Einzelbild herunterladen
 
  

'Sonntag, 1.' ^nnt 1324.

Raffet« Neueste fil j ^ridbte»

Hii-Weis auf ven Lerorouch von

sich das Recht anmaßt, die Frei

Luxuswaren auslmidischcr Herkunft,

-.flc*.-

t

T

oder in frischer Wiese begegnen und frage sie, woher sie an diesem Morgen die Freude nah­men. Sie wissen es, weil sie durch sie gestärkt so unangreifbar durch die Nöte des Tages da­hinschreiten, weil sie noch am Abend, wenn sic von der Arbeit heim, zu ihrer Familie kehren, einen Abglanz der Morgenfreude in ihr Heim tragen. Es ist nicht schwer, ihnen zu folgen und unsere Zeit braucht mehr denn je solche frohen Menschen, die die innere Not aus unserer Seele bannen. **

reichlich Anlaß zu bestehen.

Die Gemeindebeamteu-Gehältrr. Die Er­höhung der Beamtengehälter in den Ländern und Gemeinden analog denen der Reichs'oe- amten bat sich laut53. Z." noch nicht durch-. führen lassen. In Preußen würde die Erhöhung über 309 Millionen Mark im Jahre ausmachcn, wofür eine Deckung bisher nicht vorhanden rst.

Unter französischer Willkür.

Entlassung von Eisenbahnern im Ruhrgebiet.

Paris, 30. Mai.

Petit Journal" meldet: Die Dienstagssitrnng des Lrganisationskomitees für die deutsche

M uhsa ui erwähnen wir in erster Linie den die Bullenbeißernatur des Generals de Mey ~ ' kommt von neuem darin zum Ausdruck, daß er

- - - von Ge-

aagenen und die Gewährung von .

ucheu bis auf weiteres abzulehnen. Die Ver­hältnisse in der Pfalz seien noch keineswegs nor­mal ; es scheine vielmehr für einen neuen Besuch eines unparteiischen alliierten AusichusseS

sauberste Bearbeitung einer sorglich ausgewänl- ten Folge von Konzertstücken. Daß erprobte Musiker seinen Intentionen gewissenhafte Ge­folgschaft leisten, sei besonders hervorgehoben. Diese treffliche Wechselwirkung von Orchester und Leiter sicherte den Erfolg. Die Tannbäuse.- Dnvertirre bot den Geigern vor allem günstige Gelegenheit zur Entfaltung eines reifen Kön­nens. lieber Herbert Henkel als zukunftberuse- ner Orchesterleiter wird noch des öfteren zu reden sein Der Meister der Klarinette, R. L i c- betrau, hatte als Solist wieder einen Sonder- erfolg. Das bekannte Webersche Klarinettencon­certino wurde in ungetrübter Tonrernhcit hingc- legt. Dieses erste der Sonderkonzerte ist als einwandfreier Grundstein für gedeihlichen Wei­terbau am Begonnenen anzusprechen. -s-

Jähre-t,-.a. - Nr T%.

Vertreter .zugestimmt. Heber die Anpassung des Personals an die neue Betriebsreform ist von der Versammlung vorgcschlagen worden, das: für die Zahl der Beamten und Arbeiter die Kopf­zahl der englischen Eisenbahnen maßgebend feilt oll. Das würde eine 40prozentige Herabsetzung der jetzt bei der Reichsbahn Beschäftigten ' zur Folge haben. (!) Die Beratungen sollen bis Ende des Monats abgeschlossen werden, worauf ich die deutschen Vertreter nach Berlin zurück- begeben.

