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Nt.- 8S' Sn^rgRWf.-

ivielzeit. Tas große Orchester, das ihm augen­blicklich zur Verfügung ft ehr. folgt ihm mit vol- lcr Hingabe und Film und Musik haben auch hier Lei unS den Weg Les Erfolgs gcmeinfoin bc'chriften. Atemlos gespannt folgte das Haus Len besängen des Heldenlieds, den Wundern über Wundern, ficktbar gebannt, gefesselt, miier- lebend ... es ging ihnen wie uns, die wie -nm 2. Male schon in die Welt der Nibelungen rsnkehrten. <rrit als dann die Mär von Sieg fried mit düsteren Attor :n verllungen, löste sich langsam der Bann, um einer herzlichen Beifalls- knndgebung Raum zu geben. Es ist ein Glück, das sich keine Filmwerkstätte zweiter oder dritter Garnitur an unser großes Epos gewagt Hai! So lameie trefft cb eines der Urteile, die man i orte!

Run singt dieser Meistersilm der A l l g e rneinbeit das deutche Heldenlied. Wenn nech rineS bcrvorgehoken werben soll, so sei es dies . . . die Werbung, die hier Direktorsohn Kohl muftergittig au'gezoeen hat, ist der Größe dessen, für das sie einfegte, vollw'f würdig.

Der Auftakt ist acwesea. Nun singe, Film- Volker und deine Weise klinge in allen Her­ren w'eder, kraftvoll lebendig, deutsche Treue lehrend!<

Dke Wahlbewenuny.

Wahlvorschläge für die Tradtverordnetenwablen.

Wie aus einer Bekanntmachung des Magi- ä ats ersichtlich ist, müssen die Wahlvor- f d)läge für die TtedtVerordneten­wahlen bis svätefiens Donnerstag, den 1 7 A pril 1,9 2 4 bei dem Vorjltzenden des Wahlausschusses, Bürgermeister Brunner, cingeretot werten tu einer Weiteren Bekannt, maci ung gibt der Magistrat

dic Mitglieder des Wahlausschusses

tt den Ltadtverordnetenwahlen bekannt: Vor­sitzender des Wahlausschusses ist Herr Bür germeister Brunner: Beisitzer die Kran- 'enkassen-Obettnsvektor Bechmann, Staotrat, Rechziungsrat Otto Hoffmann, Landesrat Wilh. Beck, Landesbibliotheksdirektor Dr. Wilh. Hopf, ftetlbertr. Beisitzer die Herren Ziadtver vrdneter Konrektor Heinrich Schwab, Stadtver­ordneter Porzellanmaler K Möller, Stadtver­ordneter Eisenbabn-Oberfekretär Friedr. Geck, Stadtverordneter Eisenhahn-Stkretär a. D. Heinr. Hornschu.

Äaffeler 2Irbe!Mmartt.

Nock keine wesentliche Besserung der Lage.

Der Bericht über die Lage des Arbeit-Mark- fee; im Monat März betont eingangs: Die Ge­samtlage des Arbeitsmarktes hat sich gegenüber den Vormonaten noch nickt Wesentlich gebe nett! Die Unterbringungsmöglichkeit in der Me­tallindustrie ist nach Wie vor schlecht. We­gen Mangel anAufträgen kommen immer noch Leute zur Entlassung. In einem hiesigen atti­schen Werke sind nabezu hundert Arbeiter zur Entlassung gekommen! Die Vermittlung von Bauyandwerkern und Bauarbeitern nimmt all­mählich zu. Auch in den übrigen Gewerbebe­trieben konnten eine Anzahl Leute untergebrackt Werben. Kaufleute wurden vorwiegend als Reifende und Vertreter gesucht. Immer noch tchlecht ist die ITnterfcringitng von Technikern aller Art.

Im Gastwirtsgewerbe war die Vermittlung in Saisonstellen recht lebhaft. Es besteht Man­gel an guten Köchinnen und Beiköchinnen. Die Vermittlung von kaufmännischen weiblichen Personen war sehr rege. Gesucht sind immer noch sprachkundige Korrespondentinnen. junge, gewandte Stenotypistinnen und sachkundige, tüch­tige Verkäuferinnen. Reckt günstig war auch die Unterbringung von ungelernten weiblichen Ar­beiterinnen. Offene Stellen für Schneiderinnen. Weißnäherinnen, Putzmacherinnen und Sckästc- stepperinnen konnten nicht alle besetzt Werden, da di- erforderliche Anzahl gelernter Kräfte nickt vorhanden war.

