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Dis Raffelet SieuefisnStach i'tölen etfrl>ehten wnüisntlich fschSmal nach« ttag«. Der Sfronnc. ment«r>rsfs betragt für Den Storni April 2,00 Mark bei freier fiufteaun? m« Sans tn der (Sefdiöftefteae abzehoU l.so Start. Durch dis Poft monattl» -' 00 Mark einfchl iz«sfeSm,a«. gebühr. 8erlag und Rsdaitisn: .-cklachthoMr. 28/30, Fernsprecher 951 und 952, ,-ur nnoerlangt eingesandte Beitrüge kann die SledaMon eine Perantwornmg oder Gewahr m keinem Falle übernehmen. :>!ück,ahlnng de? Beeugügelde« ober Ansprüche wegen etwaiger nicht orbmntgämäBtger 8ieferung ist auSzefchlasfsn. »oftkcheck. tonte Frankfurt a.M. Nummer 6380.

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Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

SlltlTtttiet 101. Einzelnummer 10 Pf , Sonntags 15 Pf.

Mittwoch, 30. April 1924.

ES

Einzelnummer 10 Pf . Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang

Keine Einigung in der Entente.

hier unangemeldet sich aufhielten und im

n

Sie Regierung bezeich Vorgehens die Pflicht

die Schächte gestürzt. Nur durch Zufall gelang es. den in den Schächten mit Jnftandset- znngsarbeitcn beschäftigten Arbeitern, sich vor fern sicheren Tode zu retten. Die Bevölkerung ist emsört über diese Verbrechen. Die Belegschrs- tcn der betreffenden Zeche» sind für lungere Zeit arbeitslos, bis die Schäden in dem Schacht wieder ausgebessert sind.

fortgesetzt und zwar auf Grund der Feststellungen der Stuttgarter Polizei über die deutsche Abtei­lung der k o m m u n i st i f ch e nT s ch e k a". Im Polizeipräsidium befinden sich über zwanzig fiihrende Kommunisten. Die weiteren Ermitt­lungen haben einwandfrei festgestellt, daß die Berliner Mitglieder der kommunistischen Tscheka

gierung wird ftch bei aller Anerkennung ihrer Absichten darnit abfinden müssen, daß bei gro­ßen Dingen die Wurzeln tiefer liegen.

Äie Mehrheit ftflgt nicht.

Effen. 29. April. (Telegraphische Meldung.) Die Versuche linksradilaler Kreise, im Ruhrge­biet einen Generalstreik Hervorzuruse«, sind als gescheitert anzusehen. In einem von der Union der Hand- und Kopfarbeiter und der kommunisti­schen Partei unterzeichneten Aufruf wurden die Belegschaften aufgefordcrt, heute früh die Schachtanlagen bis auf den letzten Mann zu verlassen. Die Bergleute find, von einigen Aus­nahmen abgesehen, dieser Aufforderung bemer­kenswerterweise nicht erfolgt.

Die deutsche Antwortnote.

Einstimmigkeit im Reichskabinett.

(Privat-Telegramm.)

Berkin, 29. April.

Die d-ntscheAntwortnoteandieRe parationskommisfion ist im Reichskabinett ein- stimmig angenommen worden. Eine vorherige Befragung her Länder ist, da die Note wieder in

Hauptinhalt zustimmend qehalten ist, nicht erforderlich gewesen. Der Kanzler hat jedoch Montag früh Abgeordnete des besetzten Gebietes und a«ch Bertreter der großen Parteien empfan­gen und ihnen von dem Hauptinhalt her Rote Mitteilung gemacht. In Berlin verstärkt sich der tirndruik, daß sowohl von Seiten derRevara. tt-mskommission wie von Seiten der alliierten Negierungen die Enblotk-Annahme dcS Ewer- ten-Berichtes angestrebt wird.

Weitere Vechrlstunaen.

Die Kommunisten im russischen Schlupfwinkel.

(Eigene Drahtmeldnng.)

Berlin, 29. April.

Die Verhaftungen in Berliner Kommu- mstenrrcncn wurden am Sonntag und Montag

fischen Botschaftsgebäude ihr- ofsi ziellen Sitznngen abgchalteu haben.

Die Aniertzefrasien.

