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Kassels

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Konferenz -er Entenle-Ministerprösi-enken

Kühle Beurteilung in London.

beschränkt bleiben, sondern europäische Grob-i Strhf . .

möchte in Mitleidens^» »'rT «T.r,! L"eiH erregt r

Irerchsfinanzfmgen.

Die Beratungen im Haushaltsausschutz.

(Eigener Drahtberich'., Berlin, 21. Juni.

Wenn wir nach Rüstungen und Derwicklun. gen in der Welt Umschau halten, dürfen wir a.:ch den Balkan nicht unbeachtet lassen. Ha­ben die gespannten Verhältnisse dort auch einen gewohnheitsmäßigen Charakter, so sind ne doch lnwferN-von besonderer Bedeutung, als die in

(Lehrerinnen. Beamte, Geistesarbeiter), die zu dem Tagessatz von 4.50 oder 5 Mark mit Ein»

Berlin, 21. Juni. (Eigene Trahtmeldung.) Nachdem die falschen Beschuldigungen von Sei­len des französischen Auswärtigen Amtes und Poincares, daß Teutschland einen militärischen Angriff gegen die Ruhrbesatzung vorbereite, sofort von der deutschen Reichsregicrung widerlegt worden sind, wird jetzt eine lügnerische Aeußerung des französischen Generals Rollet (bisher Chef der Militärkontrollkommisfion in Berlin »nd jetzt französischer Kriegsminister) bekannt. Rollet hat dem Berliner Vertreter der LondonerMor- niug Pofst" vor einigen Tagen eine Unterredrmg gewährt, wobei er sagte, daß die militärische Macht (?) Deutschlands fortschreitend zuneh­me. (!) Wenn man die deutsche offizielle militä­rische Literatur studiere, so komme man der! Ueberzeugung, daß man darin ausschließlich die Offensivoperationen prüfen könne. Es seien ausführliche Instruktionen an alle militä­rischen Kommandos erlassen worden, um die Truppen für eine rasche Mobilisation Vorzüge- reiten und Kontrollbüros seien in allen ans-

Gärung in Stollen.

Stimmung gegen die französische Presse.

(Eigene Drahtmeldung.)

Zürich, 21. Juni.

interalliierten Militärkontrollkommisfion in Dentschland dringen werde, bis ihre Aufgabe vollendet sei. Was die künftige »Sicherung Frankreichs" gegen Angriffe betreffe, so werde wahrscheinlich ein befriedigender Ersatz für die Sicherheit gesucht werden, die Frankreich in Ber- sailles in dem gescheiterten englisch-amerikani­schen Paft geboten wurde. Der Widerwille des britischen Volkes gegen eine bindende Militär- konvention werde in Frankreich endlich erkannt und verstanden. Es seien jedoch in einigen Krei­sen Hoffnungen vorhanden, daß gleichwertige Garantien in Garantiepakten unter der Kon trolle des Völkerbundes gefunden würden.

Ein Beispiel dieser Methode haben wir erst setzt wieder erfahren. Das Pariser Aus-. artige Amt bat nach London berichtet, Deutschland rüste zu einem Angriff auf die französisch-belgischt Besatzung, also zu einem Krieg gegen Frankreich. P o i n c a r e, der die Sortfifepefce zu seinem Beruf gemacht hat, be­müht sich desgleichen, die Amerikaner von der deutschen Gefahr zu Überzeugen. Und Herriot der sozialistische Nachfolger Poincares, hält öf- fentlich die gleiche Meinung aufrecht, obwohl cr versönlich vielleicht anders denkt. Aber dar­über brauchen wir unS nicht zu wundern, wenn selbst ein deutscher Sozialist, der Abgeordnete Breitscheid, der jetzt in Paris weilt, den Franzosen die Gründe in den Mund legt und sagt, derneue deutsche Militarismus" fei schuld an Herriots strengen Worten? Ueber Militaris­mus hat Herr Breiischeid natürlich seine beson­dere Ansicht Wie sie zu werten ist, geht da-aus hervor, daß man selbst in England die Fcwei vom deutschen Militarismus als Torheit an­sieht. wie derManchester Guardian" sehr richtig schreibt Durch die fälschen Anschuldigungen ge- aen Deutschland wird aber der Weg zu einer Verständigung nicht erleichtert, sondern es wer­den nur neue Verwicklungen geschaffen.

itzt jeder soviel er will.