der Arbeiterpartei mit 300 gegen 252 Stimmen, also mit 48 Stimmen Mehrheit, abgelehui. Vorher erklärte Macdonald über die Politik der Regierung u. a.:Wir haben uns vervflichter, Arbeitsgelegenheit für Arbeitslose zu 'chaffen, und rwar in vorläufiger Form. Wir haben die Vorarbeiten dazu gemacht und werden bald Vorschläge machen können. Es ist Unsinn, von einer Regierung verlangen, das; tc nach einem Dasein von vier Monaten eine neue Welt schasst." Macdonald erinnerte dann an seine Bemühungen, die Industrie des Landes zu beleben, aber auch hier erklärte er sich nicht imstande. Wunder ut tun. Er erstrebe das Wic- deranfblühen der Industrie in Verbindung mit der Lösung der internationalen Fragen. Er habe das Reckt, denn Lande zu sagen, daß e-- nichts von dem unterlassen habe, wodurch ein günstiges Ergebnis erzielt werden könnte. Macdonald ent­wickelte bann im einzelnen den Wiederauf- b anplan der Reoierung. Dabei gestand er ohne Umschweife ein. daß eine Partei, die noch niemals an der Regierung gewesen sei, eine viel schwierigere Ausgabe habe, als andere, und daß e« viel schwerer sei. Versprechungen z" halten, ass sie -u machen. Er betonte, auter Wille und klare Einsicht seien verantwortliche Pflicht einer Regieruna. Erst gegen Schluß seiner Rede wandte Macdonald sich gegen die Angriffe der Ovposiioü und sagte, wenn die Regierung jetzt im Unterlaufe geschlagen würde, würde sie den Streitfall vor das Land bringen, also das Unter­haus auflösen.

Beilegung der britischen Krise.

Abstimmung für Macdonald.

London, 30. Mai.

Das Unterhaus hat den Mißtrauens« n- rag der Konservativen gegen die Regierung

Beifall auslöste, wird zu Pfingsten wiederum Gast des MännergesangvereinsFrohsinn" fein. Der Verein zählt 160 Sänger lind über 1800 passive und fördernde Mitglieder. Er errang im Jahre 1923 in Ems unter seinem Cborme!- ster, Musikdirektor Bader, bei einer Konkurrenz von 80 Vereinen sämtliche erste Preise, den höch­sten Ehrenpreis und den Staatspreis. Von httr aus wird der Männerchor 1883 eine 14täg:ge Konzertreise antreten, die ibn nach Nürnberg, Wien, Salzburg, Innsbruck, München führen wird Bei seinem Aufenthalt in Kassel wird der Verein am ersten Pfingstseiertag ein großes Konzert mit ausgewählter Vortragssolge geben. Vorher wird er im Garten des Hessischen Diako« nissenhanses bett Kranken einige Chöre und Grüße vom deutschen Rhein bringen.

Buntes Allerlei.

Dos Kruxistr der Eetvstmörber.

Die Großheffelohcr Brücke bei Mcünchen wird allgemein die Selbstmorderbrücke genannt; denn von dieser Brücke aus stürzen sich jedes Jahr zahlreiche Menschen in die tet« ßenden Stuten der Isar. Eine Reihe von Men­schenfreunden hat sich nun zusammengetan und ein großes Kruzifix für diese Brücke gestiftet. Das Kruzifix kommt in der Mitte der Brücke zur Ausstellung. Es soll den Zweck Haben, Lc- bensmüden neue Zuversicht für den Daseins­kampf zu geben und vom Tod abzuhalten.

SrflcnspMnes eines Ochsen.

Einem Ockfen, der durch die Stadt Dingo!« fing in Badern getrieben wurde, siel es plötz­lich ein, kehrtzumachen und in lustigen Sätzen den Hausflur eines Gcrichtsexpedi. tors zu durchmessen. Durch den Hinteren Aus­gang galoppierte er die Stein treppe hinunter, stürzte, wach aber bte Stig? durch und kollerte mit ihr hinab, um sich dann heil und munter wieder zu erheben und auf den richtigen Wcg zurückzukstzA», den er dann weiter v'. folgte.