Rotterdam, 29. April. (Eigener Draht­bericht.) Der BrüffelerSoir- meldet: Der Morg,«-Kredit wird zn achtzig Prozent de« Reparationen gutgeschrirben werden. Morgan hatte in Lvfidon mit englischen Sachver­ständigen über dir Aussichten der internationalen Anleihe für Deutschland auf dem Londoner Markte verhandelt. Die LondonerFinanz war äußerst zurückhaltend, da sie die finanziellen Garantien der Anleihe nicht für ge­nügend hält Heute trifft Morgan in Brüssel ein. um moraen nach Paris .zurückzukehren.

Llm DeutschlKNös Finanzen.

Die franzSfifchcn Kontrollabfichten.

(Eigener Drahtbericht.>

Paris, 29. April.

DasJournal" meldet: Finanzminifter Mar- shal sprach am Sonntag in Lyon in der dorti­gen Industriekammer Er sagte «. o daß nach aus Deuffchland kommenden Mitteilungen in den neuen deutschen Reichshaushalt die Summe von 450 Millionen Gold mark für Erwerbslosenfürsorge eingesetzt wäre. Das übersteige die französischen Auf­wendungen um 250 Millipm-n, die englische« Unterstützungen ssir Erwerbslose um 150 Millio­nen Gokdmark. Es sei Pflicht der Alliierten, ein Reich, das so reichlich für feine Arbeitslosen sor­gen könne, auch zum Zahlen der Reparativ- nen z« zwingen und das sei nur möglich durch Pfänder «nd strenge Finanzkontrolle.

Viktoria" vier gesü'Lte Förderwagrn i

Gegensätze in der Entente.

Versuche zur Verkleisterung der Riffe.

(Telegraphische Meldung.)

London, 29. April.

Premierminister Macdonald gab gestern abend im Berkaus einer Rede in seinem Wahlkreis Aberavon (Walcsl eine wichtige Erklärung über den Bericht der Reparationssachverständigrn ab Er sagte, in Frankreich habe es einig» Miß- verständnisse gegeben, da seine letzte Rede in Uork nicht genau wiedergegeben worden sei Er wünsche keinen Zweifel darüber zu kaffen, daß er den Bericht der Sachverständigen als eine günstige Gelegenheit für eine Rege­lung und für ein Nebereinkommen ansehe. Ge­setzt, diese Gelegenheit würde von einem Staats­mann- nicht benützt werden, so würde dies nichts ktideres bedeuten, als daß man eine einzigartige, von Gott gewährte Gelegenheit außer Acht gelä fen und bergen bet habe. Soweit er selbst in be tracht komme, habe er nicht die Absicht, eine ein­zige Möglichkeit z« verlieren, den Bericht der Sachverständigen zur Geltung zu bringen, und er hege den Wunsch, daß Frankreich an seiner Seite stehen möge. Einige Blätter sprächen von einer Isolierung Frankreichs. Er wünsche nichts so wenig wie das. Er habe im Gegenteil den Wunsch,

Seite an Seite mit Frankreich zu stehen. Bor allem würde er gern Pochearl zur Kenntnis bringen, daß Frankreich, soweit seine Sicherheit in Fraga komme, keinen besseren Freund m England habe als ihn selbst. Er sei überzeugt, das: die Berichte der Sachverständigen im Zusammenhang mit den Lehren der letzten vier Jahre Frankreich dazu bringen würden, zu erkennen, daß der Weg zu einem neuen Frieden Europas nur betreten werden könne durch treue Kameradschaft, durch Zusammenarbeit mit Bel glen und den kleineren Nationen und dadurch daß man Deutschland eine wirkliche M ö glich - keit gebe, eine Berpflichtung zu übernehmen und sie späterhin auch zu hakten.

DieReichsregiemng.

Wirkung des Wahlaufrufs.