Chefarzt Dr. Fichtner gab ein prägnantes lehr­reiches Tuberkulose-Praktikum, .zeigte Fortschritt und Rückgang bei Heilerfolges auch hier das leb | dige Geld!) Mit Liegekuren, Winter wir

Sommer von morgens bis abends. Wasser, Luft und.... kräftiger Kost, daneben mit modernsten Heilmitteln (Ticherkulin) geht man der Krank­heit zu Leibe, wenn auch das Heilkraut noch nickt erfunden ist. Der Andrang zur Anstalt ist groß, sie ist überbelegt, 80 Kranke warten auf Aufnahme Zahlreich sind die

Selbstzahler"" dem Mittelstand

Nachdem im Haushaltsausschuß des Rejch-s- tages Reichskanzler Marx erklärt hatte, die Re­gierung wünsche vor allem frei Bahn zu be­kommen zur Fertigstellung der Gesetzent­würfe, die zur Durchführung des Sachver­ständigengutachtens notwendig seien stellte der Vorsitzende am Schluß der Grschäfts- ordnungsdebatte fest, daß vor allem die dring­liche Frage der Beamtenbesoldung und der Personalabba »Verordnung be­handelt werden. Zu diesem Thema führte Reichsfinanzminister Dr. Luther aus, daß die Beschäftigung mit konkreten Abänderungsiior- schlögen möglich sei. Was jetzt rechtens sei. werde am besten dem großen Spezialausschuß überlas- sen bleiben müssen. Vorderhand müsse erst eine Fühlungnahme darüber ftattfinden, wie die Par- teien sich im einzelnen zu den beantragten Aen- berunnen stellen. Er erinnerte daran, daß die Reichsregierung bereits im alten ReichSca-, Er­klärungen abgegeben habe, daß bei einer Besse­rung der allgemeinen Finanzlage des Rei­ches zu erwägen sei, in welchem Umfange von den Penfionskürzungsbestimmuagen wieder Ab­stand genommen werden könne

m«Hte in Mitleidenschaft ziehen. Am Balkan toßen die Interessen Englands, Frankreichs, Italiens und Rußlands gegeneinander. Ist es der den Kleinen dec Kampf um territoriale und machtpolitische Eifersüchteleien, so ist es bei den Großen der Kampf um die Bchcirschung des Mittelmeeres Die ungeklärte deutsche Ang'lc- genheit verhindert noch die Großmächte, sich "aber nut den Vorgängen am Balkan zu be­fassen. Aber auch dies ist nur eine zurückgestz>llte ">rage. Wohin man also sckaut, herrscht Miß- trauen und Feindschaft imb dementsprechend Vorbereitung zur ctwaiqcn Verteidigung. Und mitten drin liegt Deutschland, das nur eine passive Rolle spielt. Es gehört schon viel lügnerische Begabung und gewissenlose Verleikmdungsfiicht dazu, wenn man heure deutichen Militarismus"" als Gefabr für den Frieden der Welt bezeichnet. K. F. D

Zusammenkunft in London

Herriot bei Macdonald.

(Telegraphische Meldung.)

ländischen Konsulaten eröffnet worden, um im Falle einer Mobilisation die iM Ausland befindlichen militürfähigen Deutschen rasch zu er­reichen. Die Militärkontrolle sei sozu­sagen unmöglich, weil die Rekrut« nicht mehr an bestimmten Daten einberufen würden. Die Kontrolle der Munitionsfabriken sei ebenfalls unmöglich geworden. (?) Trotz deS Artikels 177 des Versailler Vertrages, der die

StÄ Botschafter in Paris beauftragt, die franzöüsihe meStnm"9 °Uf J*" ungünstigen Eindruck aus- Ä* umchen, den der Ton der franzöfi- fchen Presse und die Kundaebung der sranzösi- Kammer zu dem Fall Matteottis in der "gütlichen Meinung Italiens hervorgerufen i bot. DerMeffagero"" spielt in einer Polemik gegen die Auslassungen der französischen Presse ^griffe der französi- fchen Truppen ,m besetzten Gebiet an Laes SM? »"Deutschen während bei Krieges weit m den Schatten stellen.