Die Vermittlung von Hausangestell­ten und Tagesfrauen war recht günstig. Ge­sucht sind tüchtige Hausbeamtinnen und gut aus- oebtldcte Kinderpflegerinnen. Lebhaft war wie­der die Inanspruchnahme der 'Berufsberatung. Erwerüslosenunterstützung empfingen 6168 Per­sonen. davon 162 weibliche.

Verengerung der Gchaumeffe.

Um ächt Tage ausgedehnt.

Der Polizeipräsident hat heute genehmigt, daß dft Schaumesse auf der Leister- schen Wiese, die unter der kalten und nassen Wittett'.ng sehr gelitten hat, um acht Tage verlängert wird. Aus Dankbarkeit tret o.ist lten die Messeleute am Dienstag eine Art Kinderfest. Bedürftige Kinder, die von ben Schulleitern ausgewählt werben, erhalten Frei, karten, aus die sie u. a. Messewecke, Kaffee und Würstchen bekommen. Gestern abend fand in der Stadt Stockholm eine

Versammlung der Mcffelcutc

statt. Die Versammlung stand unter Leitung von Gauleiter Berger vom Reichsverband des ambulanten'Gewerbes. Es wurden lebhafte Kla­gen gegen das Meßkommisjariat über die Platz- a n w c t f un g für Buden und Stände auf der Kaufmesse erhoben. Stadtoberinspcltor Fleisch­tauer stellte fest, daß die Stadt io entgegenkom- utend wie möglich ist, daß es aber unmöglich ist, allen Wünschen gerecht zu werden, die in der viel fach,'!en Gestalt an sie licrantrcicn. Er stellte auch fest, daß in den Kreisen der Mefseleute ein Vor­urteil gegen dir Seidlerstraß« und die Garde- ducorpsstraßc besteht. Daß nicht alle Stellen mit Buden besetzt .vorder sind, ist ans Verkehrs- und namentlich auf scuervolizeiiiche Maßnahmen zu. rück',usühreit. Die Mieten für Buden und Stände, die als zu hoch bezichnet worden wären, crilüvtc der Vertreter de« Messekmnmiffariats1$ gerechtfertigt. Die Stadt wolle an 6er Messe nich ts verdienen, aber ihre Unkosten muß sie dek-1

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und wie es drmtßen Warntet Wurfe, so auch um die Menschen.

Nack Mitteilung unseres wetierhutbigeit L- Mitarbeiters dürften unter der Herrschaft hoben Luftdrucks die Tagestemveraturen infolge der Sonneneinstrahlung allmählich wieder höher stei­gen, und es ist nicht ausgeschlossen, daß sich im Lause der Woche die Witterung wieder frühlingshafter gestaltet.

Als ob diese Frühlingsbotschaft durch sie be­tätigt werben sollte, setzte sich eine große, dicke Fliege, der erste .Brummer" dieses Jahres, auf das Papier. Es Wird also doch Frühling

Erhöhung Ves Waffergeldes.

Verteilung durch die Hausbesitzer auf die Meter.

Der Voranschlag des Wasserwerks Weist, Wie vom städtischen Nachrichtenamt geschrieben wird, für das Rech-nut-gssahr 192-1 einen Fehlbe­trag von 172000 Mark aus. Das Wasserwerk soll zwar keinen Gewinn für die Stadt bringen, es muß aber so verwaltet werden, daß die Ein­nahmen 3 ar Deckung der Ausgaben ausreichien. Infolgedessen soll vom 1. Avril ab

1. die Gewäbruna von Freiwasser für jeden stäitdigen Hausbewohner aufbören.

2. der Preis für den Wasserverbrauch a) in Wohnhäusern von 15 auf 17 Pfennig, b) der In­dustrie und in Geschäftsräumen jeder Art von 15 aus 20 Pfennig für den Kubikmeter erhöht werden.

