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Mittwoch, 18. Jun! 1924.

Haftetet Neueste Nachricht«*

gewinnen.

Berliner Devisen-Kurse.

Kopenhagen 70,57 110,72 G., 111,28

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Rätsel-Ecke

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Um denEisernen Fußball".

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RothenditmolderRodler-Stiftungsfest.

Im vollbesetzten Saale des Restaurants , Bindel" in Rothenditmold beging der Rad- sahrer-Klub Rothenditmold 1899, einer der rührigsten Vereine im Bund deutscher Radfah­rer, die Feier seines sünfundzwanzigjähngen Bestehens. Viele Jahre auf einsamer Höhe ste­hend, heimsten seine Mitglieder fast alle Gaumei' sierfchaften ein und wurden als die Matadoren des Gaues 17a angesehen. Fast alle Gauvec- eine waren am Sonnabend fast vollzählig zur Stelle, um dem Jubilar ihre Glückwünsche und Angebinde darzubringen. Nach der Begrüßungs. rede durch den Vorsitzenden Herrn Karl Otto begann unter den Klängen des BundeSliedes der Aufmarsch der Bannergruppen der Kasseler Radfahrer-Vereine. Rach einem von Fräulein Wehrhahn schön vorgetragencn Vorspruch und umrahmenden Liedern Kasseler Gesangver­eine wurde Herr Gärtnererbefitzer Nikolaus Spahn ;um Ehrenvorsitzenden ernannt.

Swlimärfte fa der weiten Heimat.

Im Lense des Monats Juli finden folgende Markte ftd i: Am 1. in Hünfeld Schweine und in Lohra Itram und Schweine: am 2. in Gro­ßenlüder und Rotenburg Schweine, in Hom­berg Kram, Rindvieh und Schweine, in Langen­selbold und Marburg Kram und Schweine und in Neunkirchen Kram; am 7. in Gudensberg Kram; am 8. in Wüstenfüchsen Kram, in Kirch­hain Rindvieh und Schweine und in Schwar­zenborn Rindvieh: am 9. in Eschwege Ziegen und in Wetter Kram, Rindvieh und Schweine; am 10. in Fulda Rindvieh; am 11. in Hessisch- Oldendorf Rindvieh und Schweine; am 14. in Rinteln Kram-, Rindvieh, Pferde und Schweine; am 15. in Hünfeld Rindvieh und Schweine und in Schwarzenborn Kram; am 16. in Wächters­bach Rindvieh und in Hersseld Kram, Rind­vieh, Fobtcn und Schweine; am 16. und 17. in Fritzlar Pscrdemarkt; am 17. in Tann Kram und Schweine; am 22 in Hilders Kram und Schwei­ne, in Hünfeld Kram und in Schwarzenborn Rindvieh und Schweine; am 23. in Rosenthal und Oberaula Kram und Rindvieh; am 23. und 24. in.Wolfhagen Kram, Rindvieh, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen und Federvieh; am 24. in Frankenberg Kram und Rindvieh, in Ge­münden Kram und in Schweinsberg Kram, Rind und Schweine' am 25. in Steinau und Treysa Strom; am 27. in Hettersroth Kram und am 28. Schweine; am 29. in Kirchhain Rind und Schweine und in Poppenhausen Kram; am 30. tu Neustadt Kram und in Obernkirchen Rind­vieh und Schweine.

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18,195 B., Newyork 4,19 G., 4,21 B., Paris 23.34 G., 23,46 B., Schweiz 73,91 G., 74,29 B., Wien übgest. 5,89 G., 5,91 B, Prag 12,27 G., 12,38 B.

* Oberzwehrrn, 17. Juni. (Schmierfinken an der Arbeit.) In einer der letzten Rächte haben einige nichtsnutzige Burfchen anscheinend aus Schabernack hier einigen Bürgern einen Streich gespielt, indem sic die Garten-Einzän- uung, hauptsächlich aber Türgriffe und Schlüs­sellöcher mit einer klebrigen Fettmaffe beschmier­ten. Es ist dies bereits das zweite Mal, in- uerhalb kurzer Frist, daß dieses lichtscheue Ge­sindel seine nächtlichen Malereien wiederholte. Einer der davon Betroffenen hat auf die Ergreifung dieser Schmierfinken eine hohe Be­lohnung ausgesetzt. .