Verwicklungen.

Die Wett voll Selbstsucht und Feindschaft.

Es sollte eigentlich überflüssig sein, darauf hrnzuweißon, daß Deuffchland militärisch am schwächsten von Men europäischen Staaten ge- Estet ist, da diese Tatsache jedem Kinde bekannt ist. Aoer leider muß man es den vielen Vei- leumdungen gegenüber immer wieder betonen. ~te Franzosen sind ja Meister in den Verleum- dungskunsten. Wie sie vor dem Kriege über die deutschen Rüstungen jammerten, obwohl Deutschland nach zwei Seiten hin zur Verteidi­gung bereit sein mußte, so setzen sie nach dem Kriege das Geschrei fort, obwohl Deutsch, land gar nicht mehr gerüstet ist. Die hun- detttausend Mann, die uns durch das Friedens- diktat zugestanlden sind, kommen ohne nennens- werte Munition, Geschütze, Flugzeuge und son­stige Ausrüstung für eine Verteidigung gegen einen Ueber fall ernstlich überhaupt nicht in Fra­ge, da die Franzosen, Belgier, Polen und Lschc chen einen eisernen Ring um Deutschland gelegt haben, der eine hundertfache militärische Ueber- nwicbt bedeutet. Trotzdem verlangen die lieben Nachbarn weitere Abrüstung der bösen Deut- die eine ständige Bedrohung des Friedens b?r. Welt soien. Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode. Irgendwie soll doch das ins Grenzenlose gesteig-rte französische- 1 gen begründet werden, und so ist ihnen keine Sitge zu dumm, als daß sie nicht der Welt gegen- ' über als Vorwand dienen könnte.

London, 21. Juni. (Eigene Drahtmel- düng.) Die Londoner Blätter besprechen die be­vorstehende Zusammenkunft Herriots mit Macdonald und betrachten dabei die von Frankreich geforderteSicherheit"" ge- gen Deutschland. @o schreibt dieTimes"": Wenn man die militärische Kontrolle und die Garantie für die Grenzen dem Völkerbund über­tragen wolle, so würde das eine sehr schwere Belastung für den Bund bedeuten. Diemili­tärischen Demonstrationen"" in Deutschland seien mehr geräuschvoll als gefährlich, und die beste Methode, demNationalismus"" entqegenzuarbeiten, bestehe darin, die Regierung Stresemann zu unterstützen. - Nach den Infor­mationen dcSDaily TAegraph"" sind die Mel­dungen über einen geplanten Uebrrfall auf die Besatzungstruppen au der Ruhr auf den Be­rich t e i n e s ü b e r e i f r i g e u A g c n t e n zu- rückMs,ihren. Es sei richtig, daß der Bericht von Pari- nach London weitergegeben wnrde und hier nur geringe Auftegung hervorgeruse» habe aber er sei durch andere Informationen richtig' gestellt und werde jetzt weder in Paris

imW ertlft genommen. (!)

einschließlich gggebübr6SerIoa'ut^CS#Öie ®°nQj[t<6 2.00 W Fernsvrccher 951 und flM Rür undf rM'ü?^"^^oistrahe 28-30. daktion eine Berantwortun^ode^c^mÄ,^;E!NAesandte Beitrage kann die Re- Uhlung des Bezugsgeldes o§er AnstrVweaea ^ernebmen. Md-

^lereTung -st ausgeschlossen. Poftscheckkouw Sraufi^

Spielen, Singen, Wandern, Märchenabcnden hält sie ihre unbändige Schar im Zaum. Im I ungenkur'haus btt oben, fo ttuttbe uns t?cr* sichert und konnte man durch Augenschein be» nötigt finden, herrscht der Geist der Eintracht, der vollen Hinaäbe an das schwere Werk. Und auch die Patienten fühlen sich in guter Hut, wenn auch bei der harten G-duldsprohe der Liegekuren. Querulanten und Nörgler der Lei- tun« das Leben ost sauer machen. Klagen sind selten und stellen sich als schiese und verdrehte Lchrullen heraus. Direktor Werner belegte mit Ipreckionden Zahlen und Beispielen, die Speise- zettel wiesen es ans, wie man um Besserung I der Verpflegung bemüht ist, die ja einer der wichtigsten Heilfaktoren ist. Freilich, Rekord- mildrtrinfer bildet man nicht mehr aus. (Ein Schneider im Dorf lebte früher von... Keilein­setzen in die Hosen). Auch heute läßt man schon wieder die Kleider erweitern. Die Um­gegend kann die Milchmengen (300 Liter tag- licki nicht mehr aufbringen. Jeder trinft seinen Liter, von Milchspeisen abgesehen. Butter ist leider noch rationiert, aber sonst