Das Freiwasser sollte dem sozialen Ausgleich bienen, indem Familien mit großer Kinderzähl durch eine größere F«iWasser.nengc entlastet wurden. In Wirklichkeit wird dieser Erfolg mit dem Freiwafler nickt erreicht, das Wasserwerk Wird daher twecklos belastet durch den daraus beruhenden Einnähmeausfall und die damit ver­bundene erhebliche Verwaltungsarbcit. Das Freiwasser beträgt für jeden Einwohner monat­lich 250 Liter, für rund 160 000 Einwohner mo­natlich 40 000 Kubikmeter oder 480000 Kubik­meter im Jahr. Der Einnahmeautzfall ist 72 000 Mark im Jabr. Ein Haushalt von sechs Kövsen Würde durch, das Freiwasser im Monat nur tzmal 250 Liter gleich 1=' Kubikmeter zu 17 Pfennig gleich 25 Pfennig sparen.

Durch den Wegfall des FreiWassers, io wird Weiter gefchrieben, wirb ein erheblicher Teil des Fehlbetrages des Wasserwerks gedeckt, die jähr­liche Bearbeitung der Seelenliften'und die lau- fende Fortschreitung aller Veränderungen, die

Frühlingserwachen.

Morgenreif und warmer Sonnenschein.

Apolhekenhienss.

Folgende Kasseler Apotheken haben morgen Sonntag geöffnet und in der darauf folgen­den Woche Nachtdienst: Adler-Apotheke Fulda- brücke 8: Herkules-Apotheke Wilbclmshöher Wahlershaüsen; Hof-Apo fteke. Bahnhofstraße' Orlea.nsstraße 2; Löwen Apoibekc. Frankfurter- sttaße 11; Kroneu-Aprtheke, Wilhelmsh. Llllee 81; Luisen-Avothcke, Äirchditntold

Im Weißen Reisglanz lagen heule früh Berge. Bis tief hinein in die Stadt glitzerte der Reif, der in sternenklarer Rächt gefallen war. Dann aber siegte der lachende Sonnenschein,

genen Woche. Dies bedeutet eine Steigerung von 5,7 Prozent. Die Erhöhung ist lediglich auf die gesteigerte Wo-uuugsmietc ;u- rückztrsübren. Ohne Berücksichtigung der Ulielc würde eine Abnahme der Teuerungszahl 0,7 Prozent eingetreten fein.

Berwallungsrat der - e trt eubauk eine Sitrung ob gehalten, an ber auch Vertreter der Reicksregiernng teilgenomnren haben. Gegenüber den von verschiedenen Seiten nuSge« streuten Alarmgerüchten über Uutcrhöh- lungsversuche gegen die Renienmark er« klärte das Mitglied des VerwalttmgsratrS der Rentensank, Hills,er, einem Vertreter ves Blat­tes, dass von irgendwelche : Wanövem gegen die Rente,rmark nichts bekannt fei. Die Mög­lichkeit einer Erschütterung der Rentenmar? vom Ausland her bestehe nicht. Dio einzige Be­fürchtung, die man vielleicht lleoen könne, liege tu in der Hergabe zu großer Kredite. Jedoch sei auch in dieser Beziehung die weitestgehende Vorsorge getroffen worden. Die Reutenmark m ü f f c und werde stabil sein.

Die TezlcmsftanSe im Reich.

Ueberall kommunistischer Terror.

(Privat-Telegramm.l

Berlin, 5. April.

Tie radikalen Betriebsräte der Berliner Werkstätten beschlossen gestern abend, keine Verhandlungen der Gewerkschaften mit dem ReichsverkehrSimnister mehr an zuer- kenire», sondern direkte Verhandlungen des Ministers mit dem Vollzugsrat zu fordern. Der Beschluß bedeutet einen kommunistischer. Versuch, die sich anbahnende Einigung in der Eiscubahnerbewegung zu verhindern. In den Berliner Werkstätten standen gestern abend noch 2200 Eisenbahner in der passiven Resistenz. In der deutschen Binnenschiffahrt ist es, infolge kommunistischer Generalstreikhetze, zu Teilstreiks actommcn. Auf den märkischen Was­serstrassen liegen eine Anzahl Binnenschiffe still, weil die Schiffer die Arbeit eingestellt haben. In Berlin sind einige Abteilungen Telc - graphenorbeitcr in den Streik getreten. Die städtischen Arbcilcr veranstalten Montag Urabstimmungen über die Strcikanträge der Be­triebsräte. Ueberall zeigt sich starker kommuni­stischer Terror.