* Eschwege, 17. Juni. (Das Grab in den Wellen.) Die Leiche des am ersten Pfingsttag bei Treffurt beim Baden in der Werra Ertrun­kenen ist gestern hier gelandet worden. Es ist ein Landwirtssohn aus der Gothaer Gegend. Einen Selb st Mordversuch hat ein hier durchreisender HandwerkZburfche unternommen, indem er sich in die Werra stürzte. Er wurde jedoch gerettet und dem Krankenhaus zugesührt.

* Kirchhain, 17. Juni. (Regulierung der Wafferläufe.) Die Arbeiten zur Regulierung der Klein, Herstellung der K l e i n s l u t m u l d e und Vertiefung der S o h l e der O h m werden demnächst wieder ausgenommen. Zunächst wird mit den Arbeiten am untern Kleinlauf begonnen. Die bisher an der Ohm und Wohra ausgcführ- ten Flußregulierungsarbeiten wurden kürzlich behördlicherseits besichtigt.

Das Aus und Ab der Kurse.

Bemerkenswert fest lagen Ludwig Loewe. Nach einem dreiprozentigen AnfangSgewinn zogen sie noch um 1 Prozent an. Von Montan' aktien waren inSbefondere Deutfch-Lurem-

Am Sonntag feierte der Männergesangverein Niederkausungen sein sünfzigjähri- ges Stiftungsfest. Ein Festausschuß hatte die Feier würdig vorbereitet. Am Borabcno fand unter Musik und Ehrendamengefolge ein Umzug durchs Dorf statt. Am Kriegerdenkmal wurde der gefallenen Helden durch Ge­sang und Rede in weihevoller Weise gedacht. Bei dem anschließenden Kommers im Gasthaus Werner wurden nach wirkungsvollen Mnsik- iznd Gesangsvorträgen die vom Ehrenfestaus­schuß gestifteten Schärpen, ein Fahnennagel und noch eine erhebliche Geldspende dem Verein überreicht. Auch der Sängerkranz Westend- Kassel hatte einen Fahnennagel gestiftet, wäh­rend die Ebrendmnen Fahnenschleifen überreich­ten. Ebeno wurde eine Festchrift, die den Werdegang des Vereins sowie einen Auszug aus der Schulchronik über die gechichiliche Ent= Wicklung des Do rfes darbot, ausgegeben. Dem noch lebenden Mitbegründer des Vereins, Berthel, wurde eine Ehrenurkunde ausgehän- digt.

Am Sonntag morgen 6 Uhr erscholl der Weck­ruf der Festkapelle durchs Dorf und von 1011 Uhr war Frühkonzert. Gegen 2 Ubr zog der imposante Festzug mit dreizehn Fahnen durchs Dorf, durch zwei reitende Herolde eröff­net. Es folgte ein geschmückter Vierspänner m-t fünfzig Kindern, ferner zwei Wagen für die al­ten Ehrenmitglieder des Vereins. Nach dem Sängergruß hieß der Vorsitzende, Ionas Rohde, die erschienenen Gäste herzlich willkommen, legte in einer wohl durchdachten Rede die bisherige Entwicklung und Ziele des Festvereins dar und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Lied und die schöne deutsche Heimat, worauf die Ver­sammlungDeutschland, Deutschland über alles" sang.

Nunmehr boten elf auswärtige Ber­eiche ihre schönsten Lieder, lauter echte Perlen der deutschen Lprik, in fast durchweg schönster Weiss, dar, sodaß die erhebenden Stünden nur allzu sihnell verrannen.

Am letzten Sonnabend trafen sich Union und Hertha B. S. C. in einem Privatspiel. Beide Mannschaften mußten Ersatz einftetten. Union gewann knapp 3:2 (1:1). Im Spiel um denEisernen Fußball" war der Berliner Sport-Verein 1892 gegen Union Potsdam mit 5:1 erfolgreich Am Sonntag beendete d;r V. f. B. Pankow das zweite Ausscheidungsspiel gegen Südsteru mit 3:1 siegreich und sicherte sich den Verbleib in der Liga. Um denEisernen Fußball" gegen Wacker 04 gegen Tasmania mit 4:2. Niederschönhausen war gegen Minerva

Aus öer Heimal.