§ifene^IUlein®l^isen26a8lSor^2'/ISf?^e,,5i8lrl 8amilien-An,eigen Zeile Offertgebühr 10 Sfennia (bei Reklamen die Zeile 60 Pfennig

betrage sind innerhalb Stagen zu b«°bl-n ^"Offerten N Pfennigs. Rechnungs- tages Mr -je RichtiEt aller der Kurs des Zahlunos-

Wiesen herüber, schnatternd stiebt in Nieder* sonnebrütenden Straßen das Fe. dervieh vor uns auf( der F-chrer tut keinem und schon brausen wir hinauf; Wal»

Wir biegen in den schattigen R . ^ub- und Wiesenfark: Landesrat empfangt am Portal, die Aerzteschast ,.^^zt Dr. Fichtner, Dr. Maßmanst n M 'ewie der Verwaltungs.

w^®^rftICUtnmt v. Werner gefeiten Hum Schwesternzimmer, wo die neue Oberin Sucre (Oberschwester Mathilde hat nach ^reichen Leben 71jährig, die Hände "t?en Schoß gelegt) bei duftendem Mokka und

b,c liebenswürdige Wirtin "am. Nach einem freundlichen Willkommen, grüß gibt Landesrat Beck in knappen, gedrunqe. nen Zugen einen Ueberblick über Entwicklung

Aufbau und Organisation der Heilstätte Der hochherzigen Stifterin Frau Kommerziell. ULHerischel wird gedacht Ihres ManneS Büste hat einen Ehrenplatz im Vestibül. Für 200 L ungenkranke, 98 Frauen (darunter 22 Kinder) und 112 Männer stehen in den bei« ben getrennten imposanten Männer- und izraucnhausern Betten und Liegesessel bereit sieben Schwestern walten neben der Oberschw'- ta und den drei Aerzten ihres Amtes, dazu ein »tab von Beoienteii und Pflegepersonal. Die L andesverjicherungsanstalten überweisen die meisten Pfleglinge, wobei d-n heimischen ein beitimmicr Prozentsatz Vorbehalten bleibt. Doch auch Frankfurt, Berlin und Bochum sind neuer» dmgs stark vertreten. Die Schrecken der Jnfla- tionszett, unter denen Dutzende anderer Anstal« ten zusammeubrachen, bedrängten auch Ober- ka-ufungen hart, sind jedoch fast überwunden. Man konnte jetzt sogar eine Kinderabtei» lung, der Jnitiativr Landesrat Becks zu dan- ken, einrichten, dem in Frl Budde eine glän» Zende Hüterin erstanden ist. Mit

Die Reue Züricher Zeitung meldet aus R o m:

n,rn -vt* Die Ausnutzung des Mattcottt-Mord-Z durch die

ihgu .ten jener Völker nicht auf sich Auslandspreise gewisser Lande,-.oiivriS dnrK

Nummer 145. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.

Rundgang durch das Männerheim.

Im sommerstillen Park durch schattendunkke Fichtenalleen .. Aus den Heuschwaden strömt würziger Dust. Hochstämmige Rosenbüsche in halb erschlossener Knospenglut. Warmes Schioci- e ringsum. Es ist Liegezeit. An roter Hau» o-md klettern wilde Rosenranken hoch. In den Mügeln die Liegehallen, 1- und 2-stöckig. Wir stehen im Ehesärztzimmer, schlicht und stil­voll. Schwarz auf weiß liegt der Krankheits- befund fest. Nach der Diagnose die H»'usord- nung. Dr. Maßmann ist unerbittlich. Verwei­sung droht. Interessant, daß noch niemals ein Angestellter erkrankte. Ob-rir. Mathilde ist heute in den Siebzigern. Dr. v. Spieß hat Lazillcu itntcrm Mikroskop. Man

Die Hetze gegen Deuffchland. 12m Lungenkuchaus.

