HesS-lvr SftetieWe Nächst«,
Sonntag, T. 3K:,r
dringen immer weiter vor, über öde
und zwi chi-u
heißen die Götter unS hoffen.
1 VERKAUFSSTELLE OB. KÖNIGSTRASSE 4
A
--------------------------------------------- ------1 ■■ ■ ■! u _i «.wjumia;
Empfehlen Sie die Kasseler Neuesten Nachrichten bei Freunden und Br kannten!
hochwertiges QuaJitSfs-Proaakt ßei 2jähr. Garantie 40—5O°/o biliger als gleichwertige Marken-Maschinen.
Himmel - 'Landb'ine
Gerade im Augenblick wichtiger internationaler Entscheidungen steckt Deutschland in Mrcktec- lichster Klemme. Um den verbündeten Feinden, die uns jetzt wirtschaftlich reorganisieren wollen, einigermaßen gleichberechtigt gegenüberstehen zu können, müßten wir Handel und Industrie start und arbeitskräftig, die Genesungskrise bereits überwunden haben. Nur dann wäre es möglich. von den aerieliuren Geschäftsleuten, die hinter dem TachverständigenauSschuß stehen, erträgliche Bedingungen zu erhalten. Der Aus- landskredit, um den wir seit langem so brünstig werben, wird uns nur dann zn erträglichen Be
chen auf sich nehmen.
Wenn Deutschland sich einschränken und echtes Geld zusammenkratzen will, vermag es dies selbst heute noch. Die Groß-Berliner Sparkassen haben binnen vier Wochen rund 700000 Gold- mark an Svareinlaqen erhalten; man steht alw, das kleine Volk ist entschlossen, zu den früheren auten Gewohnheiten zurückzukehren. Deshalb heißt es jetzt, das langsam zurückkehrende Vertrauen der Bevölkerung zu stärken, den Spuren jede Erleichterung nt schaffen und. dies vor allem, sie mit der Gewißheit zu erfüllen, daß nette Verluste für sie ausgeschlossen sind. Wir können die schwere Gesundungskrise nicht vermeiden, aber wenn wir alle unsere Vflickt tun und. statt uns aufs Ausland zu verlassen, soweit
Trage fließt das schwärzliche Bel durch die Rinnsale in Teiche und Tanks. Unten am Fluß
Mit Feder und Kurbelkaften
Die Wettreise unseres Mitarbeiters Dr. Solin Roß.
11. Brief: Kaliforniens flüssiges Gold.
Wo die Solquellen fließen / Der Setkönig und das SelfieSer / Jedermann hat feinen Bohrturm / Sin hübsches Einkommen / Im größten Selfeld der Welt / Ans Bettler werden Millionäre / Das Märchen» glück eines Schweizer Kellners / Sin phantastischer Anblick.
Bakersfield (Kalifornien), jm Mai.
Die Oelfelder von Bakersfield liegen in einer Biegung des Kern River. Der Fluß umschließt eine Kuppe, an denen in weite» Abständen die Bohrtürme hinanklimmen gleich müden Greisen, die auf der Wanderung nach ihres Lebens Ziel eine Weile innhalten, um Atem zu holen. Langsam und schwerfällig geht das müde, alte Herz, der Balancier Der Pumpe, auf und ab und treibt den trägen, trüben Saft aus den Adern deS Berges. Ja, es sind alte, müde Gesellen, die O el quellen von Bakersfield. ist keiner mehr unter ihnen, der in wildem, jugendlichen Zorne die Sonde, die man ihm ins Her; gesenkt, in wütendem Sioß hinausschleudert mit einem hochschietzendcn Strahl seines Blutes. Es fließt überhaupt kein Del mehr von Bakersfield aus frisch erbohrien Quellen, sondern alles wird aus alten Türmen gepumpt. Darum wirkt auch das ganze Feld so tot und alt. Man sieht kein lebendes Wesen auf ihm. Ja. ein Viertel bis ein halbes Tu> zcnd Türme werden von einem Arbe.ter versorgt. Er hat nicht allzu viel zu tun, die Pumpen verrichten automatisch ihre Arbeit. Und es ist früh am Morgen. — so mögen die Arbeiter noch in ihren schmucken Häuschen sein, die zwischen den Bohctürw.chen versteckt liege».
„GeMMWö"kme?
Von
Reinhard Collstede.