Auch in Oberschieflrn?

Gleiwitz, 5. April. lPrivattelegramm.) Im volnisck-oberschleflschen Grubenrevier hat sich die StreMage verschärft. Die Metallarbei­ter sind in einen Sympathiestreik eingetreten. In Kattowitz kam es zu blutigen Zusammen­stössen mit der Polizei. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten erforderte der Zusam­menstoss ein Todesopfer. Verwundet wurden 12 Personen, darunter mehrere Volizeiüeamte. Die Berletmnqcn der meisten Verwundeten sind schwer. Für Sonntag sind im ganzen Gruben- revier Massenversammlungen der Streikenden angekündigt.

Sine bititigf Wahlversammlung.

Frankfurt a. 91., 5. April. (Telegraphi­sche Meldung.) In einer vom völkisch sozialen Block abgehaltenen Wählerversammkung, in der der frühere Reichstagsabgeordnete Wüste sprach, kam es während der Diskussion zu Schläge- reten zwischen Deutschvölkischen und Kommunisten. Die Parteien drangen mit Stühlen und Gunnniknsspveln aufeinander ein. Es gab einige Verletzte. Tie Polizei räumte schliesslich den Saal und steifte die Ruhe wieder her.

Bolschewistische Vwpoganba in Italien.

Genf 5. April. (Privattelegramm.) Tie Turiner Stampo meldet aus Rom: Seit dem Eintreffen des bolschewistischen Gesandten in Rom ist entc vcrstärW kommsi«iftiscke Pro- tmnanbiT festzustellen, der die Regierung erhöhte Aufmerksamkeit widmet. In Rom hat fim ein syndikalistischer Arbeite-ckund gebildet, in Aqniln wurden Waffenfunde gemacht, die nur Kuricr- fenbungen an die riffsische Gesiindtschaft zurück- ncftftirt werden.

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fen Wenn in der Versammlung, wie so ost ickon. in .den., letzten Jähren bei...

Friedrichsplak als Metzplatz

gcTorbert tourbc man verwies daraus, daß an­dere Städte ihre Domplätze usw. hergeben, so konnte der Vertreter der Stadt nur betonen, daß der Fricdrichsplatz nickst der Stadt, sondern dem Staat gehört Wie später von anderer Seite dazu bemerft wurde, wird diese Frage, deren Lc. fang schon einmal nahe und ist der Kriegs- und Nachkriegszeit sonst enffchlafen war, nunmehr erneut ausgerollt. Bisher wurde immer einge­wendet, daß das Stadtbild leide. Dieser, Ein­wand sei nicht stichhaltig, weil er mit demselben Rechte von anderen Städten erhoben werden könntc, was aber nicht Der Fall sei. Auch wirt­schaftliche Gründe sprächen für die Freigabe des Friedrickrplatzcs auf einige Tage im Jahre. Die Aussichten, daß künftig der Sonntags- verkauf zugelassen werde, wurden als günsti­ger cks früher bezeichnet. Benn die Gesamtlage fick, nicht ändert, so hörte man in der Versamm- lung. werden die späteren Messen nock stärker beschickt werden wie die jetzige!

Die Sauf Treffe innerhalb der Statt wird von vor Verlängerung nicht erfaßt; sie endet wie üblich am Montag.

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L Slück 8 zu verkauf.

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Schweizerbaus Wilhelmshöhe: Konzert, Uhr. Braustübl: Konzert, 7 Uhr

S chaumesse. Heute Sonnabend: Gabels­berger Stenographenverein: Gasthaus Fremder, 4 Uhr.

Letzte Zeveschen.

Die stabil? Nentenmark.

Beruhigende Erklärung aus der Verwaltung.

Berlin, 5. April. lDelegraphische Meldung.)

Wie der L. A. erführt, hat gestern abenv der

II imTI I

Eiersehnsucht auf dem Wochenmarkt.