Ein seltener Vorgang, daß eine Regie, tung, die sich ohne Frage in dem neuen Par­lament auf keine Mehrheit stützen kann, mit einem Aufruf hervortritt, der an das Gewis­sen der Wähler appelliert und auf die Bedeu­tung gerade dieser Reichstazswahlen aufmerk­sam macht. Und doch stellt dieser Mahnruf an das Volk eine gewisse Folgerichtigkeit dar; er schafft ein geistiges Band zwischen der Regie­rung, auf deren Schultern gerade fetzt eine un­geheure Verantwortungslast liegt, und dem Volk«; er ist ein Ruf von dem aus hoher, stür­mischer See befindlichen Regierungsschisse aus. Endlich nimmt der Wahlanfnif die Fäden da auf, wo sie bei der Reichstagsauflösung abge­rissen sind. Damals erklärte der Reichskanzler Marx:Sie Regierung stellt sich schützend vor ihr Werk." Auch jetzt tritt die Regierung schützend vor ihr Werk; weniger vor den wankenden Ban der Ermächtigungs-Geietzgebmig als vor das Werk, das sie jetzt begonnen und beginnen mußte, das zu krönen oder zu stürzen der neue Reichstag berufen ist. Sei dem V;ir ihm wolle: das Eingreifen der Regirnmg ist und bleibt, so sehr man das Bedürfnis der Regie­rung verstehen mag, den Streit der Meinungen zu beeinflussen, ein Vorgang, der der Republik Vorbehalten blieb; in früherer Zeit erhob sich ein ungeahnter Sturm, wenn nur ein Landrat bei den Wahlen horvortrat. Der Aufruf trägt die UnterschriftDie Reichsregierung". Sie ist also recht unpersönlich diese Sammlung der drei Parteien.

tim die Lohnforderungen.

Zroickan, 29. April. (Privatlekegramm.f ZweinndvierÄg Bergarbeiterversammlungen des Breviers am letzten Sonntag haben die erfolgten Zugeständnisse der Merksverwaltungen alS ungenügend bezeichnet, die Forde­rung des dreißigprozentige« Lohnzuschlags neu anfgestettt und Resolutionen für den Eintritt in den Generalstreik bei Ablehnung der Forde­rungen angenommen. Auf elf Zechen des Reviers stehen Teile der Belegschaften im Streik.

Vache der Fachs iiristen wird es sein, zu prü­fen, oh auch der Reichspräsident zu der Reichs- regierung im vorliegenden Falle gehört Der Vorwärts", der den Wahlaufruf bei aller Kritik gar nicht unftimpathisch anfnimmt, spricht sich bantber nicht ans. Was er vermißt bestimmte Forderungen, würde ein Programm bedru- ten. Em solches aufzustellen, hat die Regierung keine Veranlassung, denn R'egierungspro- g ramme fallen in die Anfangs-, nicht in die Herbsttage einer Regierung Drei Parteien sscht Tage vor der Wahl auf ein gemeinsame- Programm festznlegen, dürste aber umso lchwie- riger sein, als man aus Erfahrung weiß, daß nicht einmal zwei Bruderparteien unter einen Kut zu bringen sind. Gewaltsam aber »st die Auslegung, welche derVorwärts" diesem Aus- ruf gibt, wenn er aus ihm die Warnung heraus- lefen will: der Feind steht rechts. Der Feind steht auch links, wie die StuttgarterTschek.r" bewieien hat. Der größte Feind aber steht am R h e t n. Das betont zu haben, ist ein Verdienst des Reglerungswahlankrufes.

jSo?BCf?rM DerschfeNpungskaNll.

Paris, 29. April. (Eigene Drahtmeldung.' DasJournal" meldet: Der amtliche Bericht steht im Gegensatz zu sämtlichen derartigen Ver- öffentkichungen, die man sonst in Paris gewöhnt war. Rur unschwer läßt sich der große G c g e »- (atz zwischen Frankreich, Belgien und England verbergen. Die Belgier haben zwei­fellos versucht, Poincarö von seiner Haltmig in der Reparationsfrage abzubringen. Mit Rücksicht otif die Wahlen für Kammer und Senat veri" -st PoincarS die Entscheidung bis nach dem 11. Mai ®ic Lage gleicht jener im Januar 1933 vor dem Einfall in das Ruhrgebiet.

*

Streik um Sie 2» hrbesetzung.

Rotterdam, 29. April. (Eigene Draht- meldung.) Nach Meldungen aus London stellten die Abendblätter fest, daß die am Freitag statt indenden Besprechungen in London zwi frfien Maedvnald und den belgischen Ministern ohne Beteilig »ng der Franzosen stattfinden. DieTimes" läßt sich aus Pari« melden: Die Zusammenkunft Poincarss mit TheuniS hat mit einem offiziellen Zusammen stoß geendet, als Thennis eine neue Abmachung mit Frankreich über die Fortdauer der Ruhrbe­setzung bis 1930 nicht zngestanden habe.

Kehraus im Nalhaus.

, Zwei Borstötze der bisherigen Mehrheit.