Vier Wochen nach dem Erscheinen der Ren- tenmart war man in zünftigen Kreisen einigermaßen ernannt darüber, daß die prophezeiten Wirkungen des neuen Geldes zum Teil ausgeblieben waren. Und gerade die unangenehme» Folgen, auf die man sich ängstlich vorbereitet hatte. Dunst die im letzten Augenblick erfolgte mitleidlose Zerreißung des Inssattonsschleiers war dem Milliarden- und Billionenschwindel ein Ende gemacht worden; wir hatten wieder richtiges Gekd in der Hand, womit sich kaufen ließ und wofür man gern verkaufte, aber wir merkten zu gleicher Zeit auch, wie unsagbar arm wir geworden waren.
Die Meteorologen pflegen sich nicht selten zu trren, und so trafen auch die Weissagungen unserer volkswirtschaftlichen Wetterkundigen zunächst nicht ein. Während der Inflationszeit, wo alle Löhne und Gehälter tagweise bezahlt wurden, hatte niemand Geld genug zu wichtigen, ost unentbehrlichen Anschaffungen gehabt. Ebe das Verdiente noch zum Kaufmann getragen werden konnte, war es schon gänzlich entwertet. Jetzt, wo die Rentenmark da war, zerrannen die spärlichen Pfennige wenigstens nicht mehr unter den Händen, Der fleißige Arbeiter erhielt zwar geringen Lohn, aber er behielt tön doch wenigstens. Nicht mehr floß schier das gesamte Volkseinkommen rasend schnell, in Gestalt von Inflationsgewinnen, in die weit geöffneten Kassen einiger großer Profitmacher. Und fo waren die Millionen, die bisher kaum ein Hemd, geschweige denn ein Baar Stiefel oder einen Anzug hatten kaufen können, in der Lage, sich wieder einigermaßen damit ausznrüsten Sie stürmten förmlich die Läden. Ihre Abgerissen- hett zwang sie dazu. Es begann eine Blütezeit d»S inneren Marktes; alle Industrien, die "ür den deutschen Tagesbedarf arbeiteten, batten übermäßig zu tun und der gefürchtete Stillstand her gesamten Industrie- und Handelsmasckine blieb einstweilen ans. Deutschlands Industrie erfreute sich abermals einer sogenannten günstigen Konjunttur, die aber genau so Scheinblüte genannt zu werden verdiente, wie der »große Aufschwung" während der Inflationsmonate, der in Wahrheit nichts als eine unerhörte Vcr- geudung deutscher Kraft und letzten deutschen Eigentums gewesen ist.
Statt des allgemein erwarteten großen Preisabbaues, den der Zufammenbruch des Geldzeichenschwiudels eigentlich mit sich bringen mußte, haben zahlreiche deutsche Industrien in den letzten Monaten recht beträchtliche Preiserhöhungen vornehmen können. Außerstande, de» jäh einsetzenden Bedarf zu decken, waren sie in der Lage, der Verbraucherschaft ihre Bedingungen vorzuschreiben. Und diesen Bedingungen lieferten sw nach Leibeskräften. Je höher die Preise stiegen, desto heißer wurde der Waren- hunger des Handels. Auch gescheite Geschäftsleute glaubten mit Sicherheit, daß die neue Teuerung bereits da fei und sich rasch gewaltig auswachsen würde. Folglich kauften sie W'-r: in immer beträchtlicheren Mengen ein. häuften thre Lager bis oben hin voll und sahen freudig der Zukunft entgegen. Daß auch sie so gut wie die mit Volldampf und Nachtschicht arbeitende Industrie an der raschen Heranfführung der Sanierungskrise mitarbeiteten, bedachten sie ganz gewiß nicht. Und dock sind wir auf diese Weife zur Krisis gelangt. Rur daß sie. weil sie verspätet ist, wahrscheinlich üblere Folgen als vor vier oder fünf Monaten haben wird.