die Zahl fünftausend. Im Januar und Fe­bruar 1924 wurden zwei Züge mit ie sechshun­dert Kindern hinausgesandt. Für die Schweiz wirkt in Deutschland der hervorragende Physio­loge Geheimrat Abderhalden in Halle. Durch fein unermüdliche, ausschließlich von ihm selbst geführte Tätigkeit waren im letzten Jahr-' nicht weniger als achttausendfünfhunbert Kin­der in der Schweiz zu Cast. Die Wirksamkeit Abderhaldens, der übrigens die Auswahl der erholungsbedürftigen Kinder nach eigenem ärzt­lichen Ermessen trifft, bürgt dafür, daß weiter­hin viele deutsche Kinder sich in der Schweiz kräftigen können. Die Reihe der Länder, die an der Hilfsaktien für unsere Kind?r teilneb- men, ließe sich fertfeten. Norwegen und Lettland, Estland, die Tsckechoslo - wakei sind zu nennen. Sogar Bessara­bien. trotz der schlechten sozialen Lage des Landes, und neuerdings auch Italien (Bozen, Merans wollen deutsche Kinder pflegen. Diese Tatsachen und Zahlen sprechen eine beredtere Sprache als Worte: siebeweisen, daß alle Ver­hetzung nicht die Stimme der Menschlichkeit zu erdrücken vermag. Und die Frucht, die aus solchem Boden in deutschen Kindern aufwachsen wird, kann gewiß nicht die des Hasses sein.

Sonntagsgedanlen.

Die stille Morgensreude.

Wenn kaum erst die zartesten Strahlen der frühen Morgensonne durch den noch dämmri­gen Wald dahinzitter,t. bann ist das große frohe Morgenlieb in der Natur schon verstummt. Tas vernimmt nur der, ber beim ersten Grauen dcs Morgens hinaus,zieht in den jungen Frühling. Wem, noch die feierliche Stille der Nacht über der Erde liegt. Menschen singen nicht das Mor­genlieb des Frühlings. Wer von ihnen inmit­ten ber Natur lebt, achtet ihrer gar wenig, und wer fernab in den schwarzen Häuserzeilen der Großstadt sich nach dem lcbensjungen Grün sehnt der geht mürrisch durch den frühen Mor­gen der Arbeitsstätte zu.

Und doch hat keiner die Freude des Früh­lingsmorgens so nötig in sein Herz aufzuneh­men, als ber Mensch, ber in einigem Kampfe mit ber Rot des Alltags steht. Wie auch bie Drossel inmitten des unghcuren Häusermeercs ber Großstabt von irqeüb einem hohen Fabrik­schlot her ihr Morgenlieb genau so froh zur Sonne singt wie die Vögel des Laubes, so kann auch ber Mensch irische Freude und junge Kratt in den jungen Stunden des Taaes^in sich auf­nehmen und sie durch die trüben Stunden der Arbeit und dos Ringens mit dem Alltag als ein 'nneres Feuerhinburcktragen, bas seine Seele vor dem Erfrieren in ber kalten Lust ber Le- bensnützlickkeit schützt. Es soll so schwer sei.', als ein allzeit fröhlicher Mensch durchs Leben geben, ko wissen es viele zu berichten, die unter ber Last ihrer Tage zusammenzubrechen droben.

Ob sie es aber jemals versucht haben, all das Schöne und Frohe aus der Natur in sich ouszunehmen und sich so ein unvergängliches Gut im innersten Herzen zu schassen? Frage nicht darnach! Du wirst nur wenig Antworten erhalten. Sieh lieber nach jenen stillen Men­schen. die dir mit Hellen leuchtenden Auaen zu früher Morgenstunde aus der staubigen Straße

Sine Haussrauen-Taauno.

Delegierte aus dem Reiche in Frankfurt.

