegebenen Anzeigen, sowie tur Aufnahmebaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen mit m^F-5Ä/chwieriäem s-atz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachthofstr. 28/80 Geschäftsstelle: Köln. Straße 5, gegenüber der Svohrstraße. Fernforecher 951«. 952.

Blitzschlag In oer Schweiz.

Aarau (Schweiz), 21. Juni, telegraphische Meldung.) In der Rächt zum Freitag schlug der Blitz in der Nähe von Bad Schinznach in eine fahrende Mitrailleurkolonne ein, die zu einer Nachtübung ausgerückt war. Eine Anzahl Leute und Pferde mürben getroffen und zu Boden ge­schleudert. Ein Fahrer blieb tot auf dem Psa!«e. Weitere Sckpververwundete mußten dem Laza­rett zugeführt werden.

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abeudzettuug Hessische Abendzeitung

Hoffnung auf die Rückkehr

aus. Die Flut von Haß gegen die Feinde könnte mit einem Schlage befeitigt werden, wenn die Heimkehr der 140000 Vertriebenen erfolgen konnte. , Er sieht eine Aussicht darin, daß das sachverständigen-Gutachten die Ausgewiesenen und Gefangenen nicht erwähnt, also die Rückkehr ur felbstverständlich halte. Einen Trost für die Heiden könne man in der Hoffnung erblicken, daß der Rhein deutsch bleibe. Die Ausge* wiesenen und Gefangenen ertrügen bis dahin ihr Leid für die heimatliche Erde. Es wird dann

folgende Kundgebung einmütig beschloffeti: Der Reichsverband der Ausgewiesenen und Ver­drängten von Rhein und Ruhr erläßt folgende Kundgebung:Die zur ersten Vertretertagung in Kassel anwesenden Delegierten und Mitglieder des Reichsverbandes der Ausgewiesenen und Verdrängten von Rhein und Ruhr erwarten von den beteiligten Mächten, daß die eingeleiteten Verhandlungen zur Freilassung der Gefangenen und Rückkehr der Ausge- wiesenen und Verdrängten möglichst chnell zu einem befriedigenden Endergebnis füh­ren, damit diesen bald ihre Heimat ausnahms­los wiebergegeven wird,"