In aller Stille hat sich eine Kreditnot eingestellt, die verhängnisvoll werden muß. Während die Inditstrie dank den gewaltigen Aufträgen des Handels teilweise auf Monate hinaus beschäftigt ist, die weit über dem Weltmarktpreis liegenden deutschen Preise aber gleichzeitig jede Ausfuhr völlig unterbunden haben, zeigt es sich, daß wir an dieser inneren Hochkonjunktur mit ihren Widersprüchen zugrunde gehen müssen, wenn nicht alsbald Rettung kommt. Es bat nämlich niemand Geld, um die gekauften Waren zu bezahlen und um die Fabrikation in Gang zu erhalten, d h. also, besonders die nötigen Rohstoffe aus dem Auslände zu erwerben. Dazu würde »ns, es sei immer wiederholt, nur stacke Warenausfuhr «»fähigen. Statt dessen haben wir in den letzten vier Monaten durch übertrieben starken Inlandverbranch weitere Devisenmassen verzehtt. unser bißchen Vermögei: entsprechend weiter beruntergebracht.. Beinahe niemand mehr ist imstande und willens, Kredite zu gewähren. Die Banken und private Geldgeber verlangen abenteuerliche Zinsen, und dies rasend teure Leihgeld zerstört jede redliche
wird die Arbeit gestoppt, die Quelle abgedämmt; fgust geschieht ez a'z - leb'* fc-* >ie mit "noe- heurer Gewalt ausbrechende Flut den Bohrturm mit in die Luft reißt.
Tas Feld in Torance eilt auf Signal Hill zu, dessen Geschichte sich heute ,so jung sie auch noch ist, bereits wie ein Märchen anhört. Signal Hill, ein steiler Hügel vor Los Angeles, mit weitem Ausblick aufs Meer, war von einigen L°uten nls R ".»fitz gewählt worden. Sie hatten sich hier hübsche Bungalows gebaut und angefangen, Palmen und Orangebäume zu pflanzen. Ter prächtigste dieser Bungalows, fast schon ein Schloß, gehörte einem Schweizer Kellner. der vor dem Alkobolverbot den guten Gedanken gehabt hatte Schnaps und Likör in
hoch, und der Wind zieht sie la g wie ein Band über das ganze Tal. Bakersfield war der Beginn der kalifornische» Oelindustrie, und die Standard Oil zieht noch immer einen hübschen Gewinn aus dem Felde. Aber sein Betrieb hat nichts Aufregendes mehr. Das Interesse wurde abgclenkt durch die aussehenerregende Enidek- kung des gewaltigen Oelbassins in Los Angeles und Orange-County. Die Entwicklung geht hier so rasch, daß Ereignisse, die nur wenige Jahre zurückliegen, bereits zur Legende werden. So erzählt man mir in Los Angeles, daß hier S i n« clair den Rush auf Oel startete, glz er mit fünf Dollar in der Tasche in die Stadt kam. Er sah einen Neger einen Handkarren voll Erde durch die Straße schieben. Die Erde war schwärzlich und völlig ölig glänzend. Sinclair folgte dem Neger, stellte fest, von wo er die Erde holte, und grub hier nach Oel.
Jedenfalls ergriff die Stadt auf die Kunde von den Oelfunden ein Saume l. Jedermann bohrte auf feinem Hof, in seinem 6 arten nach Oel und bald erhoben sich allerortest zwischen den .Häusern die Skelette der Bohrtürme, bis die Stadtverwaltung die Errichtung weiterer Türme verbot. Aber eine ganze Anzahl war doch schon aufgestellt und diese Bohrtürme mitten zwischen den Wohnhäusern sind der seltsamste Anblick, den man sich denken kai'.n. Dicht an belebten Verkehrsstraßen oder in kleinen Gärten
großen Mengen aufzukaufen und nach Durch- u,,» |nilt ......
sctzung der Antialkoholgesetzgebung mit gutem wie möglich die erforderlichen Betriebsgelder Gewinn zu verkaufen. Von dem Erlös au8 die- aus Eigenem aufbringen, sei es auch unter fern Geschäft kaufte er sich den Besitz auf Signal saurem Schwieß und blutigen Tranen, dann
ten. Zwischen den Oeltürmen kochen die Kessel, zischen die Dampfmaschinen, bi» die Bohrer be- brennt ein Trick. Eine dunkle Rauchfahne steigt tt eiben Sie'.ehen einfach im Freien. Man bat -.....- ~ kerne Zeit, Ma'chinenhaufer zu bauen, in dem
milden Klima ist es auch nicht-nötig. Dampf strömt in Wolken, Oel rinnt in dicken Strahlen, und oft kann man es erleben, daß gerade ein Brunnen zu fließen beginnt. Eine schwache Wolke sprüht über den Turm; eilig
Erhöhtes Einkommen
und
Selbständigkeit ohne Kapital.