Die Tagung des Reichsverbandes Deutscher rauSfrauenbrreine. welche vom 22. bis 24. Mai in Frankfurt a. M. ftattgefunben hat, gab ein beredtes Zeugnis um dem e-nsten Streben und erfolgreichen Arbeiten dieser Organisation. Nahezu zweihundert Delegierte aus allen Teilen des Reiches waren berbeiaceilt. und fanden gast­liche Ausnahme seitens des Frankfurter Vereins nd d-r Behörden. In den Begrüßungsreden kam nun Ausdruck, welche Anerkennung die Ar- b-'it b-r Ha"sfra"ei'verein« in allen Kressen fin­det und welche Stellung bie Hauskauenvereine inner hold der wirtschaftlichen und sozialen Or- nantfationen ber Regierung em nehmen- 3 je dem Vortrao von Frau Dr. Rosa Kemps wur­den dem Reichsverband neue Wege und Stele gewiesen. Die Rednerin erstrebt

Entlastung der Hausfrau,

um Kräfte für geistige Betätigung frei zu machen, damit das Hans zur statte ctner sittlich hohen Gemeinschaft Wirb. Sie /mpueh.t zwecks Erreichung dieses Zieles teilweisen Ersatz der Hausfraueitarbeit durch Verwendung ir.n Ganz- und Halb-Fabrikaten. Hierzu fordert pe die Schaffung einer Zentralvrüiungsstelle, in ber zu untersuchen ist. ob die in Betracht kommen­den Waren iKonserven. Wäsche, Kleiden in jeder Beziehung gut sind, und ob Verwendung der­selben tm Haushass als rationell angesehen wer­den kann. Der Bauernstand hat sich moder­ner Tech n i k mit großem Erfolg aitgeschlossen. Denselben Weg muß auch die Hausfrau gehen und zwar mit Hilfe Von Genossenschaften und Konsumvereinen. Zweckmäßige Wohnungen würden auch zur Arbeiiscntlastmig beitragen. In dieser Hinsicht kann gleichfalls verbessernd ge­wirkt werden. Aus dem Referat von Frau

Konzert im Stabwark.

Mitwirkung deS LehrerGesang-Vereins

Der Stadtpark hat für bie kommende Som­merzeit Sonderkonzerte angefünbigt, die den ge­wohnten Rahmen von Gartenkonzerten verlas­sen. Der gestrige Anfang hatte bereits Art und Klang. Ein rechter Maienabend mit blanken Sternen überm grünen Dach des großzügig aus- gebauten Gartens im Stadtinnern gab einen guten Rahmen ab. Die Mitwirkung des Kas­seler Lehrergesangvereins verlieh ein besonderes Gepräge. Rach beit Leistungen des Vereins im Winter bedarf es keiner Son- derbettachtungen mehr über die Güte des Ma­terials. Es genügt die Feststellung, daß ber starke Mannerchor auch im Freien die ihm oft nachgerühmten Feinheiten zur Geltung bringt.

Des deutschen Sängerfiibrers Wohlgemuth wirkungsvolle Huldigung für das Vaterland Wem Gott will rechte Gunst erweisen" in der Mendrlssohnschcn Vertonung und Lieder m Volksweise iDie Königskinder" sowieEin Fairer aus Kurpfalz"' waren Edelsteine, geschkss- fen und ins rechte Licht gesetzt durch einen Di­rigenten Wie Fritz Hoffmann, den zweiten Cbormeister, beffe nLiedIch hab mir eins er» wählt" eine überaus freundliche Aufnahme fand. Selbstredend ging es ohne Zugabe nicht ab. Der Lehreraesanaverein darf dieses Gartenkon­zert in die Lille seiner Siege einzeichnen.

Die Henkels» e KaPelke trat mit über- raschenber Stärke an, Aorbert I zeigte

Der Gklcher-Shor

hatte dieser Tage den Hohenlimburger Männrr- gesangverein (Westfalen, zu Gaste. Nach eini­gen Begrüßungsliedern des Silchcr-Chors Kas­sel Wurde ber Gastverein in den Vereinssitz an ber Hollänbischen Straße geleitet, wo in Ge­meinschaft von Mitgliedern des befreundeten MännergesangvereinsViktoria- und zahlrei­chen Damen der Mitglieder einige recht gemüt­liche Stunden verlebt wurden. Besondere Be­achtung verdienen bie gesanglichen Darbietun­gen des Gasivereins. ber in stattlicher Anzahl vornehmlich jugenbfrischcs Stimmaterial zeigte. Nack Ansprachen des 1. Vorsitzenden be« A.-F- V. Rektor Bettina, des Vertreters vom M.-G. V. Viktoria, Ab. Martinsohn, sowie Liedervor- iräaen des .. Silchcr-Chors Kassel' (Chormeister Lehrer Köhlers und des Gastvereins nahm der Abend ein würdiges Ende. Von hier aus fuh­ren bie Gaste nach Carbach, um dort an einem Preissingen teilzunehmen.

