14. Jahrgang. — Nr. 127.
Kasseler Neueste Na-richte»
Sonnabend, 31. Mai 1934.
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Ab Sonnabend, den 31. Mai
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VERBINDUNGEN ÜBER BREMERHAVEN WILHELMSHAVEN u. CAROUNENSIEL PROSPEKTE 1-DURCH r DIE X
Der Devisenmarkt weiter entsy(?rnk.
Höhere Zuteilungen ruf Newyork und Holland.
Am Berliner Devisenmarkt vom Mittwoch hatten die Anforderungen abermals nm etwa 20 Prozent nachgelassen, sodaß nunmehr auch die Zuteilungen auf die Haupt'oeviscn (Nebendevi- seu werden nicht mehr repartiert, langsam höher geschraubt werden. Auszahlung Rewyock wurde auf 4 Prozent. Holland auf 20 Prozent erhöht. Die Festigkeit der deutschen Reichsmark
daß alle besonnenen Leute dem haltlosen Geschwätz entgegentreten. Die bestehenden Schwierigkeiten werden durch die Uebertreibungen und die Beunruhigung des ganzen Grschäftsle- bcns sonst nur noch größer.
- - per Meter von 85 J
Stille am Lebenemitte'markt
Hamburger Warenmarkt vom Mittwoch.
Am Hamburger Warenmarit vom Mittwoch war der Verkehr in Schmalz gcschäftslos. Amerikanisches Steam Lard notierte 2614 Dollar raffiniertes amerikanisches Schmalz verschiedener Marken 27,25—27,50 Dollar, Hamburger Schmalz in Dritteltannen, Marke Kreuz 28,75 Dollar je 109 Kilo netto. — Kaffee: Befest'gt. Santos Superior 93—95 sh, Pcimes ICO—103 sh, Extra-Primes 110-113 sh, alles loko transito bezahlt. Brasilien sehr feste Märkte. Angebote biJ um 3 sh höher. -- Kakao: Ruhig. Neue Angebote von den überseeischen Produkkions- märlten lagen nicht vor. — Reis: Etwas freundlicher. Jnlandsgeschäst still. Burma loko 14 sh 7,5 d, Burma Bruchreis loko 1. Qualitäten 12 sh 4,5 d. — Gewürze: Fest. Bedarfsge- schäst mit dem Inlande war minimal. Schwarzer Pfeffer 5.25 d per Pfund englisch. Vanille Bourbon 27 Dollar per 1 Kilo. Vanille Tahiti 24 Dollar per Kilogramm. Melken 14 d per Pfd. engl. Iapaninawer 24') sh je 100 Kilo, Piment 47 sh je ICO Kilo. — Oe le u. Ferte: Markt unverändert ruhig. Kleines Bedarfsgeschäft für das Inland. Leinöl 48 bis 58 ft je 100 Kilo. — Paraffin u. Wachs: Ruhig gut behauptet.
Bierseidel in allen Größen. Wein- u. Llkörgläser, Bowlen. Dickes Wirtschafisporzellan wieKaffeekannen,Tassen,Teller, Plattenetc. in reicher Auswahl.
F.E. Buch, Ziegeigasse 6-6.
Wetlrennen Ser Strauße.
40 Wüstenticre am Grünewald start.
Berlin wird in diesem Sommer um eine neue sportliche Sensation bereichert werden. Aus der Grunewaldreunbahn werden, wie ein Berliner Blatt berichtet, große Straußeurcnnen statt- findcn, bei denen die Strauße teils als Reutiere, teils als Fahrtiere (in Sulkys gespannr wie Traber) mitwirken. Tie Strauß: sollen ferner in V e r g l e i ch s r e nn e n mit Rennpferden, und zwar sowohl mit Trabern wie mit Ga- loppserden, Gelegenheit erhalten ,zu zeigen, tote stark sie ihren vierbeinigen Kollegen an Schnelligkeit überlegen sind.