Für dir meisten sind heute di- Erwerbs- und Lebensver- hältnisse schwieriger denn je. Das Einkommen erreicht immer noch nur einen Teil des alten Friedens-Verdienstes, während das nackte Leben unverhältnismäßig teuer geblieben ist. Die Einnahmen und die zur Befriedigung der notwendigsten Lebensbedürfnisse unbedingt erforderlichen Ausgaben stehen in keinem rechten Verhältnis zu einander, von Anschaffungen, d>- felt Kriegs- und Nachkriegszeit immer wieder aufgeschobcn werden mußten, gan, zu schweigen. So sehen viele sich gezwun- gen, nebenberuflich etwas hinzuzuverdienen, einen neuen Brruf zu ergreifen, oder sich eine neue Existenz zu schaffen; aber sie sind hierbei auf allerhand Schwierigkeiten gestoßen und eS will alles nicht recht vorwärts. De- Staat Hat einen großen Teil seiner Beamten kurzerhand entlassen oder frühzeitig pensioniert. Biele Frauen und Mädchen, die bisher ihr Brot selbst ver- dienten, können es heute nicht mehr. Tausende stehen heute vor der schweren Fraqe: wie verdiene ich etwas hinzu, wie vcrichfffe ick mir ein höheres Einkommen, wie gründe ick mir eine neue Existenz, wie arbeite ich mich hoch, wie komme ich vorwärts -
Allen diesen ein treuer Berater und zuverlässiger Wegweiser zu fein, hat der rührige Dreischlüssel-Derlag soeben in zweiter erweiterter Ausgabe unter dem Titel: „Erhöhtes Einkommen und Selbständigkeit ohne Kapital", ein umfassendes Werk herausgegeben, in dem der Verfasser eine mehr als zwanzigjÄrige Erfahrung niederlegt, und das er allen denen, »die vorwärts wollen", insbesondere den kaufmännischen Anges-ellten, den Beamten und Pensionären, früheren Rentnern und Kleinkapt- taliften, Eristenz und Nebenerwerb suchenden Geschäftsintza- berrt'unb Gewerbetreibenden, sowie unseren Frauen und Töch-
Hill. auf dem er in Ruhe seine Tage zu beschließen gedachte. Aber das Schicksal batte es anders mit ihm vor. Der Hügel wurde Oel- land, und gerade auf seinem Besitz wurden die ergiebigsten Quellen eebohri. Seine Bezüge aus den- Ottrovaftier wuchsen derart an. daß er nickt mehr wußte, wie er das auf ihn entfallende Geld anlegen oder verzehren sollte. Er verkaufte sein Haus — heute hat die Shell Com- vany ihre Direktionsbüros darin — und baute sich an anderer Stelle einen Palast. Aber vielleicht wohnt er auch hier schon nicht mehr; die Unrast seines «»schwellenden Reichstums mag ihn schon wer weiß wohin getrieben haben. Auch die anderen Villen stehen noch, und zum Teil wohnen die alten Bewohner noch darin. Ick kann verstehen, daß sie das tun, nicht nur auS Anhänglichkeit an den Besitz, dem sie ihr Vermögen verdanken. Der Blick weit ins Land über all die Bohttürn-.e hinweg ist phantastisch, besonders abends, wenn die Sonne fintt und tatsächlich den Boden vergoldet, der das flüssige Gold birgt. Ihre Strahlen werfen einen matten Glanz auf die Marmorplatten des Friedhofes, der am Fuße des Hügels mitten zwischen Bohrtürmen liegt. Auch die Tote» hier können noch Geld machen: denn die Oelgesell- schgsten zahlen den Angehörigen für die Exhumierung jeder Leiche und die Erlaubnis, an der Stelle, wo sie lag, nach Oel zu graben, Snm- men, die der Verstorbene sein ganzes Leben lang nicht hatte erarbeiten können.
________________________ Dr. Colin Roß.
fern gewidmet hat. Aus dem Inhalt seien folgende Kapitel hervorgehoben.
Wie komme ich vorwärts?
Ohne Kapital eine reelle Existenz — Erhöhung des Einkorn- mens. Ratschläge für Angest-llte und Berufstöttge. Wie man sich reelle Nebeneinnahmen verschafft — An alle, die mit ihrer gegenwärtigen Lage unzufrieden sind und vorivätts wollen — Der Schwindel in Zettungsangeboten — Geschäfte, die fick mit geringen Mitteln durchführen lassen — Die Kunst, Geld und Kredit zu bekommen — Vertretungen, Agenturen, Kommission?. geschLfte — Das Bersandgeschäft — Das Ladengeschäft — Der Ankauf eines Geschäftes — Stille und tätige Teilhaber — Die Ausnutzung von Ideen, Patenten. Erfindungen — Wie man durch billige Reklame Geld verdient.