Der Kölner Männerchor 1883,

der im Juli 1921 unter dem NamenMänner- rluartett-9btn im Festfaal der Stadthalle ein Konzert gab und dessen dangeskunst großen

durch welchen die deutsche Industrie schwer geschädigt Wirb. Wenn Wir erfahren, baß ein Viertel aller vorhandenen Deinsen :n einem Monat für Südfrüchte ausgegeben ist, und wis­sen, wie schwer bte Industrie unter dem Devisen­mangel leidet, dann erkennen wir es .als Pflicht jedes Deutschen, Sparsamkeit im Verbrauch von Luxus-Jiirportwaren zu üben und so zur Hebung der Volkswirtschaft beizutragen. Das Thema:

Die Berufsfortbildung der Hausfrau behandelte am zweiten Verhattdlungstag Frau Cromer. Das Endziel sieht die Rednerin trt der obligatorischen Haus Wirtschaftlichen Fortbildungsschule mit einjährigem SlunitS, ber sich den acht vorangegangenen Volks- bezw. Mit­telschuljahren anschließen soll. Dieses Schuljahr Würbe auch einen Schutz gegen bte sittlichen Ge- ahren bilden, betten bie schulentlassenen, beran» Wachseuben Mädchen ausgesetzt sinb. Tte hans- wirtschaftlich-- Fronenbilbung aus bie richtige Höhe gebracht. Wiirb: ein Stück Volks g e - it r. b b e 11 für Deuischlanb bebeuteu. Aus ihr .mürbe' ein tüchtiger, pflichtbewußter, beruflich Wirklich geschulter Hausfraueustanb hervorgchrn, der ganz anders als bisher befähigt sein Wurde, durch Beispiel und durch Lehre befruchtend aus die Erziehung der Jugend einzuwirken. Wettere Referate behandelten die Hausangestell­te n - F r a g e, das Thema der Wohnungswirt- schast und einige Mittelstandsfragen.

Ferienlinder aus Deutschland" in Osnabrück I Reichsbahn hat den Plan für baä neue Statu. (Große Straße 7), seit acht Jahren dauernd Kin. der Reichsbahn gegen die anwesenden deutschen dertransporte geleitet. Im letzten Jahre betrug

(Sebefferte Lage im JWbergbau.

Wiederaufttahm« der Arbeit.

Essen, 31. Mai.

Gestern morgen sind auf einer Anzahl von Zechen die Bergarbeiter zu Hunderten zur Wie­deraufnahme der Arbeit erschienen, nachdem in den Revierkonferenzen der Bergar- beierverbände eine grosse Mehrheit für bte An­nahme v-s Schiebsspruches gewefett war. Obgleich seitens des Reichsarbeitsmmtsters ber Schiedsspruch für verbindlich erklärt worden ist. find heute die Zechentore noch nicht geöffnet. Di» Zechen Verwaltungen haben den Bergarbeitern erklärt, sie könnten die Arbeit zwar anfangen, aber nur zu den Bedingungen be§ alten Schiedsspruches. Es muß abgewariet werden, ob diese Maßregel der Zechen grund­sätzlich ist. ober ob sic nur bie Anweisung zur Wiederaufnahme ber Arbeit verspätet erhalten haben. ______

Auch noch fein französisches Kabinett.

Dir Sozialisten lehnen ab?

Paris, 30. Mai.