Ich habe schon, so verriet der Veranstalter einem Berichterstatter gemeinsam mit einem Wiener und einem Berliner Unternehmen einen Vertrag geschlossen, wonach imIuuian vier Tagen auf der Grun.'waldrenubahn ein großes Straußenwettrennen und Wettrciteu statt- sindrn wird. Zu diesem Zwecke werden vierzig Strauße mit ihren Iockevs und ihrem eigenen Pflegepersonal in Berlin eintreffen; die notwen-
teüie neueste Master, ;
Handel und Verkehr.
IruhiI aber fest.
Die Effektenbörse vor Himmelfahrt.
, Trotz der politischen Mißstimmung und der doraufeilcnden Fetertagsstimnmng war die Tendenz am Berliner Effekrenmarlt vom Mittwoch freundlich und fest, sodaß die Spekulation zu Käufen schritt und die Kurse leicht anzichen konnten. Später machte sich in verschieden:n Werten ein gewisser Stückmangel bemerkbar, der vereinzelt zu schärferen Kurssteigerun- gen führte Die zum Schluß der Börse eingctrc- tcne Abschwächung hing zusammen mit Gerüchten über Zahlungsschwierigkeiten zweier Berliner Bankfirmen.
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Der zweite Teil gelangt vom 3.—6. Juni zur Vorführung.
verkaufe am Bahnhof Bettenhausen Freitag und Sonnabend 9 Uhr.
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Zentner 5 Mark.
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Das Haus der guten Qualitäten.
digen Stallungen sind bereits im Grünewald gemutet Die Tiere lausen gegenwärtig in Nizza und in R o m. In beiden Orten Haden diese Nennen infolge ihrer besonderen E-geu- art das größte Aufsehen erregt und sich swr rasch eingebürgert. Ta die römischen Rennen prolongiert werden mußten und die Strauße sodann für Wien verpflichtet sind, ist c8 möglich, daß die hiesigen Rennen erst im Juli stattftnoen können. Ich habe mich bereits mit hiesigen Rennstallbesitzern in Verbindung gesetzt, um sie zu veranlassen, für die Verglcichsrennen b> kante Pferde zur Verfügung zu stellen. Im all- gemeinen sind Strauße bequem in der Lage, den Pserden, seien es nun Galopp- oder Traber- pserde, auf eine Distanz von dreitausend Metern etwa tausend bis zwölfhundert Meter vorzugeben. Nach Absolvierung der Berliner Rennen werden die Strauße Gelegenheit haben, *.n Hamburg, Baden-Baden, Wiesbaden, Mannheim und eventuell Kissingen zu laufen.
de&e- die Organisation solcher Straußenren- neu, einem aus Afrika importierten Sport, erzählt Herr Diamant, der kürzlich der römischen Leranstaltung beiwohnte, folgendes: „Tas äußerliche Bild ist von dem eines Pferderennens wenig verschieden. Die Reittiere erhalten genau wie Pferde Sättel aufgesetzt, die freilich etwas kleiner sind, sich sonst aber kaum von den übl:- cheu unterscheiden und werden auch faß rote Pferde gezäumt.. Die Leine wird, vom Schnabel aus längs des Halses tzeruntergeführt und dort auf einen Ring gezogen. Bei den Fahrtie- reu, die 'm Sulkys gewannt sind, ist die Semen» fübrima ähnlich. Im übrigen spielt sich alles wie beim Pferderennen ab. Die Strauße werden erst auf dem Sattelplatz herumgeführt, absolvieren dann ihren Probegalopp oder ihre Probefahrt und gehen dann an dm Start. Aus den Programmen ersehn die Besucher die Namen der Tiere und der Jockeys (meist Italiener) die Farben der Dreß und die Form der Strauße. Nebenbei bemerkt erfordern diese Tiere ein ständiges Training, wenn man sie auf die Höhe ihrer Leistungsfähigkeit bringen will. Erst finden Vorrennen statt, tn denen sich die Besten qualifizieren. Hieran schließt sich ein Rennen der Sieger untereinander. Schließlich werden sich di: Besten mit den Rennpferden mesien. Das Eintreffen dar Strauße in Berlin dürfte sich ;u einer besonderen Volksbelustigung gestalten, da die Tiere vom Anhalter Bahnhof aus durch die Stadt nach dem Grünewald von ihren Jockeys geritten resp. gefahren werden müffen.