Für penfionierte oder abgebarrte Beamte. Durch Selbständigkeit eine neue Existenz — Ein neuer Beruf und neue Wege — Winke und Ratschläge.
Die Frau im Erwerbsleben.
Praktische Frauenbentfe — Selbständigkeit sw ege für unsere Frauen und Töchter — Allerhand Verdienstmöglichkeiten.
Ter Titel dieses Weckes mag im ersten Augenblick manchem etwas vielversprechend erscheinen; nach eingehender Durchsicht muß aber zugegeben werden, daß damit nicht zuviel gesagt ist. Von allen theoretischen Belehrungen absehend, von denen wir mehr wie genug haben, gcht das Buch auf die heutigen Verhältnisse ein und ist mit feinen ausführlichen Angaben wirklich ein praftischer Ratgeber für jeden, der es ernst mit sich selber meint. Das Buch enthält in jedem einzelnen Kapitel soviel Tarsachen-Material, daß es für jeden zu einer unerschöpflichen Fundgrube wird und jeden zu feinem angestrebten Ziele zu führen vermag. Tas zeigt das Jnbaltsvrrzeichnis, das belegen auch die zahlreichen Anerkennungen, die dem Verlage zugcgangen sind.
machte. In der Umgebung von Los Angeles fanden die Oelmagnaten keine großen Te-rito- tien vor, die sie sich unter der Hand rasch sichern nennten. Hier war Kleinbesitz, Ftninrr, die ein, zwei Acres mit Gemüse bestellten, .(rbeitet, die sich weiter vor der Stadt ein Häuschen gekauft, Rentner, die fid^ hier zur Ruhe gesetzt hatten. Und man wutzt- hier zu genau, was das beißt: „Cellanb", als d»ß m»n sich durch HOih so hohe Angebote verlocken li-ß. sein Land abzutreten. Immerhin wurden hier und da dreißigtausend und fiinfzigtaufend Dollar für den Acker bezahlt der vielleicht zwei- bis drei- hundert gekostet hatte. Aber wer fchlau war, behielt sein Land, »artete das Ergebnis der Bohrungen ab und steckte seinen Anteil allwö-, wöchentlich ein. Es leben Leute in Los Angeles,i die von ihrem kleinen Stück Land ohne jede! persönliche Arbeit und ohne jedes persönliche ... ------------ -
Risiko jede W o ch e fünfzehntausend Dollar be- dingnngen gewähtt werden, wenn die fremden ziehen. Finanzgrößen uns seiner für würdig erachten.
In Torrance ist lebendigstes Leben. Tie gpm anderen Falle sind wir hilflos der Äuswu- BoHrtticme eilen in Geschwindigkeit über das Gerung preisgegeben Deutschland hat. um Land. Ihre Skelette — im Gegensatz zu Baku! mühsam zwischen Scylla und CharvbdiS htn« sind hier die Türme nickt verkleidet, sondern > durchzugelangen, nur noch eine Möglichkeit: Es strecken das nackte Holz- oder Eisengerivpe ßcn muß sick auf die unvermeidliche. bereits einset-
■ - Krike fo ernsthaft vorbereiten, als ginge
cs jetzt tatsächlich ums Letzte. Jeder tote Pfennig, der gespart werden kann, muß gespart werden. Jede Ausgabe, die über deS Leibebs Nah- ritna und Notdurft hinausgeht. muß als eine Sünde gegen die Allgemeinheit gelten. Ten d-micken Svargeist zu Wecken, alle Schichten des Volke? zu zwingen, den Leibriemen eng zu schnallen, das allein kann die Wirtschaftspolitik einer neuen Regierung sein. Wer sich dem eiser- "-n Zwange dem Gebot der Stunde nickt ftigen will, der möge dacht auch Steuerlasten ohneglei-
stehen diese Türme, an bescheidene Holzhäuschen geschmiegt. Es gibt Straßen und ganze Viertel, wo in jedem Hof, in jedem Garten ein Bohrturm steht ES sind meistens kleine, besckridene Anlagen, und sie werden auch gewissermaßen als Heimindustrie in primitiver Werse von dem Eigentümer, von der ganzen Familie betrieben. Tic Ausbeute ist in der Regel nicht allzu groß. Immerhin ergibt sie hundert oder achtzig Tollar im Monat, von denen man schließlich leben kann. Tie Oelindusttie aber warf sich, sobald ihr die Stadt vetspettt war, auf die Umgebung und er, bohrte hier in kurzer Zeit ein großes Feld nach dem andern. Zum Schluß, Vox zwei Iahten erst, das Feld von Torrance, das nach den bisherigen Bobtungen vermute-, läßt, daß man es hier mit dem« rösten bisher bekannten Oelfeld der Welt zu tun hat.