Ein ©ängertag in Mkbrrkuufungen.

50 Jahre Männergesang.

fvortverein Berlin den Polizeisportverein Stet­tin mit nicht weniger als 5:1 abzufertigen. Ber-> hat große Aussichten den Titel wiederum

Sandel und Verleb?.

4:2 erfolgreich.

Wer gewinnt den westdeutschen Pokal?

In Gelsenkirchen trafen sich in der Zwischenrunde um den Verbandspokal die Gau­mannschaften Rbeingan und Westsaleirgan. Die Westfalen-Mannschaft schlug sich überraschend gut und sicherte sich in 10 Minuten zwei Tore Vor­sprung Dann machte sich indessen eine Ueber- legenheit der Rheingau-Elf bemerkbar, wel­che bis zur Pause ein Tor aufholen konnte Nach halbstündigem Spiel in der zweiten Hälfte kiel das Ausqlerchstor. Am Schluß gelang es dem Rheingaü, nach einer Umstellung der Mann­schaft noch zwei Tore zu erzielen und den Sieg an sich zu reißen.

Sport und Spiel in der Ausstellung.

In den Monaten Juni-Juli 1925 soll in Braunschweig eine Sport- und Spiel-Aus­stellung stattfinden. Ein Arbeitsausschuß ist be- rcits gebildet worden. Die Geschäftsstelle dec Ausstellung befindet sich in Braunschweig, Ber­tramstraße 14.

5tun.O um ven Devisenmarkt.

Frank und Pfund wieder fester.

Tie Anforderungen waren am Berliner Set msenmarkt vom gestrigen Montag etwas größer, wobei zu berücksichtigen ist, daß am letzten Sonnabend feine Devisenbörse stattfand. Wäh­rend der Notierung kam erhebliches Material heraus. Der Franken hatte ausgesprochen feste Haltung. Das Pfund gleichfalls fester. Die Mark lag im Ausland, etwas schwächer, in Lon. don mit 18 jedoch unverändert, Zürich 1,35, Am­sterdam 0,63%. Tagesgeld leichter, -4 bis % pro Mille.

der Einwirkung der Rede des neuen französi-, burger fest, plus 1%, spater irdoch unter dem scheu Mintsterprästdenten, die erkennen läßt, 4 -* i-*~

daß die Politik Poincarös sortgesetzt werden soll. Die Spekulation schritt zu Posi­tionslösungen und nahm darüber hinaus noch einige Blankoabgaben vor. Das anfangs ziemlich lebhafte Geschäft flaute stack ab.

Für die Ehrung dankte dieser in bewegten Wor­ten und brachte auf seinen Stammverein ein dreifachesAll Heil!* aus. Die Gründer des Vereins und zwei um den Sport hochverdiente Radler wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für den Gau Kassel überreichte der Gauvorsitzen de einen silbernen Bannernagel. In Reden und Toasten wurden die Verdienste des Jubilars in sportlicher wie gesellschaftlicher Beziehung und sein gutes Einvernehmen mit den Vereinen ge­frierst Nach einem von Frl. Carola Neuhauer schön vorgetragenen Prolog ließ der Verein eine wertvolle Bannerschleife überreichen. Von'vielen Vereinen wurden wertvolle Geschenke gestiftet. Den Sonntag vormittag benutzte der Klub zu einem gemeinsamen Gang zum Frtedbos und ließ durch seinen Vorsitzenden am Krie­gerdenkmal einen Kranz zu Ehren der im Weltkriege gefallenen Vereinskameraden nie­derlegen. Der Abend vereinigte nochmals alle Teilnehmer zu einer Siegesfeier, an die sich ein Festball anschloß.

Handballkämpfe einer Damen-Els.

Aus Anlaß der Chemnitzer Svortwocke wurde ein Damenhandballstädtesviel Ehemnitz- Leiprig ansgetragen, das die Leipziger Eli mtt 2:1 für sich entscheiden konnte. Ein im Rahmen dieser Woche ausattragsnes Höckeyspiel einer Chemnitzer Städtemaniischast gegen den Han­noverschen F. C. von 1878 gewannen die Han­noveraner überlegen mit 6:2 (3:0).