Auflösung öer Gwtmrfgabe
Vorhand: Grün-Wenzel, Schellen-Wenzel, E'chel-8, -7, Schellen-10, -König, -Ober, »9, -8, -7. Hinterhand: Eichel-Wenzel, Rot-Wenzel, Grün-Ober, -8, -7, Rot-König, -Ober, -9, -8, -7. 1. Stich: Schellen-König, Schellen-Daus, Rot- Wenzel; 2. Stich: Rot-König, Schellen-Wenzel, Rot-10: 3. Stich: Schellen-10, Eichel-Ober, Grün- Ober: 4. Stich: Schellen-Ober, Grün-König, Rot-König: 5. Stich: Schellen-9, Grün-10, Rot- Ober: 1. Stich: Schellen-8, Eichel-König, Rot-9; 7. Stich: Schellen-7, Eichel-10, Rot-8; 8. Stich: Eickel-7, Eichel-Taus, Eichel-Wenzel; 9. Stich: Griin-7. Grün-Daus, Grün-Wenzel; 10. Stich: Etchek-7. Rot-7, Grün-Daus.
hat sich tn Zürich weiter verstärkt, wo die Mark aus 1,35 anzog Amsterdam meldete 0,63, London 18,40. Die Bewegung des sranzöstschrn Frank tendierte nach unten. Am Geldmarkt zog Tagesgeld etwas an, und zwar aus V, bis % pro Mille. Monatsgeld stellte sich aus 2%—3%.
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Berliner Devisenkurse.
Kurse in Billionen Mark für 1 Pfund, 1 Dollar, 100 000 öftere, und ungar. Kronen; übriges je 100 Einheiten. Amsterdam 157,60 Geld 1)58,40 Brief), Brüssel-Antwerpen 19,25 (19,35), ChriZrania 58,19 (58,40), Swckholm-Goth. 111,52 (112(8), Italien 1%55 (18,68), London 18,255 (18,345), Newyork 4,19 (4,21), Paris 22,14 (22,56) Schweiz 74 31 (74 69), Wien (abgestempelt) 5,93 (5,97). Prag 12,395 (12,455), Kopenhagen 70,82 (71,18).
Die Entwicklung am VroduMnmarN.
Reger Bedarf ... starker Geldmangel.
Die Besserung am Berliner Prodnktcnmarkt hält an Am Mittwoch vor Himmelfahrt war die Nachfrage für Mehl, und zwar für Roggen- mehl sowie auch ri'tr Weizenmehl ziemlich rege Für Roggen zeigen die Provinzmühlen weiterhin Bedarf. An Offerten mangelte es nicht. Tie Forderungen waren indes nicht nachgiebig. Weizen blieb ruhig. Die Mühlen haben Bedarf und nur Geldmangel schränkt die Kauflust ein. Es notierten: Weizen mark. 166—169, Roggen märt. 132—137, Sommergerste 158—146, Futtergerste 145—155. Hafer märf. 127—135, Weizenmehl 22 bis 24,74. Roggen mehl 19,50—22, Roggenkleie frei Berlin 9,30, bahnstehend 9,60. Raps 270 bis 275, Viktoriaerbsen 18—20, kl. Spciseerbsen 14 bis 15, Futtererbsen 13—14, Peluschken 10.50 bis 11. Ackerbohnen 13—14. Wicken 10,50—12, blaue Lupinen 10—10,50, gelbe Lupinen 13—14, Teradella 11—13, Rapskuchen 9,80—10, Leinluchen 17, Trockenschnitzel 7,80—8. vollwertige Zuckeifckuitzel 18, Torfmelasse 7,30—7,50, Kar- tofft'lslocken 29,40- 20,60.
Gerüchte über ZeHiunftoschwierigkeftrn.
Erklärung der Industrie- und Handelskammer.