Aus dem heutigen Wochenmarkt, der sehr gute Beschickung zeigte, herrschte Vorosterstim- mung, tm Kauf von Veilchen, Schneeglöckchen un Weidenkätzchen sowohl, als in gesteigerter Nachfrage, einem wahren Hunger nach Eiern! Man schlug sich beinahe darum, wie unsere WochenmarktmitaLbeiterin berichtet. Mehrfach mußte die Polizei einschreiten, weil verschie­dene Buftermänner dir Abgabe von Eiern von der Abnahme von Butter abhängig machten. DaS gibt eS nicht, sagte die Polizei, und sie dul­dete auch nicht, daß von ganzen Körben voll Eiern behauptet wurde, sie seien bereits ver­kauft. WaS auf dem Königsplatz ist, wirb dort verkauft, solange Nachfrage besteht! Der Besuch deS Marktes War, bei dem schönen Wetter er- klärlich, sehr gut. Die Preise waren die gleichen wie bisher.

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sich aus dem Personenstand und em Wohnungs­wechsel ergeben, überflüssig und die ganze Be­rechnung unp Erhebung des Wassergeldes so. er­heblich vereinfacht, daß fünf bis fecks Arbeits- fräifc gespart werden. Die Unterteilung des Wafsergeldes durch den Hausbesitzer ist jetzt durch das Gesetz genau geregelt, sodaß Schwierigkeiten daraus nicht mehr entstehen.

Steigerung der Kasseler TeuettwgSzahl.

Die im Statistischen Amt der Stadt Kassel errechnete Teuerungszahl beziffert sich für die laufende Woche Stichtag 2. Avril 1924 auf 94,31 Mark gegenüber 89.20 Mark in der vergai:

SieWMummer i*Bi 22 6eiten ßauptfcbrtftleiter: Kart Friedrich Dreßkor. Neraniwortltch 'üt o:n politischen und oll gemeinen Teil Sari Friedrich Dreß ler. ^ür den lokalen Teil: Rudolf Heynemann, für den ännetgerteU: . Gonrab Wachsmann. Druck und Berlig Kasseler NeuefieNachrlchten kFerdinandKochl sämtlich in Staffel

Sonntag, den 6. April, Punkt 2 Uhr, im Saale Schafergasse 14:

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Bei genügender Beteiligung 1. Preis 100 Goldmark.

Es ladet ergebens! ein:

Skatklub Walhalla und der Wirt.

LokalnaGiMrm vom Tage.

~ Der Streik in den Brotfabriken. Wie be­reits gemeldet, wurde die Technische Rothilfe mit Genehmigung des Oberpräsittums in der Kasseler Brotfabrik, Wcßbergstraßc, eingesetzt, um die im Produktionsprozeß befindlich« Teig- maffe vor dem Verderben zu bewahren. Die Not­helfer wurden, wie wir erfahren, noch gestern abend wieder zurückgezogen, nachdem sie diese Aufgabe erfüllt halten. Eine weitere Broffabri- kation durch die Nothilft kommt nicht in Frage, da bto Btvtverforgung her »Statt nicht ge­fährdet ist.

h- Allerlei vom Tage. In der Turm­gasse gab es gestern abend eine blutige Schlägerei. Einer der Teilnehmer erhielt mit Stöcken und Bierseibeln so schwere Hiebe, daß ihm der Hinterkopf oufgefdilogen wurde. Die Polizei mußte eingesetzt werden. Der Ver­letzt« kam ins Krankenhaus.' Ein Stuben­brand, der gestern in der Marienstratzc eilt standen war, wurde von der Feuerwehr rasch gelöscht. In einem großen Geschäftshaufe legte gestern eine Dome gefälschte Gut­scheine vor, um damit Waren zu erschLvindeln. Sic wurde der Polizei übergeben. In der ver­gangenen Rächt versiel auf der F u l d ab rück e eine junge Frau in Wutkrämpfe. Lang« Zeit setzte sic die Anwohner in Auftegung, bis es endlich gelang, die Krank« zu entfernen. Weiter versuchte er um 2 Uhr nachts ein Mann durch einen S p r>un g Von. der Drahtbrücke den Tod in der Fulda. Er wurde gerettet und von der Polizei in Schutzhaft genommen.