Die Speisekarte für dieHenkersmahlzeit" der Stadtverodneten ist, wie schon in der Vor- schau befürchtet wurde, gestreckt worden und 1 Zwar ordentlich mit Paprika gewürzt. Die fetzige Mehrheit ging zum Gegenangriff auf die 1 Rechte vor, die am Sonntag in der Stadthalle, genau wie damals in der allgemeinen -rgerversammlung vor derWahl- Scheide- manns zum Oberbürgermeister diesem Krieg bis aufs Messer angesagt worden war, so auch jetzt wieder das Kriegsbeil ausgegraben vorwies. Zunächst trug der Leiter des Wohnungsamts, Stadtrat Professor Sautter eine mit Zahlen ge- spickte Erklärung vor. Er berief sich auf eine schriftliche Darstellung der Verhältnisse, die er 1 im Februar 1923 gegeben hat, wonach die Stadt 1 Kassel im Jahre 1923 keine einzige Wohnung t neu zu erbauen, beziehungsweise zu bevorschus­sen in der Lage gewesen sei. Das, betonte er, ist restlos eingetroffen. Daß die Zahl der drin­genden Eintragungen rund 60CO beträgt, treffe teilte noch zu.. Genau auch Jahr später, fuhr er fort und kennzeichnete damit den Grund sei­ner Erklärung, wurde dem Oberbürgermeister gegenüber unter Vorlage einer Statistik vom Vorsitzenden des Mieteinigungsamtes behaup­tet, daß in Kassel

von einer Wohnungsnot keine Rede sein könne. Die Leitung des Kasseler Hausbfe sitzervereins har sich inzwischen, offensichtlich auf Grundlage desselben Materials, diesen Äus- fährunaen angefchlossen. Diese Statistik ist im Blatt der Hausbesitzer veröffentlicht worden. Die genaue Polemik Santters hier wicderzuge- bm ist, da di- Mehlzahl unserer Leser diese Statistik nicht kennt, ohne Zweck. Nur soviel sei betont, daß Stadtrat Sautter sehr geschickt eine Fülle von Material über die Größe des Woh- Nungselends in Kassel vortrug. Die erwähnte Statistik sei zusammengestellt, nicht etwa zu dem Zwecke, um eine Wohnungsnot oder deren Nichtvorhandensein zu beweisen, sondern zu ganz anderen Zwecken. Der Leiter des Stati­stischen Amtes Dr. Schumann habe erklärt, oaß fein Material nicht, wie von anderer Seite ge­schehen ist, benutzt und ausgebeutet werden darf.Wer", so schloß der Wohnungsamtsde- zernent,das Bestehen einer Wohnungsnot be­streuet, wer angesichts der Wahrheit, wie sie sich aus diesen Zahlen ergibt und des furchtba­ren Elends, das wir erkannt haben, dem Kampfe gegen biefe Not, unserem Versuche, tau­fenden von Familien »harte Strafe" getrenntes Leben, schwere Bedrohung der Gesundheit 'ins­besondere der Jugendlichen und Kinder zu er­sparen, in den Rücken fällt, begeht nicht, wie srüher hier gesagt wurde, eine ungeheure Eselei, sondern er handelt verbrecherisch. Die Zukunft unseres Reiches wird mit entschieden von der Gesundheit und der inneren Kraft unserer Fa­milien. Die Lösung der Wohnungsfrage ist eine erste Voraussetzung dieser menschlichen Eigenschastens. Möge darum die Einsicht und das hohe Verantwortungsgefühl dieser ßtadt- Verordnetenversammlung für die nächste Zukunft nicht minderwertigen Meinungen Platz machend Stadtverordneter Haupt (Soz.), der eine An- rage eingebracht hatte, bi» Sautter Gelegenheit zu feinem Vorstoß gab, fragte dann noch beson­ders, ob sich diese Ausführungen auf die eines