Eine Zwischenrunde des Handballmeisters

In der Zwischenrunde um die Handballmei­sterschaft der D. S. B. vermochte der Polizei-

Hanöball... ein Dol-öfpoN.

Eine Grundlage für das Training.

Von

Karl Meitner-Hecherl.

Aus der Suche nach einem Trainingsport, der den Anforderungen eines rationellen, zeitge­mäßen Sportprogramms dienen und genüg-ui kann, ist man vor einigen Jahren tu Mittel­europa auf das Handballspiel gestoßen. Handball als Spiel und Sport vertritt eine so natürliche Methode der Körper- und Geisteserziehung, daß Handball die Grundlage für das Training fast aller Sportzweige bilden kann. Was bewirkt der Handballsport? Zunächst, wie der Lauf, die Ge­sunderhaltung der Jnnenorgane, ferner deren stete Entwicklung zur sportlichen Höchstleistung und schließlich jene leichte Körperbrwegllch'nt, Gelenkigkeit, die jedem Sportler nützl'.ch, dem Spezialsportler sogar unbedingt notwendig 'st, um ihn hochwertig im technischen Sinn und Wi- derstandsfis.« machen. Handball als Sport ermögliche rn^Svortler. den Körper elasttsch zu erha^WM^ürch Verbindung von Lauf, Sprung SM Wurf eine vielseitige Ausbildung des Körpers zu erzielen.

Diese indirekten Trainingsmöglichteiten be­handeln keine MuSkelgruppe als nebensächlich, und auch die Ausbildung des Geistes kommt beim Handball nicht zu kurz. Für alle Sportler, deren Spielintelligenz und deren Kombinations- vennögen mit einer gewissen Weichheit verbun­den ist, gewährt Handball, der stürmischesAn­gehen" nicht kennt, Gelegenheit zur allmählichen Konzentration, für Kombiy.ttion, Schnelligkeit und Taktik, das sind die wichtigsten Eigenschaft ten, die der Handballspieler aufweisen muß; durch Training kann er Wurstechnik und Aus­dauer lernen. Die Eigenschaften, die Handball in sich trägt, vor allem: Schnelligkeit, rascher Start und Körperbeherrschung, sind Schule für Sportanfänger, Sportler ohne Spezialsport und Frauen. Für den Spezialsportler aber, möge er Fußballspieler, Schwimmer, Borer, Ruderer usw. fein, bringt Handball das. was zum Bei­spiel Kricket dem englischen Sporrsmanu bringt: Mittel für Lauf- und Sprungtechnik. Mittel, den Körper und Geist im sportlichen Sinn elastisch zu erhalten und dabei die Mögllchkeit, auf ange­nehme und dem Spezialsport verwandte Weise sein Training zu absolvieren.

Handball ist ein ideales, sportlich s Kampf­spiel für die sportliche Jugend! Das verhältnis­mäßig kleine Spielfeld, die (gegenüber Fußball) kürzere Spielzeit, das Verbot desAngehens" (Rempeln), die Regel, daß der Ball immer nur drei Sekunden beim Spftler bleiben darf, usw. schließen Ueberanstrengungen von vornherein ans. Zum Sport, im Sinne strenger sportlicher Disziplin, erzieht aber der Handballsport ieden artlcr und jede Sportlerin. Denn Handball tet rohe Gangarr aus, er läßt Sieg N'cht durch Körperkraft entscheiden, sondern durch flin­ken Lauf. Kombination. Dalltechulk, Schießen und Raschheit deS Entschlusses

Handball ist zum Volkssport ganz besonders geeignet, denn Handballspiel als Sport ist in­folge der leichten Ausübungsmöztichkeit wie keine andere Art der Körpererziehung zum Mas­sensport geeignet, daher ein wirkungsvolles kör­perliches Volkserziehungsmitt:l!