Die Industrie- und Handelskammer tritt mit einer öffentlichen Erklärung den in Kassel umlaufenden Gerückten über Zahlungsschwierigkeiten entgegen und warnt diejenigen, die sich an diesen Ausstreuunge" beteiligen, vor den unliebsamen Folgen, denen sie sich dadurch aussetzen. Diese Warnung ist sehr beachtlich. In Frankfurt sind gerichtliche Verfügungen gegen Verbreiter solcher Gerüchte bereits ergangen und veröffentlicht worden. Was in Kassel in den letzten Tagen erzählt und teilweise auch geglaubt worden ist, sollte man kaum für möglich halten. Es wurde nicht nur behauptet, daß eine Reihe von Firmen, darunter einige der größten und be- kannteslen, sich in Zahlnngsscktoierigkeiten befinden, und berits Geschästsaussicht beantragt hätte», sondern es liegen sogar Geriichte von einer Anzahl von Selbstmorden nm. Die Jnvustrie- nnd Handelskammer stellt nun fest, daß bisher erst über eine geringe Zahl von kleinen Firmen Geschäftsaufsicht angeordnet worden ist. Die Grundlosigkeit der Selbstmordgerüchte ist auch erwiesen worden. Es ist dringend zu hoffen,
Freitag, den 30. Mai d. I. nachmittags 3 Uhr sollen im Pfandlokal, Dörnbergstra- tze 1, hier, folgende Sachen als:
1 Pianino, 5 Schreibmaschinen, 6 Tische
1 goldene Damenuhr mit Kette öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigert werden.
Kassel, den 28. Mai 1924.
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** Berliner Metall markt vom 28. Mai. Amtliche Preise für 1 Kilo: Elcktrolytkupscr per 100 Kilo 123.75—124, Rasf.-Äupfer 99—99,3proz. ] .04—1,06, Orig. Hüttenweichblei 0,52—0,54. Orig. Hüttenrohzink frei 0,54—0,55, Rcmclted- Plattcnzink 0,47—0.48, Banka-, Stratis-, Australzinn 4,054,15, Hüttenzinn mindestens 99proz 3 95—4,05. Reinnickel 98- 99vroz. 2,25—2,35, Antimon-Regulus 0,73-41,75, Silber, 900 fein, Barren 89—90.
Anziehende Kurse.
f Besonders fest lagen zeitweise die Werte des Löwe-Konzerns, Berlin-Karlsruhe, zogen sprunghast bis 85 an, nach Beendigung der Exekutionen ging der Kurs wieder auf 80% zurück. Aehnlich war die Kursbewegung bei Ludwig Löwe, die mit 54 schlossen (nach 53), und bei Schwartzkopis mit 10,4 (nach 11). Montanwerte lagen ruhig, aber ziemlich fest. Besonders gefragt waren eine Anzahl rheinischer Montanwerte, wie Deutsch-Luxemburg mir 47z», Harpener mit 59. Mannesmann mit 29'/'. Phönix mit 27. Oberschlesische Werte traten dagegen mehr zurück, lediglich Hohenlohe fester, 22'1, und scklesisch" Zink 34. Dagegen gingen Stolberger Zink weiter zurück au? 27. Durchweg etwas fester lagen chemische Werte. Von Elektrowerten schwächten sich Akkumulatoren leicht ab, 20,6. Sonst überwogen Kursbesseruu- gen geringen Ausmaßes. Labmeyer 8, Gessürcl 14, Siemens u. Halske 43. Textilindustrie lag fester, Stöhr 52. Schisfahrtsiverte konnten nur wenig von der festeren Haltung der Indusiric- aktien profitieren Banken lagen lustlos und zum Teil schwächer, Handelsgesellscha't 24'/. — Anleihen lagen lustlos und meist etwa? schwächer, fünfprozenkige Reichsanlcibe 70, Dollarschatzanweisungen 75,10.
Nachbörslich leicht abgeschwäckit.
Die Nackbörse verlief mangels jeglicher Anregung sehr st i l l zu leicht nackgebenden Kursen. Etwas schwächer waren insbesonodere Berlin-Karlsruher Jndustriewerte. 80. Zu hören waren ferner: A. E. G. 7%, Gelsenkirchen 497), Rbeinstahl 25, Phönix 26'4. Caro 14%, Hohenlohe 22, Oberbedarf 14, Deutsche Erdöl 38'/,, Deutsche Petroleum 12, Mitteldeutsche 1,7, Barmer 1,4, Tisconto 8,7, Darmstädter 7,4.
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