Sachlich will die Regienmg offensichtlich be- iuhigend und verföhnend wirken. Deshalb lenkt sie den Blick rückwärts: sie stellt sich vor das -/5k. der Vergangenheit. Diese Vergangerchett gibt ihr die Lime für die Zukunft, die m der Forderung gipfelt: Gewähr für die Er­haltung des Friedens' Ans den drei­undzwanzig Parteien soll der Wähler die Partei heraussuchen, welche diesem Ziele dient. Eine schwere Aufgabe angesichts des großen Wettbe- ^bes. Aus den Presfekommenkaren zu dem Aufruf wird die Regierung ersehen, rote gefährlich, ja vielleicht wie nutzlos es ist. in er­regten Zeiten in die Niederungen des Wahl­kampfes zu steigen. Der »Berliner Lokalanzeiger" nennt den Airfrufeine überflüssiae Belehrung" die Wähler seiner Partei wüßten schon, was sie zu tun haben, dieDeutsche Allgemeine Zettung" und die .Deutsche Tageszeitung" be- zeichnen ihn als Wahldemagögie: für die Deutsche Zeitung ist erWahll-eeinflnssuna-. DerVorwärts' benutzt den Aufruf, um der Re­gierung Marr-Stresemann-Farres das scharsi Mintrauensvotum zu erteilen, -n dem die So- zialdemokratte infolge der ReichstaasauWfnna nicht mehr gekommen ist. Ein für die Reicbs- regterung gewiß unangenehmes Echo, eine Wir- fttna. die vielleicht das Gegenteil von dem er­reicht was die Regierung beabfichttote.

Die Regierung bezeichnet als Motiv ihres Vorgehens die Pflicht, allen Volksgenossen ^?edeutung dieser Wahlen eiudrinz- lichst vor Augen zu stellen. Maa fein das be­sorgen auch die dreiundzwanzig Parteien, die sich um die Sitze im Halbrund des Köniasvlatzhmi- fe* bewerben. Die Regierung wird am 5. Mai n-emgstens sagen können, daß sie auch biefe ihre Pflicht getan habe. Wollte sie mehr und sollte dieser Anftnf die Sonde am schwachen Herzen einer Koalition sein, so werden sie die Regungen rechts und links belehrt haben, daß man Schwerkranke nicht allzu heftig untersuchen soll. Sollte aber die Rücksicht auf das Ausland mttgespielt haben, dann kann man ihren Beweg­grund zu der Kundgebung verstehen. Das Schick- sal wird aber seinen Lauf gehen, und >ie Rc-

Bie Hetze der Komnmmften«

Gewalttätigkeit in den Bergwerken.

(Eigene Drahtmeldung.)

Essen (Ruhr), 29. April.

Die Kommunisten haben durch VertcUung von Flugblättern mit der Behauptung, daß bereits auf Zwanzig Schachtanlagen gestreikt werde, den Bergarbeiterstreik ausgedehnt. Die Unionisten versuchen durch Zerstörungen an den Ze­chenbetrieben ihre Gewalttätigkeitspläne durchzusetzen. So wurden im Lause der Nacht auch ZecheGraf Bismarck" undWilhelm.,>.e

Magistratsmitgliedes, die in der letzten Sitzung . erwähnt wurden, bezogen haben. Magistratsrar Dr. Fey wünschte beim Oberbürgermeister, daß er das Wort bekomme; es wurde ihm abge- 1 schlagen! Dann wurde dieSpeisekarte" pro« grammäßig, wie es die Vorschau erkennen ließ, zur Erledigung gebracht. Ein zweiter Vorstoß der Sozialdemokraten ging gegen

Stadtrat Henkel und die HerkuleSbahn.

Anfrager war auch hier der Stadtv. Haupt und Beantworter Bürgermeister Brunner. Dieser erzählte, wie der Magistrat im Januar eine Kommission gebildet hatte zu dem Zweck, Mittel flüssig zu machen für die produktive Er- werbslofenfürsorge. Alle möglichen Vorschlag: wurden gemacht. Häuser und die Bäume der Alleen wurden verkauft. Da wurde angeregt (vielleicht sogar durch mich, sagte der Bürger­meisters die im Besitz der Stadt befindlichen 151 Aktien der Herkulesbahn zu veräußern. Stadtrat Henkel trat dem Gedanken näher. Um die Zechen und Steinbruchbesitzer, die an der Dahn interessiert sind, zu beteiligen, sollte die Stadt ihre Aktien diesen abtreten bis aus 50 Stück. Ihre Vertretung im Aufsichtsrat würde sie behalten. Ans Grund von Verhandlungen des Stadtrats Henkel mit diesen Kreisen boten diese 30 Billionen Mark. Der Magistrat for­derte darauf von Bankier Ballin ein Gutachten ein, wonach diese Dumme zu gering war, doch ehe es zur Verhandlung darüber kam, zog Stadtrat Henkel sein Angebot zurück. Stadtrat Henkel < Fr. b. V.) setzte dann selbst ausein­ander, wie die Herknlesöahn aus einer Perso- ucnbahn eine Industriebahn geworden sei, daß die Aktten für die Stadt unrentaher oswnrden

ruf