Verleumdung auch durch General Rollet ®IC cS ben Oberkaufunger Kranken geht

' I blauen Landrats-Tourenwagen, von Herrn

Bildung von Sportverbändeo verbiete I $ar??en^eim persönlich begleitet, flock bestünden diese Organisationen in großer Anzahl ?eficLn nachmittag 'der

"b<?"rfcen Dn Regierung unterstützt. Auch laubüberwölbt, da/'<ÄchwM"enTr^ die Polizei habe mehr Mannschaften als erlaubt. '

London, 21. Funi 3m Mittelpnntt des öffentlichen Interesses steht die heutige «nfirnst des ftanzöfischen Pre­mierministers in London. Der Pariser Bericht­erstatter der Westminster Gazette schreibt, daß anscheinend Ramsay Macdonald für das Ge- j heimnis verantwortlich fei, das die Unterredun­gen in Cheguers umgeben werde. Herriot habe .gestern die britifchen Korrespondenten in Paris zu sich berufen und ihnen eine Mitteilung der Downing-Street vorgelesen, m der Macdonald erllärt daß die Konferenz persönlich und verjrau- lick sei. Dem Pariser Berichterstatter der Times zufolge werde Herriot zweiftllos Macdonalds Aufmerksamkeit auf die Frage der Sicherheit Frankreichs als Frage von größter Bedeutung lenken. ES werde erwartet, daß er seine Hal­tung auf die Informationen gründen werde, die von General Rollet und General Degoutte gc- _______ullt V11-

liefert wurden, und daß er auf die Notwendig-1 zelzimmer (für Krankenkassen nur 4 Mark, Kin- feit der Auftechterhaltung der °a 3,50 Mark) Pflege und Heilung finden.

Angesichts der absoluten militärlschcu Obn- ma-cht ist cs notwendig, einmal daraus hinzu- weisen, was draußen in der Welt voi- gcht, wie alle Mächte sich für einen etwaigen Krieg vorbereiten. Da ist zunächst Frankreich, das Volk in Waffen, das sein an Menschen und Material gewaltiges Heer und seine überaus große Luftflotte immer mehr ver­größert. Gegen wen diese fortdauernde Rüstung gerichtet ist. weiß man bei einigermaßen politi­schem Weitblick wohl zu beurteilen. G?gen Deutschland allein bestimmt nicht. Jedenfalls glaubt England Ursache zu haben, sich geam ben französischen Größenwahn schützen zu müs­sen, und so ist man auch jenseits des Kanals eitrig am Werke, die^unaen zur Lust und zur See weiter aus-ubauen. Trotz der Freund- sck-ast an der Oberfläche schlummern im Gehei­men stindselige Sttrnmunqen.Freunoschast" ist überhaut,t ein im politischen Leben ata miß- brauch-tes Wort. Freunde von ^eute können morgen Feinde sein, wie wir an A m e r i k a und .zapan sehen. Bis vor kurzem vertrugen sich die beiden Mächte, die um die Vorherrschaft am Pazifischen Ozean streiten und sich gegenseitig t.jfrer Flottenrüstung zu überbieten suchen, leidlich gut. Im Grunde ihrer Seele waren sie sich nie sympathisch. Die Amerikaner sind über Japans weltpolitischen Aufstieg besorgt, die Ja­vaner aber fühlen sich gekränkt durch die Zurück- setzmig, die sie ihrer Rasse wegen in Amerika erfahren. Die neuerdings wieder angcordncte Einwanderungs- und SiedlungsdeschrÄikung gegen Japaner in Mnerika bat die Aon-igung derichärst. Wenn der Streitfall in den letzten Segen amtlich beigelegt ist so bat das ooch nur hie Sebeuiung eines verkleisterten Riffe». D-e Abneigung der Völker besteht weiter. Das Rü­sten wird fortgesetzt und Amerika hat beschlossen, die Bejeffiaungen an der Pazific-Seilc des Pa» namakanals zu verstärken.