Kurf» in Billionen Mark für 1 Pfund, 1 Dol« lar, 100000 öfter, und ung. Kronen, übriges je 100 Einheiten. Amsterdam 156,41 Geld, 157,19 Brief. Brüssel-Antwerpen 20,05 G., 20,15 B.,' Christian ia 56,46 G., 56,74 B., Kopenhagen 70,57 S., 71,03 B., Stockholm-Goth. 110,72 111,28

B., Italien 18,10 G-, 18,20 B-, London 18105 G.

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Die Lage am Levenemitttimarv.

Am Wochenbeginn etwas lebhafter.

Am Hamburger Warenmartt vom gestrigen Montag waren die Preise für Schmalz: Leicht befestigt, amerikanisches Steam Lord 27 Dollar, raffiniertes amerikanisches Schmalz verschiedener Marken 28.10 Dollar per 100 Kilo ab Hambur- S Freihafen. Kaffee: Markt etwas freund­er. Santos Superior 9395 sh, Primes 101 bis 103, Ertraprrmes 110113 sh, alles loko transtto. Es kam wiederholt auf dieser Basis zu Abschlüssen mit dem Jnlande. Kakao: Lokomcnckt still und freundlicher. Von über- seeischen Produttionsmärkten waren Superior Bahia 32 sh offeriert. Accra good fermenteh 29%, Thomö Superior mit 36 sh, Fairfermen- ted Westafrikaner 27 sh. Reis: Am Loko­markte still, da das Inland mit weiteren Aufttä- gen zurückhält. Dagegen lagen für den Erport einige Aufträge vor. Burma loko 14 sh. TA d, Burma Bruch loko 1. Qualität 12 sh, 4A d. Oele und Fette: etwas lebhafter. Leinöl 49 bis 58 fl. per 100 Kilo. Paraffin und Wachs. Ruhiges Geschäft, anhaltend schwache Preislage. Weißes amerikanisches Taselparaffin 12'412% Dollar, Canaubawachs, fettgrau 110 bis ill sh, courantgrau 111114 sh, Japanware 8890 sh, Bienenwachs, ausländische Sorten, 120150 sh. Gewürze. Fest, Geschäft mit dem Jnlande belanglos.

** Berliner Mctallnmrkt vom 16. Juni. Amt­liche Preise für 1 Kg. Elettrolytkupser Per ICO Kg. 121,00, Raffinade-Kupfer, 9999,3 Prozent 1,021,03, Ong. Hüttenweichblei 0,550,56, Orig. Hüttenrohzink, frei 0,550,56, Remelted Plaftenzink 0.470,48, Banka-, Straits-, Austral­zinn 4,054,15, Hüttenzinn, wind. 99 Prozent 3,954,05, Reinnickel, 9899 Prozent 2,252,35

Der Kasseler Gauareifier.

Eine lange Radlerreise.

Der GauKassel" hielt am vorletzten Sonn­tag seine Meiste-rfchast über 156 Kilometer auf der Strecke Kassel - Fritzlar - Wildun­gen- Frankenberg -Corbach- Menge- ringhausen - Wolfhagon - Kassel ab. Die. gefahrenen Zeiten sind keine Rekorde, dock' muß der schlechte Zustand der Straßen, die durch­weg bergige Gegend, vor allem in Waldeck, und der durchweg herrschende Gegenwind Berücksick- tigung finden. Die Meisterschaft wurde 1920 von Henning-Hassia" in 5 Stunden 15 Minu­ten gefahren.

Am SchützenhauS in Niederzwehren, stellten sich zwanzig Mann dem Starter Gaufahr- wart'lffer, der die Fahrer 6,05 Uhr mit einem All Heil" auf die Reise schickte. In flottem Tempo geht es die Knallhütte hinauf und wciier nach Gudensberg. Kurz vor Fritzlar macht HenningHasste" einen gefährlich ausschenden Sturz, kann aber sofort wieder #ur Spitze ausfckließen. In Frankenberg muß der kleine KerstenPfeil") infolge Schwäche aufgeben. Die Entscheidung fällt in den Landauer Bergen, nachdem sich die Fahrer in der Zwangsvaus-' C orbach zehn Minuten lang er­holt haben. Bei Meugerinabausen stürzt Hen- ning zum zweiten Male, setzt aber un­verdrossen der Spitze nach. Karl Roppel von 99 und Krümmel Von Corbab liegen vorn und füh­ren sich gegenseitig. Am Ziel in Rothendit­mold steht eine vielbundertköpfiae Menge. Es nahen Roppel und Krümmel. 500 Meter vor dem Ziel macht sich Krümmel auf und davon, dicht gefolgt von Karl Roppel.