Herrin t hot gestern mit einer Reihe poli­tischer Persönlichkeiten, namentlich mit Born- Utte unb Leon Blum längere Unterredungen gehabt. Herriot, ber sicher von Millerand mit der Bildmsg des Kabinetts beauftragt werden wird, hat von neuem versucht, die Soziali­sten zum Eintritt in seilt Ministerium zu be­wegen. Es ist aber fraglich, ob die Sozialisten der Einladung folgen werden. Fn mehreren Departements haben sozialistische Proviurkonserenzen stattgefunden, in denen man sich über die Frage eines Eintritts in das Mini­sterium Herriot beriet. Dabei ergaben bte Ab­stimmungen. dass die meisten Sozialisten Gegner -iner Beteiligung an einem Ministerium Herrutt sind. Insbesondere wurde bei den Konferenzen betont? dass die Sozialisten niemals an einer Re­gierung teflnetzmen könnten, bie durch den Prä­sidenten Miller an b ernannt worben fet. Nicht bie Persönlichkeit Herriots wirb von bett So­zialisten bekämpft, fondern nur bet Präsident Milleraud. DerPopnliere" schreibt:Wenn Alexander Millerand daraus besteht, tm Elhsse wohnen zu bleiben, wird er während seiner drei setzten Amtsjahre keinerlei Bezüge erhal­ten nnd wie ein Gefangener wohnen Wir roten ihm also an, sein Gefängnis möglichst bald zu verlassen." ______

Aus VolM und Wirtschaft.

Die Bullenbeißernamr des französischen Ge- - nerals d- Metz." DerManchester Guardian" i schreibt zu dm letzten Vorgängen in der Pfalz,

Vrmßtscher Landtag.

Vertagung ber Sitzungen auf den 24. Juni.

Berlin, A. Mai.

Der Preußische Landtag trat gestern um 10,20 Uhr vormittags zusammen. Tas Haus er­ledigt zunächst eilte Anzahl lieinerer Novellen, u. o. eine Ergänzung des Gern ein de Wahl­gesetzes und Erweiterung d:s Stadtk-esssss Kiel Ebenso wird die Novelle zu dem Gesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten, wonach eine Reihe von Be­stimmungen hinsichtlich der Anzetgepflicht auf die epidemische Kinderlähmung und die Bestim­mungen über die Ermittlungen bei Verdacht dir Erkrankung auch auf die übertragbare Genick­starre ausgedehnt werden. Der Gesetzentwurf über die Versorgung ber Staatsmini - ster, ber eine Pension bis -u 70 Prozent für ausscheidenbe Minister je nsch ber Länge ber Ministwtätigkeit vorsieht, würbe gegen die Stim­men ber Deutschnationalen unb Kommunisten angenommen. Das Haus setzt daun die Be­ratung der

ersten Lesung des Haushaltplattes fort. Abg. Dr. Le: diq ,'Tt. Bpt.) legt dar, baß die Hoffnungen des Ministers auf eine Besserung der Wirtschaftslage im Lauf- des Jahres sehr ungewiß seien und die plötzliche Erhöhung der Beamten besold ung im Reiche bringe im Hinblick ans den vorliegenden fertigen Etat sehr unerwünschte neue Belastungen. Tas De­fizit betrage setzt schon 200 Millionen Goldman. Frau Wolfstein (Komm.) erörtert ausführlich denberühmten Handstreich ber politischen Poli­zei gegen bie russische Handelsvertretung". Nach Wetteren Darlegungen bcs bemokraiischen Abae- orbitrteit H ö p k e r -Aschoff, ber die Aussichten auf Besserung ber WiisschaMage günstiger be­urteilt als ber volkFparteiliche Abgeordnete Tr. Leidig, wird bte erste Lesung bcs Etats ge­schlossen. Präsibent Leinert machte bann den Vorschlag auf

Vertagung des Lanbtages

bis zum 24. Juni. Wid.'rsvruch erhob nur ber Abg. Meyer-Ostpreußen (Komm.) unb machte dabei den Hinweis, daß der Landtag sich doch bei der Neubildung ber preußischen Regierung, die augenblicklich im Reichstage gemacht Werbe, nicht vollkommen ausschalten lassen bürie. Das Haus stimmte bann gegen bie Kommunisten dem. Vor­schläge des Präsidenten zu. Nächste Sitzung am 24. Juni, nachmittags 2 Uhr: die Festsetzung ber Tagesordnung bleibt dem Präsidenten über­lassen.