In Torrance trägt noch alles den Charakter des Jungen, der Improvisation. Hier ist das Kalifornien der Goldgräbetzett, der Westen mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten neu erstem- den. Freilich, der einzelne kann nicht mehr für sich nach dem „flüssigen Golde" graben, wie einst nach dem festen, die Kosten moderner Bohrungen sind allzu groß geworden. Aber doch gibt es unzählige Geschichten, wie das Oel aus ar- men Leuten über Racht Millionäre
Dieses Buch hat Hand und Fuß. Es ist ein Buch der Praxis. Niemand teilte die im Verhältnis »nm Werte des Gebetenen geringe Ausgabe scheuen. Wer das t M umgehend dnrckarbettet und befolgt, erweist sick selbst den besten Dienst.
De-- Preis des Werkes ist bei seinem reichen Inhalte und seiner 'gediegenen Ausstattung ein mäßiger zu nennen: er beträgt bei direkter Bestellung und Voreinsendung des Betrages sechs Goldmark (später durch den Buckhandel bezogen 8,50 Goldmark). Die vor einigen Wochen erschienene erste Auflage des Buckes war in acht Tagen völlig ausverkauft. Wer sich daher ein Exemplar ohne Verzögerung sichern will, verlange unter Einsendung von 6 Goldmack sofortige Zusendung, ;u- mal dieser ermäßigte Vorzugspreis nur aus 14 Tage gift. Alle Zahlungen und Bestellungen find an Herm. Rung-s Buchhand« tung, Berlin SW 48, Wilhelmstraße 141 (Postscheckkonto 'Berlin 95997k zu richten, die die Auftrage in bet Reihenfolge ihres Einganges ausführt.
Hier ausschneiden.
Bestellschein.
Hierdurch bestelle ich bei Herrn Runges Buchhandlung, Per« N-U SW 48 ein Exemplar: „Erhöhtes Einkomm.-n und Selb- stäudiakoft ohne Kapital, ein praftischer Ratgeber für alle, die vorwärts wollen", zum Preise von 6 Goldmark. Ter Betrag folgt aleichzeitig durch Postanweisung, ist zuzüglich 50 Pfennig,- Unkosten bei Zusendung durch Nachnahme zu erheben. (N'ck- Zutrcffendes durchstreichen.)
Datum:
„ Name:
Stand:
Wohnort:
Straße und Hausnummer!
14. wwrgang. — Nr 123.
Gewiunmöglichkeit, frißt jeden kalkulierten Ikbertoufc au,. So gespannt ist die Lage, da« Werke von Weltruf sich um geradezu lächerlich kleine Beträge verklagen lassen müssen. Sie benutzen diesen jämmerlichen Weg, um eine neue Zahlungsfrist z« gewinnen. Widersprüche au allen Ecken und Enden, Widersprüche ohnegleichen! Die Kreditnot. die sich noch dadurch verschärft, daß das Ausland vorgeschoffene Gelder in beträchtlicher Höhe zutückveflangt, bringt die Wirtschaft zum Erliegen. Es hilft nichts, raß wir unser Letztes in die Feuerung werfen, daß bcisvielsweisc wirkliche Wertpaviere massenweise verschleudert werden, nm bares Geld zu bringen. Auf diese Weise vernichten wir mit eigner Hand den Rest unseres Bolksvermögeus und erzwingen eine immer grausamere Verarmung der Nation.
’cxxxxij * .ooooo
Zvm Kopfzerbrechen.
Ein Knabe erhielt zum Geburtstag eine Schachtel Bleisoldaten. Stellt er tn jede Reihe drei Soldaten, so bleibt einer übrig. Nimmt er vier in die Reihe, so bleiben zwei über, bei fün- fen in der Reihe bleiben drei, bei sechs vier über Wie viele Soldaten waren es?