Resultate: 1. Krummel-Eorbach 6 Std. 6 Min. 13 Sek; 2. K. Ropvcl99" Kassel 6 Std. 6 Min. 15 Sek.: 3. SpätmannWanderer" Kassel 6 St. 10 Min. 52 Sek.; 4. Gnldenstein08 Kassel 6 Std. 10 Min 54 Sek.: 5. HenningHassia" Kassel 6 Std. 12 Min. 40 Sek.: 6. Leck-Menge- ringbausen 6 Std. 14 Min. 10 Sek. Der Radf.« Verein Corbach hatte in anerkennenswerter Weise einen Kraftwagen mit Sanitätsma­terial auf die Strecke geschickt. Dem Gau selbst war es leider nickt möglich, einen Wagen für Oberleitung, Sanitäter und Presse zu bekom­men W. E,

Erneuter Rückgang cn der Rachborsr.

An der Nachbör'e kursierten allerlei unkon­trollbare Gerücht: Wer eine Insolvenz am De­visenmärkte. Dcitz Entlastungsbedürfnis macktr weitere Fortschritte. Die Standard-Papiere der Börse gingen fast durchweg um 1 bis 2 Prozent zurück. Am Petroleummarkt handelte man Deut, scke Erdöl mit 31, Deutsche Petroleum mit 8%. Von Montanwerten Gelsenkirchen 40*4, Luxem­burger 39, Phönix 21. Von den öberschlesi- scheir Montanwerten Caro mit 9%, Oberbedarf mit 8*4. Am Sckiffahrtsmarlt waren Hapag 20?4, Lloyd 4%. Größere Umsätze wurden auch in Kriegsanleihen im Zusammenhang mit neuen Aufwertungshoffnungen getätigt, die von 67% auf 72% stiegen.

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tim Bruchteile schwächer.

Strömungen am Berliner Effektenmarkt.

Nach vorbörslich fester Tendenz kam schon Nach dem ersten Kurse an der Berliner Effek­tenbörse vom gestrigen Montag von den Groß­banken erhebliches Material heraus, aber angeb­lich nicht aus eigenen Beständen, sondern aus Kundenorders. Die Spekulation wurde durch diese Tatsache stark verstimmt. Infolgedessen schwächte sich die Tendenz ab, nicht zuletzt unter

Einfluß der allgemeinen Tendenz erheblich schwächer. Als fest sind noch zu erwähnen: Ro,,<- bacher (plus 1,1), sowie Schics. Zink (plus 1,9). Deutsche Kali Waren unwesentlich schwüler 29% (minus %), die übrigen Kaliwerte wenig verändert. Chemische Werte-sehr still. Badische Anilin 13%, Chem. Nriesheim 9, Oberschlcs. Koks 34. Von Elektrizitätswerten waren Accumulatoren Hagen in Erwartung ei­ner günstigen Goldbllanz 3% Prozent höher, Schuckert plus 1. Von Maschinenwerten waren Hansa Lloyd stärker beachtet (plnS0,75) U.M.- - P-rkagIgrbSube: Barme», Altermarkt 2181 toren-abrlk Deutz (plus 1%). SchlffahrtS-j 3

14. Jahrgang. Nr. VA

werte waren zu beginn etwas fester. Dewjch- Australier Plus %, Norddeutscher Lloyd tonn­ten ihren Änsangsgewinn nicht aufrecht erhal­ten. Von Bankaktien waren Diskonto anfangs % Proz. niedriger, später iedcch % höher (8). Deutsche Erdöl gaben nach einer Anfangssteigerung aus 32% auf 31% Prozent nach. Heimische Anleihen lagen fest. Kriegsanleihe 7g M-lliarden Prozent, 3 Prozent Reichsankeibe 650 Milliarden, Sparpcäm enan- leihe 100 Milliarden Prozent. Tollarschatzrn- weisungen erfuhren eine Steigerung um 25%.