-4- Veranstaltungen am Sonntag. Staats- the.ater: VolksvorfftllungWilhelm Tell", 21/ Uhr;Wiener Blut", 7 Uhr. Winz er­st üben: Kleinkunst. 3 Uhr.- Stadt park: Großherzogin von Gerolstein", 71/ Uhr. U. T.:Nibelungen". K. d. W.: »Tie Zerstörung von Troja". CHassalla:Königin Äaro- line von Englands Deutsche Musik- gruppc: Konzert, Bürgersäle, 7 Uhr. Kas­seler Konzertvcrein: Wchltätigkeitsko,,- zett, Stadthaüe. " Uhr K irckenchor St. Martin: Gcisftiches Volkskonzert, Martinskirche. 8 Uhr. Neues Theater: Ningkampj, 8 Uhr. Wein Haus Tante: Konzert und Radio. Schützengraben: Künftlcrkonzett. Alter Schöfserhof: Konzert, 4 und 8

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E. Kißelbach

i BrüderstraBe 6 8,

Bolkstunst auf der Messe.

Neber die Junggewerkstube wird uns geschrieben: Die Werksmbe gewährt einen Ein­blick in das vielseitig schaffend« Leben hiesiger und auswärtiger Künstler. Daß, was wir dies­mal wieder sehen, ist für das Volk und den Schaffenden aus dem- Volk. Also Heiligtümer für uns, die wir nicht verlieren dürfen, denn in ihnen ist unsere Seele gebannt. Mit seinem Verständnis ist die Auswahl tntb Ausstellung ge­troffen. Einen starken Einbruck hinterlassen sie Oelbilder von Ernst Kunst und Theo Otto. Sie zeigen uns leidvolles Leben der werktätigen Be­völkerung Karl Toebel beweist in seinen Holz­schnitten^;. B. der h. Sebastian) schöpferisches Talent mit erheblichen Steigerungen. Pilartz, Pietschmann, Reinhold bieten uns viel Wert­volles in ihren Zeichnungen, Aquarellen, Radie­rungen, Holzschnitten. Tuschieks Hand gibt uns geschmackvoll«, formenreicke Drechselarbeiten. Fetner liegen Handarbeiten, handgemalie Stof­fe, Breschen aus. Unter all diesen Kunstgegen­ständen liegt einfach und schlicht ein Werk von JezekOrganische Mensch-- und Wettauffassung", ein Buch neuzeitlicher Literatur, dessen Verfasser wir in nächster Zeit persönlich in Kassel, im Vor­trage, kennen lernen werden. Den Künstlern möge auch bei der diesjährigen Messe dankbare Rückschau vergönnt fein D. Kalkowski.

Staffel wieder hinterher.

Ein langer Weg von Berlin nach Kassel.

Es gab eine Zett, da lachten wir über das englifche LiedEs ist ein langer Weg von Tipperatv". Heute dürfen wir mit Fug und Reckt fingen: ,Es ist ein langer Weg von Ber­lin nach Kassel!"

Vor mehr als vierzehn Tagen schon hat der Minister des Jnnent die Obevpräfidenten ange­wiesen, die Polizefftunde auf 1 Ithr zu verlän­gern, und bis heute ist dieser Erlaß tm Kasseler Oberpräfidium noch nicht eingegangen. Bevor dies nicht erfolgt, kann, wie tm Oberpräsidium erklärt wird, nichts gefchehen. Inzwischen ist schon vor drei Tagen für Pommern btc entspre- chenbe Verordnung erlassen worben, und zwar beginnt dort gemäß der ministeriellen Anweismig mit Wirkung ,ib 1. April die Polizeistunde in Gast- und Schankwirtschaften in der Städt Stet­tin, ihrer Umgebung, sowie in den übrigen kreis­freien Städten der Prov'nz nachts 1 Uhr, in allen anderen Städten nachts 12)4 Uhr und in ben länblichen.Ortschaften nachts^W.Uhr, soweit nicht durck ortspclizeiliche Vorschriften eine frühere Pclizeisttknbc bestimmt ist- sie endet morgens o Uhr. Auch der Oberpräsident von Magdeburg hat in diesem Sinne entschieden.

Nur wir in der Großstadt Kassel wissen von gar nichts und hinken hinterher ... vielleicht langt doch noch einmal der Dttnisterbrief in Kassel an .. ?