Tumm.SV0kt.GDikl.

Staffellauf Wilhelmshöhe Kassel.

22. Juni 1914.

In der letzten Sitzung des technischen Aus­schusses des Kasseler Stadtverbandes Wurde be- . chlossen, den Dtaffellaus wie im Vorzahre in allen Klaffen auszutragen. Neu htnzukommi eine Staffel für Älädchen (Jahrgang 1910 und jünger), die mit 28T eiluehmerinnen 2^00 Me­ter durchlaufen muß. Als Termin ist der 22. Jum kestgesetzt worben. Die Vorbereitungen können daher schon jetzt getroffen Werben, «n den Auss­chreibungen bte in den nächsten Tagen ver öflentlicht Werben ist nichts geändert worden Der Staffellauf fügt sich dem Programm zu einemDeutschen Spielplatzwerbetag" em, über das noch berichtet wird. Die

Kasseler Turn- unb Sporttvoche ist für den 10. bis 17. August vorgesehen. Ein» zelheiten können darüber noch nicht SWi wer- den. Um aber den verschtedenen Verbanden die genauen Termine anzugeben, hat man be­reits die Verteilung der ewzelnen Tage vorge­nommen. Der erste Sonntag Wi vomuttags die Schwimmer (Quer durch Kassel) und Ru­derer (Auffahrt), nachmittags die SplelersHand- ball Hockey, Fußball) zusammen. An den Wo- cken'tagpn Dienstag, Mittwoch unb Nrei^g toer« Ben bie Kichsjngendwetikämpfe au^&ttem Sonnabend Nachmittag ist ganz dem Schwimmen und Wasserballspiel Sewt^t. Am Sonntag vormittag iresien sich unb

Schwerathleten. Nachmittags vtt-mMtet die

tragen in der Woche Vereins- und -itäbteWe^ * ml- WH**»»- v

. für den großen Slaffellmts

Klasse A 4000 Meter (A Läufer). Mr die ersten Mannschaften aller Vereine.

Klasse B 4000 Meter (25 'nufer). Otten für Vereine unter 250 Mitgliedern tück foldje. die Leichtathletik als Nebensport betteiben

Klasse C 4000 Meter (25 Säufer). Osftn für zweite und untere Mannschaften der A unb d Kftflse D 2000 Meter (26 Läufer. Frauen« klasse, für alle Vereine. - _____

Klasse E 2000 Meter (20 Läufer).' Männliche ^Klaffe'gaOOO^eter-(20 Läufer.) Männliche ^Klasse^G^M^M^er^» Läufer). Männliche Jugend, Jahrgang 1910 «nd Mngere.

Klasse H 2M0 Meter (20 Läufer). Klaffe für ^Klaffe^J 2000 Meter (25 Läufer). Weibliche Fugend, Jahrgang 1*10 unb jüngere.

Bestimmungen: 1. Das Startgeld betragt ffit die Klaffen A unb B 5 Mark, für Klasse E unb D 3 Mark. Die Jugendmannschaften um* Schulen finb frei. 2. Der Start für die 4000 Meter-Strecke ist die KunoldstraHa. für die 2000 Meter-Strecke Querallee. Ziel: Friebrichsplatz. Die Schlußleute der Klassen A bis C müffen die Wechsel 150 Meter vor dem Ziel ausgefuhtt haben. 3. Für jebe Mannschaft sind fünf Her­ren als Kamps-, Ziel- bezw. Bahnrichter zu melden. 4. Am 11. Juni, abends 8.30 Uhr, findet im Sckwimmhaus ds KSV. 98, am Ful- - dadamrn, eine Besprechung, die Verteilung der 1 Startkarien, sowie die Einteilung der Kampsrich- , * ter statt. Sämtliche Kampfrichter müssen zur